Forum / Fit & Gesund

Der Geschmack von Freiheit

Letzte Nachricht: 18. August 2013 um 16:06
L
lilja_12708620
16.08.13 um 16:03

Ich habs getan.
Einfach angefangen zu essen,
3000, 4000, 5000 Kalorien am Tag..
ohne zu zaehlen, einfach nach Appetit,
einfach darauf gehoert was mein Koerper will, was ICH will.
Ohne einen einzigen Gedanken an irgendwelche Naehrstoffe, Kalorien, Fette, Kohlenhydrahte etc etc zu verschwenden.
Und doch dabei voellig bewusst gegessen, nicht mit ausgeschaltenem Verstand geschlungen.
Jeden einzelnen Bissen, jeden einzelnen Schluck genossen.

Drei Tage, und schon spuere ich eine Energie durch meine Venen fliessen,
wie ich es seit bestimmt zwei Jahren nicht mehr verspueren konnte.
Und ich fuehle mich so wunderbar frei und leicht,
trotz meines aufgeblaehten Bauches, obwohl ich die Nahrung in mir spuere.
Ich laechle, ich strahle seit drei Tagen wieder aus vollem Herzen, und ich merke, es ist ansteckend.
Die Stimmung zuhause ist so viel entspannter,
wenn nicht darueber gestritten werden muss, was es zu Abend gibt,
wenn nicht darum gekaempft werden muss,
ob es noetig ist zum Fernsehen eine Tuete Chips aufzureissen.

Ich schaue in den Spiegel und sehe kein ueberfluessiges Fett,
nein, ich freue mich auf einen Koerper, der nicht kantig und eckig und voellig unfoermig und krank aussieht.
Ich freue mich darauf, meine Kleider auszufuellen und nicht darin zu ertrinken,
ja ich freue mich sogar darauf, neue Kleider vielleicht eine groesse groesser einkaufen zu muessen.
Mein Koerper ist kein Stueck Ton, das ich nach belieben formen kann.
Er ist, wie er ist, und ich will ihn genau so sein lassen,
so, wie er es will, wie er sein soll,
wie er sich wohl und gesund fuehlt.
Denn "er" ist doch auch "ich".

~~~

Ich weiss, das ich erst am Anfang stehe und das diese euphorische Phase bestimmt nicht ununterbrochen andauern wird.
Ich weiss, das es ein harter und langer Weg aus der Essstoerung heraus ist.
Und doch verspuere ich zum ersten Mal die Kraft und den Willen, ihn zu gehen.
Zum ersten Mal weiss ich, WOFUER ich diesen Weg gehen muss.
Und nach nur drei Tagen wird die Stimme der Magersucht schon leiser,
wie ein schlecht eingestelltes Radio, das im Hintergrund verzweifelt versucht meine Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Und ich will weitermachen, bis sie aufgibt und voellig verstummt.

~~~

Ploetzlich ich da ein Licht auf das ich zugehen moechte,
nein, ich moechte darauf zurennen, tanzen sogar, und diese furchtbare Dunkelheit hintermir lassen die ich fuer meine Schutzhuelle gehalten habe.
Hallo, Welt, es ist lange her, aber du hast mich wieder.

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S
selver_11957295
16.08.13 um 17:14

Hallo Mujigae,
abgesehen davon, dass eine Essstörung eine psychische Krankheit ist und dass man sich auch um die psychischen Ursachen dieser Störung kümmern sollte, bedeutet die körperliche Heilung des Krankheitsbildes die Normalisierung von Essverhalten und Gewicht. Mit Normalisierung des Essverhaltens sind allerdings keine Fressorgien gemeint sondern eine anhaltende normale Ernährung und bei Bedarf eine langsame Gewichtszunahme. Ich würde dir daher raten, so schnell wie möglich zu einem normalen Essverhalten zurückzufinden.

LG Nus

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lilja_12708620
16.08.13 um 17:42
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Mujigae,
abgesehen davon, dass eine Essstörung eine psychische Krankheit ist und dass man sich auch um die psychischen Ursachen dieser Störung kümmern sollte, bedeutet die körperliche Heilung des Krankheitsbildes die Normalisierung von Essverhalten und Gewicht. Mit Normalisierung des Essverhaltens sind allerdings keine Fressorgien gemeint sondern eine anhaltende normale Ernährung und bei Bedarf eine langsame Gewichtszunahme. Ich würde dir daher raten, so schnell wie möglich zu einem normalen Essverhalten zurückzufinden.

LG Nus

'normal'
Natuerlich hast du Recht, doch 'normal' bedeutet fuer mich nicht nach irgendwelchen Essplaenen so und soviele Kalorien zu essen.
Ich leide seit ich ca. 14 bin an Magersucht, das sind inzwischen ueber zehn Jahre.
Ich war in Kliniken und jahrelang in Therapie, ich habe diese Therapien zu meinem Lebensinhalt genacht.
Ich war arrogant, hielt ich mich fuer was besonderes und habe es fast genossen zu luegen, Besserung zu geloben und hintenrum 'stark' zu sein und zu hungern.
Gewicht interessiert mich nicht mehr, ich war seit ca. 5 Jahren nicht mehr auf der
Waage und habe es auch in Zukunft nicht vor es jemals wieder in Erfahrung zu bringen.
Beim Arzt lass ich mich wiegen, aber ich will es nicht wissen.
Was ich weiss, ist das ich im starken und gefaehrlichen Untergewicht bin und ich so nicht mehr weiterleben kann/moechte.
Ich werde meinem Koerper das geben, was er braucht, bis er weit genug repariert ist, mir durch ganz 'normalen' Hunger genau das zu signalisieren.

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S
selver_11957295
16.08.13 um 18:05
In Antwort auf lilja_12708620

'normal'
Natuerlich hast du Recht, doch 'normal' bedeutet fuer mich nicht nach irgendwelchen Essplaenen so und soviele Kalorien zu essen.
Ich leide seit ich ca. 14 bin an Magersucht, das sind inzwischen ueber zehn Jahre.
Ich war in Kliniken und jahrelang in Therapie, ich habe diese Therapien zu meinem Lebensinhalt genacht.
Ich war arrogant, hielt ich mich fuer was besonderes und habe es fast genossen zu luegen, Besserung zu geloben und hintenrum 'stark' zu sein und zu hungern.
Gewicht interessiert mich nicht mehr, ich war seit ca. 5 Jahren nicht mehr auf der
Waage und habe es auch in Zukunft nicht vor es jemals wieder in Erfahrung zu bringen.
Beim Arzt lass ich mich wiegen, aber ich will es nicht wissen.
Was ich weiss, ist das ich im starken und gefaehrlichen Untergewicht bin und ich so nicht mehr weiterleben kann/moechte.
Ich werde meinem Koerper das geben, was er braucht, bis er weit genug repariert ist, mir durch ganz 'normalen' Hunger genau das zu signalisieren.

