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Einsamkeit, Frust, Schokohunger - aber irgendwie doch nicht

27. Juni 2010 um 20:24

Irgendwie versteh ich mich grad selber nicht, kann das jemand begreifen?
Heut war ja so wunderschönes Wetter, also wäre ich gern an den Stausee gefahren. Erst wars mit Freundinnen geplant, aber die hatten keine Lust wegen Fußballgucken.
Hab dann meine Geschwister mehrfach gefragt, aber die hatten alle zehntausend Ausreden.
Allein hatte ich auch keine Lust.
Hab also den Tag allein verbracht mit Essen machen (immer noch mein Plan, ja ich halte bisher durch), vorm Computer hocken, Filme gucken und mich einfach blöd fühlen.
Fühl mich auch unwohl rein körperlich, weil ich heut noch keinen Sport gemacht habe, und den brauch ich für mein Wohlbefinden.
Und vorhin wollte meine Schwester Federball spielen, hat aber mich noch nicht mal gefragt, sondern nur meinen Bruder, und ich wollte der nicht nachlaufen, weil ich das ja schon den ganzen Tag wegen schwimmen gehen gemacht habe.
also ein Frusttag.

Und jetzt mein Essproblem. Ich hätte Lust auf einen Schokofressanfall, weil ich damit früher immer Probleme gelöst habe, aber andererseits habe ich gar keinen Hunger auf Schokolade. Ich will ein paar Tafeln vor mir liegen haben, einfach reinstopfen und an nichts mehr denken, aber ich stand sogar schon vor dem Süßigkeitenschrank, über den ich ja mal so gemeckert habe, hab mir die Sachen angeschaut und hatte keine Lust darauf. Konnte einfach so drauf verzichten.
Und jetzt hock ich hier und grüble, ob ich mir nicht doch heute noch mal richtig viel Schokolade gönnen soll und morgen nach Plan weiter machen, aber wenn ich mir das tatsächlich vorstelle, ekele ich mich.
Ich habe keinen Bock auf die Fresserei, aber ich sehne mich nach der Ablenkung, die ich von meinen richtigen Problemen habe. Nicht mehr dran denken, dass ich so einsam bin, sondern bloß noch dran denken, wie ich mir Fressanfälle abgewöhnen kann, ob ich wohl zunehme, wie das Völlegefühl wieder aufhört und so was.

Jetzt will ich aber nicht fressen und stehe meinem Frust völlig ratlos gegenüber.
Ich habe keine anderen Lösungsmöglichkeiten außer essen, das ist nochmal voll frustrierend.
Wie komme ich an andere Möglichkeiten, mit Frust umzugehen?
Oder doch stopfen und alle Probleme damit verdrängen?
Fühl mich gerade so blöd und leer und ratlos.

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30. Juni 2010 um 18:48

Bei mir ist die Symbolik ein bisschen anders
ich kotze nicht.
Also entweder ich fresse alle Probleme in mich hinein oder ich hungere sie aus mir heraus...
Oder ich beschließe, nicht gestört zu sein, sondern einfach mein Essen zu genießen, und verschwende dann soviel Zeit mit übertriebenem Genießen, dass es auch schon wieder krank ist.
Oder ich verfalle in Gesundheitswahn und versuche das perfekte gesunde Essen für mich zu finden, und denke viel zu viel darüber nach. Das ist dann auch ein davonlaufen von Problemen, weil ich mich dann um gesundes Essen kümmere statt um mein Leben.

aber danke für deine Nachricht, tut schon gut nicht alleine zu sein.

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30. Juni 2010 um 19:07

Sich einfach den Gefühlen stellen
genau das fällt mir immer so schwer.

