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Bulimie - Keine Ende in Sicht

8. April 2013 um 0:45

Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu hier und möchte euch gerne meine Geschichte, wie ich in die Bulimie gerutscht bin erzählen. Meine Hoffnung ist es durch Austausch mit anderen Betroffenen, Kraft zu schöpfen und Tipps zu bekommen, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen.
Alles fing an mit meinem Auslandsjahr in England. Ihr habt sicherlich schon oft gehört, dass England nicht gerade für gesundes Essen bekannt ist... und genau dies wurde mir zum Verhängnis.
Bevor ich nach England gefahren bin, habe ich mir nie Gedanken über das Essen gemacht. Ich habe gegessen, wenn ich Hunger hatte und habe aufgehört wenn ich satt war. Ein Stück Schokolade am Tag war genug... Ich wog 52 Kg.
Als ich in England war habe ich nach ca 3 Monaten knapp 59 Kilo gewogen. Ich habe die Krise bekommen! Darauf hin habe ich mir im neuen Jahr 2012 vorgenommen abzunehmen. Hat auch super geklappt! Ich habe bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland im Juni 50 kg gewogen und war zufrieden. Ich habe dies mit 5 Mal die Woche Sport geschafft und den KOMPLETTEN Verzicht auf Süßigkeiten. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wundere ich mich wirklich über meine Selbstdisziplin, von der mittlerweile allerdings überhaupt nichts mehr übrig geblieben ist.
Als ich zurück in Deutschland war, habe ich immer weniger Sport gemacht, da die stressige Schule wieder angefangen hatte, sodass ich dies mit weniger Essen ausgeglichen habe. Ihr könnt euch denken was dadurch passiert ist -FRESSANFÄLLE! Erst nur ca einmal im Monat, sodass dies an meinem Gewicht nicht wirklich viel geändert hat, aber dann sind diese Fressanfälle immer öfter vorgekommen, sodass ich aus Angst wieder zu heftig zuzunehmen wie in England, mit dem Erbrechen ausgeglichen haben.
Ja, und nun hat sich dieses Erbrechen zu meinem ganzen Lebensinhalt entwickelt. Es gehört auf gewisser Weise zu meinem Lebensinhalt dazu! Mittlerweile wiege ich immer so zwischen 46 und 48 Kilo bei einer Größe von 1,65. Ich übergebe mich täglich ca 1-2 Mal. Manchmal schaffe ich es auch mal ein paar Tage nicht zu k*****, aber auch dies kommt immer seltener vor. Ich hasse mich dafür, dass ich meine Selbstdisziplin verloren haben!
Das allerschlimmste ist, dass ich immer so viel Geld für die Süßigkeiten ausgeben muss. Wie krank ist das bitte?! Wie kann Essen zu einem solchen Lebensinhalt eines Menschen werden?
Ich weiß nicht wie ich aus diesem Teufelskreis herauskommen soll. Ich hasse Essen und liebe Essen zugleich. Ich hasse kotzen und liebe es zugleich. Wisst ihr wovon ich spreche?
Ich habe eine Therapie angefangen ( Meine Eltern wissen von meinem Problem, allerdings nicht WIE schlimm es ist!) habe diese aber nach 5 Sitzungen abgebrochen, weil ich es irgendwie lächerlich finde und mir nicht vorstellen kann, dass mir dies Gespräche wirklich helfen können...
Oh Gott, ich habe so Angst! Ich habe Angst, was aus meinem Körper wird... wie ich in 1 Jahr aussehen werde, wenn ich so weiter mache. Werde ich keine Haare mehr auf dem Kopf haben? Werde ich keine Zähne mehr haben? Werde ich Herzrhythmusstörungen haben? Und obwohl mir all diese schlimmen Konsequenzen bewusst sind, KANN ich einfach nicht aufhören. Wo ist mein Wille geblieben?

Ich würde mich über Antworten und Erfahrungen von euch freuen! Bitte!

Liebe Grüße,

Kati

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8. April 2013 um 14:36

Hallo kati 197
ich weis wie es dir geht. bei mir hat auch alles so angefangen ... nun habe ich meine stationäre therapie beendet und ja was soll ich sagen ich habe alles was ich will und was ich brauche und dennoch mache ich genau das weiter was du da tust .... meine zähne sind kaputt meine haare falle aus meine seele scheint echt leer zu sein ... ich will es immer und immer wieder schaffen doch ich schaffe es nichtmal mehr einen tag ohne egal wie gut oder schlecht es mir geht... es ist ne angewohnheit geworden die weder mit gewicht noch äußerem zu tun hat den sonst würde ichs nicht machen ... ich hatte untergewicht von 46 kg bei 176 durchs kotzen habe jetzt zugenommen auf 60 kg und ich fühle mcih nicht anders als zu der zeit mit 46 kg ... irgendwann bist du nicht mehr der mittelpunkt weder deine mitmenschen arbei schule oder hobbys nein irgendwann bestimmt das essen über dich ... lass es nicht soweit zukommen mach jede stationäre therapie die dir genehmigt wird bevor es dir egal wird was aus dir wird!!! ich könnte heulen wenn ich daran denke als ich es das erste mal gemacht habe ... ich wünschte ich könnte diesen tag aus meinem leben streichen aber ich miuss nun täglich mit ihm leben ich wünschte es gebe ne lösung...aber ich glaube wir alle hier brauchen etwas dass so wertvoll ist das man diesen scheiß einfach lässt... leider habe ich es noch nicht gefunden... ich weis das ich dir nicht helfen kann aber du bist nicht alleine ... und man fühlt sich doch so oft alleine

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8. April 2013 um 19:43

Hallo
Vielen Dank für die schnellen Antworten
Erstmal zu dir Lusesita:
Wie lange hast du denn schon die Krankheit und ab wann ist das bei dir mit den Haaren und den Zähnen aufgetreten? Ich habe wirklich Angst, dass das bei mir auch anfängt... sowieso bin ich voller Angst, weil ich nicht weiß wie es weiter gehen soll...
Und wie lange hast du die stationäre Therapie gemacht? Heißt das, dass all deine Freunde und Verwandte über deine Krankheit bescheid wissen? Ich kann es meinen Freunden einfach nicht erzählen. Ich schäme mich für meine Krankheit! Es ist so unglaublich schrecklich...
Und wie kann es sein, dass du so sehr zugenommen hast durch Bulimie?
Im Moment habe ich nur das Essen im Kopf... den ganzen Tag. 24 Stunden lang! Ich weiß nicht wie lange ich es noch schaffen werde in der Schule zu funktionieren... ich möchte nicht, dass ich noch mehr die Kontrolle über mich selbst verliere, aber ich finde auch keinen Ausweg! Eigentlich müsste ich den ganzen Tag unter Menschen sein, sodass ich nicht die Möglichkeit habe den ganzen Tag Essen in mich hineinzustopfen... aber teilweise freue ich mich ja sogar auf das Essen und möchte es.. auch wenn mich das kotzen danach aufregt. Verstehst du/ihr was ich meine?

