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Esssucht! Wieder normal essen!?

6. Oktober 2015 um 19:44

Hallo Leute,

ich brauche dringend einen Rat oder einen Tipp und da ich mit niemandem sonst reden kann und mir brisher auch keiner weiter helfen konnte, dachte ich mir ich schreibe hier mal mein Problem rein! Danke im vorraus für alle Kommentare und eventuell Hilfe!

Ich habe seit einem Monat etwa das Problem, dass ich aufgrund einer vorherigen Low-Carb-Diät (etwa 3 Monate) und dem Verzicht auf jegliches Süßes und "Sündiges", was ja bei Low-Carb so ziemlich alles ist inkl. einem einfachen Brötchen, nun wieder normal essen möchte und es einfach nicht schaffe. Ich stopfe seit dem Abbruch der Diät, weil ich nur noch Gelüste hatte und alles sich nur noch um das Essen dreht und ich einfach nicht mehr glücklich war, alles mögliche in mich rein. Ich esse ziemlich große Mengen Süßes täglich und auch an herzhaftem relativ viel und alles, was ich eben nicht essen durfte bisher. Ich kann mich einfach nicht zusammen reißen und einfach wieder normal essen (also gesund, mit viel Vollkorn, Gemüse, Obst und ab und zu auch mal etwas Süßem in normalen Mengen). Ich habe immer sofort das Gefühl, ich schränke mich wieder ein, wenn ich jetzt mal eben nicht den 3. Schokoriegel esse oder das belegte Brötchen esse.
Vor der Diät habe ich viel (täglich 1 Tüte) Süßes gegessen und auch sonst nicht sooo gesund und deshalb hatte ich das ganze in Verbindung mit Sport angefangen. Wobei man dazu sagen muss, dass ich vorher auch "nur" 55 Kg auf 1,68m gewogen hab. Mittlerweile bin ich auch wieder bei 54 Kg und so sehr stört es mich auch nicht. Ich will einfach wieder eine normale Beziehung zum Essen haben und das Süße weg lassen können.
Aber immer wenn ich mich "entscheide" einen Tag kein Süßes zu essen, fühle ich eine Art innere Leere und Angst. Das Gefühl ist ganz komisch und ich kann auch sagen, dass ich froh bin, wenn diese Tage um sind. Besonders am Abend nach dem Abendbrot ist es schlimm, denn da stört es mich am meisten, wenn ich nichts Süßes essen kann. Tagsüber brauch ich das eigentlich nicht.

Habt ihr eine Idee, wie ich dieses Gefühl umgehen kann oder überhaupt, was ich ändern kann?

Liebe Grüße

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6. Oktober 2015 um 20:57

Hallo
Wann hast du die Diät denn genau abgebrochen und wieviel Gewicht hast du durch sie verloren und wie schnell? dein Körper versucht sich die fehlenden Nährstoffe (Kohlenhydrate jeglicher Art und damit auch vitamine, wahrscheinlich auch die Kalorien wenn du zu wenig gegessen hast? ) irgendwie zurück zu holen. das passiert meistens nach einer solchen Diät. nennt sich Heißhunger / JojoEffekt. wenn es erst so kurze Zeit ist denke ich nicht dass du eine esssucht entwickelt hast aber dazu müsste ich mehr wissen leide zur zeit unter Esssucht und es ist ein Teufelskreis aus dem ich diese von dir beschriebenen Gefühle der Angst und leere sehr gut kenne..! falls du Lust auf Austausch hast kannst du dich gern melden. LG!

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7. Oktober 2015 um 10:34

Hallo jalol,
ich denke, du hast nicht nur "einfach low-carb" gemacht, sondern auch noch herzhaftes und fettreiches weggelassen - das lese ich aus diesem Satz heraus: "und auch an herzhaftem relativ viel und alles, was ich eben nicht essen durfte bisher"

Low-Carb heißt, sich auch die Mayo und die Bratwurst, den Käse, usw. reinzuziehen.

Wenn man halt gar keine Energie mehr zuführt, dann führt das zu Heißhungerattacken.

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7. Oktober 2015 um 16:33

Wie gehts weiter?
Ja, ich habe bei der Low-Carb-Diät ca. 1600-1900 kcal am Tag zu mir genommen und auch noch "clean" & "low fat" gegessen, also nichts mehr außer Gemüse (und da ja auch nur bestimmte Sorten), ein kleines bisschen Obst, fettarmes Fleisch, Fisch und wenig Milchprodukte.
So habe ich mich in etwa 14 Wochen auf 50 Kg auf 1,68m runtergehungert.
Dazu muss man sagen, dass ich auch Sport mache (etwa 5 mal die Woche für 30 Minuten).

Ich kann gar nicht genau sagen wann ich mit der Diät aufgehört habe, da die Tage seitdem ein einziges Durcheinander waren und ich nur noch im Fresskoma lag! Aber ich würde sagen so 2 Wochen etwa mit immer mal einem Tag Low Carb wieder, weil ich dachte ich muss wieder anfangen.

