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Doppelleben

9. Februar 2012 um 21:59 Letzte Antwort: 12. Februar 2012 um 9:35

Ihr Lieben!

Ja,... nun mal wieder ein Lebenszeichen von mir!
Ich nutze grad die Gelegenheit (weil mein Netz mal funktioniert...und ich die letzten Tage immer wieder rausgeschmissen wurde...)

Also, meine derzeitige Situation ist eigentlich unaushaltbar! Ich führe ein Doppelleben.
Tja, auf der einen Seite gebe ich vor die glückliche und zufriedene Susi zu sein-besonders bei meinem Freund!
Und auf der anderen habe ich jeden Abend wieder Essattacken mit anschließendem Erbrechen.
Langsam wirds wieder zur Routine und ich bins auch langsam leid...

Ich fühl mich so unglücklich in meinem Körper, so dick so unzufrieden mit meinem Äußeren.
Ich weiß gar nicht, wie die Bulimie sich wieder so in mein Leben einschleichen konnte, wie ich sie wieder reingelassen habe und noch das Schlimmste daran, sie ist einfach ein Dauergast bei mir, obwohl sie ungebeten ist und ich sie möglichst schnell wieder rausschmeißen will, weil sie einfach keinen Platz mehr in meinem Leben hat.
Sie darf einfach nicht mehr bei mir leben, dennoch schaffe ich es nicht, ohne sie...und mit ihrere Anwesenheit mache ich mich kaputt!

Was tu ich hier eigentlich tagtäglich?
Niemand weiß, was ich im Moment tu?
Keiner glaubt, dass ich noch erbreche, weil ich so lange symptomfrei war und grad jetzt, wo ich meine eigene Wohnung habe, (in der ich mich pudelwohl fühl) könnte doch alles so wunderbar sein?!

Nächste Woche kommt mein Freund zu Besuch...toll, in der Zeit werde ich wieder gesund sein keine Rüchfälle haben, mich wohlfühlen, glücklich und unbeschwert sein...und sobald er wieder fährt...wie gehts dann weiter? Wieder von vorne

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll.
Ich würde so gern einpaar Kilos abnehmen, um mich wohler zu fühlen und schaffe es einfach nicht.
Ich weiß aktuell noch nicht mal wie viel ich wieg...
Ich trau mich nicht auf die Waage aus lauter Panik, es könnte wieder mehr sein.

Ich weiß auch gar nicht, was ich für ne Frage hab oder wie ihr mir helfen könntet, aber vielleicht kann jnd. irgendetwas schreiben...egal was, vielleicht hilft es mir weiter!

Danke fürs Zuhören! Eure Susi

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10. Februar 2012 um 0:18

Joa
Geht mir eben so...war lange "kotz"-frei und nun häng ich jdn abend uber der schüssel!!! Will auch abnehmen aber das geht anscheinend nicht, ohne dass es ausartet....teufelskreis!
Versteh dich sehr gut

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10. Februar 2012 um 0:42

Dank dir!
Hast du auch in deiner symptomfreien Zeit so viel zugenommen?
Ich hab solche Angst, dass es mmer mehr wird...ich hab das Gefühl, mein Körper krallt sich an Allem fest, was er kriegen kann...
Ich wieg jetzt mehr als zu Beginn meiner ES!
Ich hab echt richtig Panik richtig dick zu werden!

Ich kann mit meinem Körper nichts mehr anfangen...er ist mir fremder denn je...und das ist so furchtbar traurig

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10. Februar 2012 um 7:31

Liebe Susi
oh wei wie sehr ich verstehe wovon du schreibst
Ich führe auch dieses Doppelleben und es zerrt so sehr an meiner Substanz..
Ich wohne mit meinem Freund zusammen (wir sind schon 6 Jahre zusammen) Also lange vor meiner ES.
Zurerst hatte ich auch MS, was er natürlich alles miterlebt hat. Er weiß auch das ich ''ab und zu'' bulimischen Phasen habe. Meine Eltern wissen auch von der MS aber nichts von den bulimischen Phasen. Manchmal, wenn meine Mutter kocht, packt sie mir was ein und wir gehen auch manchmal zusammen einkaufen und sie ist dann immer so stolz auf mich, das ich so viele neue Sachen esse insb auch Süßes/Fettiges. Wenn sie nur wüsste, dass ich sowas ausschließlich esse mit der Aussicht das wieder zu erbrechen, das würde ihr das Herz zerbrechen.
Mein Freund ist auch so stolz auf mich, dass ich mich nicht mehr erbreche...Wenn er wüsste das ich eigentlich JEDEN Tag zum Klo renne und ihn JEDEN Tag belüge
Das ist alles zu anstrgend und ich komme mir so falsch vor

Also das Problem liegt darin, dass ich mir selkbst nichts wert bin. Mir ist es wichtig, dass andere sehen/denken das ich so gut zurecht komme und alles so einfach ist wenn mein Freund halt den ganzen Tag bei mir ist dann KÄMPFE ich. ABer ich kämpfe nicht für mich sondern für IHN! Und wenn er nicht da ist macht es dann natürlich keinen Sinn zu kämpfen.
Ist es bei dir auch so? Ich denke wir bzw ich muss mir einfach mehr wert sein. Sonst schaff ich es nie

Ich konnte dir wahrscheinlich nicht wirklich helfen, aber ich kann einfach so nachempfinden was du beschreibst

Ich drücke dich

Deine Chilli

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10. Februar 2012 um 9:24

Oh je...
Hey Namensschwesterlein!
Das tut mir ja irgendwie richtig leid, das so zu lesen.
Gibt es denn IRGENDWELCHE Anhaltspunkte, warum du wieder rückfällig bist? Weiß dein Schatz davon?
Wie verlebst du deine Tage, unternimmst du etwas?

