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Essstörung-wie verhalte ich mich?

11. März 2013 um 19:32

hallo,
ich habe gemerkt das meine Tochter 18j. ne esstörung hat.
sie hat "fressatckern" und kotzt es dann wieder aus.ganz schlimm hat sie es mit Süßigkeiten.hier ist nix mehr sicher.die tage bleiben schon seid längerm aus,die Zähne werden in mitleidenschaft gezogen!ich denke dann ist sie schon ziehmlich übel dran-Oder???
sie weigert sich hilfe vom arzt anzunehmen.
wie kann ich helfen?
ich bedanke mich für eure antworten.

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11. März 2013 um 21:24

Das...
allerwichtigste bei so einer Sache: Sie muss es wollen. Sie muss selber erkennen dass sie Hilfe braucht und ein Problem hat. Alles andere hat weder einen Sinn noch einen Zweck. Leider.
Helfen kann man nur in dem Sinne, dass man Unterstützung gibt. Das sie weis, dass man sie nicht verurteilt, das man "da" ist, egal um was es geht, sie muss wissen, dass sie nicht alleine ist. Das man ihr helfen kann und das sie Rückhalt hat.
Das Thema Essen ist dabei sensibel. Nicht drängen, nicht zwingen, nicht das Essen in den Mittelpunkt stellen, sondern es ganz normal behandeln.
Bestimmte Lebensmittel können vermieden werden in Massen im Haus zu haben. ABER ein Essgestörter kommt immer an Essen. Man verliert jeden Skrupel. Also wenn sie nicht zu Hause an Süßigkeiten kommt, besorgt sie es sich anders. Dennoch: Je weniger im Haus ist, desto weniger ist auch die Versuchung.

BIete ihr Hilfe an. Professionelle Hilfe ist ganz ganz wichtig. Aber sie muss es wollen. Alles andere ist leider sinnlos. Super sind für den Anfang Selbsthilfegruppen wo man unter sich ist. Therapeutische Hilfe ist dennoch immer angebracht.

Eine Essstörung hat einen Auslöser. Seine Gefühle über das Essen auszutragen ist nur ein Symptom. Bedeutet: Der Auslöser muss bearbeitet werden, nicht nur das Symptom.

Ich wünsche viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Für Angehörige ist diese Krankheit wahnsinnig schwer durchzuleben und nachzuvollziehen. Es gibt gute Beratungsstellen. Je nach Stadt gibts es auch Angebote für Angehörige usw. Der Arzt, ein Therapeut und auch die Krankenkasse kann da weiterhelfen...!

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11. März 2013 um 22:43

Hallo
Ich bin mit der Aussage, dass man selbst Hilfe haben wollen muss nicht ganz einig. Das hört man immer wieder. Bei mir wars aber so, dass ich es "geschafft" habe über Jahre eine Gratlinie zu finden, wie ich mit meiner ES den Alltag meistern kann. Ich sah mich also nicht wirklich als krank an und glaubte auch nicht eine Therapie nötig zu haben. Ich habe vor allem meinem Umfeld wegen mit einer begonnen, da ich von allen Seiten dazu aufgefordert wurde und ich Angst hatte ansonsten meine Familie und Freunde zu verlieren. Ich musste dann Verträge mit Gewichtszunahmen vereinbaren. Es viel mir schwer diese einzuhalten. Doch mit der Zeit bemerkte ich, was mir diese Gewichtszunahme bringt. Deshalb rat ich dir, versuch deine Tochter zu einer Therapie zu motivieren auch wenn sie am Anfang nicht will.

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