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Er ist beschnitten und spürt nichts

6. Juli 2012 um 11:24

Hallo zusammen,

ich hab mal ne Frage. Mein Mann ist beschnitten, musste leider aus medizinischen gründen gemacht werden, aber das war bevor wir zusammen kamen.
Jedesmal wenn er sich selbst befriedigt kommt er. Manchmal wenn ich dann Hand anlege dauert das immer sehr lange 20-30 minuten, wenn er denn dann kommt. Beim Sex dasselbe. Er spürt nichts und kommt meistens garnicht, oder er erschlaft während des Aktes. Eine zeitlang ging das echt gut, da ist er fast jedesmal (wir hatten aber nur 1 mal die Woche Sex und er durfte sich eine Woche lang keinen selbst runterholen) gekommen. Seid 3 - 4 Monaten jedoch nichts mehr. Er will so gut, wie garkein Sex mehr, obwohl er bis vor kurzem am liebsten jeden Tag und auch fast jeden Tag mindestens 1-2 mal selbst Hand angelegt hat. Jetzt nichts mehr.
Jetzt ist natürlich meine Frage, kann ich irgendwas machen, damit er auch im beschnittenen Zustand beim Sex mehr spürt?
Reizwäsche bringt auch nichts, die findet er an mich nicht sexy
Ich möchte ja auch das er Spaß hat, aber mitlerweile weiß ich nicht mehr was ich noch tun kann.

Hat jemand auch solche Erfahrungen und kann mir einen tipp geben?

Vielen Dank im Voraus.

gruß moondrops

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12. Juli 2012 um 12:41

Das kann, muss aber nicht
an seiner Beschneidung liegen.
Bei mir wars sehr ähnlich. Ich wurde ebenfalls als Kind wegen einer Phimose beschnitten. Heute bin ich 40 Jahre alt. Auch ich hatte (und habe z.T. noch immer) große Schwierigkeiten beim Sex.
Oralsex hat in erster Linie optischen Wert für mich. Wenn ich sie dabei beobachten kann, bringt mir das schon was, aber rein das Gefühl ist nahezu bei null. Auch wenn sie es mir mit der Hand macht, dauert es ewig. Wenn ich es selbst mach, gehts schneller, weil ich viel heftiger zulange als sie sich das traut. Beim GV ist es auch oft so, dass sie ihren Höhepunkt hat, während ich erst langsam beginne, überhaupt was zu spüren.
Das liegt daran, dass bei einer radikalen Beschneidung die reizbare und hochempfindliche Innenseite der Vorhaut entfernt wird, ebenso das Frenulum, eine weitere erogene Zone am Penis. Und die Eichel stumpft mit der Zeit einfach ab, weil sich die Haut - quasi als Schutzschicht und Ersatz für die schützende Vorhaut - verdickt.
Bis ich das alles wusste, hab ich meiner Frau die Schuld dafür gegeben, dass wir so große Probleme im Bett hatten.
Heute ist mir vieles klarer.

Seit einiger Zeit benutze ich eine künstliche Vorhaut aus Latex ("senslip") und creme meine Eichel nachts ein.
Seitdem ist meine Eichel wieder wesentlich empfindlicher geworden. Der erste Blowjob seit ich die Dinger benutze, war eine Offenbarung. Ich hatte keine Ahnung, dass man so viel fühlen kann.
Dass das ganze keine Einbildung ist, merke ich, wenn mir das Teil - das kommt vor - runterrutscht und meine Eichel an der Unterhose herumreibt. Das ist jetzt sehr unangenehm. Vorher spürte ich davon gar nichts.

Also:
Bloß nicht auf Dich beziehen, Du kannst gar nichts dafür.
Erklär ihm die mögliche Sachlage (kann natürlich bei ihm auch was anderes sein) und sprecht einfach drüber. Schweigen ist grad bei solchen Problemen das schlimmste.

Ich wünsch euch alles Gute!

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30. August 2013 um 12:18

Hallo
Ich nehme Cialis, aber ich weiß, dass das super p-Force behandelt erektile Dysfunktion und vorzeitige Ejakulation.
Ich kaufte, ohne Rezept diese Produkte, ich fand es zu einem günstigen Preis auf www.kamagra-cialis.biz.

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1. September 2013 um 15:25

Ja toll,
genau so eine Antwort ist hier gefragt. Die TE berichtet davon, dass ihr Mann nichts mehr spürt, Sex nicht mehr möglich ist und das ihren Mann sehr belastet und Du kommst hier mit diesem Mist von wegen "den Orgasmus kontrollierbar machen". Etwas destruktiveres und empathieloseres hab ich selten gelesen.
Es geht hier nicht um "länger können", sondern um "länger müssen" und "gar nicht mehr können".
Schau mal unter http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Board&boardID=4&s=a69d2384c1b0dfd91d12bf7d11186f bc01b19e47
wie glücklich all die verstümmelten Männer dort sind. Und dann denk nochmal über Dein letztes Posting nach.

