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Diagnose Borderline! Ich komme nicht mehr klar

Letzte Nachricht: 10. Februar 2015 um 18:36
A
an0N_1210474299z
15.12.14 um 20:37

Hallo Ihr Lieben, war am Donnerstag bei einem Psychologen, da es mir seit einem halben Jahr psychisch sehr schlecht geht. Hätte schon eher einen Psychologen aufsuchen sollen, nur hätte ich nie Gedacht Borderline zu haben. Muss mir jetzt einen Therapie Platz suchen....das ist nur leider schwerer als ich dachte und langsam verliere ich den Mut und die Motivation ist sowieso nur noch schwach vorhanden. Ich leide momentan sehr stark unter Stimmungsschwankungen...den einen Moment bin ich gut gelaunt und dann auf einmal kommen die Ängste hoch und wenn dann jemand noch etwas falsches sagt ( in meinen Ohren falsch) obwohl es gar nicht so gemeint war, raste ich aus!!! Dann bekomme ich solche Angst und kann mich auf nix mehr konzentrieren, gefolgt von einem heulkrampf und derjenige der es ab bekommt ist mein Freund...ich beleidige ihn und werfe Sachen nach ihm. Das tut mir hinterher immer so leid Aber er provoziert dann auch gern weiter..

....und wenn irgendwann der Druck zu groß wird Schneide ich mich. Aber eigentlich möchte ich das doch gar nicht! Oft habe ich wirklich Angst davor, die Kontrolle zu verlieren

Ich denke im allgemeinen Menschen wollen mir was böses oder Denken schlecht über mich.....das ging sogar in letzter Zeit soweit, das ich nicht mehr zur Berufsschule gegangen bin, weil ich mich nicht getraut habe.....nun muss ich das Halbjahr wiederholen.....

Außerdem ertrage ich manchmal nicht zu viel Nähe von meinem Freund....jedoch möchte ich ihn nicht verletzen, so dass er sich zurückgewiesen fühlt. aber manchmal schnürt es mir die Luft ab.

Ich habe im Moment wenig Motivation, da ich bis Ende Februar noch in meine Alte Klasse müsste. Traue mich aber nicht, weil alle wissen das ich wiederhole und wie ein scheu es Reh wirke.....

Außerdem habe ich manchmal Schamgefühle, wenn ich daran denke das ich Borderline habe Auch wenn es viele haben.....meine Gefühlswelt spielt nun noch verrückter als vorher......

Wie seit Ihr mit der Erstdiagnose umgegangen? Wann habt Ihr einen Therapie Platz (ambulant) bekommen? Wie seit ihr mit der Krankheit zurechtgekommen, bis ihr einen Termin bei einem Therapeuten hattet? Was ist die beste Therapie?Wie hat euch die Therapie geholfen/ hilft euch noch? Habt ihr Tipps für Bewältigungsstategien bis zum ersten Termin?

Danke für das lesen meines langen Textes!
Über antworten von euch würde ich mich sehr freuen.......bin nämlich ziemlich verzweifelt.....

P.S Haben schon mal angefangen Tagebuch zu schreiben.....ein wenig hilft mir das

LG Smile90w

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A
an0N_1196914999z
18.12.14 um 18:52

Bin auch borderliner
die diagnose zu akzeptieren hat bei mir gedauert. ich bin seit einem jahr in behandlung und habe recht gross vorstritte gemacht. ich wünsche dir auch dergleichen. die stimmungsschwankungen sind mit richtiger therapie einigermassen in der kontrolle zu halten. es kann sein das ich jetzt wirr schreibe, wenn es so ist dann tut mir es leid. ich bin momentan unter seroquol. ja noch das einzige blöde an der therapie sind die medis. ritzen tu ich mich nicht.

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T
tamir_12738458
09.01.15 um 21:18

Hallo
Hallo,

ich habe meine Diagnose jetzt schon 12 Jahre. Es ist immer ein Auf und Ab. Mein selbstverletzendes Verhalten habe ich seit einigen Jahren allerdings sehr gut im Griff. Hab es einige Jahre ohne geschafft, dann hatte ich mal wieder einen Rückfall und jetzt verletze ich mich seit Monaten nicht mehr.
Therapien: Am hilfreichsten fand ich DBT und Schematherapie.

