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Die böse, böse Tochte....

17. Mai 2011 um 13:32

Hallo, ich mal wieder.
Heute geschah mal wieder was, was mir wieder ein Stückchen mehr die Augen öffnete, nämlich dahingehend, dass ich so schlell wie möglich von meiner Familie hier wegkommen muss.
Warum?
Nun, ich saß heute im Wohnzimmer mit meinen Eltern und driftete ab, mit den Gedanken, also eine dissoziative Phase, was ich von mir kenne.
Und was geschah? Mein Vater nahm es so hin, wie es war, aber meine Mutter fing dann wieder an von wegen:

"Jetzt hör auf mich dem Schwachsinn, stell dir vor, ich würde das machen wie du".
Super dachte ich mir, klasse, sie ist auch ich, nicht wahr?
Das habe ich dann wieder so aufgefasst von wegen: Stell dich doch nicht so an.
Ernstgenommen fühle ich mich von dieser Frau schon lange nicht mehr.
Desweiteren habe ich das Gefühl, dass sie und Kinder als Vorschub für sich selbst verwendet: Sie sei ja sooooo arm, dass sie einen Sohn verloren hat, ihre Tochter auch noch krank ist und ein anderer Sohn ebenfalls und das mein zweitjüngster Bruder es gewagt hat, sie im Stich zu lassen, überhaupt die Familie und einfach ausgezogen ist.
Von wegen wie er es gewagt haben kann, ein eigenständiges Leben zu führen (Er arbeitet Vollzeit und macht Abends sein Abi nach) und er ja sein Schuldenanteil in Sachen Strom und Warmwasserkosten nicht bezahlt habe (soll man nun ewig an die Ellis zurück zahlen wenn man auszieht??????, das fra ge ich mich).

Dagegen wenn man mir mal anmerkt wie sch**** es mir geht, dann tut sie das als "Anstellen" ab und sagt, ich solle mal nicht so eine Fre**** ziehen (Okay, so sagt sies nicht, aber sie meint es so).
Nebenher lief dann im Fernsehen so eine Sendung, in der die Kinder gerade ihrer Mutter aus Dankbarkeit ein Geschenk überreichten.....
Was kam dann von ihr, was mich sehr verletzt hat?
Ja, von wegen ihr würde man ja NIE mal etwas geben weil sie das alles aushält und "toll" macht...
Was mich daran so verletzt hat?
Das kann ich sagen, zum Muttertag habe ich ihr aus Wertschätzung ein Geschenk gemacht, obwohl ich gerade auch nur ALG 1 beziehe und von dem fast alles abgeben muss......
Da wird dann die Geste mit Füssen getreiten.... kein Wunder , dass ich Probleme in Beziehungen allgemein (sowohl partnerschaftlich als auch freundschaftlich) Probleme habe, wenn man es gewohnt ist, auf Zuneigungsgesten nur Tritte zu bekommen dann lernt man ja nur Negatives kennen.......

Ich meine ja, sie hatte auch keine leichte Kindheit, aber muss sie dass dann an uns auslassen?
Sie ist übrignens schon seit längerem nicht mehr in Therapie, sondern nimmt im Moment nur Medis, um die "unmögliche " Situation ertragen zu können...

Das alles wirkt bei mir störungsfördernd.... seit gestern hungere ich wieder, aber inzwischen verstehe ich mich immer mehr, warum das gerade zu Hause alles so derb ist für mich......... anscheinden gab es nicht nur zig traumatische Erlebnisse seit Kleinkindtagen an ausserhalb der Familie, sondern auch innerhalb der Familie... was bei zumindest zwei von menen vier Brüdern eine starke Begünstigung für die Entwicklung von Störungen beigetragen hat und bei mir ebenfalls zur Entwicklung von der Borderline-Störung und den Essstörungen....

Die traumatischen Erlebnisse aussehalb waren dann quasi das "Sahnehäubchen" dazu.

Und dann noch die Frage, weshalb denn zwei meiner Brüder anscheinend besser klar kommen damit als wir drei anderen...
Ich mein, jedes Kind ist anders, oder?
Ob es damit was zu tun hat, weiß ich nicht, aber bei uns drei Kindern, die es ganz heftig getroffen hat, wurde Hochbegabung und Hochintelligenz (Intelligenz über 130) festgestellt, und ich habe mal gehört, dass solche Kinder und Personen besonders sensibel sein sollen....

