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Die Sucht nach Sport

13. August 2014 um 19:33

Ich bin 175 cm gross und wiege 60 kg... Tiefstes Gewicht war 50 kg und höchstes Gewicht war 70 kg.

Ich merke irgendwie, dass ich total diesen Bewegungsdrang habe. Immer wenn ich mich bei 60 Minuten joggen auspowern kann fühle ich mich total wohl und gut in meinem Körper für den Rest des Tages. Mache ich aber einmal 2 Tage keinen Sport dann drehe ich fast durch und fühle mich fett wie ein Elefant, traue mich nicht raus auf die Strasse. Ich bin direkt nach dem Sport viel zufriedener in meinem Körper und fühle mich einfach Pudelwohl...
Wenn ich 2 Tage "normal" esse und keinen Sport mache (3 Mahlzeiten einigermassen gesund) fühle ich mich wirklich schrecklich und habe auch das Gefühl, dass mein Stoffwechsel weniger gut und schnell arbeitet.
Wenn ich Sport mache habe ich das Gefühl, dass alles viel besser und schneller verdaut wird. Sonst habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich alles staut und es unendlich lange geht, bis es wieder rauskommt...
Vielleicht ist das einfach nur Einbildung.


Was denkt ihr darüber? Geht es jemandem ähnlich?

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13. August 2014 um 20:05

Ganz tief drinnen ...
... erinnere ich mich auch an so eine Zeit in meinem Leben. Ich war Radsportlerin - war bei den Vattenfall Cyclassics angemeldet und bin jeden Tag 35km Rad gefahren. Am Wochenende auch gerne mal ne RTF mit 80km. Wenn ich einen Tag nicht gefahren bin, dann fehlte was. Aber nicht, weil ich so gerne Radfahren mochte. Es war einfach, dass ich gleich im Spiegel viel fetter aussah. Ich hatte damals noch ein paar kg mehr drauf als du mit deinem Höchstgewicht - aber war in der Regel von Grund auf Zufrieden. Das Radfahren habe ich leider aufgeben müssen (vorerst) ... aus gesundheitlichen Gründen ... habe ich mich aber direkt nach dem Radfahren im Spiegel betrachtet, so fand ich mich eigentlich ganz ok bis hübsch.

Idee: Liegt es am Adrenalinausstoß, der einem fehlt und der einen daher etwas "unzufrieden" macht? Ist nicht alles ne Hormonsache?

... aber ja, ich kann das Gefühl nachvollziehen. Mag aber keine Wertung abgeben, ob das jetzt gut oder schlecht ist, oder krank oder gesund, oder ob das bei anderen auch so ist ... Sport ist wichtig und gehört dazu - jeden Tag ne Stunde Joggen - gut, dass ist wohl sehr viel mehr, als so manch Durchschnittsbürger macht ... sich nicht gut fühlen, wenn man sich nicht bewegt ... auch normal. Dennoch höre ich einen leichten Unterton in deinem Geschriebenen, der mich aufhorchen lässt.

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13. August 2014 um 20:32

Tgl Sport
Ohja, ich kenne das selber nur zu gut...es gab Zeiten da habe ich mindestens 5x die Woche Sport gemacht, inzwischen versuche ich es auf dreimal die Woche zu beschränken, aber nach jedem Lauf oder Pilateseinheit bin ich richtig "glücklich" - mag daran liegen, dass Serotonin freigesetzt werden = Glückshormone...deswegen kann Sport auch zur Sucht werden

Darf ich fragen ob du irgendwie in einer Therapie bist?

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13. August 2014 um 20:51
In Antwort auf magda_12558769

Ganz tief drinnen ...
... erinnere ich mich auch an so eine Zeit in meinem Leben. Ich war Radsportlerin - war bei den Vattenfall Cyclassics angemeldet und bin jeden Tag 35km Rad gefahren. Am Wochenende auch gerne mal ne RTF mit 80km. Wenn ich einen Tag nicht gefahren bin, dann fehlte was. Aber nicht, weil ich so gerne Radfahren mochte. Es war einfach, dass ich gleich im Spiegel viel fetter aussah. Ich hatte damals noch ein paar kg mehr drauf als du mit deinem Höchstgewicht - aber war in der Regel von Grund auf Zufrieden. Das Radfahren habe ich leider aufgeben müssen (vorerst) ... aus gesundheitlichen Gründen ... habe ich mich aber direkt nach dem Radfahren im Spiegel betrachtet, so fand ich mich eigentlich ganz ok bis hübsch.

Idee: Liegt es am Adrenalinausstoß, der einem fehlt und der einen daher etwas "unzufrieden" macht? Ist nicht alles ne Hormonsache?

... aber ja, ich kann das Gefühl nachvollziehen. Mag aber keine Wertung abgeben, ob das jetzt gut oder schlecht ist, oder krank oder gesund, oder ob das bei anderen auch so ist ... Sport ist wichtig und gehört dazu - jeden Tag ne Stunde Joggen - gut, dass ist wohl sehr viel mehr, als so manch Durchschnittsbürger macht ... sich nicht gut fühlen, wenn man sich nicht bewegt ... auch normal. Dennoch höre ich einen leichten Unterton in deinem Geschriebenen, der mich aufhorchen lässt.

