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Demenz - wie äußert sie sich, wie geht man damit um?

Letzte Nachricht: 27. November um 21:03
D
dickunddoof
15.11.21 um 18:52

Hallo ihr lieben,

kennt sich jemand von euch mit Demenz aus? Wie beginnt sie, wie äußert sie sich?
Und vor allem, wie geht man als Angehöriger damit um?

Ich bin gerade etwas ratlos.
Ich komme mit meinem Vater nicht mehr zurecht, weil ... naja, er wird von Tag zu Tag komischer.
Er verhält sich irrational, macht Dinge, die - tja, wie soll ich sagen ... einfach nur bescheuert sind.

Ein paar Beispiel:
er kam eben vom Einkaufen. Ich hatte ihn gebeten, drei Dinge von einem Discounter mitzubringen, weil er zu einem Geschäft neben dem Discounter wollte. Er kam zurück, mit dem ganzen Auto voll. Hat einen Monatseinkauf gemacht.
Wäre ja grundsätzlich nicht schlimm, aber: der Discounter hat ab Donnerstag wegen einer Neueröffnung eine Sonderrabattaktion. Alles, was er jetzt anschleppte, wäre billiger zu haben gewesen.
Das hatte ich ihm gegenüber mehrfach erwähnt, hatte mehrfach ausdrücklich gesagt, dass er bitte wirklich nur die bestimmtem drei Dinge kaufen solle.
Warum er jetzt für mehrere hundert Euro eingekauft hat, wollte er nicht sagen. Sondern war eingeschnappt und beleidigt, als ich fragte.

Er reagiert generell über, wenn man nicht seiner Ansicht ist.
Sein Vokabular bzw. seine "Einteilung" anderer Menschen erfolgt im Wesentlichen nur noch in zwei Hauptkategorien: @rschlöcher und Klugscheißer.
Er sitzt vor dem Fernseher und "beschimpft" die Moderatoren/Nachrichtensprecher auf dem Bildschirm.
Er steht am Fenster hinter der Gardine und schimpft über die Nachbarn.
Er telefoniert mit seinem Bruder, fühlt sich beleidigt und knallt den Hörer auf. Und wartet, bis sein Bruder sich Wochen später dann wieder meldet.

Er bringt Dinge durcheinander, vergißt Sachen, und beschuldigt anschließend immer mich:
- ich hätte etwas anderes gesagt, nicht er würde irren, sondern ich wüßte nicht mehr was ich sage oder tue.
- ich würde Dinge wegnehmen, verstecken, woanders hinlegen, um ihn als verrückt hinzustellen (letzte Woche habe ich angeblich seine Zeitung aus seinem Briefkasten genommen und Tage später heimlich wieder zurückgesteckt, um ihn zu verwirren; ich habe nicht mal einen Schlüssel zu seinem Postfach)

Er ist noch immer ungeimpft, möchte sich auch nicht impfen lassen; warum, will er aber auch nicht sagen.
Ich bin geimpft, zähle aber infolge einiger Vorerkrankungen zur Risikogruppe, und bin gesundheitlich Zur Zeit alles andere als gut beieinander. Die Inzidenz bei uns im Landkreis liegt bei über 900. Super Sache also, das Ganze.
Zumal eine Impfung für ihn sinnvoll wäre, er ist über 70, Herzkrank, hat mit dem Blutdruck zu tun. Und auch weitere Baustellen. Geht aber auch wegen dieser weiteren Beschwerden nicht zum Arzt.

Momentan geraten wir wirklich alle zwei, drei Tage wenigstens aneinander.
Und ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Klar, nicht widersprechen, damit sich die Situation nicht hochschaukelt.
Aber dann fühlt er sich durch meine Nichtreaktion angegriffen, dann ist es meine "abweisende" Geste und  schließlich meine Mimik.

Ich habe die Befürchtung, dass mein Vater dabei ist, dement zu werden.
Und ich komme langsam an meine Grenzen, psychisch, aber auch körperlich. Wie gesagt, es geht mir gesundheitlich gerade auch alles andere als glänzend.

Hat irgendjemand Erfahrungen mit dem Thema? Irgendeinen Tipp, Vorschläge, was ich machen kann, wie ich mich am besten verhalte?
Ich bin für jeden Rat dankbar.

