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Ehemalige Essgestörte/Magersüchtige

5. Mai 2008 um 6:34 Letzte Antwort: 31. Mai 2016 um 0:14

Hey,
ich würd gern mal die Meinung von geheilten Personen hören. Kann man es schaffen? Und wie geht es euch jetzt? kann man sein altes Leben wieder bekommen?
Würde mich über Antworten freuen.
ganz liebe Grüße

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5. Mai 2008 um 7:14

...
Tag,

ein erfreulicher Beitrag!

Ich würde mich nicht als vollständig "geheilt" bezeichnen, antworte Dir aber trotzdem.

Wenn Du nach "Symptomfrei nach 16 Jahren" im Forum suchst, findest Du meine ganze Geschichte. Kurzfassung: Beginn der Essstörung mit 13 Jahren, 16 Jahre lang mehrere FAs am Tag, danach "schlich" es sich aus. Jetzt sind es maximal 1-2 FAs im Monat. Mein Gewicht hält sich seit Jahren bei etwa 58 bis 60 kg (ich bin 1,68 m groß).

Seit die FAs nicht mehr zu meinem Alltag gehören - früher waren sie der Hauptbestandteil - hat sich alles, aber auch wirklich alles geändert. Die wichtigste Änderung ist meines Erachtens das Gefühl, frei zu sein. Klingt nach Pathos, ist aber so! Vorher war der ganze Tag davon bestimmt, wann und wo ich mich vollesse und wann ich es wieder loswerde. Essen war immer Stress, und ich war nicht in der Lage, ein "normales" Leben zu führen.

Wegen der Dauer meiner Erkrankung kann ich nicht davon sprechen, mein "altes" Leben wiederbekommen zu haben - aber mit dem neuen bin ich sehr zufrieden.

Magersucht/Bulimie ist die Hölle, dafür gibts gar keine Worte. Aber ich dachte, es ginge nicht ohne. Es geht!

Alles Gute,

ich.

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5. Mai 2008 um 9:58
In Antwort auf regana_12368410

...
Tag,

ein erfreulicher Beitrag!

Ich würde mich nicht als vollständig "geheilt" bezeichnen, antworte Dir aber trotzdem.

Wenn Du nach "Symptomfrei nach 16 Jahren" im Forum suchst, findest Du meine ganze Geschichte. Kurzfassung: Beginn der Essstörung mit 13 Jahren, 16 Jahre lang mehrere FAs am Tag, danach "schlich" es sich aus. Jetzt sind es maximal 1-2 FAs im Monat. Mein Gewicht hält sich seit Jahren bei etwa 58 bis 60 kg (ich bin 1,68 m groß).

Seit die FAs nicht mehr zu meinem Alltag gehören - früher waren sie der Hauptbestandteil - hat sich alles, aber auch wirklich alles geändert. Die wichtigste Änderung ist meines Erachtens das Gefühl, frei zu sein. Klingt nach Pathos, ist aber so! Vorher war der ganze Tag davon bestimmt, wann und wo ich mich vollesse und wann ich es wieder loswerde. Essen war immer Stress, und ich war nicht in der Lage, ein "normales" Leben zu führen.

Wegen der Dauer meiner Erkrankung kann ich nicht davon sprechen, mein "altes" Leben wiederbekommen zu haben - aber mit dem neuen bin ich sehr zufrieden.

Magersucht/Bulimie ist die Hölle, dafür gibts gar keine Worte. Aber ich dachte, es ginge nicht ohne. Es geht!

Alles Gute,

ich.

Danke
für deinen Beitrag.
Ich versúche auch aus diesem Teufelskreis rauszukommen. Mit dem Essen ist es nur so ne Sache, wenn ich zu viel (also an Menge) esse. Und meine täglichen FA's. Die machen mir am meisten zu schaffen. Aber ich habe mir sagen lassen, dass ich sie zulassen soll und, dass es mit der zeit immer weniger werden. Nur das sei der einzige und richtige Weg da rauszukommen.