Also dass man "hinterher" (ich finde es immer sehr schwierig, den Beginnzeitpunkt einer Essstörung festzumachen) mehr wiegt, ist denke ich nicht ungewöhnlich. Es hilft dir vielleicht nicht, aber lass dir gesagt sein, dass es bei mir genauso ist. Hatte ja nach Bulimiephasen und Abführmittelexzessen dann meine Sportphase, wo ich bis auf 72kg zugenommen habe (vermutlich durch Hungerstoffwechsel, da nur etwa 600 Kcal täglich). Das normalisierte sich wieder nachdem ich mit dem extremen Schwimmen aufhörte und etwas mehr aß. Bei gleicher Größe fing ich damals vor etwa 7 Jahren mit meiner Diät an (habe fast zwei Jahre lang einen Wochenplan gehabt, der täglich etwa 1200 bis 1400 Kcal umfasste. Also gabs diese zwei Jahre lang z.b. Mittwochs immer das Selbe zu essen. Ich hab das strikt eingehalten, und sollte ich mal ein Bonbon außer der Reihe gelutscht haben, konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen wegen meinem schlechten Gewissen ). Jedenfalls wog ich etwa 60kg als ich konsequent damit anfing. Das ging dann runter bis auf 57kg und da pendelte ich dann jahrelang mit plusminus 1,5 kg. Dann gings ja vor anderthalb Jahren mal runter bis auf 55kg. Und nun bin ich bei 65! FÜNFUNDSECHZIG!!!!!
Ich hasse meinen Bauch und meine Schenkel! Und mein Gesicht! Ich mag es nicht, dass meine Arme nicht mehr so dünn sind! Ich sehe meine Schulterknochen nicht mehr. usw usw usw...

Aber wir MÜSSEN uns wieder damit anfreunden! Wir können unseren Körper nicht ständig bezwingen.

Und etwas Positives für mich: ich habe endlich einen Po! Habe ein Beweisfoto auf meinem Handy, welches ich gleich mal als Profilbild einstelle.

Also einen langen Text hab ich dir jetzt um die Ohren gehauen.... So is das bei mir: fang ich einmal an, hör ich nimmer auf....

ich wollte dir damit eigentlich nur zeigen, dass ich dich verstehen kann, dass es aber einen anderen Weg geben muss als sich zu hassen!

Fühl dich gedrückt!!!!

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10. Februar 2012 um 15:15
In Antwort auf bice_12924220

Liebe Susi
oh wei wie sehr ich verstehe wovon du schreibst
Ich führe auch dieses Doppelleben und es zerrt so sehr an meiner Substanz..
Ich wohne mit meinem Freund zusammen (wir sind schon 6 Jahre zusammen) Also lange vor meiner ES.
Zurerst hatte ich auch MS, was er natürlich alles miterlebt hat. Er weiß auch das ich ''ab und zu'' bulimischen Phasen habe. Meine Eltern wissen auch von der MS aber nichts von den bulimischen Phasen. Manchmal, wenn meine Mutter kocht, packt sie mir was ein und wir gehen auch manchmal zusammen einkaufen und sie ist dann immer so stolz auf mich, das ich so viele neue Sachen esse insb auch Süßes/Fettiges. Wenn sie nur wüsste, dass ich sowas ausschließlich esse mit der Aussicht das wieder zu erbrechen, das würde ihr das Herz zerbrechen.
Mein Freund ist auch so stolz auf mich, dass ich mich nicht mehr erbreche...Wenn er wüsste das ich eigentlich JEDEN Tag zum Klo renne und ihn JEDEN Tag belüge
Das ist alles zu anstrgend und ich komme mir so falsch vor

Also das Problem liegt darin, dass ich mir selkbst nichts wert bin. Mir ist es wichtig, dass andere sehen/denken das ich so gut zurecht komme und alles so einfach ist wenn mein Freund halt den ganzen Tag bei mir ist dann KÄMPFE ich. ABer ich kämpfe nicht für mich sondern für IHN! Und wenn er nicht da ist macht es dann natürlich keinen Sinn zu kämpfen.
Ist es bei dir auch so? Ich denke wir bzw ich muss mir einfach mehr wert sein. Sonst schaff ich es nie

Ich konnte dir wahrscheinlich nicht wirklich helfen, aber ich kann einfach so nachempfinden was du beschreibst

Ich drücke dich

Deine Chilli

Oh mann...
danke euch beiden...
Mal eine Frage an dich Chilli, wie machst du das?
Ich meine ihr wohnt zusammen und dennoch bekommt dein Freund dein nichts mit
Also Manuel würde sofort alles merken.
Der merkt ja schon an meiner Schreibweise, wenns mir beschissen geht

Nee, mal im Ernst, erbrichst du auch, wenn er da ist oder nur wenn er außer Haus ist?

