Home / Forum / Fit & Gesund / Ewiger Kreislauf und kein Ausweg...

Ewiger Kreislauf und kein Ausweg...

24. Juni 2012 um 0:57 Letzte Antwort: 25. Juni 2012 um 15:38

Hallo,
So oft frage ich mich wie ich den Kreislauf durchbrechen kann...
Irgendwann fing ich an mich nach dem essen zu erbrechen.
Diagnose (logisch^^) Bulimie. Und wie so oft versuche ich der Frage nachzugehen, wie es dazu kam. Das ist aber irgendwie so komplex, dass ich alleine nicht weiterkomme.

Es war nicht so, dass ich abnehmen wollte und deswegen anfing nach dem Essen zu erbrechen.
Es fing damit an, dass ich Stress hatte und mein Magen irgendwann nichtmehr mitmachte. Immer öfter hatte ich in Stresssituationen Magenschmerzen und Übelkeit. Dazu sollte ich erwähnen, dass ich unter verschiedenen Ängsten (Angstörungen) leide und diese Sitationen ursprünglich zu dem Stress führten. Naja so kam es auch dazu, dass ich mich übergeben musste (damals noch aus Übelkeit).
Naja irgendwann fing ich an mich zu übergeben, bevor mir richtig übel wurde aus Angst davor, dass mir später übel und elend werden könnte (hört sich verzwickt an). Soll heißen ich aß etwas (daheim in Ruhe) und später kam mir der Gedanke, ''aber nacher musst du noch dahin (Termin, Arbeit) und dann wird dir bestimmt vor Aufregung schlecht und elend'' und so übergab ich mich einfach vorher, weil es mir die Sicherheit gab, dass ich es dann ja später nichtmehr vor Aufregung müsste.... So fing es irgenwann mal an... Natürlich nahm ich dadurch auch ab und da ich nie wirklich mit mir und meinem Körper zurfrieden war/bin fand ich das dann garnicht so schlecht. So kam es also dazu, dass ich entweder garnichtmehr aß, wenn ein ''Stressereignis'' (und durch meine Ängste konnte das eben auch 'nur' die Arbeit, Einkaufen gehen oder irgendein Termin sein) bevorstand oder aber aß und erbrach. Dazu kamen dann auch Fressattacken, weil ich ja wusste es kommt eh wieder raus (da war dann wohl die ''Bulimie geboren'')...
Irgenwann (als ich selbst zu dem Schluss kam, dass es so nichtmehr weiter geht) versuchte ich dann immer nur bstimmte Sachen zu essen, wenn ich wusste es steht ein Termin an... Sachen von denen ich eben dachte es wird mir nicht schnell schlecht davon (trockene Brötchen etc) ... Sichere Lebensmittel sozusagen... und irgendwann glaubte ich nichtsmehr anderes zu vertragen und ernährte mich nurnoch einfältig davon.


Ich kam aus diesem Verhaltensmuster dann auch nicht wieder raus...
Eine Zeit lang arbeitete ich nicht und machte (hauptsächlich wegen den Ängsten) eine Therapie, versuchte wieder mehr und anderes zu essen und langsam aber sicher gelang das auch... dann fing ich wieder an zu arbeiten und verfiel in mein altes Muster...
So ist der ewige Kreislauf mein logischer Verstand sagt mir, dass ich ihn einfach durchbrechen Könnte... Aber die andere Seite in mir hat einfach zu viel Angst und kann den Kreislauf nicht durchbrechen... Immer wieder lasse ich mir neue Verbote einfallen, warum es nicht geht, warum ich nun doch wieder nur dieses und jenes essen ''darf'' oder erbrechen muss...

Heute esse ich vor der Arbeit einfach nicht oder nur etwas trocken Brot oder Zwiback, dadurch ist mein Kreislauf schwach und da meine Arbeit auch körperlich anstrengend ist, bin ich ausgelaugt. Andererseits suche ich aber das gute darin und finde den Gewichtsverlust, der mir recht kommt...

