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Ernährung umstellen - Tipps oder Erfahrungen

21. März 2016 um 12:00

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder bei euch

Mittlerweile habe ich einen festen ambulanten Therapieplatz und bin echt happy mit meiner Therapeutin.
Ich hab ihr schon ganz schön die Ohren voll geheult... Oft über meine Familie etc...

Nun gut, jetzt ists ja so, dass ich seit Anfang Dezember ja wieder ganz ordentlich esse und mittlerweile ist mein Gewicht auch stagniert (glaube ich zumindest) - hab jetzt ganz knapp NG und versuche es so gut wie möglich zu ertragen
Meine Thera meint auch, dass es jetzt reicht - aus mehreren Gründen.

Meine Thera hat mich ebenfalls in einem schon sehr lang bestehenden Vorhaben (seit Kindheit) bestärkt, deswegen auch mein Thread hier.
Ich will auf vegetarisch bis vegan umstellen.
Aus Liebe zum Tier!
Bisher verzichte ich schon komplett auf Fleisch.
Habe mir auch schon neue vegane Rezepte rausgesucht.
Die Milch habe ich gegen Sojadrink getauscht und meinen Joghurt/Frischkäsekonsum reduziert.

Bisher weiß nur mein Freund von dem Ganzen, wir wohnen ja auch zusammen... Er ist nicht begeistert und "ärgert" mich, aber naja er wird es schon noch akzeptieren - er darf ja weiterhin essen was er will - so bin ich da nicht!
Also ich bin und werde keine Missionarin - erwarte aber eben auch Respekt für mich und meine Entscheidung
Doch vor meiner Familie hab ich Angst fasst schon Panik.
Ich durfte ja früher schon nicht auf Fleisch verzichten, geschweige denn Milch und Eier stark reduzieren und Ersatz benutzen...
Aber ich will einfach endlich machen, was ich will!
Trotzdem hab ich Panik vor der Reaktion... bald ist Ostern bzw Geburtstag meiner Schwester...
Wie soll ich reagieren, wenn jeder ausflippt... Vor dem nerven und piesacken habe ich keinen Bammel - eher vor Wutausbrüchen meines Vaters und meiner Oma...

Vielleicht hat einer von euch ja ein paar Erfahrungswerte?

Generell würde ich gerne wissen, ob hier welche unter euch sind, die sich vegetarisch oder vegan ernähren und irgendwelche Tipps oder Produktempfehlungen haben bzw tolle Rezepte etc haben.
Auf was muss ich achten - helfen vegane Treffs?

Ich möchte aber noch kurz anmerken... ich freue mich über jede Antwort, aber ich möchte was die Ernährung betrifft nur von Leuten hören - die vegetarisch oder vegan leben, aus "Überzeugung" und nicht weils gerade so trendy ist oder die damit Diät machen bzw ihrer Essstörung fröhnen...

Ich möchte beim Essen einfach keine doppelten Gewissensbisse mehr haben.
Die wegen der Essstörung reichen mir!


Also ihr Lieben, wenn sich jemand auskennt oder vielleicht denn selben Weg geht oder gegangen ist - ich freue mich über nen Austausch

Ganz liebe Grüße
Yahema

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21. März 2016 um 12:36

Hallo!
Also, eins vorne weg: ich lebe weder VEGETARISCH nochVEGAN, koch aber oft eins von beiden, da ich Versuche meinen 'Tierkonsum' einzuschränken, aber es einfach nicht schaffe auf einigen Luxus nicht zu verzichten.
1. ich finde es toll von dir!
2. stehe dazu. Du bist erwachsen und es ist deine entscheidung. Du respektierst ja auch, dass der rest der Familie Fleisch isst!
3. heute gibt es bei mir z.B. Gyros (vegan). Ich mache auch gern brokkoli-frikadellen (vegetarisch) oder championgeschnetzeltes (vegetarisch, aber auch vegan möglich)
4. auf peta.de gibt es viele einlaufstipps, was vegetarisch/vegan ist (z.b. Zartbitterdschoki oder die schwarzen Runden Kekse mit weißer Füllung:p)

Du schaffst das!