Manuel ist auch furchtbar stolz auf mich, es lief ja auch, bis vor einpaar Wochen richtig gut!
Ich habe gesund gegessen-auch wieder Nudeln, an die ich seit Jahrzehnten nicht mehr rangewagt habe...

Mit meiner Mutter telefonier ich regelmäßig, aber ihr zu erzählen, dass ich Rückfälle habe (die inzwischen fast täglich sind) täte mir in der Seele weh...
Das schaff ich einfach nicht, obwohl sie ja weiß, dass ich Bulimie habe...aber ich glaube, sie denkt nicht, dass ich wieder erbreche.

Ja, bei mir ist das sehr ähnlich wie bei dir, ich kann für Manuel kämpfen, für unsere Beziehung aber wenn ich alleine bin und für mich kämpfen muss, dann klappts nur geringfügig oder gar nicht.

Sobald wir zusammen sind, bin ich symptomfrei.
Wenn wir jetzt also zusammen ziehen würden (was ja im Moment nicht geht), aber rein theoretisch, wenn: Dann würde ich mit Sicherheit ohne professionelle Hilfe ohne Klinik gesund werden. Nur durch seine Liebe und durch meine Liebe zu ihm!

Es reicht mir, dass er bei mir ist, dann ist das Leben für mich schön und dann bin ich vollkommen Ich selbst, glücklich und möcht das Leben am Liebsten aussaugen und alles erleben, was möglich ist...

WARUM kann ich das nicht für mich
Ich meine er liebt mich doch und ihm geht es mit mir psychisch auch um Längen besser, als ohne mich-wieso kann ich mich dann nicht auch so lieben oder schätzen, wie er mich schätzt????

Danke nochmal an dich, Susie und an dich Chilli, ihr seid die Besten!

Ich möchte diese Woche jetzt nochmal ernsthaft nicht erbrechen!!!
Hab mit Bedacht heute nur Gesundes eingekauft, Gemüse, das man kochen muss; also muss ich mich mit dem Essen auseinandersetzen, es zubereiten ...und darin besteht meine Hoffnung erst gar nicht in diesen Fressflash zu gelangen!

Wünscht wir Glück!!! Eure Susi

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10. Februar 2012 um 17:58
In Antwort auf patchsu

Dank dir!
Hast du auch in deiner symptomfreien Zeit so viel zugenommen?
Ich hab solche Angst, dass es mmer mehr wird...ich hab das Gefühl, mein Körper krallt sich an Allem fest, was er kriegen kann...
Ich wieg jetzt mehr als zu Beginn meiner ES!
Ich hab echt richtig Panik richtig dick zu werden!

Ich kann mit meinem Körper nichts mehr anfangen...er ist mir fremder denn je...und das ist so furchtbar traurig

Ja
Habe auch zugenommen, als ich weder gebrochen, noch gehungert hab...genau deshalb rutscht man dann auch wueder rein, weil man wieder so einen frust auf seinen körper aufbaut. Kann dir nur den tipp geben, sport zu machen! Dann nimmst du auch ab, wirst aber dabei nicht verrückt!! Versuche es auch, klappt bloss nicht immer so!
Alles mies

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10. Februar 2012 um 18:11

Hast
du die möglichkeit, dir eine auszeit zu gönnen? und wenn es nur ein verlängertes wochenende ist - ein bisschen wellness, irgend ein hotel weiter weg - nur du und dein freund - mit viel frischer luft, spaziergänge, lange heiße bäder und viel ruhe mit ruhiger musik, damit du wieder mal in dich gehen kannst und wieder zurück zu dir und deinen weg finden kannst.

wenn du jetzt rückfälle hast, dann zeigt es, dass im moment etwas nicht so gut läuft und dich die sache belastet.

seit wann geht das so und wie lange warst du symptomfrei?

mach dir keinen stress und glaub an dich und deine kraft, dann gehts auch wieder weiter, das sind jetzt nur ein paar schwere steine auf deinem weg, die kriegst du weg, wenn du nur willst!

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10. Februar 2012 um 19:12
In Antwort auf coffeebeany

Hast
du die möglichkeit, dir eine auszeit zu gönnen? und wenn es nur ein verlängertes wochenende ist - ein bisschen wellness, irgend ein hotel weiter weg - nur du und dein freund - mit viel frischer luft, spaziergänge, lange heiße bäder und viel ruhe mit ruhiger musik, damit du wieder mal in dich gehen kannst und wieder zurück zu dir und deinen weg finden kannst.

wenn du jetzt rückfälle hast, dann zeigt es, dass im moment etwas nicht so gut läuft und dich die sache belastet.

seit wann geht das so und wie lange warst du symptomfrei?

mach dir keinen stress und glaub an dich und deine kraft, dann gehts auch wieder weiter, das sind jetzt nur ein paar schwere steine auf deinem weg, die kriegst du weg, wenn du nur willst!

Danke für deine Antwort...
Eine Auszeit...
Ich habe seit ca 5 Jahren eine Auszeit...ich musste mein Studium (Sozpäd.) nach 8 Semestern abbrechen, weil ich starke Suizidgedanken hatte und bipolare Störungen....ich war nicht mehr in der Lage ein selbststrukturiertes Leben zu führen!
Darauf habe ich mich, beginnend 2010 um Ausbildungsplätze (Kinderkrankenpflegerin und Heilerziehungspflegerin) beworben, nur Absagen...und eine Kündigung im Vorpraktikum zur HEP, da ich von meinem Internisten zu oft krankgeschrieben wurde.