Dann mach so weiter,
aber du bist hier in einem Forum, in dem noch viele Mädchen/Frauen die Chance haben, gerade durch das von dir abgelehnte kontrollierte Essen wieder gesund zu werden. Ich weiß nicht, was du mit deinem Beitrag bezwecken wolltest, aber zur Nachahmung kann ich es nun wirklich keinem essgestörten Mädchen empfehlen.

LG Nus

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lilja_12708620
16.08.13 um 18:17
In Antwort auf selver_11957295

Dann mach so weiter,
aber du bist hier in einem Forum, in dem noch viele Mädchen/Frauen die Chance haben, gerade durch das von dir abgelehnte kontrollierte Essen wieder gesund zu werden. Ich weiß nicht, was du mit deinem Beitrag bezwecken wolltest, aber zur Nachahmung kann ich es nun wirklich keinem essgestörten Mädchen empfehlen.

LG Nus

~
Ich bin einfach der Überzeugung, das es fuer einen Koerper der lange Zeit unter Entzug von lebensnotwendiger Energie gelitten hat, erstmal kein 'Zuviel' gibt.
Schon gar nicht, wenn sich dieser Koerper im Untergewicht befindet.
Von der Menge her esse ich ca. soviel, wie ich damals in der Klinik zum zunehmen bekommen habe.
Nur ist der Unterschied, das ich es diesmal hunderprozentig freiwillig mache.
Ich rate trotzdem natuerlich jedem essgestoerten Maedchen, das
merkt, das die Essstoerung zu stark ist, in eine Klinik zu gehen denn dort habe ich mich damals auch sicher gefuehlt und konnte zumindest fuer eine Weile von Aengsten und Zwaengen loslassen.
Nur war ich leider damals noch nicht dazu bereit, wirklich gesund zu werden und hatte die kranken Gedanken immer im Hinterkopf.

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S
selver_11957295
16.08.13 um 18:32

Hallo Amelie,
in der Klinik Roseneck wird eine Gewichtszunahme von 700 g pro Woche erstrebt, allerdings unter täglicher therapeutischer Begleitung. Dies ist nicht auf den privaten Bereich übertragbar.Wir verfolgen hier im Forum den medizinischen Standard, der eine langsame und kontrollierte Gewichtszunahme vorsieht, auch wenn es dir persönlich nicht passt.Ich habe inzwischen mit dem Team abgesprochen, dass wir nicht mehr bereit sind, Beiträge zu akzeptieren, in denen essgestörte Frauen aufgefordert werden, sich nicht mehr zu wiegen oder beliebig viel zu essen. Betrachte dies getrost als Abmahnung.

LG Nus

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S
selver_11957295
16.08.13 um 18:44

Hallo Leslie,
ich vertrete hier in Abstimmung mit dem Team die Ausrichtung des Forums. Wenn dir irgendetwas nicht passt, verlass das Forum.

LG Nus

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L
linden_12637787
16.08.13 um 19:00

Sorry, aber..
..vllt sollten wir etwas objektiver bleiben.

Erstens hatte er sich nie monatelang zurückgezogen und zweitens sind Nus' Antworten hier immer sehr sehr hilfreich, weil einfach: kompetent!

LG

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Z
zona_11851387
16.08.13 um 19:07
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Leslie,
ich vertrete hier in Abstimmung mit dem Team die Ausrichtung des Forums. Wenn dir irgendetwas nicht passt, verlass das Forum.

LG Nus

Es lebe der gepflegte Meinungspluralismus.
Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen.

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L
lilja_12708620
16.08.13 um 19:37

Danke amelie und leslie
Ich befinde mich zurzeit seit vier Jahren im Ausland (sueskorea),
deshalb kann ich vorerst keine Therapie in Anspruch nehmen geschweige denn in ein Klinik gehen.
Ich werde naechstes Jahr Februar wieder nach Deuschland zurueckkehren und dann auch in Therapie gehen, aber bis dahin will ich nicht wie ein halb abgestorbener Kaktus vor mich hin vegitieren.
Wenn icj das ueberhaupt geachafft haette.
Ich kenne ausserdem
den Unterschied zwischen einem Fressanfa und dem, was ich im Moment mache.
Ich schlinge nicht, ich esse nicht bis mir uebel ist.
Ich goenne mir ganz einfach, was ich mir bis dahin taeglich verboten habe.

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L
linden_12637787
16.08.13 um 19:51

Genauer lesen!
Also, sie hatte nicht geschrieben, dass sie 3000kal in einer Klinik bekomme (so wie du es erlebt hast, ich übrigens auch und viele andere) und damit glücklich sei,

sondern dass sie nun alleine zu Hause, privat, ohne Überwachung, "3000, 4000, 5000 Kalorien am Tag.. " isst. Ich denke, das meinte Nus.

Mehr als 2000 kal in einer Klinik zu bekommen, wenn es für notwendig befunden wird und zwar in drei Hauptmahlzeiten u evtl noch in zwei Zwischenmahlzeiten, begleitet von Gesprächen mit Therapeuten, von Pflegern auf der Station, die Tag und Nacht ansprechbar sind in Notsituationen, das ist etwas anderes.

Der ganze andere Teil ihres postings war total schön, ja; nämlich dass sie sich so akzeptieren kann, die Nahrung in sich spürt und es aushält, dass sie sich auf ihren neuen, nicht mehr krank aussehenden Körper freut, sogar auf die größeren Kleidungsgrößen usw... das war alles so wunderbar und schön und positiv! Ja das stimmt doch und das hat er doch auch nicht abgesprochen! Sie hatte absolut emotional geschrieben und uns allen beim Lesen sicherlich ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert, mir auch, ich fand es toll, dass sie einen runderen Körper annehmen kann, ganz ehrlich!

Was Nus getan hat, ist lediglich die Vorgehensweise zu relativieren; genauer gesagt davor zu mahnen, einen solchen Selbstversuch zu Hause zu starten ohne jegliche medizinische Überwachung. Und er hat davor gewarnt, ins andere Extrem umzuschlagen und zwar von jetzt auf gleich ohne ärztliche Betreuung.

UND - jetzt kommt das Entscheidende - er tat das vollkommen neutral, ohne Emotionen und eben auch ohne den emotionalen Teil des urprünglichen postings in irgendeiner Weise zu kritisieren oder in Abrede stellen zu wollen.

Irgendwie seltsam, dass nur ich das so zu sehen scheine...

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selver_11957295
16.08.13 um 20:42
In Antwort auf zona_11851387

Es lebe der gepflegte Meinungspluralismus.
Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen.