Wie komme ich da raus?
Wann?
Ich weiß einfach nicht wirklich weiter... So will ich einfach nichtmehr weitermachen. Dieses Leben gefällt mir nicht. Und trotzdem mache ich weiter

Solltet Ihr überhaupt bis hier gelesen haben... (Mein wirres Gedankengeschwafel ist einfach schwer in Textform zu bringen) ...Vielen Dank


Mehr lesen

24. Juni 2012 um 12:17

Hallo Sternenkind,
ich nenne dir jetzt mal ein paar Gedankengänge, die sich in meinem Kopf gebildet haben, während ich deinen Post las...
Vielleicht helfen sie dir ja weiter...

Das du zurückverfallen bist in alte Muster kann sein, dass du diesen Ess-Brech-Rhythmus als extrem erleichternde und (stress)befreiende Methode erlebst. Anfangs konntest du damit die stressbedingte Übelkeit loswerden und danach hast du vielleicht all deinen Stress und deine Sorgen über das Erbrechen entladen. So hat sich über das Ganze dann der Vorhang der Bulimie gelegt und du erlebst nur noch diesen Kreislauf, anstatt das, was es vorher mal war: permanentes Unwohlsein, Stress, Übelkeit, usw... Denn jetzt ist deine Aufmerksamkeit auf Essen gerichtet und wie du dieses wieder loswirst.

Zum Anderen könnte ein Grund der Entstehung deiner Bulimie sein, dass du sozusagen unfähig bist, deinen Alltag (mit allem was dazugehört) zu "verdauen"; und ihn mittels Bulimie einfach loswirst.
Bulimie zeigt die Unmöglichkeit der Verdauung auf allen Ebenen (emotional, psychisch, physisch und die Nahrung betreffend).

Vielleicht würde dir eine berufliche Umorientierung, oder ein Umzug, bzw. generell der Neuaufbau und die Neustrukturierung deines Lebens guttun.
Natürlich würde das Stress bedeuten, und wahrscheinlich das Gefühl, den Boden (oder auch alles) unter den Füßen zu verlieren, und die Zukunft wäre dann für somanchen Moment ungewiss, aber mit liebenswerten Menschen an deiner Seite wäre auch diese Phase gut zu überstehen.

Wichtig ist nur, dass du wirklich was ändern willst.
Denn die Bulimie ist deine derzeitige Bewältigungsstrategie, gegen den Stress (etc.), damit du überlebst... aber zu welchem Preis!?

Was denkst du?

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
24. Juni 2012 um 22:10
In Antwort auf blamimibla

Hallo Sternenkind,
ich nenne dir jetzt mal ein paar Gedankengänge, die sich in meinem Kopf gebildet haben, während ich deinen Post las...
Vielleicht helfen sie dir ja weiter...

Das du zurückverfallen bist in alte Muster kann sein, dass du diesen Ess-Brech-Rhythmus als extrem erleichternde und (stress)befreiende Methode erlebst. Anfangs konntest du damit die stressbedingte Übelkeit loswerden und danach hast du vielleicht all deinen Stress und deine Sorgen über das Erbrechen entladen. So hat sich über das Ganze dann der Vorhang der Bulimie gelegt und du erlebst nur noch diesen Kreislauf, anstatt das, was es vorher mal war: permanentes Unwohlsein, Stress, Übelkeit, usw... Denn jetzt ist deine Aufmerksamkeit auf Essen gerichtet und wie du dieses wieder loswirst.

Zum Anderen könnte ein Grund der Entstehung deiner Bulimie sein, dass du sozusagen unfähig bist, deinen Alltag (mit allem was dazugehört) zu "verdauen"; und ihn mittels Bulimie einfach loswirst.
Bulimie zeigt die Unmöglichkeit der Verdauung auf allen Ebenen (emotional, psychisch, physisch und die Nahrung betreffend).

