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Bulimie... und so lächerlich dick!

10. März 2013 um 20:35 Letzte Antwort: 4. April 2013 um 0:18

Hallo zusammen,

um ehrlich zu sein, komme ich mir gerade noch richtig dämlich vor, hier jetzt mein Problem zu veröffentlichen. Und ich weiß auch nicht wirklich, was ich mir davon erhoffe, aber ich muss es jetzt einfach loswerden, auch wenn es ein halber Roman wird, was mir jetzt schon leid tut... ich kann es auch verstehen, wenn es deshalb keiner lesen will, aber mir tut es gut, dem Ganzen mal Luft zu machen....

Ich leide an Bulimie. Denke ich jedenfalls. Nein, eigentlich weiß ich, dass es so ist. Das ganze hat vor ca. 1,5 Jahren angefangen, als ich an einem Samstag Abend wieder mal unzufrieden mit mir war und nicht weggehen wollte, weil ich zu dick war. Ich war deprimiert, hab Mengen an Essen in mich reingestopft bis mir schlecht war und Bauchschmerzen hatte. Dann hab ich mich gefragt, was ich da eigentlich gerade gemacht habe und wieso, wenn ich doch eh schon so dick bin und wollte einfach nur, dass mir nicht mehr schlecht ist... Das war das erste Mal, dass ich mein Essen wieder ausgekotzt habe. Danach habe ich mich besser gefühlt.

Kurz danach habe ich in einer Singlebörse online einen Typen kennengelernt, Nächte lang mit ihm gechattet und auch geskypt. Nach ein paar Wochen war klar, wir müssen uns unbedingt treffen. Er war so super, wir haben uns prima verstanden, die gleichen Interessen, konnten über alles reden und zusammen lachen. Und er sah einfach aus wie mein absoluter Traummann. Ich bin zu ihm in seine Stadt gefahren, habe eine Nacht bei ihm und mit ihm verbracht und war überglücklich. Als ich zurück war hat er sich kaum noch gemeldet und es wurde immer weniger. Ich war super enttäuscht und für mich war ganz klar:
das kann nur daran gelegen haben, dass er mich jetzt, wo er mich live gesehen hatte, viel zu fett und unattraktiv findet!!!

Danach ging es los mit Diäten und FDH. Natürlich nicht durchgehalten und wieder viel gegessen. Und wieder von vorn. Leider gehör ich zu der Sorte, die super schnell zunehmen und das Essen nur "anschauen" müssen, aber nur total schwierig abnehmen. Genauso leider gehör ich auch zu denen, die das mit dem Sport nicht lange durchhalten bzw. nie regelmäßig. Dann kam mal wieder ein FA und ich dachte mir, macht ja nichts, ich kann es ja dann noch mal erbrechen - so wie neulich. Gesagt, getan. Und nach dem nächsten FA wieder. Und wieder. Und immer dachte ich mir: wieso soll ich auf das Essen verzichten und es mir verbieten, wenn ich es essen kann - ich muss es danach ja nur wieder auskotzen.

Das war nicht jeden Tag so. Und ich war mir auch bewusst, dass es falsch ist, was ich da mache. Dann habe ich es 1-2 Wochen gelassen. Und dann mal wieder gemacht. Dann wieder geschafft, mich zusammenzureißen. Meist nur so lange, bis mal wieder eine Abfuhr von einem Typ kam, auf den ich stand. Oder mir immer, wenn ich in einer Gruppe von Leuten stand, bewusst wurde, dass ich immer die dickste von allen bin. Oder ich mir zum Abschuss sogar noch von meiner Oma sagen lassen musste, dass ich "ganz schön gut beieinander bin"!! Ab diesem Moment dachte ich mir, jetzt ist schluss damit. Schluss mit dem dick sein. Ich wollte nie wieder so etwas gesagt bekommen! Und dann ging es wieder öfters los mit dem Erbrechen. Ohne Erfolg. Abgenommen habe ich dadurch fast nichts.

