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Faul ?!

13. Dezember 2013 um 14:41 Letzte Antwort: 15. Dezember 2013 um 14:33

Hallo Ihr,
ich schreibe hier eigentlich nicht viel, aber mein innerer Druck wird immer größer. Ich bin 22 Jahre alt und habe bis jetzt nicht wirklich was geleistet. Klar, ich habe das Abitur ganz gut geschafft, aber das eher durch auswendig lernen und Spickzetteln. Mein größtes Problem ist, dass ich mich extrem zurückgezogen habe. Ich gehe jeder sozialen Situation aus dem Weg, wenn es hochkommt, spreche ich 10 Sätze am Tag. Ich bin so behindert, verklemmt und unsicher, dass ich keine Beziehung zu jemandem aufbauen kann. Alles ist so anstregend für mich. Nicht das ihr mich falsch versteht, ich will kein Mitleid von euch. Ich weiß nicht, ob das jemand von euch versteht oder kennt? Mein Kopf ist soo leer, ich habe ein Studium angefangen, aber ich vergesse alles, verstehe nichts, sobald ein bisschen Stress kommt, bin ich geistig weg, benebelt und nicht mehr anwesend. Meine Nerven sind am Ende. Den ganzen Tag sitze ich alleine im Zimmer und kreise über mich selbst> wie egozentrisch kann man eigentlich sein?
Meine Frage: Kennt das jemand und vor allem ist jemand schon stabil? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, seine Gefühle und Gedanken in Einklang zu bringen? Meine Essstörung wird immer größer und ich immer kleiner. Hat es jemand geschafft, im Leben zu stehen? Wieder "normal" zu essen und den Alltagsstress zu überstehen ohne Depressionen oder größere Probleme. Beziehungen zu pflegen, ohne eine zu große Anstrengung (Klar, Beziehungen sind immer anstregend.

Okay, der Text ist jetzt ziemlich verwirrend und sprunghaft geworden, aber so ist im Moment der Stand der Dinge in meinem Kopf. Vielleicht kann der ein oder andere trotzdem verstehen, was ich ausdrücken möchte.

Ich bin dankbar für jede Antwort, egal ob positiv oder negativ.

Liebe Grüße

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13. Dezember 2013 um 20:04

Hey
wollt dir nur sagen dass du bist nicht alleine bist .Ich bin zwar erst 14 aber mir geht es genauso.Ich kann mit niemanden (mal abgesehen von meiner Familie und Freunden die ich schon seit Kinderzeiten kenne)ein normales Gespräch führen,ohne Angst zu haben und mir Gedanken darüber zu machen,was der gegenüber jetzt von mir haltet.
Das war einer der Gründe warum ich die MS gerutscht bin,ich wollte allen zeigen,dass ich nicht unsichbar und still bin,ich wollte allen zeigen dass ich etwas besonderes bin,in dem ich runterhungerte.Genau wie du es beschrieben hast habe ich oft absurde Gedanken und Gefühle(manchmal hab ich das Gefühl ich weiß nicht mehr wer ich bin)
Wenn der Körper hungert schüttet er Hormone aus,die Depressionen.auslösen.Das ist der Grund warum es oft zu solchen Gefühlen/Gedanken kommt.
Ich kenne das nur zu gut :/
Ich glaube schon,dass das die Depressionen weggehen,wenn du wieder normal ist,aber das kann ich dir leider nicht bestätigen,da ich selbst noch tief im Schnee stecke.
Ich würde dir raten irgendetwas zu machen was glücklich macht Musik,Familie,Sport,Hobbys etc.,weil wenn du glücklich bist wird es dir sicherlich leichter fallen zu essen.
Ich wünsch dir viel Glück
LG

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13. Dezember 2013 um 20:55

Hey
Mir geht es genauso wie Dir. Der text könnte echt von mir sein. Auch genauso mit diesem denken dann einfach nur "faul" zu sein..