Liebe Nicky,

wir können gerne über das Postfach weiterreden. Willst du mir vielleicht erzählen, wie bei dir alles angefangen hat?

Liebe Grüße,

Kati

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8. April 2013 um 20:10
In Antwort auf carmen_12343800

Hallo
Vielen Dank für die schnellen Antworten
Erstmal zu dir Lusesita:
Wie lange hast du denn schon die Krankheit und ab wann ist das bei dir mit den Haaren und den Zähnen aufgetreten? Ich habe wirklich Angst, dass das bei mir auch anfängt... sowieso bin ich voller Angst, weil ich nicht weiß wie es weiter gehen soll...
Und wie lange hast du die stationäre Therapie gemacht? Heißt das, dass all deine Freunde und Verwandte über deine Krankheit bescheid wissen? Ich kann es meinen Freunden einfach nicht erzählen. Ich schäme mich für meine Krankheit! Es ist so unglaublich schrecklich...
Und wie kann es sein, dass du so sehr zugenommen hast durch Bulimie?
Im Moment habe ich nur das Essen im Kopf... den ganzen Tag. 24 Stunden lang! Ich weiß nicht wie lange ich es noch schaffen werde in der Schule zu funktionieren... ich möchte nicht, dass ich noch mehr die Kontrolle über mich selbst verliere, aber ich finde auch keinen Ausweg! Eigentlich müsste ich den ganzen Tag unter Menschen sein, sodass ich nicht die Möglichkeit habe den ganzen Tag Essen in mich hineinzustopfen... aber teilweise freue ich mich ja sogar auf das Essen und möchte es.. auch wenn mich das kotzen danach aufregt. Verstehst du/ihr was ich meine?

Liebe Nicky,

wir können gerne über das Postfach weiterreden. Willst du mir vielleicht erzählen, wie bei dir alles angefangen hat?

Liebe Grüße,

Kati


hey also mit den zähnen findg es bei mir nach ca nem jahr an mit freien zahnhälsen muss dazu aber auch sagen das ich ca 3-4 mal täglich aufs klo gegangen bin und mir anschließend die zähne geputzt habe...damals war ich in der phase in der du gerade steckt... also angst vor essen nicht essen kotzen vor menschen ach einfach vor allem... und vor allem vom versagen . ich war immer ein starker mensch bis dato. habe nochmal ne zweite ausbildung gemacht und wurde gemobbt nicht wegen meiner figur sondern weil ich zu schön war naja und dann wurde mein essen immer weniger weil ich mich beobachtet fühlte das kotzen jedoch blieb so habe ich etwa in ca nem monat von 57 kg auf 46 abgenommen und somit wurde ich noch mehr beobachtet ... hatte zu diesem zeitpunkt prüfungen und jeden möglichen scheiß den man sich denken kann ... die eltern wollten das ich esse zunheme therapie mache ... mein freund wollte das genauso das ich die prüfungen bestehe ... welche ich dann mit ach und krach bestanden habe aber fast zusammengebrochen wäre vor lauter schwäche... ja und ich hatte angst vorm zunhemen angst vorm essen angst vorm versagen angst vorm älter werden angst vorm zu alt zu sein um nochmal ne ausbildung zu machen und durch diese angst hatte ich ständig herzrasen durchfall und ja vor lauter angst habe ich noch angefangen mir die welt schön zu trinken was nochmal auf die zähne ging und weils mir dann egal war was mit mir war habe ich den kühlschrank auch geplündert worauf mein freund immer sauer war was wiederum dazu geführt hat das ich mich als versager fühlte weil ich mich nicht unter kontrolle hatte ... das schlimme es ist noch immer so und ich fühle mich weiterhin als versager als nichtsnutz als jemand der einfach nicht gebraucht wird weil er eh nichts kann... ich habe mich geschämt ich habe mich sowas von geschämt bis ich es nicht aushielt und die ganze welt um mich herum zusammengeschrien habe... also kamen ganz dicke gefühlsausbrüche aus mir raus! ein notschrei der sein musste sonst wäre ich nie in die stationäre gegangen ... ich war dort 2 monate es war mal besser mal schlechter... und dann war es auch mal gut das problem ist nur das meine mama ein sehr ausgeprägtes fürsorgliches verhalten hat und ich sie leider nicht meiden kann weil ich sie liebe und da mich essen im griff hat kann ich nicht nein sagen ... es ist die hölle wenn sie wüsste das sie mein kleiner teufel ist könnte grad heulen! ich denke nicht mehr ans essen sondern ich esse... zum glück habe ich eine neue arbeit wenigstens bin ich die paar stunden befreit ... aber es verscheibt sich nur vom zeitlichen her. und ich muss dir ehct sagen ich liebe essen ich liebe essen über alles sogar mehr als mein leben liegt vielleicht daran das ich glaube das es das einzige ist was immer für mich da ist und mich zu bevormunden und zu verurteilen... ich bin 26 und ich glaube manch 10 jähriges kind ist weiter als ich ... ich kann einfach nicht ausbrechen ich kann einfach zudem was ich für richtig halte nicht stehen ... diese entscheidungen werden mir zugemauert ich hasse es ich hasse mich udn diese welt die den ganzen misst fördert ich bin sauer ich habe wut und ich kann nicht mehr... ich wunsche dir wirklich von ganzem herzen das dich irgendwas sowas von schockt das du es beendest!!!