Zwischenzeitlich war ich so verzweifelt, dass ich sogar meiner Mutter davon erzählt habe, dass ich das ab und zu mache! Sie war natürlich schockiert und hat mir versucht gut zuzureden und wir haben ausgemacht, dass ich sie immer anrufe, wenn ich merke ein FA ist im Anmarsch, so dass ich abgelenkt bin. Hat anfangs super funkioniert! Ich habe ca. 1,5 Monate nicht gebrochen! Irgendwann hatte ich einen Rückfall. Meine Mutter hat mich immer danach gefragt, ob ich es wieder getan habe. Anfangs war ich immer ehrlich. Später ich fing an, sie anzulügen. Wollte nicht, dass sie sich Sorgen macht. Außerdem war ich mir sicher, dass ich das nur tue, weil ich das so will. Und dass ich einfach von heute auf morgen wieder damit aufhören könnte, wenn ich es wollte. Deshalb sah ich mich auch nicht als Bulimie krank an.

Bis heute sind weitere Monate vergangen und ich tue es immer noch. Seit 1,5 Jahren. Mal mehr, mal weniger. Inzwischen aber vermischt mit Zeiten, in denen ich es schaffe eine Zeit lang fast gar nichts zu essen und so ein paar Kilos abzunehmen schaffe. Danach kommen wieder Fressanfälle. So wie zur Zeit. Sogar mehrmals am Tag. Und inzwischen habe ich realisiert, dass ich schon längst nicht mehr einfach damit aufhören kann, so wie ich es mir lange eingeredet habe.

Ich weiß jetzt, dass ich Bulimie habe und dass ich wahrscheinlich Hilfe brauche. Ich hätte sie auch irgendwie gerne. Denn die Bulimie bestimmt schon jeden Tag meines Lebens. Es strengt an, sie zu verheimlichen... Familie und Freunde anzulügen... die lieben Kollegen anzulügen, warum man schon wieder nicht mit zum Mittagessen kommt, bis sie schon beleidigt sind... am normalen sozialen Umfeld teilzunehmen... mit Freunden essen zu gehen und zu verheimlichen, dass man das Essen nicht drin behält usw.

Aber das nächste Problem vor dem ich stehe, ist, dass ich mich nicht traue professionelle Hilfe zu suchen. Eine Freundin aus meiner Clique, die ich noch nicht all zu lange kenne, hat auch Bulimie. Und das schon seit 10 Jahren. Sie war schon öfters in Kliniken und jetzt vor ein paar Wochen kam sie auch erst wieder aus einer zurück. Sie spricht ziemlich offen darüber, auch mit mir, was ziemlich seltsam ist, denn es ist, als würde sie von mir erzählen, aber das weiß sie natürlich nicht. Alle Freunde wissen über ihre Bulimie bescheid und versuchen auch ihr zu helfen wie und wo sie können (Das freut mich sehr für sie und ich hoffe, dass sie es entgültig da raus schafft!).
Aber genau das ist das Problem... Ich glaube, wenn die anderen erfahren würden, dass ich auch Bulimie habe, würden sie sich wahrscheinlich schlapp lachen!! Denn ich bin nicht annähernd so dünn wie das andere Mädchen. Ihr sieht man die Essstörung an, mir nicht im Geringsten! Ich schwanke immer zwischen leichtem Übergewicht und in "besseren" Zeiten an der Obergrenze des Normalgewichts. Wahrscheinlich würde das für alle anderen so lächerlich klingen, dass jemand wie ich, der so lächerlich dick ist, Bulimie haben soll, dass sie denken ich lüge oder übertreibe nur um mich vielleicht irgendwie wichtig zu machen oder so.

Dabei habe ich inzwischen einfach nur noch Angst um meine Zähne, dass sie bald nicht mehr so schön gesund und weiß sind. Angst, dass sich bald mal meine Speicheldrüsen entzünden und meine Backen dadurch anschwellen. Oder ich irgendwas an der Speiseröhre bekomme, schlimmstenfalls Krebs. Angst, dass es jemand herausfindet und mich auslacht, weil ich doch eigentlich dick bin.

Meine Mutter fragt mich komischerweise seit längerem nicht mehr danach. Entweder sie hat es vergessen/verdrängt. Oder sie hat mir meine Lügen geglaubt, wenn ich gesagt habe, ich mache es nicht mehr...