Alles Liebe

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22. März 2016 um 9:06

...
Frage vorweg: Du isst "wieder ganz ordentlich" (heißt was, ausreichend ?) und deine Therapeutin meint, dass fast NG reicht. Also oberes UG ?
Bei mir hieß es das auch aus mehreren Gründen (Vorgeschichte), und ich muss sagen, ich wurde NIE wirklich gesund.
Allerdings hatte sich mein Niedrig BMI von selbst so "eingestellt". Aber was will deine Therapeutin tun, wenn du in ein paar Wochen oder Monaten nochmal 3 oder 5 Kilo zunimmst ? Wieder reduzieren ???
Ich beschäftige mich sehr viel mit dem Thema "welches Zielgewicht" und deshalb ist mir das gerade so aufgefallen.

Zum Kernpunkt: Vegetarisch lebe ich seit 20 Jahren, vegan habe ich lange gelebt, allerdings nicht in der bulimischen Zeit nach der MS, da ich ja in den Fressattacken Schokolade, Kekse, Eis etc gestopft habe. Und es wäre weder organisatorisch noch finanziell möglich gewesen, da vegane Dinge zu verfressen.

Letztlich habe ich dann wieder vegan gelebt, nach der Bulimie, aber bin zu der Erkenntnis für mich persönlich gekommen, dass es mir nicht gut tut. Auf Soja verzichte ich nämlich komplett, und auch auf viele Hülsenfrüchte, u.a. , einfach wegen der Phytoöstrogene.
Das macht eine vegane Ernährung dann nicht einfach.

Ich esse allerdings keinen Käse, trinke keine Milch (Mandel- und Kokosersatz), etc.

Allerdings esse ich Eier, habe da ethisch auch keinerlei Probleme, da ich die Hühner namentlich kenne und mir die Eier selbst dort hole. Mein Nachbarhof.

In der Szene hat sich leider viel verändert. Hardcore Veganer, sehr militant unterwegs... deshalb rate ich auch von solchen Treffen ab. Besonders, wenn man anorektisch ist / war.

Ich mag es mehr, minimalistisch zu leben.
Ich esse viel, was ich in der Natur finde und mir die Natur "freiwillig" gibt, sammle Kräuter, Nüsse und freue mich über wildwachsende Beeren und Äpfel, die keiner mehr will. Ich vermeide es, in Supermärkten einzukaufen, so oft es geht, und gehe zweimal die Woche zum Hofladen hier.
Regionales Obst und Gemüse... Nur wenn es sein muss, kaufe ich importierte Ware (Bananen...)

Von diesen ganzen "Ersatzprodukten" wie veganer Wurst, veganer "Käse" etc halte ich nichts. Besonders schlimm, wenn bestimmte Firmen das anbieten, die zeitgleich für unschöne Schlagzeilen bzgl ihrer normalen Wurst sorgen.

Ist deine Schilddrüse hundertprozentig in Ordnung ? Ansonsten Finger weg von Soja !

Und rechtfertigen musst du dich vor niemandem, nur vor dir selbst.

Es funktioniert definitiv, solange du B12 ausgleichst, und es NIE NIE NIE deine Essstörung negativ beeinflusst !

Viel Erfolg bei deinem Vorhaben


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22. März 2016 um 9:11

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Du hast die Milch gegen Sojamilch ausgetauscht, variiere lieber: Mandelmilch, Kokosmilch, Haselnussmilch, Reismilch, etc.
Ab und an Hafermilch und seltener mal Sojamilch.
Phytoöstrogene und Co. lassen grüßen.
Auf vielen veganen Produkten steht nun auch extra "Sojafrei".

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22. März 2016 um 14:19
In Antwort auf kayode_12377389

Hallo!
Also, eins vorne weg: ich lebe weder VEGETARISCH nochVEGAN, koch aber oft eins von beiden, da ich Versuche meinen 'Tierkonsum' einzuschränken, aber es einfach nicht schaffe auf einigen Luxus nicht zu verzichten.
1. ich finde es toll von dir!
2. stehe dazu. Du bist erwachsen und es ist deine entscheidung. Du respektierst ja auch, dass der rest der Familie Fleisch isst!
3. heute gibt es bei mir z.B. Gyros (vegan). Ich mache auch gern brokkoli-frikadellen (vegetarisch) oder championgeschnetzeltes (vegetarisch, aber auch vegan möglich)
4. auf peta.de gibt es viele einlaufstipps, was vegetarisch/vegan ist (z.b. Zartbitterdschoki oder die schwarzen Runden Kekse mit weißer Füllung:p)

Du schaffst das!