LG

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closer
closer
15.11.21 um 21:43
In Antwort auf dickunddoof

Hallo ihr lieben,

kennt sich jemand von euch mit Demenz aus? Wie beginnt sie, wie äußert sie sich?
Und vor allem, wie geht man als Angehöriger damit um?

Ich bin gerade etwas ratlos.
Ich komme mit meinem Vater nicht mehr zurecht, weil ... naja, er wird von Tag zu Tag komischer.
Er verhält sich irrational, macht Dinge, die - tja, wie soll ich sagen ... einfach nur bescheuert sind.

Ein paar Beispiel:
er kam eben vom Einkaufen. Ich hatte ihn gebeten, drei Dinge von einem Discounter mitzubringen, weil er zu einem Geschäft neben dem Discounter wollte. Er kam zurück, mit dem ganzen Auto voll. Hat einen Monatseinkauf gemacht.
Wäre ja grundsätzlich nicht schlimm, aber: der Discounter hat ab Donnerstag wegen einer Neueröffnung eine Sonderrabattaktion. Alles, was er jetzt anschleppte, wäre billiger zu haben gewesen.
Das hatte ich ihm gegenüber mehrfach erwähnt, hatte mehrfach ausdrücklich gesagt, dass er bitte wirklich nur die bestimmtem drei Dinge kaufen solle.
Warum er jetzt für mehrere hundert Euro eingekauft hat, wollte er nicht sagen. Sondern war eingeschnappt und beleidigt, als ich fragte.

Er reagiert generell über, wenn man nicht seiner Ansicht ist.
Sein Vokabular bzw. seine "Einteilung" anderer Menschen erfolgt im Wesentlichen nur noch in zwei Hauptkategorien: @rschlöcher und Klugscheißer.
Er sitzt vor dem Fernseher und "beschimpft" die Moderatoren/Nachrichtensprecher auf dem Bildschirm.
Er steht am Fenster hinter der Gardine und schimpft über die Nachbarn.
Er telefoniert mit seinem Bruder, fühlt sich beleidigt und knallt den Hörer auf. Und wartet, bis sein Bruder sich Wochen später dann wieder meldet.

Er bringt Dinge durcheinander, vergißt Sachen, und beschuldigt anschließend immer mich:
- ich hätte etwas anderes gesagt, nicht er würde irren, sondern ich wüßte nicht mehr was ich sage oder tue.
- ich würde Dinge wegnehmen, verstecken, woanders hinlegen, um ihn als verrückt hinzustellen (letzte Woche habe ich angeblich seine Zeitung aus seinem Briefkasten genommen und Tage später heimlich wieder zurückgesteckt, um ihn zu verwirren; ich habe nicht mal einen Schlüssel zu seinem Postfach)

Er ist noch immer ungeimpft, möchte sich auch nicht impfen lassen; warum, will er aber auch nicht sagen.
Ich bin geimpft, zähle aber infolge einiger Vorerkrankungen zur Risikogruppe, und bin gesundheitlich Zur Zeit alles andere als gut beieinander. Die Inzidenz bei uns im Landkreis liegt bei über 900. Super Sache also, das Ganze.
Zumal eine Impfung für ihn sinnvoll wäre, er ist über 70, Herzkrank, hat mit dem Blutdruck zu tun. Und auch weitere Baustellen. Geht aber auch wegen dieser weiteren Beschwerden nicht zum Arzt.

Momentan geraten wir wirklich alle zwei, drei Tage wenigstens aneinander.
Und ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Klar, nicht widersprechen, damit sich die Situation nicht hochschaukelt.
Aber dann fühlt er sich durch meine Nichtreaktion angegriffen, dann ist es meine "abweisende" Geste und  schließlich meine Mimik.

Ich habe die Befürchtung, dass mein Vater dabei ist, dement zu werden.
Und ich komme langsam an meine Grenzen, psychisch, aber auch körperlich. Wie gesagt, es geht mir gesundheitlich gerade auch alles andere als glänzend.

Hat irgendjemand Erfahrungen mit dem Thema? Irgendeinen Tipp, Vorschläge, was ich machen kann, wie ich mich am besten verhalte?
Ich bin für jeden Rat dankbar.