Hatte aufgrund meiner symptomfreien Zeit, psychosomatische Magen/Darm Beschmerden...oft so schlimm, dass ich Nachts in die Notaufnahme musste, da mein Bauch stark gebläht war, (sah ungelogen aus wie im 7. Monat schwanger), da ich unerträgliche Krämpfe hatte, ein ätzendes Gefühl im gesamten Körper (als hätte ich Gift geschluckt) und schmerzhaftes Ziehen bis in die Brust.
Mein ganzer Oberbauch war hart und angeschwollen...so dass ich manchmal nachts kaum Luft bekommen konnte, da alles auf die Brust gedrückt hat.

Ich war ein Jahr lang keinen Tag schmerzfrei!
Habe Magen- und Darmspiegelungen machen lassen, alles o.B. nur ein verschobener Darm und ebenso Magen. Großes Blutbild, Lactoseintolleranztest etc. Alles Top-Werte!

Also da organisch nichts war, musste es psychisch bedingt sein. Ein RDS lag nahe....und so muss ich sehen, was meiner Seelee gut tut und welche Nahrungsmittel verträglich für mich sind...

Ich wurde letztes Jahr aufgrund meiner körperlichen Beschwerden ein halbes Jahr erwerbsunfähig gemeldet.

Jetzt sind die Beschwerden besser geworden, dennoch habe ich starke soziale Ängste. Ich habe regelrecht Panik davor, wieder ins Berufsleben zurück zu kehren (die letzte Arbeit hat mich zudem sehr mitgenommen)...
Ich muss mit 26 eine Ausbildung beginnen, weil ich noch keinen Abschluss habe.

Ich fühl mich eingentlich tagtäglich wie der letzte Versager, weil ich längst diplomierte Sozialpädagogin sein könnte, wenn ich damals nicht in die scheiß ES gerutscht wäre, wenn ich nicht "krankhaft" geliebt hätte.

Ich bin seit den 5 Jahren ES insg. 8 Mal (innerhalb von 4 Städten) umgezogen, weil ich mich nie zuhause gefühlt habe.
Zwischendrin war ich ohne festen Wohnsitz und beziehe ALG 2!

Ich habe unter tiefsten Depressionen und Suizidgedanken damals meine Studienarbeit geschrieben, ich musste meinen Umzug organisieren, obwohl ich vor Depressionen und Schmerzen tagelang nicht aufstehen konnte....
Ich habe es aus eigener Kraft geschafft und ich war 2 Mal je ein halbes Jahr symptomfrei...auch dies ohne professionelle Hilfe.

Und jetzt läuft mir immer mehr die Zeit davon.
Ich warte darauf, endlich meine Reha genehmigt zu bekommen, damit ich endlich in eine Klinik kann (mein 1. stat. Aufenthalt war 2008).

Ich will endlich normal leben wie alle anderen auch, arbeiten, Geld verdienen, normal essen, Sport,. Freizeit, Urlaub-einen Alltag haben und keine Tragödie wie der jetzige Zustand!

Mein Freund kommt nä Freitag zu Besuch (wir führen ja eine Fernbeziehung).

Das war meine Geschichte nochmal für dich in Kurzfassung...jetzt verstehst du sicher, warum ich so unglücklich bin!

Liebe Grüße, Susi

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10. Februar 2012 um 21:04
In Antwort auf patchsu

Danke für deine Antwort...
Eine Auszeit...
Ich habe seit ca 5 Jahren eine Auszeit...ich musste mein Studium (Sozpäd.) nach 8 Semestern abbrechen, weil ich starke Suizidgedanken hatte und bipolare Störungen....ich war nicht mehr in der Lage ein selbststrukturiertes Leben zu führen!
Darauf habe ich mich, beginnend 2010 um Ausbildungsplätze (Kinderkrankenpflegerin und Heilerziehungspflegerin) beworben, nur Absagen...und eine Kündigung im Vorpraktikum zur HEP, da ich von meinem Internisten zu oft krankgeschrieben wurde.

Hatte aufgrund meiner symptomfreien Zeit, psychosomatische Magen/Darm Beschmerden...oft so schlimm, dass ich Nachts in die Notaufnahme musste, da mein Bauch stark gebläht war, (sah ungelogen aus wie im 7. Monat schwanger), da ich unerträgliche Krämpfe hatte, ein ätzendes Gefühl im gesamten Körper (als hätte ich Gift geschluckt) und schmerzhaftes Ziehen bis in die Brust.
Mein ganzer Oberbauch war hart und angeschwollen...so dass ich manchmal nachts kaum Luft bekommen konnte, da alles auf die Brust gedrückt hat.

Ich war ein Jahr lang keinen Tag schmerzfrei!
Habe Magen- und Darmspiegelungen machen lassen, alles o.B. nur ein verschobener Darm und ebenso Magen. Großes Blutbild, Lactoseintolleranztest etc. Alles Top-Werte!