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5. Mai 2008 um 15:16
In Antwort auf hallie_12379215

Danke
für deinen Beitrag.
Ich versúche auch aus diesem Teufelskreis rauszukommen. Mit dem Essen ist es nur so ne Sache, wenn ich zu viel (also an Menge) esse. Und meine täglichen FA's. Die machen mir am meisten zu schaffen. Aber ich habe mir sagen lassen, dass ich sie zulassen soll und, dass es mit der zeit immer weniger werden. Nur das sei der einzige und richtige Weg da rauszukommen.

Hey!
Hey!

Also ich, bin jetzt 22, kämpf' auch schon seit ich 17 bin gegen meine ES/MS an. Hatte immer wieder Rückschläge...aber seit einiger Zeit klappt's mit dem Essen wieder ganz gut.
Das schlimmste ist wirklich, es durch die 'erste Zeit' zu schaffen, wo du noch keinen Plan hast was 'richtiges Essen' überhaupt ist und nicht gegen die FAs anzukommen scheinst, die jetzt plötzlich die MS ersetzt haben. Und natürlich noch das ständige Gefühl zu 'fett' zu sein...
Aber wenn man die Phase mal durchgestanden hat, geht's einigermaßen. Man kriegt zwar jedesnmal einen Übelkeitsanfall wenn man an der Waage sieht, dass das Gewicht schon wieder raufgegangen ist. Und man muss oft dem Drang oder den 'inneren Stimmen' widerstehen, die einem sagen, dass man vielleicht doch besser mal das Mittagessen ausfallen lassen sollte. Und manchmal tut man's auch! Aber wie gesagt, es ist ein Prozess, der nur langsam vorangeht. Wichtig ist vor allem 'Gedult mit einem selbst' zu haben und in jedem kleinen Schritt in 'richtige Richtung' einen Erfolg zu sehen. Am besten ist natürlich wenn möglich professionelle Hilfe dabei!

Ach ja, und nochmal zu den FAs! Ist bei mir auch so gewesen! Hab' zuerst versucht dagegen anzukämpfen und zuerst immer wieder 'Hungerphasen' dazwischen geschoben, was aber nur ein paar Tage gehalten hat...Letzlich hab' ich's dann einfach zugelassen und es hat sich tatsächlich nach 'ner Zeit -mehr oder weniger- eingependelt!

Meiner Meinung nach wird man die ES/MS aber nie mehr ganz los bzw. die Gedanken schleichen sich immer wieder ein, vor allem wenn's einem schlecht geht, greift man gern auf das 'alt-bewährte Mittel' zurück! Aber da kann ich nur meine Meinung äußern und nicht aus Erfahrung sprechen, da ich ja noch nicht sooo lange an der Krankheit leide.

Ich muss meiner Vorrednerin auch Recht geben! Es lohnt sich wirklich zu kämpfen! Denn irgendwann fühlt man sich tatsächlich besser - trotz Gewichtszunahme! Und auch dieses unbeschreibliche Gefühl der 'Freiheit' -was glaub' ich nur ehemalige MS/ES empfinden können- kenne ich! Wenn sich die Gedanken nicht mehr nur den ganzen Tag um's Essen drehen und man eine Mahlzeit wieder ohne große Gewissensbisse einnehmen kann. Wenn man wieder in den Wald gehen kann, Sport machen, ohne dass einem dabei alles weh tut und man glaubt gleich umzukippen. Wenn einen die Leute nicht mehr 'so' angucken und man sich bei einem Schwimmbadbesuch nicht mehr wegen seinem abgemagerten Körper schämen musst...Es gibt einfach soooo viele tolle Sachen, die man machen kann wenn der Körper wieder richtig funktioniert!

Also nochmal: ES LOHNT SICH ZU KÄMPFEN! GEBT NICHT AUF!

alles liebe euch allen!


PS: Und wenn jemand 'nen Ansprechpartner sucht oder einfach nur jemanden 'zum reden' könnt ihr euch gern bei mir melden!Weiss, dass 'das Umfeld' oft nicht versteht was man da durchmacht...


