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Forum / Fit & Gesund

Ehemann betrinkt sich alle 3-4 Tage bis zur Besinnungslosigkeit - und er findet es cool

Letzte Nachricht: 2. Januar 2016 um 21:27
A
an0N_1193410299z
13.11.11 um 15:59

Mein Ehemann hat schon immer sich gerne "die Kante" gegeben. Sein Bruder hat mir erzählt, dass ihm sein "Koma-Saufen" schon als Jugendlicher Angst gemacht hat.
Jetzt, mit 36 Jahren, ist er immer noch am Wochenende dabei.
Ich kann am Wochenende betteln was ich will...nach dem vierten Bier kann er nicht mehr nein sagen...dann muss alles getrunken werden was geht. Wenn er dann in einer Privatwohnung ist, dann nimmt er sich alles was er kriegen kann. Egal ob es echter Champagner ist oder eine Flasche teueren Whiskey von einem Freund. Bis nichts mehr geht.
Er läuft die halbe Stadt ab um Nachts weiter trinken zu können.

Es wurde besser. Wir sind in einer neuen Stadt. Aber jetzt fängt es an. Ich mache keine Pläne mehr mit ihm am Wochenende, da er eh betrunken sein wird. Wenn er sein zweites Bier getrunken hat, gebe ich alle Pläne für den nächsten Tag auf und gehe von jeder Feier früher heim um vorsorglich den teuren Alkohol zu verstecken und die halb-leeren Flaschen auszugiessen.

Denn ich VERSTEHE ES NICHT! Warum trinkt ein Mann im Bett (!) weiter obwohl er schon total blau ist?? Ich meine, was bringt das? Er schläft danach doch eh ein? Aber er steht immer wieder auf und trinkt mehr und mehr...bis zum totalen Besinnungslosigkeit.

Wir wollten dieses Wochenende in den Urlaub fahren. Am Freitag Abend wollte er schnell in einen Pub essen. Nach dem 4 Glas Bier habe ich angefangen zu weinen, da mir klar wurde, dass wir nächsten Tag nicht in den Urlaub fahren können, da er einen Kater haben wird.
Am Samstag hat er versprochen, dass er sich nicht betrinken wird. Er hat es wieder nicht geschafft. Er kam um 8:00Uhr morgens heim...total besoffen.

Dann hat er sich kurz im Bett hingesetzt und seine Hose runter gezogen und einfach aufs Bett gepullert und dann sich wieder hingelegt. Das macht er öfter, da er zu blau ist ins Bad zu gehen. Ich ekele mich sehr davor, da ich dabei neben ihm liege.

Urlaub und das Geld ( war ein Geschenk von mir) ist futsch.

Ich kann nicht mehr. Verlassen kann und will ich nicht. Er ist 4 Tage am Stück für mich 100% da. Nur wenn ein Bier unser Weg kreuzt...dann kann ihn nichts mehr halten.

Sein Kommentar: Ich brauch das um unter der Woche kreativ zu sein. Diese Abstürze habe ich mein Leben lang und ich liebe es. Wenn es dir nicht passt, hau ab.

Also bleibe ich. Er WILL nicht auf das Komasaufen verzichten. Und ich glaube er kann auch nicht mehr nein sagen. Gibt es irgendetwas, was ich tun kann wenn er absolut nicht will???

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L
lean_12240789
14.11.11 um 17:36

Rette dich bitte rechtzeitig!
Versuch', dich emotional von ihm zu lösen und geh zur Suchtberatung!

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A
an0N_1193410299z
14.11.11 um 17:59

Harte comments...
Dinge warum ich ihn nicht verlassen will:

- als ich schwer krank war, war er da. Und ist es immer noch, wenn es mir nicht gut geht

- ich habe ihn geheiratet mit dem Wissen, dass er gerne am WE feiern geht. Ich habe mir das als spätpubertierende Feierei schön geredet...leider. Wir haben in einer neuen Stadt bei 0 angefangen. Unsere ersten Freunde hier wollten lieber ins Kino als in den Pub. Jetzt hat er inzwischen Trinker-Freunde gefunden. Ich habe gedacht, ich kann ihn für ein Leben auch ausserhalb eines Pubs überreden.
Wir haben einen Windsurf-Kurs angefangen. Immer wenn wir am WE surfen wollen...TRINKT ER NICHT! Könnt ihr euch vorstellen, wie toll das ist? Was das heisst?

