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Borreliose, immer wieder eine überraschung..

2. Januar 2015 um 14:12

Hey ich bin 14 und seit fast zwei Monaten weiß ich, dass ich Borreliose habe.. Entschuldigung, wenn ich im falschen Forum bin, habe nicht gewusst wo ich es sonst schreiben soll ich erzähle einfach mal meine Geschichte: August 2014 bemerkten meine Eltern und ich dass etwas mit meinem linken Augenlid nicht stimmt, es hing einen halben cm weiter unten als das rechte, wir dachten es liegt an meinen (harten) Kontaktlinsen, gingen in eine Augenklinik, zu meinem Augenarzt, welcher nur rumraten konnte und wir somit genauso schlau wie vorher nach Hause gingen, allerdings bekam ich dine Überweisung in eine Uniklinik, Augen- und Kopfklinikbereich. Der Termin dort war drei Wochen später. Zeitgleich ließ ich mich beim Hausarzt durchchecken, es wurde mehrere Male Blut abgenommen, alles unauffällig, doch mein Hausarzt erinnerte uns daran, dass ich im Mai 2013 schonmal bei ihm war, wegen diesem Auge, Grund: eine Zecke saß mitten in den Wimpern. Diese wurde damals aber vollständig entfernt und geriet in Vergessenheit. Zur Sicherheit ließ ich ein weiteres Mal Blut abnehmen zum igG(?) Test, eine Woche später das Ergebnis: Borreliose, schwach positiv. Toll, ich konnte/wollte es einfach nicht glauben, aber ich erwartete es auch, also war ich nicht 'geschockt' oder so, nur schien es so..unwirklich, wenn ihr versteht was ich meine. Uniklinikbesuch: Es wurden Tests an meinem Auge gemacht, doch nicht einmal der Professor wusste weiter, schickte mich zum Neurologen. Der Befund mit der Borreliose intressierte sie dort nicht. Beim Neurologen: Dort kam durch Tests heraus, dass meine komplette linke Gesichtshälfte nicht mehr richtig arbeitete, er machte einen Termin für einen dreitägigen stationären Aufenthalt in der Kinderklinik dort, wo sie mich komplett durchschauen wollten. Eine Woche später war ich schon drin. Sie machten einen MRT, Lungenfunktionstest, Ultraschall von allem möglichen, noch ein paar Blutabnahmen, EMG und eine Lumbalpunktion. Alles unauffällig bis auf die Lumbalpunktion: akute Neuroborreliose Sie wollten sofort mit der Therapie beginnen, 14 Tage stationär, weil ich 3x täglich eine Antibiotikainfusion bekommen muss, anders geht es nicht mehr, da es zu fortgeschritten ist. (Mein Hausarzt war ganz am Anfang nach dem Blutergebnis gegen eine Therapie, er meinte das positive Ergebnis muss man nicht ernst nehmen, da es nicht sicher ist) Da die Klinik eine Stunde von uns entfernt ist suchte mein Vater andere Möglichkeiten und Ärzte, ich bekam viele Absagen (von den Ärzten!) und gab langsam auf, dann stellte sich einer zur Verfügung: mein alter Kinderarzt, in seiner Kinderstation im Krankenhaus, 10 Minuten Entfernung. 04.12.2014: Mein Vater musste in die Praxis des Doktors, zu einem Gespräch. Dort wurde gesagt, nach den Ergebnissen der Klinik habe ich eine akute Borreliose, fortgeschrittenes 2. Stadium, Therapiebeginn? Sofort! 05.12.2014: um 17 Uhr musste ich im Krankenhaus sein, ab jetzt 14 Tage. Ich bekam insgesamt 42 dieser hoch dosierten Infusionen. 24.12.2014: Mir wurden 500 mg Tabletten verschrieben, 10 Tage lang. 02.01.2015: Heute musste ich wieder zur Blutabnahme, doch es kam noch etwas raus: nach den Ergebnissen aus dem Krankenhaus (vor Beginn der Therapie waren die Werte 56, nach 14 Tagen 31) habe ich Borreliose im Stadium 3! Also Endstadium!! Und niemand sagte mir das! Jetzt warten wir auf das nächste Ergebnis, Ende nächster Woche. Und die Tabletten muss ich nicht 10 Tage nehmen, nein, jetzt muss ich sie nehmen bis der Wert auf 'unter 20' gefallen ist. Das Positive ist: Mein Augenlid hängt nicht mehr so, wird immer besser. Doch trotzdem ärgert mich das, dass mir NIEMAND sagte wie ernst es eigentlich ist, ich bekam es nur hinter meinem Rücken mit, meinen Eltern wurde es gesagt, sie sagten es mir auch nur 'abgeschwächt' Vielleicht um mich nicht noch mehr fertig zu machen, bin in dieser Zeit wirklich sensibel geworden.. Ich erfuhr auch, dass, wenn mein Hausarzt mir sofort Tabletten verschrieben hätte, es nicht so weit gekommen wäre.. Das war meine Geschichte bis jetzt.. gibt es hier auch Borreliose Betroffene? Wie lief es bei euch ab und wie geht es euch damit? Danke fürs lesen, ich musste das mal alles rauslassen