Und so geht das jetzt auch seit einem Monat etwa, dass ich mich immer wieder anders entscheide. Mal will ich wieder mit Low Carb anfangen, dann mal wieder "normal" essen, dann mal wieder das Süße ganz weg lassen und dann mal wieder doch nicht.

Ich weiß einfach nicht wie ich es angehen soll mich normal und gesund zu ernähren, weil ich bei allem was nicht zu der vorherigen Diät passt ein schlechtes Gewissen habe. Sogar bei einem Apfel oder Brot zum Abendbrot habe ich ein schlechtes Gewissen und dann denke ich mir immer: "Dann kannst du gleich auch noch Süßes in dich reinschaufeln, denn jetzt wirst du sowieso wieder dicker und dann kannst du wenigstens das Süße genießen."

Jetzt bin ich immerhin so weit, dass ich (HOFFENTLICH) kein Süßes esse, sondern mich auf das normale Essen konzentriere. Ich will mich also daran gewöhnen, dass z.B. eine Scheibe Brot nichts schlimmer ist und was ganz normales. Da ist das Süße eher hinderlich, da es mich in diese Fressattacken reinzieht, die ich jetzt nicht gebrauchen kann, weil ich dann das normale Essen auch sündhaft finde. Oder was haltet ihr davon?

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7. Oktober 2015 um 20:23
In Antwort auf jalol93

Wie gehts weiter?
Ja, ich habe bei der Low-Carb-Diät ca. 1600-1900 kcal am Tag zu mir genommen und auch noch "clean" & "low fat" gegessen, also nichts mehr außer Gemüse (und da ja auch nur bestimmte Sorten), ein kleines bisschen Obst, fettarmes Fleisch, Fisch und wenig Milchprodukte.
So habe ich mich in etwa 14 Wochen auf 50 Kg auf 1,68m runtergehungert.
Dazu muss man sagen, dass ich auch Sport mache (etwa 5 mal die Woche für 30 Minuten).

Ich kann gar nicht genau sagen wann ich mit der Diät aufgehört habe, da die Tage seitdem ein einziges Durcheinander waren und ich nur noch im Fresskoma lag! Aber ich würde sagen so 2 Wochen etwa mit immer mal einem Tag Low Carb wieder, weil ich dachte ich muss wieder anfangen.

Und so geht das jetzt auch seit einem Monat etwa, dass ich mich immer wieder anders entscheide. Mal will ich wieder mit Low Carb anfangen, dann mal wieder "normal" essen, dann mal wieder das Süße ganz weg lassen und dann mal wieder doch nicht.

Ich weiß einfach nicht wie ich es angehen soll mich normal und gesund zu ernähren, weil ich bei allem was nicht zu der vorherigen Diät passt ein schlechtes Gewissen habe. Sogar bei einem Apfel oder Brot zum Abendbrot habe ich ein schlechtes Gewissen und dann denke ich mir immer: "Dann kannst du gleich auch noch Süßes in dich reinschaufeln, denn jetzt wirst du sowieso wieder dicker und dann kannst du wenigstens das Süße genießen."

Jetzt bin ich immerhin so weit, dass ich (HOFFENTLICH) kein Süßes esse, sondern mich auf das normale Essen konzentriere. Ich will mich also daran gewöhnen, dass z.B. eine Scheibe Brot nichts schlimmer ist und was ganz normales. Da ist das Süße eher hinderlich, da es mich in diese Fressattacken reinzieht, die ich jetzt nicht gebrauchen kann, weil ich dann das normale Essen auch sündhaft finde. Oder was haltet ihr davon?

Klingt total bulimisch...
Das Diäten, das Fressen. Das Wechselhafte.

Hast du Hilfe? Ich finde diese Mächte sind alleine unüberwindbar.

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7. Oktober 2015 um 20:57
In Antwort auf blamimibla

Klingt total bulimisch...
Das Diäten, das Fressen. Das Wechselhafte.

Hast du Hilfe? Ich finde diese Mächte sind alleine unüberwindbar.

Nein,
Das ist leider nicht so einfach bei mir. Ich habe sehr doofe Arbeitszeiten (von 8.45 Uhr bis 17.45 Uhr oder 11-20.00 uhr) und fahre dann noch 3h insgesamt zur Arbeit hin und zurück. Zudem kommt dazu, dass die Hausärzte bei mir alle nicht gerade am Wohl sondern eher am Geld interessiert sind und einen nicht ernst nehmen.

Aber ich habe mir schon vorgenommen, dass wenn dieser letzte Versuch scheitert, ich mir Hilfe holen werde Zeit und Arbeit hin oder her!

