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Ehemalige Bulimie - Sexualität

21. Juli 2013 um 19:11 Letzte Antwort: 23. Juli 2013 um 22:20

Hallo,

vor zwei Jahren habe ich eine Therapie begonnen und bin nun auf dem besten Weg. Seit längerer Zeit bin ich nun symptomfrei und fühle mich wirklich gut!

Ich wollte nun mit ein paar gleichgesinnten über ein Thema sprechen, dass ich letztens mit meinem Therapeuten etwas unbefriedigend behandelt habe (zum einen weils mir schwer fällt darüber zu reden, zum anderen weil mir da irgendwie die richtigen Gedankengänge fehlen).
Es geht um Sexualität.

Ich bin 23, habe ein relativ normales Sexualleben. Allerdings ist es bei mir oft so, dass nachdem ich mit jemandem intim geworden bin - plötzlich so ein Schamgefühl eintritt. Ich hatte schon länger keinen Freund mehr und vielleicht liegt das einfach am fehlenden Vertrauen. Aber es ist dann immer so, dass ich es richtig verdrängen will, ich will es raus haben aus meinem Kopf weil es mich wahnsinnig macht. Davon mal abgesehen... hatte ich noch nie einen Orgasmus auch wenn ichs im Prinzip schon genießen kann, zumindest für den Moment
Wie ist das bei euch? Wie könnt ihr eure Sexualität ausleben? Kennt ihr solche Probleme?

Ich freue mich wirklich über jede Antwort!

Liebe Grüße

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22. Juli 2013 um 20:54

Hey
also, was Sexualität angeht, ist bei mir absolute flaute. Seit ich diese Essstörung habe, habe ich auch Probleme mit jemandem zu schlafen. Vor 3 Monaten habe ich dann mal mit meinem Exfreund gepennt, aber ich konnte es nicht genießen, ich habe mir sogar gewünscht, dass es aufhört. Und danach kam das Schamgefühl, dass du beschreibst. Ich hab mich richtig widerlich gefühlt. Dabei hatte ich früher eine recht aktive Libido, leider weiß ich nicht, was man dagegen tun kann. Ich leide selber so sehr unter meiner Frigidität

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23. Juli 2013 um 19:58

Hm..
Bin genau an der Grenze von Normal- zu Untergewicht. Ich bin zwar in Therapie aber ich kann mir gar nicht vorstellen ins mittlere Normalgewicht zu kommen

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23. Juli 2013 um 22:20

Hmmm...
Also wie gesagt, ich bin schon relativ weit mit meiner Therapie und ich würde behaupten es zu 90% überwunden zu haben.

Ich glaube, dass es an sich nichts mit dem Gewicht als solches zu tun hat... sondern eher wie die Beziehung zum eigenen Körper und dem Körpergefühl hergestellt wird. Ich meine die Reaktionen vom Körper können mit einer Essstörung doch gar nicht mehr so wahrgenommen werden. Man arbeitet doch ständig gegen die Bedürfnisse des Körpers und ignoriert so viele Signale. Wie soll man denn dann auch sexuelle Bedürfnisse wahrnehmen, geschweige denn auf sie eingehen...

Ich bin der ganz festen Überzeugung, dass man eine Essstörung FÜR IMMER überwinden kann, wenn man sich nur genug Zeit gibt. Und vielleicht kommt das andere von selbst. Mit genug Vertrauen dem Partner, oder vielmehr sich selbst gegenüber kann man vielleicht dann doch irgendwann loslassen ohne sich selbst einzubremsen - so war das nämlich bei mir bisher. Immer wenn ich kurz davor bin mache ich zu. Ich kenne leider auch nicht das Rezept und schon gar nicht die Lösung...

Deshalb würde es mich sehr interessieren wie es Frauen geht, die im Heilungsprozess etwa so weit oder weiter sind wie ich. Es hört eben irgendwie nicht damit auf wieder normal zu essen...

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