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Emetophobie/Hungertage/Fresstage Teufelskreis

12. Oktober 2016 um 2:37 Letzte Antwort: 12. Oktober 2016 um 2:44

Hallo Leute,
ich bin komplett neu hier und hab auch sonst noch nirgendwo einen Beitrag zu dem Thema verfasst und bin auch ein wenig schlecht in sowas, also bitte verzeiht mir falls das etwas chaotisch wird.

Zu meinem Problem- ich hab schon seit ich mich erinnern kann immer wieder Phasen in denen ich stark Probleme bezüglich meines Essverhaltens hab. Als Kind war ich ein ziemlicher Moppel da ich versucht hab meine Leere mit Essen zu füllen und war auch ein Angst Esser, also ich hab gegessen wenn ich Angst hatte. War auch glaub ich mit 12 oder so zum ersten Mal auf Diät (Weight Watchers) wobei mich meine Mutter auch unterstützt hat, da sie merkte wie sehr ich unter den Hänseleien meiner Mitschüler litt. Soweit so gut, hab auch ein wenig abgenommen aber dann irgendwann meinen Fokus auf anderes gelegt.
Ich kann mich an viele Situationen erinnern in denen ich mich sehr wiederlich und traurig gefühlt hab, wegen meinem Essverhalten. Richtig schlimm geworden ist das ganze dann als meine Schwester als ich 17 war an Anorexie erkrankte und ich, zu dem Zeitpunkt normalgewichtig (aber mit kleinem Bäuchlein, dass für mich zeitweise sehr groß aussah), mich für jedes Essen abartig und verurteilt gefühlt hab und ich das Gefühl hatte zu unkontrolliert zu sein und ich sie irgendwie ungesund als eine Art Vorbild sah... Da mir zu diesem Lebensabschnitt generell alles entgleitete und ich mich sehr wertlos gefühlt hab versuchte ich weniger zu essen, aber alles noch nicht so schlimm. Bis zu dem Punkt als mein Vater einen Selbstmordversuch unternommen hat und bei mir eine Angststörung (generalisierte Angst und Emetophobie) ausbrach. Ich war den ganzen Tag nervös, hab geweint, mir war übel und ich konnte nicht mehr wirklich essen. Zu der Zeit bin ich nur draußen rumgelaufen den ganzen Tag und hab mich vorwiegend von Äpfeln und Semmeln ernährt. Essen nahm bei mir einen großen Platz ein, sowie Hunger. Wenn ich Hunger hatte, fühlte ich mich "sicher" wenn ich was gegessen hab, bekam ich Angst, dass ich das jetzt wieder erbrechen könnte. Das ich dabei ziemlich viel abnahm, war ein willkommener Nebeneffeckt, aber zumindest bewusst nicht beabsichtigt.
Das ging ca 1 Jahr so, beendet mit einem 3 monatigen Klinik Aufenthalt, bei dem ich wieder lernte regelmäßig zu essen und generell besser mit Anspannungszuständen umzugehen. Essen generell war dort allerdings nicht so das Thema, außer in einer Therapiesitzung, in der meine Therapeutin meinte, die Emetophobie sei vielleicht mein Selbstschutz vor einer bulemischen Erkrankung.
So viel zur Vorgeschichte. Dann verging ein Jahr wieder mit großteils "normalem" Essverhalten mit gelegentlichen Fressgelagen und Fasttagen.
Nun zum aktuellen Stand, seit einigen Monaten wohne ich jetzt alleine, kurzzeitig hat ein Freund bei mir gewohnt, wo gegen Ende unseres Zusammenlebens ein erneuter "Schub" kam. Der Typ is Kiffer und hat sich auch dementsprechend ernährt, war aber einer dieser gesegneten Wesen, die ohne Ende essen konnten ohne zuzunehmen. Mit ihm zusammen hab ich oft sehr viel zusammen gegessen und dadurch war ich am Ende des Sommers bei 68 Kg bei einer Größe von 1.67... Ich fühlte mich wieder sehr dick und unförmig und versteckte meinen Körper meistens unter großen Shirts und Baggys und fühlte mich schrecklich, konnte aber nicht aufhören zu Essen. Dann kam ein blöder Witz in Bezug auf meinen Körper das irgendeinen Schalter in mir umlegte und ich dachte das reicht jetzt. Da ich das Problem meiner Zunahme im "zu essen anfangen" sah, aß ich einfach so lange es ging nichts, und Abends irgendwann ne Kleinigkeit wenn ich mich grad willensstark genug fühlte, es nicht ausarten zu lassen. Ende des Sommers lernte ich dann meinen jetzigen Freund kennen, der unter anderem ebenfalls unter einer Essstörung leidet... Wieder ähnlich wie damals mit meiner Schwester, fühlte ich mich für jedes Essen schuldig und wiederlich und fing an mein Essen stark zu kontrollieren und (ganz dumme Idee) fing an die Kalorien zu zählen. Seit dem hab ich immer ein paar Wochen in denen ich 200- 900 Kcal esse und dann einige Tage in denen ich mir vornehme wieder "normal" zu essen und das ganze dann ausartet. Also im Prinzip schaffe ich es einfach nciht, angemessen viel zu essen, weil ich dann entweder Panikattacken aufgrund der Emetophobie bekomm oder ich die Kontrolle verliere und den ganzen Tag nur esse, was dann weitere Tage desFastens und des Selbsthasses nach sich zieht... Hat irgendwer eine Idee für mich, bzw ähnliche Probleme? Ist das überhaupt eine Essstörung oder überdramatisier ich? Es fühlt sich jedenfalls sehr schlecht an, mein Hormonhaushalt ist auch komplett durcheinander, hab seid 3 Monaten keine Menstruation mehr und Schwächeanfälle+ ner komplett negativen Stimmung und Gedanken die sich fast den ganzen Tag nur um Essen, Körper, Gewicht etc drehen. Ebenfalls hab ich mich tatsächlich schon bei dem Wunsch mich zu übergeben erwischt, was aufgrund der Emetophobie für mich ein echtes Warnzeichen ist. Tut mir leid das das jetzt so lang geworden ist, ich musste das ganze nur mal irgendwo anbringen und ich bin derzeit komplett verzweifelt... Danke im Vorhinein und liebe Grüße