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8. Oktober 2015 um 7:21

Dori hat vollkommen recht
Kann ich so unterstreichen.
Ich hab das auch mal gemacht, als damals im Fitnessstudio die große "Low Carb Welle" begann
Habe zwar schnell abgenommen, aufgrund des Nährstoffmangels vermutlich,
und nach ein paar Wochen meinte meine damalige Psychotherapeutin, die gleichzeitig Ärzte war, zu mir "Wenn Sie verblöden wollen, machen Sie genau so weiter!".
Die hatte eine regelrechte Wut auf den LC Hype und mir gleich erklärt, wie wichtig KHs nicht nur für den ganzen Körper, sondern vor allem fürs Gehirn sind (ich war damals mitten im Studium )

Seit ich wieder KHs esse, kämpfe ich sogar, zuzunehmen... ich bin am Steigern und trotzdem und selbst im Hungerstoffwechsel nehme ich momentan tendenziell eher ab

Wenn Süßigkeiten bei Dir allerdings Essattacken auslösen, lass sie eine zeitlang weg, das wäre einen Versuch wert, hat mir sehr geholfen, ich habe dann auch zu Trockenfrüchten gegriffen.
Die sind zwar sehr kalorienreich, aber haben bei mir keine Essattacken ausgelöst (raffinierter Zucker schon).

Es klingt aber schon auch nach Kopfsache bei Dir, ich drück dir die Daumen, dass du Hilfe bekommst.

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8. Oktober 2015 um 20:06

Leute...
High Carb ist einfach nur Low Fat...

Ihr wisst schon, dass die Diäten uralt sind und nur jedes Jahr neu benannt und angepriesen werden?

Ob Low Carb, Atkins, Glyx, Schlaf im Schlank oder Anabolische Diät. Alles das gleiche.

Finde es unverantwortlich "high carb" anzupreisen, da die Bauchspeicheldrüse kein Spielzeug ist und es ziemlich aufs Gemüt geht, wie der Blutzucker ständig hochballert und dann mit Insulin runtergefahren wird. Kohlenhydrate sind kein Problem, auch nicht Zucker, aber alles in Maßen, nicht in Massen.

Eiweiß kann man - wenn man gesunde Nieren hat - futtern so viel man will. Eiweiß und Fett (und Salze... usw...) sind das, woraus wir gemacht sind, nicht aus Kohlenhydrate. Sie sollen lediglich zur direkten Energiegewinnung dienen, damit der Körper nicht mühsam Fette und Eiweiße umbauen muss - was er natürlich auch tut, aber ohne Kohlenhydrate eben verstärkt.
Wenn man zunehmen will, sollte man somit den Energieüberschuss mit gesunden Fetten erreichen, nicht mit Kohlenhydraten.

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8. Oktober 2015 um 20:13
In Antwort auf gereon_12076287

Dori hat vollkommen recht
Kann ich so unterstreichen.
Ich hab das auch mal gemacht, als damals im Fitnessstudio die große "Low Carb Welle" begann
Habe zwar schnell abgenommen, aufgrund des Nährstoffmangels vermutlich,
und nach ein paar Wochen meinte meine damalige Psychotherapeutin, die gleichzeitig Ärzte war, zu mir "Wenn Sie verblöden wollen, machen Sie genau so weiter!".
Die hatte eine regelrechte Wut auf den LC Hype und mir gleich erklärt, wie wichtig KHs nicht nur für den ganzen Körper, sondern vor allem fürs Gehirn sind (ich war damals mitten im Studium )

Seit ich wieder KHs esse, kämpfe ich sogar, zuzunehmen... ich bin am Steigern und trotzdem und selbst im Hungerstoffwechsel nehme ich momentan tendenziell eher ab

Wenn Süßigkeiten bei Dir allerdings Essattacken auslösen, lass sie eine zeitlang weg, das wäre einen Versuch wert, hat mir sehr geholfen, ich habe dann auch zu Trockenfrüchten gegriffen.
Die sind zwar sehr kalorienreich, aber haben bei mir keine Essattacken ausgelöst (raffinierter Zucker schon).

Es klingt aber schon auch nach Kopfsache bei Dir, ich drück dir die Daumen, dass du Hilfe bekommst.

Fitnesstudios
sind immer richting Low Carb und viel Eiweiß, weil Muskelmasse mit hochwertigen Eiweißen aufgebaut werden soll. Das macht halt vor allem Sinn, wenn man aufbauen will, oder abnehmen will. Wenn du nur bisschen Sport machen willst, dann wird dir nur zu zusätzlichem Eiweiß, reichlich Gemüse und hochwertigen KH geraten - nix Low Carb.

Zudem wenn man KH frei ist, dann ist der Körper in Ketose. D. h. überschüssiges Eiweiß wird zu Glucose umgebaut -> fürs Hirn. Die Mitochondrien ("Kraftwerk der Zelle") arbeiten mit ATP, und das interessiert keine Zelle in deinem Körper, ob das ATP aus Kohlenhydraten, Eiweißen oder aus Fetten umgewandelt wurde. Körper sind sehr intelligent, die bauen sich aus allem, alles zurecht, wie sie es brauchen. Deshalb ist es nur bei diversen Krankheiten wichtig, auf die Zufuhr bestimmter Fette, oder Eiweiß oder eben KH zu achten.

Du kannst ohne KH leben, aber nicht ohne Fett und Eiweiß.

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8. Oktober 2015 um 20:52
In Antwort auf blamimibla

Fitnesstudios
sind immer richting Low Carb und viel Eiweiß, weil Muskelmasse mit hochwertigen Eiweißen aufgebaut werden soll. Das macht halt vor allem Sinn, wenn man aufbauen will, oder abnehmen will. Wenn du nur bisschen Sport machen willst, dann wird dir nur zu zusätzlichem Eiweiß, reichlich Gemüse und hochwertigen KH geraten - nix Low Carb.