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5. Mai 2008 um 17:15

Hallo Gurke,
Ich habe meine Geschichte hier ins Forum geschrieben wenn Du unter " Mein Weg zur Magersucht " suchst.

Ich war vor 11 Jahren Magersuechtig da war ich in meinen 20zigern und habe mir gedacht das ich die Magersucht besiegt habe nach 11 Jahren...aber nun faengt der ganze mist leider wieder von vorne an.

Ich glaube wenn mal einmal Magersuechtig war dann ist man es fuer immer in anderen Worte man kann leicht wieder reinrutschen so ich es jetzt bin und versuche sehr hart zu kaempfen um die Magersucht nicht zu Gewinnen lassen aber es ist sehr schwer.

Ich bin heute 38 und es zeigt das die Magersucht vor nichts halt macht egal wie alt man ist.

Es ist eben eine teufelskreis.

VLG

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6. Mai 2008 um 6:12
In Antwort auf an0N_1255787499z

Hey!
Hey!

Also ich, bin jetzt 22, kämpf' auch schon seit ich 17 bin gegen meine ES/MS an. Hatte immer wieder Rückschläge...aber seit einiger Zeit klappt's mit dem Essen wieder ganz gut.
Das schlimmste ist wirklich, es durch die 'erste Zeit' zu schaffen, wo du noch keinen Plan hast was 'richtiges Essen' überhaupt ist und nicht gegen die FAs anzukommen scheinst, die jetzt plötzlich die MS ersetzt haben. Und natürlich noch das ständige Gefühl zu 'fett' zu sein...
Aber wenn man die Phase mal durchgestanden hat, geht's einigermaßen. Man kriegt zwar jedesnmal einen Übelkeitsanfall wenn man an der Waage sieht, dass das Gewicht schon wieder raufgegangen ist. Und man muss oft dem Drang oder den 'inneren Stimmen' widerstehen, die einem sagen, dass man vielleicht doch besser mal das Mittagessen ausfallen lassen sollte. Und manchmal tut man's auch! Aber wie gesagt, es ist ein Prozess, der nur langsam vorangeht. Wichtig ist vor allem 'Gedult mit einem selbst' zu haben und in jedem kleinen Schritt in 'richtige Richtung' einen Erfolg zu sehen. Am besten ist natürlich wenn möglich professionelle Hilfe dabei!

Ach ja, und nochmal zu den FAs! Ist bei mir auch so gewesen! Hab' zuerst versucht dagegen anzukämpfen und zuerst immer wieder 'Hungerphasen' dazwischen geschoben, was aber nur ein paar Tage gehalten hat...Letzlich hab' ich's dann einfach zugelassen und es hat sich tatsächlich nach 'ner Zeit -mehr oder weniger- eingependelt!

Meiner Meinung nach wird man die ES/MS aber nie mehr ganz los bzw. die Gedanken schleichen sich immer wieder ein, vor allem wenn's einem schlecht geht, greift man gern auf das 'alt-bewährte Mittel' zurück! Aber da kann ich nur meine Meinung äußern und nicht aus Erfahrung sprechen, da ich ja noch nicht sooo lange an der Krankheit leide.

Ich muss meiner Vorrednerin auch Recht geben! Es lohnt sich wirklich zu kämpfen! Denn irgendwann fühlt man sich tatsächlich besser - trotz Gewichtszunahme! Und auch dieses unbeschreibliche Gefühl der 'Freiheit' -was glaub' ich nur ehemalige MS/ES empfinden können- kenne ich! Wenn sich die Gedanken nicht mehr nur den ganzen Tag um's Essen drehen und man eine Mahlzeit wieder ohne große Gewissensbisse einnehmen kann. Wenn man wieder in den Wald gehen kann, Sport machen, ohne dass einem dabei alles weh tut und man glaubt gleich umzukippen. Wenn einen die Leute nicht mehr 'so' angucken und man sich bei einem Schwimmbadbesuch nicht mehr wegen seinem abgemagerten Körper schämen musst...Es gibt einfach soooo viele tolle Sachen, die man machen kann wenn der Körper wieder richtig funktioniert!