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4. Februar 2015 um 18:39

Tapfer!

Hey ich arbeite als MTA (Ausbildung), schön dass es dir besser geht. Borreliose ist leider ein lebenlang im Körper vorhanden. Du musst aufpassen, wenn du mal krank wirst und geschwächt bist, kann das Bakterium wieder aufleben.
Bluttests bleiben auch ein Leben lang nachweisbar, mit Infusionen und Antibiotikum kann man die Erkrankung weitestgehend eindämmen, Symptome gehen zurück.
Meine Oma hat auch die Lyell- Borreliose (Endstadium), sie kann nicht mehr laufen, alles taub und in ihren Fingern bekommt sie auch langsam Lähmungen. Gut sie ist alt und du bist sehr jung, Kinder sind da widerstandsfähiger. Behalte die Krankheit im Auge aber keine Panik.In deinem Alter ist man weitesgehend nicht betroffen, da dein Immunsystem noch sehr aktiv und wachsam ist. Viel Glück!!

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6. Februar 2015 um 20:20
In Antwort auf rath90

Tapfer!

Hey ich arbeite als MTA (Ausbildung), schön dass es dir besser geht. Borreliose ist leider ein lebenlang im Körper vorhanden. Du musst aufpassen, wenn du mal krank wirst und geschwächt bist, kann das Bakterium wieder aufleben.
Bluttests bleiben auch ein Leben lang nachweisbar, mit Infusionen und Antibiotikum kann man die Erkrankung weitestgehend eindämmen, Symptome gehen zurück.
Meine Oma hat auch die Lyell- Borreliose (Endstadium), sie kann nicht mehr laufen, alles taub und in ihren Fingern bekommt sie auch langsam Lähmungen. Gut sie ist alt und du bist sehr jung, Kinder sind da widerstandsfähiger. Behalte die Krankheit im Auge aber keine Panik.In deinem Alter ist man weitesgehend nicht betroffen, da dein Immunsystem noch sehr aktiv und wachsam ist. Viel Glück!!


Danke für deine liebe Antwort Bei meinem letzten Blutergebnis vor 2 Wochen war meine Antikörperanzahl bei 21, der Arzt meinte aber, dass es nicht mehr nötig ist, nochmal für 10 Tage Antibiotikum zu nehmen, nur dass es unter 20 kommt. Die nächste Blutabnahme ist im Mai. Also kann das mit den Nervenlähmungen wirklich davon gekommen sein? Aber jetzt nach der Therapie ist es wieder fast vollständig weg. Kann es bei ihr wieder zurückgehen oder bleibt das für immer so? Und ich habe noch eine Frage, angenommen, meine werte steigen wieder, muss ich dann wieder die Tabletten nehmen, bis es besser wird? Und muss ich für immer zu diesen Blutuntersuchungen oder kann man irgendwann sagen, dass ich es sicher nicht mehr habe? Nochmal Danke )

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