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8. April 2013 um 21:52
In Antwort auf jonna_12377726


hey also mit den zähnen findg es bei mir nach ca nem jahr an mit freien zahnhälsen muss dazu aber auch sagen das ich ca 3-4 mal täglich aufs klo gegangen bin und mir anschließend die zähne geputzt habe...damals war ich in der phase in der du gerade steckt... also angst vor essen nicht essen kotzen vor menschen ach einfach vor allem... und vor allem vom versagen . ich war immer ein starker mensch bis dato. habe nochmal ne zweite ausbildung gemacht und wurde gemobbt nicht wegen meiner figur sondern weil ich zu schön war naja und dann wurde mein essen immer weniger weil ich mich beobachtet fühlte das kotzen jedoch blieb so habe ich etwa in ca nem monat von 57 kg auf 46 abgenommen und somit wurde ich noch mehr beobachtet ... hatte zu diesem zeitpunkt prüfungen und jeden möglichen scheiß den man sich denken kann ... die eltern wollten das ich esse zunheme therapie mache ... mein freund wollte das genauso das ich die prüfungen bestehe ... welche ich dann mit ach und krach bestanden habe aber fast zusammengebrochen wäre vor lauter schwäche... ja und ich hatte angst vorm zunhemen angst vorm essen angst vorm versagen angst vorm älter werden angst vorm zu alt zu sein um nochmal ne ausbildung zu machen und durch diese angst hatte ich ständig herzrasen durchfall und ja vor lauter angst habe ich noch angefangen mir die welt schön zu trinken was nochmal auf die zähne ging und weils mir dann egal war was mit mir war habe ich den kühlschrank auch geplündert worauf mein freund immer sauer war was wiederum dazu geführt hat das ich mich als versager fühlte weil ich mich nicht unter kontrolle hatte ... das schlimme es ist noch immer so und ich fühle mich weiterhin als versager als nichtsnutz als jemand der einfach nicht gebraucht wird weil er eh nichts kann... ich habe mich geschämt ich habe mich sowas von geschämt bis ich es nicht aushielt und die ganze welt um mich herum zusammengeschrien habe... also kamen ganz dicke gefühlsausbrüche aus mir raus! ein notschrei der sein musste sonst wäre ich nie in die stationäre gegangen ... ich war dort 2 monate es war mal besser mal schlechter... und dann war es auch mal gut das problem ist nur das meine mama ein sehr ausgeprägtes fürsorgliches verhalten hat und ich sie leider nicht meiden kann weil ich sie liebe und da mich essen im griff hat kann ich nicht nein sagen ... es ist die hölle wenn sie wüsste das sie mein kleiner teufel ist könnte grad heulen! ich denke nicht mehr ans essen sondern ich esse... zum glück habe ich eine neue arbeit wenigstens bin ich die paar stunden befreit ... aber es verscheibt sich nur vom zeitlichen her. und ich muss dir ehct sagen ich liebe essen ich liebe essen über alles sogar mehr als mein leben liegt vielleicht daran das ich glaube das es das einzige ist was immer für mich da ist und mich zu bevormunden und zu verurteilen... ich bin 26 und ich glaube manch 10 jähriges kind ist weiter als ich ... ich kann einfach nicht ausbrechen ich kann einfach zudem was ich für richtig halte nicht stehen ... diese entscheidungen werden mir zugemauert ich hasse es ich hasse mich udn diese welt die den ganzen misst fördert ich bin sauer ich habe wut und ich kann nicht mehr... ich wunsche dir wirklich von ganzem herzen das dich irgendwas sowas von schockt das du es beendest!!!

Halleluljah!
Liebe lusesita,

ich bin von deinem Eintrag total berührt! Ich könnte darüber heulen, dass es dir so schlecht und darüber, dass es bei mir vielleicht auch irgendwann zu stark sein wird!
Weißt du, du brauchst nicht als ein Versager fühlen... sieh mal zurück was du geschafft hast. Du hast es geschafft, trotz deiner Krankheit deine Prüfung zu schaffen, obwohl du am Ende mit deinen Kräften warst... Das schafft nicht jeder!
Hast du deinen Freund immer noch?
Es ist so lächerlich, dass Essen unser Leben bestimmt. Weil im Prinzip haben wir doch Menschen die uns helfen oder? Ich meine deine Mutter kümmert sich um dich... du hast sicherlich auch Freunde. Und ich habe dazu auch noch mein Hobby reiten, aber wieso kann mich all dies nicht mehr so sehr erfüllen wie vorher? Warum kann nur Essen mich erfüllen, obwohl dies noch nicht mal stimmt. Danach bin ich auch nich glücklicher als vorher... im Prinzip macht mich im Moment gar nichts glücklich. Ich habe das Gefühl, dass ich in so einem tiefen Loch sitze! Und dieses Loch ist so tief, dass ich kein Licht von oben sehe... WO IST DAS LICHT?
Im Prinzip bräuchte ich jemanden der mich 24 Stunden lang bewacht... aber dann würde ich womöglich durchdrehen, weil ich dann gar nicht mehr die Möglichkeit hätte je zu essen.
Diese Wut über alles und jeden habe ich auch. Diese Wut ist so unheimlich groß und diese Ungerechtigkeit. Wieso trifft es gerade mich? WIESO? Und wieso konnte es soweit kommen...
Ich habe Angst vor meiner Zukunft. So sehr...

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8. April 2013 um 22:11
In Antwort auf carmen_12343800

Halleluljah!
Liebe lusesita,

ich bin von deinem Eintrag total berührt! Ich könnte darüber heulen, dass es dir so schlecht und darüber, dass es bei mir vielleicht auch irgendwann zu stark sein wird!
Weißt du, du brauchst nicht als ein Versager fühlen... sieh mal zurück was du geschafft hast. Du hast es geschafft, trotz deiner Krankheit deine Prüfung zu schaffen, obwohl du am Ende mit deinen Kräften warst... Das schafft nicht jeder!
Hast du deinen Freund immer noch?
Es ist so lächerlich, dass Essen unser Leben bestimmt. Weil im Prinzip haben wir doch Menschen die uns helfen oder? Ich meine deine Mutter kümmert sich um dich... du hast sicherlich auch Freunde. Und ich habe dazu auch noch mein Hobby reiten, aber wieso kann mich all dies nicht mehr so sehr erfüllen wie vorher? Warum kann nur Essen mich erfüllen, obwohl dies noch nicht mal stimmt. Danach bin ich auch nich glücklicher als vorher... im Prinzip macht mich im Moment gar nichts glücklich. Ich habe das Gefühl, dass ich in so einem tiefen Loch sitze! Und dieses Loch ist so tief, dass ich kein Licht von oben sehe... WO IST DAS LICHT?
Im Prinzip bräuchte ich jemanden der mich 24 Stunden lang bewacht... aber dann würde ich womöglich durchdrehen, weil ich dann gar nicht mehr die Möglichkeit hätte je zu essen.
Diese Wut über alles und jeden habe ich auch. Diese Wut ist so unheimlich groß und diese Ungerechtigkeit. Wieso trifft es gerade mich? WIESO? Und wieso konnte es soweit kommen...
Ich habe Angst vor meiner Zukunft. So sehr...

