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Borderline Partner sucht Gleichgesinnte

27. Januar 2009 um 10:09 Letzte Antwort: 26. April 2017 um 18:05

Hallo,
bin dann neu hier, heiße Thomas bin 39 Jahre und ja, bin ein "Coborder",
mag den für mich gefaßten Entschluß nicht abändern. Bin mir aller Gefahren bewußt. Ich werde einen weiten Weg mit einem Menschen, welchen ich Liebe, der Borderline hat gehen.

Ich bin vielen hier gegenüber wahrscheinlich im Vorteil, da Sie seit Jahren in Therapie ist, Essanfälle eher einmal die große Ausnahme sind, das Ritzen seit Jahren nicht mehr stattfindet. Jedoch Sie sich täglich der Frage stellen muss, esse ich oder nicht. Sie jeden Tag Ihre Joints braucht. Jeder Tag eine neue herausvorderung ist.
Die Wutanfälle hat Sie sehr im Griff, zieht sich zurück.
Ihr Gewicht muss halt immer im "Toleranzbereich" sein.

Es begann bei uns vor einem Jahr etwa, mit kennenlernen ... und wie sooft haben wir die Mondrakete überholt, so schnell schossen wir in die Liebe und ich in die Abhängigkeit.

Ihr wurde es zu eng, und Sie brach aus (Anfang Dezember). Sie kommunizierte mir eigentlich von Anfang an alles, Grenzenlos, Bulimi, Ritzen alles aus der Vergangenheit, ja ich hab es wahrgenommen, aber wenn ich ehrlich bin, zu dieser Zeit war ich auf rosa Wolken .... und dachte ok Vergangenheit ....

Hab dann erstmal alle Fehler gemacht die man machen kann ... Nachlaufen, anbetteln, um eine Chance gefleht.
Jedoch fand ich dann ein Board, dort geht es um Liebe und zurück gewinnen des EX`s, hab Bücher gelesen Ich Lieb dich nicht, wenn du mich liebst, Expartner zurück gewinnen, Lob des Sexismus usw.

Als ich anfing mich zu distanzieren kam Sie wieder näher, wir haben heute eigentlich täglich Kontakt, Sie meldet sich, wir gehen spazieren, sprechen usw. Eigentlich haben wir eine sehr intime Wortbeziehung, jedoch fehlt mir jeglich körperlicher Kontakt. Das geht seit Wochen so. Ich und jeder Mensch dieser Welt denkt, Sie kommt näher und näher und dann ist Sie wieder weg. Ich bin Ihr "Vertrauensmensch".

Als ich Sie einmal draufansprach, schloß Sie eine Partnerschaft "zur Zeit" (so ziemlich das schlimmste was man einem Liebeskranken Menschen sagen kann) aus, da ich Sie zu Zeit runterziehen würde, klar ein Mensch mit Liebeskummer is wohl nicht derjenige welcher Kraft zu geben hat, und mit einem Lächeln einen anderen Menschen aufbauen kann.

Dann kam mir der Gedanke an Ihre Krankheit und das Verhalten. Ich suchte für mich einen Therapeuten auf. Fand heraus das bei mir eine Co-Abhängigkeit besteht. Ich nahm mir Zeit um mir über mich und das was ich möchte Klar zu werden.
Da ich mehrfach den liebevollen Menschen in Ihr kennenlernen durfte, leider nur Momentaufnahmen, steht mein Entschluß fest an Ihr festzuhalten, mit Ihr einen hoffentlich langen Weg gemeinsam zu gehen.

Ich kann jeden Menschen verstehen, welcher mir abrät, kann jeden Menschen verstehen welcher mir sagt ich halte das nicht durch. Vielleicht haben all diese Menschen Recht, jedoch für mich ist die Krankheit kein Monster, der Mensch dahinter kein Ekel. Keiner würde sich das wohl Selbst antun, oder freiwillig diese Art zu leben sich suchen.

Was ich mir hier erwarte, ist hoffentlich Menschen zu finden, die in der selben Situation wie sind, einen Austausch zu haben, Ratschläge zu erhalten. Das wäre meine Bitte an all die Menschen die dies hier lesen.