LG

Hi.

Als jemand der arbeitsbedingt mit solchen Personen doch einigen Umgang  hat rate ich Dir;
Schaue mal nach einer Seite Deines Wohnortes/Landkreisen, Beratungsstellen Demenz *( entsprechenden Wohnort einfügen), der Hausarzt Deines Vaters, Dein Hausarzt. 
Oder rufe mal die Krankenkasse an, die können Dir bestimmt auch Stellen benennen, Adressen/Telefonnummern, eventuell eine Broschüre schicken.
Gibt auch Beratung/Hilfen für Angehörige, zum Thema Umgang, Tagespflege, was man alles beantragen kann usw. .

Wichtig ist leider nur, Dein Vater muss da trotzdem gewillt sein zum, zumindest erstmal Hausarzt zu gehen. (Wäre Dieser vielleicht bereit, einen Hausbesuch zu machen?)
Dieser kann Ihn dann zum Facharzt verweisen.
Schließlich müssen auch erst noch andere Dinge/Erkrankungen ausgeschlossen werden!
Und entsprechend denn, wenn es so sein sollte, einen Pflegegrad bestimmen (sehr wichtig).

Hast Du oder er eventuell Familienmitglieder/Freunde/Bekannte die Dir helfen könnten? 

Wichtig ist vorallem, das Du Dich nicht vergisst!
Darum, suche Dir Hilfe zum Helfen.

Wünsche Dir/Euch alles Gute. 

Gefällt mir

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dickunddoof
16.11.21 um 18:01
In Antwort auf closer

Hi.

Als jemand der arbeitsbedingt mit solchen Personen doch einigen Umgang  hat rate ich Dir;
Schaue mal nach einer Seite Deines Wohnortes/Landkreisen, Beratungsstellen Demenz *( entsprechenden Wohnort einfügen), der Hausarzt Deines Vaters, Dein Hausarzt. 
Oder rufe mal die Krankenkasse an, die können Dir bestimmt auch Stellen benennen, Adressen/Telefonnummern, eventuell eine Broschüre schicken.
Gibt auch Beratung/Hilfen für Angehörige, zum Thema Umgang, Tagespflege, was man alles beantragen kann usw. .

Wichtig ist leider nur, Dein Vater muss da trotzdem gewillt sein zum, zumindest erstmal Hausarzt zu gehen. (Wäre Dieser vielleicht bereit, einen Hausbesuch zu machen?)
Dieser kann Ihn dann zum Facharzt verweisen.
Schließlich müssen auch erst noch andere Dinge/Erkrankungen ausgeschlossen werden!
Und entsprechend denn, wenn es so sein sollte, einen Pflegegrad bestimmen (sehr wichtig).

Hast Du oder er eventuell Familienmitglieder/Freunde/Bekannte die Dir helfen könnten? 

Wichtig ist vorallem, das Du Dich nicht vergisst!
Darum, suche Dir Hilfe zum Helfen.

Wünsche Dir/Euch alles Gute. 

Closer,
ich danke dir sehr für deine Antwort.
Irgendwie habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, der Tipp, einfach mal im Internet zu schauen, ob ich hier vor Ort Hilfsgruppen und Ansprechpartner finde, ist wirklich toll. Ich habe gleich nachgesehen und bin auch bereits fündig geworden. Allein zu wissen, wo ich hier im Notfall Hilfe finden kann, ist schon sehr beruhigend.

Leider glaube ich nicht, dass mein Vater bereit ist, sich helfen zu lassen. Und wenn er wüßte, dass ich mich gerade zum Thema informiere, würde er vermutlich ausrasten.

Sein Hausarzt ist leider nicht sonderlich zugänglich.
Mein Vater war seit Jahren bei keiner Untersuchung, holt sich aber seit Jahren Folgerezepte für seine Herz- und Blutdruckmedikamente. Ich habe die Praxis diesbezüglich schon mal kontaktiert, weil ich es eigentlich unverantwortlich finde über Jahre hinweg Rezpte auszustellen, ohne die Diagnose für die Medikation immer mal zu überprüfen. Mit meinen Bedenken bin ich allerdings komplett abgeblitzt. Man hat sich dumm gestellt und bloß erklärt, man könne mir keine Informationen zum Arzt-Patienten-Verhältnis geben, da ich nicht als empfangsberechtigte Person in der Patientenakte stünde. Meinen Einwand, dass es mir ja nicht um Infos ginge, sondern ich mir Gedanken mache, auch über mögliche haftungsrechtliche Aspekte des Arzt-/Praxis-Verhaltens, überging man und erklärte nur immer wieder man dürfe mir keine Infos geben. 

