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Bulimie Austausch

18. Oktober 2014 um 11:16 Letzte Antwort: 29. Mai 2016 um 19:05

Hey Leute,
Ich leide seit 11Jahren an bulimie und suche jemand zum Austausch.
Ich will ausdrücklich vorher sagen dass ich noch nicht bereit bin es vollkommen aufzugeben.
Ich befinde mich bereits in Therapie und habe seit letzter Woche einen KlinikAufenthalt beantragt.

Vielleicht gibts da draußen noch eine die sich auch nicht sicher ist?
Ich würde mich gern austauschen über Ängste und Hoffnung.
Liebe Grüße

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19. Oktober 2014 um 0:11

Hey elfchen,
das Ess-Brech-Verhalten von heute auf morgen aufzugeben ist unrealistisch. In der Klinik wird zwar wert drauf gelegt, aber auch dort ist allen klar, dass es nicht praktizierbar ist.

Es gibt dir Halt, Sicherheit, Struktur, Kontrolle usw. Das ist deine Bewältigungsstrategie. Und diese aufzugeben und evtl erstmal ohne dazustehen ist natürlich eine Riesenangst. Vergleichbar wenn eine Vertrauensperson stirbt.

In der Klinik wirst du lernen, dass du das Ess-Brech-Verhalten durchbrechen kannst und deine Probleme anders bewältigen kannst. (Was natürlich jetzt extrem schwer vorstellbar ist, da du bereits seit 11 Jahren bulimisch bist.)

Bleib bei deinem Vorhaben Therapie zu machen. Du hast schon viel zu lang gelitten.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für deinen Klinikaufenthalt, viel Kraft und Mut diese dysfunktionalen Dinge hinter dir zu lassen.

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19. Oktober 2014 um 8:16
In Antwort auf dolly_12688854

Hey elfchen,
das Ess-Brech-Verhalten von heute auf morgen aufzugeben ist unrealistisch. In der Klinik wird zwar wert drauf gelegt, aber auch dort ist allen klar, dass es nicht praktizierbar ist.

Es gibt dir Halt, Sicherheit, Struktur, Kontrolle usw. Das ist deine Bewältigungsstrategie. Und diese aufzugeben und evtl erstmal ohne dazustehen ist natürlich eine Riesenangst. Vergleichbar wenn eine Vertrauensperson stirbt.

In der Klinik wirst du lernen, dass du das Ess-Brech-Verhalten durchbrechen kannst und deine Probleme anders bewältigen kannst. (Was natürlich jetzt extrem schwer vorstellbar ist, da du bereits seit 11 Jahren bulimisch bist.)

Bleib bei deinem Vorhaben Therapie zu machen. Du hast schon viel zu lang gelitten.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für deinen Klinikaufenthalt, viel Kraft und Mut diese dysfunktionalen Dinge hinter dir zu lassen.

Danke
Danke, ich fühle mich hier verstanden.
Dein geschriebenes gibt tatsächlich Kraft.

Danke für deinen Zuspruch.
Liebe grüße

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22. Oktober 2014 um 19:12
In Antwort auf glynis_12863039

Danke
Danke, ich fühle mich hier verstanden.
Dein geschriebenes gibt tatsächlich Kraft.

Danke für deinen Zuspruch.
Liebe grüße

Hallo Elfchen,
wie läufts denn in der Klinik?

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8. November 2014 um 7:11
In Antwort auf dolly_12688854

Hallo Elfchen,
wie läufts denn in der Klinik?

Hey
bin noch nicht,steh auf der warteliste....grus

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10. November 2014 um 21:44

20 Jahre verschwendet
20 jahre habe ich an der beschissensten Krankheit überhaupt gelitten. ich drücke mich bewusst so provokant aus, weil mein Weg der Heilung nur über absoluten Hass auf diese bescheuerte Angewohnheit mit Stress jeder Art umzugehen basierte. Endlich bin ich gesund. Dies zu bleiben wird sicher noch lange ein kampf bleiben, aber diesen werde ich gewinnen. Wie? davon handelt das Buch, was ich geschrieben habe. Näheres per PN

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10. Dezember 2015 um 6:30
In Antwort auf glynis_12863039