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11. März 2013 um 10:23

Ich kann dir nur den Tip geben..
du bist dick, weil du das Essen eben auskotzt. Das ist sowas wie eine Null-Diät für den Körper. Der Körper baut in der Zeit ohne vernünftiges Essen Muskeln ab, dadurch hat jedoch Fett leichtes Spiel, sich am Körper anzuketten.
Sobald du nach dem Kotzen also wieder normal isst, wirst du wieder dick!

Ich rate dir zum Ernährungsexperten, der dir einfach zeigt, wie du dich fettarm ernährst, so dass du schlank bleibst

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17. März 2013 um 17:41

Bulimie
hallo leute ich bin neu hier und leide auch unter bulimie und ich fühle mich total dick . . . . bin seid 4 wochen nur am fressen und dann natürlich sofort wieder auskotzen geht es einem von euch auch so

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17. März 2013 um 23:26

Hör bitte sofort damit auf!
das ist ein totaler teufelskreis.es wird dich zerstören,weil diese krankheit erhebliche gesundheitliche und psychische schäden mit sich bringt.

man muss nicht dünn sein,um als bulimiekranke zu gelten.sobald man sich essen reinstopft und wieder erbricht und das über einen längeren zeitraum bzw.damit nicht mehr aufhören kann,zählt als bulimierkranke.

das problem ist die oberflächliche gesellschaft.sobald man nicht in das typische frauenbild passt,schlank&rank,ist man nicht "schön".das vermitteln uns hauptsächlich die medien und das ist totaler blödsinn!ich persönlich,finde eine frau mit kurven,1000 mal attraktiver,als so'n klappergestell,wie es oft bei models der fall ist.

du musst anfangen,dich so zu nehmen+lieben wie du bist und schön zu finden.es gibt wichtigeres,als nur das aussehen z.b. persönlichkeit.was ist ein mensch,der wunderschön ist,aber der eine hässliche persönlichkeit hat?wie sagt man so schön:außen hui innen pfui.

wegen den kerlen:wenn ein typ dich nur wegen dem aussehen nimmt,würde ich ihn gleich abschießen.ich würde keinen typ haben wollen,der mich nur wegen meinem aussehen mag,aber nicht wegen dem mensch,der dahinter steckt.oberflächliche beziehung finde ich ganz schlimm und sind zum scheitern verurteilt.man will doch jemanden,mit dem man menschlich zusammenpasst,der vielleicht die gleichen interessen teilt und wo der humor stimmt.

wenn du es nicht aus eigener kraft oder eigenen willen schaffst,suche dir bitte professionelle hilfe.ich drück dir die daumen,dass du davon wegkommst und lernst,dich so zu mögen,wie du bist.

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24. März 2013 um 12:48

Chatfreundin gesucht
Heei, ich bin relativ neu hier, und habe B und wollte mich mal mit jemanden austauschen so am besten im alter zwischen 12 und 17?
Selbst bin ich 15
Meldet euch / dich einfach..
Ist so scheiße wenn man mit niemanden reden kann :s

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26. März 2013 um 22:54

Ich glaub ich versteh dich
Weiß nicht ob dir das helfen wird und auch nicht ob du schon eine Lösung gefunden hast, aber ich wollt es mal probiere. Das wird sicher auch so ein Roman, aber ja...

Also ich hab Bulimie jezz ein bisschen länger als ein halbes Jahr, also nicht wirklich gerade lange. Aber selbst jezz merke ich schon, dass ich nicht wirklich damit aufhören kann. Also dass es zu einem richtigen Problem geworden ist. Ich habe mir am Anfang auch immer gedacht nur dieses eine Mal, doch dieses eine Mal wiederholte sich dann immer wieder und wieder.

