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Endgültiger Zusammenbruch

7. August 2011 um 16:53

Entschuldigt mich dafür, dass ich mir erst gar nicht die Mühe mache, eine Einleitung zu schreiben, mich vorrzustellen und meine Worte sorgfältig auszuwählen, aber ich bin es gerade so leid, dieses Leben. Und ich schäme mich für mein krankes Essverhalten, oder viel mehr dafür, dass das Wissen mich nicht davon abhält, mich weiterhin so zu verhalten.

Ich habe seit zirka einem Monat regelmässige Fressatacken. Dass Anmass an Nahrungsmittel welches ich zu mir nehme ist so gross dass ich mich nicht dazu durchringen kann es auch nur ansatzweisse beschreiben zu können. Die Schmerzen die ich dabei durchleide und die damit verbundenen Schlafstörungen führen nachtürlich zu einem Stimmungstief. Dazu kommt, dass ich mich seit zwei Tagen in meinem Zimmer eingeschlossen habe, welches ich volkommen abgedunklet habe. Ich werfe mir regelmässig Schlaftabletten ein um wenigstens ein paar Momente des vergessens zu finden, habe angefangen mich selber zu verletzen und schaue in den Spiegel und erkenne mich nicht mehr... Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen woran ich mein Leben gerade festmachen soll und wie ich es vorallem schaffen soll wieder aufzutauchen und diesen Teufelskreiss zu durchbrechen. Alle Symptome und Verhaltensweissen die ich im Moment aufzeige sind mir fremd, sprich ich hatte früher weder Fressatacken noch habe ich mich je selber verletzt oder zu isolieren begonnen. Ich drehe durch. Im warsten Sinne des Wortes, ich werde verrückt!

Sehnsucht91

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7. August 2011 um 18:00

Hmmm...
Danke meine liebe, für die rasche Nachricht. Es ist so dass ich über mehrere Monate gehungert habe und dann irgendwann vor einem Monat dann, brach in der Dusche zusammen und als ich ein paar Sekunden später wieder zu mir kam, verspürte ich ein Entsetzen darüber wie tief ich schon in der ESS stecke. Also begann ich zu essen. Und essen. Und irgendwann kam der Punkt an dem der Körper wie aus eigenem Antrieb ass, um sich wohl selbst zu retten. Und damit begann meiner jetzt. Ich formuliere es ganz bewusst so, als ob ich dabei völlig passiv geblieben wäre. Denn man hat das Gefühl besässen zu sein, keinen eigenen Willen zu besitzen du kennst dieses Gefühl bestimmt. Jedenfalls, nein ich glaub nicht dass ich den Mit aufbringe zum zu einem Therapeuten zu gehen. Nicht dass ich gegen Therapeuten oder Psychiatrische Institutionen bin, sie können Leben retten, zweifellos. Nur ist es so, dass mir dieses Thema echt peinlich ist, obwohl es dass natürlich nicht ist. Auch ist mir die ESS ja bewusst und die Gründe welche dazu führen, was mich dennoch nicht davon abhält den Teufelskreis zu durchbrechen. Und ich kann unmöglich diese Wohung verlassen, ich weiss es hört sich bescheuert an aber ich schaff dass nicht...

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9. August 2011 um 21:37
In Antwort auf tomte_12356604

Hmmm...
Danke meine liebe, für die rasche Nachricht. Es ist so dass ich über mehrere Monate gehungert habe und dann irgendwann vor einem Monat dann, brach in der Dusche zusammen und als ich ein paar Sekunden später wieder zu mir kam, verspürte ich ein Entsetzen darüber wie tief ich schon in der ESS stecke. Also begann ich zu essen. Und essen. Und irgendwann kam der Punkt an dem der Körper wie aus eigenem Antrieb ass, um sich wohl selbst zu retten. Und damit begann meiner jetzt. Ich formuliere es ganz bewusst so, als ob ich dabei völlig passiv geblieben wäre. Denn man hat das Gefühl besässen zu sein, keinen eigenen Willen zu besitzen du kennst dieses Gefühl bestimmt. Jedenfalls, nein ich glaub nicht dass ich den Mit aufbringe zum zu einem Therapeuten zu gehen. Nicht dass ich gegen Therapeuten oder Psychiatrische Institutionen bin, sie können Leben retten, zweifellos. Nur ist es so, dass mir dieses Thema echt peinlich ist, obwohl es dass natürlich nicht ist. Auch ist mir die ESS ja bewusst und die Gründe welche dazu führen, was mich dennoch nicht davon abhält den Teufelskreis zu durchbrechen. Und ich kann unmöglich diese Wohung verlassen, ich weiss es hört sich bescheuert an aber ich schaff dass nicht...

