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Bin Verzweifelt - Eltern sind Alkoholkrank

5. Januar 2015 um 16:37

Hallo alle zusammen! Ich weiß inzwischen einfach nicht mehr was ich machen soll, ich weine mir seit Tagen die Augen aus dem Kopf...
Meine Eltern haben seit ich denken kann ein Problem mit Alkohol (bin jetzt 16), es ist nicht so das sie jeden Tag trinken sondern eher das wenn sie angefangen haben einfach nicht mehr aufhören können. Zum Beispiel wenn wir etwas zu feiern haben wie Geburtstage dann trinken sie halt mal ein wenig was, jedoch hört das damit nicht auf. Sie holen sich dann in ihrem Rauschzustand direkt noch ein paar Flaschen Schnaps und sind wirklich eine bis zwei Wochen durchgehend sturz betrunken! Mit ihnen ist nichts mehr anzufangen. Und wenn sie mal wieder wach sind, dann nur um noch ein paar Schlücke aus der Flasche zu trinken und rauchen zu gehen. Das Problem ist dabei noch das mein Vater schrecklich aggressiv wird wenn er trinkt, er regt sich bei jeder Kleinigkeit auf und schlag direkt auf meine Mutter ein - ich versuche da meistens zwischen zu gehen, aber habe auch Angst das er mir was antut.
Schade ist es mir besonders um meinen kleinen Bruder (11 Jahre alt), er peilt das alles noch nicht richtig und hält einfach die 1-2 Wochen durch und dann ist alles wieder in Ordnung für ihn. Jedoch habe ich in den 2 Wochen die ganze Verantwortung auf mir, da meine Eltern weder putzen, Wäsche waschen oder gar Essen für uns machen (Notfalls schicken sie uns los um Fastfood zu holen, immerhin bekommen sie selber auch irgendwann mal hunger...).
Ich bin total verzweifelt, und Heute war mir alles einfach zu viel. Aus Wut hat mein Vater sein Handy und das meiner Mutter zu Schrott geschlagen und ist das heute selber los (vollkommen betrunken) und hat zwei neue geholt. Hab natürlich gefragt wie zur Hölle er da hin gekommen ist, er meinte das mein Onkel ihn gefahren hat, ich hoffe sehr das es stimmt und das er nicht selber gefahren ist... Langsam wird das alles zu gefährlich und ich mache mir Sorgen das irgendwas schlimmeres passiert. - Zumal meine Oma schwer krank geworden ist und im Krankenhaus liegt und meinen Vater sehr braucht, er sich jedoch ein Dreck darum schert. Ich habe Angst das irgendwas passiert und er einfach nicht in der Lage ist sich darum zu kümmern.

Jedenfalls weiß ich nicht recht was ich machen soll. Ich hatte überlegt das Jugendamt zu informieren und mich vielleicht in ein Betreutes Wohnen schicken zu lassen, nur bezweifel ich dass das geht. Immerhin trinken meine Eltern nicht durchgehend und es ist "nur" alle 2-3 Monate mal (dafür leider ganze zwei Wochen...). Ich weiß nicht ob das nicht für die dann anders gelöst wird.
Außerdem bin ich mir sicher das mein Bruder hier definitiv nicht weg will, und erst recht nicht in ein Heim oder zu einer anderen Familie, das würde total das Theater geben und eskalieren - auch von der Seite meines Bruders, er hält eben einfach noch zu ihnen. Aber ich kann das nicht mehr, egal wie oft ich mit ihnen dann nüchtern darüber rede, es ist immer sowas wie "Ist doch halt so schlimm, du übertreibst total" oder "Wir haben auch Probleme zu verarbeiten, misch dich da nicht ein" oder eben das es natürlich nie wieder vorkommt...

Ich weiß nicht wie ich das regeln soll, damit auch alle mit der Situation halbwegs einverstanden sind und wir bzw. mein Bruder nicht einfach aus der Familie gerissen wird. Das wäre vermutlich das schlimmste was passieren kann.

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5. Januar 2015 um 23:44

Rat
Ich habe keine Ahnung von Alkoholsucht aber ich kann dich nur darin bestärken, dein leben selbst in die hand zu nehmen. du kannst versuchen mit deinen Eltern zu reden wenn sie mal im nüchternen zustand sind. du musst ihnen genau das sagen, was du hier aufgeschrieben hast..Wenn es dann wieder eskaliert musst du diesen Schritt gehen. dein bruder wird es dir irgendwann danken. auch wenn es hart ist. du bist stärker als du denkst - du hast genau die richtigen ansätze!