Es geht hier nicht um Meinungsfreiheit,
du bist in einem Forum mit festgelegten Regeln. Die Fachausrichtung des Forums bestimmt das Team, nicht irgendein user. Für die Heilung einer Essstörung gibt es auch für Therapeuten verbindliche Richtlinien. Sowohl das Team als auch ich stehen hinter diesen Richtlinien. Jede userin muss sich gefallen lassen, wenn ich ihr rate, sich entsprechend diesen Richtlinien behandeln zu lassen oder selbst zu behandeln.Jegliche Kritik daran ist völlig unangemessen. Meine Aufforderung an eine essgestörte Frau, nicht 5000 Kcal zu essen, entspricht den Richtlinien und ist fachlich nicht zu beanstanden.

LG Nus

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lilja_12708620
17.08.13 um 9:05

Hallo littlecat
Danke schoen fuer deine aufmunternden Worte,
ich wollte hier eigendlich keine solche Diskussion ausloesen >.<

Bei mir ist die Situation so, das ich schon so weit gekommen bin, was meine 'anderen' Probleme betrifft (Depressionen, Selbstmordgedanken, SVV, Aengste) und ich eigendlich alles habe was ich mir frueher so sehr gewuenscht habe - unter anderem wohne ich seit zwei Jahren mit meinem Freund zusammen, der mich immer Unterstuetzt und zeigt, das er mich liebt so wie ich bin, trotz meiner kleinen (und auch nicht so kleinen) Macken.
Wir wollen naechstes Jahr gemeinsam nach Deutschland und dann auch heiraten.
Alles koennte so wunderschoen sein, wenn da nur nicht diese bloede Essstoerung waere.
Und irgendwie hat sich vor ein paar Tagen nach einem weiteren Streit der sich ums Essen drehte ploetzlich in meinem Kopf ein Schalter umgelegt.
Irgendwie hab ich zum ersten mal so
richtig kapiert, das die Zukunft, die
ich mir wuensche, sich nicht in Einklang bringen laesst mit dieser Wahnvorstellung
meinen Koerper so duenn und schwach und kindlich wie moeglich halten zu muessen.
Ich habe sofort alle triggernden Webseiten und Bilder vom Computer geloescht, meiner Agentur angerufen und gekuendigt (ich arbeitete nebenher als Model), die Hosen in Winzgroessen aussortiert und weggegeben und sofort mit einem leckeren Abendessen angefangen.

Ich glaube, der grosse Unterschied zu all den Versuchen gesund zu werden die ich frueher gestartet habe ist, das ich einfach so eine schoene Zukunft vor Augen habe.
Das ist etwas, das ich frueher nicht hatte.
Frueher war es mir irgendwie voellig egal was aus mir wird.

Bulimische Phasen hatte ich nie, deshalb kann ich vielleicht nicht zu hunderprozent
mit dem mitfuehlen, was du durchmachst, aber ich wuensche dir auf jeden Fall alles alles Gute und viel Kraft.

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linden_12637787
17.08.13 um 9:17

Liebe Amelie,
zur Wiederholung, vllt etwas kürzer und dadurch hoffentlich deutlicher:

Nus rät einer essgestörten Frau von einer Kalorienaufnahme zwischen 3000 und 5000 noch dazu ohne ärztliche/klinische Überwachung ab. In anderen threads hat er schon mehrfach auf die Komplikationen selbst einer kontrollieren Gewichtszunahme hingewiesen; bei der hier vorliegenden unkontrollierten und ausufernden Kaloriensteigerung und Zunahme sind es dann schon echte Risiken, vor denen er einfach warnt.

Mehr nicht.

Dass sich jemand "richtig vorstellt" in einem anonymen Forum, in dem man von einem Schreiber nichts als sein Pseudonym und ein paar Buchstaben auf dem Bildschirm sieht, finde ich mehr als überflüssig;

Und jemand, dessen Beiträge stets fachbezogen, sachlich, informativ und klar formuliert sind, sowieso.

LG

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L
lilja_12708620
17.08.13 um 9:17

Hallo leslie
Danke fuer den Zuspruch!
Deutsche Aerzte gibt es zwar nicht,
aber ich spreche inzwischen ganz gut Koreanisch
und war auch schon im Krankenhaus und auch beim Frauenarzt, einfach um mich durchchecken zu lassen, Blut abnehmen usw.
Soweit scheint alles zum Glueck noch soweit in Ordnung zu sein, das ich denke, bis Februar
durchhalten zu koennen.
Auch hatte ich zwar schon einen Termin bei einem Psychologen (oder Psychater? Ich weiss nicht, ob die hier auch Unterschiede machen) aber der schien nur dafuer da zu sein, Pillen zu verschreiben.

Leider herrscht hier ein seeehr fragwuerdiges
Schoenheitsideal, bei dem 10~20 kilo Untergewicht als ganz normal und anstrebenswert angesehen werden und in jeder Arztpraxis haengen Werbeplakate
fuer alle moeglichen Diaeten und Abnehmpillen.. da wird man dann von Aerzten schon mal darauf angesprochen, wie beneidenswert schlank man doch ist. -_-
Hier scheinen dreiviertel aller
Frauen auf Dauerdiaet zu sein, voellig unabhaengig von ihrem Gewicht.
Ich bin inzwischen wirkich froh, naechstes Jahr erstmal zurueck nach Hause zu koennen.

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lilja_12708620
17.08.13 um 9:25
In Antwort auf linden_12637787

Liebe Amelie,
zur Wiederholung, vllt etwas kürzer und dadurch hoffentlich deutlicher:

Nus rät einer essgestörten Frau von einer Kalorienaufnahme zwischen 3000 und 5000 noch dazu ohne ärztliche/klinische Überwachung ab. In anderen threads hat er schon mehrfach auf die Komplikationen selbst einer kontrollieren Gewichtszunahme hingewiesen; bei der hier vorliegenden unkontrollierten und ausufernden Kaloriensteigerung und Zunahme sind es dann schon echte Risiken, vor denen er einfach warnt.

Mehr nicht.

Dass sich jemand "richtig vorstellt" in einem anonymen Forum, in dem man von einem Schreiber nichts als sein Pseudonym und ein paar Buchstaben auf dem Bildschirm sieht, finde ich mehr als überflüssig;

Und jemand, dessen Beiträge stets fachbezogen, sachlich, informativ und klar formuliert sind, sowieso.

LG

3000 Kalorien..
..sind nicht ausufernd.
Mein Freund isst jeden Tag soviel,
und der muss nicht zunehmen.
Als ich damals fuer mehrere Monate
in der Klinik war,
habe ich unter 3000 Kalorien kein Stueck zugenommen,
im Gegenteil, ich habe eher weiter abgenommen.
Abgesehen davon habe ich mich einmal komplett untersuchen lassen, meinem Koerper geht es - bis auf das schlimme Untergewicht - ueberraschend gut.

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linden_12637787
17.08.13 um 9:29
In Antwort auf lilja_12708620

3000 Kalorien..
..sind nicht ausufernd.
Mein Freund isst jeden Tag soviel,
und der muss nicht zunehmen.
Als ich damals fuer mehrere Monate
in der Klinik war,
habe ich unter 3000 Kalorien kein Stueck zugenommen,
im Gegenteil, ich habe eher weiter abgenommen.
Abgesehen davon habe ich mich einmal komplett untersuchen lassen, meinem Koerper geht es - bis auf das schlimme Untergewicht - ueberraschend gut.