Ich bin jetzt 26 und war schon immer sehr serh ruhig und in mich kekehrt. Ich neige auch dazu mich eher zu isolieren und manchmal hab ich sogar richtige scheu mein Haus zu verlassen Ich denke nicht dass, das am Alter liegt, sondern daran, was man für eine Person ist und was man für Erfahrung vielleicht auch schon davor immer mit anderen Menschen gemacht hat...Meine waren durchaus nicht gerade immer serh positiv

Dieses Gedankenkreisen kenne ich auch. Gerade dann,wenn man Abends zur Ruhe kommt und ich auf der Couch sitze. Dann fängt dieser ganze scheiss immer wieder von vorne an...Aber auch oft, wenn ich mal zum Abschalten in die Natur raus gehe (da kann ich ich gut abschalten und das tut mir echt gut) kreisen die Gedanken viel...

Ich kann dir auf deine Frage leider nur auch keine klare Antwort geben, da ich selber auch so Probleme habe...ich hoffe auch einfach nur das ich wieder einmal richtig im Leben stehen kann und das Leben eben einfach läuft. Ich zufrieden bin mit mir. Körperlich wie auch seelisch, aber irgendwie habe ich die Hoffung langsam schon so gut wie aufgegeben, dass das jemals nochmal passieren wird Manche haben in meinem Alter schon alles erreicht und schon Kinder, nen super Job und alles und ich habe das Gefühl ich bekomme nichts so wirklich auf die Reihe...noch nicht mal meine eigenen Gedanken!

Ich wünsche Dir trotzdem nur das Allerbeste! Ansonsten kannst Du dich auch gerne nochmal per PN bei mir melden
LG

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15. Dezember 2013 um 12:40

Das kenne ich leider auch.
Hey Brittchen.

Ich schreibe dir, da ich mich wirklich extrem mit deinem Text identifizieren kann. Ich bin mittlerweile 28 Jahre und habe das Gefühl bisher kaum etwas im Leben geleistet zu haben. Klar ich habdas Abi und auch einen Bachelorabschluss, studiere derzeit im Master (schon recht lange), aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass ich das nur durch stupides Auswendiglernen geschafft habe und ich kann mich über meine Leistung absolut nicht freuen. Ich habe auch oft diese Phasen, in denen ich nur in meinem Zimmer sitze und die Außenwelt komplett oder so gut wie es geht meide. Ich fühle mich sehr oft, naja eigentlich eher immer minderwertig, ekelig und dumm und dann versuche ich so wenig wie möglich Kontakt zu Mitmenschen zu haben. Es gibt zwar auch Phasen, in denen das etwas besser läuft, aber gerade habe ich mal wieder eine sehr schlechte Phase und möchte mich am Liebsten komplett isolieren. Isolation ist jedoch das Schlimmste was du machen kannst. Du musst versuchen ganz viel raus zu gehen, wenn möglich auch unter Leute. Und wenn das zu anstrengend ist, dann treffe dich vielleicht nur mit einer Freundin und gucke einen Film oder gehe spazieren. Und vorallem mache Sachen, die dir gut tun und die dir Spaß machen und lass die Uni einfach mal Uni sein. Das bringt so sowieso nichts wenn du so stark depressiv bist.Kannst du mit Freunden darüber sprechen? Ich finde es ist sehr wichtig offen damit umzugehen und zu sagen, dass es einem nicht gut geht. Das nimmt dir den Druck und deinen Mitmenschen nimmt es die verunsicherung im Umgang mit dir.
Hast du vor dich nach einer Therapie umzugucken?
Ich werde Anfang nächsten Jahres in eine Tagesklinik gehen und irgendwie freue ich mich schon total darauf. Ich kann und mag nämlich einfach nicht mehr und ich möchte endlich, endlich mein Leben genießen können.