Ich habe, dass mit der Essstörung genau einer einzigen Person erzählt und das ist meine beste Freundin. Sie möchte mich zwar nun unterstützen und mir helfen, doch irgendwie lasse ich sie nicht wirklich. So als würde ich nicht aufhören wollen. Was whs daran liegt, dass ich Angst habe, sehr viel zuzunehmen.
Und ich bin in meinem Freundeskreis selbst auch immer schon die dickste gewesen, weswegen mein Selbstvertrauen sehr gesunken ist. Und ich malte mir selbst schon die schlimmsten Szenarien aus, wie meine Freunde und Familie wohl reagieren würden. Zum Beispiel dachte ich an Reaktionen wie Ekel, dass sie sich von mir abwenden, mich auslachen würden,dass sie mich für abartig halten würden oder enttäuscht wären... doch auf die Idee wie Mitgefühl oder sogar Verständnis bin ich nicht gekommen. Folglich war ich über die Reaktion meiner Freundin sehr überrascht, die mich nun unterstützt.
Ich denke, dass es dir sehr helfen würde wenn du es deinen Freunden einfach sagst, denn sie werden es sicher verstehen und deine Freundin, die die auch Bulimie hat, wird dir dann sicher auch helfen und ich wünsche mir eigentlich nur das du da wieder rauskommst.
Und ich wette, dass du so wie du aussiehst sicher gut ausschaust. Ich kenne, so viele dicke, die suuper aussehen Und auch so viele Dünne, die potthässlich sind. Außerdem haben dicke meist eine sehr nette und freundliche Natur und haben grundsätzlich, meiner Meinung nach, eine vie schönere und gesundere Persönlichkeit.

Also ich weiß jezz nicht ob dir das auch nur im geringsten geholfen hat, aber ich wünsche dir und auch deiner Freundin Viel Erfolg.
Aja, ich würd total nett finden, wenn du mir bescheid sagen könntest wenn du Erfolg hast. Da ich glaube, dass wir relativ Ähnlich sind und ich selbst hoffe, schnell wieder von dieser Krankheit loszukommen.

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28. März 2013 um 17:48

Kenne ich!
hallo livealoha,

weiß genau was du meinst, habe selber viel ähnliches erlebt! ich bin seit 7 jahren scheiß essgestört und auch mir sieht man das nicht an. bin zur zeit ziemlich normalgewichtig (bmi 22,0), esse aber extrem wenig, weil mein körper dran gewöhnt ist. würde ich mehr essen, würde ich hammerschnell zunehmen. sport mache ich auch täglich.

ich kriege andauernd sachen gesagt wie: "wenn ich so wenig essen würde wie du, wäre ich spindeldürr" oder so. ich gerate dann immer in erklärungsnot und finde mich superdick!!!

und ich muss dir leider sagen, dass es auch profis gibt, die die unglaublich dumme idee haben, dass man DÜNN sein muss um essgestört zu sein! ich habe 2 erfahrungen gemacht, die ich bis heute nicht fassen kann:

ich habe mal familienaufstellung gemacht. wenn du das nicht kennst macht das nichts. ist nicht so wichtig für meine story auf jeden fall musste ich da meine probleme erzählen (habe noch ein paar andere neben ES ) und als ich die ES erwähnte haben mich die leiter der ganzen sache (ein psychologie-prof und eine psychologin!!!) ganz verwirrt angesehen und vor den ca 20 anderen anwesenden gefragt, wie ich das den meinen würde, ich sähe ja überhaupt nicht magersüchtig aus!!! zu der zeit habe ich ungefähr so gegessen wie jetzt, habe ca 5 kilo mehr gewogen.

tja, dann habe ich meine story erzählt: 30 kilo abgenommen in 6 monaten, in der zeit tagelang NICHTS gegessen über ca 1,5 jahre, dann wieder angefangen WENIG zu essen, ca 15 kilo zugenommen (weil mein körper nicht mehr an essen gewöhnt war), seit dem seit jahren extrem ungesundes und zwanghaftes essverhalten, jeden tag im spiegel panisches kontrollieren, ob man meine rippen noch sieht, bestrafen, kotzen (zur zeit leider wieder vermehrt), hass und ekel auf meinen körper!!! das soll keine ES sein??? nur, weil ich normalgewichtig bin??? wie kann es sein, dass eine PSYCHOLOGIN sowas sagt??

und was sehr ähnliches ist mir passiert, als ich vor ca 6 jahren eine therapie anfangen wollte. vorgespräch oder so war das.
die scheiß psychologin war spezialisiert auf ES und guckt mich an und sagt "wie ne typische magersüchtige siehst du aber nicht aus!"

