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Darf ich euch um eure Meinung fragen ?

8. Januar 2015 um 8:23

Hallo Ihr Lieben !!
Ich weiß gerade nicht mehr, wo mir der Kopf steht und würde gerne andere Meinungen dazu hören.
Ich leide seit ca. 10 Jahren an einer ES, größtenteils MS. War bereits 3x in stationärer Therapie, letztes Jahr auf Reha. Ich halte mein Gewicht seitdem bei einem BMI von 18.
Gestern hatte ich eine meiner letzten ambulanten Therapiestunden. Mein Therapeut sagte zu mir, ich solle meine ES (mit Sportzwang etc.) stärker ausleben und könne dabei ruhig Gewicht abnehmen. Ich solle meiner Familie sagen, sie sollen mich nicht daran hindern. Erst, wenn ich in einen lebensbedrohlichen Bereich käme.
Wenn ich dann weit unten wäre, würde ich vielleicht endlich lernen, mich um mich selbst zu kümmern (was ich bisher leider nicht gelernt habe) und zu kämpfen

Ich bin völlig geschockt darüber. Was denkt ihr dazu?
Zumal ich selbst das Gefühl habe, Tag für Tag zu kämpfen. Was mir halt nicht jeden Tag gleich gut gelingt.
Aber mein Gewicht ist eben nicht besorgniserregend. Das wird das Problem sein, oder? Ich bin 30 Jahre alt.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe. Ich weiß gerade gar nicht, was ich denken soll

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8. Januar 2015 um 9:54

Das Problem ist,
dass du krank bist. Du bist noch nicht gesund und auch wenn du dabei denkst, dass dein Gewicht nicht besorgniserregend ist. Der Thera ist da, um helfen zu wollen. Und ich verstehe seine Angaben. Wahrscheinlich ist es gar nicht böse gemeint, sondern einfach provokativ und sagt genau das Gegenteil. Um dir die Augen zu öffnen.
Und ganz ehrlich: wieviel hat es schon gebracht, wenn dir dein Umfeld gesagt hast, dass du essen sollt? Dich jemand vom Sport abhalten wollte? Dir in Kliniken immer Verbote (kein exzessiver Sport mehr, Ernährungsplan) usw. geholfen? Damit du ganz gesund wirst?
Ich nehme an, dass dein Thera dir damit sagen wollte, dass es vielleicht noch mehr braucht, bist du erkennst, dass du noch drin steckst, auch wenn du dein Gewicht haltest. Und dass alles deine Eigenverantwortung ist. Du bist 30 im Prinzip kannst du machen was du willst. Du entscheidest über dich selbst, ob du den Angaben des Theras nachgehen willst oder nicht (ich hoffs nicht, weil es ist nur Zeitverschwendung sich runterzuhungern damit man dann erst realisiert, etwas grundlegend ändern zu müssen und wollen). Es ist dein Leben. Und deine Wahl.

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8. Januar 2015 um 11:17
In Antwort auf nuha_12700736

Das Problem ist,
dass du krank bist. Du bist noch nicht gesund und auch wenn du dabei denkst, dass dein Gewicht nicht besorgniserregend ist. Der Thera ist da, um helfen zu wollen. Und ich verstehe seine Angaben. Wahrscheinlich ist es gar nicht böse gemeint, sondern einfach provokativ und sagt genau das Gegenteil. Um dir die Augen zu öffnen.
Und ganz ehrlich: wieviel hat es schon gebracht, wenn dir dein Umfeld gesagt hast, dass du essen sollt? Dich jemand vom Sport abhalten wollte? Dir in Kliniken immer Verbote (kein exzessiver Sport mehr, Ernährungsplan) usw. geholfen? Damit du ganz gesund wirst?
Ich nehme an, dass dein Thera dir damit sagen wollte, dass es vielleicht noch mehr braucht, bist du erkennst, dass du noch drin steckst, auch wenn du dein Gewicht haltest. Und dass alles deine Eigenverantwortung ist. Du bist 30 im Prinzip kannst du machen was du willst. Du entscheidest über dich selbst, ob du den Angaben des Theras nachgehen willst oder nicht (ich hoffs nicht, weil es ist nur Zeitverschwendung sich runterzuhungern damit man dann erst realisiert, etwas grundlegend ändern zu müssen und wollen). Es ist dein Leben. Und deine Wahl.