Cry
Ja ich habe meinen freund noch und der steht fest zu mir egal ob ich kotze ihn vernachlässige ihn anscheiße ihn belüge ...und ich habe gerade mit meiner mama geredet das es so nicht weitergehen kann ich will doch auch da raus auch wenn ich momentan noch sicherlich des ganze 10 mal am tag mache... ich habe das tollste leben ich erlebe soviel ... anderen könnten davon nur träumen ich werde wie ne prinzessin behandelt und muss nichtmal was dafür tun! ich hasse diese gedanken ich fühle mich als würde ich all dies nicht zu schätzen wissen ... als hätte all das keine bedeutung mehr ... und ich frage mich noch immer tag für tag warum , warum nur ... und ich habe keine antwort ... ich habe leider keine antwort... geht es uns vielleicht einfach zu gut? das ist das was ich mich immer frage oder setzen wir uns solche ziele die einfach unerreichbar und vor allem gar nicht notwendig sind! ich frage mich immer was ich eigentlich will und selbst darauf habe ich keine antwort ... ich weis nur das ich ne andere sucht als gegensucht brauche... ich brauche etwas das mich sowas von begeistert das ich das doofe essen einfach vergessen kann ... damit ich vor allem wieder etwas schmecken kann ... das schlimmste an der ganzen sache ist das es dir irgendwann mal egal werden kann was du isst hauptsache rein und wieder raus ... und da kommt man wirklich auf die kreativsten ideen... was eher negativ als positiv ist ... solange du die kraft hast solltest du dir schnellstmöglich etwas suchen das dich verwirklicht ... irgendwas das du von herzen so gerne tust wie essen ... und ich meine bei mir essen zu überbieten ist fast unmöglich... da ich schon als kind verfressen war ... übergewichtig ... jetzt passe ich in die gesellschaft aber nicht mehr zu meinem ich :/

weist du was es ist das erste mal das ich so meine gefühle anvertraue und es tut mir grad wahnsinnig gut. ( nur so nebenbei) vielleicht sollten wir uns wirklich alle hier mal vor augen führen was wir durch unser verhalten uns selbst antun... vor allem welche auswirkungen es für die zukunft hat...

ich meine wer macht das das ganze leben mit einem mit ... ständig geld fürs essen ausgeben immer in sorge leben das die betroffene person an etwas sterben könnte... mit einer person zusammen leben die in diesen momenten nichtmal sie selbst ist ... die anschließend nichtmal kraft hat auf die eigene beine zu stehen ... die nur noch schlafen und fressen will die immer mehr an gesellschaft verliert die immer mehr lügt ... die immer mehr sich selbst fremd wird ... für die das leben nicht mehr existiert nur noch der naturinstinkt zu überleben? es ist fatal

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8. April 2013 um 22:12
In Antwort auf carmen_12343800

Halleluljah!
Liebe lusesita,

ich bin von deinem Eintrag total berührt! Ich könnte darüber heulen, dass es dir so schlecht und darüber, dass es bei mir vielleicht auch irgendwann zu stark sein wird!
Weißt du, du brauchst nicht als ein Versager fühlen... sieh mal zurück was du geschafft hast. Du hast es geschafft, trotz deiner Krankheit deine Prüfung zu schaffen, obwohl du am Ende mit deinen Kräften warst... Das schafft nicht jeder!
Hast du deinen Freund immer noch?
Es ist so lächerlich, dass Essen unser Leben bestimmt. Weil im Prinzip haben wir doch Menschen die uns helfen oder? Ich meine deine Mutter kümmert sich um dich... du hast sicherlich auch Freunde. Und ich habe dazu auch noch mein Hobby reiten, aber wieso kann mich all dies nicht mehr so sehr erfüllen wie vorher? Warum kann nur Essen mich erfüllen, obwohl dies noch nicht mal stimmt. Danach bin ich auch nich glücklicher als vorher... im Prinzip macht mich im Moment gar nichts glücklich. Ich habe das Gefühl, dass ich in so einem tiefen Loch sitze! Und dieses Loch ist so tief, dass ich kein Licht von oben sehe... WO IST DAS LICHT?
Im Prinzip bräuchte ich jemanden der mich 24 Stunden lang bewacht... aber dann würde ich womöglich durchdrehen, weil ich dann gar nicht mehr die Möglichkeit hätte je zu essen.
Diese Wut über alles und jeden habe ich auch. Diese Wut ist so unheimlich groß und diese Ungerechtigkeit. Wieso trifft es gerade mich? WIESO? Und wieso konnte es soweit kommen...
Ich habe Angst vor meiner Zukunft. So sehr...

Hab keine angst
Die Zukunft kann sehr schön werden und du kannst es achaffen aus dieser Sucht raus zu kommen.
Wenn ich damals schon so weit gewesen wäre wie ihr, hätte ich es vuel früher geschafft der Bulemie zu entfliehen.

Aber es gibt eine Zukunft, eine sehr schòne sogar in der man sich keine Gedanken mehr ums Essen macht.

Ich bin gesund, mittlerweile, und möchte euch allen Hoffnung machen.

Ich schreibe ab und an hier im Forum falls ich euch irgendwie helfen kann, dann hätte meine Vergangenheit vielleicht sogar einen Sinn.

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8. April 2013 um 22:53
In Antwort auf oprah_12327525

Hab keine angst
Die Zukunft kann sehr schön werden und du kannst es achaffen aus dieser Sucht raus zu kommen.
Wenn ich damals schon so weit gewesen wäre wie ihr, hätte ich es vuel früher geschafft der Bulemie zu entfliehen.

Aber es gibt eine Zukunft, eine sehr schòne sogar in der man sich keine Gedanken mehr ums Essen macht.

Ich bin gesund, mittlerweile, und möchte euch allen Hoffnung machen.

Ich schreibe ab und an hier im Forum falls ich euch irgendwie helfen kann, dann hätte meine Vergangenheit vielleicht sogar einen Sinn.

Wie?
Heidiklara, wie hast du es geschafft gesund zu werden? WIE? Ich will es auch!! Ich will nicht mehr so weiter leben... ich mache mich selber kaputt. Irgendwann werde ich seelisch so sehr kaputt sein, dass ich gar nichts mehr machen kann. Ich bin ja jetzt schon völlig fertig mit der Welt!
Im Moment stehe ich vor der Entscheidung, ob ich meinem Freund nun von meiner Krankheit erzählen soll oder nicht... ich fühle mich auf irgendeine Weise verpflichtet ihm zu sagen, was mit mir los ist. Aber ich habe Angst vor seiner Reaktion. Ich habe Angst, dass ich dann etwas zwischen uns verändert und dass er vielleicht selbst nicht damit klar kommt. Ich schäme mich so für meine Krankheit, dass ich es noch nicht mal meiner allerbesten Freundin gesagt habe!!! Oh Gott, dieser Scharm ist so so groß... und ich habe Angst, dass wenn ich es Leuten erzähle, diese mich beim Essen beobachten oder mich jeden Tag fragen, hast du es heute geschafft nicht zu kotzen? Und dann lüge ich sie womöglich an und sagen "Ja, ich habe es geschafft..." und in echt weiß dann kein Mensch wie es eigentlich um mich steht und wie zerrissen ich mich innerlich einfach fühle! Was soll ich tun? Schweigen oder den Engsten die Wahrheit sagen?

