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Das Doppelleben mit der ES!

11. September 2011 um 11:01 Letzte Antwort: 12. September 2011 um 14:39

Hallo liebe Leserinnen und Mitbetroffene!

Ich bin neu hier in diesem Forum und freue mich jetzt schon drauf, neue Leute kennenzulernen.

Der Titel meines Themas spricht für sich und ist ein leidiges Thema, was das Leben eines Menschen bestimmen kann.

Ich bin 23 Jahre alt und quäle mich seit meinen 15. Lebensjahr durch Magersucht und Bulimie, verstärkt das Letztere. Ich wollte gern Kontakte zu Betroffenen knüpfen und wissen, wie ihr damit klarkommt, grad im Alltag mit Beruf und Partner. Und..habt ihr euch schon aufgegeben und versucht ihr jeden Tag aufs Neue dagegen anzukämpfen?

Ich würde mich über Mails freuen.

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11. September 2011 um 11:34

Hey,
erstmal willkommen in diesem Forum

Das ist ja echt schon lange, seit dem du dich mit dieser krankheit rumkämpfst ...!
Hast du dir denn schon hilfe geholt und dich jemandem anvertraut?
Ich selbst habe mit meiner freundin geredet und würde sehr gerne wieder gesund werden, doch diesen schritt zu wagen mit den eltern zun reden und dann in eine therapie zu gehen un d diese ganzen veränderungen zu durchleben, finde ich bisher noch kaum überwindbar...

wünsche dir alles Gute
queen

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11. September 2011 um 12:36

Mir geht es auch so
Hallo, ich bin 19 und habe nun seit ich 13 bin Magersucht und Bulimie, seitdem bin ich auch im UG und mein Körper ist deutlich gezeichnet. Vor kurzem habe ich jemanden kennengelernt und nun bin ich ständig im Konflikt: fress und erbreche ish oder gehe ich weg? sag ich etwas von meiner ES? Wenn ja, was? Und was ist mit meinen Depressionen? mit den 5 stationären Aufenthalten, die ich hinter mir habe? Wie erkläre ich, dass ich zwischen 13 und 19 Jahren nichts getan habe, außer mich halbtot zu hungern und therapiert zu werden?

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11. September 2011 um 13:46
In Antwort auf laurin_12050867

Mir geht es auch so
Hallo, ich bin 19 und habe nun seit ich 13 bin Magersucht und Bulimie, seitdem bin ich auch im UG und mein Körper ist deutlich gezeichnet. Vor kurzem habe ich jemanden kennengelernt und nun bin ich ständig im Konflikt: fress und erbreche ish oder gehe ich weg? sag ich etwas von meiner ES? Wenn ja, was? Und was ist mit meinen Depressionen? mit den 5 stationären Aufenthalten, die ich hinter mir habe? Wie erkläre ich, dass ich zwischen 13 und 19 Jahren nichts getan habe, außer mich halbtot zu hungern und therapiert zu werden?

Danke für die Antworten.

Ich habe schon einen stationären Aufenthalt hinter mir, was in meinen Sachen aber kaum etwas bringt, denn das Konkurrenzverhalten untereinander in der Gruppe wird immer größer und jeder möchte weniger essen und beim Wiegen eine größere Differenz haben. Heilpraktikant, ambulante Therapie..es hat im Kopf noch nicht Klick gemacht.

...die Anzeichen sind hart. Haarausfall und ich habe Angst um meine Zähne. Ich lebe seit 2,5 Jahren in einer Beziehung..bisher konnte ich alles gut verstecken. Er weiß davon nichts...

Bist du auch in einer Beziehung@ismuni?

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11. September 2011 um 14:03
In Antwort auf an0N_1293154199z

Danke für die Antworten.

Ich habe schon einen stationären Aufenthalt hinter mir, was in meinen Sachen aber kaum etwas bringt, denn das Konkurrenzverhalten untereinander in der Gruppe wird immer größer und jeder möchte weniger essen und beim Wiegen eine größere Differenz haben. Heilpraktikant, ambulante Therapie..es hat im Kopf noch nicht Klick gemacht.

...die Anzeichen sind hart. Haarausfall und ich habe Angst um meine Zähne. Ich lebe seit 2,5 Jahren in einer Beziehung..bisher konnte ich alles gut verstecken. Er weiß davon nichts...

Bist du auch in einer Beziehung@ismuni?

Hey!
wie gesagt, ich habe vor 2 Wochen jemanden kennengelernt. Bis jetzt hatte ich keine Beziehung, eben wg der ES. Auch jetzt habe ich Zweifel, ob ich überhaupt beziehungsfähig bin, allein schon weil ich keine Libido habe

Ich würde es meinem Partner aber nicht verheimlichen wollen. Ich finde, er hat ein Recht es zu wissen. Hätte er eine Krankheit, würde ich es schließlich auch wissen wollen...

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11. September 2011 um 16:08

Ein Doppelleben
wie du es beschreibst, verschlimmert die Essstörung erheblich!