Alles Liebe

Danke cookiekermit
Ich versuch mein bestes
Wie gesagt ich will nichts überstürzen und für mich muss es auch keine 100% vegane Ernährung sein.
Langsam beginnen und probieren.

Ich habe dadurch grade einfach wieder mehr Lust am Thema Essen...

Danke ich werd mal schauen

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22. März 2016 um 14:38
In Antwort auf cesare_11948568

...
Frage vorweg: Du isst "wieder ganz ordentlich" (heißt was, ausreichend ?) und deine Therapeutin meint, dass fast NG reicht. Also oberes UG ?
Bei mir hieß es das auch aus mehreren Gründen (Vorgeschichte), und ich muss sagen, ich wurde NIE wirklich gesund.
Allerdings hatte sich mein Niedrig BMI von selbst so "eingestellt". Aber was will deine Therapeutin tun, wenn du in ein paar Wochen oder Monaten nochmal 3 oder 5 Kilo zunimmst ? Wieder reduzieren ???
Ich beschäftige mich sehr viel mit dem Thema "welches Zielgewicht" und deshalb ist mir das gerade so aufgefallen.

Zum Kernpunkt: Vegetarisch lebe ich seit 20 Jahren, vegan habe ich lange gelebt, allerdings nicht in der bulimischen Zeit nach der MS, da ich ja in den Fressattacken Schokolade, Kekse, Eis etc gestopft habe. Und es wäre weder organisatorisch noch finanziell möglich gewesen, da vegane Dinge zu verfressen.

Letztlich habe ich dann wieder vegan gelebt, nach der Bulimie, aber bin zu der Erkenntnis für mich persönlich gekommen, dass es mir nicht gut tut. Auf Soja verzichte ich nämlich komplett, und auch auf viele Hülsenfrüchte, u.a. , einfach wegen der Phytoöstrogene.
Das macht eine vegane Ernährung dann nicht einfach.

Ich esse allerdings keinen Käse, trinke keine Milch (Mandel- und Kokosersatz), etc.

Allerdings esse ich Eier, habe da ethisch auch keinerlei Probleme, da ich die Hühner namentlich kenne und mir die Eier selbst dort hole. Mein Nachbarhof.

In der Szene hat sich leider viel verändert. Hardcore Veganer, sehr militant unterwegs... deshalb rate ich auch von solchen Treffen ab. Besonders, wenn man anorektisch ist / war.

Ich mag es mehr, minimalistisch zu leben.
Ich esse viel, was ich in der Natur finde und mir die Natur "freiwillig" gibt, sammle Kräuter, Nüsse und freue mich über wildwachsende Beeren und Äpfel, die keiner mehr will. Ich vermeide es, in Supermärkten einzukaufen, so oft es geht, und gehe zweimal die Woche zum Hofladen hier.
Regionales Obst und Gemüse... Nur wenn es sein muss, kaufe ich importierte Ware (Bananen...)

Von diesen ganzen "Ersatzprodukten" wie veganer Wurst, veganer "Käse" etc halte ich nichts. Besonders schlimm, wenn bestimmte Firmen das anbieten, die zeitgleich für unschöne Schlagzeilen bzgl ihrer normalen Wurst sorgen.

Ist deine Schilddrüse hundertprozentig in Ordnung ? Ansonsten Finger weg von Soja !

Und rechtfertigen musst du dich vor niemandem, nur vor dir selbst.

Es funktioniert definitiv, solange du B12 ausgleichst, und es NIE NIE NIE deine Essstörung negativ beeinflusst !

Viel Erfolg bei deinem Vorhaben


Danke luckyme
Ok zuerst mal zu dem Gewichtsthema...
Ich habe knapp NG. Ich möchte hier keinen anstacheln oder verunsichern, aber ich habe mit meiner Thera darüber gesprochen und sie/wir sind zum Schluss gekommen dass das so ok ist.
1. Weil ich schon jetzt extreme Probleme mit dem Gewicht habe.
2. Ich seit 9 Jahren eine Es habe und nie auch nur annähernd NG erreicht habe.
3. Mein Ausgangsgewicht damals auch im UG lag (kinder-bmi)
4. Ich noch nie soweit war.

