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Bulimie in der Beziehung

23. April 2013 um 21:32 Letzte Antwort: 25. April 2013 um 9:14

Kennt das jemand?
Ich habe Bulimie und bin seit ca. 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir wohnen nicht zusammen, führen eine Wochenendbeziehung. So konnte ich bisher meine Bulimie unter der Woche natürlich "frei" ausleben. Wenn ich mit meinem Freund zusammen bin erbreche ich nicht!! Esse aber dann immer viel zu wenig sodass ich schon aufpassen muss nicht abzunehmen ;(
Manchmal merke ich, wie ich mich schon fast wieder drauf "freue" alleine zu sein..wie ich mich dann fast schon "freue" wenn er Sonntags abends geht. Obwohl ich ihn doch so lieb hab und andererseits wenn er weg ist, mich oft nach ihm sehne...wenn er da ist bin ich auch manchmal so launisch..und ich weiß manchmal nicht ob es daran liegt, weil ich einfach dann immer zu wenig esse oder ob es doch an IHM liegt? Bzw. daan dass wir doch nicht so passen / er doch nicht der Richtige ist? Dann stören mich oft schon Kleinigkeiten an ihm...und leider gehe ich dann auch oft auf Distanz, kann irgendwie keine Nähe an mich ranlassen...vielleicht ist das aber doch einfach die verdammte Essstörung? die sich ja doch auch schon oft genug negativ meine Laune ausgewirkt hat und ich mich oft abgegrenzt hab...ich fühl mich dann aber danach immr so schlecht, er kann doch nix dafür ;( er weiß über meine Essstörung, aber wie soll ich ihm das erklären?
Ich weiß manchmal einfach nicht wie ich das alles deuten soll...
hat jemand diesbezüglich Erfahrungen? Hat schonmal ähnmliches erlebt / gefühlt?

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24. April 2013 um 8:10

Kenn ich
Ich bin mit meinem Freund jetzt fast drei Jahre zusammen und wir wohnen auch zusammen, was ziemlich schnell bei uns ging. Am Anfang war es so das wenn ich bei mir war Sehnsucht nach ihm hatte und unbedingt zu ihm wollte. Doch wenn ich dann eine Zeit bei ihm war trete sich in meinem Kopf alles nur ums essen, ich hab mir dann irgendeine Ausrede einfallen lassen das ich nach Hause muss, damit ich essen kann.
Jetze geht das ja natürlich nich mehr. Jetz is es oft so das ich mich freue, oder is es meine kranke Seite?, wenn ich weiß das er nich da is, sondern irgendwo nen Termin hat oder Arbeiten is. Diese Momente nutz ich dann immer, obwohl ich weiß das das krank is.
Er wusste von Anfang an das ich ein Problem mit dem essen habe, aber nie so genau drüber bescheid. Ich kann auch heute nur teilweise mit ihm drüber reden, weil ich halt oft denke er versteht mich eh nich wieso es mir so geht und dann brauch ich ihm das auch nich erzählen. Ich war jetz in der Zeit auch schon zweimal in der Klinik und das war schon ne schwere Zeit wenn man sich 10 Wochen nich sieht, außer wenn er mich besuchen kam.
Aber ich merk auch das sich die ES oft auf meine Laune auswirkt, obwohl ich das gar nich will und mir hinterher auch Leid tut. Mich stören dann auch schon die kleinsten Dinge an ihm was mir früher total egal war.
Manchmal hält er mir das dann auch vor, was mich dann auch kränkt. Also ich merk das das schon ne ziemliche Belastung auch für die Beziehung is.
Wenn es auch nach ihm gehe könnte ich locker zehn Kilo mehr haben, bin im UG. Und er hätte natürlich schon gerne auch was zum anfasen wie man das so schön sagt.
Was für mich zur Zeit noch unvorstellbar is.
Könntest du dir denn in der momentanen Situation vorstellen mit ihm zusammen zu wohnen oder eher nich?
Also bei mir wurde es dadurch auch bisschen besser das ich mich erstens nich mehr nur den ganzen Tag noch mit essen beschäftige und zweitens auch nich mehr diese riesen fressattacken habe.
Wie lange hast du denn deine ES schon ?