Ich bin vor ca 5 Jahren in die ES gerutscht.
Anfangs Magersucht, exzessiver Sport, dann Bulimie und die war Jahrelang mein Begleiter...
Nun bin ich endlich symptomfrei...hatte bereits ein halbes Jahr geschafft, dann kamen die Rückfälle.

Jetzt ist eine neue Epoche für mich, eine neue Chance um gesund zu werden.

Dieses Doppelleben habe ich (zum Glück) von Anfang an vermieden...klar, brauchte es seine Zeit bis ich mich meiner Familie anvertraute.

Ich bin seit fast 3 Jahren in einer sehr guten und glücklichen Beziehung und mein Freund wusste vom ersten Tag an, wer ich bin und wie es in meiner Seele aussieht.

Das Verheimlichen, das fehlende Vertrauen zu einem Partner ist GIFT für die Beziehung und ich denke, wenn man diese Gedanken, Handlungen, Ängste und psychischen Konflikte mit sich selbst ausmacht, sich ein Doppelleben aufbaut, dann kommt eines Tages der heftige Knall-nämlich dann, wenn der Partner es herausbekommt...

Bei uns hatte es im letzten Jahr gewaltig "verbale Arschtritte" geregnet , als er es live mitbekam, dass ich erbrach und ich im Nachhinein, als er mich fragte, was ich im Bad gemacht habe, nicht mal ehrlich war...

Zum Glück ist das vorbei, zum Glück hat es "Klick" gemacht...und ich gehe jeden Tag ein Stück weit auf stabilerem Boden!

Ich denke ohne seine grenzenlose Liebe und Unterstützung, hätte ich die Liebe zu mir selbst nicht gefunden...

Ich möchte euch ermutigen, ehrlich und offen zu sein und eurem Partner zu vertrauen.
Denn ihm die ES zu verheimlichen ist ein gewaltiger Schlag ins Gesicht...viel viel schlimmer, als wenn er erfährt wie schlecht es euch geht...denn damit lässt sich umgehen und darn kann man etwas ändern, aber nicht wenn ihr innerlich verschlossen seid!

Alles Liebe, Susi

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12. September 2011 um 5:54
In Antwort auf patchsu

Ein Doppelleben
wie du es beschreibst, verschlimmert die Essstörung erheblich!

Ich bin vor ca 5 Jahren in die ES gerutscht.
Anfangs Magersucht, exzessiver Sport, dann Bulimie und die war Jahrelang mein Begleiter...
Nun bin ich endlich symptomfrei...hatte bereits ein halbes Jahr geschafft, dann kamen die Rückfälle.

Jetzt ist eine neue Epoche für mich, eine neue Chance um gesund zu werden.

Dieses Doppelleben habe ich (zum Glück) von Anfang an vermieden...klar, brauchte es seine Zeit bis ich mich meiner Familie anvertraute.

Ich bin seit fast 3 Jahren in einer sehr guten und glücklichen Beziehung und mein Freund wusste vom ersten Tag an, wer ich bin und wie es in meiner Seele aussieht.

Das Verheimlichen, das fehlende Vertrauen zu einem Partner ist GIFT für die Beziehung und ich denke, wenn man diese Gedanken, Handlungen, Ängste und psychischen Konflikte mit sich selbst ausmacht, sich ein Doppelleben aufbaut, dann kommt eines Tages der heftige Knall-nämlich dann, wenn der Partner es herausbekommt...

Bei uns hatte es im letzten Jahr gewaltig "verbale Arschtritte" geregnet , als er es live mitbekam, dass ich erbrach und ich im Nachhinein, als er mich fragte, was ich im Bad gemacht habe, nicht mal ehrlich war...

Zum Glück ist das vorbei, zum Glück hat es "Klick" gemacht...und ich gehe jeden Tag ein Stück weit auf stabilerem Boden!

Ich denke ohne seine grenzenlose Liebe und Unterstützung, hätte ich die Liebe zu mir selbst nicht gefunden...

Ich möchte euch ermutigen, ehrlich und offen zu sein und eurem Partner zu vertrauen.
Denn ihm die ES zu verheimlichen ist ein gewaltiger Schlag ins Gesicht...viel viel schlimmer, als wenn er erfährt wie schlecht es euch geht...denn damit lässt sich umgehen und darn kann man etwas ändern, aber nicht wenn ihr innerlich verschlossen seid!

Alles Liebe, Susi

Offenheit dem Partner gegenüber
Ich finde die vertrauensvolle Beziehung zwischen dir und deinem Freund erstaunlich und schön. Bei mir ist es allerdings Angst. Ich weiß nicht, wie er damit umgehen wird und habe Angst, dass er ekel empfindet bzw mich verlässt, weil er damit nicht klarkommt.
Wenn ich bei ihm bin, fühle ich mich gut - es gibt keine bulimischen Anfälle und keine "Hungerkuren"..ich kann mich in seiner Nähe beherrschen und das Essen mit ihm macht mir sogar schon fast "Spaß"
Er weiß, dass ich in einer Klinik war wegen Magersucht, was 7 Jahre her ist - verdacht auf ES schöpft er nicht, was die Gegenwart angeht.