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1. September 2013 um 17:20

Andere Seite
Ich glaub Dir schon, wenn Du sagst, "habe noch nie davon gehört, gesehen oder gelesen".
Welcher Mann gibt schon gerne zu, dass er ein sexuelles Problem hat, noch dazu, wo ihm seine "Veredelung" doch eigentlich zu so einem Hengst machen sollte?
Nein, es gibt unzählige beschnittene Männer, die sich endlich trauen, darüber zu sprechen, man muss ihnen nur zuhören.
Google mal nach "beschnitten" und "Probleme" oder "Empfindungsstörung", schau auf Beschneidungsforum.de oder auf Facebook unter "men do complain".
Wirkliche Hilfe gibt es nur mit einer Resensibilisierung oder Vorhautwiederherstellung, wobei hier der Begriff irreführend ist. Man kann durch Dehnen der Schafthaut zwar wieder ausreichend Haut schaffen, damit die Eichel vor Berührung geschützt ist und nicht mehr austrocknet. Die abgeschnittenen 20.000 Nervenenden bleiben weg.
Ich mach das bei mir und der Effekt ist enorm. Seitdem weiß ich zumindest annähernd, wie normaler Sex sich anfühlen sollte.

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1. September 2013 um 17:25

Falsch
Die Juden und Muslime lassen SICH eben nicht selbst beschneiden, sondern beschneiden ihre Kleinkinder und Säuglinge ohne deren Zustimmung. Und dann und wann traut sich mal einer, dagegen seine Stimme zu erheben:
http://www.youtube.com/watch?v=1VQyLvhd28o
oder
http://www.youtube.com/watch?v=IqsK14axa0w
oder
http://www.youtube.com/watch?v=drbOjqYB1Ac
Das hört sich anders an als "gibts nicht", "hab ich noch nie gehört", "da ist keiner unglücklich"

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3. September 2013 um 7:21

Sehr gern!
Information ist das beste Mittel, vielen Männern (und natürlich auch ihren Partnerinnen) diese schreckliche Erfahrung zu ersparen.
Es bedarf noch vieler Aufklärungsarbeit. Bisher lautet die vorherrschende Meinung ja, dass es sich nur um ein wertloses Stückchen Haut handele, der Schnitt harmlos sei und der Effekt ausschließlich positiv.
Dass die Vorhaut der Beich des Penis mit den meisten Nerven ist - weitaus mehr als der Eichel, dass das Austrocknen und Desensibilisieren der Eichel für viele Männer zu starkem Sensibilitätsverlust führt, dass viele Jungs unter dem Anderssein sehr leiden... all das wird als normal hingenommen. Männer müssen das aushalten können, denn es sind ja weltweit 1/3 der Männer beschnitten. Also MUSS es harmlos sein.
Dass es aber so furchtbar schwer ist, sich SELBST erstmal einzugestehen, dass nicht alles toll ist, dass das Argument der besseren Hygiene schlicht Mumpitz ist, da ich als Beschnittener mich ebenso häufig waschen muss und ich meiner Frau niemals meinen ungewaschenen Penis präsentieren würde, lässt man gern mal unter den Tisch fallen.
Lies Dich ein, informier Dich. Z.B. auch hier: http://die-betroffenen.de/stellungnahmen/

Ich habe vor einiger Zeit von einem Mann, der sich als Erwachsener beschnitten ließ, diesen Vergleich gelesen:
Wenn er als Beschnittener Sex hat, sie dies, als ob ein Farbenblinder einen Monet betrachten würde. Er weiß genau, dass es eigentlich wundervoll ist, aber er kann die wahre Schönheit nicht erkennen. Es fehlt einfach was. Oder es ist wie der Vergleich von Sprudelwasser und Leitungswasser. Beides stillt den Durst. Aber während das eine erfrischend und belebend ist, hilft das andere einfach nur gegen den Durst.
Natürlich sind das alles nur Vergleiche und treffen keineswegs auf alle beschnittenen Männer zu.
Mir geht es nur darum, diesen Eingriff nicht zu verharmlosen und als das zu zeigen, was er nunmal ist:
Als einen Schnitt, der dem männlichen Geschlechtsorgan große Teile der Empfindungsfähigkeit raubt, was für viele Männer sehr, sehr belastend ist.

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