- wir haben beruflich etwas auf die Beine gestellt, dass wir beide nicht missen wollen. auch finanziell.

- ich gebe selten auf im Leben und ich weiss, dass er erst recht abstürzen wird, wenn ich weg bin. ich brauche Hilfe für ihn und nicht für mich. wenn es ihm besser geht, dann geht es mir ja auch besser.

Irgendwelche Erfahrungen? Tipps? Gibt es denn niemand, der weiss wie man einen Alkoholiker zur Therapie treibt OHNE mit Scheidung zu drohen?



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L
lean_12240789
14.11.11 um 19:14

Seine Einstellung
> Sein Kommentar: Ich brauch das um unter der Woche
> kreativ zu sein. Diese Abstürze habe ich mein Leben lang
> und ich liebe es. Wenn es dir nicht passt, hau ab.

Dein Mann ist alkoholabhängig, damit ist er in Deutschland einer von sehr vielen. Seine Einstellung dazu ist bisher noch sehr unbefangen. Er redet sich das saufen schön und behauptet (oder glaubt), dass ihm das bei irgendetwas helfe.

Ich berausche mich auch gerne und kann nachvollziehen, dass das deinem Mann Spaß macht. Aber man muss ein Maß finden und kann nicht immer bis zum Exzess gehen, sonst wird es früher oder später sehr übel.
Bescheidenheit ist eine Tugend und damit zufrieden zu sein, ab und zu 'mal etwas angetrunken zu sein, ist wichtig. Wenn das Komasaufen-Muster aber schon so stark etabliert ist, wird das wohl problematisch, mit dem abgewöhnen.

Ich hatte mit Suchtkranken zu tun und kann dir sagen, dass das auf Dauer mit einer Beziehung nichts funktioniert, wenn du nicht auch suchtkrank bist.

Hast du dich schon einmal mit Co-Abhängigkeit beschäftigt? Das ist ein häufiges Muster und für beide Seiten sehr schwer. Solange du ihm einen Rahmen gibst, im dem er sich gehen lassen kann, wird er in dem Rahmen die Sau raus lassen, wie es ihm passt.
Solange du die Verantwortung für ihn übernimmst, muss er selbst die Verantwortung nicht wahrnehmen. Mit einem Menschen, auf den man sich im Zweifelsfall nicht verlassen kann, ist es riskant, seine langfristige Zukunft zu planen.

Denkst du, dass er deine Wünsche und Sorgen respektiert? Ist er sich darüber bewusst, dass du dich davor ekelst, wenn er seine Kontinenz verliert?
Übrigens musst du dich darauf einstellen, dass sein Körper das auf kurz oder lang nicht mehr mitmacht. Dann kannst du dein Hilfsbedürfnis erst recht ausleben.

Das mit der Kreativität ist meiner Meinung nach ein schlechtes Argument. Die Leute, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe, die bei Rauschmitteln kein Maß kannten wurden auf Dauer alle nur eines: Dumm.
Alkohol ab gewissen Konzentrationen gifitg und zerstört wenn man zu oft zu viel trinkt nicht nur die Leber, sondern auch das Gehirn.

Ich will dir keine Angst machen, aber dich ermahnen, dass du etwas unternehmen musst. Die Anfrage hier im Forum ist ein erster Schritt, aber du solltest unbedingt zur Suchtberatung gehen und dich weiter informieren.
Viele Abhängige ändern erst etwas an ihrem Leben, wenn sie ganz unten angekommen sind.


Du sprichst ihm - zu Recht - die Eigenverantwortung beim Trinken ab. Das kann er nicht akzeptieren und reagiert dementsprechend. Du musst ihm klar machen, dass du ihn zwar liebst, aber so nicht weiterleben kannst.