Dasselbe immer ...
...wieder mehrfach wiederholen zu müssen, ermüdet.

Viel Glück noch und

LG

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J
jakub_12095950
17.08.13 um 9:58

Ich sehe es genauso!!
Amelies' Beiträge hier kann ich ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben! Sofern man sich wahrlich im UG befindet und zuzunehmen hat, müssen es nunmal 3000kcal oder mehr sein ... bei mir hat sich unter 2500 so gut wie nichts getan..bei 2000kcal nimmt man direkt wieder ab!

Zudem geht es mujigae um die Wiederfindung des Genusses am Leben, dem Freiwerden der akribischen Gedanken, dem freien Essen ... und DAS ist doch die Motivationsquelle, die zählt

Sofern man sich mal längere Zeit im UG aufhält und eine ES entwickelt, hat man (wie ich nicht nur an mir selbst,auch an anderen Betroffenen festgestellt habe) nunmal einen etwas abgeänderten Energiebedarf, als jemand, der niemals mit solchen Mangelzuständen zu "kämpfen" hatte ...
Das ist für einen selbst oft das Schwierigste, sich einzugestehen, MEHR als alle anderen essen zu "müssen", um wieder auf Gleichstand zu kommen und Richtung Gesundheit schreiten zu können ...

liebe Grüße

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L
linden_12637787
17.08.13 um 10:17

Nein, beiweitem
nicht leider. Seit eineinhalb Jahren ambulant in psychotherapeutischer Behandlung, und hab während dieser Zeit einen teilstationären und einen stationären Aufenthalt (den ich abbrechen musste, weil es zu Hause eskalierte) hinter mir..

Habe ihn übrigens letztens noch hier gefragt, was denn während der Kalorienerhöhung und also der geplanten Zunahme so passiern könne, und bekam die Antwort, dass sich die Elektrolyte verschieben und sich Wassereinlagerungen bilden könnten.

Elektrolytverschiebung und Wassereinlagerung also nicht nur als Folge der MS, sondern auch als Folge der Kaloriensteigerung bei einem Versuch, die MS zu überwinden! Das fand ich interessant und mega-wichtig; wurde mir nämlich in der Klinik überhaupt nicht gesagt! Und dann stand ich da dann oft vor meinen seltsamen Gewichtssprüngen und fühlte mich hilflos und mies..

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D
dassah_12675213
17.08.13 um 10:21

Frage
He, was sind denn die Gefahren einer unkontrollierten Kaloriensteigerung?
LG

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S
selver_11957295
17.08.13 um 10:39
In Antwort auf lilja_12708620

3000 Kalorien..
..sind nicht ausufernd.
Mein Freund isst jeden Tag soviel,
und der muss nicht zunehmen.
Als ich damals fuer mehrere Monate
in der Klinik war,
habe ich unter 3000 Kalorien kein Stueck zugenommen,
im Gegenteil, ich habe eher weiter abgenommen.
Abgesehen davon habe ich mich einmal komplett untersuchen lassen, meinem Koerper geht es - bis auf das schlimme Untergewicht - ueberraschend gut.

Doch
3000 Kcal sind in der Regel nicht erforderlich geschweige denn 5000 Kcal, von denen du auch sprichst. Die von mir privat betreuten Mädchen haben alle von weniger als 3000 Kcal zugenommen.Der Vergleich mit einem Mann hinkt, da Männer einen höheren Kalorienbedarf haben als Frauen. Der medizinische Standard sieht bei Anorexie gerade für den privaten Bereich eine langsame Gewichtszunahme vor. Für Frauen, die sich im Hungerstoffwechsel befinden, ist eine schnelle Gewichtszunahme lebensbedrohlich. Es macht also Sinn, wenn wir hier im Forum keine Beiträge haben wollen, in denen Anorektikerinnen aufgefordert werden, beliebig viel zu essen.

LG Nus

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dassah_12675213
17.08.13 um 10:47
In Antwort auf selver_11957295

Doch
3000 Kcal sind in der Regel nicht erforderlich geschweige denn 5000 Kcal, von denen du auch sprichst. Die von mir privat betreuten Mädchen haben alle von weniger als 3000 Kcal zugenommen.Der Vergleich mit einem Mann hinkt, da Männer einen höheren Kalorienbedarf haben als Frauen. Der medizinische Standard sieht bei Anorexie gerade für den privaten Bereich eine langsame Gewichtszunahme vor. Für Frauen, die sich im Hungerstoffwechsel befinden, ist eine schnelle Gewichtszunahme lebensbedrohlich. Es macht also Sinn, wenn wir hier im Forum keine Beiträge haben wollen, in denen Anorektikerinnen aufgefordert werden, beliebig viel zu essen.

LG Nus

Verwirrt
Und in wie weit ist eine zu schnell Zunahme lebensbedrohlich?

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selver_11957295
17.08.13 um 10:56
In Antwort auf dassah_12675213

Frage
He, was sind denn die Gefahren einer unkontrollierten Kaloriensteigerung?
LG

Endlich wird es sachlicher.
Bei Frauen, die sich im Hungerstoffwechsel befinden, kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Aber auch sonst hat es sich gezeigt, dass es bei einer zu schnellen Gewichtszunahme vermehrt zu vorzeitigen Therapieabbrüchen kommt. Schon vor ca 15 Jahren haben mir Ärzte in den Kliniken gesagt, dass sie die viel zu hohe Rückfallquote bei den entlassenen essgestörten Frauen auf eine zu schnelle Gewichtszunahme zurückführen. Diese Einsicht hat sich inzwischen durchgesetzt und entspricht heute dem medizinischen Standard. Es ist daher verantwortungsvoll und richtig, Frauen auf die Notwendigkeit einer langsamen Gewichtszunahme hinzuweisen.

LG Nus

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dassah_12675213
17.08.13 um 11:01
In Antwort auf selver_11957295

Endlich wird es sachlicher.
Bei Frauen, die sich im Hungerstoffwechsel befinden, kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Aber auch sonst hat es sich gezeigt, dass es bei einer zu schnellen Gewichtszunahme vermehrt zu vorzeitigen Therapieabbrüchen kommt. Schon vor ca 15 Jahren haben mir Ärzte in den Kliniken gesagt, dass sie die viel zu hohe Rückfallquote bei den entlassenen essgestörten Frauen auf eine zu schnelle Gewichtszunahme zurückführen. Diese Einsicht hat sich inzwischen durchgesetzt und entspricht heute dem medizinischen Standard. Es ist daher verantwortungsvoll und richtig, Frauen auf die Notwendigkeit einer langsamen Gewichtszunahme hinzuweisen.

