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Facharbeit

17. Februar 2016 um 16:18 Letzte Antwort: 27. Februar 2016 um 18:44

hey ihr lieben da draussen,
ich schreibe im Fach Erziehungswissenschaften eine Facharbeit darüber, inwiefern die Medien das Schönheitsideal der heutigen Gesellschaft vorgeben. Und im Bezug darauf, die Folge Magersucht ist.

Ich habe gehofft, dass vielleicht ein paar von euch mir erzählen können, inwiefern die Medien euch beeinflusst haben.
Ich hoffe, dass das nicht böse/ falsch in diesem Forum rüberkommt und ihr mir die Frage nicht böse nehmt.
ich wurde mich riesig über Antworten freuen!!

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17. Februar 2016 um 20:21

Hallo itsme
Ich fang dann mal an
Also das was ich jetzt schreibe ist meine persönliche Empfindung - also keine Gewähr dass das auf andere auch zutrifft

Ich denke Medien sind niemals DER Auslöser für eine Essstörung (Es) bzw eine Magersucht (Ms)...
Dafür sind viel tiefere Probleme und Vearbeitungsmuster für verantwortlich.

Aber Medien können eine Es anfeuern und sie verstärken.
Ich denke da an sowas wie Gntm, Printwerbung mit makellosen Models, Zeitschriften die über neue Wunderdiäten berichten und gleichzeitig über die angebliche Es eines Promis ablästern...
Das alles zeigt dir wie du sein "sollst" und ich glaube Essgestörte neigen um ein Vielfaches eher dazu - sich selbst runter zu machen - da man dem Ideal nicht entsprichst... Der Selbstwert bei Essgestörten ist in der Regel sehr schlecht.

Mir persönlich macht auch diese ganze Fitness und gesunde Ernährung, Abnehm - Werbun total zu schaffen, weil es mich triggert.
Wenn man versucht gesund zu werdrn und zuzunehmen, finde ich es total kontraproduktiv ständig mit diesem Abnehm-MegaGesund-Fitness-Wahn konfrontiert zu sein...

Liebe Grüße und viel Erfolg

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18. Februar 2016 um 12:08
In Antwort auf esme_11902139

Hallo itsme
Ich fang dann mal an
Also das was ich jetzt schreibe ist meine persönliche Empfindung - also keine Gewähr dass das auf andere auch zutrifft

Ich denke Medien sind niemals DER Auslöser für eine Essstörung (Es) bzw eine Magersucht (Ms)...
Dafür sind viel tiefere Probleme und Vearbeitungsmuster für verantwortlich.

Aber Medien können eine Es anfeuern und sie verstärken.
Ich denke da an sowas wie Gntm, Printwerbung mit makellosen Models, Zeitschriften die über neue Wunderdiäten berichten und gleichzeitig über die angebliche Es eines Promis ablästern...
Das alles zeigt dir wie du sein "sollst" und ich glaube Essgestörte neigen um ein Vielfaches eher dazu - sich selbst runter zu machen - da man dem Ideal nicht entsprichst... Der Selbstwert bei Essgestörten ist in der Regel sehr schlecht.

Mir persönlich macht auch diese ganze Fitness und gesunde Ernährung, Abnehm - Werbun total zu schaffen, weil es mich triggert.
Wenn man versucht gesund zu werdrn und zuzunehmen, finde ich es total kontraproduktiv ständig mit diesem Abnehm-MegaGesund-Fitness-Wahn konfrontiert zu sein...

Liebe Grüße und viel Erfolg

Hallo
Vielen lieben Dank für deine antwort
Ich denke ich verstehe, was du meinst.
Hast du vielleicht noch zusätzliche Ideen für meine Facharbeit, die für den Lehrer/ Leser Interessant oder wichtig sind? )

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18. Februar 2016 um 14:32


Du, das Thema ist so ein alter Hut, dass es schon in unzähligen Abhandlungen, Abschlussarbeiten, Büchern und Artikeln behandelt wurde... Das Zauberwort ist "Soziokulturelle Faktoren".