Vielleicht würde dir eine berufliche Umorientierung, oder ein Umzug, bzw. generell der Neuaufbau und die Neustrukturierung deines Lebens guttun.
Natürlich würde das Stress bedeuten, und wahrscheinlich das Gefühl, den Boden (oder auch alles) unter den Füßen zu verlieren, und die Zukunft wäre dann für somanchen Moment ungewiss, aber mit liebenswerten Menschen an deiner Seite wäre auch diese Phase gut zu überstehen.

Wichtig ist nur, dass du wirklich was ändern willst.
Denn die Bulimie ist deine derzeitige Bewältigungsstrategie, gegen den Stress (etc.), damit du überlebst... aber zu welchem Preis!?

Was denkst du?

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute.

Hallo blamimibla
Ich denke, dass das weitestgehend stimmt.

Es ist tatsächlich so, dass mich das Gefühl des (wieder) leeren Magens erleichtert und irgendwie ''glücklich'' macht.
Überhaupt bin ich in vielen Abläufen (im Alltag) sehr festgefahren (zwanghaft) und das Hochgefühl des Hungerns oder aber nach dem Erbrechen stärkt das ganze auch noch und gibt mir Sicherheit (wie alle Zwänge).

Leider ist es aber nicht so schwer einfach so einen Tapetenwechsel vorzunehmen... ich lebe in einer festen Beziehung und wohne mit meinem Partner zusammen.
Außer meinem Partner habe ich leider auch nicht viele Freunde und schon gar keine engen.
Es fällt mir sehr schwer nähere Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Beruflich bin ich bereits dabei mich umzuorientieren, aber ''leider'' (wobei ich auch genau das mag) ist, der Beruf den ich momentan nebenher erlerne ebenfalls körperlich ziemlich anstrengend und kraftraubend, das bringt natürlich auch wieder einige Probleme mit sich... Eigentlich will ich immer jemand von den ''guten'' sein (im Job) und bin ehrgeizig, alles möglichst schnell zu erlernen, was mir in theoretischen Dingen auch schnell gelingt. Nur im Praktischen, fehlt mir oft die Kraft, und mein Kreislauf versagt. Die Leute, die länger mit einem zusammen arbeiten merken natürlich, dass man nicht viel isst und man muss sich ständig anhören ''iss doch mal was, dann wird das besser''.
In der letzten praktischen Einheit hat ein Ausbilder mich dann dazu geträngt zumindest zu trinken und wollte mich nicht weiter machen lassen, da er meinte, das sei viel zu gefährlich... Ich würde ja so gerne aber die Angst und der Zwang an meinem Muster/Rythmus festzuhalten sind zu stark ...
Ständig muss ich mir dann von meinen Ausbildern anhören ''so geht das aber nicht'' du musst körperlich aufbauen und fot sein, sonst schaffst du das nicht . Was mich aber dann vollkommen verunsichert und eigentlich nur alles schlimmer macht ...

Danke und LG

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
25. Juni 2012 um 7:02
In Antwort auf rabea_12111340

Hallo blamimibla
Ich denke, dass das weitestgehend stimmt.

Es ist tatsächlich so, dass mich das Gefühl des (wieder) leeren Magens erleichtert und irgendwie ''glücklich'' macht.
Überhaupt bin ich in vielen Abläufen (im Alltag) sehr festgefahren (zwanghaft) und das Hochgefühl des Hungerns oder aber nach dem Erbrechen stärkt das ganze auch noch und gibt mir Sicherheit (wie alle Zwänge).