Die beiden anderen sind "Normalbegabt" (soll jetzt nicht abwertend sein, aber das haben professionelle Intelligenztests bei Psychologen ergeben) und wir drei anderen eben besonders sensibel sind (bei einem eher war, denn er hat sich 2007 umgebracht).
Jetzt verstehe ich meinen anderen Bruder , der ebenfalls Hochintelligent ist, sehr viel besser.
Vielleicht verstehen wir uns wieder besser, sobald ich auch zu Hause weg bin...

Undn was versuche ich dumme Kuh immer wieder? So gut es geht, nicht mit meinen Störungen aufzufallen und sowas ja fernzuhalten von meiner Mutter, um sie ja nicht noch mehr zu belasten und nicht ein noch schlechteres Gewissen zu bekommen, dass ich überhaupt existiere und wage, so zu sein.... und lasse es an mir aus, weil ich ja schuld bin...

Es tut mir leid, wieder eure Zeit zu beanspruchen, aber hier in meinem direkten Umfeld kann ich nicht drüber sprechen und wenn ich nicht hier gepostet hätte, dann hätte ich es wieder an mir als "Schuldige" ausgelassen...

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17. Mai 2011 um 14:10

Kenne ich...
... ich sei so ein schwieriges Kind gewesen (ich war sehr ruhig und hab eigentlich nie groß Ärger gemacht), ich soll mich mal an Freundin XY orientieren (natürlich ne Freundin, die nur 1er in der Schule kassiert hat), ich solle froh sein dass sie mich bekommen hat etc.... Solche Dinge schneiden tief in die Seele ein und ich kann es gut verstehen, dass dich die Situation belastet. Wie stehen deine Chancen, zuhause auszuziehen?

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17. Mai 2011 um 14:33
In Antwort auf friede_12375283

Kenne ich...
... ich sei so ein schwieriges Kind gewesen (ich war sehr ruhig und hab eigentlich nie groß Ärger gemacht), ich soll mich mal an Freundin XY orientieren (natürlich ne Freundin, die nur 1er in der Schule kassiert hat), ich solle froh sein dass sie mich bekommen hat etc.... Solche Dinge schneiden tief in die Seele ein und ich kann es gut verstehen, dass dich die Situation belastet. Wie stehen deine Chancen, zuhause auszuziehen?


Hallo und danke für deine Antwort.
Die stehen sehr gut, vermutlich in betreutes Wohnen an meinem Studiumsort, das und das Studium sind im Moment meine Lichtblicke.

Bei solchen Geschehenissen frage ich mich immer: Warum soll man den Eltern dankbar sein, dass die einen bekommen haben?
Ich meine die hatten Spaß bei unserer Zeugung (ich gehe mal von einem einverständlichen "Verkehr" aus) und machen uns dann solche Vorwürfe... ich meine,. sie wollten uns doch.... zumal bei mir zumindest meine Mutter einen nicht zu geringen Anteil daran hat, dass ich diese Störungen entwickelt habe....

Das erkenne ich zumindest jetzt gerade...
Wer hat mich denn fallen lassen?
Wer hat stets mir die Schuld in die Schuhe geschoben?
Zum Beispiel bei meiner Realschulzeit:
Weil ich dick und körperlich weiter als die anderen Weiber war wurde ich bespuckt, getreten usw. und ging jedesmal mit Magenscherzen zur Schule...
Als das dann raus kam (als ich mal abhaute und von morgens bis Abends nicht auffindbar war, das war in der fünften Klasse) war ich die böse, weil ich ja zu fett war, ich würde zu einem Kinderpsychologen geschleift. der mir auch die Schuld zuschob und meine Eltern glaubten natürlich diesem Fachmann... tja, dann musste ich in diesen sechs Sommerferienwochen Fasten und halbierte mich fast.

Mit dem Gewicht wurde ich dann besseer angenommen... als ich anfing, wieder normal zu essen nahm ich natürlich zu, eben der Jojo Effekt....
Dann war ich scnell wieder der Außenseiter, nur machte ich es diesmal mit mir selbst aus... weil meine Eltern mich eh wieder zu diesem "Fachmann" geschleift hätten und mir die Schuld wieder gegeben hätten... und ich dumme wollte in meiner Naivität auch noch meine Eltern vor der Belastung schützen....

So tat ich jahrelang auf "Happy Face" , verdeckte alles und ritzte mich ganz fleissig, verbrannte mich usw.....

Aber sie sah auch nur wieder sich selber....
Ich mein, hallo, wir sollen dankbar sein, dass sie uns bekommen haben???