Ich habe Angst, dass er mich allein lässt bzw nicht mehr will ..auch wenn er eigentlich ein sehr verständnisvoller Mensch ist. Hm.

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12. September 2011 um 9:00
In Antwort auf an0N_1293154199z

Offenheit dem Partner gegenüber
Ich finde die vertrauensvolle Beziehung zwischen dir und deinem Freund erstaunlich und schön. Bei mir ist es allerdings Angst. Ich weiß nicht, wie er damit umgehen wird und habe Angst, dass er ekel empfindet bzw mich verlässt, weil er damit nicht klarkommt.
Wenn ich bei ihm bin, fühle ich mich gut - es gibt keine bulimischen Anfälle und keine "Hungerkuren"..ich kann mich in seiner Nähe beherrschen und das Essen mit ihm macht mir sogar schon fast "Spaß"
Er weiß, dass ich in einer Klinik war wegen Magersucht, was 7 Jahre her ist - verdacht auf ES schöpft er nicht, was die Gegenwart angeht.

Ich habe Angst, dass er mich allein lässt bzw nicht mehr will ..auch wenn er eigentlich ein sehr verständnisvoller Mensch ist. Hm.

Ich versteh deine Gedanken und Ängste
Klar, mir ging es sehr oft ebenso...ich hatte (und habe manchmal noch immer) wahnsinnige Angst, er könnte mich verlassen...

Ich weiß wie schwer es ist und deine Gefühle kann ich zu 100% nachempfinden...
Nur denke ich mir jedoch, was ist schlimmer?
Ehrlich dem Freund gegenüber zu sein (mit offenen Karten zu spielen) und in Kauf nehmen, dass er überfordert sein könnte. Mit der Angst, eine Trennung könnte folgen oder aber ein gemeinsamer Weg mit Untertützung und aufrichtiger Liebe?!

Oder es ihm zu verschweigen, so "weiter zu leben"
(wenn es überhaupt ein Leben ist?!) und in Kauf zu nehmen, dass er so sehr verletzt und enttäuscht sein wird, dass du nicht ehrlich zu ihm warst.
Dann denke ich, ist eine Trennung seinerseits vorprogrammiert.
Nicht, weil er dich nicht liebt, sondern weil er dein ganzes Vertrauen wollte (was ja normal in einer Beziehung ist) und du ihm einen wichtigen Teil deines Lebens verschwiegen hast...

Ich weiß, welch ein Zwiespalt das ist... und ich bin auch symptomfrei wenn ich bei meinem Freund bin-das Leben mit ihm ist ein Kontrastprogramm und wunderschön! Aber sobald ich alleine bin....

Sag es ihm, wirklich! Deine Susi

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12. September 2011 um 14:39

Probleme die kommen können
Hi

Ich habe seit ich 10 bin eine Essstörung. Es fing damit an, dass ich einfach alles in mich reingefressen hatte. Ich nahm dadurch natürlich zu und wurde wiederum wegen meines Gewichtes gehänselt. Da ich sobald ich Probleme habe mich ins Essen flüchte war es wie ein Teufelskreis. Mit 14 hatte ich dann nachdem ich es mit dem abnehemen einfach nicht auf die Reihe bekommen habe mit der Bulimie angefangen. Ich bin jetzt 16 und 30 Kilo leichter aber kein Deut glücklicher. Es wurde immer schlimmer. Ich habe mein gesamtes Geld für Essen ausgegeben nur um es wieder rauszubrechen. 5-10 Mal am Tag zu brechen war ganz normal für mich geworden. Mein Körper hat sich nur so sehr daran gewöhnt nichts zu bekommen, dass ich mein Sportpensum immer weiter erhöhen musste um Gewicht zu verlieren. Am Ende bestand mein Tag nur noch aus essen, brechen und Sport. Ich wollte nicht so lange bei meinen Freunden bleiben, da ich dort nicht brechen wollte. Ich habe versucht es zu verheimlichen aber natürlich hat meine Mutter es bemerkt, sodass ich erfinderich wurde. Ich habe am Ende im Keller in Tüten gebrochen, die ich dann Nachts in öffentlichen Mülleimern entsorgt habe. Ziemlich krank was ^^
Seit kurzem versuche ich meine Essstörung in Griff zu griegen aber mein Körper spielt verrückt, da er einnfach kein Essen mehr gewöhnt ist. Ich habe innerhalb von 2 Tagen 8 Kilo zugenommen (und soviel hatte ich wirklich nicht gegessen), mein Bauch hat eine Menge Volumen dazu gewonnen, ich habe Verdauungsprobleme und Krämpfe. Alles in allem ist es gerade echt hart nicht wieder einfach alles auszubrechen. Aber ich bin mir sicher wenn ich diese Phase überwunden habe werde ich wieder glücklicher sein und normal essen können. Es ist nur so verdammt schwer standhaft zu bleiben und nicht in das alte Muster zurückzufallen...

Mein Tipp an dich, verbann die Waage und versuch mit kleinen Gemüseportionen wieder einzusteigen um deinen Körper langsam wieder ans Essen zu gewöhnen , denn ich habe es eindeutig zu abrupt gemacht.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg

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