Leider ist es aber nicht so schwer einfach so einen Tapetenwechsel vorzunehmen... ich lebe in einer festen Beziehung und wohne mit meinem Partner zusammen.
Außer meinem Partner habe ich leider auch nicht viele Freunde und schon gar keine engen.
Es fällt mir sehr schwer nähere Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Beruflich bin ich bereits dabei mich umzuorientieren, aber ''leider'' (wobei ich auch genau das mag) ist, der Beruf den ich momentan nebenher erlerne ebenfalls körperlich ziemlich anstrengend und kraftraubend, das bringt natürlich auch wieder einige Probleme mit sich... Eigentlich will ich immer jemand von den ''guten'' sein (im Job) und bin ehrgeizig, alles möglichst schnell zu erlernen, was mir in theoretischen Dingen auch schnell gelingt. Nur im Praktischen, fehlt mir oft die Kraft, und mein Kreislauf versagt. Die Leute, die länger mit einem zusammen arbeiten merken natürlich, dass man nicht viel isst und man muss sich ständig anhören ''iss doch mal was, dann wird das besser''.
In der letzten praktischen Einheit hat ein Ausbilder mich dann dazu geträngt zumindest zu trinken und wollte mich nicht weiter machen lassen, da er meinte, das sei viel zu gefährlich... Ich würde ja so gerne aber die Angst und der Zwang an meinem Muster/Rythmus festzuhalten sind zu stark ...
Ständig muss ich mir dann von meinen Ausbildern anhören ''so geht das aber nicht'' du musst körperlich aufbauen und fot sein, sonst schaffst du das nicht . Was mich aber dann vollkommen verunsichert und eigentlich nur alles schlimmer macht ...

Danke und LG

Hallo Sternenkind,

du hast vor Jahren gegen deine Angststörung eine Verhaltenstherapie gemacht, die auch kurzzeitig zu einer Besserung geführt hat. Im Grunde genommen kennst du also selbst den Ausweg, den es aus dem bulimischen Kreislauf gibt. Die Behandlung seelischer Störungen ist langwierig und eine ja zeitlich begrenzte Therapie ist nicht immer ausreichend, um eine bleibende Veränderung zu erzielen. Was hindert dich daran, eine 2.Therapie zu machen,dieses Mal vielleicht eine mit 50 Stunden von Anfang an längere tiefenpsychologisch orientierte Therapie, in der es um die seelischen Ursachen geht, die auch deiner Angststörung und dem zwanghaften Verhalten zugrunde liegen. Sinn macht es aber nur dann, wenn du auch zu einer Änderung deines Verhaltens bereit bist.

LG Nus

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
25. Juni 2012 um 8:04
In Antwort auf nus1951

Hallo Sternenkind,

du hast vor Jahren gegen deine Angststörung eine Verhaltenstherapie gemacht, die auch kurzzeitig zu einer Besserung geführt hat. Im Grunde genommen kennst du also selbst den Ausweg, den es aus dem bulimischen Kreislauf gibt. Die Behandlung seelischer Störungen ist langwierig und eine ja zeitlich begrenzte Therapie ist nicht immer ausreichend, um eine bleibende Veränderung zu erzielen. Was hindert dich daran, eine 2.Therapie zu machen,dieses Mal vielleicht eine mit 50 Stunden von Anfang an längere tiefenpsychologisch orientierte Therapie, in der es um die seelischen Ursachen geht, die auch deiner Angststörung und dem zwanghaften Verhalten zugrunde liegen. Sinn macht es aber nur dann, wenn du auch zu einer Änderung deines Verhaltens bereit bist.