LG Nus

Lebensbedrohlichen Komplikationen
Und was wären das für lebensbedrohliche Komplikationen? Ich denke, man kann die Sachen auch ruhig beim Namen nennen. Worte machen nur Angst. Fakten und Erläuterungen hingegen helfen, Lösungen zu finden.

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selver_11957295
17.08.13 um 11:03
In Antwort auf dassah_12675213

Verwirrt
Und in wie weit ist eine zu schnell Zunahme lebensbedrohlich?

Weil
es durch die Absenkung des Kaliumspiegels zu Herzrhythmusstörungen kommen kann.

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S
selver_11957295
17.08.13 um 11:08
In Antwort auf dassah_12675213

Lebensbedrohlichen Komplikationen
Und was wären das für lebensbedrohliche Komplikationen? Ich denke, man kann die Sachen auch ruhig beim Namen nennen. Worte machen nur Angst. Fakten und Erläuterungen hingegen helfen, Lösungen zu finden.

Insbesondere Herzrhythmusstörungen,
bedingt durch die Abnahme des Kaliumspiegels bei Normalisierung des Stoffwechsels.

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dassah_12675213
17.08.13 um 11:10
In Antwort auf selver_11957295

Weil
es durch die Absenkung des Kaliumspiegels zu Herzrhythmusstörungen kommen kann.

Kalium-SPiegel
Und warum sinkt der K-Siiegel und steigt nicht an, wenn man mehr isst, also auch mehr K aufnimmt?

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selver_11957295
17.08.13 um 11:19

Hallo Danifee,
in der Klinik Roseneck in Prien wird eine Gewichtssteigerung von 700 g die Woche angestrebt. Für ambulante Psychotherapien sehen die Richtlinien eine Zunahme von maximal 500 g pro Woche vor, für Selbstheilungsversuche die Hälfte, also 250 g oder etwa 1 KG pro Monat.Hintergrund ist, dass die Gewichtszunahme psychisch verkraftet werden muss, um Therapieabbrüche oder spätere Rückfälle zu vermeiden.

LG Nus

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S
selver_11957295
17.08.13 um 11:31

Ja,
aber du standest unter ärztlicher Kontrolle. Das ist der ganz entscheidende Unterschied. Du kannst hier nicht die Umstände, unter denen du behandelt wurdest, auf den privaten Bereich übertragen.

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L
linden_12637787
17.08.13 um 12:22

Ja,
ich verstehe sooo gut, was du meinst.

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G
gonca_12715781
17.08.13 um 12:28


Liebe Mädels!
Ich war laaaaaange nicht mehr aktiv hier im Forum, bin aber hier täglich und lese mit! Kurz zu mir, ich bin 15, 168cm, und bin im UG, versuche aber meinen Körper jetzt wieder so aufzupäppeln, dass meine Periode wiederkommt. In die Klinik wurde ich vor genau einem Jahr eingewiesen, habe mich aber geweigert, zu gehen und meine Eltern haben mir diese Chance zum Glück gegeben. Aller zwei Monate gehe ich zur "Kontrolle" zum Psychologen, habe aber nie eine Therapie gemacht. Jetzt habe ich seit dem schlimmsten UG so um die 5 kg in einem Jahr zugenommen. Allerdings kam die signifikante Zunahme erst so vor einem Monat, da ich endlich versucht habe die KONRROLLE abzugeben. Ich habe ein knappes Jahr lang 1700 kcal gegessen und habe davon NICHT zugenommen. Diese Zahl habe ich von Nus, also klar, noch 100 kcal drunter aber trotzdem, damit habe ich meinen Kontrollzwang vor meiner gesunden Seite gerechtfertigt.
Die Zeit war echt nicht schön...auch wenn es mir natürlich besser ging, als während des Hungerns.

Jetzt habe ich mich entschlossen, eine Ernährungstherapie zu machen und siehe da, beim Erstgespräch erzählt sie mir genau das, was Amelie in ihren Beiträgen immer schreibt! Und sie machte mir Mut, dass es möglich ist, wieder ein Leben OHNE kcal zählen und wiegen geben kann.

Das wollte ich einfach mal loswerden. Meiner Auffassung nach, ist man erst von der ES befreit, wenn man wieder nach Hunger und Appetit essen kann und es auch tut! Ohne danach alles zu kontrollieren oder durch Sport wieder zu verbrennen. Und um das zu erreichen MUSS man die Kontrolle doch irgendwann mal aufgeben!

Liebe Amelie! Ich danke dir von ganzem Herzen, für deine Mühe allen hier im Forum Mut zu machen, immer zu antworten, etc. Du bist mir persönlich die größte Hilfe hier und bitte bitte bitte hör nicht auf, hier zu schreiben! Es tut so gut von dir zu lesen und du bist mir so ein großes Vorbild, dass ein "normales" sprich unkontrolliertes Leben wieder möglich ist!! Ich habe zwei Jahre lang nuFachbücher über Magersucht gelesen, ich kenne die möglichen Komplikationen etc., aber mir selber helfen, ist trotzdem so so schwer! Und da finde ich es total beängstigend, wenn gerade DU aufgefordert wirst, das Forum zu verlassen! Bitte nicht!

Ganz liebe Grüße und kämpft weiter Mädels!

wunderlandfee

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lilja_12708620
17.08.13 um 12:52
In Antwort auf gonca_12715781


Liebe Mädels!
Ich war laaaaaange nicht mehr aktiv hier im Forum, bin aber hier täglich und lese mit! Kurz zu mir, ich bin 15, 168cm, und bin im UG, versuche aber meinen Körper jetzt wieder so aufzupäppeln, dass meine Periode wiederkommt. In die Klinik wurde ich vor genau einem Jahr eingewiesen, habe mich aber geweigert, zu gehen und meine Eltern haben mir diese Chance zum Glück gegeben. Aller zwei Monate gehe ich zur "Kontrolle" zum Psychologen, habe aber nie eine Therapie gemacht. Jetzt habe ich seit dem schlimmsten UG so um die 5 kg in einem Jahr zugenommen. Allerdings kam die signifikante Zunahme erst so vor einem Monat, da ich endlich versucht habe die KONRROLLE abzugeben. Ich habe ein knappes Jahr lang 1700 kcal gegessen und habe davon NICHT zugenommen. Diese Zahl habe ich von Nus, also klar, noch 100 kcal drunter aber trotzdem, damit habe ich meinen Kontrollzwang vor meiner gesunden Seite gerechtfertigt.
Die Zeit war echt nicht schön...auch wenn es mir natürlich besser ging, als während des Hungerns.

Jetzt habe ich mich entschlossen, eine Ernährungstherapie zu machen und siehe da, beim Erstgespräch erzählt sie mir genau das, was Amelie in ihren Beiträgen immer schreibt! Und sie machte mir Mut, dass es möglich ist, wieder ein Leben OHNE kcal zählen und wiegen geben kann.