Zudem wenn man KH frei ist, dann ist der Körper in Ketose. D. h. überschüssiges Eiweiß wird zu Glucose umgebaut -> fürs Hirn. Die Mitochondrien ("Kraftwerk der Zelle") arbeiten mit ATP, und das interessiert keine Zelle in deinem Körper, ob das ATP aus Kohlenhydraten, Eiweißen oder aus Fetten umgewandelt wurde. Körper sind sehr intelligent, die bauen sich aus allem, alles zurecht, wie sie es brauchen. Deshalb ist es nur bei diversen Krankheiten wichtig, auf die Zufuhr bestimmter Fette, oder Eiweiß oder eben KH zu achten.

Du kannst ohne KH leben, aber nicht ohne Fett und Eiweiß.

Ernährungsplan?
Ich weiß, dass es mir mit Low Carb nicht gut ging. Ich war sehr müde, launisch und vor allem kraftlos! Ich konnte auf Arbeit kaum noch stehen und hatte das Gefühl mein Gehirn war teilweise ganz weich. Ich habe deshalb auch für mich entschieden, dass Low Carb nichts fürs Leben ist. Und darum geht es mir ja, dass ich eine Ernährung finde, die ich für den Rest meines Lebens machen kann und trotzdem keine Probleme mit dem Gewicht mehr habe...

Doch durch das Low-Carb habe ich leider verlernt wann Schluss ist. Früher habe ich intuitiv entschieden und wusste ohne, dass ich mich dadurch eingeschränkt fühlte wann es reicht mit Süßem.

Mittlerweile habe ich bei de Hauptmahlzeiten immerhin ein Maß gefunden, aber bei dem Süßen hakt es einfach immer wieder aus und ich fühle mich danach so schlecht und schäme mich. Ich kann damit momentan einfach noch nicht umgehen glaube ich, da ich auch wieder so viel wiege wie vorher und dadurch ständig das Gefühl habe, dass ich versagt habe und einfach nur fett bin!

Ich weiß einfach nicht wie viel ich von was essen sollte und was sozusagen normale Mengen usw. sind. Bei Low Carb hat man ja genau Angaben, was man essen darf und diese Sachen kann man dann essen bis man pappsatt ist. Bei der normalen Ernährung hab ich jetzt immer das Gefühl des Versagens, weil ich nicht mehr Low Carb esse und weiß auch nicht, ob ich jetzt zu viel esse usw.

Ich habe das Gefühl ich brauche einen Ernährungsplan um wieder in das normale Essen reinzukommen. Ich will natürlich auch nicht für immer auf Süßes verzichten müssen, weil es für mich irgendwo zum Leben dazu gehört, aber ich weiß auch nicht wie oft es ok wäre, welches zu essen.
Selbst bei 1 Mal die Woche am Sonntag damals bei Low Carb hatte ich ein schlechtes Gewissen...

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8. Oktober 2015 um 21:39
In Antwort auf blamimibla

Fitnesstudios
sind immer richting Low Carb und viel Eiweiß, weil Muskelmasse mit hochwertigen Eiweißen aufgebaut werden soll. Das macht halt vor allem Sinn, wenn man aufbauen will, oder abnehmen will. Wenn du nur bisschen Sport machen willst, dann wird dir nur zu zusätzlichem Eiweiß, reichlich Gemüse und hochwertigen KH geraten - nix Low Carb.

Zudem wenn man KH frei ist, dann ist der Körper in Ketose. D. h. überschüssiges Eiweiß wird zu Glucose umgebaut -> fürs Hirn. Die Mitochondrien ("Kraftwerk der Zelle") arbeiten mit ATP, und das interessiert keine Zelle in deinem Körper, ob das ATP aus Kohlenhydraten, Eiweißen oder aus Fetten umgewandelt wurde. Körper sind sehr intelligent, die bauen sich aus allem, alles zurecht, wie sie es brauchen. Deshalb ist es nur bei diversen Krankheiten wichtig, auf die Zufuhr bestimmter Fette, oder Eiweiß oder eben KH zu achten.

Du kannst ohne KH leben, aber nicht ohne Fett und Eiweiß.

Ich habe bis zum schlimmen Ausbruch der MS
nicht nur "bisschen" Sport betrieben, sondern schon "etwas" mehr. Es war Leistungssport, über viele Jahre, Triathlon, und im Prinzip weiß ich, wie richtige Ernährung für meinen Körper funktioniert. Das ist ja das Schlimme.
Zu Ketose sage ich jetzt mal lieber nichts

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8. Oktober 2015 um 22:40

Also..
Mal so zwischendurch - sicher, dass du es bei einer Größe von 1,66 m und wirklich 54/55 kg nötig hast, abzunehmen..?
Ich meine ja nur..

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8. Oktober 2015 um 22:51
In Antwort auf annabla

Also..
Mal so zwischendurch - sicher, dass du es bei einer Größe von 1,66 m und wirklich 54/55 kg nötig hast, abzunehmen..?
Ich meine ja nur..