Danke für Eure Zeit


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29. Januar 2009 um 23:50

Du sprichst meinem Partner aus der Seele....
und das schlimmste, mir ist bewusst, wie sehr er unter mir bzw. meinem krankhaften Verhalten leidet und trotzdem noch nicht aufgegeben hat. Denke er hat den selben Entschluss wie du gefasst


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5. Februar 2009 um 12:05

...endlich mal jemand, der versteht!
Hallo Thomas!
Mir kommt das alles sehr bekannt vor und stehe gerade vor der Entscheidung für immer zu gehen oder zu bleiben und zu unterstützen. Keiner meiner Freunde versteht mich, niemand kann nachvollziehen was sich da abspielt. Alle sagen GEH!!!!! Und ich bin an dem Punkt, wo ich selber nicht mehr kann aber nicht weiss ob ich einen Fehler begehe.
Ich bewundere deine Stärke und deinen Willen der aus deinem Text spricht.
Ich suche den Austausch, Ratschläge usw. und zwar die, die mal nicht das Wort GEH beinhalten.

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5. Oktober 2010 um 15:30

Andere Geschichte aber Parallelen
Auch meine Ex-Freundin hat Borderline. Es ist auch für mich eine harte Erfahrung, dass ich sie immer noch sehr lieb habe aber eine Zweisamkeit nicht möglich ist. Sie hat mir erst innerhalb der Beziehung gesagt, dass sie Borderlinerin ist, weil ich an ihren verheilten Schnittverletzungen an den Armen festgestelllt habe, dass sie autoagressiv ist oder zumindest in dieser Weise es war. Insgesamt ist für mich weniger das Problem, dass sie BPS hat, sondern, dass sie trotzdem sie Mutter eines kleinen Sohnes ist, auf den regelmäßigen Konsum von "Feier- Partydrogen" nicht verzichten will ... Ich habe zunehmend bemerkt, dass ihre Haltung hierzu logisch nicht nachvollziehbar ist, weil es ihr jedesmal nach einem solchen Wochenende schlechter ging als vorher. Schon bevor ich mich sehr intensiv über BPS informiert habe, hatte ich mir große Sorgen gemacht, denn sie hat bereits eine heftige Suchterfahrung hinter sich. Jedesmal wenn ich versucht habe, mit ihr ruhig darüber zu reden hat sie total abgeblockt. ich habe gehofft, dass ich sie überzeugen kann und ihr auch durch unsere Beziehung die Kraft geben zu können, einen "turn-around" zu schaffen, aber das habe ich nach ein paar Monaten aufgegeben. Innerhalb ihres Spektrums habe ich nur als Lieber Mensch funktioniert, der alle Probleme von ihr aufnimmt, aber sobald ich - wie bei Erwachsenen üblich - über die Probleme mit ihr reden wollte um zu Lösungen zu kommen und Vorschläge zu unterbreiten hat das bei ihr eher Aggressionen ausgelöst. Ich stand dann völlig Baff da und hab nicht mehr verstanden was passiert.

Ihre Einsichten etwas zu verändern drehten sich genauso im Kreis wie die anschließenden Sätze. "Ich weis schon was ich tue" "Ich bin alt genug" etc. ... Als ich dann eine erste selbst gewählte Kontaktpause mit heftigem Liebeskummer etc. hinter mir hatte, habe ich viel über diese Krankheit gelesen. Ich begreife jetzt, dass sie anders reagiert als man das üblicherweise gewohnt ist - eigentlich immer mit einer Wut, auch dann wenn ich Verständnis oder wenigstens andere bessere Argumente errwartet hätte. In der Summe bleibt für mich eine Erkenntnis übrig: Eine Chance hätten wir nur gehabt, wenn sie zu einer umfassenderen Therapie bereit gesen wäre und auf Drogen verzichtet hätte ...

Ich wäre dann ganz klar auch als Nicht-Borderliner bereit gewesen externe Hilfe in Anspruch zu nehmen um richtig mit ihr und uns umzugehen. Das alles wäre nicht einfach gewesen, aber ich wollte das gerne machen. Aus LIEBE zu ihr! Da sie sich aber im Kreis dreht und mich jetzt (typisch für Borderliner?) "ablehnt" gibt es keine Zukunft. für uns. Ich hoffe, dass Du deiner Ex-Freundin als Freund beistehen kannst - es ist schwierig genug so schnell von einer Beziehung in eine Freundschaft zu springen. Ich wünsch dir viel Kraft und Glück io