Also da organisch nichts war, musste es psychisch bedingt sein. Ein RDS lag nahe....und so muss ich sehen, was meiner Seelee gut tut und welche Nahrungsmittel verträglich für mich sind...

Ich wurde letztes Jahr aufgrund meiner körperlichen Beschwerden ein halbes Jahr erwerbsunfähig gemeldet.

Jetzt sind die Beschwerden besser geworden, dennoch habe ich starke soziale Ängste. Ich habe regelrecht Panik davor, wieder ins Berufsleben zurück zu kehren (die letzte Arbeit hat mich zudem sehr mitgenommen)...
Ich muss mit 26 eine Ausbildung beginnen, weil ich noch keinen Abschluss habe.

Ich fühl mich eingentlich tagtäglich wie der letzte Versager, weil ich längst diplomierte Sozialpädagogin sein könnte, wenn ich damals nicht in die scheiß ES gerutscht wäre, wenn ich nicht "krankhaft" geliebt hätte.

Ich bin seit den 5 Jahren ES insg. 8 Mal (innerhalb von 4 Städten) umgezogen, weil ich mich nie zuhause gefühlt habe.
Zwischendrin war ich ohne festen Wohnsitz und beziehe ALG 2!

Ich habe unter tiefsten Depressionen und Suizidgedanken damals meine Studienarbeit geschrieben, ich musste meinen Umzug organisieren, obwohl ich vor Depressionen und Schmerzen tagelang nicht aufstehen konnte....
Ich habe es aus eigener Kraft geschafft und ich war 2 Mal je ein halbes Jahr symptomfrei...auch dies ohne professionelle Hilfe.

Und jetzt läuft mir immer mehr die Zeit davon.
Ich warte darauf, endlich meine Reha genehmigt zu bekommen, damit ich endlich in eine Klinik kann (mein 1. stat. Aufenthalt war 2008).

Ich will endlich normal leben wie alle anderen auch, arbeiten, Geld verdienen, normal essen, Sport,. Freizeit, Urlaub-einen Alltag haben und keine Tragödie wie der jetzige Zustand!

Mein Freund kommt nä Freitag zu Besuch (wir führen ja eine Fernbeziehung).

Das war meine Geschichte nochmal für dich in Kurzfassung...jetzt verstehst du sicher, warum ich so unglücklich bin!

Liebe Grüße, Susi

Wenn Du das mit meinen Augen lesen könntest...
...könntest Du sehen, dass das nicht eine Verliergeschichte ist, sondern die Geschichte einer Gewinnerin.

Wieviele Mal bist Du schon am Boden gewesen und hast Dich wieder gefangen, welche Schmerzen und Zwänge hast Du schon ausgehalten, welche unerwarteten Wendungen und Schritte hast Du schon geschafft?

Es kommen wieder andere Zeiten, alles hat seine Berechtigung. Das muss jetzt so sein, das gehört dazu. Vielleicht bist Du gerade am Anlauf holen für die nächste grosse Veränderung? Anlauf holen heisst manchmal eben auch, wieder nach unten zu gehen um Schwung zu holen.

Vielleicht musst Du nochmals merken, wie unlebenswert eine Essstörung ist. Vielleicht musst Du Dir nochmals beweisen, dass Du nicht wirklich gerne erbrichst (ich mag es nämlich manchmal, heimlich, und ich sage das nicht gerne).
Vielleicht musst Du nochmal all die Lebensmittel runterschlingen um nochmals zu wissen wie es ist.

Und dann kannst Du Abschied nehmen.
Endlich sagen: ... off Mia!

Niemand macht Dir einen Vorwurf. Das Doppelleben hat Dich lange begleitet und Dich beschützt. Es ist ja auch so, dass Du jetzt wieder etwas für Dich hast, was Du vor der Welt geheim halten kannst. Auch vor Manuel und Deiner Familie. Vielleicht brauchst Du im Moment wieder etwas, das DICH braucht?

Hast Dich zu lange in fremde Hände begeben, völlig offen über alles geredet und Dich nach aussen gestülpt? - auch das kann sehr anstrengend sein und tut dem Selbstbewusstsein nicht nur gut...

Was Du alles schon geschafft hast, all die bangen Stunden, Obdachlosigkeit und nicht mehr weiter wissen - das hat Dich abgelenkt und beansprucht, sodass du keine Zeit mehr hattest um dich um anderes zu kümmern. Jetzt aber ist ein Vakuum enstanden, die Wartezeit, und dass sich hier alte Bekannte wieder melden ist doch nur logisch.

Was wir alle wissen und Du nicht vorspielen kannst (andernfalls: Oscarverdächtig ):
Dein Wille zum Leben und zur Genesung ist stärker als je zuvor, und da hst Du uns allen einiges gelehrt und gezeigt, dass hier eigentlich der Knopf ist.

Deine Geschichte ist keine Verlieregeschichte, sondern ine Gewinnergeschichte!

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10. Februar 2012 um 22:53
In Antwort auf shanta_11913878

Wenn Du das mit meinen Augen lesen könntest...
...könntest Du sehen, dass das nicht eine Verliergeschichte ist, sondern die Geschichte einer Gewinnerin.

Wieviele Mal bist Du schon am Boden gewesen und hast Dich wieder gefangen, welche Schmerzen und Zwänge hast Du schon ausgehalten, welche unerwarteten Wendungen und Schritte hast Du schon geschafft?