LG Nus

Hallo nus
Die letzte Verhaltenstherapie ist noch garnicht so lange her (keine 2 Jahre). Und damals wurde bereits verlängert.
Bis jetzt war ich 2 mal in Therapie einmal mit 15 oder 16, allerdings war das garnicht meins und ich war immer sehr froh da raus zu sein. Und dann noch einmal vor kurzem in der Verhaltenstherapie... Dort habe ich auch etwas gelernt, schließlich bin ich zum Anfang der Therapie eigentlich garnichtmehr vor die Tür gegangen, nur mal kurz mit dem Hund aber nicht alleine Einkaufen, in die Stadt etc. Zum Ende hin hatte ich dann sogar wieder einen neuen Job angenommen.
Damals viel es mir sehr schwer auf Nachfragen hin auch mal familiäre oder persönliche Dinge zu erzählen. Eigentlich war es eine Redeblockade lieber saß ich dann da und schwieg...Oder wir machten eben wo anders weiter. Einige Male (oft^^) hatte ich irgendwie versucht auch nur ein bisschen raus zu bringen. Aber in mir hat sich etwas viel stärkeres (hört sich blöd an aber ich weiß nicht wie sonst beschreiben) gewehrt. Ich hätte in dem Moment wahrscheinlich eher meine Zunge verschlucken können als irgendwas sagen. Man ließt dann ja man soll es einfach aufschreiben und der Person geben, das habe ich aber auch nicht geschafft (und das habe ich wirklich verucht). Manche Dinge habe ich erst einmal aufgeschrieben (auch im Forum also für ''Fremde'') und unvollständig, alleine der Gedanke es nochmal zu tun oder jemandem das zu zeigen und evtl Fragen dazu zu 'ertragen' ... davon wird mir wieder übel.
Die Therapeutin wusste zwar von der Essstörung aber das war damals nicht das Hauptproblem.

Naja eine Zeit lang war ich dann arbeiten und wurde wieder krank. Da ich aber auf finanzielle Anterstützung angewiesen war, hatte ich darauf geträngt mich ''gesund'' und vermittlungsfähig schreiben zu lassen... Und habe meine Ausbildung nebenher gemacht, unter der Woche einen Nebenjob. Jetzt wieder ''krank'' zu sein würde für mich einige Schwierigkeiten mit sich bringen.

Davon Abgesehen wäre mein Lebensgefährte und meine Familie wahrscheinl vor den Kopf gestoßen, wenn ich wieder eine Therapie anfange, weil sie ja denken ich sei gesund ...
Für einen Außenstehenden hört sich das banal an aber wenn man drin steckt.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
25. Juni 2012 um 9:12
In Antwort auf rabea_12111340

Hallo nus
Die letzte Verhaltenstherapie ist noch garnicht so lange her (keine 2 Jahre). Und damals wurde bereits verlängert.
Bis jetzt war ich 2 mal in Therapie einmal mit 15 oder 16, allerdings war das garnicht meins und ich war immer sehr froh da raus zu sein. Und dann noch einmal vor kurzem in der Verhaltenstherapie... Dort habe ich auch etwas gelernt, schließlich bin ich zum Anfang der Therapie eigentlich garnichtmehr vor die Tür gegangen, nur mal kurz mit dem Hund aber nicht alleine Einkaufen, in die Stadt etc. Zum Ende hin hatte ich dann sogar wieder einen neuen Job angenommen.
Damals viel es mir sehr schwer auf Nachfragen hin auch mal familiäre oder persönliche Dinge zu erzählen. Eigentlich war es eine Redeblockade lieber saß ich dann da und schwieg...Oder wir machten eben wo anders weiter. Einige Male (oft^^) hatte ich irgendwie versucht auch nur ein bisschen raus zu bringen. Aber in mir hat sich etwas viel stärkeres (hört sich blöd an aber ich weiß nicht wie sonst beschreiben) gewehrt. Ich hätte in dem Moment wahrscheinlich eher meine Zunge verschlucken können als irgendwas sagen. Man ließt dann ja man soll es einfach aufschreiben und der Person geben, das habe ich aber auch nicht geschafft (und das habe ich wirklich verucht). Manche Dinge habe ich erst einmal aufgeschrieben (auch im Forum also für ''Fremde'') und unvollständig, alleine der Gedanke es nochmal zu tun oder jemandem das zu zeigen und evtl Fragen dazu zu 'ertragen' ... davon wird mir wieder übel.
Die Therapeutin wusste zwar von der Essstörung aber das war damals nicht das Hauptproblem.