Nicht peinlich!
hay ich verstehe total was du durchmachst! ich hatte alles selber.mir war auch alles total peinlich darum habe ich auch nie geredet.noch nicht mal zu meiner besten freundin! ich konnte das alles nicht genau so wie du jetzt!
ich hatte noch glück irg wann hat meine mutter mich zum arzt geschleppt und am abend war ich in einer klinik! ziemlisch schnell alles aba ohne hätte ich nie geschafft den weg gegen die ES anzutreten
was ich damit genau sagen will is einfach das es dir nicht peinlich seein muss!! ärzute, psychiater und sonstige solche leute sind dafür da das du zu ihnen gehen kannst mit ihnen reden kannst und ein lösunmg finden können! und mal ganz im ernst willst du lieber dein leben in isolation und ständigen gedanken an essen verschwenden oder dein leben wieder anfangen zu leben!!!?

ich wünsche dir alles gute und das du dich für den richtien weg entscheidest!

lg australia83

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10. August 2011 um 7:48

Verzweifelte Angst Kontrolle zu verlieren...
Wohnung endlich zu verlassen geschafft aber jetzt panische Angst dem Essen wieder zu ,,verfallen'' ... Wie Kontrolle behalten? Ich habe das Gefühl nur in dem einen oder anderen extrem bewegen zu können. Hungern oder Fressen. Sobald ich anfange zu essen isst es wie von selbst...Warum diese schwöche und dieses Unvermögen strak zu sein? Es ist so anstrengend wenn sich das ganze Leben um etwas so nebensächliches (ist es natürlich nicht Wort wörtlich), wie dass Essen dreht....

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10. August 2011 um 8:58

Steppingstone...
Vielen Dank für deine Worte und deiner ,,tollen'' Beschreibung bei der sich kurz ein Lächeln über meine Lippen zog. Ja, vielleicht besteht das tiefe Glück einer kleinen Chance wirklich darin die ES soweit zu akzeptieren und dennoch ihr mächtiger sein zu versuchen. Ich werde es versuchen mit dem etwas essen, und dass mit dem ,,gesunde Sachen bereit legen'', ist eine gute Idee. Danke! Ich freue mich von Herzen für dich, dass du gerade eine vernünftige Phase hast, und hoffe sie wird lange anhalten! Hast du dass deiner eigener Kraft zu verdanken oder dir Hilfe geholt?