Das wollte ich einfach mal loswerden. Meiner Auffassung nach, ist man erst von der ES befreit, wenn man wieder nach Hunger und Appetit essen kann und es auch tut! Ohne danach alles zu kontrollieren oder durch Sport wieder zu verbrennen. Und um das zu erreichen MUSS man die Kontrolle doch irgendwann mal aufgeben!

Liebe Amelie! Ich danke dir von ganzem Herzen, für deine Mühe allen hier im Forum Mut zu machen, immer zu antworten, etc. Du bist mir persönlich die größte Hilfe hier und bitte bitte bitte hör nicht auf, hier zu schreiben! Es tut so gut von dir zu lesen und du bist mir so ein großes Vorbild, dass ein "normales" sprich unkontrolliertes Leben wieder möglich ist!! Ich habe zwei Jahre lang nuFachbücher über Magersucht gelesen, ich kenne die möglichen Komplikationen etc., aber mir selber helfen, ist trotzdem so so schwer! Und da finde ich es total beängstigend, wenn gerade DU aufgefordert wirst, das Forum zu verlassen! Bitte nicht!

Ganz liebe Grüße und kämpft weiter Mädels!

wunderlandfee

Danke dir!
Fuer diesen Beitrag.

Ganz ehrlich hab ich schon angefangen zu Zweifeln,
ob das, was ich mache, vielleicht doch ganz falsch ist
obwohl es mir sooo viel besser geht.
Aber ich werde weitermachen, und dabei auch einmal die Woche zur Untersuchung ins Krankenhaus gehen.
Ich habe das auch nicht einfach so aus heiterem Himmel heraus angefangen,
habe mich ausgiebig erkundigt, weiss bescheid um die Risiken, auch das ich erstmal mit Wassereinlagerungen sowie vor allem Zunahme um die Mitte rechnen muss bevor es sich verteilt.
Streng nach Plan zu essen hat bei mir immer einfach nur bewirkt,
das diese widersinnige Angst vor Essen und 'Uebergewicht' niemals ganz wegging.
Trotz Therapie.

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dassah_12675213
17.08.13 um 13:59

Todesfälle
Hi, woran sind denn die beiden gestorben? Herzrthythmusstörungen wegen Kaliummangel?

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selver_11957295
17.08.13 um 14:53
In Antwort auf gonca_12715781


Liebe Mädels!
Ich war laaaaaange nicht mehr aktiv hier im Forum, bin aber hier täglich und lese mit! Kurz zu mir, ich bin 15, 168cm, und bin im UG, versuche aber meinen Körper jetzt wieder so aufzupäppeln, dass meine Periode wiederkommt. In die Klinik wurde ich vor genau einem Jahr eingewiesen, habe mich aber geweigert, zu gehen und meine Eltern haben mir diese Chance zum Glück gegeben. Aller zwei Monate gehe ich zur "Kontrolle" zum Psychologen, habe aber nie eine Therapie gemacht. Jetzt habe ich seit dem schlimmsten UG so um die 5 kg in einem Jahr zugenommen. Allerdings kam die signifikante Zunahme erst so vor einem Monat, da ich endlich versucht habe die KONRROLLE abzugeben. Ich habe ein knappes Jahr lang 1700 kcal gegessen und habe davon NICHT zugenommen. Diese Zahl habe ich von Nus, also klar, noch 100 kcal drunter aber trotzdem, damit habe ich meinen Kontrollzwang vor meiner gesunden Seite gerechtfertigt.
Die Zeit war echt nicht schön...auch wenn es mir natürlich besser ging, als während des Hungerns.

Jetzt habe ich mich entschlossen, eine Ernährungstherapie zu machen und siehe da, beim Erstgespräch erzählt sie mir genau das, was Amelie in ihren Beiträgen immer schreibt! Und sie machte mir Mut, dass es möglich ist, wieder ein Leben OHNE kcal zählen und wiegen geben kann.

Das wollte ich einfach mal loswerden. Meiner Auffassung nach, ist man erst von der ES befreit, wenn man wieder nach Hunger und Appetit essen kann und es auch tut! Ohne danach alles zu kontrollieren oder durch Sport wieder zu verbrennen. Und um das zu erreichen MUSS man die Kontrolle doch irgendwann mal aufgeben!

Liebe Amelie! Ich danke dir von ganzem Herzen, für deine Mühe allen hier im Forum Mut zu machen, immer zu antworten, etc. Du bist mir persönlich die größte Hilfe hier und bitte bitte bitte hör nicht auf, hier zu schreiben! Es tut so gut von dir zu lesen und du bist mir so ein großes Vorbild, dass ein "normales" sprich unkontrolliertes Leben wieder möglich ist!! Ich habe zwei Jahre lang nuFachbücher über Magersucht gelesen, ich kenne die möglichen Komplikationen etc., aber mir selber helfen, ist trotzdem so so schwer! Und da finde ich es total beängstigend, wenn gerade DU aufgefordert wirst, das Forum zu verlassen! Bitte nicht!

Ganz liebe Grüße und kämpft weiter Mädels!

wunderlandfee

Du musst schon unterscheiden.
Ich empfehle nicht 1700 oder in der Regel 1800 Kcal, um langsam zuzunehmen sondern lediglich für einen kurzen Zeitraum, um gesund aus dem HSW rauszukommen. Anschließend ist eine Erhöhung notwendig, Wenn du das nicht machst, gib mir nicht die Schuld dafür.

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selver_11957295
17.08.13 um 15:03

Hallo Femili,
es ist ohne weiteres vorstellbar, dass dein Gesamtbedarf bei 2200 Kcal liegt und du von dieser Kalorienmenge nicht zunimmst.Dann ist eine Erhöhung auf ca 2500 Kcal nötig. Da du dich nicht mehr im HSW befindest, kannst du die Erhöhung sofort und auf einmal einleiten. Haarausfall ist eine bekannte Folge der Essstörung.

LG Nus

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dassah_12675213
17.08.13 um 15:11
In Antwort auf selver_11957295

Du musst schon unterscheiden.
Ich empfehle nicht 1700 oder in der Regel 1800 Kcal, um langsam zuzunehmen sondern lediglich für einen kurzen Zeitraum, um gesund aus dem HSW rauszukommen. Anschließend ist eine Erhöhung notwendig, Wenn du das nicht machst, gib mir nicht die Schuld dafür.

Klingt schon beruhigender
Heißt das, dass wenn man schon fast zwei Monate 4000 kcal täglich zu sich nimmt, aus der größten Gefahr raus ist? Darf man dann weitermachen?

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selver_11957295
17.08.13 um 15:26
In Antwort auf dassah_12675213

Klingt schon beruhigender
Heißt das, dass wenn man schon fast zwei Monate 4000 kcal täglich zu sich nimmt, aus der größten Gefahr raus ist? Darf man dann weitermachen?