Tippfehler
Ich meinte natürlich bei einer Größe von 1,68m.

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9. Oktober 2015 um 6:56

Heey
ich glaube wenn der körper dein anfangsgewicht wieder erreicjt hat, wist du wieder normal essen können evt. wirst du ein paar kg mehr haben, die sich dann aber wieder einpendeln ^^ Lass dem körper zeit, ich glaube er braucht jetzt das Süsse sonst greife zu datteln, rosinen, feigen oder nüssen falls du lieber etwas gesundes magst ) lg nadine ps: falls es wirklich schlimmer wird und du schon seeeehr viel gewicht mehr hast, würde ich mir erst sorgen machen. Trotzdem wird das wahrscheinlich nur die folge einer diät sein und keine esssucht

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9. Oktober 2015 um 7:25
In Antwort auf annabla

Also..
Mal so zwischendurch - sicher, dass du es bei einer Größe von 1,66 m und wirklich 54/55 kg nötig hast, abzunehmen..?
Ich meine ja nur..


Eigentlich wollte ich nur anfangen mich gesund zu ernähren und mehr sport zu machen und nebenbei alles wieder etwas mehr straffen. Da bei mir langsam die Cellulitis am Po los ging und ich damit nicht mehr zufrieden war. Aber wie das dann immer ist, man will immer weniger und weniger wiegen usw.! Ich habe dann mein eigentlich Ziel einfach zu straffen und gesund zu leben aus den Augen verloren! :/

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9. Oktober 2015 um 7:26
In Antwort auf lowell_12566866

Heey
ich glaube wenn der körper dein anfangsgewicht wieder erreicjt hat, wist du wieder normal essen können evt. wirst du ein paar kg mehr haben, die sich dann aber wieder einpendeln ^^ Lass dem körper zeit, ich glaube er braucht jetzt das Süsse sonst greife zu datteln, rosinen, feigen oder nüssen falls du lieber etwas gesundes magst ) lg nadine ps: falls es wirklich schlimmer wird und du schon seeeehr viel gewicht mehr hast, würde ich mir erst sorgen machen. Trotzdem wird das wahrscheinlich nur die folge einer diät sein und keine esssucht

Danke,
Deine Nachricht macht mir Hoffnung!

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11. Oktober 2015 um 9:11

Hallo
Ich kannte dieses Gefühl vor 3 Jahren nur zu gut: Ich konnte nicht anders als richtig viel süßes am tag zu essen.
Ich war damals krankhaft übergewichtig mit 75 kg bei 164 cm.

Als ich dann beschlossen habe meine Ernährung umzustellen und sport zu treiben habe ich angefangen abzunehmen. Ich habe zwar keine low carb diet gemacht aber halt viel Obst, Gemüse und Vollkorn etc. gegessen.
Irgendwannmal habe ich dann beschlossen Süßes, welches ich reduziert hatte, ganz wegzulassen.
In diesem Stadium fiel mir das nicht mehr so schwer, da ich eh davon nurnoch geringe Mengen aß. Mir schmeckte ein apfel gleich gut wie ein schokoriegel.
Ich achtete immermehr darauf was ich aß und versuchte die Mengen zu regulieren.
Das War der entscheidende Fehler in meinem Leben.
Ich fiel ins Untergewicht und wog nurnoch 43 kg.

Deswegen mein Rat an dich:
Frag deinen Arzt um Unterstützung. Versuch die sache nicht alleine in die Hand zu nehmen. Es könnte schwerwiegende folgen haben.
Weil eins hast du richtig erkannt. Du musst deine süßigkeiten Menge reduzieren. Wobei ich denke 2 schokoriegel täglich sind voll ok
Wenns also eh nicht mehr sind eh kein Problem.
Denn ich bin bei einer enährungsberatung und selbst ich soll nicht extrem viel süßes konsumieren. Lieber joghurt und nüsse.
Es gibt im Prinzip aber keine Tricks die ich dir mit auf den weg geben kann. Sry.
Es ist Kopfsache. Du musst es wollen und radikal durchziehen.
Du schaffst das!

Liebe Grüße.
Divaqueen.

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11. Oktober 2015 um 14:34
In Antwort auf nkruma_12374376

Hallo
Ich kannte dieses Gefühl vor 3 Jahren nur zu gut: Ich konnte nicht anders als richtig viel süßes am tag zu essen.
Ich war damals krankhaft übergewichtig mit 75 kg bei 164 cm.

Als ich dann beschlossen habe meine Ernährung umzustellen und sport zu treiben habe ich angefangen abzunehmen. Ich habe zwar keine low carb diet gemacht aber halt viel Obst, Gemüse und Vollkorn etc. gegessen.
Irgendwannmal habe ich dann beschlossen Süßes, welches ich reduziert hatte, ganz wegzulassen.
In diesem Stadium fiel mir das nicht mehr so schwer, da ich eh davon nurnoch geringe Mengen aß. Mir schmeckte ein apfel gleich gut wie ein schokoriegel.
Ich achtete immermehr darauf was ich aß und versuchte die Mengen zu regulieren.
Das War der entscheidende Fehler in meinem Leben.
Ich fiel ins Untergewicht und wog nurnoch 43 kg.