Ich kenne das auch all zu gut
Und weiß auch nicht, ob es gut oder schlecht ist. Ich weiß aber, dass wenn ich morgens ne Stunde joggen gehe, mein Körpergefühl viel besser ist über den Tag und ich mich besser akzeptieren kann.
Ab wann wird es denn kritisch bzw. sollte man sich Gedanken machen?
Lg

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13. August 2014 um 20:52

Kommt mir bekannt vor..
ich mache mitlerweile jeden Tag drei bis sechs Stunden Sport, und fühle mich danach auch sehr viel wohler als vorher. Ich weiß, dass es krankhaft ist und kein Dauerzustand sein sollte, aber ich denke, vorerst muss ich damit leben, ohne geht es zur Zeit gar nicht..
Ein gesundes Maß an Sport ist gut für den Körper, demnach kann sich schon erklären, dass Du Dich hinterher wohler fühlst. Jedoch solltest Du ein Auge darauf haben, dass es nicht im Übermaß zum absoluten Zwang wird.

LG, Alina

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14. August 2014 um 8:13

Sehr ähnlich sogar!
Hey, liebes blumenkind!

Solch einen Aktivitätsdrang und diese Sehnsucht nach dem erfüllenden und körperlich wundervollen Gefühl nach Sport und Bewegung kenne ich sehr gut. Sofern es mir die Zeit und Energie zulässt, bin ich auch täglich dabei, irgendeine Art von Sport zu betreiben und fühle mich eigentlich erst danach als "ganzer Mensch", davor bin ich es eben nur "halb"..
Auch klar ist, dass sich diese Art "Sucht" nicht immer mit dem Alltag vereinbaren lässt. Mit Arbeit/Schule/Studium sehe ich mich zumindest nicht täglich in der Lage, 1-2h Sport nachzugehen. Dennoch ist es ein so wichtiger Teil meines Lebens, dass ich ihn mir bestmöglichst in den Alltag einzubauen versuche.

Ein gesundes Maß ist schwer zu definieren. Sofern du keine übermäßige Aggressivität und arge Stimmungsschwankungen in Phasen ohne Sport erlebst und dein Körpergewicht in einem angemessenen Bereich halten kannst, ist mMn alles in Ordnung.

Die Sache mit dem herunterfahrenden Stoffwechsel und Ekel vor dem eigenen Körper ist leider nur Einbildung und Teil der ES..diese Gefühle kenne ich zu gut und habe so spontan auch kein Geheimrezept parat. Außer sich so objektiv wie möglich klar zu machen, dass es eben nicht der Fall ist..

Liebe Grüße und alles Gute!

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14. August 2014 um 12:14

Kopf vs Gefühl
Hallo Dori

du hast zwar Recht mir dem was du schreibst, aber ich denke wenn man wirklich noch in ner ES drinsteckt/eine hatte - was auch immer, dann fühlt man sich selbst einfach unattraktiv, wenn man WEIß dass man zugenommen hat (auch wenns nur 300g sind), ich kenne das selber und es macht mich wahnsinnig.

Der Kopf reagiert genau wie du es beschreibst: "Es sieht keiner und es kümmert auch niemanden wieviel du wiegst".

Das Gefühl ist aber leider ein ganz anderes

Von daher kann ich Blumenkind da schon verstehen, dass sie sich unwohl in ihrem Körper fühlt, wenn sie keinen Sport treibt (allerdings hab ich auch noch einige Arbeit vor mir das ist mir durchaus bewusst)

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14. August 2014 um 19:06

Sportsucht und Zwang
Hallo = )

die beschriebene Situation kommt mir sehr bekannt vor: in einer meiner ganz schlimmen ms-phasen vor ca 1jahr hatte ich einen richtigen Sportzwang und eine Sucht danach. ich konnte nicht ohne Sport:
einerseits, weil ich mir damit wohl die Glücksgefühle holte, die ich sonst garnicht mehr fühlen konnte, weil ich einfach zu wenig aß und in Unterernährung funktioniert das mit dem Serotonin nur seeeehr schwer.
und zweitens, um Etwas zu Leisten. so hatte ich den Eindruck etwas zu tun, um zu rechtfertigen, dass ich was esse.
als ich noch zur Schule ging und zum ersten Mal richtig in die MS gerutscht bin, so habe ich wegen des ganzen Sports meine Freunde vernachlässigt und sogar den Unterricht geschwänzt, um das Pensum zu schaffen. zu Beginn machte es noch spaß, denn ich war schon immer Leichtathletin aus leidenschaft und trainierte mehrmals die woche und war sehr erfolgreich. doch als die MS kam, nahm der Sport krankhafte Ausmaße an und ich litt sehr darunter aber konnte es nicht lassen, so groß war die Angst vor dem was passiert wenn ich keinen Sport treibe.
und was kam dann? ich verletzte mich. richtig stark und konnte 3 wochen nicht gehen, meine Beine nicht bewegen. ich wurde gezwungen mich ruhig zu verhalten. und diese Tatsache hat mich geheilt. ich hatte kompletten Entzug und zuerst war es die Hölle für mich, doch rückblickend kann ich sagen: es war das beste was hätte passieren können, sonst wäre ich da warscheinlich heute noch in diesem Teufelskreis drin.
und was soll ich sagen? ich habe selbst erleben müssen am eigenen Leib, dass mir nichts passiert ist. diese Erkenntnis hat mich erstaunt. ich denke jede von euch muss das für sich selbst auch erfahren: es passiert nichts, wenn man mal Ruhe hat und "faulenzt". im Gegenteil: das ist für die Muskulatur sehr wichtig!

solang man selbst nicht darunter leidet, so denke ich ist es okay. aber sobald man nervös wird bei Ruhe, sollte man sich schon Gedanken machen warum.
mein hausarzt meinte auch mal als tip, dass man es mit der Einnahme von thryptopan versuchen kann (der vorstufe zum glückshormon serotonin), um zu gucken ob es evtl wirklich am "Kikk" liegt durch zu wenig Serotonin.

oh das wurde lang

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Von: blumenkind009
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