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Dominanz und Narzisst?

14. Dezember 2011 um 0:49

Der Mann um den es hier geht ist nicht mein Partner in dem Sinne, wir leben eine andere Art von Beziehung aus, in der Vertrauen eine sehr wichtige Rolle spielt.
Ich bin seine Sklavin und er ist mein Herr.
Eine Sklavin darf nicht viel und man verlangt doch einiges von ihr, und doch lernte ich es so kennen, das der Herr meist immer noch mensch blieb und das auch ein normaler Alltag möglich ist.
Und als Sklavin stehe ich zwar schon irgendwie auf Schmerz und Demütigung, doch jeder Herr weiß das es eine Grenze gibt.
Warum ich hier schreibe, mein jetziger unterscheidet sich im großen und ganzen, denn das erste was er meinte, das alle anderen eh keine Ahnung haben und nur er weiß wie es richtig geht.

Am Anfang war er allerdings sehr Gentleman. Er hat mich in den Himmel gehoben, telefonierte stundenlang oder schrieb mit mir über Messenger.
Doch schon schnell kam dann, das ich nichts kann, nichts aushalte, zu dumm bin und ihn einengen würde. Er zog sich zurück, weil ich nur jammern würde, weil ich mal sagte ich würde ihn gern mal wiedersehen oder fragte warum er nicht mehr anruft. Zu dem Zeitpunkt hatte er allerdings auch schon etwas neues gefunden, das er haben wollte und bemühte sich auch darum. Also wartete ich ab, bis wieder mehr von ihm kam, und prompt war die andere weg, meldete er sich auch wieder bei mir.
Seine Begründung für den Rückzug war einfach, ich wäre zu Eifersüchtig und zu Besitzergreifend. So habe ich dann überlegt, ob ich nicht vielleicht wirklich zu Besitzergreifend gewesen bin und versucht das zu ändern. Meldete mich nur noch wenn es nötig war und war erfreut wenn er sich meldete.
Da hieß es dann, ich würde nichts mehr für ihn empfinden.
Also suchte er ein neues Objekt und ich durfte wieder warten. Während andere mir in den Ohren lagen, das ich mich trotz allem nicht so rumschubsen lassen müsste, und das ich besser gehen sollte, weil er mich kaputt machen würde, versuchte ich für sein Verhalten immer Gründe zu finden, auch wenn er im Grunde immer nur an mir rummeckerte, mir immer sagte das ich nichts lernen würde und eigentlich eh zu nichts zu gebrauchen.
Es machte irgendwann in meinem inneren klick und ich ging. Bei allem was ich bin und bis zu dem Zeitpunkt war ich es gern, es tat nur noch weh und ich stellte mir die Frage, ist es das was du möchtest, wovon du geträumt hast.
Doch, er meldete sich auf einmal wieder öfter bei mir, umgarnte mich, meinte er hätte mir nur eine Auzeit gegeben, damit ich wieder zu mir komme. Und so ging ich wieder zurück.
Und hatte ende 2010 eine wirklich schöne Zeit, es schien als habe er sich geändert, er ging tatsächlich auf mich ein, holte mich zu sich, hatte dabei zwar auch noch eine andere mit der ich mich auch verstand, doch er gab uns beiden das gefühl, da zu sein, war zwar streng udn auch fordernt, doch dabei immer gerecht, so das ich mich wieder wohlfühlen konnte.
Irgendwann bemerkte ich, das er sich wieder ein wenig zurückzog, doch ich dachte, er hätte einfach nur schlechte laune.
Dann stellte er mir ein neues Objekt seiner Begierde vor, und ja, ich habe falsch reagiert, eifersüchtig, vor Angst.
Doch er belog mich auch, was es mit seinem anderen Objekt auf sich hatte, es kam soweit, das er mir sagte, sein leben hätte mich nicht zu interessieren, und so akzeptierte ich es. Bekam nur hintenherum heraus, das er mich angelogen hatte, genau wie ich wieder warten durfte, Gespräche gab es kaum, alles nur kurz angebunden, und Fragen beantwortete er nicht. Abgesehen davon hätte ich ja auch selber herauszufinden, was er möchte und was nicht, für mich schwierig bei 1 Minuten anrufen und zwei zeilen Schreiben, und das einmal die Woche.
Nach einem halben Jahr war es mit dem anderen Objekt auch vorbei und wiederum durfte ich auf einmal wieder zu ihm kommen und öfter mit ihm reden und schreiben, doch schön, nein.
Wieder wurde ich nur heruntergemacht, immer wieder meinte er ich könnte ja gehen und ich weiß nicht warum ich nicht einfach gegangen bin. Ich habe auf vieles verzichtet, keinen Partner weil er es nicht wollte, denke weil er dann hätte teilen müssen.