Danke
Vielen Dank für deine Antwort. Natürlich ist es mein Leben, mit 30 Jahren bin ich erwachsen und muß selber tun, was ich denke und entscheiden. Trotzdem hat mich dieses Gespräch erstmal völlig aus der Bahn geworfen.
ich habe seitdem Magenschmerzen und bin ziemlich down. Ich kann nicht genau sagen, warum. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob es vielleicht Provokation von ihm war...

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8. Januar 2015 um 14:38

Hallo liebe Brittamaus
Ich glaube ich weiß, was dein Therapeut wollte, so etwas machen die Theras in meiner Klinik auch.

Schreib mir gerne eine PN, vielleicht finden wir eine Lösung für dich. Und niemals aufgeben!

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8. Januar 2015 um 18:18
In Antwort auf ren_11952594

Danke
Vielen Dank für deine Antwort. Natürlich ist es mein Leben, mit 30 Jahren bin ich erwachsen und muß selber tun, was ich denke und entscheiden. Trotzdem hat mich dieses Gespräch erstmal völlig aus der Bahn geworfen.
ich habe seitdem Magenschmerzen und bin ziemlich down. Ich kann nicht genau sagen, warum. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob es vielleicht Provokation von ihm war...

Ich verstehe dich...
und ja, das war eine absolut bewusste Provokation.

Er wollte dich zum Nachdenken bringen. Funktioniert hat es ja.

Das es dir damit schlecht geht, ist klar. Du bist verwirrt.

Du musst wissen was du möchtest. Wie isst du denn zurzeit? Ein 18 BMI ist zu wenig. Aber manchmal eine gute Zwischenstation. Aber nur, wenn man den mit ausreichend Kalorien auch healt.

Hatte ich auch lange, habe aber 2.500 kcal gegessen. Das heißt damit hatte ich schon Lebensquali und gute Werte.

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8. Januar 2015 um 18:50

Dankeschön
Vielen Dank Euch für die lieben Antworten. Es tut so gut, mit Menschen darüber zu "sprechen", die das gleiche Problem haben und einen einfach verstehen. Eure Rückmeldungen haben mir wirklich sehr geholfen
Oh ja, es hat mich sehr verunsichert und gleichzeitig sehr zum Grübeln gebracht. Das ist aber vermutlich nicht schlecht

Ich danke euch vielmals und wünsche uns allen weiterhin viel Kraft

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8. Januar 2015 um 22:43

Hey Brittamaus
ich bin keine Betroffene das zu allererst... Ich denke ich bin eher das andere Extrem mit einem BMI von über 30... Ich kämpfe seit Jahren gegen mein Gewicht, war bei wheight Watchers und habe dadurch auch paar kg verloren, aber leider nicht genug um gesund zu leben. Ich habe auch von irgendjemanden mal den Satz gehört das ich mich doch vollstopfen soll, ich solle essen.. chips.. fettiges.. als rein... wenn ich meine das mir das Essen bei irgendwas helfen würde. Ich war geschockt!!! Ich kann es echt nachvollziehen das du bei der Aussage ins Grübeln gekommen bist und ehrlich gesagt, habe ich schon Zweifel an der Kompetenz deines Therapeuten gehabt...
Kämpfe weiter, lebe so wie du es in deiner Therapie gelernt hast und schau das du dich wohl fühlst..
liebe Grüße Drea

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8. Januar 2015 um 23:17

Hallo Britta,
was dein Therapeut da gemacht hat nennt man paradoxe Intervention.

Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt ausgelöst hat. Das zeigt wie extrem dich die Krankheit im Griff hat. ;(

LG

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