Bei mir ist es gerade auch das erste Mal, dass ich meine Gefühle und Gedanken los werde und es tut mir auch gut... dabei merke ich selbst wie sehr mich das alles belastet. Jedes Mal fange ich an zu weinen, wenn ich meine Beiträge schreibe und sonst verdränge ich all diese Gefühle immer und lasse sie nur ganz selten in Heulattacken wenn gerade niemand da ist... Meine Seele muss wirklich so verletzt sein. Und ich bin Schuld!

Ich bin so sauer. Ich bin sauer, weil ich Essen ausnutze, während 10000 Menschen auf dieser Welt hungern... Das ist nicht fair! Das ganze Leben ist nicht fair!!
Und irgendwann werde ich gar kein Geld mehr haben mir Essen zu kaufen, sollte sich meine Krankheit noch weiter verschlimmern.. bisher steigert sie sich und steigert sie sich und es ist kein Ende in Sicht!!

Bitte gib uns Tipps, heidiklara!!

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9. April 2013 um 7:35
In Antwort auf oprah_12327525

Hab keine angst
Die Zukunft kann sehr schön werden und du kannst es achaffen aus dieser Sucht raus zu kommen.
Wenn ich damals schon so weit gewesen wäre wie ihr, hätte ich es vuel früher geschafft der Bulemie zu entfliehen.

Aber es gibt eine Zukunft, eine sehr schòne sogar in der man sich keine Gedanken mehr ums Essen macht.

Ich bin gesund, mittlerweile, und möchte euch allen Hoffnung machen.

Ich schreibe ab und an hier im Forum falls ich euch irgendwie helfen kann, dann hätte meine Vergangenheit vielleicht sogar einen Sinn.

Angst
Bitte schreib uns deinen losungsweg will da auch raus auch wenn ich darin so tief sitze

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9. April 2013 um 7:50
In Antwort auf carmen_12343800

Wie?
Heidiklara, wie hast du es geschafft gesund zu werden? WIE? Ich will es auch!! Ich will nicht mehr so weiter leben... ich mache mich selber kaputt. Irgendwann werde ich seelisch so sehr kaputt sein, dass ich gar nichts mehr machen kann. Ich bin ja jetzt schon völlig fertig mit der Welt!
Im Moment stehe ich vor der Entscheidung, ob ich meinem Freund nun von meiner Krankheit erzählen soll oder nicht... ich fühle mich auf irgendeine Weise verpflichtet ihm zu sagen, was mit mir los ist. Aber ich habe Angst vor seiner Reaktion. Ich habe Angst, dass ich dann etwas zwischen uns verändert und dass er vielleicht selbst nicht damit klar kommt. Ich schäme mich so für meine Krankheit, dass ich es noch nicht mal meiner allerbesten Freundin gesagt habe!!! Oh Gott, dieser Scharm ist so so groß... und ich habe Angst, dass wenn ich es Leuten erzähle, diese mich beim Essen beobachten oder mich jeden Tag fragen, hast du es heute geschafft nicht zu kotzen? Und dann lüge ich sie womöglich an und sagen "Ja, ich habe es geschafft..." und in echt weiß dann kein Mensch wie es eigentlich um mich steht und wie zerrissen ich mich innerlich einfach fühle! Was soll ich tun? Schweigen oder den Engsten die Wahrheit sagen?

Bei mir ist es gerade auch das erste Mal, dass ich meine Gefühle und Gedanken los werde und es tut mir auch gut... dabei merke ich selbst wie sehr mich das alles belastet. Jedes Mal fange ich an zu weinen, wenn ich meine Beiträge schreibe und sonst verdränge ich all diese Gefühle immer und lasse sie nur ganz selten in Heulattacken wenn gerade niemand da ist... Meine Seele muss wirklich so verletzt sein. Und ich bin Schuld!

Ich bin so sauer. Ich bin sauer, weil ich Essen ausnutze, während 10000 Menschen auf dieser Welt hungern... Das ist nicht fair! Das ganze Leben ist nicht fair!!
Und irgendwann werde ich gar kein Geld mehr haben mir Essen zu kaufen, sollte sich meine Krankheit noch weiter verschlimmern.. bisher steigert sie sich und steigert sie sich und es ist kein Ende in Sicht!!

Bitte gib uns Tipps, heidiklara!!

Exact
So ging es mur. Diese Gefühle, diese Scham... Ich fühltr genau wie du.
Ich versuche euch meinen Weg zu beschreiben, ob es aber auch euer Weg sein kann weiss ich nicht.

Muss jetzt in die Arbeit, werde euch später schreiben!

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9. April 2013 um 12:31

Den Lösungsweg
kann ich euch nicht sagen, denn ich glaub, der ist von Person zu Person verschieden.
Ich hatte über 20 Jahre lang Bulimie, es fing so ca. mit 15 an. Ich war, wie viele von euch, einfach etwas stärker als die anderen in meiner Klasse. Vielleicht kam ich auch einfach früher in die Pubertät und verstand deshalb nicht was gerade mit meinem Körper passiert. Die anderen Mädels waren noch gross und dünn während ich klein war und Formen bekam.
Am meisten litt ich unter meinen Brüsten, die für meine Grösse (ich bin 1.60) zu der Zeit auch schon zu gross waren (zumindest fühlte ich das so) und es reichten einige Kommentare, u.a. von meiner Mutter, und ich wollte meinen Körper so nicht mehr akzeptieren.
Ich fing also mit Diäten an, konnte aber oftmals nicht widerstehen und ass Süsses. Irgendwann sah ich einen Film über ein Mädchen, das an Bulimie litt und -obwohl der Film sicherlich das Gegenteil bewirken sollte- brachte er mich dazu, mich das erste Mal zu übergeben.