glg

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15. Dezember 2013 um 13:20

Hallo
Hallo Nikati,
es tut gut, zu lesen, dass es anderen genauso geht, auch wenn ich dir wünschen würde, dass es nicht so wäre.
Ich bewundere dich trotzdem, dass du deinen Bachelor geschafft hast und du weiterhin an deinem Master arbeitest, egal wie lange es dauert. Natürlich bist du nicht "nur" durch diese Leistungen bewundernswert, sondern durch ganz andere Dinge. So wie du schreibst, hört es sich an, als hättest du schon viel im Leben gelernt und du kannst vieles reflektieren und sehen. Das freut mich für dich, ich hoffe, du gehst deinen Weg und lernst, mit dir und deinen Gefühlen gut umzugehen.
Bei mir ist es so, dass ich Momentan wieder Zuhause wohne, was mir nicht gut tut, ich sitze den ganzen!!!!! Tag nur in unserem Haus und wenn ich sitze schreibe ist es wirklich so. Ich kann mich zu Nichts aufraffen, selbst lesen ist mir zu anstregend. So will und kann ich nicht weitervegetieren. Die Essstörung (MS) hat ihre Fäden wieder komplett um mich gewunden. Mein ganzer Tagesablauf ist von ihr bestimmt. Selbst auf das Studium habe ich keine Lust mehr, ich verstehe NICHTS. Mein Gehirn und mein Körper arbeiten in Zeitlupe. Alles ist soo zäh wie Kaugummi, wie eine Blase, wie Luft. Langsam verschwindet die Hoffnung auf ein besseres Leben. Ich habe immer nur im Sud meiner Depressionen. Selbst jetzt ziehe ich mich nur runter. Aber ich habe noch einen ganz ganz kleinen Anreiz. Nächste Woche kann ich mich in 2 Kliniken vorstellen, diese sind in der Nähe von meinem Studienort, was einerseits schwer ist, da da viele Erinnerungen hängen, andererseits will ich es versuchen, da man nicht davonlaufen kann.

Wow, wenn ich den Text lese, steht da fast nur ICH ICH ICH. Diese Egozentrik, kennt ihr das? Und kann das besser werden?

Liebe Grüße

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15. Dezember 2013 um 13:20

Hallo
Hallo Nikati,
es tut gut, zu lesen, dass es anderen genauso geht, auch wenn ich dir wünschen würde, dass es nicht so wäre.
Ich bewundere dich trotzdem, dass du deinen Bachelor geschafft hast und du weiterhin an deinem Master arbeitest, egal wie lange es dauert. Natürlich bist du nicht "nur" durch diese Leistungen bewundernswert, sondern durch ganz andere Dinge. So wie du schreibst, hört es sich an, als hättest du schon viel im Leben gelernt und du kannst vieles reflektieren und sehen. Das freut mich für dich, ich hoffe, du gehst deinen Weg und lernst, mit dir und deinen Gefühlen gut umzugehen.
Bei mir ist es so, dass ich Momentan wieder Zuhause wohne, was mir nicht gut tut, ich sitze den ganzen!!!!! Tag nur in unserem Haus und wenn ich sitze schreibe ist es wirklich so. Ich kann mich zu Nichts aufraffen, selbst lesen ist mir zu anstregend. So will und kann ich nicht weitervegetieren. Die Essstörung (MS) hat ihre Fäden wieder komplett um mich gewunden. Mein ganzer Tagesablauf ist von ihr bestimmt. Selbst auf das Studium habe ich keine Lust mehr, ich verstehe NICHTS. Mein Gehirn und mein Körper arbeiten in Zeitlupe. Alles ist soo zäh wie Kaugummi, wie eine Blase, wie Luft. Langsam verschwindet die Hoffnung auf ein besseres Leben. Ich habe immer nur im Sud meiner Depressionen. Selbst jetzt ziehe ich mich nur runter. Aber ich habe noch einen ganz ganz kleinen Anreiz. Nächste Woche kann ich mich in 2 Kliniken vorstellen, diese sind in der Nähe von meinem Studienort, was einerseits schwer ist, da da viele Erinnerungen hängen, andererseits will ich es versuchen, da man nicht davonlaufen kann.

Wow, wenn ich den Text lese, steht da fast nur ICH ICH ICH. Diese Egozentrik, kennt ihr das? Und kann das besser werden?

Liebe Grüße

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15. Dezember 2013 um 14:33
In Antwort auf roza_11952507

