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Die letzten Kilos - Verzweiflung

20. Juli 2016 um 21:02 Letzte Antwort: 11. August 2016 um 13:22

Ihr Lieben! Ich schreibe nun hier weil ich langsam echt verzweifle. Ich war Anfang letzten Jahres wegen Anorexie in der Klinik. In der Klinik habe ich ca 3 Kilo zugenommen und danach noch mal zwei. Seit dem nichts mehr. Bin 168 groß und wiege 45 Kilogramm. Eigentlich geht es mir damit auch ganz gut, zumindest viel besser als früher. Ich habe keinen Haarausfall mehr, fühle mich viel fitter und auch im Studium läuft es gut. Außerdem habe ich einen Freund aber da fängt das Hauptproblem auch schon an: ich habe keinen Monatszyklus. Anfangs habe ich darüber hinweg gesehen. Die Frauenärztin verschrieb mir die Pille wegen der Osteo-Gefahr. Aber ich will diese Hormone nicht mehr nehmen. Jedes mal wenn ich mit meinem Freund schlafe denke ich daran, dass ich irgendwie nicht vollständig funktioniere. Ich habe einen sehr ausgeprägten Kinderwunsch und auch Angst wegen der Knochen. Nehme schon zusätzlich Kalzium ein.
Nun wäre ja die logische Schlussfolgerung etwas zuzunehmen. Doch ich schaffe es einfach nicht. Ich esse jetzt auch nicht ausgesprochen wenig (so ca 1800kcl). Manchmal kann ich ich dazu durchringen mehr zu essen, aber es passiert dann einfach nichts. Oder die Stimme wird so stark, dass ich wieder reduziere. Ich bin so verzweifelt. Habe das Gefühl, dass Therapeuten mich ambulant nicht so wirklich ernst nehmen. Meine Frauenärztin schiebt es allein aufs Gewicht. Für eine Klinik wäre ich mit dem Gewicht aber ja auch nicht "reif", zumal sonst ja alles ganz gut läuft...

Bitte meldet euch (ka was ich mir erwarte)

Liebe Grüße
Anni

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20. Juli 2016 um 21:06

Letzte Kilos
Achja und aufgehört hat die Menstruation bei mir bei etwa 46 Kilogramm weshalb ich glaube, dass sie mit ein bischen mehr Gewicht vielleicht wieder kämen. War schon immer sehr schlank (von Natur aus).

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10. August 2016 um 17:59

Danke
Danke für die schnellen Antworten!
Es fällt mir so schwer von meinem zwanghaften Verhalten abzulassen und dann auch wirklich durchzuhalten. Jetzt habe ich mir überlegt ob es nicht sinnvoll wäre Fortimel oder Fresubin zu bestellen und davon jeden Tag 2 zusätzlich zu meiner sonstigen Ernährung zu trinken, einfach damit ich in einen normaleren Gewichtsbereich komme. Ich weiß nicht ob ich das so hinbekommen würde. Hat da jemand Erfahrung mit und was haltet ihr davon? Ich denke wenn ich das einfach zusätzlich mache und dann, wenn ich genug zugenommen habe, es einfach wieder absetze, ist das vielleicht leichter als die ganze Zeit über so viel mehr essen zu müssen.

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11. August 2016 um 9:52

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Hallo,
die Menses ist ein Luxus für den Körper. Und somit etwas, das sich schnell einstellt. Fortpflanzung gehört nicht zu den lebenserhaltenden Massnahmen. Dein Körper wird dies erst wieder beginnen, wenn 'er' sich sicher sein kann, dass Du nicht mehr krank bist.
Mit Deinem BMI bist Du im UG und schlicht nicht gesund; ausser Du bist so geboren und gebaut (was ca. 1-2% der Frauen tatsächlich sind).

Ich frag mich: Was möchtest Du hören?
Du merkst nun, dass Deine vermeintliche Gesundheit keine ist, sondern dass Du weiterhin in Deiner Box mit Deinen Mustern überlebensfähig bist that's it.
Geh da raus. Oder lass die Kinder.

Denn: Die Natur macht das schon gut so. Kinder brauchen einen Menschen als Mutter, der lebenstüchtig ist, lebensbejahend. Kinder werden nicht erzogen, Kinder schauen sich Verhalten ab. Somit ist es 'gut', dass Du momentan nicht dazu befähigt wirst.