LG



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24. April 2013 um 11:37

Also
Bin schon seit knapp 2,5 Jahren mit meinem Freund zusammen und ich hab ihm von meinem Essproblem nach 2-3 Monaten erzählt.
Warum wollt ihr es eurem Freund nicht sagen?
Er wird froh sein, wenn er weiß, was mit euch los ist (klar, er wird sich auch Sorgen machen, aber da ist ja wohl verständlich).
Mein Freund hat mir dann auch wirklich geholfen, wo er nur konnte (auch wenn es manchmal schwer war).
Zudem war es für mich eine ziemlich gute "Therapie", ihm davon zu erzählen (eigentlich bin ich magersüchtig, habe aber in dieser Zeit das bisschen Essen, was ich zu mir genommen habe, wieder erbrochen), weil man sich total schämt und merkt, dass das Erbrechen ekelhaft und unsinnig ist. Das hat mir dann auch nochmal den Anstoß gegeben, damit aufzuhören.

Also: Wollt ihr nicht lieber reinen Tisch mit euren Freunden machen?

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24. April 2013 um 15:13

..
Vielen Dank für Eure Beiträge...
ich versuche schon ab und zu mit ihm zu reden, wenn es mir gerade schlecht geht und ihm das zu erklären. Aber das ist echt schwer..zumal er es trotzdem ost auf sich bezieht und denkt ER wäre der Grund, auch wenn ich ihm sage, dass es nicht so ist.
Ich kann allerdings zustimmen, es ist wirklich besser man redet offen darüber. Zumindest wenn ihr es ernst meint mit eurem Freund. Irgendwann muss man so oder so drüber reden, denke ich...
Bei mir steht auch ein Klinikaufenthalt an und ich hab echt Angst davor, wenn man sich so lange nicht sieht. Dazu kommt noch dass mein Freund unter Verlustängsten leidet..er hat sowieso schon immer Angst mich zu verlieren und wenn ich dann noch abweisend bin oder ihn (auch körperlich) nicht so ranlasse, dann kommen bei ihm sofort Ängste und Selbstzweifel auf. Aber das Schlimme ist, dass ich die Nähe dann auch wirklich nicht zulassen KANN, es geht dann einfach nicht und wenn wäre es gespielt. Und das "genervt" sein kenne ich zu gut, hasse mich dann oft selbst dafür, aber es ist einfach irgendwie stärker. Und manchmal fange ich dann sogar an selbst an meiner Liebe zu zweifeln...;(
Zusammen wohnen kann ich mir kaum vorstellen..manchmal male ich mir aus wie schön es wäre, OHNE Essstörung. Aber mit...habe ich einfach Angst dass ich dann total abnehmen würde, dass ich ständig schlecht gelaunt wäre und/oder dann doch auch in seiner "Anwesenheit" erbrechen würde...wie war es für dich am Anfang als ihr zusammengezogen seid?

LG!!

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24. April 2013 um 19:18
In Antwort auf ethne_12118376

..
Vielen Dank für Eure Beiträge...
ich versuche schon ab und zu mit ihm zu reden, wenn es mir gerade schlecht geht und ihm das zu erklären. Aber das ist echt schwer..zumal er es trotzdem ost auf sich bezieht und denkt ER wäre der Grund, auch wenn ich ihm sage, dass es nicht so ist.
Ich kann allerdings zustimmen, es ist wirklich besser man redet offen darüber. Zumindest wenn ihr es ernst meint mit eurem Freund. Irgendwann muss man so oder so drüber reden, denke ich...
Bei mir steht auch ein Klinikaufenthalt an und ich hab echt Angst davor, wenn man sich so lange nicht sieht. Dazu kommt noch dass mein Freund unter Verlustängsten leidet..er hat sowieso schon immer Angst mich zu verlieren und wenn ich dann noch abweisend bin oder ihn (auch körperlich) nicht so ranlasse, dann kommen bei ihm sofort Ängste und Selbstzweifel auf. Aber das Schlimme ist, dass ich die Nähe dann auch wirklich nicht zulassen KANN, es geht dann einfach nicht und wenn wäre es gespielt. Und das "genervt" sein kenne ich zu gut, hasse mich dann oft selbst dafür, aber es ist einfach irgendwie stärker. Und manchmal fange ich dann sogar an selbst an meiner Liebe zu zweifeln...;(
Zusammen wohnen kann ich mir kaum vorstellen..manchmal male ich mir aus wie schön es wäre, OHNE Essstörung. Aber mit...habe ich einfach Angst dass ich dann total abnehmen würde, dass ich ständig schlecht gelaunt wäre und/oder dann doch auch in seiner "Anwesenheit" erbrechen würde...wie war es für dich am Anfang als ihr zusammengezogen seid?

LG!!