KANN DAS SEIN?? wenn die frau wüsste wie sehr sie mich weiter in die krankheit getrieben hat mit dem spruch!!!

natürlich habe ich die therapie nicht da gemacht!

und jetzt die gute nachricht: ich habe eine therapeutin gefunden, die mich und meine krankheit sofort so akzeptiert hat, eine kompetente frau, die es ganz normal fand, dass man auch normalgewichtig (bzw an der obergrenze von normalgewichtig, denn das war ich bis vor einiger zeit meistens) sein kann und schwer essgestört!

mein rat: guck dich nach einem guten therapeuten um, manchmal muss man ein bisschen suchen. und rede mit guten freunden. wenn du erzählst, dass du fressanfälle hast und dann kotzanfälle und das ganze nicht kontrollieren kannst, wird jeder erkennen, dass du ein großes problem hast!

oh mann, jetzt habe ich hammer viel geschrieben, ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, wenn du irgenswas wissen willst oder so, wende dich gerne an mich!

lg

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31. März 2013 um 16:04

Danke euch!
Hey ihr!
Vielen lieben Dank für eure Antworten, Meinungen, Ratschläge,.... und auch Nachrichten. Und sorry, dass ich so lange nicht geantwortet habe! Ich war einige Tage nicht hier online.. mir ging es in letzter Zeit wieder etwas schlechter und ich wollte mit dem ganzen hier irgendwie nicht konfrontiert werden. Ziemlich doof, ich weiß.

Die meisten sind ja schon der Meinung, dass ich mir professionelle Hilfe suchen sollte. Und das weiß ich auch. Und eigentlich will ich es auch. Aber im moment finde ich mir selbst gegenüber ständig wieder neue Ausreden: im April flieg ich für ein paar Tage weg... das kann ich jetzt von der Arbeit aus gerade nicht machen, weil zu viel zu tun... usw.

Außerdem hatte die Freundin, von der ich erzählt habe, neulich wieder einen Rückfall. Der Freundeskreis weiß es, weil sie ja immer offen darüber redet. Demnach sind momentan alle so "Oh Mist, xyz hatte einen Rückfall. Ich geh die Arme heute besuchen, der geht es gerade total schlecht"... Ich finde es super, dass sie sie alle so unterstützen und ihr beistehen. Aber ich kann es nicht. Und wenn sich aktuell wieder alles um xyz und ihren Rückfall dreht, kann ich auf keinen Fall mit meiner ES um die Ecke kommen und sagen "Hey Leute! Ich habe das gleiche wie xyz und ich werde jetzt eine Therapie oder so machen". Dann würden sie mich doch für total gaga halten und denken, ich will mich in den Mittelpunkt rücken oder ähnliches!

Dazu kommt noch, dass mich vor ein paar Tagen meine Mutter beim bzw. nach dem kotzen erwischt hat. Das war mir so unendlich peinlich! Hatte befürchtet, dass sie mich nun permanent damit nerven und mich immer wieder darauf ansprechen würde. Aber komischerweise tut sie das nicht!? Überhaupt noch kein einziges Mal seit dem! Das wundert mich schon irgendwie.

Wie ist das bei euren Eltern, falls sie das wissen? Kontrollieren sie euch? Oder ignorieren sie das so wie meine Mutter?

LG

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31. März 2013 um 16:36
In Antwort auf kailee_12056011

Kenne ich!
hallo livealoha,

weiß genau was du meinst, habe selber viel ähnliches erlebt! ich bin seit 7 jahren scheiß essgestört und auch mir sieht man das nicht an. bin zur zeit ziemlich normalgewichtig (bmi 22,0), esse aber extrem wenig, weil mein körper dran gewöhnt ist. würde ich mehr essen, würde ich hammerschnell zunehmen. sport mache ich auch täglich.

ich kriege andauernd sachen gesagt wie: "wenn ich so wenig essen würde wie du, wäre ich spindeldürr" oder so. ich gerate dann immer in erklärungsnot und finde mich superdick!!!