Deswegen mein Rat an dich:
Frag deinen Arzt um Unterstützung. Versuch die sache nicht alleine in die Hand zu nehmen. Es könnte schwerwiegende folgen haben.
Weil eins hast du richtig erkannt. Du musst deine süßigkeiten Menge reduzieren. Wobei ich denke 2 schokoriegel täglich sind voll ok
Wenns also eh nicht mehr sind eh kein Problem.
Denn ich bin bei einer enährungsberatung und selbst ich soll nicht extrem viel süßes konsumieren. Lieber joghurt und nüsse.
Es gibt im Prinzip aber keine Tricks die ich dir mit auf den weg geben kann. Sry.
Es ist Kopfsache. Du musst es wollen und radikal durchziehen.
Du schaffst das!

Liebe Grüße.
Divaqueen.


Ich hab am Anfang auch nicht direkt auf Süßes verzichtet, sondern nur stark reduziert und Süßes gekauft, was ich nicht so mag. Das hat dann gut geklappt und danach hab ich es erst weggelassen und bis zum Schluss habe ich trotzdem das Süße nicht "aus meinem Kopf" bekommen.
Ändert sich das irgendwann und man verliert die Abhängigkeit davon oder bleibt das für immer so?
Schließlich gibt es ja Menschen die an Süßem ganz einfach vorbei gehen können!

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11. Oktober 2015 um 14:38

Hallo!
Ich war in einer anderen Situation, aber ein Problem mit Süssem hatte ich auch. Da ich aber ohnehin auch körperlich nicht mehr in Ordnung war (Übertraining, Schilddrüse), habe ich einfach versucht, über lange Zeit den Zucker selbst wegzulassen genauso wie Weissmehl etc.. Ich weiss nicht, ob das jetzt der richtige Ratschlag ist. Denn eigentlich geht es ja bei der Überwindung einer Essstörung darum, wieder alles zu sich nehmen zu können.
Für meinen Teil bin ich aber zufrieden, dann das kann ich jetzt und ich schreibe meinen "Tip" deswegen, weil ich denke dass Zucker eh nicht allzu gesund ist auf Dauer und für mich mein Ersatz gut funktioniert hat. Hier die wichtigsten Punkte:

- Lernen nach Appetit zu essen. Bei mir ging das am Anfang ganz schlecht, denn ich habe noch viel zu viel über mein Essen überlegt. Deswegen habe ich jedes kleinste Bisschen Hunger auf etwas Bestimmtes versucht umzusetzen, um das quasi zu "featuren".

- Damit bin ich beim Punkt Geduld: Ich brauchte viel Geduld, aber mein Essverhalten hat sich von Monat zu Monat verbessert. Natürlich hatte ich viele tage an denen sich wieder Zweifel angemeldet haben oder ich auf einmal dachte, oh Gott, vielleicht esse ich doch zu viel? Vielleicht sollte ich dies oder das doch nicht essen? Aber wichtig war zu üben, diese Tage als solche auch zu erkennen und sich dadurch nicht mehr ganz so sehr auf sie einlassen zu müssen.

- Statt gezuckerte Sachen zu essen habe ich angefangen, mit Obst oder Datteln zu süssen. Ich habe mir den Zuckerregelrecht abgewöhnt und das war gut. Erstens ist es super gesund, zweitens trichtre es nicht mehr, drittens hat man sich selbst nach 10 Datteln theoretisch noch etwas besseres getan als nach einer Tüte Gummibärchen, wenn man schon allein deren Nährstoff-Reichtum betrachtet. Ich allerdings habe noch nie 10 Datteln hintereinander gegessen, wäre mir nach der ganzen Abgewöhnung viel zu süss gewesen.

- Mein liebster "treat" heute noch ist mein morgendliches Porige! Da haue ich alles rein was lecker und gesund ist,- Bugur, Hafer, Kakao (ungesüsst), Dattel, Apfel, peanut butter. Danach habe ich erstmal sowieso keine Lust auf Süßigkeiten mehr und mein Schokohunger ist gestillt.

- Schokolade in Form von der eigentlichen Kakaobohne ist total gesund und auch eine Art "happy maker". Von daher ist es gar nicht unbedingt zu vermeiden, viel davon zu sich zu nehmen. Ich mache mir zum Beispiel gerne Kakao mit Dunkelmilch, die von Natur aus süss ist, wenn ich Lust darauf habe.

-Regelmässige Mahlzeiten liebe ich: Frühstück, Mittag, Abend, dazwischen als Snacks Milchkaffee, Nüsse, Obst oder Rohkost-Gemüse. Die Regelmässigkeit der Mahlzeiten war bei mir eine der gefühlt wirksamsten Punkte gegen Essattacken.