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12. Oktober 2016 um 2:37

Hallo Leute,
ich bin komplett neu hier und hab auch sonst noch nirgendwo einen Beitrag zu dem Thema verfasst und bin auch ein wenig schlecht in sowas, also bitte verzeiht mir falls das etwas chaotisch wird.

Zu meinem Problem- ich hab schon seit ich mich erinnern kann immer wieder Phasen in denen ich stark Probleme bezüglich meines Essverhaltens hab. Als Kind war ich ein ziemlicher Moppel da ich versucht hab meine Leere mit Essen zu füllen und war auch ein Angst Esser, also ich hab gegessen wenn ich Angst hatte. War auch glaub ich mit 12 oder so zum ersten Mal auf Diät (Weight Watchers) wobei mich meine Mutter auch unterstützt hat, da sie merkte wie sehr ich unter den Hänseleien meiner Mitschüler litt. Soweit so gut, hab auch ein wenig abgenommen aber dann irgendwann meinen Fokus auf anderes gelegt.
Ich kann mich an viele Situationen erinnern in denen ich mich sehr wiederlich und traurig gefühlt hab, wegen meinem Essverhalten. Richtig schlimm geworden ist das ganze dann als meine Schwester als ich 17 war an Anorexie erkrankte und ich, zu dem Zeitpunkt normalgewichtig (aber mit kleinem Bäuchlein, dass für mich zeitweise sehr groß aussah), mich für jedes Essen abartig und verurteilt gefühlt hab und ich das Gefühl hatte zu unkontrolliert zu sein und ich sie irgendwie ungesund als eine Art Vorbild sah... Da mir zu diesem Lebensabschnitt generell alles entgleitete und ich mich sehr wertlos gefühlt hab versuchte ich weniger zu essen, aber alles noch nicht so schlimm. Bis zu dem Punkt als mein Vater einen Selbstmordversuch unternommen hat und bei mir eine Angststörung (generalisierte Angst und Emetophobie) ausbrach. Ich war den ganzen Tag nervös, hab geweint, mir war übel und ich konnte nicht mehr wirklich essen. Zu der Zeit bin ich nur draußen rumgelaufen den ganzen Tag und hab mich vorwiegend von Äpfeln und Semmeln ernährt. Essen nahm bei mir einen großen Platz ein, sowie Hunger. Wenn ich Hunger hatte, fühlte ich mich "sicher" wenn ich was gegessen hab, bekam ich Angst, dass ich das jetzt wieder erbrechen könnte. Das ich dabei ziemlich viel abnahm, war ein willkommener Nebeneffeckt, aber zumindest bewusst nicht beabsichtigt.
Das ging ca 1 Jahr so, beendet mit einem 3 monatigen Klinik Aufenthalt, bei dem ich wieder lernte regelmäßig zu essen und generell besser mit Anspannungszuständen umzugehen. Essen generell war dort allerdings nicht so das Thema, außer in einer Therapiesitzung, in der meine Therapeutin meinte, die Emetophobie sei vielleicht mein Selbstschutz vor einer bulemischen Erkrankung.
So viel zur Vorgeschichte. Dann verging ein Jahr wieder mit großteils "normalem" Essverhalten mit gelegentlichen Fressgelagen und Fasttagen.