...
Ich würde gerne viel mehr mit meinem drüber reden doch ich kann es nich. Weil ich weiß wie er drauf reagiert und das is denke ich mal nich so wie ich das von anderen kenne und das macht es bei mir schwerer. Was mir auch oft leid tut weil ich ihn doch schon gerne mehr mit einbeziehen würde manchmal. Vielleicht würde ich es dann auch mehr schaffen das es besser läuft mit dem Essen.
Gehst denn freiwillig in ne Klinik? Und wo gehst denn hin?
Deine Angst kann ich gut nachvollziehen.
Hast du denn auch Angst ihn durch die ES zu verlieren oder gar nich so?
Am Anfang war es schon komisch zu wisse das man nich mehr nach Hause kann um zu ..... sondern das jetz hier dein neues zu Hause is.
Ich hab genau überlegt was ich esse und so, Ich hatte nich mehr diese großen FA`s,, aber ich hab nach normalen Portion erbrochen. Irgendwie hab ich nen Weg gefunden es so zu machen das er es nich mitbekommt und alles. Und so is das heute auch noch.

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24. April 2013 um 21:45

Guten Abend
Ja ich gehe freiwillig...ich werde wahrscheinlich in die Klinik Lüneburger Heide gehen.Da war eine Freundin von mir, allerdings mit MS, aber ihr hat es sehr geholfen dort.
Ja klar, da hab ich schon auch manchmal Angst davor, aber ich glaube es eigentlich nicht...mein Freund weiß ja Bescheid, auch wenn wir nie direkt darüber reden. Aber er findet es auch gut dass ich in die Klinik gehe und unterstützt mich da voll und ganz. Er sagt er hat Angst dass ich mich dadurch total veränder und ihn dann "nicht mehr will"..ich selbst hab eher Angst er stellt fest, dass es ja ihne mich viel "einfacher " is oder so..oder mit einer Frau OHNE Essstörung...am Meisten Angst hab ich davor, dass ich es durch die Klinik auch nicht schaffe und dann irgendwie nie eine Zukunft mit ihm aufbauen kann...
ist das nicht schlimm wenn man dem Freund das "verheimlicht"? Hast du nicht Angst dass er dich dabei mal erwischt??

Naja.."alleine" schaffen, das hab ich auch immer gesagt...jahrelang..hab immer geglaubt irgendwann schaff ich das schon..wollte anderen nicht zur Last fallen..ich hatte Magersucht und alle dachten es geht mir wieder gut weil ich ja Normalgewicht habe, von de Bulimie wusste keiner und weiß auch heute fast niemand...ich weiß aber jetzt dass ich da alleine nicht rauskomme..das ist einfach alles schon so festgefahren! So möchte ich nicht mein ganzes Leben leben...

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25. April 2013 um 9:14


Danke
Das ermutigt mich immer wieder zu hören..auch wenn es mir schwer fällt den Schritt zu gehen, aber ich denke auch dass es das einzig Richtige ist...

Ich denke du weißt selbst dass dein Verhalten da total falsch ist..ich mach es leider selbst auch meistens so, dass ich dann vorher weniger esse. Aber genau das provoziert ja dann auch die FAs bzw. allein das Bedürfnis danach, weil dein Körper nicht das bekommt was er brauch..es is shon krass, man WEIß es ja alles, kann es aber nicht umsetzten ;(
Ich weiß nicht..aber ich denke wenn dich dein Freund wirklich liebt, wird er dich deswegen nicht verlassen. Und wenn doch..dann weiß ich auch nicht ob es wahr Liebe sein kann. Sowas is schwer klar, ich hatte auch unendlich Angst davor. ich habs ihm damals in ner E-mail geschrieben als ich für 6 Wochen alleine in Irland war. Ich KONNTE einfach nicht drüber reden und kann es immer noch nicht wirklich bzw. nur schwer..r spricht mich aber auch nie von sich aus an, drängt mich da zu nichts. Wichtig ist denke ich dass dein Freund dann weiß, dass du dagegen kämpfen willst und dicvh nicht machtlos hingibst. Weil DANN würde ich es auch verstehen irgendwie wenn er dich verlassen würde. Wie lange das dauert, dass das ein schwerer Weg ist, das ist eine andere Sache..aber DASS du es ändern willst ist denke ich wichtig!

Ich finds aber toll, wenn du für dich merkst, dass du Fortschritte machst. Und auch daran arbeitest, das is schonmal verdammt wichtig
Ich wünsch dir einfach dass du irgendwann den Mut hast offen darüber zu reden, auch wenn ihr dann zusammenzieht...

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