So fing alles an. Ich erbrach mich immer öfter und nahm irgendwann, sehr langsam jedoch, auch ab.
Mit der Zeit wurde mein Körper auch immer schöner (zumindest in meinen Augen) und somit akzeptierte ich einfach die Tatsache, dass ich für diesen Körper erbrechen musste. Ich hatte zwar auch Angst vor Nebenwirkungen, erlernte jedoch in all den Jahren dies alles zu ignorieren. Mein Leben bestand somit aus Diäten und wenn diese nicht funktionierten, aus erbrechen. Meine Mutter war die einzige, die in den Anfängen meiner Krankheit Verdacht schoepfte und mich darauf ansprach. Jedoch hatte ich während meiner Pubertät ein sehr schwieriges Verhaeltnis zu ihr und umgekehrt und statt sich um mich zu kuemmern, machte sie mir Schuldvorwuerfe, was fuer einen Essgestoerten das Schlimmste ist.
Es gab auch nur ein einziges Mal eine Art Gespraech, Monate spaeter nochmal ein verletzender Satz zu diesem Thema und das war es. Nie wieder nur ein Wort.
Jahre spaeter, jahrzehnte spaeter, als ich mein erstes Kind geboren hatte wollte ich dieses Thema wieder ansprechen (damals war ich jedoch noch immer Bulimikerin). Jedoch wollte sie davon nichts wissen und blockte ab.

Naja, die Jahre vergingen und wenn es damals ein Forum oder ähnliches gegeben hätte, hätte ich den Absprung vielleicht früher geschafft, obwohl es sicherlich schwierig gewesen wäre, denn ich hab meine krankheit bewusst ignoriert und jegliches Thema über Esstörungen, Bulimie oder Magersucht vermieden.

Ich hatte mittlerweile einen tollen Körper (dachte ich). Ich freute mich über jede Rippe, die ich erkennen konnte, hervorstehende Hüftknochen waren in der Lage mir einen tollen tag zu bescheren. Hatte ich jedoch 300 Gramm mehr auf der Waage ging es mir schlecht, und so langsam fing es mit den Depressionen an.

Mittlerweile hatte ich sogar mein Studium geschafft, obwohl ich mich auch jetzt nicht gern an diese Zeit zurückerinnere. In meinem Kopf ging es damals nicht um mein Studium sondern um Nahrungsbeschaffung, damit, dass es niemand merkt, und um meinen Körper.

In dieser Zeit lernte ich meinen Mann kennen (der bis heute nichts von meiner Vergangenheit weiss). Ich verliebte mich in ihn und da er in einem anderen Land lebte ueberlegte ich nicht lange und zog dort hin. Ich bekam auch sofort einen tollen Job, war irgendwie ein Glueckskind - fuer alle anderen, denn mich verfolgte noch immer dieser Schatten.

Nach weiteren jahren wurde ich schwanger, und sogar in dieser Zeit konnte ich das Uebergeben nicht lassen. Ich bekam ein zweites Kind...

Und dann kam die Wende. Ich merkte mit der Zeit, dass meine Seele zerstört war. Ich hatte keine Geduld mit meinen Kindern, jegliches Kindergeheule machte mich fertig. Ich versuchte zu fliehen. gab die beiden sehr frueh in die Krippe und wollte in mein altes Leben zurueck. Arbeit, Essen, uebergeben... jedoch hatte ich die beiden und irgendwie merkte ich, dass es so nicht mehr weiter ging. Sie brauchten mich, eine Mutter, die ein Vorbild für beide sei, die ihnen zuhoeren kann, fuer sie da ist, egal ob der Po groesser ist als der der Nachbarin.

Ich hatte keine Nerven mehr, mir wurde alles zu viel, ich konnte nicht mehr. Und dann, von einem Tag auf den anderen fing ich an, mich nicht mehr zu uebergeben.

Am Anfang tat mir der Bauch unheimlich weh, ich konnte mich nicht bewegen, fand mich traege und haesslich.
Es geht auch nicht von heute auf morgen, es braucht seine Zeit und ich brauchte so ca. ein Jahr bis es mir seelisch gut ging. Aber jeder Tag mehr ist ein Gewinn und Stück für Stück entfernt man sich von der Bulimie und diesem Körper, den man damals angestrebt hat.

Ich wiege mittlerweile vielleicht 5 Kilo mehr als damals, bin aber noch immer schlank, niemand würde mich anders bezeichnen. Ich sehe Bilder von damals und weiss, dass ich mich auch in meinen duessten Zeiten als moppelig empfunden habe. Jetzt sehe ich aber, wie duenn ich damals war.

Ich bin zu einer normalen Frau "mutiert" und esse wie all die anderen nicht essgestoerten frauen. Liebe das Essen, kann alles geniessen.

Ihr seht, es gibt keinen Weg, der Weg ist nur der Wille und wartet bitte nicht zu lange. Koerperlich musste ich unter meiner Krankheit leiden. Ich habe 2 Zaehne verloren und leider auch meine Haare. Ich stehe kurz vor einer Haartransplantation.

Erschreckend war fuer mich die Tatsache, dass ich damals lieber gestorben waere als 50 Kilo mehr zu wiegen. Mittlwerweile wuerde ich gerne 50 Kilo mehr haben, dafuer aber auch meine haare wieder zurueckbekommen. Ich bin trotzdem nicht deprimiert, sondern kann mein Leben lieben. Ich freue mich, wenn die Sonne scheint, wenn meine Kinder und mein mann sagen, dass sie mich lieben.

Meiner Tochter geb ich auf den Weg, sich zu lieben, das ist das Wichtigste auf der Welt. Alles andere funktioniert von selbst. Sie meint dann nur immer:

Mama, ich find mich toll, und dich auch"

Was gibt es schoeneres ? :--)

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9. April 2013 um 13:58

Hy
Ich kann sehr sehr gut nachvollziehen wie du dich im Moment fühlst. Meine Gedanken drehen sich auch fast den ganzen Tag nur um das Thema Essen. Als wenn es echt nichts wichtigeres gibt als Essen. Bei mir könnte alles so schön sein, doch das is es ganz und gar nich. Ich habe Arbeit wo ich gerne hingehe wo mich auch alle mögen und ich mit keinem Probleme habe, mit meiner Familie is schon alles klar, ich hab nen total lieben Freund der mich über alles liebt und auch mit seiner Familie komm ich super klar. Was will ich mehr?
Das einzige Problem bin ich. Kein Selbstbewusstsein, ich glaube nicht an das was ich kann, ich fühl mich unwohl, obwohl ich laut Meinung der Anderen die perfekte Figur habe, und so weiter und sofort.