Im Grunde durfte ich gar nichts mehr, nicht mal verschreiben, oder humorvoll schreiben. Für alles hat er mich sofort zusammen gefaltet, bis von mir nichts mehr kam. Es ging einfach nicht mehr. Ich konnte mich abmühen wie ich wollte, versuchen ihm gerecht zu werden und er meckerte nur herum. Dazu sollte ich noch sagen, das ich manisch Depressiv bin und mich sein gemecker nur herunter zog.
Nach einigen Wochen, wusste ich einfach nicht mehr was ich machen sollte und reagierte nur noch, wenn er sagte was ich tun sollte.
Bis es aus mir herausplatzte und ich mich wehrte.
Wenn ein Gespräch ihm nicht passte, dann brach er ab, er müsse nicht mir mir diskutieren, ich hätte ja eh zu tun was er wolle. Womit er zwar Recht hatte, doch im BDSM ist reden eigentlich das A und O, ansosnten weiß der Herr nämlich nicht, was mit seiner Sklavin los ist und sie kann sich nicht auf ihn einstellen.
Nun gut, er erzählte mir viele Geschichten, von Schlägereinen, das er so vieles unter Kontrolle habe, das ja die Firmen bei denen er gearbeitet hatte ohne ihn kaputt gehen würden. Erzählte von so vielen anderen Mädchen mit denen er so vieles gemacht hatte, ging immer wieder über grenzen hinweg, bei denen er wusste, das sie mir weh tun würden, pochte dabei immer wieder auf das vertrauen, das ich ja in ihn zu haben hätte und, machte mir immer wieder klar das ich ja nichts darf und er machen könne was er wollte.
Auch wenn ich gelernt hatte, von früheren Herren, das auch ein Dom nicht wirklich machen kann was er will und sowohl Rechte wie auch Pflichten hat.
Doch er nahm sich nur seine Rechte und schien auf seine Pflichten zu Pfeifen.
Laut ihm ist er in seinem Leben schon alles gewesen, alle anderen machen ja auch nur die fehler und er nicht, so ja auch ich, denn wenn etwas schief lief, war ich es.
Ging etwas kaputt, war ich schuld, lief die ganze BDSM Beziehung nicht wie er es sich gedacht hat, war ich schuld. Ging es ihm schlecht, war ich nicht nur Schuld, sondern er zog mich dann auch noch mit herunter.
Und immer wieder das Thema, er würde mich wegschicken.
Vor einigen Monaten habe ich ihm gesagt, das ich mich kaputt machen lasse und kein Zombie sein möchte, das ich ihm gern gebe, doch wenn er es nicht haben möchte, dann wäre das sein Problem.
Auch er sitzt da, spielt Kriegsspiele, Kifft zieht immer über andere her, weil er ja der alles besser weiß, kann auch alles mögliche mobilisieren um zu bekommen was er will.
Sicher muss man abstufungen machen, doch die agressionen die er oftmals hat, da bekommt man Angst, genauso wenn er erzählt was er am liebsten mit einem machen würde, da freut sich die Masochistin in mir nicht, sie bekommt Angst.
Doch der Witz ist, er sagt soviel, er gibt soviele Versprechen, er will angeblich soviel mit einem machen, doch es tut sich nichts.
Das dumme ist, das es im moment wieder etwas vernünftiger läuft und bei mir das Gefühl sich wieder einstellt, ich würde für ihn durchs Feuer gehen, mit dem Wissen, es wird mich zerstören.
Und ich weiß das es wieder eine Zeit geben wird in der ich wieder nur warte, auch wenn das normal ist, oder sein kann.
Doch letztens Stelle ich mir immer wieder die Frage, und ich bin doch schon über zwei Jahre sein Eigentum, neun Monate leiden für drei monate ein wenig Aufmerksamkeit, und in den wenigen monaten dann auch nur alles auf sparflamme und hoffen auf das was er verspricht?
Nachdem ich mit einer Bekannten über das ganze gesprochen habe, meinte diese nur, was für ein Narzisst und daraufhin habe ich mich nun im Internernet darüber "infomiert". Vieles von seinem Verhalten spricht dafür, dieses andere runtermachen und sich aufspielen, dieses belügen und auch das sich nicht um andere kümmern wollen. Die immerwährende suche nach etwas neuem.

Und ich habe mich gefragt ob er den BDSM Bereich dafür nutzt, um seinen Narzissmuss auszuleben.

Liebe Grüße
Amalia

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14. Dezember 2011 um 17:47

P.S.
In den etwas über zwei Jahren hat er sein Aussehen, wie auch sein verhalten immer mehr auf "böse" getrimmt.

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22. Dezember 2011 um 15:49

2. PS
Ja und wenn es ihm schlecht geht, zieht er einen so dermaßen herunter und trampelt verbal auf einem herum, gibt einem immer nur die schuld, weil er ja an nichts schuld sein kann, denn er ist perfekt.

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