- Ausserdem glaube ich an Vielfalt, also genug Protein, aber auch genug komplexe Kohlehydrate genug Fett und genug Vitamine! Ich weiss nicht, wie viel das wirklich ausmacht, aber weil ich versucht habe, von allen Ecken und Enden gegen meine Probleme anzugehen habe ich mir überlegt, dass mein Körper, falls er von irgendetwas davon zu wenig hat, vor allem nach einer Phase einseitiger Ernährung, er vielleicht so lange danach verlangen wird, bis er es bekommt. Also habe ich versucht, alles abzudecken.

- Damit im Zusammenhang steht natürlich auch die generell ausreichende Menge an Essen. Ich weiss es klingt albern, aber das ist schon wichtig. Nicht nur, um kontrolliert essen zu können sondern auch, um gesund zu bleiben. Der Körper spart schnell irgendwo ein wenn man zu wenig isst und die Konsequenzen merkt man vielleicht erst Jahre später. Auch wenn man noch essgestörte Gedanken hat,- ich habe angefangen mir das auch bewusst zu machen,- um meinen Kopf auch ein wenig mehr auf die "gesunde Seite" zu pushen.

- Essen geniessen. Ist so wichtig für mich! Wenn man schafft wieder Genuss zu empfinden, fängt die Qualität wieder an wichtiger zu werden als die Quantität. Dann wird es auch wieder möglich, ein wenig Schokolade oder ein Stück Brownie statt drei zu essen (was ich regelmässig mache inzwischen), weil man es geniesst. Wenn man sich klar macht, dass man sich an all den anderen gesünderen Sachen wie Gemüse, Kartoffeln etc. jederzeit satt essen kann, muss man auch nicht mehr so krampfig denken, wenn man mal von etwas "ungesünderem" nicht satt wird und der Körper eigentlich nach mehr verlangt.

- Ausserdem, wenn man sich oft genug etwas kleines leckere süsses, sei es eine Hand voll Studentenfutter, Schokolade oder sonst etwas gönnt, dann muss man weiterhin währenddessen nicht denken, dass man die Situation jetzt "ausnutzen" muss, weil man ja sonst nie darf.


Fazit:

All diese Sachen auf einmal umzusetzen, war für mich unmöglich, aber ich bin inzwischen sehr stolz darauf, dass ich es durch Geduld innerhalb eines guten Dreiviertel Jahres geschafft habe, wieder ziemlich entspannt zu essen. Ich habe das Gefühl, meinen Mahlzeiten und Gelüsten vertrauen zu können. Ich kann wieder Sport machen aber auch Pause, wenn es mir zu viel wird.

Ganz viel Glück!!

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11. Oktober 2015 um 16:35
In Antwort auf gereon_12076287

Ich habe bis zum schlimmen Ausbruch der MS
nicht nur "bisschen" Sport betrieben, sondern schon "etwas" mehr. Es war Leistungssport, über viele Jahre, Triathlon, und im Prinzip weiß ich, wie richtige Ernährung für meinen Körper funktioniert. Das ist ja das Schlimme.
Zu Ketose sage ich jetzt mal lieber nichts

Nee, Nee,
hab jetzt das Beispiel mit "bisschen Sport" definitiv nicht auf dich bezogen.

Ketose unter Profisport ist sicherlich ne Theorie für sich. Wie sinnvoll die ist, sei mal dahingestellt. Aber für Couchpotatoes und Co macht das definitiv keinen Unterschied.

Ich befürtworte das viel mehr, weil ich damit irgendwo dann nen gewissen Umgang mit ner schweren bulimischen Phase gefunden hab und mich vernünftig ernähren konnte und die Anfälle weniger wurden. Mir hat's definitiv nicht geschadet. Hatte keinen ständigen Unterzucker mehr, usw.

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12. Oktober 2015 um 18:55
In Antwort auf thechocolateme

Hallo!
Ich war in einer anderen Situation, aber ein Problem mit Süssem hatte ich auch. Da ich aber ohnehin auch körperlich nicht mehr in Ordnung war (Übertraining, Schilddrüse), habe ich einfach versucht, über lange Zeit den Zucker selbst wegzulassen genauso wie Weissmehl etc.. Ich weiss nicht, ob das jetzt der richtige Ratschlag ist. Denn eigentlich geht es ja bei der Überwindung einer Essstörung darum, wieder alles zu sich nehmen zu können.
Für meinen Teil bin ich aber zufrieden, dann das kann ich jetzt und ich schreibe meinen "Tip" deswegen, weil ich denke dass Zucker eh nicht allzu gesund ist auf Dauer und für mich mein Ersatz gut funktioniert hat. Hier die wichtigsten Punkte:

- Lernen nach Appetit zu essen. Bei mir ging das am Anfang ganz schlecht, denn ich habe noch viel zu viel über mein Essen überlegt. Deswegen habe ich jedes kleinste Bisschen Hunger auf etwas Bestimmtes versucht umzusetzen, um das quasi zu "featuren".

- Damit bin ich beim Punkt Geduld: Ich brauchte viel Geduld, aber mein Essverhalten hat sich von Monat zu Monat verbessert. Natürlich hatte ich viele tage an denen sich wieder Zweifel angemeldet haben oder ich auf einmal dachte, oh Gott, vielleicht esse ich doch zu viel? Vielleicht sollte ich dies oder das doch nicht essen? Aber wichtig war zu üben, diese Tage als solche auch zu erkennen und sich dadurch nicht mehr ganz so sehr auf sie einlassen zu müssen.