Verbleibe mit liebem Gruss und vielen durchhalte Wünschen,

Sehnsucht91

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10. August 2011 um 16:36

Positives Ess- Erlebnis
Ich habe mich heute Mittag einem Arzt anvertraut. Da ich gerade neben der Klinik in welcher er arbeitet (Ich auch aber bin im Moment in den Ferien) haben wir vereinbart dass er jeden Mittag zu mir kommt und wir zusammen kochen und essen. Haben wir heute dann auch gerade umgesetzt und ich glaube versucht zu sein zu glauben, dass ich das erste Mal im Leben überhaupt so intensiv genossen - wahrgenommen habe, was ich esse, wie ich esse etc. Ein sehr wertvoller Augenblick für mich bei welchem wir die ganze Zeit über lachen mussten und uns geradezu hochschaukelten mit; ,,wie interessant, unterschiedlich, genussvoll, intensiv und wertvol''l eine Spaghetti doch sein kann. Mag sich lächerlich anhören aber ich glaube hätte er mir eine predigt über Essstörungen gehalten oder zu analysieren versucht hätte mir das nicht viel gebracht. Indem er mir aber einfach mit voller Begesiterung erklärte was ,,Essen'' eigentlich für eine Bedeutung hat und wie viel es mit Selbstliebe zu tun hat, habe ich jetzt wirklich die Hoffnung doch noch einen Weg zu einem gesunden Essverhalten zu finden...Natürlich nicht von heute auf Morgen, schliesslich rutscht man auch nicht einfach von Heute auf Morgen in die ESS aber vielleicht doch in näherer Zukunft! Ich wünsche mir für alle, dass wir die Liebe zum Essen und zu den Lebensmittel entdecken, sie nicht mehr als unsere Feinde sondern Freunde annehmen können und sie vorallem zu wertschätzen lernen... Mein Erkenntnis des heutigen Tages jedenfalls : ,,Essen kann so schön sein!'' - bitte verurteilt mich nicht wenn ich das Morgen schon wieder vergessen habe...

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11. August 2011 um 10:09

Danke Steppingstone...,
für die motivierende Worte. Heute ist also der darauffolgende Tag und ich bin noch immer realtiv zuversichtlich auch heute weder zu hungern noch einer FA zu ,,verfallen''. Habe mir Gestern noch überlegt wie es ünberhaupt begann mit dem Hungern und bin zum Erkenntnis gekommen dass es in erster Linie überhaupt nichts mit Körperlichkeiten noch mit Kompensation zu tun hatte sondern eher so war, dass ich ziemlich im Stress war wegen Examen und dann glaub ich eher fasziniert von den Folgen des Hungerns war; Das reine Adrenalin dass deinen Körper durchfliesst, die gestiegerte Konzentration u.s.w. Eigentlich schon seltsam dass man über eine solch lange Zeit kaum etwas zu sich nehmen kann und trotzdem, oder gerade deshalb in ein dermassen tolles ,,hight - Gefühl'' kommt. Physiologisch natürlich erklärbar aber trotzdem spannend. Jedenafalls wäre meine Motivation zu Hungern glaub ich eher mit diesen ,,tollen'' Folgen zusammenhängend... Heute Morgen war ich versucht auf die Waage zu stehen, tat ioch seit mehreren Wochen nicht mehr - eigentlich seit meiner ersten FA. Aber ich kam dann zum Entschluss dass es wohl besser ist wenn ich erstmals ein paar Tage ,,normal'' esse.

Hmmm, ich hatte gerade eben ein Vorstellungsgespräch für einen Studienplatz in der Psychiarie. (In dieser Klnik in welcher ich vor zwei Jahren selber schon stationär behandelt wurde). Der Typ meinte dann so; ,,Na junge Frau, Sie sind ja auch schon in unserem System erfasst'' ,,Ja'', sagte ich. ,,Schliesslich ist das ja genau das was wir unseren Patienten predigen, dass sie sich Hilfe aufsuchen sollen und wegen Selbsterfahrung und das kennen Ihrer Instituition können Sie sich bei mir sicher sein dass ich weiss auf was ich mich einlasse und mich mit Ihren Strukturen und Leitgedanken identifizieren was das arbeiten in einer Psychiatrie ja voraussetzt...blablabla. Jedenfalls muss ich ziemlich überzeugend geklungen haben und seine Befürchtung dass ich nur als Motivation zur Selbsthilfe in den Beruf starten möchte, augeschaffen haben. Er unterbrach mit jedenfalls lächelnd und meinte: ,, Meine Liebe, ich kenne Sie jetzt erst seit 30 Minuten aber ich war mir selten bei jemandem so sicher dass er für diesen Job geeignet sind - kommen Sie nächste Woche für ein Kurzpraktikum, stellen Sie sich einigermassen normal an, und Sie haben den Studienplatz!''

Und dafür habe zwei Schlaflose Wochen hinter mir!?

So verbleibe ich dann mal.., Umarmung! Sehnsucht91

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