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Das alles doch schon länger?

6. August 2016 um 21:12

Hallo ihr lieben!

Nach etwas ruhigerer Zeit melde ich mich mal wieder. Ich bin etwas verstört.
Ich frage mich ob meine Essstörung bzw das Borderline schon viel länger in mir schlummert als ich dachte.

Ich dachte immer das alles erst vor knapp 3,5 Jahren begann.
Nun habe ich heute mein altes Gedichte Heft gefunden. Und da hab ich Gedichte von mir gefunden bei denen ich schlucken musste. Diese spiegeln meine derzeitigen Gefühle und Gedanken sowas von krass wieder. Kann es sein das ich das schon länger hab es nur nicht zum " Ausbruch " kam?
Als Kleinkind war ich häufig krank und war sehr sehr dünn und hab wenig gegessen. ( verengter Harngang ) und ich wollte als Kleinkind nicht essen. Ich habe ( wenn ich ehrlich an meine Kindheit zurück denke ) immer schon versucht Streit aus dem Weg zu gehen - aber auch öfter welchen angezettelt. Ich hab Beziehungen in der Jugend gehabt aber nicht von ewiger Dauer und es hat mich immer in ein tiefes Loch gerissen wenn ich meinen Partner verloren hab. Ich dachte dann ( etwas später , dass ich Männer nur durch sexuelles bekomme ) somit hab ich Reize spielen lassen aber es selten zum Ende geführt - ich habe mich für meinen Körper zu sehr geschämt. Ich denke ich könnte noch mehr anbringen ...

Ich hoffe ihr versteht was ich meine?
Hat jemand von euch eine Antwort?

Ich hänge mal zwei Gedichte mit an

"Nur Angst allein?

Ich habe Sehnsucht,
und ich weiß nicht wonach!
Ich spüre die Einsamkeit,
und ich weiß nicht warum!
Ich denke an die Freiheit,
und ich frage mich wie sie ist!
Ich könnte schreien,
ganz laut schreien,
doch es würde mich eh keiner hören!
Keiner würde einem Menschen wie mir Beachtung schenken!

Mein Leben liegt in Trümmern,
wie in tausend Teilen.
Doch ich kann nicht glauben,
dass es das Ende ist.
Es muss weiter gehen!
Doch dabei habe ich nur einen Gedanken

ANGST!!!

Angst, vor dem was war!
Angst, vor dem was ist!
Und vor allem,
Angst, vor dem was kommen wird!!!

By J.S. ( 03.12.2002 )"

"Die Frage nach dem Ende!

Was ist der Tod?
Das Lebensende?
Ein Übergang zum Besseren?

Was ist der Tod?
Wer kann es mir sagen?
Wer kann ihn mir zeigen?

NIEMAND!!!

Was ist der Tod?
Finde ich jemals eine Antwort auf meine Frage?

Was ist der Tod?
Irgendwann werde ich es erfahren!
Vielleicht bin ich dann von meinen Leiden erlöst!

By J.S. ( 21.10.2003 )"


Eure Bergsteigerin

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7. August 2016 um 10:13

Hm
Liebe Bergsteigerin, eine Persönlichkeitsstörung wird immer erst nach einem Ausreifen der Persönlichkeit diagnostiziert. Aus dem Grund, dass in der Pubertät diese Persönlichkeit heraneift und das ist eine Zeit der Verwirrung, Irritation, Unruhe und vieler Gefühle. Einsamkeit, die Frage der Identität, Todesgedanken, Wut, sich unverstanden fühlen, alles sehr intensiv fühlen - das gehört dazu.
Deine Gedichte können also ebensogut Ausdruck einer Heranreifenphase sein wie eine früh beginnende psychische Erkrankung.
Ich denke, trennscharf wird das nicht abgrenzbar sein.

LG

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