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Die Sucht des Partners zerstört mich

9. November 2014 um 13:27

Hallo liebe Forummitglieder,

ich hatte schon vor einiger Zeit mal eine Diskussion eröffnet. Wenn ich mir die Diskussion heute ansehe, muss ich erkennen das seit dem guten halben Jahr alles noch viel schlimmer geworden ist mit der Sucht meines Partners.

Es ist so das mein Partner nach wie vor jeden Abend 1-2 Schnäpse und 2-3 Bier trinkt. Auch wenn er ein paar Stunden später zur Arbeit muss.
Manchmal wirds sogar während der Arbeitswoche mehr Schnaps, wenn er irgendwelche Sorgen hat.
Am Wochenende, sobald Stress ist, Probleme, oder was auch immer, langt er dann richtig zu.
Er trinkt dann einen Schnaps nach dem anderen und fängt IMMER mit streiten an. Außerdem schreibt er jedes Mal im Suff seiner Ex das er sie wieder will.
Vor einigen Tagen haben sie sich als er voll war, nun sogar getroffen und ich konnte es beobachten. Er hat sie umarmt und zum Abschied noch einen Kuss auf den Mund gegeben. Dabei hat sie selbst auch seit 2 Jahren einen anderen Mann.
Ich war total schockiert wie weit er nun schon geht.
Aber das beste folgte noch, als er mich (als er zurück in der Wohnung war) anfing zu beleidigen. Das tut er nun auch schon routinemäßig im Suff. Da bin ich dann eine Schlam..., ein Assi, soll mich verpissen, soll woanders f...gehen usw.
Aber diesmal hat er mir sogar ins Gesicht geschlagen. Ich hatte ihn mit seiner Bierflasche in der Hand, zur Seite geschoben und pötzlich holte er aus und schlug mit der linken Faust in mein Gesicht. Meine Brille zerbrach sofort. Ich fing an zu heulen und ging ins Schlafzimmer. Er kam mir hinterher und gab mir so einen Schups das ich gegen die Schrankwand und dann auf den Boden knallte.
Irgendwann legte er sich einfach aufs Bett und schlief endlich. Er schlief ja auch öfters schon irgendwo in der Wohnung auf dem Fußboden und merkte es nichtmal.
Nun war er gestern wieder angetrunken (es war zum Glück nicht soviel wie letztes mal), und er gab mir im Wortgefecht wieder einen solchen Schups das ich in der Küche zu Boden ging.
Seiner Mutter, die mich sonst eigentlich oft unterstützt hat, weiß von alledem. Er stritt es jedoch bei ihr ab. Er hätte mich nie angefasst und die Brille sei im Gerangel kaputt gegangen. Seine Mutter ist nun auch der Meinung das er mich nicht angefasst hat, denn wenn er mich geschlagen hätte dann müsste man es ja sehen.
Sie spielt das auch oft sehr runter, vonwegen das er garnichts getrunken hätte weil man nichts riecht aber man sieht es ihm ja auch schon beim gehen an.
Im Gesicht sieht man wirklich nichts von dem Schlag, aber mein Jochbein tut weh. Auf der Schulter und an der Hüfte habe ich jeweils einen kleinen blauen Fleck vom Sturz.
Aber ich fühle mich dann so hilflos, wenn er trotzdem alles abstreitet und dabei doch genau weiß was er getan hat.

Ich bin selbst nun seit einigen Monaten nicht mehr arbeistfähig. Musste sogar zum Amtsärztlichen Gutachten wo dies bestätigt wurde. Ich nehme auch einige Tabletten (Antidepressiva usw) weil ich Schlafprobleme usw habe und soll deswegen eigentlich dringend in Therapie, vorangig stationär.
Aber ich kanns nicht. Meine Familie weiß von alledem nichts, zumindest kennen sie nicht das Ausmaß. Sie wissen das er "alle paar Monate" trinkt und raten mir immer wieder mich endlich zu trennen und abzuhauen.
Wie kaputt ich durch diese ganze Geschichte bin und wie oft er in Wirklichkeit trinkt und was er dann so tut, wissen sie nicht und ich möchte nicht mit ihnen drüber reden.
Durch seine ganzen Beleidigungen und Taten, hat mein Selbtwertgefühl natürlich total gelitten. Ich fühle mich manchmal nur noch nutzlos und überflüssig; sein Fußabtreter.
Die einzige Freude ist mein kleiner Nebenjob. Da hab ich Spaß und komme auf andere Gedanken.
Ich kann mit niemandem darüber reden. Auch mein Hausarzt weiß garnicht wie schlimm es bei mir zuhaus zugeht. Ich habe nie Details genannt wenn ich zu Terminen komme und mir Rezepte für das Antidepressiva hole. Ich schäme mich dafür...vor allen.
Nun habe ich schon überlegt ob ich mal zu einer Beratungsstelle für Suchtkranke gehe. Vielleicht kennen die ja solche Fälle und sind nicht so schockiert wie es mein Hausarzt wahrscheinlich wäre.
Ich brauche einfach jemanden der mir sagt, wenn er wieder trinkt, dann tu dies oder das.