Es macht wenig Sinn hier nachzufragen, da dir die meisten natürlich sagen können "das Schönheitsideal", etc. beinflussen sie. Aber sie sind jetzt nicht mega reflektiert darüber, was dieser Bereich alles meint.

Bspw. Thema Sexismus, Rolle der Frau, etc., sind hier viel tiefgreifendere Faktoren.

Das Paradebeispiel für Sexismus und Schönheitsideal ist Germany's next Topmodel.

Such dir vernünftige Literatur, da gibt's tonnenweise Studien.

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19. Februar 2016 um 12:37
In Antwort auf holger_12452163

Hallo
Vielen lieben Dank für deine antwort
Ich denke ich verstehe, was du meinst.
Hast du vielleicht noch zusätzliche Ideen für meine Facharbeit, die für den Lehrer/ Leser Interessant oder wichtig sind? )

Also
für mich sind die ständigen Werbefilme im Fernsehen das viel größere Problem als Sendungen wie Gntm. Es wird einem ja in jedem zweiten Spot eingehämmert, dass man nur schlank etwas wert ist und es ganz natürlich und ok ist, jemanden auszulachen weil er nicht die perfekte Figur hat. Den schlimmsten Spot, der dies sogar völlig unversteckt propagiert ist der von Sophia Thiel. Schau ihn dir an, dann weist du bescheid. So kurze Filme kann man als kleinen Tip ja auch gut beim Vortrag der Facharbeit mit einbauen, kommt immer gut
Wünsche dir viel Glück!

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19. Februar 2016 um 12:46
In Antwort auf osla_12887162

Also
für mich sind die ständigen Werbefilme im Fernsehen das viel größere Problem als Sendungen wie Gntm. Es wird einem ja in jedem zweiten Spot eingehämmert, dass man nur schlank etwas wert ist und es ganz natürlich und ok ist, jemanden auszulachen weil er nicht die perfekte Figur hat. Den schlimmsten Spot, der dies sogar völlig unversteckt propagiert ist der von Sophia Thiel. Schau ihn dir an, dann weist du bescheid. So kurze Filme kann man als kleinen Tip ja auch gut beim Vortrag der Facharbeit mit einbauen, kommt immer gut
Wünsche dir viel Glück!

GNTM
ist DIE Sendung für sexistische Strukturen. Weniger für Essstörungen direkt. Aber somit auch ein Paradebeispiel für die soziokulturellen Strukturen die uns beeinflussen, ohne das wir es wahrnehmen. Und das ist wesentlich gefährlicher, als sich von Fitness-Spots getriggert zu fühlen.

Finde Sophia Thiel komisch. Die hat derb die Bulimiebacken.

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21. Februar 2016 um 9:32

Kein bisschen!
Mich haben die Medien nicht beeinflusst! Als ich ein Kind war, fing alles an. Wenn ich gegessen habe, konnte ich unangenehme Gefühle wegessen. Lieber Bauchschmerzen, als Traurigkeit, Traumabewältigung...
Im Jugendalter änderte sich die Essstörung in Magersucht und Bulimie abwechselnd.

Nach so vielen Jahren der Forschung finde ich es ziemlich einseitig und nicht weit gedacht, den Medien einfach die Schuld zu geben!
Soziokulturelle Faktoren können zu einer Essstörung beitragen, aber man sollte immer bedenken, dass Essstörungen eine psychische Erkrankung sind und unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn mir jemand in der heutigen Zeit solch eine Arbeit einreichen würde, wäre der bei mir durchgefallen!!!
Wenn es um Ursachen geht, muss man alle Faktoren beleuchten und nicht allein den Medien die Schuld geben, denn das stimmt definitiv nicht!

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21. Februar 2016 um 16:12
In Antwort auf lilienfee1

Kein bisschen!
Mich haben die Medien nicht beeinflusst! Als ich ein Kind war, fing alles an. Wenn ich gegessen habe, konnte ich unangenehme Gefühle wegessen. Lieber Bauchschmerzen, als Traurigkeit, Traumabewältigung...
Im Jugendalter änderte sich die Essstörung in Magersucht und Bulimie abwechselnd.

