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Die Esstörung besiegen, wieder zunehmen! Bitte lesen

14. Mai 2007 um 13:02 Letzte Antwort: 14. Mai 2007 um 16:06

Ich glaube dieses Forum hat mir die Augen geöffnet. Von mehreren Usern, die mich ja nicht einmal kennen, habe ich gelesen, dass sie sicher sind, dass ich eine Essstörung habe, da ich mich nach alles möglichen Dingen erkundigt habe, ja sogar, wieviel Kalorien Popcorn im Kino hat.
Ihr hattet recht, das ist krank. Wer macht sich vor dem Kino gedanken, wieviel Kalorien das Popcorn hat, was man im Kino eigentlich genießen will usw.
Vorgestern war ich mal wieder im Kino, da habe ich mir EXTRA eine große Tüte Popcorn gekauft, weil ich endlich wieder "normal" sein wollte. Andere essen auch Popcorn und nehmen nciht gleich zu, außerdem wiege ich doch schon zu wenig, wieso dann nicht das leckere Popcorn essen. Ich wollte damit meinem Körper sagen, so nicht, jetzt nehme ich die Zügel wieder selbst in die Hand, die Person, die eigentlich gar nicht krank ist/war.
Komischerweise habe ich am nächsten morgen noch ein halbes Kilo weniger gewogen. So konnte es nicht wietergehen. Ich will zwar eigentlich kein Fett zunehmen, sondern lieber Muskeln (mache ja auch Sport), aber bisschen fett schadet mir mit Sicherheit nicht.
Ich habe mich heut in mein Zimmer gesetzt und lange nachgedacht, was nur passiert ist. Im Oktober war ich so unzufrieden, da ich (bei 1,70m) 63kg wog, hatte seit Anfang Sommer versucht abzunehmen, aber JEDEN Monat genau ein Kilo mehr gewogen, dass hat mich kaputt gemacht, weil ich früher immer ZUNEHMEN wollte, weil ich viel zu dünn war, obwohl ich alles gegessen habe. Und jetzt das Gegenteil? Es stellte sich heraus, dass es an der Pille lag, die Wassereinlagerungen (und kein Fett) verursacht hat. Doch als ich das erfuhr war es eigentlich zu spät. Ich habe mich psychisch fertig gemacht, weil ich ja dachte ich würde immer an Fett zulegen, obwohl ich gesund gegessen habe. Mein Essverhalten hat sich über dieses 3/4 Jahr geändert, ich konnte jetzt nicht plötzlich wieder alles essen, auch wenn ich EIGENTLICH wusste, es war nie Fett. Es war einfach eine psychische Sache. Nachdem Wechsel zu einer anderen Pille im Oktober verlor ich bis Januar ohne etwas zu tun ganze 6kg, wog also dann 57kg. Genau das war mein Ziel. Aber scheinbar hatte ich mich im Laufe des Jahres doch diätisch ernährt, ich nahm immer mehr ab, bis ich jetzt nur noch 50kg wog, im April, nur 3 Monate nachdem ich noch gute 57kg wog.
Nachdem ich mir heute über genau das Gedanken gemacht habe, wieder realistisch gedacht habe, ist mir bewusst geworden, dass ich krank bin.
Ich bin zwar nicht Magersüchtig, da ich ja eigentlich die ganze Zeit schon gar nicht mehr abnehmen wollte, ich war ja mit den 57kg zufrieden, am besten fand ich mich mit 55kg, aber ich nahm trotzdem weiter ab, ohne es zu wollen. Ich wusste einfach nicht mehr, wieviel ich denn essen darf, um mein Gewicht zu halten. Das ganze letzte Jahr habe ich wenig gegessen und nichts abgenommen, woher sollte ich jetzt noch wissen, wieviel MEHR dann genug ist?!
Heute habe ich es angepackt, ich bin wieder wach geworden. Ich will wieder der Mensch sein, der beim essen nicht erst die Kalorien zählt und sich fragt, darf ich das noch? Ich will wieder einfach nur essen und genießen, auch wenn ich die ganze Zeit genossen habe, aber ich will nicht mehr zählen.

ICH WILL WIEDER ZUNEHMEN!