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5. Januar 2015 um 23:54

Sorry
du hast ja geschrieben, dass das reden auch im nüchternen zustand nichts bringt. Deine Eltern brauchen Hilfe, die du ihnen nicht geben kannst. Solange sie es nicht selbst einsehen, wird nichts passieren. Vielleicht muss ja mal wirklich die Bombe platzen, damit sie wach werden. Egal was du machst, es wird schwierig. Dann doch lieber den Weg gehen und dafür sorgen, dass es euch auf lange Sicht gut geht (also hilfe beim Jugendamt suchen).

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6. Januar 2015 um 0:00
In Antwort auf kaya_12359852

Sorry
du hast ja geschrieben, dass das reden auch im nüchternen zustand nichts bringt. Deine Eltern brauchen Hilfe, die du ihnen nicht geben kannst. Solange sie es nicht selbst einsehen, wird nichts passieren. Vielleicht muss ja mal wirklich die Bombe platzen, damit sie wach werden. Egal was du machst, es wird schwierig. Dann doch lieber den Weg gehen und dafür sorgen, dass es euch auf lange Sicht gut geht (also hilfe beim Jugendamt suchen).

Danke für die Antwort!
Ich bin mir ziemlich sicher das ihnen klar ist das sie ein Problem haben, das haben sie auch schon oft genug zugegeben, nüchtern wie auch betrunken. Aber sie machen nichts dagegen, sie nehmen es einfach in kauf das wir ein paar Tage sauer auf sie sind wegen der Aktion und denken das alles wieder ok ist, bis sie wieder abstürzen.
Ich glaub wirklich nicht das ich es schaffe zum Jugendamt deswegen zu gehen, mein Bruder würde das einfach nicht verstehen und ich will ihm das Leben nicht noch schwerer machen als es so schon ist.

Habe jedoch mal den Caritas Verband in unserer Nähe angeschrieben und gefragt wie das in solchen Fällen geregelt wird. Vielleicht können die mich irgendwie in der Hinsicht leiten, einfach so zum Jugendamt kann ich nicht.

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9. Januar 2015 um 15:35

Sehr viel Eigeninitiative gefragt!
Ich weiß wie es dir geht. Mein Vater ist schwerer Alkoholiker also kann ich in etwa nachvollziehen wie es abläuft.

Da du wahrscheinlich aus Deutschland bist, kann ich dir keine konkreten Tipps od Links geben. .bin aus Österreich :/

Aber im Internet kannst du eigentlich alles finden und es gibt in Deutschland sicher auch Servicelines wo man Informationen bekommt.

Du solltest versuchen alles systematisch anzugehen und vl nicht direkt zum Jugendamt.. wenn das Sozialsystem in Deutschland so ähnlich ist wie in Österreich kann das schnell nach hinten losgehen.

ABER du musst unbedingt etwas tun! Mit reden wirst du nicht erreichen. Ich sag dir das ganz direkt, damit du keine Zeit verschwendest oder dir falsche Hoffnungen machst.

Mit systematisch meine ich:

Such dir alle notwendigen Telefonnummern aus dem Internet. Stellen die dir zuverlässige Informationen geben können. Ruf vl anonym beim Jugendamt an, anonym deshalb, damit nicht unabsichtlich etwas ins rollen kommt.

Informiere dich über die Möglichkeiten. Betreutes Wohnen, wenn ja, kannst du mit deinem Bruder zusammen untergebracht werden(was üblich ist). wie schnell geht das, wie ist der Ablauf,

Wichtig sind auch beweise.. ohne geht es leider nicht..

Also am bestens legst du dir ein Tagebuch zu.. in dem notierst du alles ganz genau. wie viel deine Eltern trinken, wenn sie aggressiv sind, wenn sie sich schlagen, wenn es nichts zum essen gibt, also alle negativen Vorkommnisse.

Am besten peinlich genau(Datum, Uhrzeit, Ort, Beschreibung) also wirklich alles.. und am besten handschriftlich und online .. was natürlich noch ideal ist wenn du alles Fotografierst und dann abspeicherst, leg dir zb zwei online email accounts an und schick dir so die Bilder selbst. Dann sind sie sicher abgespeichert.

Du musst wirklich genug Beweise sammeln.. weil wie du sagst .. sie haben Phasen wo sie nichts trinken.. und da Behörden ein super Timing haben .. kommen sie genau dann wenn aufgeräumt ist und die Mama grad das essen serviert.

Lass den Kopf nicht hängen du schaffst das !