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29. August 2012 um 1:02

Wie macht SIE das?
Hallo Thomas!
Mich würde mal interessieren, wie du weiter in sie verliebt sein konntest. Ich schaffe es nicht mal ein paar Wochen, meine BL-Aktionen zu unterdrücken und schon nach wenigen Monaten entlieben sich die Männer bei mir...
Ich mein, ich hatte schon viele Freunde,bin 31 und hatte mit 15 meinen 1.Freund, seit aber ca 8 Jahren nur mehr sehr sehr sehr wenige, weil ich eh wieder verlassen werde,wie so oft.. Mein Glück war,dass ich schon 3x richtig VERLIEBT WAR; ABER SOOOO RICHTIG; und nicht nur ich, er auch, aber a hats auch nicht geklappt,weil ich in manchen Moment "komplett falsch" reagiert habe,als "normale" menschen..
Mein nächster Plan für den Nächsten vielleicht richtigen: Vielleicht einfach wirklich 1-2 jahre nix von meiner Krankheit sagen und nur selten treffen, damit sie sich volle in mich verlieben? Kann ja nicht sein,dass ich mir keinen Mann halte, wenn ich doch sooo oft lese,dass auch Borderliner/innen Freund/Freundin/mann/Frau haben...Mit richtigen drogen (außer wenige joints) hab ich schon lang nix mehr zu tun, auch aufschlitzen tu ich mich,seit dem letzten Krankenhausbesuch (Sie haben mich nähen müssen) nicht mehr.. Habe schon öfter nix gekifft,dann brauch ich halt meine 1-5 selbstegedrehten /tag. Alk mag ich überhaupt nicht..
Bin recht normal,aber in manchen Situationen eben nicht.. erst letztens als ich mit dem rad ohne licht von der polizei aufgehalten wurde u sie meinen namen wollten, hab ich getrotzt und einfach nix gesagt... im endeffekt,bin ich mit handschellen,nach heftigen handgreiflichkeiten (von der polizeit aus,ich war cool) abegeführt worden! WEGEN FAHREN OHNE LIcht, ca 50m bis zu meinem Haus..
Ich habs nicht geschafft ordnungsgemäß zu antworten,weil diese idioten bullen einfach sooo lächerlich und unauthoritär gewirkt haben auf mich....
ALSO WIE BLEIBT MAN IN EINER "VERRÜckten" (so nenn ich mich als borderlinerin selbst) WEITER VERLIEBT! DARF MAN DIESE KOMISCHEN GESCHICHTEN WOHL NICHT SO SCHNELL ERZÄHLEN?! und die narben? was soll ich da antworten? erzähl ich dir in 1-2 jahren, mit einem lächeln?.. haha

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18. August 2013 um 10:57

Hey
Ich versteh Dich so gut, ich bin in der gleichen Situation nur leider nicht als Partnerin sondern als Freundin! Alle schreiben über Partnerschaften aber in einer Freundschaft ist das alles genauso, meine Freundin hat Borderline, ich liebe Sie, aber nicht auf die lesbische Art sondern einfach weil in guten Zeiten alles zwischen uns passt! Ich hab mir schon sooft Gedanken gemacht ob ich mir das länger antun soll, aber ich komm einfach nicht weg von ihr, will sie nicht allein lassen und dabei brauch sie mich gar nicht, vermute ich ab und zu, es gibt Wochen da meldet sie sich täglich und schreibt mir lustige Dinge, dann kommen die Wochen da missachtet sie mich und macht so als ob sie mich gar nicht kennt, dann wieder rum kommen die Wochen wo sie arrogant und schlau wirkt und mich verbessern will. Aus Gesprächen (also nicht über Borderline) hör ich heraus das sie das nicht will, besser wirken, schlauer sein oder verletzen, aber sie tut es andauernd! Zur Zeit gebe ich ihr das Gefühl sie kann bei mir machen was sie will, sich verhalten wie sie will und ich spreche sie auf keine Veränderungen von ihr an, lass sie also absolut gehen, nur damit ich sie nicht verliere und damit ich nicht zu aufdringlich auf sie wirke, aber ich leide unwahrscheinlich an dieser Situation, sie fehlt mir und meinem Herzen, schreib ich ihr bekomme ich nichts zurück oder nur ein *ich weiß nicht was ich darauf antworten soll* zurück Vor kurzem habe ich ihr gesagt das ich oft an sie denke bei bestimmten Situationen wo lustig sind, dann hat sie gesagt *ich denk auch oft an Dich* wie soll ich das verstehen wenn sie mich zur Zeit wieder gar nicht beachtet?? Ich hoffe ihr könnt mir auch helfen, obwohl es hier nur um eine Freundschaft geht die ich unbedingt behalten möchte, scheiss auf Borderline! Diese Menschen sind im tiefsten Inneren toll und sie brauchen auch Freunde und Liebe egal wie sie sind, das muss doch einfach gehen, oder liege ich da falsch?