Was willst du? Willst du bis an dein Lebensende mit jemandem leben, auf den du dich nicht verlassen kannst?
Wahrscheinlich musst du dich von ihm trennen, damit er die Möglichkeit hat, sich zu ändern.

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A
an0N_1193410299z
14.11.11 um 21:42
In Antwort auf lean_12240789

Seine Einstellung
> Sein Kommentar: Ich brauch das um unter der Woche
> kreativ zu sein. Diese Abstürze habe ich mein Leben lang
> und ich liebe es. Wenn es dir nicht passt, hau ab.

Dein Mann ist alkoholabhängig, damit ist er in Deutschland einer von sehr vielen. Seine Einstellung dazu ist bisher noch sehr unbefangen. Er redet sich das saufen schön und behauptet (oder glaubt), dass ihm das bei irgendetwas helfe.

Ich berausche mich auch gerne und kann nachvollziehen, dass das deinem Mann Spaß macht. Aber man muss ein Maß finden und kann nicht immer bis zum Exzess gehen, sonst wird es früher oder später sehr übel.
Bescheidenheit ist eine Tugend und damit zufrieden zu sein, ab und zu 'mal etwas angetrunken zu sein, ist wichtig. Wenn das Komasaufen-Muster aber schon so stark etabliert ist, wird das wohl problematisch, mit dem abgewöhnen.

Ich hatte mit Suchtkranken zu tun und kann dir sagen, dass das auf Dauer mit einer Beziehung nichts funktioniert, wenn du nicht auch suchtkrank bist.

Hast du dich schon einmal mit Co-Abhängigkeit beschäftigt? Das ist ein häufiges Muster und für beide Seiten sehr schwer. Solange du ihm einen Rahmen gibst, im dem er sich gehen lassen kann, wird er in dem Rahmen die Sau raus lassen, wie es ihm passt.
Solange du die Verantwortung für ihn übernimmst, muss er selbst die Verantwortung nicht wahrnehmen. Mit einem Menschen, auf den man sich im Zweifelsfall nicht verlassen kann, ist es riskant, seine langfristige Zukunft zu planen.

Denkst du, dass er deine Wünsche und Sorgen respektiert? Ist er sich darüber bewusst, dass du dich davor ekelst, wenn er seine Kontinenz verliert?
Übrigens musst du dich darauf einstellen, dass sein Körper das auf kurz oder lang nicht mehr mitmacht. Dann kannst du dein Hilfsbedürfnis erst recht ausleben.

Das mit der Kreativität ist meiner Meinung nach ein schlechtes Argument. Die Leute, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe, die bei Rauschmitteln kein Maß kannten wurden auf Dauer alle nur eines: Dumm.
Alkohol ab gewissen Konzentrationen gifitg und zerstört wenn man zu oft zu viel trinkt nicht nur die Leber, sondern auch das Gehirn.

Ich will dir keine Angst machen, aber dich ermahnen, dass du etwas unternehmen musst. Die Anfrage hier im Forum ist ein erster Schritt, aber du solltest unbedingt zur Suchtberatung gehen und dich weiter informieren.
Viele Abhängige ändern erst etwas an ihrem Leben, wenn sie ganz unten angekommen sind.


Du sprichst ihm - zu Recht - die Eigenverantwortung beim Trinken ab. Das kann er nicht akzeptieren und reagiert dementsprechend. Du musst ihm klar machen, dass du ihn zwar liebst, aber so nicht weiterleben kannst.

Was willst du? Willst du bis an dein Lebensende mit jemandem leben, auf den du dich nicht verlassen kannst?
Wahrscheinlich musst du dich von ihm trennen, damit er die Möglichkeit hat, sich zu ändern.

....AHHHHRG...wer will denn da noch Hilfe suchen???
"Bescheidenheit ist eine Tugend und damit zufrieden zu sein, ab und zu 'mal etwas angetrunken zu sein, ist wichtig."
Guter Punkt. Aber er ist nicht bescheiden. Das habe ich schon bemerkt.