Es kommen wieder andere Zeiten, alles hat seine Berechtigung. Das muss jetzt so sein, das gehört dazu. Vielleicht bist Du gerade am Anlauf holen für die nächste grosse Veränderung? Anlauf holen heisst manchmal eben auch, wieder nach unten zu gehen um Schwung zu holen.

Vielleicht musst Du nochmals merken, wie unlebenswert eine Essstörung ist. Vielleicht musst Du Dir nochmals beweisen, dass Du nicht wirklich gerne erbrichst (ich mag es nämlich manchmal, heimlich, und ich sage das nicht gerne).
Vielleicht musst Du nochmal all die Lebensmittel runterschlingen um nochmals zu wissen wie es ist.

Und dann kannst Du Abschied nehmen.
Endlich sagen: ... off Mia!

Niemand macht Dir einen Vorwurf. Das Doppelleben hat Dich lange begleitet und Dich beschützt. Es ist ja auch so, dass Du jetzt wieder etwas für Dich hast, was Du vor der Welt geheim halten kannst. Auch vor Manuel und Deiner Familie. Vielleicht brauchst Du im Moment wieder etwas, das DICH braucht?

Hast Dich zu lange in fremde Hände begeben, völlig offen über alles geredet und Dich nach aussen gestülpt? - auch das kann sehr anstrengend sein und tut dem Selbstbewusstsein nicht nur gut...

Was Du alles schon geschafft hast, all die bangen Stunden, Obdachlosigkeit und nicht mehr weiter wissen - das hat Dich abgelenkt und beansprucht, sodass du keine Zeit mehr hattest um dich um anderes zu kümmern. Jetzt aber ist ein Vakuum enstanden, die Wartezeit, und dass sich hier alte Bekannte wieder melden ist doch nur logisch.

Was wir alle wissen und Du nicht vorspielen kannst (andernfalls: Oscarverdächtig ):
Dein Wille zum Leben und zur Genesung ist stärker als je zuvor, und da hst Du uns allen einiges gelehrt und gezeigt, dass hier eigentlich der Knopf ist.

Deine Geschichte ist keine Verlieregeschichte, sondern ine Gewinnergeschichte!

Ich wurde grad völlig umgehauen,...
obwohl ich das schon von deinen Beiträgen gewohnt bin, hast du es mal wieder geschafft...

Ich weiß keine Worte...nur so viel, dass du mir mit einem Schag richtig Mut gemacht und Hoffnung gegeben hast.

Ich danke dir!
Du hast eine ganz wunderbare Gabe, den Menschen mit deinen Worten Kraft zu spenden...!

Sei ganz fest umarmt! Deine Susi

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11. Februar 2012 um 0:06
In Antwort auf abbey_12864868

Ja
Habe auch zugenommen, als ich weder gebrochen, noch gehungert hab...genau deshalb rutscht man dann auch wueder rein, weil man wieder so einen frust auf seinen körper aufbaut. Kann dir nur den tipp geben, sport zu machen! Dann nimmst du auch ab, wirst aber dabei nicht verrückt!! Versuche es auch, klappt bloss nicht immer so!
Alles mies

Mach ich...seit
10 Jahren Fitness (Kraft- und Ausdauertraining).
Alle 2 Tage geh ich 1 1/2 -2 Stunden...davon je eine Stunde Crosstrainer und ich habs Gefühl, dass es einfach nichts mehr bringt!
Ich fühl mich nur hinterher wohler, aber mein Körper wird dadurch nicht "besser" in meinen Augen!

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11. Februar 2012 um 0:12

Deine geschichte macht mich sprachlos
ich weiss leider nicht was ich dir raten könnte oder dazu sagen soll
aber wie viele hier schon schreiben du bist eine unglaublich starke person und du kämpfst immer und immer wieder
du hast es verdient glücklich zu sein weil du dich verdammt noch mal wirklich bemühst.. und du machst deinen weg trotz aller widrigkeiten

gleichzeitig bemühst du dich auch noch den leuten hier zu helfen obwohl du selbst schon genug um die ohren hast

ich wünsche dir auf jeden fall alles alles gute und dass du es irgendwann schaffst ganz ohne die essstörung durchs leben gehen zu können

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11. Februar 2012 um 4:23
In Antwort auf elfa_12568967

Deine geschichte macht mich sprachlos
ich weiss leider nicht was ich dir raten könnte oder dazu sagen soll
aber wie viele hier schon schreiben du bist eine unglaublich starke person und du kämpfst immer und immer wieder
du hast es verdient glücklich zu sein weil du dich verdammt noch mal wirklich bemühst.. und du machst deinen weg trotz aller widrigkeiten

gleichzeitig bemühst du dich auch noch den leuten hier zu helfen obwohl du selbst schon genug um die ohren hast

ich wünsche dir auf jeden fall alles alles gute und dass du es irgendwann schaffst ganz ohne die essstörung durchs leben gehen zu können

Danke, Myon...
das ist so lieb!
Dass ich anderen helfe, das hilft mir selbstso sehr, so komm ich mir nicht komplett unnütz vor.
Es ist erschreckend, wie schnell sein Leben aus den Fugen geraten kann...nur weil man ich einem Moment (in der Hoffnung, dass man richtig handelt) intuitiv den falschen Weg einschlägt, ohne zu wissen, dass einem der Teufel dort die Hand reichen wird...