Familienangehörige, die helfen könnten, gibt es leider nicht. Schon gar nicht in der Nähe.
Sein Bruder, mein Onkel, weiß selbst nicht weiter; er klagt immer, dass Vati so aufbrausend geworden sein, so schnell böse reagiere. Er hat aber keine Idee, was man machen könnte.

Wie gesagt, ich bin sehr froh über deinen Tipp mal im Internet zu schauen.
Herzlichen Dank dafür.
LG

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closer
closer
16.11.21 um 21:53
In Antwort auf dickunddoof

Closer,
ich danke dir sehr für deine Antwort.
Irgendwie habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, der Tipp, einfach mal im Internet zu schauen, ob ich hier vor Ort Hilfsgruppen und Ansprechpartner finde, ist wirklich toll. Ich habe gleich nachgesehen und bin auch bereits fündig geworden. Allein zu wissen, wo ich hier im Notfall Hilfe finden kann, ist schon sehr beruhigend.

Leider glaube ich nicht, dass mein Vater bereit ist, sich helfen zu lassen. Und wenn er wüßte, dass ich mich gerade zum Thema informiere, würde er vermutlich ausrasten.

Sein Hausarzt ist leider nicht sonderlich zugänglich.
Mein Vater war seit Jahren bei keiner Untersuchung, holt sich aber seit Jahren Folgerezepte für seine Herz- und Blutdruckmedikamente. Ich habe die Praxis diesbezüglich schon mal kontaktiert, weil ich es eigentlich unverantwortlich finde über Jahre hinweg Rezpte auszustellen, ohne die Diagnose für die Medikation immer mal zu überprüfen. Mit meinen Bedenken bin ich allerdings komplett abgeblitzt. Man hat sich dumm gestellt und bloß erklärt, man könne mir keine Informationen zum Arzt-Patienten-Verhältnis geben, da ich nicht als empfangsberechtigte Person in der Patientenakte stünde. Meinen Einwand, dass es mir ja nicht um Infos ginge, sondern ich mir Gedanken mache, auch über mögliche haftungsrechtliche Aspekte des Arzt-/Praxis-Verhaltens, überging man und erklärte nur immer wieder man dürfe mir keine Infos geben. 

Familienangehörige, die helfen könnten, gibt es leider nicht. Schon gar nicht in der Nähe.
Sein Bruder, mein Onkel, weiß selbst nicht weiter; er klagt immer, dass Vati so aufbrausend geworden sein, so schnell böse reagiere. Er hat aber keine Idee, was man machen könnte.

Wie gesagt, ich bin sehr froh über deinen Tipp mal im Internet zu schauen.
Herzlichen Dank dafür.
LG

Klar, dafür ist es ja hier.
Und da Du anscheinend Momentan viel im Kopf hast...da übersieht man schnell mal naheliegendes.

Ich würde sagen, nicht nur im Notfall!

Bitte doch einfach mal um Beratung zu Deinem Vater. Und schildere Deine Eindrücken, seiner Dir doch anscheinenden Wesensveränderung.
Du hast doch nichts zu verlieren.

Grade da Du sonst keine wirkliche Hilfe von Familie oder Hausarzt bekommst. 

Ja, das mit dem Arzt von Deinem Vater...Einerseits kann ich es schon leicht verstehen, da könnte ja jeder herkommen und meinen er wäre der oder der (oft sind es aber auch die Helferinnen, die abblocken). 
Aber ein Unding, und das war familär bei uns auch Thema, das mit den Medikamenten (meist sind es eh zu viele) und dies nicht ärztlich mal oder regelmäßig begutachtet wurde, nach Nutzen vs. keinem Gefallen für den Körper. 
Leider muss da wirklich der Patient immer noch gewillt sein nach zu haken. 