Vielleicht kann ich mich auch niemandem anvertrauen weil ich die Antwort kenne. Ich habe alles falsch gemacht...bin zu einem Alkoholiker gezogen, lasse mich hier regelmäßig erniedrigen und zerbreche daran, aber bin immernoch bei ihm.
Ausziehen wollte ich schon einige Male, habe mich aber immer wieder mit leeren Versprechungen einlullen lassen.
Zumal es durch finanzielle Probleme (ich bin insolvent) auch total schwierig war überhaupt irgendwo eine Wohnung zu bekommen.

Immer und immer wieder hoffe ich nach seinen "Sufftagen" (ich denke in 2-3 Tagen wird er sich wieder einkratzen), dass es das nächste Mal anders wird...das er nicht trinkt...das er dann nicht wieder streitet und beleidigt...und nochmal schlägt und dann am Ende wieder alles abstreitet und behauptet ich sei krank.

Vielleicht sind ja hier auch Coabhängige (denn das bin ich mittlerweile, weil ich seinen Suff überall vertuschen muss und lüge damit ich niemanden sagen muss das er heut z.B.leider nicht mit zum Treffen kommt weil er seinen Rausch ausschlafen muss).

Wie komme ich nur jemals aus dieser Spirale wieder raus????
Gibts überhaupt irgendeine Möglichkeit ihn zu einer Therapie zu bewegen???

Er macht nicht den Eindruck verstanden zuhaben das er krank ist. Zum Arzt geht er schon einige Jahre nicht mehr, aus Angst vor den Blutergebnissen.
Er kann nicht ertragen wenn ihm einer sagt das er alkoholkrank ist, und ich kanns nicht ertragen wenn mir jemand sagt das ich ihn fallen lassen und abhauen soll.
Es war doch mal meine große Liebe und er zerstört alles mit dem Schnaps...ich sitze nun hier und hoffe...auf ein Wunder. Das Wunder das er sich eingesteht zuviel zu trinken und etwas dagegen zu unternehmen.

Sollte irgendjemand einen Angehörigen dazu bewegt haben eine Therapie zu machen, dann sagt mir bitte wie ich sowas anstellen könnte.
Seine Arbeitsstelle hat er durch den Alk (noch) nicht verloren, ich kann nicht einfach gehen und sagen das ich erst wiederkomme wenn er eine Therapie macht und ich wüsste auch sonst kein Druckmittel.

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18. November 2014 um 20:54

Du solltest dich jemanden anvertrauen
Hi

Es ist schlimm das er so etwas mit dir mach!Du solltest dich jemandem öffnen!! Den alleine brichst du irgendwann zusammen. Du bist bestimmt eine tolle frau und hast das nicht verfient niemand hat so etwas verdient. Die Therapie wird dir helfen lass dich darauf ein

Gglg

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26. November 2014 um 11:06

Al Anon
http://www.al-anon.de unter der Adresse findest du eine Gruppe auch in deiner Nähe wo man dir ausführlich beiseite steht. Ich wünsche dir viel Kraft.

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1. Dezember 2014 um 2:34

....
Einen partner oder ein Familien Mitglied zu haben, das alkohol abhängig ist, ist immer schwierig.

das erste ist, nicht so oft darauf ansprechen, denn dann fühlen sich die meisten bedrängt und öffnen sich einem gegenüber nicht.

ein süchtiger kommt entweder selber zur Vernunft oder garnicht.
die meisten suchen sich hilfe, wenn sie schon über den abgrund hinaus sind.
Leider kann man niemanden zu einer Therapie zwingen.

Was bei mir geholfen hat war ein Ultimatum.

Diese person musste damit klar kommen, dass wenn sie nicht aufhört zu trinken sie alles verlieren wird. Ihre Kinder, freunde etc. Das hat nach einigen Gesprächen gewirkt.

aber das wird denke ich bei dir nicht so leicht funktionieren, da dein Partner schon einen "not stopper" hat.

vermutlich solltest du dir mal tipps.bei einem psychologen holen, wie du damit umgehen kannst. Alleine wirst du ihm jedenfalls nicht helfen können.
Falls es dich so kaputt macht solltest du dich vilt echt von ihm trennen (auch wenn du das nicht hören willst)
Ob er dann aufhört, kann ich dir nicht versprechen.

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