Ich stand damals wirklich bildlich an einem Weg der sich gespalten hat und ich musste mich entscheiden, welchen ich gehn will...leider sah der eine Weg heller und verlockender für mich aus. Jetzt weiß ich, dass es die Flammen der Hölle waren, die den Weg erhellten...

Ich wette, der andere Weg wär zwar noch einpaar Schritte düster gewesen, doch dann nach einer Zeit hätte ich mein eigenes kleines Licht entfacht...

Ich wünschte mir so sehr, dass ich nochmal die Wahl hätte...wenn ich nur einen Wunsch frei hätte, nur einen einzigen...

Ich hab einfach keine Kraft mehr daran zu glauben, was ich selbst immer sage. Dass die ES einen Sinn hat, dass sie eine Art Probe ist...hab ich die Probe bestanden, wenn ich mir die Blümchen von unten anseh?
Wer sich das Leben ausgedacht hat, der kannte garantiert diese Seite nicht...

Ich hör mal auf, will keinen zu Tode deprimieren...

Dennoch,... ich möchte daran glauben, dass alles gut wird. Denn ohne meinen Glauben wäre ich nicht mehr hier...

Danke für eure viele Hilfe, Susi


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11. Februar 2012 um 14:46
In Antwort auf patchsu

Danke, Myon...
das ist so lieb!
Dass ich anderen helfe, das hilft mir selbstso sehr, so komm ich mir nicht komplett unnütz vor.
Es ist erschreckend, wie schnell sein Leben aus den Fugen geraten kann...nur weil man ich einem Moment (in der Hoffnung, dass man richtig handelt) intuitiv den falschen Weg einschlägt, ohne zu wissen, dass einem der Teufel dort die Hand reichen wird...

Ich stand damals wirklich bildlich an einem Weg der sich gespalten hat und ich musste mich entscheiden, welchen ich gehn will...leider sah der eine Weg heller und verlockender für mich aus. Jetzt weiß ich, dass es die Flammen der Hölle waren, die den Weg erhellten...

Ich wette, der andere Weg wär zwar noch einpaar Schritte düster gewesen, doch dann nach einer Zeit hätte ich mein eigenes kleines Licht entfacht...

Ich wünschte mir so sehr, dass ich nochmal die Wahl hätte...wenn ich nur einen Wunsch frei hätte, nur einen einzigen...

Ich hab einfach keine Kraft mehr daran zu glauben, was ich selbst immer sage. Dass die ES einen Sinn hat, dass sie eine Art Probe ist...hab ich die Probe bestanden, wenn ich mir die Blümchen von unten anseh?
Wer sich das Leben ausgedacht hat, der kannte garantiert diese Seite nicht...

Ich hör mal auf, will keinen zu Tode deprimieren...

Dennoch,... ich möchte daran glauben, dass alles gut wird. Denn ohne meinen Glauben wäre ich nicht mehr hier...

Danke für eure viele Hilfe, Susi


Es ist nie zu spät, ich habe es geschafft!!
Hallo, es ist NIE zu spät!!!! Ich möchte euch nicht gerne meine Geschichte erzählen, nur, dass ich über 20 Jahre an einer Esstörung gelitten habe und es NIEMAND gemerkt hat. Ich führte die ganze Zeit ein Doppelleben. Es wäre auch sicherlich so weiter gegangen, wenn es nur um mich gegangen wáre. Ich selber hätte mich zerstört.

Ich habe noch NIE, mit NIEMANDEn darüber geredet, und das sit das erste Mal, wo ich mich dazu äussere. Ich habe schon öfter einen Beitrag von dir gelesen und finde, dass du eine aussergewöhnliche Frau bist. Obwohl ich dich nicht kenne, bist du mir sehr sympatisch und deshalb melde ich mich, um dir zu zeigen, dass es einen Weg gibt. Ich habe meine ES (hatte die selbe Störung wie du) von einem auf den anderen tag aufgegeben und mcih dem "normalen " Leben zugewandt, da ich meine Familie nicht weiter zerstören wollte. Durch meine ES war ich sehr aggresiv und depressiv und habe das vorallem an meinen Kindern ausgelassen.

Es gibt sicher sehr viel über mein Leben zu berichten, letztendlich unterscheidet es sich aber wenig von deinem. Der Unterschied ist aber, dass ich eines Tages aufgewacht bin und den Entschluss gefasst habe, ein Leben zu Leben wie all die anderen auch. Ich habe es angenommen, dass mein Körper sich verändert hat. Klar, ich wiege nun etwas mehr als damals, aber noch immer gelte ich als schlank. Ich esse normal, versuche nicht, wie viele von euch nur "gesunde vollwertige" Dinge zu essen, sondern freue mich auch über ein ganz normrales Honigbrötchen -aus Weissmehl- zum Frühstück. Andere Leute essen es ja auch!!!!!!

Ihr muesst euch klar werden, dass Lebensmittel keine Feinde sind, und wenn ihr Lust auf ein Nutellabrot habt, dann esst es auch!!!!!

Ich bin übrigens seit einem Jahr "gesund" und weiss, dass dies so weiter geht. Nur ihr selber könnt euch helfen,.