Ja, danke, dass du mich in diese schöne Existenz geboren hast und viel Spaß bei meiner Zeugung hattest und entschuldigung, dass ich dich immer belaste, dich Arme....
Das würde ich gerne mal zu ihr sagen, aber ich glaube, dann würde sie mir an die Gurgel gehen....

Am besten dann auch noch immer zu Hause wohnen zu bleiben und den Eltern aus Dankbarkeit alles Geld in den Rachen zu werfen und ausgeblutet zu werden...

So fühle ich mich...

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17. Mai 2011 um 14:41
In Antwort auf friede_12375283

Kenne ich...
... ich sei so ein schwieriges Kind gewesen (ich war sehr ruhig und hab eigentlich nie groß Ärger gemacht), ich soll mich mal an Freundin XY orientieren (natürlich ne Freundin, die nur 1er in der Schule kassiert hat), ich solle froh sein dass sie mich bekommen hat etc.... Solche Dinge schneiden tief in die Seele ein und ich kann es gut verstehen, dass dich die Situation belastet. Wie stehen deine Chancen, zuhause auszuziehen?

Heftig...
....kenn ich aber auch.

Ich bin mit 18 ausgezogen.... war die beste entscheidung meines lebens!

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17. Mai 2011 um 14:45
In Antwort auf friede_12375283

Kenne ich...
... ich sei so ein schwieriges Kind gewesen (ich war sehr ruhig und hab eigentlich nie groß Ärger gemacht), ich soll mich mal an Freundin XY orientieren (natürlich ne Freundin, die nur 1er in der Schule kassiert hat), ich solle froh sein dass sie mich bekommen hat etc.... Solche Dinge schneiden tief in die Seele ein und ich kann es gut verstehen, dass dich die Situation belastet. Wie stehen deine Chancen, zuhause auszuziehen?

Liebe fallen,
ich finde es richtig, dass du dir deinen Kummer von der Seele schreibst und kann nur hoffen, dass du es auch " wagst ", deine Mutter im Stich zu lassen und ein eigenständiges Leben zu führen. Es ist für dich ganz wichtig und natürlich kein Wagnis. Es ist eine Notwendigkeit und du wirst dich räumlich getrennt von deinen Eltern besser fühlen. Nun gilt es nur noch, die Zeit bis zum Beginn deines Studiums zu überbrücken. Halte durch, du hast jetzt ein klares Ziel vor Augen und weißt, dass es besser wird. Versuch dich von deiner Mutter abzugrenzen. Sie hat ihr Leben und du deins. Gib ihr keine wichtige Rolle mehr in deinem neuen Leben. Je unwichtiger ihre Rolle für dich wird, umso weniger kann sie dich verletzen.

Du bist auf dem richtigen Weg. Setze ihn unbeirrt fort. Du schaffst das.

Alles Liebe Nus

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17. Mai 2011 um 15:05


Wann haargenau steht noch nicht fest, aber ich denke, kurz vor Studiumsbeginn, damit ich mich noch ein wenig an die eigenen vier Wände und meine neue Stadt gewöhnen kann.
Mein Vater ist da wirklicht nicht so krass, aber meine Mutter...
Gut er hatte jetzt auch nicht die krasse Kindheit wie meine Mutter, aber als er ca. 17 war hat sich mein Grossvater (sein Vater) zu Tode gesoffen und seine Mutter hat sich nach Niedersachsen verzogen um dort mit 60 noch ein Kind zu bekommen, aber seine Kindheit und Jugend an sich waren wohl gut.

Nur glaube ich , hat er nicht genug Muffe um mal was gegen seine Frau zu sagen.. deswegen habe ich mich auch von ihm im Stich gelassen gehühlt--er war auch meistens weg und arbeiten, um seine Grossfamilie zu ernähren... letztlich reichte das Geld dann nicht und wir bekaman zusätzlich Sozialhilfe wie es früher hieß...

Und das war auch ein Punkt weswegen wir von anderen auch schon in der Grundschule ausgestossen wurden... sie waren Kinder aus "gutem" Hause und wurden von ihren Eltern aufgehetzt... von Sozialschmarotzer und viele Kinder....
Auch deswegen hatte ich schon von Kindergartentagen an wenig Freunde... wenn überhaupt.. und aus dem Kindergarten wurde ich auch frühzeitig entfernt, angeblich weil ich es so wollte... dabei hat der Kindergarten mir Spass gemacht.. seltsam...

Ich denke. meinem einen Bruder geht es in seiner eigenen Wohnung auch besser.
Mein Therapeut und die Klinik unterstützen mich bei meinen Plänen.

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