Also nochmal: ES LOHNT SICH ZU KÄMPFEN! GEBT NICHT AUF!

alles liebe euch allen!


PS: Und wenn jemand 'nen Ansprechpartner sucht oder einfach nur jemanden 'zum reden' könnt ihr euch gern bei mir melden!Weiss, dass 'das Umfeld' oft nicht versteht was man da durchmacht...



Hey!
Also, ich bin's nochmal!
Wollt nur an 'gurke' schreiben! Vielen Dank für deine Nachricht!
Hab' auch versucht dir zu antworten, aber über die Seite hier geht das irgendwie net. Aber wenn du mir deine E-mail gibst, schreibe ich dir gern! Mein Ad. ist: moonlightjazz25@aol.com
Würd' mich freuen, nochmal von dir zu hören!

lg

Christina

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6. Mai 2008 um 8:21
In Antwort auf an0N_1255787499z


Hey!
Also, ich bin's nochmal!
Wollt nur an 'gurke' schreiben! Vielen Dank für deine Nachricht!
Hab' auch versucht dir zu antworten, aber über die Seite hier geht das irgendwie net. Aber wenn du mir deine E-mail gibst, schreibe ich dir gern! Mein Ad. ist: moonlightjazz25@aol.com
Würd' mich freuen, nochmal von dir zu hören!

lg

Christina

E-mail
lacrima89@hotmail.de

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6. Mai 2008 um 22:01
In Antwort auf hallie_12379215

Danke
für deinen Beitrag.
Ich versúche auch aus diesem Teufelskreis rauszukommen. Mit dem Essen ist es nur so ne Sache, wenn ich zu viel (also an Menge) esse. Und meine täglichen FA's. Die machen mir am meisten zu schaffen. Aber ich habe mir sagen lassen, dass ich sie zulassen soll und, dass es mit der zeit immer weniger werden. Nur das sei der einzige und richtige Weg da rauszukommen.

...
Die Essstörung verändert sich nicht von einen Tag auf den anderen. Gewisse Rituale - bei mir waren das auch die täglichen FAs - halten sich hartnäckig. Bei mir waren es auch die täglichen Essattacken, mit denen ich mich mehrere Jahre lang täglich beschäftigte. Jeden Abend das gleiche Ritual. Das empfand ich zwar als etwas weniger schlimm als zu der Zeit, in der ich von morgens bis abends quasi überm Klo hing - aber es hat natürlich trotzdem den ganzen Tagesablauf beeinflusst.

Das mit den täglichen FAs hat sich erst geändert, als es bestimmte äußere Veränderungen in meinem Leben gab (finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, dann neuer Job). Ich musste mich quasi zwischen einem bodenständigeren Dasein und dem endgültigen sozialen Abstieg entscheiden. Das war nicht so schwer wie gedacht. Etwa eineinhalb Monate lang hatte ich dann mehrmals pro Woche, aber nicht mehr tägliche FAs, wobei sich das zunächst mehr oder weniger von selbst ergeben hat - ich wollte nach der Arbeit meine Ruhe und nicht noch zusätzlichen Stress durch Einkaufen, Kotzen etc. Ich habe mich dann "einfach" für die entspannendere Version entschieden. Als ich merkte, dass es gut klappte, behielt ich diese Richtung bei.

Die Essstörung wird man letztlich nie los. Die Neigung dazu, in bestimmten Situationen bestimmte Sachen zu denken, bleibt. Ich akzeptiere das aber und achte darauf, dass ich FAs nicht provoziere. Ich esse beispielsweise bewusst jeden Tag auch Nahrungsmittel, die ich bei den FAs sonsts bevorzugt gegessen habe. Wichtig ist auch, sich satt zu essen (auch das habe ich wieder lernen müssen).

Wie gesagt, ich denke, es gibt kein Pauschalrezept, der Weg aus der Essstörung ist mindestens so vielfältig wie Essstörungen selbst es sein können.

Eine Waage habe ich übrigens seit Jahren nicht mehr. Das hat mir den Abschied von der Essstörung wahrscheinlich auch erleichtert.