Kannst mich jederzeit auch privat anschreiben

lg

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11. Februar 2015 um 0:03

Fühle mit dir
Meine Mutter ist auch alkoholkrank seit ich denken kann. Ich bin 24 Jahre alt und habe viel durchgemacht. Wende dich an eine Beratungsstelle und recherchiere mal beim Jugendamt, ob es für dich und deinen Bruder einen Ausweg aus diesem Horror gibt. Mittlerweile weiß ich, dass man Alkoholikern nicht helfen kann - du kannst nur dir selbst und deinem Bruder helfen, indem ihr (auch wenn das unmöglich erscheint) das Weite sucht. Das klingt hart und es braucht manchmal lange Zeit, bis man zu dieser Erkenntnis kommt, aber das ist (nach meiner Erfahrung) das Beste für Angehörige oder Freunde von Abhängigen.
Wie ging es bis jetzt weiter seit du hier geschrieben hast?
Lg

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16. Februar 2015 um 22:22

Meine Mutter ist schwer alkoholkrank
Ich weiss also leider, wie es dir und deinem Bruder ergeht.
Mein Vater versucht, den Alkoholkonsum meiner Mutter einzuschrenken, scheitert aber und versucht sich selbst abzuschießen. Klappt bisher scheinbar gut -.-
Ich bin noch 22., habe einere ältere Schwester (26. Jahre). Mittlerweile ist es os heftig, das wir auch mal den Krankenwagen rufen. Meine Mutter auslachen, wenn sie wie ein Käfer (Franz Kafka) auf dem Boden liegt und nicht mehr hoch kommt.
Es klingt furchtbar grausam, aber wir haben alles mögliche getan, um meiner Mutter (und mittlerweile auch meinem Vater) zu helfen. Es bringt nichts.
Ruf beim Jugendam an, was anderes kann ich dir bei deinem und deines Bruders jungen Alter nicht raten.
Ihr müsst zusammenhalten, poche bei der dafür zuständigen Sachbearbeiterin darauf, dass ihr zusammenbleiben könnt. So kannst du ein Auge auf deinen Bruder werfen (wenn du das willst) und ihr bleibt zusammen und könnt weitesgehend normal zusammen aufwachsen.
Es tut mir wirklich leid, ich kriege sowas zuhause schon seitdem ich 12 bin mit. Man kann leider nichts gegen die Alkoholsucht der Eltern unternehmen.
1. Sie glauben dir nicht, stempeln dich als doof und unerfahren ab.
2. Sie verprügeln dich im Notfall, damit du still bist und nichts nach außen dringen lässt ("Familie" ist schließlich alles)

Nur ist es bei mir weniger der Vater, der prügelt, sondern eher die Mutter. Sie prügelt nicht (unbedingt, direkt).
Worte können bleibender verletzen, als Prügel!

Ich wünsche euch viel Glück, bei eurem weiteren Lebensweg.
Drücke euch beiden ganz fest die Daumen!!!

lg Predbabe24

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22. Februar 2015 um 12:17

Sowas ähnliches
Hallo kniickliicht !
Ich kann nachvollziehen wie du dich in solch einer Situation fühlst und vorallem das du dir sorgen um deinen Bruder machst . Nach dem Verlust meiner Schwester vor 5 Jahren hat meine Mutter angefangen zu trinken und das oftmals täglich .!
Als ich alt genug war um ihr zu zeigen wie viel sie dadurch eigentlich kaputt macht konnte ich sie überreden eine Therapie zu machen . es ist vielleicht nicht die beste Lösung um seine Mutter darauf aufmerksam zu machen aber ich habe meiner Mutter einen Brief geschrieben in dem ich ihr schrieb das ich mich umbringen wollen würde ( was natürlich nicht der Fall war) so rief sie in meiner Schule an und sprach mit den Sozialhelfern . Die das Problem zwischen ihr und mir auch sofort erkannten und ihr auch ausdrücklich dazu rieten eine aTherapie zu beginnen oder sich zumindest einmal beraten zu lassen . Natürlich schlägt so eine Therapie nicht sofort an . aber es hat sich aufjedenfall gebessert ! .
Ich finde es übrigens sehr Tapfer und mutig von dir solch eine Verantwortung auf dich zu nehmen .
Ich würde vielleicht auch mal zum Jugendamt gehen, Jugendamt heißt nicht immer gleich das die Kinder aus der Familie raus genommen werden . sie können auch Sozialarbeiter vermitteln die mit deinen Eltern reden oder dir auch helfen bei der Schule etc.
Oder vielleicht auch mal im Kinder-Jugend Notdienst nachfragen .
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!
LG