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26. April 2017 um 18:05
In Antwort auf halvar_12892191

Hallo,
bin dann neu hier, heiße Thomas bin 39 Jahre und ja, bin ein "Coborder",
mag den für mich gefaßten Entschluß nicht abändern. Bin mir aller Gefahren bewußt. Ich werde einen weiten Weg mit einem Menschen, welchen ich Liebe, der Borderline hat gehen.

Ich bin vielen hier gegenüber wahrscheinlich im Vorteil, da Sie seit Jahren in Therapie ist, Essanfälle eher einmal die große Ausnahme sind, das Ritzen seit Jahren nicht mehr stattfindet. Jedoch Sie sich täglich der Frage stellen muss, esse ich oder nicht. Sie jeden Tag Ihre Joints braucht. Jeder Tag eine neue herausvorderung ist.
Die Wutanfälle hat Sie sehr im Griff, zieht sich zurück.
Ihr Gewicht muss halt immer im "Toleranzbereich" sein.

Es begann bei uns vor einem Jahr etwa, mit kennenlernen ... und wie sooft haben wir die Mondrakete überholt, so schnell schossen wir in die Liebe und ich in die Abhängigkeit.

Ihr wurde es zu eng, und Sie brach aus (Anfang Dezember). Sie kommunizierte mir eigentlich von Anfang an alles, Grenzenlos, Bulimi, Ritzen alles aus der Vergangenheit, ja ich hab es wahrgenommen, aber wenn ich ehrlich bin, zu dieser Zeit war ich auf rosa Wolken .... und dachte ok Vergangenheit ....

Hab dann erstmal alle Fehler gemacht die man machen kann ... Nachlaufen, anbetteln, um eine Chance gefleht.
Jedoch fand ich dann ein Board, dort geht es um Liebe und zurück gewinnen des EX`s, hab Bücher gelesen Ich Lieb dich nicht, wenn du mich liebst, Expartner zurück gewinnen, Lob des Sexismus usw.

Als ich anfing mich zu distanzieren kam Sie wieder näher, wir haben heute eigentlich täglich Kontakt, Sie meldet sich, wir gehen spazieren, sprechen usw. Eigentlich haben wir eine sehr intime Wortbeziehung, jedoch fehlt mir jeglich körperlicher Kontakt. Das geht seit Wochen so. Ich und jeder Mensch dieser Welt denkt, Sie kommt näher und näher und dann ist Sie wieder weg. Ich bin Ihr "Vertrauensmensch".

Als ich Sie einmal draufansprach, schloß Sie eine Partnerschaft "zur Zeit" (so ziemlich das schlimmste was man einem Liebeskranken Menschen sagen kann) aus, da ich Sie zu Zeit runterziehen würde, klar ein Mensch mit Liebeskummer is wohl nicht derjenige welcher Kraft zu geben hat, und mit einem Lächeln einen anderen Menschen aufbauen kann.

Dann kam mir der Gedanke an Ihre Krankheit und das Verhalten. Ich suchte für mich einen Therapeuten auf. Fand heraus das bei mir eine Co-Abhängigkeit besteht. Ich nahm mir Zeit um mir über mich und das was ich möchte Klar zu werden.
Da ich mehrfach den liebevollen Menschen in Ihr kennenlernen durfte, leider nur Momentaufnahmen, steht mein Entschluß fest an Ihr festzuhalten, mit Ihr einen hoffentlich langen Weg gemeinsam zu gehen.

Ich kann jeden Menschen verstehen, welcher mir abrät, kann jeden Menschen verstehen welcher mir sagt ich halte das nicht durch. Vielleicht haben all diese Menschen Recht, jedoch für mich ist die Krankheit kein Monster, der Mensch dahinter kein Ekel. Keiner würde sich das wohl Selbst antun, oder freiwillig diese Art zu leben sich suchen.

Was ich mir hier erwarte, ist hoffentlich Menschen zu finden, die in der selben Situation wie sind, einen Austausch zu haben, Ratschläge zu erhalten. Das wäre meine Bitte an all die Menschen die dies hier lesen.

Danke für Eure Zeit


Hi , bin gerade in einer ähnlichen Situation wie du damals ...bist du hier im Forum noch aktiv ? Evtl könntest du mir paar Ratschläge geben 

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