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Fäden nach Bauchschnitt

14. März 2013 um 12:34 Letzte Antwort: 7. April 2013 um 21:48

Hallo zusammen,

ich wurde vor 8 Tagen operiert und habe nun eine 19cm lange Narbe am Unterleib. Die Naht ist laut Ärzte selbstauflösend. Und auf der Naht kleben weiße Strips. Diese Strips soll ich laut Anweisungen der Krankenhausärzte so lange wie möglich drauf lassen. Und Nähte würden generell erst nach 10 Tagen entfernt wenn sie nicht selbstauflösend wären, sagte man dort.
Heute war ich bei meiner Ärztin. Diese wollte mir glatt die Fäden ziehen! Sie zieht Fäden immer 6 Tage nach Operationen, sagte sie mir. Mit 8 Tage müssen die Fäden also erst Recht raus. Mit vollem Körpereinsatz verteidigte ich meine Fäden.
Ich hatte nämlich schon mal eine ähnliche Op und zog mit die Fäden selbst nach 7 Tagen. Das Ergebnis war nicht so gut. Es war noch nicht so ganz 100% verheilt und ich versaute mir somit die Narbe. Umso genauer möchte ich es jetzt mit meiner 19cm-Narbe nehmen und die Fäden laut Krankenhausärztlichen Anweisungen belassen bis sie beginnen sich selbst aufzulösen.

Nun wüsste ich gerne von so vielen Leuten wie möglich die eine ähnliche Narbe haben, wie lange die Fäden denn nun bleiben mussten/sollten. Ab wann kann man sich wohl sicher sein, das die Haut 100% zugeheilt ist?

Weiß zufällig auch jemand ab wann ungefähr solch eine Narbe "alltagsstabil" ist? Ab wann kann man sich wohl etwas mehr zumuten ohne das man sich was kaputt macht?
Ich fühle mich total fit und schone mich nur aus Vernunftsgründen heraus. Aber wenn man sich so fit fühlt, geht es einem natürlich nicht schnell genug.

Liebe Grüße

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7. April 2013 um 20:02

Fäden Bauchnarbe
Hallo koffeinchen,
mein Bauchschnitt, ca. 20 cm lang, Längsschnitt, wurde vor 2 Jahren im Krankenhaus miserabel vernäht. Im Entlasssungs-
Brief stand: Fäden am 9. Tag gezogen, obwohl nichts gemacht wurde. Mein Praxisarzt hat dann die Nähte gezogen,
was aber eine ganz schöne Tortur war. Dieser ganze
Krankenhausaufenthalt war einschl. OP mein grauenhaftestes
Erlebnis. Ca. 1 Jahr nach der OP bekam ich einen
Bauchnarbenbruch, der wieder operiert werden mußte.Aber
da habe ich mich nach einem entsprechenden Experten in
einer anderen Stadt erkundigt. Alle wunderten sich über
meinen monströsen, überlangen Schnitt, wofür kein Grund
vorlag. Ich wurde dort bestens operiert und ausgiebig darüber
informiert, wie ich mit dieser OP nachträglich umgehen sollte.
In dem vorherigen Krankenhaus wurde darüber kein Wort
verloren. Ich mußte froh sein, daß ich die dortigen
katastrophalen Hygieneverhältnisse überhaupt überlebt habe!!!
Also: Augen auf und sich schlau machen, am besten da, wo
man volles Vertrauen hat. Bauchnarben müssen lange
geschont werden!
Alles Gute und liebe Grüße
Daxi20

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7. April 2013 um 21:48
In Antwort auf lita_12364639

Fäden Bauchnarbe
Hallo koffeinchen,
mein Bauchschnitt, ca. 20 cm lang, Längsschnitt, wurde vor 2 Jahren im Krankenhaus miserabel vernäht. Im Entlasssungs-
Brief stand: Fäden am 9. Tag gezogen, obwohl nichts gemacht wurde. Mein Praxisarzt hat dann die Nähte gezogen,
was aber eine ganz schöne Tortur war. Dieser ganze
Krankenhausaufenthalt war einschl. OP mein grauenhaftestes
Erlebnis. Ca. 1 Jahr nach der OP bekam ich einen
Bauchnarbenbruch, der wieder operiert werden mußte.Aber
da habe ich mich nach einem entsprechenden Experten in
einer anderen Stadt erkundigt. Alle wunderten sich über
meinen monströsen, überlangen Schnitt, wofür kein Grund
vorlag. Ich wurde dort bestens operiert und ausgiebig darüber
informiert, wie ich mit dieser OP nachträglich umgehen sollte.
In dem vorherigen Krankenhaus wurde darüber kein Wort
verloren. Ich mußte froh sein, daß ich die dortigen
katastrophalen Hygieneverhältnisse überhaupt überlebt habe!!!
Also: Augen auf und sich schlau machen, am besten da, wo
man volles Vertrauen hat. Bauchnarben müssen lange
geschont werden!
Alles Gute und liebe Grüße
Daxi20

Bauchnarbe
Hallo daxi20,

vielen Dank für Deine Antwort.
Meine 19cm sind (hoffentlich) nicht ohne Grund entstanden. Laut Op-Bericht hatte ich einen (Zitat) mehr als kindskopfgroßen Tumor.
Das Einzige was mich in diesem Krankenhaus wunderte, war die Art der Drainagenlegung. Bei mir wie auch bei anderen Patienten wurde die Drainage nicht direkt dort gelegt wo sie hin sollte. Meine Drainage wurde unterhalb des Unterleibschnittes gelegt. Der eigentliche Punkt wo sie hin führte, war jedoch weitaus höher. Dementsprechend hatte ich viel Drainagenschlauch im Bauch, was beim ziehen dann nicht so schön war.
Bei meiner Mutter wurden Drainagen bei Op`s näher zum eigentlichen Wundwasserpunkt gelegt, so das weniger Schlauch unter der Haut her führte.
Aber vielleicht hatte das seinen Grund. Ich habe keine Ahnung von Drainagen.

Mein letzter Tumor war nicht mein erster. Bei meiner vorletzten Op hatte ich ebenfalls einen der Art großen Tumor im Unterleib. Damals war die Narbe nur ca. 10cm groß. Kurioser Weise wurde der Schnitt damals allerdings nicht am Unterleib sondern längs, neben dem Bauchnabel gemacht. Meine Hausärztin meinte damals dass es üblich sei das Schnitte auch mal ganz woanders gemacht werden wenn man von ganz woanders besser ran kommt. Damals hatte ich unglaubliche Schmerzen nach der Op.
Jetzt, nach der letzten Op hatte ich wiederum trotz bedeutend längerem Schnitt nahezu keine Schmerzen und ich verzichtete am Tag nach der Op auch schon auf Schmerzmittel. Vielleicht lag es an der Nahttechnik.

Meine selbst-auflösenden Fäden gehen scheinbar so langsam von mir, was eigentlich für solche Fäden schnell ist. Ich dusche aber auch viel.
Ich habe letztlich nun keinen Arzt an meine Fäden gelassen. Zudem schaut auch nicht viel von den Fäden heraus wie ich bemerken musste als ich die Strips letztlich löste. Der Schnitt ist irgendwie nach innen hin vernäht.
Wo ich jetzt von Deinem Narbenbruch lese, denke ich mir dass ich wohl wirklich vorsichtig mit meinem Körper umgehen sollte. Ich bin immer so voreilig und habe auch schon was schweres gehoben weil ich mich so gut fühle und nicht mehr daran gedacht habe das die Op noch nicht so lange her ist.

Liebe Grüße,
koffeinchen

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