"Hast du dich schon einmal mit Co-Abhängigkeit beschäftigt?" Ja, seit gestern. Umso mehr ich lese macht mir das alles Angst. Ich hab doch einen tollen Job, ein tolles Leben und auch ein tollen Mann... Wir hatten eben eine tolle Hochzeit...und da hab ich ihm geschworen "wie in guten und in schlechten Zeiten"....und jetzt wird alles in den Dreck gezogen als Co-Abhängigkeit.
Ich sehe es ja ein, dass ich ihm zu viel helfe.
Aber Himmel noch mal, ich trenne mich nicht von einem Mann den ich liebe. Punkt.

Kein Wunder wenn so viele Angehörige keine Hilfe suchen wenn es immer heisst: "verlass deinen Mann, lass dich scheiden, verkauf dein Haus, kündige deinen Job, hau ab und verlasse deine Freunde"
ICH LIEBE IHN und ich WILL MICH NICHT SCHEIDEN LASSEN!!
Einen alkoholkranken Sohn schmeisst man doch auch nicht auf den Müll, oder?

Ich wollte morgen zu den anonymen Alkoholikern gehen...den Kurs für Angehörige. Wenn es diesen Kurs gibt...dann gibt es Angehörige die zu ihren Männern stehen und sie nicht gleich ohne einen Versuche in Stich lassen!!!

Wenn ich frage " ich oder der Alkohol" ist klar, dass der Alkohol gewinnt. Aber das ist nicht mein Mann, der da antwortet...sondern die verdammte Sucht! Es wird bestimmt nicht besser, wenn ich gehe. Dann ist nämlich die Meckerziege weg...die einen immer vom Trinken abhält....dann wird erst so richtig gebechert.
Ich war 4 Monate im Ausland...und danach war es SCHLIMMER.

Ich habe einen Mann geheiratet der mehr als nur ein Alkoholmonster ist. Ich haue nicht ab und lass ihn damit alleine. Damit tue ich mir weh und ihm.
Und bringen wird es rein gar nichts. Er hat viel zu viele Freunde und viel zu viel Geld, als dass er jeh "unten" ankommt. Er hat einen Job bei dem ihm jeder in den Arsch kriecht und in dem Alkoholabhängigkeit und Parties die Regel und nicht die Ausnahme ist. Er ist viel zu berühmt, als dass er das aufgeben würde.
Seit wir zusammmen sind trinkt weniger. Weil ich ihn von den Pubs fernhalte. Weil ICH DA BIN.
Er gibt mir immer noch so viel zurück. SO VIEL.

Ihr könnt nicht meine Ehe und meine Hochzeit als Coabhängikeit deklarieren.

Nochmal: Gibt es da drausen jemand, der zu seinen Mann steht und nicht weggerannt ist? Verdienen diese Menschen keinen Respekt? Warum werde ich angegriffen, dass ich es cool finde seinen Urin wegzuwischen? Ich mache es ja gar nicht. Er verklebt immer noch dem Boden. Seit Samstag. Gottseidank haben wir zwei Schlafzimmer und zwei Bäder und ich habe mein eigenes Zimmer, wenn ich will.

Aber nochmal...NEIN, ich renne nicht weg!


PS: tut mir leid...aber mir wird das auf mich rumgehacke "verlasse ihn" echt zuviel. Ich habe das eben im einen Chat erlebt.



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N
ngaire_12963310
15.11.11 um 7:00

Leider...
kannst Du ihn gar nicht vom Trinken abhalten, Du kannst Ihn auch nicht in eine Therapie bringen. All das muss er selbst tun. Und das wird er erst wenn er ganz am Boden ist.

Glaub mir, ich lebe genau das gleiche. Mein Mann trinkt auch zu viel. Jahrelang habe ich darunter gelitten - sehr. Jetzt nicht mehr, ich sehe zu das es mir gut geht! Nehme sein trinken nicht persoenlich und wenn er wegen eines Katers nicht in den Urlaub fahren kann, fahr ich eben alleine.

