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Bulimie (scheinbar) im Griff, aber zu welchem Preis...

22. Juni 2011 um 23:39 Letzte Antwort: 23. Juni 2011 um 21:36

Hallo, ich muss mal was loswerden.
Zu mir, war bis letzten Sommer magersüchtig, seit der Zunahme leide ich an Bulimie, leider nicht unüblich...
Wenn ich mich vergleiche, scheint das nicht lang, allerdings leide ich sehr, zudem kotze ich meist zwischen 1-5 Mal am Tag größere Portionen auch wieder aus. Habe 10kg zugenommen, na ja, ihr wisst ja wie sich das anfüllt...Ich ekel mich vor mir selbst.
Zum Titel:
Habe vor einem Monat Amphetamin genommen (nasal), hatte nicht viel, es reichte für eine Woche. In der Zeit musste ich nicht einmal erbrechen, weil ich mich endlich wieder auf MEIN Leben, nicht auf das scheiß Fressen und Kotzen konzentriert habe. Ich finde Drogen nicht gut und will sie keinesfalls verherrlichen, nur leider kenne ich die Wirkung. Hatte das Zeug früher genommen, aber "nur so" (ja, ich weiß, es gibt bei Drogen nie ein "nur so", zumindest hatte es nichts mit der ES zu tun).
Danach konnte ich das Kotzen noch weniger ertragen, nahm nochmal 2kg zu.
Seit 3 Tagen habe ich nun Ritalin (Methylphenidat) in Tablettenform. Die Wirkung ist nicht so stark wie beim Amphetamin, aber das Wichtigste: ich verspüre keinen Druck essen zu MÜSSEN, sondern ganz normalen Appetit. Esse wirklich gesund und schaffe mein Leben drumherum, sodass es mich erfüllt.
Das Problem: das bin ja nicht ich. Und ich möchte nicht statt der ES, abhängig von Drogen sein, denn einen Tag ohne und es geht ja wieder von vorne los.
Habe am 8.7. endlich einen Termin bei einer Psychologin, solang dürften auch die Tabletten in etwas reichen (nehme 10-12,5mg am Tag).
Ich habe Angst, aber auch Hoffnung, dass ich endlich lerne mit Essen umzugehen...
Habe schon von Kind an Probleme damit, bin jetzt fast 24.
Hat von euch schonmal jemand Erahrung mit solchen Substanzen gehabt? Oder ähnliche Gefühle? Ich hoffe inständig, dass ich es schaffen werde, irgendwann weder von Essen, noch von Drogen abhängig zu sein...
Liebe Grüße Dany

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23. Juni 2011 um 0:18

Liebe Dany!
Ich appelier jetzt mal an deinen gesunden Menschenverstand!
Du weisst selbst das dieses Zeugs pures Gift für dich ist und keine sinnvolle Hilfe bei einer psychischen Erkrankung!

Schrecken dich diese Nebenwirkungen nicht ab?:

Häufig (1:100 - 1:10): Appetitlosigkeit, Angstgefühle, anfängliche Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Nervosität, Unruhe, Agitiertheit, Aggressionen, Zähneknirschen, Depressionen, verminderte Libido, Verwirrung, Spannung, Schwindelgefühl, Zittern, Ameisenlaufen (Kribbeln), Dämpfung (Sedierung), Spannungskopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Drehschwindel, Schmerzen in Nasen-Rachenraum, Aufstossen (Dyspepsie), Erbrechen, Verstopfung, übermässiges Schwitzen, Muskelspannung, Reizbarkeit, Gewichtsverlust, Muskelzuckungen (Tic), emotionale Labilität. Bei Kindern und Jugendlichen außerdem Entzündung des Nasen-Rachenraums, Schwindel, Husten, Oberbauchschmerzen und Fieber.

Das erschreckt mich am Meisten
Bei Methylphenidat-haltigen Zubereitungen wurden neben erfolgtem Suizid, Suizidversuche und Suizidgedanken beobachtet.

Hör auf mit dem Zeug!!!!
BITTE, liebe Dany

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23. Juni 2011 um 14:28

Doch,
auf jeden Fall. Habe ja auch geschrieben, dass ich davon nicht abhängig sein müsste.
Ich weiß, dass gerade bei psychischen Erkrankungen es ziemlich dumm ist, so etwas zu machen... Ich fühl mich aber auch echt dumm, denn mein gesunder Menschenverstand sagt mir auch, dass ich das Essen nicht ausbrechen sollte. Mein Selbsthass ist momentan sehr groß, durch das Zeug tritt es gerade einfach nur in den Hintergrund.
Ich wünschte mir, ich bräuchte es nicht.

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23. Juni 2011 um 15:53
In Antwort auf laarni_12057677

Doch,
auf jeden Fall. Habe ja auch geschrieben, dass ich davon nicht abhängig sein müsste.
Ich weiß, dass gerade bei psychischen Erkrankungen es ziemlich dumm ist, so etwas zu machen... Ich fühl mich aber auch echt dumm, denn mein gesunder Menschenverstand sagt mir auch, dass ich das Essen nicht ausbrechen sollte. Mein Selbsthass ist momentan sehr groß, durch das Zeug tritt es gerade einfach nur in den Hintergrund.
Ich wünschte mir, ich bräuchte es nicht.

Aber was ist,
wenn du es absetzt...?
Die Auswirkungen(soweit ich richtig informiert bin) sollten dann komplett ins Gegenteil gehen...sprich: Heißhungerattacken!
Das ist doch ein sch...Teufelskreis!

Menno, das tut mir so leid, dass es dir so schlecht geht und du noch immer von der Bulimie gefangen bist.
Ich wünschte, ich könnte dir ein Geheimrezept nennen
Ich bin zwar grad symptomfrei und hoffe, dass es diesmal für lange (oder besser: für immer... ) sein wird!
Mein Umdenken und mein Anspor beruht auf den Schmerzen; deutlichere Signale kann mein Körper mir nicht geben!

Und wenn ich nun erbreche, würde ich wieder zurückfallen.
Alles was ich mir mühsam, gesund angegessen hätte, alles was ich meinem Körper derzeit Gutes tu, wäre für die Katz!

Das Dünnsein ist es nicht Wert, dass man sein Leben nicht lebenswert gestalten kann.
Ich möchte nun mit Allem was ich aufbringen kann, gesund werden-ich will es endlich schaffen!

Ich sende dir viel Kraft! Deine Susi

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23. Juni 2011 um 21:36

Voll
lieb von dir, danke

Ja, sobald ich das nicht mehr habe wirds ganz schlimm, da graust es mir auch vor.
Ich wünsche dir, dass deine Schmerzen bald besser werden...

Habe Angst, zu sagen, dass ich das Zeug nehme, denn oftmals wird dann gesagt, erst die Drogen therapieren, dann sehen wir weiter. Ich hoffe, die Psychologin wird verstehen, dass ich das nicht nehmen würde, wenns nicht helfen würd.
Aber ich denke ich muss es sagen, denn das gibt ihr sicher Aufschluss darauf, wie gestört meine Botenstoffe im Gehirn sind und wenn sie weiß, wie Ritalin wirkt und was es bei mir bewirkt, kann sie mir vielleicht ein Medi aufschreiben, dass das ganze vielleicht auffängt. SSRIs sollen ja manchen Menschen unterstützend im Kampf gegen die Bulimie auch schon geholfen haben...

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