Naja eine Zeit lang war ich dann arbeiten und wurde wieder krank. Da ich aber auf finanzielle Anterstützung angewiesen war, hatte ich darauf geträngt mich ''gesund'' und vermittlungsfähig schreiben zu lassen... Und habe meine Ausbildung nebenher gemacht, unter der Woche einen Nebenjob. Jetzt wieder ''krank'' zu sein würde für mich einige Schwierigkeiten mit sich bringen.

Davon Abgesehen wäre mein Lebensgefährte und meine Familie wahrscheinl vor den Kopf gestoßen, wenn ich wieder eine Therapie anfange, weil sie ja denken ich sei gesund ...
Für einen Außenstehenden hört sich das banal an aber wenn man drin steckt.

Hallo Sternenkind,
du beschreibst deine Schwierigkeiten in der letzten Therapie sehr gut und ich verstehe das auch.Gerade mit einer ängstlich gehemmten Grundstimmung fällt es dir extrem schwer, dich zu öffnen und über bestehende Probleme zu sprechen. Es kostet viel Überwindung. Aber gerade diese Überwindung, die Konfrontation mit den Ängsten, ist es, die dich weiterbringt und womit du ja auch schon gute Erfolge erzielt hast. Man darf das nicht übersehen, dass es dir heute spürbar besser geht als noch zu den Zeiten, in denen du dich kaum aus dem Haus getraut hast. Es ist dein Verdienst, dass du gegen deine Ängste angekämpft hast und heute ein verbessertes soziales Leben führen kannst. Auch wenn du momentan keine Kraft für eine weitere Therapie und auch noch nicht wieder einen Anspruch darauf hast, behalte es einfach im Auge, dass ein weiterer Kampf um deine Gesundheit zu einer weiteren Verbesserung führen wird. Aber sieh deine Situation nicht als aussichtslos an. Das ist sie nicht. Die Heilung ist schwierig und verlangt dir viel ab, aber sie ist möglich.

LG Nus

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
25. Juni 2012 um 15:38
In Antwort auf nus1951

Hallo Sternenkind,
du beschreibst deine Schwierigkeiten in der letzten Therapie sehr gut und ich verstehe das auch.Gerade mit einer ängstlich gehemmten Grundstimmung fällt es dir extrem schwer, dich zu öffnen und über bestehende Probleme zu sprechen. Es kostet viel Überwindung. Aber gerade diese Überwindung, die Konfrontation mit den Ängsten, ist es, die dich weiterbringt und womit du ja auch schon gute Erfolge erzielt hast. Man darf das nicht übersehen, dass es dir heute spürbar besser geht als noch zu den Zeiten, in denen du dich kaum aus dem Haus getraut hast. Es ist dein Verdienst, dass du gegen deine Ängste angekämpft hast und heute ein verbessertes soziales Leben führen kannst. Auch wenn du momentan keine Kraft für eine weitere Therapie und auch noch nicht wieder einen Anspruch darauf hast, behalte es einfach im Auge, dass ein weiterer Kampf um deine Gesundheit zu einer weiteren Verbesserung führen wird. Aber sieh deine Situation nicht als aussichtslos an. Das ist sie nicht. Die Heilung ist schwierig und verlangt dir viel ab, aber sie ist möglich.

LG Nus

Es ist nur...
... leider so veradammt anstrengend immer wieder aufzustehen und von neuem anzufangen. Es ist so veradmmt schwer jedesmal, wieder zu versuchen den Teil zu vergraben, der keine Lust mehr auf dieses Leben hat

Eigentlich ist ein großer Teil von mir ein sehr logischer und wenig emotional denkender Mensch. Wenn ich so auf mich selbst blicke, frage ich mich auch warum ich es nicht auf die Reihe bekomme, die Angst und den Ärger runterschlucke...
Aber irgendwo bin ich auch vollkommen fertig und einfach müde.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Noch mehr Inspiration?
pinterest