Ich kann Deine Argumente sehr gut verstehen, Du musst Deinen Mann gar nicht verlassen, aber Du musst Dir im klaren sein das er wahrscheinlich immer weiter trinken wird und Du ihn nicht davon abhalten kannst. Wenn Du mit dieser Situation leben kannst und zufrieden bist - gut, wenn nicht dann musst Du Konsequenzen ziehen.

Alles liebe und viel Kraft wuensche ich Dir!

B'n B

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A
an0N_1193410299z
19.11.11 um 13:15

Vielen Dank!
Danke fuer diesen Post....das macht mir Hoffnung. Ich glaube auch, dass es von ihm aus kommen muss. Ich werde ihn von jetzt an nicht mehr decken...was ich gerade auch wirklich durchziehe. Unsere Freunde wissen jetzt Bescheid. Das ist wichtig. Ich will einfach fuer ihn dasein, wenn er "aufwacht". Er will jetzt 3 Tage die Woche mit mir zusammen sein. Wenn er einen Tag davon verkatert ist...dann muss ein andere Tag in der Woche daran glauben. Es darf nur noch der Job drunter leiden und nicht unsere Beziehung. In diesen drei Tagen werde ich zeigen, dass es neben Kneipen noch so viel mehr gibt. Bin ich auf den richtigen Weg?

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V
vikki_12079138
20.11.11 um 17:02

Unformidabel
äusserst unformidabel ich würde ihm sagen das er einfach mal hööösch machen soll ...
wenn er etwas unkonversationell reagiert einfach an sein gewissen plädieren..

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

O
oda_12380250
25.11.11 um 19:18


er will nichts ändern und du ihn nicht verlassen..... hat er doch keinen grund aufzuhören!!!! suchtkrank ist auch krank und du wirst mit reden da NICHTS verändern können!!!!
kosequens ist da gefragt wenn du wirklich nicht mehr möchtest!!!!
er wird sich wegen dir nicht verändern!!!! nur aus eigenen stücken und willen wird dies möglich sein!!!
wenn du weiterhin bei ihm bleibst, gibt es ja anscheinend auch einen anteil in dir der genau das verhalten von deinem mann braucht.... evtl sind es die sorgen die du dir um ihn machen kannst, das "bemuttern", meckern???
hat dein vater getrunken, deine mutter viel gemeckert oder musstest du schon früh verantwortung übernehmen oder durftest du nie welche übernehmen????

nur ne idee, film ihn mal in seinen phasen wo er soooo blau ist und sich so daneben verhält. mach ein best off, schenk ihn das und dann geh!!!!! er wird früher oder später sich bei dir melden!!!!


viel kraft glück und mut!!!!

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A
an0N_1193410299z
14.03.13 um 22:09

Geschafft! Gewohnheitstrinken abgestellt und es hält schon seit bald einem Jahr!!!

Wir haben das Trinken WIRKLICH in den Griff bekommen mit einem kleinen Trick. Seit dem hat sich unser Leben geändert und ich hätte nie, nie, nie gedacht, dass das funktioniert.

Im Grunde haben wir nur eine einzige Regel aufgestellt: Daheim keinen Alkohol trinken, gar keinen. Auch ich nicht.
Nicht zum guten Sonntagsbraten und nicht, wenn der andere Geburtstag hat.

Am Anfang war das schwer. Wir haben jeden Alkohol entsorgt und die guten Flaschen für Gäste habe ich versteckt.Wir kamen nicht umhin, unseren Gästen was auszuschenken. Aber wir haben nicht so oft Gäste ins Haus geholt oder wir haben sie öfters ausserhalb getroffen.