Also ich kann dir nur eins raten, da du noch nicht so lange drine hängst, mach eine Therapie und versuche von weg zu kommen. Denn je länger du die ES hast desto schwieriger wird es von loszukommen. Du musst es natürlich auch wollen.
Ich bereue es das ich so viel Zeit damit verschwendet habe, inzwischen sind es über elf Jahre. Und es wird immer schwierige von loszukommen. Also bei mir is es inzwischen nämlich auch so das es halt schon Gewohnheit ist, quasi mit zu mir gehört.
Man hat das Gefühl es ist wie eine Freundin die halt immer da ist wenn man sie braucht oder wenn es einen schlecht geht. Doch ich weiß das das eigentlich nicht richtig ist, denn dadurch mach ich mich nur selber kaputt.

Was findest du denn genau so lächerlich an einer Therapie? Hattest du denn Vertrauen zu der Therapeutin oder eher nicht? Denn das ist sehr wichtig, sonst brauchst du da nicht hingehen. Also mir hilft es total wenn ich mit jemanden über meine ganzen Sorgen und Ängste und das alles sprechen kann. Denn auch nur durch das reden kann man heraus finden wieso man so drane hängt, warum man nicht von der ES loslassen kann und alles.
Ich war schon sehr oft in Therapie, ob ambulant oder stationär. Für die Zeit hat es auch immer sehr geholfen, doch irgendwann hat sich das ganze wieder eingeschlichen, dann war die Stimme der Es und die Sehnsucht nach dem Essen wieder einfach zu groß und natürlich die Angst vorm zunehmen,

Deine Angst um den Körper kann ich teilweise nachvollziehen. Das einzige was mich total belastet sind meine Zähne, die sehen inzwischen echt nich mehr schön aus. Was mit dem rest aus meinem Körper passiert ist mir irgendwie doch meistens egal. Ich weiß das das auch nciht ganz normal ist.

Ich denke erstmal solltest du dir wirklich bewusst werden was du möchtest. Ein Leben mit der ES, wo du dich und dein Leben kaputt machst, wo sich deine Familie und Freunde lauter Sorgen um dich machen.
Oder willst du ein Leben ohne die ES, wo du glücklich bist du Spaß hast, freier bist, Kraft hast und dich auf die schönen Sachen im Leben konzentrieren kannst.

ich hoffe der Text war jetzt nich zu lang. Aber ich könnte noch viel mehr erzählen, durch die ganzen Jahre hat man so viele Erfahrungen gesammelt.

LG

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9. April 2013 um 15:15

Mein essen
War das selbe, wie das meiner Kinder. Ich habe genau so viel gegessen, wie sie auch.
Wenn es erst einmal in deinem Kopf "klick" gemacht hat, dann geht es.

Vorallem du, da du ja selbst Kinder hast , müsstest dein Essverhalten in den Griff bekommen. Ich glaube, dass meine Mutter auch eine Essstörung hatte bzw. Hat. Kinder lernen durch ihre Eltern und du musst deinen Kindern als Beispiel vorangehen.

Iss mit ihnen! Und wenn dir dein Bauch danach schmerzt, leg dich mit ner Wärmflasche aufs Sofa. Wenn du durchhältst gehts dirinnerhalb von Tagen Stück für Stück besser!!!!

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9. April 2013 um 21:22
In Antwort auf oprah_12327525

Mein essen
War das selbe, wie das meiner Kinder. Ich habe genau so viel gegessen, wie sie auch.
Wenn es erst einmal in deinem Kopf "klick" gemacht hat, dann geht es.

Vorallem du, da du ja selbst Kinder hast , müsstest dein Essverhalten in den Griff bekommen. Ich glaube, dass meine Mutter auch eine Essstörung hatte bzw. Hat. Kinder lernen durch ihre Eltern und du musst deinen Kindern als Beispiel vorangehen.

Iss mit ihnen! Und wenn dir dein Bauch danach schmerzt, leg dich mit ner Wärmflasche aufs Sofa. Wenn du durchhältst gehts dirinnerhalb von Tagen Stück für Stück besser!!!!

...
Ja das mit der Wärmflasche kenn ich. Ich muss mir nach dem Essen auch immer eine auf den Bauch legen damit ich das Völlegefühl besser aushalten kann.

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10. April 2013 um 14:52

Bulimie - Ein Ende in Sicht!
Liebe Kati,

ich finde es ganz toll dass Du den ersten Schritt zu deiner Heilung gemacht hast und Dich hier angemeldet hast.
Dein Problem hast Du schon selber erkannt. Ich gehe ja auch davon aus, dass Du dich mit Deinem Problem bereits gut auseinander gesetzt hast. Nun, schreibst Du, dass Du eine Psychotherapie "lächerlich" findest...Diese Haltung kann ich vollkommen nachvollziehen. Es bedarf viel Mut, Geduld und Stärke sich einer fremden Person anzuvertrauen und ihr Deine "peinlichen" Seiten zu zeigen. An dieser Stelle muss ich Dir sagen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, die Erkrankung zu bekämpfen, außer dass man sich in eine Therapie begibt. Du bist ganz bestimmt nicht die Einzige, die dieses Problem hat. Es gibt viele junge Frauen, die das Gleich durchmachen wie Du. Die Erfolgsaussichten einer solchen Behandlung sind sehr gut, auch wenn der Weg dahin nicht ganz einfach ist.
Zu deinen Befürchtungen was die körperlichen Folgen deines häufigen Erbrechens angeht: All das kann tatsächlich auftreten aber nach einer längeren Zeit.
Deine Probleme haben nichts mit der Willensschwäche zu tun, sondern sind eher ein Ausdruck vom Stress und einer neu entstandenen "Gewohnheit" zu essen und danach zu Erbrechen. Schritt für Schritt kann man diese "Gewohnheit" los werden und zur Normalität zurückkehren, aber, wohl gemerkt, in Begleitung eines Therapeuten oder einer Therapeutin.
Und Du brauchst überhaupt keine Angst davor zu haben

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen und wünsche Dir alles Gute!