Vielleicht hilft Dir dieser Gedanke. Überleg Dir, was Du für eine Mutter sein willst wenn Du ja eine werden willst! und welchen Lebensstil Du Deinen Kinder wünschst.
Alles Gute

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11. August 2016 um 11:43
In Antwort auf lomman_12951412

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Hallo,
die Menses ist ein Luxus für den Körper. Und somit etwas, das sich schnell einstellt. Fortpflanzung gehört nicht zu den lebenserhaltenden Massnahmen. Dein Körper wird dies erst wieder beginnen, wenn 'er' sich sicher sein kann, dass Du nicht mehr krank bist.
Mit Deinem BMI bist Du im UG und schlicht nicht gesund; ausser Du bist so geboren und gebaut (was ca. 1-2% der Frauen tatsächlich sind).

Ich frag mich: Was möchtest Du hören?
Du merkst nun, dass Deine vermeintliche Gesundheit keine ist, sondern dass Du weiterhin in Deiner Box mit Deinen Mustern überlebensfähig bist that's it.
Geh da raus. Oder lass die Kinder.

Denn: Die Natur macht das schon gut so. Kinder brauchen einen Menschen als Mutter, der lebenstüchtig ist, lebensbejahend. Kinder werden nicht erzogen, Kinder schauen sich Verhalten ab. Somit ist es 'gut', dass Du momentan nicht dazu befähigt wirst.

Vielleicht hilft Dir dieser Gedanke. Überleg Dir, was Du für eine Mutter sein willst wenn Du ja eine werden willst! und welchen Lebensstil Du Deinen Kinder wünschst.
Alles Gute

Hallo
Hey liebe Liee du triffst es genau auf den Punkt du hast mir auch in meinen Thread unheimlich viel geholfen Danke für deine offene und ehrliche Meinung. wielange hat es bei dir gedauert das sich bei dir was geändert hat?

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11. August 2016 um 11:54
In Antwort auf an0N_1245578799z

Hallo
Hey liebe Liee du triffst es genau auf den Punkt du hast mir auch in meinen Thread unheimlich viel geholfen Danke für deine offene und ehrliche Meinung. wielange hat es bei dir gedauert das sich bei dir was geändert hat?

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Gerne. Leide die Tage am Helfersyndrom und tigere hier rum.

Du meinst a) Änderung = kleine Versuche oder meinst Du b) Änderung = der grosse Hopps richtung Genesung?

a) Dauernd, immer wieder, sinnlos.
b) Ähm. Würde sagen 5 Jahre willentlich krank; 3 Jahre leiden, aber nicht wollen; 3 Jahre leiden, wollen, aber nicht können; 1 Jahr fast sterben, dann aufgeben. Plus nochmal 1 Jahr zunehmen, plus 1 Jahr erholen.

Ca. so.
Lange also.
Das ist aber sehr individuell.

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11. August 2016 um 12:49
In Antwort auf lomman_12951412

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Gerne. Leide die Tage am Helfersyndrom und tigere hier rum.

Du meinst a) Änderung = kleine Versuche oder meinst Du b) Änderung = der grosse Hopps richtung Genesung?

a) Dauernd, immer wieder, sinnlos.
b) Ähm. Würde sagen 5 Jahre willentlich krank; 3 Jahre leiden, aber nicht wollen; 3 Jahre leiden, wollen, aber nicht können; 1 Jahr fast sterben, dann aufgeben. Plus nochmal 1 Jahr zunehmen, plus 1 Jahr erholen.

Ca. so.
Lange also.
Das ist aber sehr individuell.

Darf
ich auch noch was fragen? Zu der zeit, in der du nicht "wollen konntest"... warum KONNTEST du nicht? Was war später anders? Was hötte dir zu dieser Zeit WIRKLICH geholfen?

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11. August 2016 um 13:22
In Antwort auf moshe_12894423

Darf
ich auch noch was fragen? Zu der zeit, in der du nicht "wollen konntest"... warum KONNTEST du nicht? Was war später anders? Was hötte dir zu dieser Zeit WIRKLICH geholfen?

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Weil ich eine PTBS hatte, von der ich bis dahin nix wusste. Dh. ich wollte zunehmen, hab ich auch, bin aber bei einer bestimmten Zahl bzw. einem bestimmten Körpergefühl immer wieder eingebrochen. Zig sinnlose Versuche.

Später hatte ich im Laufe der Therapie Flashbacks, habe viel geträumt, habe aufarbeiten können. Also eigentlich: Darum leiden, worum es wirklich ging. Und nicht ums Hungern oder um die verlorene Figur weinen. Habe um mich weinen können.

Was mir geholfen *hätte*, weiss ich nicht. Geholfen HAT mir das Finden des wirklichen Problems. Darum weinen, leiden, aufarbeiten und nacharbeiten. Danach ging das Zunehmen und nach und nach Genesen wie von alleine (was nicht heisst, dass es nicht endlos scheisse war). Es ging eben. In Betonung auf 'es'. Das da in mir. Das war dann frei. Und verhielt sich dementsprechend rücksichtslos meinen Ängsten gegenüber.

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