Liebe Grüße,

ich.

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13. Mai 2008 um 19:32
In Antwort auf hallie_12379215

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lacrima89@hotmail.de

Juhu...
...ich bin auch eine ehemalige Essgestörte!
Ich wog Anfang 2005 72kg bei einer Größe von 1,71m...also kein Übergewicht aber höchster BMI. Ich beschloss daher wieder einmal eine Diät zu beginnen, die ich diesmal auch RICHTIG durchziehen wollte...das tat ich auch und zwar so stark, dass ich innerhalb weniger Monate knapp 25kg abnahm, nicht mehr damit aufhören konnte und mich selber im Juli 2005 mit 47kg in die Psychosomatoische Fachklinik in Bad Pyrmont einweisen lies. Fast hätten sie mich dort schon gar nicht mehr aufgenommen!!!
Dort "musste" ich mindestens 10 Kilo zunehmen und meinen BMI von 20 halten...mal leichter und mal schwerer tat ich dies auch und wurde fast mit Zielgewicht von 58,5 kg nach 10 Wochen! entlassen!
Das Martyrium begann erst wieder danach...ich hungerte mich immer wieder unter die magische 60kg Grenze, bis ich in die Bulimie rutschte und mein Leben über ein Jahr durch Fress-Brech-Attacken bestimmt wurde...da ich aber irgendwann (und heute sage ich zum Glück!) vom Kotzen angeekelt war...blieben die Kalorien in mir und so auch auch sichtbar an mir!
Da ich dann aber einen Freund hatte der sich sehr um mich gekümmert und mir ordentlich auf die Finger geguckt hat...begann ich irgendwann "normal" zu essen und schaffe das weitgehend bis heute!Ich habe mich seit dem nie mehr gewogen, weiß aber dass ich (anhand meiner Kleidung) seit über einem Jahr mein Gewicht halte und nie wieder in diesen Teufelskreis reinrutschen will.
Ich bin wieder mitten im Leben, habe Spaß daran und verschwende nur noch wenige Gedanken an das Essen. Klar kommen auch Phasen die kritisch sind....aber ich zwinge mich, dem "Männchen"in meinem Kopf direkt wieder den Kampf anzusagen!!!
Richtig wohl fühle ich mich zwar bis heute nicht mit meinem momentanen Normalgewicht (quasi wie vor der Diät)...aber ich weiß, dass es sich nicht lohnt und ich so viel freier Leben kann!!!
So habe ich auch wieder ein ganz normales Hunger,- und Sättigungsgefühl, welches sich eigentlich bei längerer Krankheit nicht mehr einstellt.
Das Gefühl vollkommen am Leben teilnehmen zu können ist viel viel mehr wert, als alles andere!!! Und heute weiß ich,dass mich, als Person, mehr ausmacht als meine (blöde) Figur!!!
Zwar mache ich begleitend noch ambulante Therapie,da ich auch depressive Phasen hatte...wohne und lebe aber mittlerweile wieder alleine und kommen super zurecht!

Darum macht die Augen auf und fangt an zu essen!Es lohnt sich wirklich!!!

Liebe Grüße

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13. Mai 2008 um 20:04

Man kann...
Hallo, habe auch eine Magersucht hinter mir - wenn auch eine untypische. Bin da erst mit 27 Jahren reingerutscht - es entwickelte sich aus einer unbemerkten Wochenbettdepression. Keiner nahm meine Traurigkeit ernst und jeder meinte, "das wird schon wieder". Abnehmen wurde dann zu meinem Trostpflaster. Aber nach schlimmer Krankheit merkte ich dann, daß ich wirklich nicht unsterblich bin. Das hat mir Angst gemacht und mich wachgerüttelt. Schließlich hatte ich Kinder, die ich liebte und für die ich dasein wollte. Habe dann anfangs auch nur für meine Kinder zugenommen, aber irgendwann auch für mich. Heute geht es mir echt gut, na ja, Fett hasse ich immer noch und das Kalorienzählen im Kopf hört wahrscheinlich auch nie ganz auf. Aber man lernt, damit zu leben. Leben macht Spaß - auch mit Normalgewicht!!!