Nun zum aktuellen Stand, seit einigen Monaten wohne ich jetzt alleine, kurzzeitig hat ein Freund bei mir gewohnt, wo gegen Ende unseres Zusammenlebens ein erneuter "Schub" kam. Der Typ is Kiffer und hat sich auch dementsprechend ernährt, war aber einer dieser gesegneten Wesen, die ohne Ende essen konnten ohne zuzunehmen. Mit ihm zusammen hab ich oft sehr viel zusammen gegessen und dadurch war ich am Ende des Sommers bei 68 Kg bei einer Größe von 1.67... Ich fühlte mich wieder sehr dick und unförmig und versteckte meinen Körper meistens unter großen Shirts und Baggys und fühlte mich schrecklich, konnte aber nicht aufhören zu Essen. Dann kam ein blöder Witz in Bezug auf meinen Körper das irgendeinen Schalter in mir umlegte und ich dachte das reicht jetzt. Da ich das Problem meiner Zunahme im "zu essen anfangen" sah, aß ich einfach so lange es ging nichts, und Abends irgendwann ne Kleinigkeit wenn ich mich grad willensstark genug fühlte, es nicht ausarten zu lassen. Ende des Sommers lernte ich dann meinen jetzigen Freund kennen, der unter anderem ebenfalls unter einer Essstörung leidet... Wieder ähnlich wie damals mit meiner Schwester, fühlte ich mich für jedes Essen schuldig und wiederlich und fing an mein Essen stark zu kontrollieren und (ganz dumme Idee) fing an die Kalorien zu zählen. Seit dem hab ich immer ein paar Wochen in denen ich 200- 900 Kcal esse und dann einige Tage in denen ich mir vornehme wieder "normal" zu essen und das ganze dann ausartet. Also im Prinzip schaffe ich es einfach nciht, angemessen viel zu essen, weil ich dann entweder Panikattacken aufgrund der Emetophobie bekomm oder ich die Kontrolle verliere und den ganzen Tag nur esse, was dann weitere Tage desFastens und des Selbsthasses nach sich zieht... Hat irgendwer eine Idee für mich, bzw ähnliche Probleme? Ist das überhaupt eine Essstörung oder überdramatisier ich? Es fühlt sich jedenfalls sehr schlecht an, mein Hormonhaushalt ist auch komplett durcheinander, hab seid 3 Monaten keine Menstruation mehr und Schwächeanfälle+ ner komplett negativen Stimmung und Gedanken die sich fast den ganzen Tag nur um Essen, Körper, Gewicht etc drehen. Ebenfalls hab ich mich tatsächlich schon bei dem Wunsch mich zu übergeben erwischt, was aufgrund der Emetophobie für mich ein echtes Warnzeichen ist. Tut mir leid das das jetzt so lang geworden ist, ich musste das ganze nur mal irgendwo anbringen und ich bin derzeit komplett verzweifelt... Danke im Vorhinein und liebe Grüße

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12. Oktober 2016 um 2:44


Bitte verzeiht mir die ganzen Grammatik und Rechtschreibfehler, bin grad etwas aufgewühlt und hab mir das ganze nicht mehr durchgelesen bevor ichs abgeschickt hab.

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