Auf alle Fälle, wünsche ich Dir viel Kraft und das Du/Ihr Gewissheit,vernünftige Hilfe und Einsicht bekommt. 🙃

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saskia81007hh
saskia81007hh
16.11.21 um 23:28
In Antwort auf dickunddoof

Closer,
ich danke dir sehr für deine Antwort.
Irgendwie habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, der Tipp, einfach mal im Internet zu schauen, ob ich hier vor Ort Hilfsgruppen und Ansprechpartner finde, ist wirklich toll. Ich habe gleich nachgesehen und bin auch bereits fündig geworden. Allein zu wissen, wo ich hier im Notfall Hilfe finden kann, ist schon sehr beruhigend.

Leider glaube ich nicht, dass mein Vater bereit ist, sich helfen zu lassen. Und wenn er wüßte, dass ich mich gerade zum Thema informiere, würde er vermutlich ausrasten.

Sein Hausarzt ist leider nicht sonderlich zugänglich.
Mein Vater war seit Jahren bei keiner Untersuchung, holt sich aber seit Jahren Folgerezepte für seine Herz- und Blutdruckmedikamente. Ich habe die Praxis diesbezüglich schon mal kontaktiert, weil ich es eigentlich unverantwortlich finde über Jahre hinweg Rezpte auszustellen, ohne die Diagnose für die Medikation immer mal zu überprüfen. Mit meinen Bedenken bin ich allerdings komplett abgeblitzt. Man hat sich dumm gestellt und bloß erklärt, man könne mir keine Informationen zum Arzt-Patienten-Verhältnis geben, da ich nicht als empfangsberechtigte Person in der Patientenakte stünde. Meinen Einwand, dass es mir ja nicht um Infos ginge, sondern ich mir Gedanken mache, auch über mögliche haftungsrechtliche Aspekte des Arzt-/Praxis-Verhaltens, überging man und erklärte nur immer wieder man dürfe mir keine Infos geben. 

Familienangehörige, die helfen könnten, gibt es leider nicht. Schon gar nicht in der Nähe.
Sein Bruder, mein Onkel, weiß selbst nicht weiter; er klagt immer, dass Vati so aufbrausend geworden sein, so schnell böse reagiere. Er hat aber keine Idee, was man machen könnte.

Wie gesagt, ich bin sehr froh über deinen Tipp mal im Internet zu schauen.
Herzlichen Dank dafür.
LG

Wegen der Medikamentenverschreibung durch den Arzt, ohne dass er Deinen Vater näher untersucht:

Wende Dich bitte an die Krankenkasse Deines Vaters und schildere dort den Fall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die solche Machenschaften des Arztes unterstützen. Die Krankenkassen haben (eigentlich)n auch ein Interesse daran, dass den Patienten nur solche Medikamente verschrieben werden, die der Arzt durch eine Untersuchung seiner Patienten für richtig hält.
Versuche Dein Glück....

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E
esmeralda1701
27.11.21 um 21:03


Liebe dickunddoof, dein Thema hier ist mir nicht fremd, viel mehr,  eine Herzensangelegenheit! 
Mein Vater hatte eine Demenzerkrankung unbekannter Urache, da er eine Untersuchung nicht zuliess! Ich arbeitete jahrelang in einem Pfegeheim mit vielen Menschen mit einer Demenzerkrankung!
Es gibt so viele Ursachen für diese Krankheit! Alzheimer, arterielle Störungen, Vit. B. 12 Mangel usw.! 
Wie ich das aus der Ferne sehe, hast du auch keine Möglichkeit deinen Vater zu einer Abklärung zu bewegen!
Aber meines Vaters Schicksal war traurig! Auch weil meine Mutter nicht damit umgehen konnte!
Jedenfalls machte ich sehr viele Weiterbildungen zu dem Thema!
Ich würde dir die Bücher empfehlen zu lesen! Tom Kitwood: personzentrierter Ansatz in der Demenzpflege! Validation für Angehörige, Vicky de Klerk Rubin! Oder schau auf youtube! Validation Naomi Feil! Sehr eindrücklich! ich denke, dass das dir viel helfen kann mit deinem Vater in Kontakt zu bleiben und dass es dir besser geht! Alles Gute dir!

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