Es geht darum, dass jetzige Gewicht zu halten.
Meine Kcalaufnahme ist für mich als 23 jährige Bewegungsmuffelin ausreichend - laut Hausarzt und Thera.

Ich war auch heute nochmal Blut abnehmen lassen und es wird alles gecheckt. Leber, Niere, Nährstoffe, Schilddrüse...


Und jetzt zum vegetarisch/veganen:
Ich wills einfach locker angehen
Und naja ich bin beim Thema Soja anderer Meinung.
Das mit den phytoöstrogenen ist ziemlich umstritten, zudem sind die Hormone in der Kuhmilch für mich eher bedenkenswert.

Ich finde die Meinungen gehen hier extrem auseinander...
Mir schmeckt Sojamilch sehr gut - was nicht heißt dass ich anderer Pflanzenmilch abgeneigt bin... Nur bisher schmeckt sie mir am besten.

Wieso ist du keine Hülsenfrüchte?
Wo nimmst du dann das Protein her?

Zu den extremen Veganern - ich glaube solche Extremisten gibts überall - ich bin keiner und wills auch nicht sein

Danke dir

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22. März 2016 um 16:02
In Antwort auf esme_11902139

Danke cookiekermit
Ich versuch mein bestes
Wie gesagt ich will nichts überstürzen und für mich muss es auch keine 100% vegane Ernährung sein.
Langsam beginnen und probieren.

Ich habe dadurch grade einfach wieder mehr Lust am Thema Essen...

Danke ich werd mal schauen

Probier's aus!
Dir vegane ernährung habe ich mal. 'Getestet' und muss ehrlich sagen, dass mir in der Zeit das Essen leichter fiel, weil es so spannend war! Ich drück dir die Daumen

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22. März 2016 um 16:24
In Antwort auf esme_11902139

Danke luckyme
Ok zuerst mal zu dem Gewichtsthema...
Ich habe knapp NG. Ich möchte hier keinen anstacheln oder verunsichern, aber ich habe mit meiner Thera darüber gesprochen und sie/wir sind zum Schluss gekommen dass das so ok ist.
1. Weil ich schon jetzt extreme Probleme mit dem Gewicht habe.
2. Ich seit 9 Jahren eine Es habe und nie auch nur annähernd NG erreicht habe.
3. Mein Ausgangsgewicht damals auch im UG lag (kinder-bmi)
4. Ich noch nie soweit war.

Es geht darum, dass jetzige Gewicht zu halten.
Meine Kcalaufnahme ist für mich als 23 jährige Bewegungsmuffelin ausreichend - laut Hausarzt und Thera.

Ich war auch heute nochmal Blut abnehmen lassen und es wird alles gecheckt. Leber, Niere, Nährstoffe, Schilddrüse...


Und jetzt zum vegetarisch/veganen:
Ich wills einfach locker angehen
Und naja ich bin beim Thema Soja anderer Meinung.
Das mit den phytoöstrogenen ist ziemlich umstritten, zudem sind die Hormone in der Kuhmilch für mich eher bedenkenswert.

Ich finde die Meinungen gehen hier extrem auseinander...
Mir schmeckt Sojamilch sehr gut - was nicht heißt dass ich anderer Pflanzenmilch abgeneigt bin... Nur bisher schmeckt sie mir am besten.

Wieso ist du keine Hülsenfrüchte?
Wo nimmst du dann das Protein her?

Zu den extremen Veganern - ich glaube solche Extremisten gibts überall - ich bin keiner und wills auch nicht sein

Danke dir

...
Ok, soviel zum Thema Gewicht. Verstehe es. Solange du deinen Bedarf deckst ist das ja auch prima und sollte kein Problem sein, und Zunahme durch HSW ist dann ja auch ausgeschlossen.

Also andere Hülsenfrüchte meide ich nicht ganz so konsequent wie Soja, aber eben aus dem selben Grund: Sie enthalten Isoflavone, und mittlerweile ist auch nicht mehr umstritten, sondern leider durch viele wissenschaftlich fundierte Studien belegt, dass Flavonoide eine sehr ungünstige Wirkung auf die Schilddrüse haben.

Bei Soja habe ich noch weitere Gründe (ethisch- wirtschaftliche), es zu meiden.

Eiweißmangel hatte ich noch nie, durch clevere Kombinationen von grünem Gemüse.

Nur der Vit. B12 Wert ist ein Problem, muss ständig substituiert werden.




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