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Borderline

7. November 2009 um 11:17

Hallo ihr lieben,

ich wende mich heute mal an euch, da ich gerade nicht mehr weiter weiß und nicht weiß was ich machen soll...

also ich selbst habe vor einigen jahren die diagnose borderline bekommen und eine therapie damals abgebrochen. nun war ich auf der suche nach einem neuen therapieplatz , doch kann die ewigen wartelisten nicht abwarten. Der einzig freie platz wäre bei meinem therapeuten von damals-ist das sinnvoll??

ich habe das gefühl bei meinen seelischen problemen kann man mir gar nicht helfen-ich kanns mir nicht anders vorstellen als genau so wie eben immer! aber fast noch schlimmer sind meine stänigen Kopfschmerzen und migräne... hab alles checken lassen, war im kopfschmerzzentrum...kann so starker schmerz wirklich von der Psyche kommen???

Ich zerbreche mir tatsächlich den kopf ständig -vor allem über meine mutter...sie ist sehr depressiv, hat schon fast Verfolgungswahn (alle wollen ihr etwas böses...alle mobben sie, dabei tut sie das eher!) sie ist auch ein Hypochonder (dazu kommen reale krankheiten wie hautkrebs und diabetes seit kurzem leider), sie trinkt auch leider und sagt oft sie will nicht leben etc-ich boin quasi der seelenmülleimer von allen...aber will ja auch niemanden im stich lassen-außer mich anscheinend! sie und mein vater...das ist schon krass-ein Bsp. sie trinkt und fällt im suff gegen eine metallkante, platzwunde, sie verschmirt das blut im hausflur und ruft die polizei und erzählt mein vater hätte sie verprügelt... solche storier passieren gelegentlich und sie glaubt das dann auch wirklich in ihrer version... das belastet mich stark. dazu kommt, dass ich selbst genug probleme habe und dann noch mann und sohn (2) für die ich dasein muss...

ich selbst leide an depressiven verstimmungen, Ängsten(vor allem: leben, sterben, dunkelheit, allein sein, krankheiten, vor fehlern-weshalb ich auch angst vorm arbeiten habe zB) habe immer das gefühl zu schlecht zu sein und wenn ich lobbekomme oder eigentlich "gut" bin, dann denke ich ich mache allen nur was vor und fühle mich dann noch schlechter und muss mich quasi jeden tag neu beweisen... ich fühle mich daher wirklich quasi arbeitsunfähig,weil ich so sehr angst vor fehlern habe-aber ich bin 24!!!! ich hab auch schon vieles angefange und abgebrochen-weil ich mich immer überfordet füle-nur meine ausbildung habe ich vorzeitig mit auszeichnung bestanden und trotzdem denke ich ich kann nix dazu kommt diese langeweile trotz genug zu tun. ich kann mich nicht aufraffen bin momentan krankgeschrieben und sitze nur auf der couch- die wohnung mache ich sauber etc aber alles strengt mich an nervt mich etc... ich möchte nur sitzen und nix tun... aber ich muss doch für meinen sohn da sein...das versuich ich auch, aber es ist so schwer... und mir ist so langweilig-aufraffen kann ich mich trotzdem nicht nur wenn mein mann da ist-mit ihm will ich quasie alles nachholen und action haben...

allgemein finde ich mein leben irgendwie "doof"... der gedanke irgendwann ohne meine l,ieben zu sein, nicht zu wissen was mich erwartet etc...

ich könnte ewig über meine sorgen etc schreiben...fakt ist, ich habe angst, das eine therapienix bringen wird und ich ewig soweiterleben muss...


und meine mutter...was soll ich mit ihr machen? sie macht mich kaputt aber ich kann sie nicht im stich lassen, dann geht sie ganz unter...

würde mich auch sehr über engeren kontakt zu gleichgesinnten freuen (kann sonst mit keinem wirklich reden...)


danke schonmal


liebe grüße

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10. November 2009 um 14:55

Borderline
Hallo talisha24,

Es gibt mehrere gute Therapiemöglichkeiten;

Familiensystemisch (halte ich bei Euch für sinnvoll),
kognitive Verhaltenstherapien,
Anti Depressiva
Psychotherapien etc etc

Und wenn Du ernsthaft dabei bleibst und "mitarbeitest", musst Du keine Angst haben, dass eine Therapie "nichts bringt".

Borderline kann leider auch genetisch vererbt werden und wenn ich lese, was mit Deiner Mutter los ist...


Warum hast Du dir Therapie damals abgebrochen?!
Gut, dass Du für Dich entschieden hast eine neue zu beginnen, - dass kann ich Dir auch wirklich ans Herz legen, denn alleine wirst Du das alles kaum bewältigen können.

Wohnst Du noch zu Hause? Ausziehen wäre sinnvoll um Abstand zu bekommen. Du fühlst Dich verantwortlich für Deine Mutter, aber Du alleine wirst ihr nicht helfen können und musst Dich in erster Linie um Dich selbst kümmern.

Wenn Du nicht alleine wohnen willst/kannst, gibt es auch die Möglichkeit der ambulanten bzw stationären Betreuung. -

Es gibt diverse Einrichtungen (Die Brücke, Diakonie etc), die für darauf spezialisiert sind; zB. durch ambulante Betreuung/ Bezugsbetreuer, so dass Du auch ausserhalb Deiner Theraphiesitzungen einen Ansprechpartner hast.

Vielleicht konnte ich Dir damit ein wenig weiterhelfen.

LG

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