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Brustverkleinerung Erfahrungsbericht

10. Januar 2014 um 13:36

Hallo zusammen,
ich bin 21 und hatte vor zwei Monaten meine Brustverkleinerung. Ich bin von F runter auf C, es wurden insgesamt 150ml entfernt. Da mir die Beträge in diesem Forum sehr weiter geholfen haben, möchte auch ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

Kostenübernahme der Krankenkasse:
Da ich Studentin bin war für mich die OP nur möglich wenn die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Bereits mit 17 habe ich zum ersten mal den Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse eingereicht. Schon damals hatte ich bei einer Körpergröße von 162 cm und Normalgewicht die Körpchengröße E oder F. Ich wurde jedoch auf grund der Empfehlung des medizinieschen Dienstes von meiner Krankenkasse, der Barmer, abgelehnt. Die Beründung war mehr oder weniger, dass ich ja NOCH nicht krank sei. Na toll Jedoch habe ich aus den Fehlern die ich bei der ersten anfrage gemacht habe gelernt und habe dann mit 21 nochmal den antrag gestellt. Jedoch habe ich mir dieses mal nicht nur ein Schreiben von meiner Frauenärztin geholt, sondern auch von einem Psychologen, einem Physiotherapeut und habe mir Krankengymnastik verschreiben lassen (damit die Kankenkasse sieht, das ohne Brust OP kosten auf sie zu kommt). Außerdem habe ich mich im Brustzentrum der Klinik in Köln Holweide vorgestellt und habe dort von den Fachärtzten auch noch mal eine Schreiben für die Krankenkasse bekommen. Dann kam der Termin beim Medizinischen Dienst, welcher die größte Hürde ist, da der untersuchende Arzt die Empfehlung für die Krankenkasse schreibt und über ja oder nein entscheidet. Bei Diesem Termin ist es sehr wichtig, dass man nicht vermittelt das man die OP aus ästhetischen gründen möchte. natürlich finden die meisten großbusigen einer kleiner brust auch schöner und oftmals passt diese auch besser zum rest der Figur, jedoch sind diese Gründe für die Kasse unrelevant. Physische und psychische Belastungen müssen ganz klar im Vordergrund stehen. Ich habe damals meine starken Schmerzen im Rücken und Nackenbereich erwähnt, dass die Krankengymnastik zu keiner Besserung geführt hat und das ich Probleme beim Schlafen hatte, weil ich weder auf dem Bauch noch auf der Seite (das Gewicht der Brüste hat meinen unteren Arm immer einschlafen lassen in der Seitlage) schlafen konnte. Des Weiteren habe ich auch über meine Psychische belastung gesprochen. Die Blicke der anderen, dass ich auf die Brust reduziert werde und dass ich mich ganz einfach mit der ganzen Situation überfordert fühle. Außerdem habe ich auch nochmal deutlich gemacht, dass ich mich ja nicht aus Spaß unters Messer lege und so einen großen Eingriff freiwillig mache, sondern dass ich das nur mache, weil ich so einfach nicht weiter leben konnte. Und dann hat es auch geklappt und ich habe eine Zusage bekommen. Ich hoffe diese Infos helfen euch weiter, falls ich auch um eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse kämpft.

Krankenhausaufenthalt und OP:
Ich war insgesamt 6 Tage im Krankenhaus. ich würde in der Klinik Köln Holweide operiert, war sehr zufrieden und kann das Brustzentrum dort sehr weiter empfehlen. Am ersten Tag wurden organisatorische Sachen geklärt. Mir wurde Blut abgenommen, ich habe mit dem Narkose-Arzt und mit einer der Ärztinnen die mich operiert hat gesprochen. Des Weiteren kan eine frau zu mir die mich abgemessen hat und mir dann dementsprechend einen Kompressions BH gegeben hat. Am nächsten Morgen würde ich dann eingezeichnet und man hat mit mir besprochen welche größe es wohl werden wird. Ich wollte gern ein kleines C-Körbchen. Die Ärztin konnte mir jedoch nichts verprechen, da man meistens erst während der OP sehen kann wie viel rausgenommen werden kann. Danach ging es ab in den OP-Saal. Als ich im Wachraum aufgewacht bin hatte ich meinen Kompressions BH an. Dann hatte ich kurz etwas schmerzen aber habe dann sofort von der Schwester was dagegen bekommen. Die Narkose hatte ich gut vertragen und war dann nach der OP relativ schnell wieder fit, lag zwar im bett aber habe die ganze zeit mit meiner Mutter und meinem Freund gequatscht. Auch alleine auf Toilette gehen und umziehen war schon nach der OP kein Problem. Meine Schmerzen haben sich immer in Grenzen gehalten. Die Schwestern haben gesagt, dass niemand Schmerzen haben muss und dass es auch besser für die Verheilung ist keine Schmerzen zu haben. Jedoch fand ich es immer recht praktisch zumindest etwas Schmerzen beim Bewegen zu haben, damit ich auch merke wo meine Grenzen sind. Unter dem Kompressions BH hatte ich Pflaster über den Narben. Es wurden selbsauflösende Fäden benutz nur an der Narbenkreuzung in der Brustfalte wurde ein Faden benurzt der dann nach 10 Tagen gezogen werden musste. An dieser Kreuzung, sagte man mir, sei der Druck am größten. Duschen war auch schon ab dem zweiten Tag möglich, das war nur etwas kompliziert mit den Drenaschen und den Beuteln in denen die Wundflüssigkeit gesammelt würde. Ich wurde dann aus dem Krankenhaus entlassen als nicht mehr so viel Wundflüssigkeit aus den Drenaschen kam und sie gezogen werden konnten. Das hat übrigens nicht weh getan. Außerdem hat man mir noch einen zweiten Kompressions mitgegeben, die Kosten für diesen wurden von der Krankenkasse übernommen gegen ein Rezept von der Frauenärztin.