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4. Mai 2011 um 17:40

Interviewanfrage
Hallo,

ich heiße Anja und bin Studentin der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum.
Im Zuge einer Forschungsarbeit suche ich gerade einen Interviewpartner, der mir etwas über seine Lebensgeschichte erzählt bzw. über seine Erfahrungen mit der Magersucht. Wenn möglich sollte der- oder diejenige in Nordrhein-Westfalen wohnen, damit das Interview vor Ort geführt werden kann. Wenn dem nicht so ist, könnte das Interview auch per Telefon oder per Mail geführt werden. Mit Interview ist hierbei kein Frage-Antwort Gespräch gemeint, sondern eine simple Erzählung über die Lebensgeschichte. Der Zeitraum , also wie lange das Interview dauert ist dabei von meiner Seite aus völlig offen und kann auch über ein oder zwei Stunden hinaus gehen. Je nachdem wie viel ihr mir erzählen wollt. Wenn es euch nichts ausmacht werde ich das Interview auch auf Band aufnehmen. Später werde ich dann den Namen und andere persönliche Daten anonymisieren.

Alles weitere erzähle ich euch dann bei Interesse.
Ich würde mich sehr freuen bald von jemandem zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,
Anja J.

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16. November 2014 um 23:04

....
Was ihr alle für Scheisse labert ey. Was wollt ihr mit dem erreichen? Aufmerksamkeit.. oder einfach mal Scheisse labern, weil euch langweilig ist? Nicht nur bei diesem Thema, auch bei anderen Themen, wenn man die Beiträge liest.. meine Fresse einfach nur Schrott und Angstmacherei. Aufjedenfall ich litt ca drei Jahre an Anoriexie und Bulimie und heute habe ich gar keine Probleme mehr mit dem ganzen Zeug. Mir geht es besser als vor der Krankheit, ich fühle mich wunderbar in meinem Körper und kann auch Fast Food essen und Süssgetränke trinken ohne mich schlecht zu fühlen. Ich esse nach meinem Hunger- und Lustgefühl und genau so habe ich mein Idealgewicht bekommen. Also einfach mal die Fresse halten bitte und nicht Magersüchtigen Angst machen, dass es nie wieder weggeht. Denn die Krankheit ist schrecklich und zu wissen, dass es wieder normal werden kann, haben Betroffene verdient!

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17. November 2014 um 12:12
In Antwort auf parvin_11861881

....
Was ihr alle für Scheisse labert ey. Was wollt ihr mit dem erreichen? Aufmerksamkeit.. oder einfach mal Scheisse labern, weil euch langweilig ist? Nicht nur bei diesem Thema, auch bei anderen Themen, wenn man die Beiträge liest.. meine Fresse einfach nur Schrott und Angstmacherei. Aufjedenfall ich litt ca drei Jahre an Anoriexie und Bulimie und heute habe ich gar keine Probleme mehr mit dem ganzen Zeug. Mir geht es besser als vor der Krankheit, ich fühle mich wunderbar in meinem Körper und kann auch Fast Food essen und Süssgetränke trinken ohne mich schlecht zu fühlen. Ich esse nach meinem Hunger- und Lustgefühl und genau so habe ich mein Idealgewicht bekommen. Also einfach mal die Fresse halten bitte und nicht Magersüchtigen Angst machen, dass es nie wieder weggeht. Denn die Krankheit ist schrecklich und zu wissen, dass es wieder normal werden kann, haben Betroffene verdient!

Super
Was würdest du denn raten, wie man am Besten aus der MS rauskommt???
Wie hast du es geschafft?
Wie und was und wieviel isst du heute?

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17. November 2014 um 15:05
In Antwort auf vzg|r_12966142

Super
Was würdest du denn raten, wie man am Besten aus der MS rauskommt???
Wie hast du es geschafft?
Wie und was und wieviel isst du heute?