Also erst mal, wie es ausgegangen ist:
an dem Abend, an dem du mir geschrieben hast, habe ich nicht mehr gefressen.
Und deine Nachricht hat mir tatsächlich geholfen, weil ich wahrscheinlich als Ersatzbefriedigung fürs Essen die ganze Nacht am Computer hockengeblieben wäre, um mich abzulenken.
Stattdessen bin ich mit meinem Kuscheltier ins Bett gegangen und habe ihm meinen Tag erzählt. Das tat schon sehr gut.
Allerdings war mein Fressdruck nicht ganz weg, und ich hatte am nächsten Tag schon wieder unerwartete Probleme.
Und vielleicht lag es ja doch dartan, dass ich wegen meiner Schonkost zu wenig leckere Sachen gegessen hatte, also beschloss ich, eine geplante Schlemmerei zu machen, um einen ungeplanten Fressanfall zu vermeiden.
Also besorgte ich mir eine richtig leckere Käsesorte und schöne Pralinen udn richtete mir alles schön an, den Käse mit geröstetem Brot, Kräutern und Tomaten, die Pralinen mit schönen Obststückchen.
Nur hatte ich dann nicht die Zeit zum Genießen, weil meine Schwester dazwischenfunkte, und vor lauter Stress würgte ich mir danach noch drei Eis und drei Hanuta und ein bisschen Haribo rein, obwohl es mir gar nicht schmeckte.
Am nächsten morgen habe ich dann beschlossen, meine Schlemmerei noch ein bisschen fortzusetzen, damit ich genau 24 Stunden Ausnahmetag hatte (hab mit meiner Heilpraktikerin abgemacht, für einen Tag Ausnahme 2 Tage Schonkost dranhängen) und es sich wenigstens lohnte. Also wieder schön angerichtet, Quark mit vielen Schokostückchen drin, Obst, Orangensaft und ein Schokokuss.
Und danach konnte ich wieder nicht aufhören, also noch Haribozeug drangehängt und hinterher noch mehrere Käsebrote.
Aber immer noch so im Rahmen, dass mein Bauch noch nicht total aufgedunsen war, habe mich abends noch mit meinem Exfreund schwimmengehen getraut.
Also habe ich endlich einen gefunden, der wenigstens etwas mit mir unternehmen will, nur ist der Ex da eine etwas blöde Wahl, weil der immer noch was von mir will und da trotzdem nett zu ihm zu sein, setzt mich zusätzlich unter Stress. Ist das jetzt besser als allein sein?
Und an dem Tag hatte ich noch einen netten Grund, warum ich mit meinem Körper nie hundertprozent zufrieden bin: von meiner Mama gelernt:
Sie kam vom Einkaufen nach Hause, schicke Klamotten für eine Familienfeier besorgt, zu der nur eine von uns gehen kann, und sagte: Geh du dahin, mein Bauch sieht zu fett aus, und ich weiß sowieso nicht, was ich da soll.
Und sie ist gar nicht fett, im Normalbereich mit etwas viel Bauch und wenig Brust, aber nichts schlimmes. Und von der habe ich mein Selbstgefühl geerbt.
Und heute habe ich noch einen Ausnahmetag drangehängt, aus purer Gier und Langeweile, und viel zu viel gegessen, und fühl mich jetzt ganz blöd vollgestopft.
Und kriege Schweißattacken, weil ich ja eigentlich den ganzen Kram nicht wirklich vertrage und ihn meiden soll, und jetzt muss mein armer Körper doch damit ferig werden.

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29. Juli 2010 um 21:41

Das kenne ich
oh mann du hast mir so aus der seele gesprochen!! Ich kann dir auch nicht genau sagen woran es liegt, Die Einsamkeit ist schon sehr schrecklich auszuhalten und macht einen traurig vor allem wenn man eine Person ist die gerade so was braucht, Also ich hatte jetzt erst mal ein gutes gefühl zu wissen ich bin nicht allein und andere wollen aus diesem Teufelkreis raus, Ich hatte gerade meinen Anfall und es tut weh!! ich bereue es immer weil es mir danach nie gut geht!! mann fragt sich warum man es dann macht Weil es einen ablenkt von Langweile, Einsamkeit und allen anderen guten oder schlechten gedanken und gefühle, jetzt hab ich natürlich wieder gut reden"das nächste mal mach ich es anderes,,,"Aber ich mache es nie anders, Aber ich will mit euch es anders machen,wenn mir langweilig ist werde ich mich beschäfitgen,aber was mach ich wenn ich mich einsam fühle? hier sind keine freund oder familie,davor hab ich angst bin auch traurig darüber und schäme mich auch dafür,warum auch immer,aber ich werde es morgen versuchen ich werde morgen kein anfall haben und mich meinem gefühl stellen was ich nach der arbeit habe,und ihr???

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