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Durch Essstörung ungeteilte Aufmerksamkeit einfordern?

Letzte Nachricht: 18. Juli 2009 um 16:51
R
rahat_12848615
12.07.09 um 17:14

Ich möchte von Betroffenen gern Rückmeldungen haben, da ich die Sitiuation, in der ich mich befinde, verstehen möchte.
Mein Partner hat eine 21jährige Tochter, die seit dem 14. Lebensjahr an Esstörungen litt. Als ich ihn kennenlernte, war seine (da bereits 18jährige) Tochter gerade in einer Klinik und hat die Erkrankung einigermaßen im Griff. Die Eltern waren schon geschieden und lebten getrennt als ich meinen Freund kennenlernte. Die beiden Kinder (18 J. + 21J. lebten bei der Mutter. Die Essgestörte pendelte immer bei Bedarf hin und her, je nach dem, wo es bequemer war. Immer wenn mein Freund bei mir war, rief die Tochter an und wollte irgendwo hin gefahren werden, selbst nachts um 3 Uhr rief sie an. Er sprang dann sofort in die Hose und war weg auf dem Weg zur Tochter. Die Mutter hat die Zicken der Tochter durchschaut und nach ihrer Neuheirat die Tochter aufgefordert zum Vater zu ziehen. Sie hatte auch dort versucht, einen Keil zwischen Mutter und neuen Partner zu treiben. Jetzt wohnt sie bei ihrem Vater und benimmt sich mir gegenüber wie eine zickige Rivalin. Nach einer Meinungsverschiedenheit zwischen ihr und mir ist nun mein Partner sichtlich hin und her gerissen und hat sich vor 4 Wochen telefonisch (!!) von mir getrennt. Ich weiß, dass er mich begehrt aber die Liebe zur Tochter scheint stärker zu wirken. Er will keine Spannungen und meint, ich würde seine Tochter nicht akzeptieren. Was läuft hier schief?? Ich habe doch keinen Dachschaden, oder doch? Er merkt wohl nicht, wie die Tochter ihn manipuliert? Wer kann mir hier weiterhelfen? Ich liebe ihn und will diese Beziehung nicht kampflos aufgeben. Gibt es eine junge Frau, der die Situation bekannt vorkommt und mir hilft, das zu verstehen?

Danke!

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D
dariea_12904872
13.07.09 um 0:14

Mh
ich befinde mich in ähnlicher situation, allerdings bin ich hierbei die tochter!
überlege dir mal, was du ihr antust???
sehr gute entscheidung des vaters! tut mir leid aber so etwas tut einfach verdammt weh!

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P
pasco_12081480
13.07.09 um 9:54

Versuch mit Familientherapie ?
Ich würde mal eine Familienaufstellung nach Bert Hellinger machen. Mit dem Partner zusammen.
Damit könnte man Ansprüche und auch die Rollen klären. Dann bitte berichten.
Dirk

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R
rahat_12848615
18.07.09 um 16:40
In Antwort auf dariea_12904872

Mh
ich befinde mich in ähnlicher situation, allerdings bin ich hierbei die tochter!
überlege dir mal, was du ihr antust???
sehr gute entscheidung des vaters! tut mir leid aber so etwas tut einfach verdammt weh!

Mein Partner hat sich wegen seiner essgestörten Tochter getrennt
Danke für deine Reaktion. Ich habe gehofft, dass sich eine Tochter in ähnlicher Situation meldet. Wie alt bist du?
Seine Tochter ist 21 J. alt. Er sollte sich doch nicht zwischen mir und der Tochter entscheiden, sondern einfach die Tochter erwachsen werden lassen. Hast du auch eine stärkere Bindung zu deinem Vater als zur Mutter? Ich möchte verstehen, warum die Tochter den Vater so dirigiert. Ich mag sie und habe eigentlich einen guten Draht zu ihr gehabt. Ich habe ihr nur nicht nach dem Mund geredet sondern auch meine eigene Meinung geäußert, was der Vater nicht tat. Was geht in dir vor wenn du deinen Vater mit der anderen Partnerin erlebt? Eifersucht?
Bitte schreib mir zurück. Ich möchte es verstehen lernen.
Danke.

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R
rahat_12848615
18.07.09 um 16:51
In Antwort auf pasco_12081480

Versuch mit Familientherapie ?
Ich würde mal eine Familienaufstellung nach Bert Hellinger machen. Mit dem Partner zusammen.
Damit könnte man Ansprüche und auch die Rollen klären. Dann bitte berichten.
Dirk

Danke
Hallo und danke für den Tipp. Ich bin therapeutischen Hilfen sehr aufgeschlossen gegenüber, allerdings nicht der Partner. In der Klinik, in der seine Tochter für drei Monate wegen der Essstörung war, hat man in einem Gespräch dem Vater einen möglichen sexuellen Missbrauch unterstellt. Seit dem ist er ein absoluter Gegner von Psychologen und Therapeuten. Allerdings hatte ich in der ersten Zeit des Kennenlernens auch manchmal den Verdacht, dass zwischen Vater und Tochter etwas nicht wie üblich abläuft.... Vielleicht ist aber auch eine besonders starke Bindung wegen der Erkrankung entstanden (?!) Ich habe mehrfach in den letzten Wochen versucht, den Kontakt zu ihm zu pflegen und ihm die Wiederaufnahme unserer Beziehung zu ermöglichen. Wenn sich nichts ändert, wird die Tochter wohl ab Sept. in den NL studieren und für 4 Jahre dort wohnen. Vielleicht wird er dann wieder wach und besinnt sich auf eine Partnerbeziehung - wenn auch nicht mehr mit mir.

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