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Brauche ganz dringend hilfe wegen therapiegespräch.

17. Juni 2009 um 12:57 Letzte Antwort: 20. Juni 2009 um 21:28

hallo

ich hab dringend rat nötig.
am besten ich fang von vorne an.. ich hab ein problem mit selbstverletzung seit ich 11 bin (heute bin ich 16).. meiner mutter dürfte das zwar früher manchmal aufgefallen sein, gesagt hatte sie aber nie etwas. und jetzt kams, vor ca. einer woche sprach sie mich das erste mal darauf an.. sie ist eigentlich richtig einfühlsam, schreit mich nicht an, macht mir keine vorwürfe, stellt mir verbandszeug bereit und hat mir sogar eine narbensalbe gekauft. irgendwie bin ich ziemlich froh darüber, dass jetzt (nach wirklich langer zeit) mal jemand darüber bescheid weiß). sie "zwingt" mich mehr oder weniger mit ihr nach tulln (NÖ) ins krankenhaus zu fahren um nur einmal ein erstgespräch zu führen. ich hab jetzt mal eingewilligt, ich mach das.
jetzt habe ich eine dringende frage zu dem gespräch. über das SVV werde ich selbstverständlich ehrlich mit dem psychologen sprechen, ich bin wirklich froh, dass ich hilfe bekomme, aber das thema is ja nicht das einzige, das mir am herzen liegt. ich hab zusätzlich nämlich auch ein immenses problem mit mir selbst, bezüglich dem essen. ich sag jetzt mal, ich hab bulimie, um es kurz zu fassen (die langfassung ist viel viel umfangreicher..), aber soll ich dem psychologen auch davon erzählen? es wäre mir sehr wichtig über ein thema (über das ebenfalls keiner bescheid weiß) zu sprechen, nur bin ich nicht ganz entschlossen, da ich von dem krankenhaus weiß, dass das für sie ein grund ist eine stationäre therapie zu beginnen.
klar, zwingen kann mich keiner, aber sie würden es mir wahrscheinlich schwer ans herz legen und es wär mir irgendwie zu viel darüber nachzudenken ob ich das möchte.
soll ich das mit der bulimie also lassen? ihm verschweigen?

ich brauch bitte eure hilfe

lg

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17. Juni 2009 um 21:31

Sag es
auch die bulemie ist eine form der selbstverletzung. wenn du davon los kommen willst musst du mit dem therapeuten die ursachen für diese verhaltensweisen ergründen und dazu ist es wichtig das du so viel wie möglich erzählst. Sonst frisst du ja, im wahrsten sinn des wortes, wieder alles in dich rein. du bist 16, nimm die chance war. Ich hab mit 16 mit bulemie angefangen, jetzt bin ich 26 und kämpfe immer noch damit. Auch wenn ich nur 1x in der woche kotze, die gedanken ans essen und nicht essen sind schon so verautomatisiert, das es wahrscheinlich mindestens noch 10 Jahre dauern wird bis man bei mir von einem "normalen" essverhalten sprechen kann. Je eher du anfängst aufzuhören desto kürzer ist der, oft sehr schmerzliche und anstrengende, heilungsprozess. erst heute hab ich mir gedacht, hätte ich doch, als ich mit 15 wegen magersucht in der Kinder und Jugend psychiatrie war, das therapieprogramm durgezogen. Ich hätte mir die bulemie erspart und hätte noch eine jugend gehabt an die ich mich gerne zurück erinner. nimm die chance war. allerdings soltest du dich nur öffnen, wenn u mit dem therapeuten klar kommst, scheu dich nicht, eine andere person aufzusuchen, wenn du dich nicht beim ersten sicher fühlst. Es geht dabei um deine innersten gefühle und die soltest du niemandem erzählen der dir unsympatisch ist. ich wünsch dir viel glück, alles Liebe, Vroni

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18. Juni 2009 um 17:22

Bitte sprich es an
Du musst das unbedingt bei der Therapie ansprechen. Dann kann dir geholfen werden. Der Therapeut wird dich auch sicher nicht unter Druck setzen, er wird dir helfen, damit klar zu kommen und - vielleicht - aus der ES rauszukommen.

Ja, das nachdenken über die Ursachen, über alles was einen beschäftigt.... das kostet viel Kraft, aber es wird dir weiterhelfen.

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20. Juni 2009 um 21:28

Ich würde mir ein bißchen Arbeit machen...
...und im Vorfeld genau darüber nachdenken, was DU dir von dem Gespräch erhoffst!
Willst du weg vom SVV und der Esstörung? Denn wenn der Psych dir dabei helfen soll, wirst du dich wohl oder übel an die Wahrheit halten müssen- wie sollte er das sonst hinkriegen?!
Ich gehe aber mal davon aus, dass er dich sowieso auch zu deinem Essverhalten fragt, das gehört nämlich eigentlich zu jeder Anamnese (also einem diagnostischen Erstgespräch) dazu. Kann schon sein, dass man dir einen stationären Aufenthalt ans Herz legt ABER keiner wird dich gegen deinen Willen irgendwohin schicken! Das wäre ja Quatsch- eine stationäre Therapie ist nämlich für deine Krankenkasse ein ziemlich teurer Spaß. Deswegen muss der Betreffende dazu motiviert sein UND ambulante Maßnahmen (also z.B. wöchentliche Gespräche bei einem Therapeuten) müssen entweder schon ausgeschöpft sein oder eindeutig nicht ausreichen, sonst zahlt die KK das gar nicht.
Normalerweise dauert es zudem mehrere Wochen bis Monate, bis man überhaupt einen Platz bekommt- also keine Angst, du wirst nicht gleich die Koffer packen müssen, bloß weil du einem Fachmann erzählst, dass du ein Problem mit dem Essen hast ...
Vielleicht erzählst Du einfach gleich mit, dass du Angst hast, dass man dich in eine Klinik steckt.? Wünsch Dir jedenfalls alles Gute!!

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