Mein Mann kam anfangs öfters heim mit einer Bierdose. Ich habe mir dann konsequent die Schuhe angezogen und bin mit ihm auf die Strasse gegangen, damit er sein Bier austrinken kann. Das war, besonders wenn er betrunken war, echt schwierig. Irgendwann war ihm das ganze Theater um seine Feierabendbierdose zu doof. Er hat es gelassen.
Schon nach 2 Wochen gab es alkoholfreie Abende. Nach Monaten war das Gefühl beim Essen oder Film schauen weg, dass etwas fehlt. Irgendwann musste ich nicht mehr eine offene Weinflasche vom Mädelabend wegschütten.
Er trinkt allgemein viel, viel weniger. Ich verstehe selber nicht genau, warum. Aber irgendwie hat ihm das Verbot gezeigt, wie abhängig er schon war und es muss ihm Angst gemacht haben...ich weiss es nicht.

Jetzt haben wir es wieder aufgelockert. Wir trinken einmal oder so im Monat ein Glas daheim...wie wir gerade Lust haben. Aber die Gewohnheit ist weg


Der Höhepunkt diesen Jahres:
Sein Bruder schenkt ihm einen sündhaft teuer Gin-Flasche und Gin Tonic. Er trinkt ein ein wenig und ich bemerke, die der Pegelstand auf 1/2 Gin fällt innerhalb einer Woche. Alle Alarmsirenen in meinen Kopf gehen los. Ich sage nur ganz ruhig morgens beim Aufwachen zu ihm.."Schatz, meinst du nicht, du solltest nicht so viel Gin trinken?"
Er sagt nichts, keine Widerworte, nix und geht in die Küche um Kaffee für uns zu machen.
Als ich später in die Küche gehe steht die Flasche Gin umgedreht in der Spüle...alles im Abfluss bis zum letzten Tropfen...bis auf die Tropfen, die sich in meinen Augenwinkeln bilden...voller Stolz, dass wir auf dem Weg sind es zu schaffen!


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L
leann_12642626
15.03.13 um 9:03

Pfefferspray
Einfach eine Ladung mitten ins Gesicht, entweder er kommt dann wieder zu sich, oder du lässt ihn auf der Gasse liegen, aber nimm sein Portmonnaie mit, sonst tut's jemand anderes.

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A
amara_12751347
15.03.13 um 19:01
In Antwort auf an0N_1193410299z

Geschafft! Gewohnheitstrinken abgestellt und es hält schon seit bald einem Jahr!!!

Wir haben das Trinken WIRKLICH in den Griff bekommen mit einem kleinen Trick. Seit dem hat sich unser Leben geändert und ich hätte nie, nie, nie gedacht, dass das funktioniert.

Im Grunde haben wir nur eine einzige Regel aufgestellt: Daheim keinen Alkohol trinken, gar keinen. Auch ich nicht.
Nicht zum guten Sonntagsbraten und nicht, wenn der andere Geburtstag hat.

Am Anfang war das schwer. Wir haben jeden Alkohol entsorgt und die guten Flaschen für Gäste habe ich versteckt.Wir kamen nicht umhin, unseren Gästen was auszuschenken. Aber wir haben nicht so oft Gäste ins Haus geholt oder wir haben sie öfters ausserhalb getroffen.

Mein Mann kam anfangs öfters heim mit einer Bierdose. Ich habe mir dann konsequent die Schuhe angezogen und bin mit ihm auf die Strasse gegangen, damit er sein Bier austrinken kann. Das war, besonders wenn er betrunken war, echt schwierig. Irgendwann war ihm das ganze Theater um seine Feierabendbierdose zu doof. Er hat es gelassen.
Schon nach 2 Wochen gab es alkoholfreie Abende. Nach Monaten war das Gefühl beim Essen oder Film schauen weg, dass etwas fehlt. Irgendwann musste ich nicht mehr eine offene Weinflasche vom Mädelabend wegschütten.
Er trinkt allgemein viel, viel weniger. Ich verstehe selber nicht genau, warum. Aber irgendwie hat ihm das Verbot gezeigt, wie abhängig er schon war und es muss ihm Angst gemacht haben...ich weiss es nicht.