Hallo
Hallo Nikati,
es tut gut, zu lesen, dass es anderen genauso geht, auch wenn ich dir wünschen würde, dass es nicht so wäre.
Ich bewundere dich trotzdem, dass du deinen Bachelor geschafft hast und du weiterhin an deinem Master arbeitest, egal wie lange es dauert. Natürlich bist du nicht "nur" durch diese Leistungen bewundernswert, sondern durch ganz andere Dinge. So wie du schreibst, hört es sich an, als hättest du schon viel im Leben gelernt und du kannst vieles reflektieren und sehen. Das freut mich für dich, ich hoffe, du gehst deinen Weg und lernst, mit dir und deinen Gefühlen gut umzugehen.
Bei mir ist es so, dass ich Momentan wieder Zuhause wohne, was mir nicht gut tut, ich sitze den ganzen!!!!! Tag nur in unserem Haus und wenn ich sitze schreibe ist es wirklich so. Ich kann mich zu Nichts aufraffen, selbst lesen ist mir zu anstregend. So will und kann ich nicht weitervegetieren. Die Essstörung (MS) hat ihre Fäden wieder komplett um mich gewunden. Mein ganzer Tagesablauf ist von ihr bestimmt. Selbst auf das Studium habe ich keine Lust mehr, ich verstehe NICHTS. Mein Gehirn und mein Körper arbeiten in Zeitlupe. Alles ist soo zäh wie Kaugummi, wie eine Blase, wie Luft. Langsam verschwindet die Hoffnung auf ein besseres Leben. Ich habe immer nur im Sud meiner Depressionen. Selbst jetzt ziehe ich mich nur runter. Aber ich habe noch einen ganz ganz kleinen Anreiz. Nächste Woche kann ich mich in 2 Kliniken vorstellen, diese sind in der Nähe von meinem Studienort, was einerseits schwer ist, da da viele Erinnerungen hängen, andererseits will ich es versuchen, da man nicht davonlaufen kann.

Wow, wenn ich den Text lese, steht da fast nur ICH ICH ICH. Diese Egozentrik, kennt ihr das? Und kann das besser werden?

Liebe Grüße

Finde ich super,
dass du dich auch dazu entschlossen hast etwas gegen die Krankheit zu unternehmen. Bei mir hat das leider Jahre lang gedauert bis ich nun endlich eingesehen habe, dass ich da nicht mehr alleine rauskommen werde. Also es gab auch immer mal wieder bessere Phasen, aber zur Zeit (naja nun mittlerweile eigentlich schon wieder seit ca. 3 Jahren) stecke ich echt mal wieder in einem richtigen Loch fest.
Das kenne ich auch, dass man einfach nichts versteht, das Gehirn nichts aufnimmt und noch nicht einmal mehr lesen klappt. Ich kann zur Zeit auch noch nicht mal mehr schöne Bücher lesen. Habes dann mal mit Comis probiert und selbst das klappt nicht richtig. Teilweise geht noch nicht mal mehr fernsehn. Oh man ich kann dich soooo gut verstehen, wie man sich da fühlt. Aber ich denke das liegt wirklich "nur" an der Depression und nicht daran, dass wir verblödet sind oder so. Ich bin auch so mega unsicher das geht mir sowas von auf die Nerven. Kennst du das auch? Ich meine ich bin 28 Jahre alt, aber bin so verklemmt und fühle mich unter meinen Kommilitonen wie ein Kind. Maaaan
Ich habe auch lange hin und her überlegt, ob ich in eine Tagesklinik in meinem Studienort gehen soll oder lieber weiter weg und komplett raus aus der Situation. Habmich aber nun wie du auch dazu entschlossen es erst einmal hier in meinem Studienort zu versuchen. Ich denke nämlich auch, dass es ganz gut sein wird, wenn man den Genesungsprozess direkt mit seinem Leben verknüpfen kann. Aber kP, ob das nun der richtige Ansatz ist. Wahrscheinlich muss man das ausprobieren, was für einen das Beste ist.....
Das kenne ich auch mit diesem andauernden ICH. Aber ich glaube nicht, dass das etwas mit egozentrisch zu tun hat. Ich denke, dass das eher auf eine sehr starke innere Verunsicherung zurückzuführen ist und wir uns deshalb so extrem mit unserer eigenen Person (Verhalten, Auftreten, Aussehen etc.) beschäftigen.

Gehst du denn noch raus? Also vielleicht kannst du dir ja auch vornehmen jeden Tag spazieren zu gehen. Für mich ist das teilweise eine große Überwindung das Haus zu verlassen, aber im Nachhinein tut mir das immer sehr gut.Viel Bewegung an der frischen Luft ist bei Depressionen sehr wichtig. Ich gehe jetzt gleich einmal eine Runde spazieren.

liebe Grüße zurück und wir schaffen das schon irgendwie wieder da raus

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