Selbstverständlich,
du bist schon längst raus aus dem HSW.

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adhara_12925191
17.08.13 um 15:33
In Antwort auf selver_11957295

Endlich wird es sachlicher.
Bei Frauen, die sich im Hungerstoffwechsel befinden, kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Aber auch sonst hat es sich gezeigt, dass es bei einer zu schnellen Gewichtszunahme vermehrt zu vorzeitigen Therapieabbrüchen kommt. Schon vor ca 15 Jahren haben mir Ärzte in den Kliniken gesagt, dass sie die viel zu hohe Rückfallquote bei den entlassenen essgestörten Frauen auf eine zu schnelle Gewichtszunahme zurückführen. Diese Einsicht hat sich inzwischen durchgesetzt und entspricht heute dem medizinischen Standard. Es ist daher verantwortungsvoll und richtig, Frauen auf die Notwendigkeit einer langsamen Gewichtszunahme hinzuweisen.

LG Nus

Hi
nus hat da schon auch irgendwo recht ich hab es selbst bei einer mitpatientin im krankenhaus erlebt die bekam durch das zuviele essen wassereinlagerungen im herz und musste sogar den ganzen tag an den monitor da es so lebensbedrohlich war das es hätte zum herzstillstand kommen können

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G
gonca_12715781
17.08.13 um 17:00
In Antwort auf selver_11957295

Du musst schon unterscheiden.
Ich empfehle nicht 1700 oder in der Regel 1800 Kcal, um langsam zuzunehmen sondern lediglich für einen kurzen Zeitraum, um gesund aus dem HSW rauszukommen. Anschließend ist eine Erhöhung notwendig, Wenn du das nicht machst, gib mir nicht die Schuld dafür.

Also,
das ist bei mir persönlich nie so angekommen, sondern eher nach dem Motto: "Wenn man mehr als 2500 kcal am Tag isst, ist das ungesund." Kann sein, dass das ein Missverständnis war. Und ich gebe hier such niemandem die Schuld, sondern merke lediglich an, was bzw. wer mir hier im Forum geholfen hat.

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lilja_12708620
17.08.13 um 17:07
In Antwort auf adhara_12925191

Hi
nus hat da schon auch irgendwo recht ich hab es selbst bei einer mitpatientin im krankenhaus erlebt die bekam durch das zuviele essen wassereinlagerungen im herz und musste sogar den ganzen tag an den monitor da es so lebensbedrohlich war das es hätte zum herzstillstand kommen können

Yep
Ich bin mir im Klaren, dieses Risiko besteht,
allerdings muss ich dazu sagen dass ich - im Vergleich zu vielen anderen Magersuechtigen - ziemlich langsam ueber einen Zeitraum von zwei Jahren ins starke Unterwicht abgenommen habe.
Das heisst, ich habe die meiste Zeit um die tausend Kalorien gegessen, ganz selten darunter, oft auch ein zwei Tage die Woche deutlich darueber.
Ich habe also nie wochenlang von extrem
wenigen Kalorien gelebt, auch mein Magen ist groessere Mengen durchaus noch gewohnt.
Deshalb war auch der Arzt im Krankenhaus - nach einer gruendlichen Untersuchung - der Meinung, das mein Koerper diese
Mengen vertragen kann.
Ich kenne ausserdem die Symptome auf die die ich achten muss.

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dassah_12675213
17.08.13 um 17:29
In Antwort auf selver_11957295

Selbstverständlich,
du bist schon längst raus aus dem HSW.

Super!
Dann darf ich ja jetzt weiterfuttern. Und ich dachte schon, ich müsste wieder diäten, wo es gerade so gut schmeckt. Wäre schlimm, da ich das einfach nur satt bin!

Mehr als durchschnittlich 500 Gramm pro Woche nehme ich auch nicht zu,. Aber dafür brauche ich schon die Menge an Kalorien. Also darf die Butter auf dem Brot bleiben

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dassah_12675213
17.08.13 um 17:32
In Antwort auf selver_11957295

Selbstverständlich,
du bist schon längst raus aus dem HSW.

Sorry
wenn ich gestern abend etwas ruppig. Aber für mich bedeutet das Essen im Moment so viel Lebensqualität, dass ich das nicht kampflos hergeben wollte.

Seit Jahren fühlt es sich gut an, zu essen. Und das Gefühl geb ich nicht mehr her

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lilja_12708620
17.08.13 um 17:58

Amelie
Ich lese hier schon relativ lange
mit, und obwohl ich bis jetzt nie geschrieben hatte haben mir viele deiner Beitraege Mut gegeben.
Wahrscheinlich auch, weil
man bei dir einfach spuert das du alles selbst durchgemacht hast und wie sehr dir daran liegt, das es andere Maedchen (und auch Jungs) auch aus dieser furchtbaren Krankheit herausschaffen.
Ich bin (zu meinem eigenen Leidwesen) sehr skeptisch und mir faellt es unglaublich
schwer Menschen (und dazu gehoeren halt auch Aerzte und Therapeuten) zu vertrauen. Aber von einem Menschen, von dem ich weiss, das er genau diese Aengste und Zweifel und den ganzen Mist selbst gespuert hat, von so einem Menschen wie dir faellt es mir viel leichter Zuspruch anzunehmen.
Also Danke auch von mir an dich
Genau das was du hier schreibst ist es, was ich im Moment zum allerersten mal spuere:
Der WILLE zu leben, in einem gesunden Koerper zu leben.
Damals in der Klinik habe ich alles befolgt was mir gesagt wurde, ich hab den Essplan anstandslos befolgt, habe auch ins Normalgewicht zugenommen - aber der Wunsch, gesund zu sein und zu leben blieb weg.
Deshalb habe ich nach Entlassung auch wieder das doppelte von dem Gewicht, was ich zugenommen hatte, wieder in rasender Geschwindigkeit verloren.
Diesmal sehe ich ganz klar, es gibt auf lange Sicht nur zwei Moeglichkeiten: Gesund zu werden oder mein Leben aufzugeben.
Und ich spuere so stark wie ihn zehn Jahren nicht mehr den Willen zu Leben.

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adhara_12925191
17.08.13 um 18:09
In Antwort auf selver_11957295

Selbstverständlich,
du bist schon längst raus aus dem HSW.

Eine frage!
wielange braucht denn eig ein körper wenn man jetzt zb 2000 kalorien isst um aus dem hungerstoffwechsel zu kommen ??