und ich muss dir leider sagen, dass es auch profis gibt, die die unglaublich dumme idee haben, dass man DÜNN sein muss um essgestört zu sein! ich habe 2 erfahrungen gemacht, die ich bis heute nicht fassen kann:

ich habe mal familienaufstellung gemacht. wenn du das nicht kennst macht das nichts. ist nicht so wichtig für meine story auf jeden fall musste ich da meine probleme erzählen (habe noch ein paar andere neben ES ) und als ich die ES erwähnte haben mich die leiter der ganzen sache (ein psychologie-prof und eine psychologin!!!) ganz verwirrt angesehen und vor den ca 20 anderen anwesenden gefragt, wie ich das den meinen würde, ich sähe ja überhaupt nicht magersüchtig aus!!! zu der zeit habe ich ungefähr so gegessen wie jetzt, habe ca 5 kilo mehr gewogen.

tja, dann habe ich meine story erzählt: 30 kilo abgenommen in 6 monaten, in der zeit tagelang NICHTS gegessen über ca 1,5 jahre, dann wieder angefangen WENIG zu essen, ca 15 kilo zugenommen (weil mein körper nicht mehr an essen gewöhnt war), seit dem seit jahren extrem ungesundes und zwanghaftes essverhalten, jeden tag im spiegel panisches kontrollieren, ob man meine rippen noch sieht, bestrafen, kotzen (zur zeit leider wieder vermehrt), hass und ekel auf meinen körper!!! das soll keine ES sein??? nur, weil ich normalgewichtig bin??? wie kann es sein, dass eine PSYCHOLOGIN sowas sagt??

und was sehr ähnliches ist mir passiert, als ich vor ca 6 jahren eine therapie anfangen wollte. vorgespräch oder so war das.
die scheiß psychologin war spezialisiert auf ES und guckt mich an und sagt "wie ne typische magersüchtige siehst du aber nicht aus!"

KANN DAS SEIN?? wenn die frau wüsste wie sehr sie mich weiter in die krankheit getrieben hat mit dem spruch!!!

natürlich habe ich die therapie nicht da gemacht!

und jetzt die gute nachricht: ich habe eine therapeutin gefunden, die mich und meine krankheit sofort so akzeptiert hat, eine kompetente frau, die es ganz normal fand, dass man auch normalgewichtig (bzw an der obergrenze von normalgewichtig, denn das war ich bis vor einiger zeit meistens) sein kann und schwer essgestört!

mein rat: guck dich nach einem guten therapeuten um, manchmal muss man ein bisschen suchen. und rede mit guten freunden. wenn du erzählst, dass du fressanfälle hast und dann kotzanfälle und das ganze nicht kontrollieren kannst, wird jeder erkennen, dass du ein großes problem hast!

oh mann, jetzt habe ich hammer viel geschrieben, ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, wenn du irgenswas wissen willst oder so, wende dich gerne an mich!

lg

Das ist doch das Letzte!
Ich verstehe nicht, wie Psychologen oder Therapeuten so was sagen können!?!? Die müssten doch am besten wissen, wie sehr sie einem damit noch mehr schaden! Das geht echt gar nicht!!

(Auch wenn es gerade nichts mit ES zu tun hat: So etwas ähnliches habe ich auch schon mal mit Sanitätern erlebt, die einen unnötig doofen Kommentar à la "Wegen SO was habt ihr uns gerufen??" abgegeben haben, als sie mit dem Krankenwagen bei der verletzten Person ankamen!.... NO GO!!)

Das macht mir auch ehrlich gesagt ein bisschen Angst... das würden sie bei mir ja sicherlich genau so sehen/sagen. Außer ich habe das Glück und erwische beim ersten Mal einen richtig guten Therapeuten. Aber nachdem, was ich durch meine andere essgestörte Freundin mitbekomme, ist das wohl eher unwahrscheinlich so schnell die Hilfe zu finden, die man sucht.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem neuen Therapeuten und hoffe, er kann dir wirklich helfen!

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3. April 2013 um 13:03


ich weiß wo von du redest mir geht es leider genau so ich durfte mir das auch von meiner oma anhören und seid dem habe ich das selbe problem wenn ich so deine geschichte lese denke ich direkt an mich denn es klingt genau wie meine geschichte.