Hallo Honey.
wtfwtfwtf kann gern schreiben, wie sie es geschafft hat, wieder gesund zu werden. Die besten Heilungschancen haben allerdings Mädchen/Frauen, wenn sie sich unabhängig davon am medizinischen Standard orientieren, der nicht auf einen Einzelfall zurückgeht sondern auf der Heilung zahlreicher Frauen beruht.

LG Nus

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31. Mai 2016 um 0:14
In Antwort auf an0N_1255787499z

Hey!
Hey!

Also ich, bin jetzt 22, kämpf' auch schon seit ich 17 bin gegen meine ES/MS an. Hatte immer wieder Rückschläge...aber seit einiger Zeit klappt's mit dem Essen wieder ganz gut.
Das schlimmste ist wirklich, es durch die 'erste Zeit' zu schaffen, wo du noch keinen Plan hast was 'richtiges Essen' überhaupt ist und nicht gegen die FAs anzukommen scheinst, die jetzt plötzlich die MS ersetzt haben. Und natürlich noch das ständige Gefühl zu 'fett' zu sein...
Aber wenn man die Phase mal durchgestanden hat, geht's einigermaßen. Man kriegt zwar jedesnmal einen Übelkeitsanfall wenn man an der Waage sieht, dass das Gewicht schon wieder raufgegangen ist. Und man muss oft dem Drang oder den 'inneren Stimmen' widerstehen, die einem sagen, dass man vielleicht doch besser mal das Mittagessen ausfallen lassen sollte. Und manchmal tut man's auch! Aber wie gesagt, es ist ein Prozess, der nur langsam vorangeht. Wichtig ist vor allem 'Gedult mit einem selbst' zu haben und in jedem kleinen Schritt in 'richtige Richtung' einen Erfolg zu sehen. Am besten ist natürlich wenn möglich professionelle Hilfe dabei!

Ach ja, und nochmal zu den FAs! Ist bei mir auch so gewesen! Hab' zuerst versucht dagegen anzukämpfen und zuerst immer wieder 'Hungerphasen' dazwischen geschoben, was aber nur ein paar Tage gehalten hat...Letzlich hab' ich's dann einfach zugelassen und es hat sich tatsächlich nach 'ner Zeit -mehr oder weniger- eingependelt!

Meiner Meinung nach wird man die ES/MS aber nie mehr ganz los bzw. die Gedanken schleichen sich immer wieder ein, vor allem wenn's einem schlecht geht, greift man gern auf das 'alt-bewährte Mittel' zurück! Aber da kann ich nur meine Meinung äußern und nicht aus Erfahrung sprechen, da ich ja noch nicht sooo lange an der Krankheit leide.

Ich muss meiner Vorrednerin auch Recht geben! Es lohnt sich wirklich zu kämpfen! Denn irgendwann fühlt man sich tatsächlich besser - trotz Gewichtszunahme! Und auch dieses unbeschreibliche Gefühl der 'Freiheit' -was glaub' ich nur ehemalige MS/ES empfinden können- kenne ich! Wenn sich die Gedanken nicht mehr nur den ganzen Tag um's Essen drehen und man eine Mahlzeit wieder ohne große Gewissensbisse einnehmen kann. Wenn man wieder in den Wald gehen kann, Sport machen, ohne dass einem dabei alles weh tut und man glaubt gleich umzukippen. Wenn einen die Leute nicht mehr 'so' angucken und man sich bei einem Schwimmbadbesuch nicht mehr wegen seinem abgemagerten Körper schämen musst...Es gibt einfach soooo viele tolle Sachen, die man machen kann wenn der Körper wieder richtig funktioniert!

Also nochmal: ES LOHNT SICH ZU KÄMPFEN! GEBT NICHT AUF!

alles liebe euch allen!


PS: Und wenn jemand 'nen Ansprechpartner sucht oder einfach nur jemanden 'zum reden' könnt ihr euch gern bei mir melden!Weiss, dass 'das Umfeld' oft nicht versteht was man da durchmacht...


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LG,
Jemand, der sich austauschen mag

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