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A
azura_11852903
17.08.13 um 20:07

Nus
Sorry, aber ich finde, du solltest aufpassen, was du sagst. Das ist ein sehr sensibles Thema... "Eine Zunahme von mehr als 1 kilo im Monat ist schlecht" "man sollte höchstens 1800 Kalorien essen" "3000 Kalorien am Tag sind unnormal".
Ist dir bewusst, wie sich die fühlen, die kämpfen und sowieso schon Probleme haben, sich das Essen zu erlauben, wenn sie sowas lesen? Also wenn sie merken, dass sie mit ihrem Essen bzw ihrer Zunahme über deinen "magischen Zahlen" liegen? Ich kanns dir sagen: einfach nur schlecht. Verunsichert. Verfressen. Undiszipliniert. Ja, ich spreche aus Erfahrung. Ich hatte heute mittag mehr Eis als geplant. Theoretisch weiß ich, dass das nicht schlimm war, sondern sogar gut. Ein Schritt in die richtige Richtung. Mein Körper braucht die Nahrung. Trotzdem. Das schlechte Gewissen ist da. Jetzt nachdem ich diesen 1800-Kalorien-am-Tag-Mist gelesen habe, umso mehr. Vielen Dank dafür. Wirklich.
Allgemein finde ich die Ansätze, die du hier vertrittst, mehr als fragwürdig. Sich weiterhin an Kalorienzählen und restriktives Essverhalten (ja, 1800 sind restriktiv) zu klammern, sich dauernd zu wiegen etc etc. Ist es nicht grade dieses ständige Kontrollieren, das man loslassen muss, um von der Essstörung loszukommen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das, was du hier propagierst, so in der Form in einer Klinik betrieben wird. Auch nicht in Roseneck.
Oh und außerdem hast du glaube ich nicht die Kompetenz, Leute hier in Fragen zu ihrem Stoffwechsel zu beraten. Du bist kein Arzt und kannst den Leuten hier nicht einfach sagen, sie wären nicht mehr im hsw. Das kannst du gar nicht wissen. Jeder Körper ist anders und es kann Monate, in Einzelfällen Jahre dauern, bis sich der Stoffwechsel erholt hat.
Naja. Und ich kann mich Amelie nur anschließen. Ich wüsste auch gern mal, wer du bist und warum du dich hier so engagierst und Mädchen "betreust"? ich finde es ehrlich gesagt mehr als suspekt, dass du diese Frage JEDES mal ignorierst, wenn sie gestellt wird.

(mujigae, es tut mir leid, dass ich deinen thread mit dem kram zuspamme. Ich musste das einfach mal loswerden.)

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ann_11845402
18.08.13 um 10:29
In Antwort auf azura_11852903

Nus
Sorry, aber ich finde, du solltest aufpassen, was du sagst. Das ist ein sehr sensibles Thema... "Eine Zunahme von mehr als 1 kilo im Monat ist schlecht" "man sollte höchstens 1800 Kalorien essen" "3000 Kalorien am Tag sind unnormal".
Ist dir bewusst, wie sich die fühlen, die kämpfen und sowieso schon Probleme haben, sich das Essen zu erlauben, wenn sie sowas lesen? Also wenn sie merken, dass sie mit ihrem Essen bzw ihrer Zunahme über deinen "magischen Zahlen" liegen? Ich kanns dir sagen: einfach nur schlecht. Verunsichert. Verfressen. Undiszipliniert. Ja, ich spreche aus Erfahrung. Ich hatte heute mittag mehr Eis als geplant. Theoretisch weiß ich, dass das nicht schlimm war, sondern sogar gut. Ein Schritt in die richtige Richtung. Mein Körper braucht die Nahrung. Trotzdem. Das schlechte Gewissen ist da. Jetzt nachdem ich diesen 1800-Kalorien-am-Tag-Mist gelesen habe, umso mehr. Vielen Dank dafür. Wirklich.
Allgemein finde ich die Ansätze, die du hier vertrittst, mehr als fragwürdig. Sich weiterhin an Kalorienzählen und restriktives Essverhalten (ja, 1800 sind restriktiv) zu klammern, sich dauernd zu wiegen etc etc. Ist es nicht grade dieses ständige Kontrollieren, das man loslassen muss, um von der Essstörung loszukommen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das, was du hier propagierst, so in der Form in einer Klinik betrieben wird. Auch nicht in Roseneck.
Oh und außerdem hast du glaube ich nicht die Kompetenz, Leute hier in Fragen zu ihrem Stoffwechsel zu beraten. Du bist kein Arzt und kannst den Leuten hier nicht einfach sagen, sie wären nicht mehr im hsw. Das kannst du gar nicht wissen. Jeder Körper ist anders und es kann Monate, in Einzelfällen Jahre dauern, bis sich der Stoffwechsel erholt hat.
Naja. Und ich kann mich Amelie nur anschließen. Ich wüsste auch gern mal, wer du bist und warum du dich hier so engagierst und Mädchen "betreust"? ich finde es ehrlich gesagt mehr als suspekt, dass du diese Frage JEDES mal ignorierst, wenn sie gestellt wird.

(mujigae, es tut mir leid, dass ich deinen thread mit dem kram zuspamme. Ich musste das einfach mal loswerden.)


dem ist nichts hinzuzufügen !!
Amelie du bist super, bleib so wie du bist <3
Du bist eine der weinigen Mädels die richtige Hilfestellungen liefern und auf die man sich verlassen kann..

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selver_11957295
18.08.13 um 15:58

Falsche Zitate
Nun hört endlich mal auf, mich falsch zu zitieren und lest meine Beiträge richtig. 1800 Kcal empfehle ich nur Frauen, die sich im Hungerstoffwechsel befinden bis es zur Stagnation des Gewichts kommt. Selbstverständlich müssen Frauen zur Überwindung der Anorexie und für eine weitere Gewichtszunahme mehr essen.Es gibt keinen Beitrag von mir, in dem ich das bestritten hätte.

Fragen zu meinem privaten Umfeld werde ich auch weiterhin ignorieren. Es gibt in diesem Forum und auch unter den stillen Mitleserinnen genügend Frauen,die meine fachliche Kompetenz erkennen. Ich betreue seit knapp 3 Jahren einzelne Mädchen/Frauen, denen ich eine Anleitung zur Selbsttherapie gebe,die ich auf eine Psychotherapie vorbereite oder während einer Therapie begleite.Mit diesem Service bin ich voll ausgebucht und weise bei der Gelegenheit gleich darauf hin, dass ich ein neues Mädchen frühestens in 1 Monat übernehmen kann.Wenn hier im Forum andere Mädchen/Frauen Probleme mit mir haben, ist mir das ganz egal.Die von mir betreuten Mädchen/Frauen sind froh, dass sie mich haben.

LG Nus

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selver_11957295
18.08.13 um 16:06
In Antwort auf adhara_12925191

Eine frage!
wielange braucht denn eig ein körper wenn man jetzt zb 2000 kalorien isst um aus dem hungerstoffwechsel zu kommen ??

Hallo Salsa,
die von mir betreuten Mädchen/Frauen haben 2-3 Wochen benötigt, um aus dem HSW rauszukommen. Es ist allerdings wichtig, dass man die dazu benötigte Kalorienmenge auch wirklich jeden Tag erreicht.

LG Nus

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