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22. Februar 2015 um 13:07

Wollte mich mal wieder melden..
Also soweit ist alles wieder "gut". Seit dem letzten mal waren sie nicht mehr wieder so betrunken, heißt aber eigentlich nichts in dem Fall.
Habe mich aber (anonym) erstmal bei unserer Jugend & Familien Hilfe gemeldet und ihnen geschildert was los ist. Den Schritt zum Jugendamt traue ich mich noch nicht, auch wenn es wahrscheinlich nötig wäre aber davor habe ich noch Angst. Der Berater dort hat mir jedenfalls angeboten, dass wenn es wieder schlimm wird, das ich mich bei ihm melden kann und wir erstmal ohne irgendwas offiziell zu machen uns darüber unterhalten und er mich unterstützen kann, was mir auch sehr hilft, da nicht gleich jemand zu uns geschickt wird.

Nochmal danke für eure Beiträge, hat mich irgendwie befreit darüber zu schreiben und eure Beiträge zu lesen, vor allem das immer mehr Hilfe dazu kommt.

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12. April 2015 um 23:13

Und es ist wieder so weit...
Ja, lange hat's angehalten (ganze 4 Monate), aber nun haben sie wieder ordentlich was getrunken. Es ging 3 Tage lang, bis mein Papa wieder zur Arbeit musste und von einem zum anderen Moment aufgehört hat zu trinken und auszunüchtern, finde ich super, wenigstens hat er sich so weit unter Kontrolle, dass er weiß wann es ernst ist und man aufhören sollte mit der scheiße. Meine Mutter ist seit einer Woche fast unverändert, und trinkt vermutlich heimlich, weil sie einfach nicht scheint nüchtern zu werden, obwohl sie behauptet nichts mehr getrunken zu haben. Das riesige Problem ist nun das mein Papa Morgen Nachmittag für eine Woche weg fährt und ich dafür eine Austauschschülerin zu Besuch bekomme. Ich verstehe einfach nicht wieso zur Hölle meine Mutter nicht versteht wie ernst das ist, ich will doch nicht das mein Besuch irgendwas von ihrem Gesaufe mit bekommt, was denkt die sich eigentlich.
Mein Papa hat ihren Vorrat gefunden und ausgekippt, bis Morgen kann sie sich nichts mehr holen und nüchtert die Nacht hoffentlich so weit aus, dass sie endlich in den Kopf bekommt das jetzt eine fremde Person bei uns wohnen wird und man da einfach nicht weiter betrunken auf der Couch liegen kann. Habe ganz schöne Angst das sie die Gelegenheit, das mein Papa weg ist, nutzt und sich ordentlich voll laufen lässt wie sie es sonst auch gemacht hat. Wenn es wirklich so weit kommt weiß ich überhaupt nicht was ich machen soll mit dem Mädchen, sie soll es doch nicht sehen... Bin gerade wirklich extrem verzweifelt, aber kann eigentlich auch nicht mehr machen außer warten und hoffen.

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12. Mai 2015 um 18:08

Alleine schaffst du es nicht...
Hallo, mir geht es teilweise wie dir, das es bei mir nur meine Mutter ist
Bin mit 25 Jahren und nach 15 Jahren Sucht meiner Mutter immer noch täglich verzweifelt. Frage mich manchmal wie wir das sxha

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12. Mai 2015 um 18:25
In Antwort auf kasi_12511063

Alleine schaffst du es nicht...
Hallo, mir geht es teilweise wie dir, das es bei mir nur meine Mutter ist
Bin mit 25 Jahren und nach 15 Jahren Sucht meiner Mutter immer noch täglich verzweifelt. Frage mich manchmal wie wir das sxha

...
Sorry habe mittendrin absenden geklickt -.-
Also...ich kann dir nur sagen das man es alleine nicht schafft. Mein Vater und ich Leben auch leider nur von Wochenende zu Wochenende, ein riesen Fehler, aber sonst würden wir verrückt werden. Da wir regelmäßig diskutieren, streiten...
Wir machen es nur schlimmer, es ist nur noch eine Frage der Zeit, da sie jeden Tag trinkt und nur hochprozentiges...
Ich weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll. Ich kann dir nur sagen du brauchst HILFE, weil es nicht nur um ihr Leben geht, sondern um deins und von deinem Bruder. Lasst es nicht so laufen, mach nicht den selben Fehler...
Es beeinflusst seit 15 Jahren mein Leben, oft mache ich meinem Vater und meinem Bruder Vorwürfe weil sie nichts getan haben und ich das alles jetzt mitmachen muss. Weil mein Bruder verheiratet uns weg ist. Ich fühl mich im Stich gelassen...
Deswegen musst du jetzt was tun und deinem Bruder helfen.