Jetzt haben wir es wieder aufgelockert. Wir trinken einmal oder so im Monat ein Glas daheim...wie wir gerade Lust haben. Aber die Gewohnheit ist weg


Der Höhepunkt diesen Jahres:
Sein Bruder schenkt ihm einen sündhaft teuer Gin-Flasche und Gin Tonic. Er trinkt ein ein wenig und ich bemerke, die der Pegelstand auf 1/2 Gin fällt innerhalb einer Woche. Alle Alarmsirenen in meinen Kopf gehen los. Ich sage nur ganz ruhig morgens beim Aufwachen zu ihm.."Schatz, meinst du nicht, du solltest nicht so viel Gin trinken?"
Er sagt nichts, keine Widerworte, nix und geht in die Küche um Kaffee für uns zu machen.
Als ich später in die Küche gehe steht die Flasche Gin umgedreht in der Spüle...alles im Abfluss bis zum letzten Tropfen...bis auf die Tropfen, die sich in meinen Augenwinkeln bilden...voller Stolz, dass wir auf dem Weg sind es zu schaffen!


Das freut mich
sehr zu lesen ich hab das selbe durch nur eben mit trennung und ich bewundere deunen mann und dich das ihr eure beziehung retten konntet
Ich hoffe es bleibt so und ihr werdet noch viele glückliche tage hanen

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E
elia_12946743
01.04.13 um 0:07

Es gibt
Es gibt für Dich nur einen Weg, auch vielleicht um für Deinen Mann noch eine Rettung zu erreichen, ihn verlassen. Es geht ihm noch nicht dreckig genug, solange Du noch da bist.
So hart es klingt, aber auch gehst dabei vor die Hunde. Rette Euch beide, beende dieses "Miteinander" sofort

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A
an0N_1193410299z
11.06.13 um 20:35

Update!
Nachdem wir ein Jahr kein Alkohol mehr daheim getrunken haben...trinken wir jetzt ab und zu Alkohol. Aber wir reduzieren immer bewusst. Letztens hat sich mein Mann sogar entschuldigt, vier Dosen Bier gekauft zu haben (kleine Biere).
Und jetzt kommts: Sagt mein Mann letztens, "ich glaub ich hab seit einer Woche kein Tropfen Alkohol getrunken...ich meine überhaupt nichts...und ich glaube, dass ist mir nicht seit 10 Jahren mehr passiert...dabei habe ich es gar nicht mitbekommen???"

Oh Gott, ist das schön!!!! Ich hab es auch nicht mitbekommen!!! Alkohol ist jetzt für uns....ohne das es uns bewusst ist...keine Selbstverständlichkeit mehr. Er gehört nicht mehr dazu. Ich glaube, dass ist ein RIESENSCHRITT.

Unser Leben ist inzwischen wirklich total anders! Statt Samstag Abend in die Kneipe zu gehen, kochen wir. Weil er keinen Kater hat, gehen wir wandern, frühstücken usw.

Gebt nicht auf!!!

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C
claude_12552430
02.01.16 um 21:27

Alkoholiker
In diesem Falle gibt es nur eine EINZIGE Alternative > AUSZIEHEN oder EINE 3 monatige Einrichtung für Entzug! Alkoholiker gehören in eine Einrichtung.....in denen sie lernen sich nicht die KANTE zu geben! Nicht im Bett zu saufen und nicht ins Bett zu pinkeln. Absolut ekelig hat er schon erkannt: DAS DU ALLES machst: und auch akzeptierst!
Ja gut...mit was ist er denn an 4 Tagen zu 100% da?
ER wird weiter trinken und weiter sauefn! ER ist EIN ALKOHOLIKER!!!! Puhhhhh wie übel ist dass denn....wenn ein/mein Mann ins Bett pinkelt!
Hmmm....vielleicht wird es DIR dann LANGWEILIG wenn er nun eine Therapie macht und Du dann mit einem nüchternen Menschen den/deinen Lebensalltag teilen musst!
Aus Angst hast DU ihn > WEITER machen lassen! Du lebst sicherlich ALLEINE > bei weitem besser als mit IHM > EHRLICH...LIEBS

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