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4. April 2013 um 0:07
In Antwort auf kailee_12056011

Kenne ich!
hallo livealoha,

weiß genau was du meinst, habe selber viel ähnliches erlebt! ich bin seit 7 jahren scheiß essgestört und auch mir sieht man das nicht an. bin zur zeit ziemlich normalgewichtig (bmi 22,0), esse aber extrem wenig, weil mein körper dran gewöhnt ist. würde ich mehr essen, würde ich hammerschnell zunehmen. sport mache ich auch täglich.

ich kriege andauernd sachen gesagt wie: "wenn ich so wenig essen würde wie du, wäre ich spindeldürr" oder so. ich gerate dann immer in erklärungsnot und finde mich superdick!!!

und ich muss dir leider sagen, dass es auch profis gibt, die die unglaublich dumme idee haben, dass man DÜNN sein muss um essgestört zu sein! ich habe 2 erfahrungen gemacht, die ich bis heute nicht fassen kann:

ich habe mal familienaufstellung gemacht. wenn du das nicht kennst macht das nichts. ist nicht so wichtig für meine story auf jeden fall musste ich da meine probleme erzählen (habe noch ein paar andere neben ES ) und als ich die ES erwähnte haben mich die leiter der ganzen sache (ein psychologie-prof und eine psychologin!!!) ganz verwirrt angesehen und vor den ca 20 anderen anwesenden gefragt, wie ich das den meinen würde, ich sähe ja überhaupt nicht magersüchtig aus!!! zu der zeit habe ich ungefähr so gegessen wie jetzt, habe ca 5 kilo mehr gewogen.

tja, dann habe ich meine story erzählt: 30 kilo abgenommen in 6 monaten, in der zeit tagelang NICHTS gegessen über ca 1,5 jahre, dann wieder angefangen WENIG zu essen, ca 15 kilo zugenommen (weil mein körper nicht mehr an essen gewöhnt war), seit dem seit jahren extrem ungesundes und zwanghaftes essverhalten, jeden tag im spiegel panisches kontrollieren, ob man meine rippen noch sieht, bestrafen, kotzen (zur zeit leider wieder vermehrt), hass und ekel auf meinen körper!!! das soll keine ES sein??? nur, weil ich normalgewichtig bin??? wie kann es sein, dass eine PSYCHOLOGIN sowas sagt??

und was sehr ähnliches ist mir passiert, als ich vor ca 6 jahren eine therapie anfangen wollte. vorgespräch oder so war das.
die scheiß psychologin war spezialisiert auf ES und guckt mich an und sagt "wie ne typische magersüchtige siehst du aber nicht aus!"

KANN DAS SEIN?? wenn die frau wüsste wie sehr sie mich weiter in die krankheit getrieben hat mit dem spruch!!!

natürlich habe ich die therapie nicht da gemacht!

und jetzt die gute nachricht: ich habe eine therapeutin gefunden, die mich und meine krankheit sofort so akzeptiert hat, eine kompetente frau, die es ganz normal fand, dass man auch normalgewichtig (bzw an der obergrenze von normalgewichtig, denn das war ich bis vor einiger zeit meistens) sein kann und schwer essgestört!

mein rat: guck dich nach einem guten therapeuten um, manchmal muss man ein bisschen suchen. und rede mit guten freunden. wenn du erzählst, dass du fressanfälle hast und dann kotzanfälle und das ganze nicht kontrollieren kannst, wird jeder erkennen, dass du ein großes problem hast!

oh mann, jetzt habe ich hammer viel geschrieben, ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, wenn du irgenswas wissen willst oder so, wende dich gerne an mich!

lg

Wahnsinn
und so was nennt sich "Psychologen".Studieren Psychologie,dürfen Menschen behandeln und haben wirklich keinen Plan von ihrem Fach.Daran sieht man mal,dass nicht jeder für diesen Bereich geeignet ist und manche Psychologen mehr Schaden anrichten,als dem Betroffenen zu helfen.Wenn ein Mensch schon einen Psychologen aufsucht,dann sicher nicht zum Spaß sondern,weil derjenige etwas hat und mit dem Problem nicht mehr alleine klar kommt.Solche Heuchler,müssten echt aus dem Verkehr gezogen werden und dürften keine Menschen mehr behandeln!Unglaublich -.-
Wenn sie wirklich Ahnung hätten,wüssten sie,dass es auch noch andere Formen von Essstörung gibt und man nicht immer spindeldürr ist!Ich bin sowieso der Meinung,dass diese Krankheit nur jemand nachvollziehen kann,der es wirklich hatte.Genau,wie viele anderen Krankheiten auch.