Hey
bin noch nicht,steh auf der warteliste....grus

Huhu
für alle die es ( noch) interessiert war 9 Wochen in der klinik und bin Anfang November zurück. hab die bulimie verabschiedet. nur noch an schlechten Tagen klopft sie an und fragt ob ich sie brauche. ich möcht allen Mut Machen die noch feststecken. es geht auch ohne! liebe grüse

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10. Dezember 2015 um 11:22
In Antwort auf glynis_12863039

Huhu
für alle die es ( noch) interessiert war 9 Wochen in der klinik und bin Anfang November zurück. hab die bulimie verabschiedet. nur noch an schlechten Tagen klopft sie an und fragt ob ich sie brauche. ich möcht allen Mut Machen die noch feststecken. es geht auch ohne! liebe grüse

Freue mich sehr, dass du sie verabschiedet hast!
Ich wünsche dir auch weiterhin alles Liebe und Gute auf deinem Weg. Eines Tages klopft sie bestimmt auch an den schlechten Tagen nicht mehr an.

Vielen Dank für deine hoffnungsspendenden Worte.

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10. Dezember 2015 um 20:10
In Antwort auf jenna_12881254

20 Jahre verschwendet
20 jahre habe ich an der beschissensten Krankheit überhaupt gelitten. ich drücke mich bewusst so provokant aus, weil mein Weg der Heilung nur über absoluten Hass auf diese bescheuerte Angewohnheit mit Stress jeder Art umzugehen basierte. Endlich bin ich gesund. Dies zu bleiben wird sicher noch lange ein kampf bleiben, aber diesen werde ich gewinnen. Wie? davon handelt das Buch, was ich geschrieben habe. Näheres per PN

Warum...
ist dein Buch so geheim, dass du es hier nicht nennen kannst?

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11. Dezember 2015 um 17:35

PN
Hallo Elfchen! Könntest du mir ein wenig erzählen, wie du es geschafft hast? Habe dir eine PN geschrieben und wäre dir wahnsinnig dankbar! :*

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11. Dezember 2015 um 17:51

...
ich würde auch gerne wissen, wie du es geschafft hast, wenn es möglich ist

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29. Mai 2016 um 19:05

30 jahre Bullemie
hALLO
ich habe mit 15 angefangen. jetzt bin ich 45. Erst jetzt hatte ich den Mut. Den Mut für Therapie. Ich schäme mich so sehr. Ich bewundere dich. 11 Jahre! Das ist nichts.
Nicht!!! Wieviel Mut du hast!
Willst Du wirklich wie ich enden?!!! Nach 30 Jahren!!!! Jetzt wo ich angefangen habe, mit Therapie, ist wirklich der Wille da. Das heisst nicht dass ich clean bin.
Der erste Schritt ist nicht das frei werden, er erste Schritt, ist die Bereitschaft Gefühle zuzulassen. Negative Gefühle, Seeeehhhhrrrr viele negaitive Gefühle. Wenn Du dazu bereit bist, wird es weiter gehen. Bullemie ist Nicht essen und Kotzen Bullemie ist WUT! WUT! HASSS!!! So verdammt viel WUT. Ich bin erst da, der erste Schrittt, nichts mehr. Ich kotze noch aber ich bin wütend! Auf meine Mutter, auf meinen Vater, auf meinen Bruder, auf meine Grossmutter, auf alle die da waren, irgendwie an meiner Jugend beteiltigt. So verdammt wütend. Der erste Schritt, ist Gefühle zuzulassen. Bist du schon da? Das ist der wirklich erste Schritt. Es satt zu haben. Es satt zu haben zu enstsprechen. Eigenlich einen Willen zu haben, der nicht entspricht, was erwartet wird. Sondern der eigenständig ist. Frei sei will, unabhängig, Willst Du frei sei?
Willst Du machen was Du willst? Willst Du frei sein vom Urteil anderer? Willst Du Du selbst sein. Eifnach Du. Niemand anders? Dahin musst du kommen. Darum geht es uns allen doch! Akzeptiert zu sein, geliebt, behütet und geborgen. Mir geht es darum.
Weisst Du was, ich habe ein scheissangst! ein Angst, wenn ich meinem 70jährigen Vater sagen muss, was ich bin, war! Ich schäme mich so sehr! Aber ich bin ich. Irgendwann werde ich es schaffen. So geht es mir, wie geht es dir?

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