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Chlamydien = Untreu?

4. Januar 2009 um 18:11

Hallo zusammen.
Mich beschäftigt seit langem ein Problem und vllt. kann mir jemand weiterhelfen:

Vor ca. 2 Jahren wurden bei mir bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt Chlamydien festgestellt, woraufhin ich wochenlang Antibiotika nehmen musste, mein Freund zur Sicherheit ebenfalls.
Allerdings ist bis heute ungeklärt, wie ich diese Chlamydien bekommen haben soll, denn es heißt Chlamydien werden ausschließlich durch Sex übertragen.
Jetzt kommt das eigentliche Problem: Ich hatte noch nie einen anderen Sexpartner als meinen Freund, und zum damaligen Zeitpunkt waren wir über 4 Jahre zusammen, mittlerweile bereits 6 Jahre.
Er schwört allerdings ebenfalls Stein auf Bein das er mich in all diesen Jahren Beziehung noch nie betrogen hat!
Woher dann aber kamen die Chlamydien?
Kann er sich bei einer seiner Exfreundinnen von vor über 8 Jahren angesteckt haben, und die Infektion mir erst nach jahrelanger Beziehung irgendwann einfach übertragen haben?? Oder hatte er mich von Anfang an bereits angesteckt, und all meine Frauenärzte waren einfach nur zu dämlich dies bei den halbjährlichen Untersuchungen mitzubekommen?? Das kann doch eigentlich nicht sein, zumal es hieß, das die Infektion noch nicht weit vorangeschritten war.
Als ich damals meine Ärztin drauf ansprach, druckste sie nur herum und sagte so etwas ist aber nur durch Sex übertragbar...oder aber seine Mutter hätte bei der Geburt bereits Chlamydien gehabt und an das KInd ( also meinen Freund) übertragen...aber das klingt doch auch etwas komisch. Babys werden doch genau untersucht und dann hätte er ja 22 jahre lang die Bakterien mit sich rumtragen müssen...und alle seine Exfreundinnen angesteckt haben bzw. wahrscheinlich wäre er an den Chlamydien schon totaaal krank geworden, weil diese Bakterien ja bei Nichtbehandlung auch Organe befallen etc....

Ich bin so ratlos! hat jemand von euch vllt. ähnliche Erfahrungen gemacht oder weiß Rat?

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5. Januar 2009 um 8:09

Liebe Svenja 841
ich kann deine Ängste und die damit verbundene Unsicherheit gut nachvollziehen.

Richtig Ahnung davon hab ich auch nicht, aber dafür einen Tipp

Guck doch mal auf www.medizin-forum.de

Das ist ein großes Forum rund um die Medizin und der Forumsteil Gynäkologie wird vom einem Dr. Fischer (Gynäkologe) betreut.

Deine Fragen werden sicher dort beantwortet werden.

Ich wünsch dir viel Glück

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5. Januar 2009 um 12:11
In Antwort auf mala_12084155

Liebe Svenja 841
ich kann deine Ängste und die damit verbundene Unsicherheit gut nachvollziehen.

Richtig Ahnung davon hab ich auch nicht, aber dafür einen Tipp

Guck doch mal auf www.medizin-forum.de

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Deine Fragen werden sicher dort beantwortet werden.

Ich wünsch dir viel Glück

Berichtigung
es heißt www.deutsches-medizin-forum.de

sorry

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15. Dezember 2017 um 14:40

Persistente Infektion
Die mit C. trachomatis infizierten Zellen sowie das umgebende Gewebe reagieren auf diese Infektion mit der Expression von Interferonen und Zytokinen.


(5) Diese Faktoren haben Einfluss auf den Stoffwechsel und damit auf den Entwicklungszyklus der Chlamydien. Damit ist eine Störung der Peptidoglycansynthese assoziiert, die dazu führt, dass die metabolisch aktiven Retikularkörperchen Zellteilungen nur noch unvollständig realisieren können und an Größe zunehmen. Solche aufgeblähten Chlamydien werden als aberrierende Retikularkörperchen bezeichnet. Die reduzierte Vermehrungsrate der Retikularkörperchen führt zu sehr kleinen Einschlusskörperchen in den Wirtszellen und einem deutlich verlängerten Vermehrungszyklus der Chlamydien.


(5) Experimentelle Untersuchungen belegen, dass Beta-Lactam-Antibiotika ebenfalls zur Ausbildung aberrierender Retikularkörperchen führen, ohne die Lebensfähigkeit der Chlamydien zu beenden.
(6) Für die Klinik bedeutet dies:
1. Eine persistente Infektion macht wegen der geringen Replikation der Bakterien kaum oder keine Symptome. (Ausnahme: Chlamydien-induzierte reaktive Arthritis, s.u. 4.1.1. und 4.5.5)


2. Bei aberrierenden Retikularkörperchen sind verschiedene Stoffwechselwege, wie z.B. die Zellwandsynthese, eingeschränkt oder abgeschaltet.
Daraus ergibt sich eine phänotypische Resistenz gegen verschiedene Antibiotika. Persistente Infektionen durch Chlamydia trachomatis sind also mit einer Antibiotikatherapie nur schwer erreichbar.


3. Auch die aberrierenden Retikularkörperchen von Chlamydia trachomatis sind mit Hilfe molekularer Verfahren (z.B. PCR) nachweisbar.


4. Ob die aberrierenden Retikularkörperchen ihre Fähigkeit zur Bildung von Elementarkörperchen behalten oder zurückgewinnen können, ist noch Gegenstand der Forschung. 

Die Frage nach der Infektiosität von Patienten mit persistierender Infektion durch Chlamydia trachomatis ist demzufolge noch offen.
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Dh. Man kann sie deaktiviert aber nicht abgetötet haben durch BETA-LACTAM-Antibiotika. Du musst Deine Ansteckung nicht zwangsläufig merken, hast dann irgendeinen Infekt und nimmst irgendwelche Antibiotika die Dir gegen diesen Infekt aufgeschrieben wurden, unwissend, dass Du Dich stattdessen mit den Bakterien infiziert hast.   
Also wenn man jahrelang in einer Beziehung ist und diese Biester plötzlich auftreten und für beschwerden sorgen könnte es sein, dass die sich einfach wieder re-aktiviert haben, aufgrund von was auch immer.
Es ist bei weitem noch nicht alles darüber erforscht, trotzdem zerstören diese Bakterien sehr viele Beziehungen.




Es kann also alles möglich sein:
Du hast die Bakterien in Dir, hast vielleicht nur kleine Symptome, kaum erwähnenswert und irgendwann, vielleicht durch Stress oder andere Bakterien, wenn das Immunsystem geschwächt ist, kommen sie wieder zum Vorschein und könntest Deinen jahrelangen Partner damit anstecken.




Nicht umsonst wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Chlamydien kein Beweis zum Fremdgegangen sein sind.






MfG
 

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