Nach so vielen Jahren der Forschung finde ich es ziemlich einseitig und nicht weit gedacht, den Medien einfach die Schuld zu geben!
Soziokulturelle Faktoren können zu einer Essstörung beitragen, aber man sollte immer bedenken, dass Essstörungen eine psychische Erkrankung sind und unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn mir jemand in der heutigen Zeit solch eine Arbeit einreichen würde, wäre der bei mir durchgefallen!!!
Wenn es um Ursachen geht, muss man alle Faktoren beleuchten und nicht allein den Medien die Schuld geben, denn das stimmt definitiv nicht!


Danke, genau so ist es. Medien allein tun es nicht, sind aber der Spiegel der Gesellschaft. In Entwicklungsländern (mit wenig medialer Präsenz, knappen Ressourcen, etc.) gibt es keine Essstörungen. Die Eltern meines Freundes kommen aus Vietnam und die kennen sowas gar nicht.

Es müssen seeeehr viele Sachen zusammenkommen, damit man krank wird. Das ist Fakt.

Ich könnte mir vorstellen, dass du Essen als Lösung entdeckt hast, weil evtl. deine Mutter viel mit Essen und Diät rumgemacht hat (zumindest war es so bei mir, ich habe auch bis ins junge Erwachsenenalter Frustgefuttert und Essattacken gehabt). Als du die andere Richtung eingeschlagen hast, wurdest du vermutlich vom Umfeld bestärkt (Komplimente und/oder Sorgenaussprüche), welche dich in deinem Tun bestätigt und belohnt haben. "Du hast ja eine tolle Figur" - etc. Das sind ja auch soziokulturelle Einflüsse. Das Schönheitsideal, das Lob für Abnahme und ne Minimalfigur, die Reproduktion durch Medien, Menschen, Mode, blablabla...

Hochkomplexes Thema.

Aber es gibt wie gesagt tonnenweise Forschung und Studien dafür, inwieweit das medial reproduzierte Schönheitsideal (also Sexismus), Einfluss auf die Entwicklung von Essstörungen hat.

Ist halt echt nur ein Ausschnitt des ganzen. Würde mich auch über andere Details freuen.

Ich wurde von ner RTL-Ische angeschrieben, auch wg. Mode/Modeblogging und Essstörungen.
Natürlich geht's bei RTL nicht um Aufklärung - man kennt ja die Zielgruppe und den Unterhaltungsfokus von RTL.

Langweilig.

(Zudem tauchen Essstörung eher selten in dieser "Schicht" auf.)

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22. Februar 2016 um 13:22
In Antwort auf blamimibla

GNTM
ist DIE Sendung für sexistische Strukturen. Weniger für Essstörungen direkt. Aber somit auch ein Paradebeispiel für die soziokulturellen Strukturen die uns beeinflussen, ohne das wir es wahrnehmen. Und das ist wesentlich gefährlicher, als sich von Fitness-Spots getriggert zu fühlen.

Finde Sophia Thiel komisch. Die hat derb die Bulimiebacken.

Damit
will ich auch keineswegs sagen, dass meine ES in solchen Sendungen oder Spots begründet ist, ich fühle mich nur in meiner bereits vorhandenen Störung getriggert und sogar bestärkt... Weniger durch den Fitnesswahn als durch die Aussage "das war ich früher, übergewichtig und unglücklich" oder sowas... Liegt auch daran dass ich früher für mein Übergewicht gemobbt worden bin, das war für mich der Anfang. Aber diese Menschen haben die Einstellung, dass Übergewichtige weniger wert sind auch irgendwo her...