Nach dem Krankenhaus:
Als ich aus dem Kranknehaus entlassen wurde hatte ich noch ganz leichte Schmerzen, gegen die ich ganz normale Schmerzmittel aus der Apotheke nehmen sollte. Diese würde ich vieleicht schon vor der OP besorgen, damit man danach keinen Stress hat, besonders wenn man am Wochenede entlassen wird und Apotheken dann vielleicht nicht auf haben. Ich bin dann auch ganz normal wieder in die Uni gegangen, weil es ja nicht körüerlich anstrengend ist in der vorlesung zu sitzen Ansonsten muss man aber schon drauf achten, dass man sich nicht zu viel Bewegt, besonders mit den Armen. Auch auf Baden udn sauna sollte man am Anfang verzichten. In den ersten drei Monaten sollte man nicht schwer heben und keinen extremen Sport machen (Fahrrad fahren oder so geht natürlich). Nach einiger Zeit sind einige der Pflaster auf den Narben von selbst abgegangen, die restlichen habe ich dann selbst abgemacht, damit ich mit dem Eincremen der Narben beginnen konnte. Ich hatte vorher von Bekannten und auch vom Krankenhaus gesagt bekommen, dass man statt einer teuren Narbencreme auch einfach Ringelblumensalbe oder Bebanten benutzen kann und dass diese den gleichen Effekt hätten. Das Wichtigste sei nur, sich regelmäßig (täglich) einzucremen. Ich bin jetzt vor einigen Tagen doch von der Ringelblumensalbe auf eine Narbencreme (Contratubex) umgestiegen und finde den Unterschied doch sehr erheblich. Es lohnt sich also definitiv in eine Narbencreme zu investieren. Zusätzlich habe ich von der Apothekerin noch eine Johanniskrautöl bekommen, welches ich besonders für entzündete Stellen benutze. Das wirkt auch besser als die Ringelblumenslabe. Den Kompressions BH soll man drei Monate lang Tag und Nacht tragen. Das ist serh wichtig und damit fühlt man sich auch einfach sicherer und wohler. Nach der OP sind die Brüste noch sehr geschwollen, teilweise dauert es bis zu einem halben Jahr bis die Brüste dann ihre entgültige Form haben. Mir waren nach der OP meine Brüste auch noch etwas zu groß und ich war nicht so ganz zufrieden. Jetzt sind die Schwellungen aber sehr zurück gegangen und ich bin super zufrieden mit der Größe. Meine Büste passen jetzt endlich zum rest meines Körpers und die Klamotten sitzen endlich so wie sie sollen. Neulich habe ich sogar einen süßen Bikini für 10 Euro gefunden, früher mit F hätte ich für einen schönen Bikini locker 70 Euro ausgeben müssen. Auch meine ganzen körperlichen Beschwerden sind weg und ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut. Alle merken wie viel glücklicher ich bin und wie viel selbstbewusster ich auftrete. Dies wünsche ich allen Frauen die unter ihrer großen Brust leiden.

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen und eure Fragen rund um die Brustverkleinerung beantworden.

Liebe Grüße!

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21. April 2014 um 21:26

Klinik Raum Hamburg
Hallo Strandkiesel,

Hat man dir schon eine Antwort gegeben auf deine Frage?

Ich war bei Dr. Jan Pasel (Colonaden HH) und dann zur OP in der Asklepiosklinik Barmbek.

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