Es gibt kein grosses Geheimnis, aus der ES herauszukommen, nur eines ist wichtig, dass man sich liebt!!!!!!!! Sicherlich gibt es immer Stellen an deinem Körper, die einem nicht gefallen, aber das ist NORMAL!!!!

Früher war ich sehr schlank, fast dünn, habe das jedoch nicht so empfunden. Heute wiege ich mehr, fühle mich jedoch dadurch nicht weniger atraktiv.

Du bist ein liebenswerter Mensch, ich merke das, und ich hoffe, du merkst es auch!!!!!!!!

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12. Februar 2012 um 3:14
In Antwort auf oprah_12327525

Es ist nie zu spät, ich habe es geschafft!!
Hallo, es ist NIE zu spät!!!! Ich möchte euch nicht gerne meine Geschichte erzählen, nur, dass ich über 20 Jahre an einer Esstörung gelitten habe und es NIEMAND gemerkt hat. Ich führte die ganze Zeit ein Doppelleben. Es wäre auch sicherlich so weiter gegangen, wenn es nur um mich gegangen wáre. Ich selber hätte mich zerstört.

Ich habe noch NIE, mit NIEMANDEn darüber geredet, und das sit das erste Mal, wo ich mich dazu äussere. Ich habe schon öfter einen Beitrag von dir gelesen und finde, dass du eine aussergewöhnliche Frau bist. Obwohl ich dich nicht kenne, bist du mir sehr sympatisch und deshalb melde ich mich, um dir zu zeigen, dass es einen Weg gibt. Ich habe meine ES (hatte die selbe Störung wie du) von einem auf den anderen tag aufgegeben und mcih dem "normalen " Leben zugewandt, da ich meine Familie nicht weiter zerstören wollte. Durch meine ES war ich sehr aggresiv und depressiv und habe das vorallem an meinen Kindern ausgelassen.

Es gibt sicher sehr viel über mein Leben zu berichten, letztendlich unterscheidet es sich aber wenig von deinem. Der Unterschied ist aber, dass ich eines Tages aufgewacht bin und den Entschluss gefasst habe, ein Leben zu Leben wie all die anderen auch. Ich habe es angenommen, dass mein Körper sich verändert hat. Klar, ich wiege nun etwas mehr als damals, aber noch immer gelte ich als schlank. Ich esse normal, versuche nicht, wie viele von euch nur "gesunde vollwertige" Dinge zu essen, sondern freue mich auch über ein ganz normrales Honigbrötchen -aus Weissmehl- zum Frühstück. Andere Leute essen es ja auch!!!!!!

Ihr muesst euch klar werden, dass Lebensmittel keine Feinde sind, und wenn ihr Lust auf ein Nutellabrot habt, dann esst es auch!!!!!

Ich bin übrigens seit einem Jahr "gesund" und weiss, dass dies so weiter geht. Nur ihr selber könnt euch helfen,.

Es gibt kein grosses Geheimnis, aus der ES herauszukommen, nur eines ist wichtig, dass man sich liebt!!!!!!!! Sicherlich gibt es immer Stellen an deinem Körper, die einem nicht gefallen, aber das ist NORMAL!!!!

Früher war ich sehr schlank, fast dünn, habe das jedoch nicht so empfunden. Heute wiege ich mehr, fühle mich jedoch dadurch nicht weniger atraktiv.

Du bist ein liebenswerter Mensch, ich merke das, und ich hoffe, du merkst es auch!!!!!!!!

Jede Träne für ein Stück weit mehr Hoffnung...

Ich danke dir so sehr-deine Worte waren bitternötig und haben mich berührt...
Ich konnte lange nicht mehr weinen, aber dank deiner Worte überkam es mich grad und es tat gut, dass in mir noch mehr schlummert als Depressionen, Gefühlskälte...
In mir schlummert auch Hoffnung!
Und als du geschrieben hast, dass du andere damit kaputt gemacht hättest...ist mir klar geworden, dass es bei ebenso ist...DAS WILL ICH NICHT! Zumal ich etwas Kostbares an meiner Seite habe und ich nicht mehr ein Leben allein führe, sondern ein Leben zu zweit!
Danke, aus tiefstem Herzen,...danke! Deine Susi

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12. Februar 2012 um 9:35

Hey...
Ich weiß nicht mehr genau, ob du das gewesen bist, die schonmal gefragt hatte, ob wann sich die Proportionen relativieren? Ich habs nicht so mit Namen und Merken

Also ich hab erstmal auch fast nur am Bauch zugenommen und dann recht schnell an den Armen (womit ich bis heute Probleme habe, weil sich halt NICHT MEHR wie dünne Ästchen aussehen ) und an der Oberweite. Zuletzt kamen dann Po und Beine dran. Insgesamt gesehen sind meine Proportionen jetzt harmonischer, als zu den Zeiten, wo ich dünn war. Da meine "Problemzone" eindeutig Bauch und die Seiten sind (also seitlich neben den Beckenknochen), hatte ich da immer noch ein gewisses Pölsterchen bzw. schlaffe Haut, wo andere Körperteile schon recht knochig waren.
Jetzt hab ich überall etwas und es sieht bestimmt viel besser aus.

Wieviel hast du denn jetzt schon zugenommen?

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