- Statt gezuckerte Sachen zu essen habe ich angefangen, mit Obst oder Datteln zu süssen. Ich habe mir den Zuckerregelrecht abgewöhnt und das war gut. Erstens ist es super gesund, zweitens trichtre es nicht mehr, drittens hat man sich selbst nach 10 Datteln theoretisch noch etwas besseres getan als nach einer Tüte Gummibärchen, wenn man schon allein deren Nährstoff-Reichtum betrachtet. Ich allerdings habe noch nie 10 Datteln hintereinander gegessen, wäre mir nach der ganzen Abgewöhnung viel zu süss gewesen.

- Mein liebster "treat" heute noch ist mein morgendliches Porige! Da haue ich alles rein was lecker und gesund ist,- Bugur, Hafer, Kakao (ungesüsst), Dattel, Apfel, peanut butter. Danach habe ich erstmal sowieso keine Lust auf Süßigkeiten mehr und mein Schokohunger ist gestillt.

- Schokolade in Form von der eigentlichen Kakaobohne ist total gesund und auch eine Art "happy maker". Von daher ist es gar nicht unbedingt zu vermeiden, viel davon zu sich zu nehmen. Ich mache mir zum Beispiel gerne Kakao mit Dunkelmilch, die von Natur aus süss ist, wenn ich Lust darauf habe.

-Regelmässige Mahlzeiten liebe ich: Frühstück, Mittag, Abend, dazwischen als Snacks Milchkaffee, Nüsse, Obst oder Rohkost-Gemüse. Die Regelmässigkeit der Mahlzeiten war bei mir eine der gefühlt wirksamsten Punkte gegen Essattacken.

- Ausserdem glaube ich an Vielfalt, also genug Protein, aber auch genug komplexe Kohlehydrate genug Fett und genug Vitamine! Ich weiss nicht, wie viel das wirklich ausmacht, aber weil ich versucht habe, von allen Ecken und Enden gegen meine Probleme anzugehen habe ich mir überlegt, dass mein Körper, falls er von irgendetwas davon zu wenig hat, vor allem nach einer Phase einseitiger Ernährung, er vielleicht so lange danach verlangen wird, bis er es bekommt. Also habe ich versucht, alles abzudecken.

- Damit im Zusammenhang steht natürlich auch die generell ausreichende Menge an Essen. Ich weiss es klingt albern, aber das ist schon wichtig. Nicht nur, um kontrolliert essen zu können sondern auch, um gesund zu bleiben. Der Körper spart schnell irgendwo ein wenn man zu wenig isst und die Konsequenzen merkt man vielleicht erst Jahre später. Auch wenn man noch essgestörte Gedanken hat,- ich habe angefangen mir das auch bewusst zu machen,- um meinen Kopf auch ein wenig mehr auf die "gesunde Seite" zu pushen.

- Essen geniessen. Ist so wichtig für mich! Wenn man schafft wieder Genuss zu empfinden, fängt die Qualität wieder an wichtiger zu werden als die Quantität. Dann wird es auch wieder möglich, ein wenig Schokolade oder ein Stück Brownie statt drei zu essen (was ich regelmässig mache inzwischen), weil man es geniesst. Wenn man sich klar macht, dass man sich an all den anderen gesünderen Sachen wie Gemüse, Kartoffeln etc. jederzeit satt essen kann, muss man auch nicht mehr so krampfig denken, wenn man mal von etwas "ungesünderem" nicht satt wird und der Körper eigentlich nach mehr verlangt.

- Ausserdem, wenn man sich oft genug etwas kleines leckere süsses, sei es eine Hand voll Studentenfutter, Schokolade oder sonst etwas gönnt, dann muss man weiterhin währenddessen nicht denken, dass man die Situation jetzt "ausnutzen" muss, weil man ja sonst nie darf.


Fazit:

All diese Sachen auf einmal umzusetzen, war für mich unmöglich, aber ich bin inzwischen sehr stolz darauf, dass ich es durch Geduld innerhalb eines guten Dreiviertel Jahres geschafft habe, wieder ziemlich entspannt zu essen. Ich habe das Gefühl, meinen Mahlzeiten und Gelüsten vertrauen zu können. Ich kann wieder Sport machen aber auch Pause, wenn es mir zu viel wird.

Ganz viel Glück!!

Danke,
für deine Nachricht, denn sie nimmt mir irgenwie ein bisschen den Druck weg und vor allem macht sie mir Hoffnung!

Ich habe jetzt nach einer Woche "Dauerschlemmen" eh wieder mein vorheriges Gewicht erreicht und merke trotzdem, dass ich meinen Körper so akzeptieren kann. Ich will jetzt mir nicht mehr so einen Druck machen, weil ich trotzdem schlank bin. Deshalb will ich auch erstmal das Süße nicht komplett weg lassen und erstmal wieder reduzieren, um mich so wieder langsam an ein Leben ohne Zucker zu gewöhnen!

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Von: armel_12503284
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12. Oktober 2015 um 17:58
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