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E
eleri_11860632
07.02.15 um 11:03

Leben mit Borderline
Hallo smile90w,

Ich lebe nun seit rund 8 Jahren mit der Diagnose Borderline. Damals war es für mich eine Erleichterung zu erfahren, dass mein Verhalten einen Namen hat und ich auch nicht einfach so, so bin wie ich bin. Ich wusste oft nicht, warum ich nicht einfach normal sein konnte. Mit der Diagnose war ich irgendwo erleichtert und konnte mich mit dieser Krankheit beschäftigen. Herausfinden auf was ich speziell reagiere und mir meine Strategien zurecht legen, wie ich einen Ausbruch vermeiden konnte. Natürlich ist das ein langer Weg gewesen. Mit vielen Suizidversuchen, Selbstverletzendes Verhalten, Hungern und vielen wechselnden Beziehungen.

Ich selbst konnte nach einigen schlechten Erfahrungen mit Therapeuten keine weitere Therapie anfangen, will mich nun aber bald wieder in Therapie begeben, da mein Leidensdruck wieder zu nehmends stärker wird und ich merke, dass meine alten Tricks mich nicht mehr unbedingt in die richtige Bahn lenken.

Dennoch, will ich dir auch etwas Mut machen. Ich habe seit bald 3 Jahren eine wunderschöne Beziehung mit meinem Mann. Er wusste von Anfang an von meiner Erkrankung, ich habe auch gleich gesagt, entweder kommt er damit klar oder eben nicht und wir lassen es gleich bleiben. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich alles andere als einfach sein kann, sehr ungerecht teilweise und dass er von einem zum anderen Moment zwischen meinem absoluten Held und dem grössten A..loch schwanken kann. Ich war wirklich gnadenlos ehrlich und habe ihm gesagt, dass ich es verstehe wenn er mit diesen und anderen Situationen nicht umgehen kann und mich lieber nicht als Partnerin möchte. Doch er liess sich auf die Beziehung ein. Er ist ein unglaublich starker Mann und kann alle Eifersuchtsattacken, Wutanfälle und Schluss mach versuchen meiner Seits abwenden und versucht mit mir eine Lösung zu finden, damit ich mich schnell wieder beruhige.

Es gibt also Menschen, die es tatsächlich mit Borderlinern aushalten Meinem Mann ist einfach wichtig, dass ich mich nicht auf meiner Krankheit ausruhe sondern sieht, dass ich mich gegen meine Erkrankung zu wehr setze und versuche andere Wege zu finden, als all meine Ausbrüche an ihm auszulassen.

Der Alltag für einen Borderliner, kann manchmal schwieriger sein als für einen "nicht Kranken" Menschen, aber da du die Situation ja nicht wirklich anders kennst, merkst du nicht viel davon. Ausser dein Umfeld, dass halt auch sehr unter deinen Ausbrüchen leidet. Wichtig ist, dass du dir helfen lässt, ob von einer lieben Person oder von einem Therapeuten. Lasse dich nicht von deiner Krankheit dein Leben bestimmen. Versuche verschiedene Dinge aus, die dir gut tun könnten. Sprich mit engen Freunden oder Verwandten über deine Erkrankung und akzeptiere auch ihre Überforderung mit der Situation. Du darfst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du dich selbst verletzt. Das verstärkt die Abwärtsspirale nur noch mehr. Es ist nicht die beste Lösung um Druck abzubauen, aber es ist auch kein Weltuntergang, wenn du in diesem Moment nur diese Art von Druck abbau siehst. Versuche aber auch andere Dinge, wie z.b. etwas putzen, spazieren gehen, Einkaufen, Sport machen usw. Versuche verschiedene Dinge um deinen Emotionalendruck abzubauen. Du wirst sehen, es wird irgendwann nicht mehr so oft der Gedanke ans Ritzen kommen.

Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen und dir auch etwas die Angst vor dieser Diagnose nehmen. Ein schönes Leben kannst du auch trotz Borderline führen.

Liebe Grüsse

Sabi

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atieno_12907020
10.02.15 um 18:36

Hey
Hier findest du ein paar nützliche Bücher zum Thema Borderline, vielleicht hilft dir das ein wenig weiter ^^
http://www.borderlinetrialog.de/borderline/literaturempfehlungen/index.php

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