Bin vorhin gerade bei McDonald's gewesen und habe gegessen: 1 Apfeltasche, 1 Chicken Wrap und 9 Chicken McNuggets. Ich habe danach geguckt wieviel Kalorien, Kh und Fette ich gegessen habe, nicht aus angst zuviel gegessen zu haben, sondern um zu schauen, ob es genug war, um langsam wieder zuzunehmen. Ich habe 700kcal gegessen. Da ich heute Mittag schon Klöße mit Gulasch hatte und auch schon einen Schokopudding und mein normales Frühstück + Nachmittagssnack (ein Corny), habe ich doch heute gut gegessen, mehr als ich vebraucht habe.
Ich will ja nicht gleich 4000kcal an einem Tag essen, damit tu ich meinem Körper ja auch nichts gutes, aber immer bisschen mehr essen, als ich verbrauche. Nicht jeden Tag, aber wenigstens 2 mal die Woche, damit ich langsam wieder zunehme. Ich will wieder auf 55kg kommen, sprich 5kg zunehmen!

Ich werde es schaffen, denn ich habe mich gerade noch selbst wachrütteln können!

Danke an die, die mir gesagt haben, wie krank mein Verhalten ist, ihr habt mir damit sehr geholfen

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14. Mai 2007 um 13:24

Wenigstens eine die es schafft
meinen respekt hast du, ich finde in dir steckt eine starke persönlichkeit, sagen zu können "ich bin krank und will es nicht mehr sein"
eine freundin von mir ist auch essgestört und geht diese woche zum psychologe, von sich aus, das macht nicht nur die person selbst, sondern auch alle die einem nahe stehen glücklicher glaube ich. ich denke, du wirst es nicht bereuen (50 kg bei 1,70 sind nämlich doch auch sehr abgemagert, 55 kg sind perfekt hehe)
ich wünsche dir auf deinem weg ins leben viel viel glück!!!

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14. Mai 2007 um 13:41

Danke
Es ist für mich vor allem auch ein guter Ansporn darüber hier im Forum zu berichten und zu lesen, dass andere es "stark" finden, denn das gibt mir auch den Willen es wirklich durchzuziehen. Heute habe ich auch schon wieder gut gegessen. Früh Joghurt mit viel Haferflocken Zwischendurch einen Schokoladenudding und nochmal Joghurt mit Haferflocken. Mittag einen grien Teller Nudeln mit Käse überbacken (40% Fett), danach noch eine Portion Joghurt mit Haferflocken und Apfelmus. Immer schön viele Kohlenhydrate und mäßig Fett (gesättigte Fettsäuren sind ja eigentlich für den körper allgemein nicht so gut, daher esse ich lieber ganz viel Kohlenhydrate)

Heute Abend werde ich mir entweder eine Pizza bestellen oder nochmal Nudeln mit Tmatensoße und Käse überbacken machen.

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14. Mai 2007 um 15:47

Hey
Danke für deine Aufmunterung. Ich fahre Mittwoch bis Dienstag nach Italien, meine Tante besuchen. Dort gibt es ja ganz nette Kalorienbomben. Pizza an jedem Stand, riesengroße, sahnige Eikugeln, Pasta usw. Dort esse ich immer viel, weil ich mediterrane Küche einfach liebe. Am meisten freue ich mich auf das ganze Eis (gibt ja immer mind. 20 Sorten) und auf die leckere Pasta und Lasagne. Beim Bäcker bei meiner Tante gibt es immer Pfannkuchen mit Pudding gefüllt. Ich denke in der Woche werde ich locker mehr essen, als ich verbrauche (außerdem eine Woche kein Sport). Denke doch, wenn ich wiederkomme, wiege ich 1 Kilo mehr. Will ja auch nicht zu shcnell zunehmen, das tut meinem Stoffwechsel dann auch nicht gut und dem Bindegewebe ja auch nicht.

Komisch, trotzdem ich jetzt über so lange Zeit so krank gedacht habe und wenig gegessen habe, weil ich angst hatte zuzunehmen, fällt es mir vom einen auf den anderen tag gar nicht schwer richtig viel zu essen und zu WISSEN, ich werde zunehmen.
Das ist doch eigentlich voll komisch. So eine Essstörung, bei der man angst vorm zunehmen hat verschwindet doch nciht von heute auf morgen!

Kann mir viell. jemand sagen, wo man als erstes zunehmen wird? Beine und Po find ich ja ok, mein Bauch ist auch schön, nur man sieht eben meine Schulterblätter und wenn ich mich bücke total die Wirbelsäule. Da fehlt mir also am meisten das Fett. Setzt mein Körper das dann auch sinnvoll an, wenn er "weiß" dort is es am nötigsten, lagert er es auch dort als erstes?

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14. Mai 2007 um 16:06

Hoffnung einer ehemals Betroffenen
Als ehemals Betroffene lade ich alle Interessierten auf meine Homepage http://www.lebenshungrig.de ein. Dort ist meine Geschichte zu lesen und ihr erfahrt außerdem sehr viel über das Thema Essstörungen und es besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen.

Alles Gute und nicht aufgeben!

lebenshungrig

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