Irina

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18. April 2013 um 23:10
In Antwort auf idelle_12266450

Bulimie - Ein Ende in Sicht!
Liebe Kati,

ich finde es ganz toll dass Du den ersten Schritt zu deiner Heilung gemacht hast und Dich hier angemeldet hast.
Dein Problem hast Du schon selber erkannt. Ich gehe ja auch davon aus, dass Du dich mit Deinem Problem bereits gut auseinander gesetzt hast. Nun, schreibst Du, dass Du eine Psychotherapie "lächerlich" findest...Diese Haltung kann ich vollkommen nachvollziehen. Es bedarf viel Mut, Geduld und Stärke sich einer fremden Person anzuvertrauen und ihr Deine "peinlichen" Seiten zu zeigen. An dieser Stelle muss ich Dir sagen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, die Erkrankung zu bekämpfen, außer dass man sich in eine Therapie begibt. Du bist ganz bestimmt nicht die Einzige, die dieses Problem hat. Es gibt viele junge Frauen, die das Gleich durchmachen wie Du. Die Erfolgsaussichten einer solchen Behandlung sind sehr gut, auch wenn der Weg dahin nicht ganz einfach ist.
Zu deinen Befürchtungen was die körperlichen Folgen deines häufigen Erbrechens angeht: All das kann tatsächlich auftreten aber nach einer längeren Zeit.
Deine Probleme haben nichts mit der Willensschwäche zu tun, sondern sind eher ein Ausdruck vom Stress und einer neu entstandenen "Gewohnheit" zu essen und danach zu Erbrechen. Schritt für Schritt kann man diese "Gewohnheit" los werden und zur Normalität zurückkehren, aber, wohl gemerkt, in Begleitung eines Therapeuten oder einer Therapeutin.
Und Du brauchst überhaupt keine Angst davor zu haben

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen und wünsche Dir alles Gute!

Irina

Hey
Für mich ist die Therapie eine Überwindung, weil ich dies als einen Triumph meiner Krankheit ansehe und eine Niederlage meinerseits. Vorher konnte ich meine Probleme immer alleine lösen und hatte die Kontrolle über mich selbst und konnte auf eigenen Beinen stehen! Das ich jetzt plötzlich abhängig von etwas bin, was ich vorher nie war, macht es ja schon schlimm genug, aber dass ich da noch nicht mal mehr selber heraus komme und auch noch Hilfe brauche, macht es noch 1000 mal schlimmer. Für mich ist es einfach peinlich über die Wahrheit zu reden. Mit der Wahrheit meine ich, wie meine Krankheit wirklich aussieht. Wie oft ich mich übergebe, meine Gedanken und was ich esse und vorallendingen wie viel!! Das ist alles so peinlich, dass ich nicht weiß, wie ich darüber mit einem Therapeuten reden soll!! Wisst ihr was ich meine?
Außerdem habe ich eine solche Angst zuzunehmen... ich hätte kein Problem ein bisschen obenrum zuzunehmen und an meinen Schultern und Rücken, meine Problemzone ist mein Bauch!! Das war ein mit-Grund warum sich meine krankheit entwickelt hat... ich hasse meinen Bauch, weil sich dort alle meine Fettdepots speichern

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18. April 2013 um 23:11
In Antwort auf bilge_12343543

Hy
Ich kann sehr sehr gut nachvollziehen wie du dich im Moment fühlst. Meine Gedanken drehen sich auch fast den ganzen Tag nur um das Thema Essen. Als wenn es echt nichts wichtigeres gibt als Essen. Bei mir könnte alles so schön sein, doch das is es ganz und gar nich. Ich habe Arbeit wo ich gerne hingehe wo mich auch alle mögen und ich mit keinem Probleme habe, mit meiner Familie is schon alles klar, ich hab nen total lieben Freund der mich über alles liebt und auch mit seiner Familie komm ich super klar. Was will ich mehr?
Das einzige Problem bin ich. Kein Selbstbewusstsein, ich glaube nicht an das was ich kann, ich fühl mich unwohl, obwohl ich laut Meinung der Anderen die perfekte Figur habe, und so weiter und sofort.

Also ich kann dir nur eins raten, da du noch nicht so lange drine hängst, mach eine Therapie und versuche von weg zu kommen. Denn je länger du die ES hast desto schwieriger wird es von loszukommen. Du musst es natürlich auch wollen.
Ich bereue es das ich so viel Zeit damit verschwendet habe, inzwischen sind es über elf Jahre. Und es wird immer schwierige von loszukommen. Also bei mir is es inzwischen nämlich auch so das es halt schon Gewohnheit ist, quasi mit zu mir gehört.
Man hat das Gefühl es ist wie eine Freundin die halt immer da ist wenn man sie braucht oder wenn es einen schlecht geht. Doch ich weiß das das eigentlich nicht richtig ist, denn dadurch mach ich mich nur selber kaputt.

Was findest du denn genau so lächerlich an einer Therapie? Hattest du denn Vertrauen zu der Therapeutin oder eher nicht? Denn das ist sehr wichtig, sonst brauchst du da nicht hingehen. Also mir hilft es total wenn ich mit jemanden über meine ganzen Sorgen und Ängste und das alles sprechen kann. Denn auch nur durch das reden kann man heraus finden wieso man so drane hängt, warum man nicht von der ES loslassen kann und alles.
Ich war schon sehr oft in Therapie, ob ambulant oder stationär. Für die Zeit hat es auch immer sehr geholfen, doch irgendwann hat sich das ganze wieder eingeschlichen, dann war die Stimme der Es und die Sehnsucht nach dem Essen wieder einfach zu groß und natürlich die Angst vorm zunehmen,

Deine Angst um den Körper kann ich teilweise nachvollziehen. Das einzige was mich total belastet sind meine Zähne, die sehen inzwischen echt nich mehr schön aus. Was mit dem rest aus meinem Körper passiert ist mir irgendwie doch meistens egal. Ich weiß das das auch nciht ganz normal ist.

Ich denke erstmal solltest du dir wirklich bewusst werden was du möchtest. Ein Leben mit der ES, wo du dich und dein Leben kaputt machst, wo sich deine Familie und Freunde lauter Sorgen um dich machen.
Oder willst du ein Leben ohne die ES, wo du glücklich bist du Spaß hast, freier bist, Kraft hast und dich auf die schönen Sachen im Leben konzentrieren kannst.

ich hoffe der Text war jetzt nich zu lang. Aber ich könnte noch viel mehr erzählen, durch die ganzen Jahre hat man so viele Erfahrungen gesammelt.

LG

Wo ist der Sinn?
Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, wie es möglich sein soll, an was anderes zu denken als Essen!!! Das ist so krank und ich verstehe ja selbst nicht mehr, was an Essen so toll ist und trotzdem stopfe ich es in mich hinein!! Wo ist der Sinn?

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18. April 2013 um 23:42
In Antwort auf carmen_12343800

Wo ist der Sinn?
Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, wie es möglich sein soll, an was anderes zu denken als Essen!!! Das ist so krank und ich verstehe ja selbst nicht mehr, was an Essen so toll ist und trotzdem stopfe ich es in mich hinein!! Wo ist der Sinn?

Gute Frage
die ich mir leider auch nicht beantworten kann
Jahrelang stopf ich mir das Zeug jetzt schon rein und kann trotzdem noch nicht ohne Leben. Das is echt krank. Und dabei gibt es so viele schöne Dinge im Leben und man selber macht sich so kaputt, das man das Leben gar nicht richtig genießen kann.

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