Lass dich von denen nicht runterziehen!Tut mir leid,dass du an so schlechte Psychologen geraten bist,die anscheinend keine Ahnung von ihrem Fach haben.Das müsste man theoretisch gleich melden grrrrrrr...

Finde es schön,dass du doch noch eine gute Psychologin gefunden hast.

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4. April 2013 um 0:18
In Antwort auf darian_12455937

Danke euch!
Hey ihr!
Vielen lieben Dank für eure Antworten, Meinungen, Ratschläge,.... und auch Nachrichten. Und sorry, dass ich so lange nicht geantwortet habe! Ich war einige Tage nicht hier online.. mir ging es in letzter Zeit wieder etwas schlechter und ich wollte mit dem ganzen hier irgendwie nicht konfrontiert werden. Ziemlich doof, ich weiß.

Die meisten sind ja schon der Meinung, dass ich mir professionelle Hilfe suchen sollte. Und das weiß ich auch. Und eigentlich will ich es auch. Aber im moment finde ich mir selbst gegenüber ständig wieder neue Ausreden: im April flieg ich für ein paar Tage weg... das kann ich jetzt von der Arbeit aus gerade nicht machen, weil zu viel zu tun... usw.

Außerdem hatte die Freundin, von der ich erzählt habe, neulich wieder einen Rückfall. Der Freundeskreis weiß es, weil sie ja immer offen darüber redet. Demnach sind momentan alle so "Oh Mist, xyz hatte einen Rückfall. Ich geh die Arme heute besuchen, der geht es gerade total schlecht"... Ich finde es super, dass sie sie alle so unterstützen und ihr beistehen. Aber ich kann es nicht. Und wenn sich aktuell wieder alles um xyz und ihren Rückfall dreht, kann ich auf keinen Fall mit meiner ES um die Ecke kommen und sagen "Hey Leute! Ich habe das gleiche wie xyz und ich werde jetzt eine Therapie oder so machen". Dann würden sie mich doch für total gaga halten und denken, ich will mich in den Mittelpunkt rücken oder ähnliches!

Dazu kommt noch, dass mich vor ein paar Tagen meine Mutter beim bzw. nach dem kotzen erwischt hat. Das war mir so unendlich peinlich! Hatte befürchtet, dass sie mich nun permanent damit nerven und mich immer wieder darauf ansprechen würde. Aber komischerweise tut sie das nicht!? Überhaupt noch kein einziges Mal seit dem! Das wundert mich schon irgendwie.

Wie ist das bei euren Eltern, falls sie das wissen? Kontrollieren sie euch? Oder ignorieren sie das so wie meine Mutter?

LG

Du
musst es auch nicht der ganzen Welt preisgeben.
Sag es denjenigen,den du vertraust und wo du weißt,dass du gut aufgehoben bist.

Mein Vater,von dem ich es am allerwenigsten erwartet hätte,hat mich öfter ermahnt,ich solle jetzt ja nicht k***** gehen,wenn ich in's Bad ging.Meine Mutter hat manchmal die Kloschüssel nach Spritzern abgesucht.Meine Mutter ging auch öfter direkt nach mir in's Bad,ob man etwas riechen kann.Ich habe aber alles so geschickt vertuschen können,dass sie irgendwannmal dachten,ich hätte damit aufgehört oder vielleicht haben sie es auch gemerkt,aber wussten nicht mehr,was sie machen sollen und haben es ignoriert...Sie haben irgendwannmal auf jeden Fall nicht's mehr gesagt.

Ich habe mich auch davor gesträubt,mir Hilfe zu suchen,aber irgendwannmal,konnte ich einfach nicht mehr und bin es angegangen.Ich wollte diese Essstörung einfach nur loswerden,weil sie mich zu viel Kraft,Nerven usw. gekostet hat.Mein ganzer Tag hat sich nur um diese Krankheit gedreht und das wurde mir irgendwann zu viel.Du musst dir dafür Zeit nehmen und es wirklich angehen.Es wird immer und immer schlimmer.Es kann soweit gehen,dass du deine ganze Lebensfreude verlierst und nur noch zu Hause sitzt und dich verkriechst.

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