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27. Februar 2016 um 15:18
In Antwort auf blamimibla


Danke, genau so ist es. Medien allein tun es nicht, sind aber der Spiegel der Gesellschaft. In Entwicklungsländern (mit wenig medialer Präsenz, knappen Ressourcen, etc.) gibt es keine Essstörungen. Die Eltern meines Freundes kommen aus Vietnam und die kennen sowas gar nicht.

Es müssen seeeehr viele Sachen zusammenkommen, damit man krank wird. Das ist Fakt.

Ich könnte mir vorstellen, dass du Essen als Lösung entdeckt hast, weil evtl. deine Mutter viel mit Essen und Diät rumgemacht hat (zumindest war es so bei mir, ich habe auch bis ins junge Erwachsenenalter Frustgefuttert und Essattacken gehabt). Als du die andere Richtung eingeschlagen hast, wurdest du vermutlich vom Umfeld bestärkt (Komplimente und/oder Sorgenaussprüche), welche dich in deinem Tun bestätigt und belohnt haben. "Du hast ja eine tolle Figur" - etc. Das sind ja auch soziokulturelle Einflüsse. Das Schönheitsideal, das Lob für Abnahme und ne Minimalfigur, die Reproduktion durch Medien, Menschen, Mode, blablabla...

Hochkomplexes Thema.

Aber es gibt wie gesagt tonnenweise Forschung und Studien dafür, inwieweit das medial reproduzierte Schönheitsideal (also Sexismus), Einfluss auf die Entwicklung von Essstörungen hat.

Ist halt echt nur ein Ausschnitt des ganzen. Würde mich auch über andere Details freuen.

Ich wurde von ner RTL-Ische angeschrieben, auch wg. Mode/Modeblogging und Essstörungen.
Natürlich geht's bei RTL nicht um Aufklärung - man kennt ja die Zielgruppe und den Unterhaltungsfokus von RTL.

Langweilig.

(Zudem tauchen Essstörung eher selten in dieser "Schicht" auf.)

Danke!!
Vielen lieben Dank an euch alle!
Ihr habt mir wirklich sehr geholfen und ich finde es so lieb, dass ihr euch dafür die Zeit genommen habt.
Ihr habt toll formuliert, mich an euren Gedanken Teil haben lassen und meiner Facharbeit somit einen "persönlichen" Touch gegeben.
Natürlich werde ich am Ende meiner Facharbeit zu dem Schluss kommen, dass die Medien nicht die alleinigen Auslöser einer Magersucht sein können ..
Für eine Diät ja - nicht aber für die krankhafte Nahrungsverweigerung!
Aber bei all den Fakten und Büchern und der Flut an Informationen darf man eben nie vergessen, dass es immer um den individuellen Menschen geht!
Danke an euch Persönlichkeiten!

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27. Februar 2016 um 18:44
In Antwort auf lilienfee1

Kein bisschen!
Mich haben die Medien nicht beeinflusst! Als ich ein Kind war, fing alles an. Wenn ich gegessen habe, konnte ich unangenehme Gefühle wegessen. Lieber Bauchschmerzen, als Traurigkeit, Traumabewältigung...
Im Jugendalter änderte sich die Essstörung in Magersucht und Bulimie abwechselnd.

Nach so vielen Jahren der Forschung finde ich es ziemlich einseitig und nicht weit gedacht, den Medien einfach die Schuld zu geben!
Soziokulturelle Faktoren können zu einer Essstörung beitragen, aber man sollte immer bedenken, dass Essstörungen eine psychische Erkrankung sind und unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn mir jemand in der heutigen Zeit solch eine Arbeit einreichen würde, wäre der bei mir durchgefallen!!!
Wenn es um Ursachen geht, muss man alle Faktoren beleuchten und nicht allein den Medien die Schuld geben, denn das stimmt definitiv nicht!

Andere Faktoren
Hallo lilienfee1,

Natürlich beleuchte ich auch alle anderen Faktoren die möglicherweise in eine Magersucht mit eingehen.
In dieser Facharbeit geht es ja auch nur darum, diese Fragestellung zu prüfen und nicht zu belegen.
Vielen Dank für deine Antwort!

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