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28. Mai 2015 um 18:16

Meine Mutter ist auch abhängig
Hey Leute
Wollte mich hier mal melden, weil ich gerade zum Thema gegooglet habe und damm gesehen habe, dass man sich hier gut austausche kann.
Hört sich krass an, aber zur Zeit stört es mich nicht mehr. oder sagen wir lieber es stört mich, dass meine Mutter abhängig ist, ich weiss aber, dass man daran nichts ändern kann und denke auch, dass ich mich mittlerweile schon dran gewöhnt habe. Seit ich denken kann ist es so. Unsere siebenköpfige Familie ist auseinandergebrochen, weil meine Mutter schon seit ca. 16 Jahren trinkt, also seit dem ich 1 war. Mein Vater wusste es bereits... mit dem Alter haben meine Schwester und ich uns immer gefragt, wieso denn Mama schon wieder so "komisch" ist... sie hält es immernoch vor uns versteckt. meine 2 ältesten Schwestern haben sich von mama abgekapselt, sind früh ausgezogen und wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben. Unsere Geschwisterbeziehung wird besser und baut sich allmählich wieder auf- wir hatten eine ganze Zeit keinen Kontakt mehr durch Mama. Früher gingen wir davon aus, dass Papa an der Trennung zwischen unseren Eltern schuld wäre, da Mama uns immer eingeredet hat, dass er der Böse ist. Jedenfalls bin ich mir heute im Klaren, dass Papa keinerlei Schuld trifft, sondern bin ihm eher dankbar, da er mich stützt. Klar, wir haben nicht die tollste Vater-Tochter-Beziehung, aber ich habe das Gefühl, dass man mit meiner Mutter mittlerweile nicht mehr reden kann. Ich hatte schon seit ich klain auf bin den Wunsch wie meine großen Geschwister auszuziehen. Jetzt sind alle weg nur ich nicht... ich muss schauen, wo und was ich denn studieren kann, um wegzuziehen. Was mich halt stört ist dieses Gefühlschaos. Den einen Tag scheint sie noch nüchtern zu sein (naja... ich weiss aber, dass sie auch auf keinen fall mehr nach den Jahren ohne Alkohol kann) , den anderen Tag ist sie sturzbetrunken, geht sogar ans telefon! Es ist mit einfach nur noch unangenehm... Trotzdem tun wir wenn sie normal ist einen auf Happy familiy und wenn sie betrunken ist, ignoriere ich das ganze oder breche in Tränen aus -kommt ganz auf die Situation drauf an. Was ich mich bis heute Frage ist, wieso sie es immer noch vor mir versteckt und wieso sie nicht einsieht dass ich endlich ausziehen will. Klar wir haben genug platz... ich könnte ne gesamte Etage haben, aber ich will doch auch nur einmal spontan Freunde zu mir einladen können oder ähnliches. An den normalen Tagen hab ich sie sooo lieb, aber dann kommt einfach jedes mal der wendepunkt, wo ich sie so sehr hasse und nie wieder etwas mit ihr zu tun haben will. Wenn meine Schwester (die, die noch Kontakt zu mama hat) uns besucht, hat mama immer den pegel, bei dem sie nüchtern zu sein scheint. Wennn meine schwester wieder weg ist geht sie in den Keller und kommt betrunken wieder. lächerlich, dass sie es versteckt. und das schlimmste ist, dass man deutlich merkt, dass sie "einige" Gehirnzellen verloren hat.

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29. Mai 2015 um 20:50
In Antwort auf joann_12455617

Meine Mutter ist auch abhängig
Hey Leute
Wollte mich hier mal melden, weil ich gerade zum Thema gegooglet habe und damm gesehen habe, dass man sich hier gut austausche kann.
Hört sich krass an, aber zur Zeit stört es mich nicht mehr. oder sagen wir lieber es stört mich, dass meine Mutter abhängig ist, ich weiss aber, dass man daran nichts ändern kann und denke auch, dass ich mich mittlerweile schon dran gewöhnt habe. Seit ich denken kann ist es so. Unsere siebenköpfige Familie ist auseinandergebrochen, weil meine Mutter schon seit ca. 16 Jahren trinkt, also seit dem ich 1 war. Mein Vater wusste es bereits... mit dem Alter haben meine Schwester und ich uns immer gefragt, wieso denn Mama schon wieder so "komisch" ist... sie hält es immernoch vor uns versteckt. meine 2 ältesten Schwestern haben sich von mama abgekapselt, sind früh ausgezogen und wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben. Unsere Geschwisterbeziehung wird besser und baut sich allmählich wieder auf- wir hatten eine ganze Zeit keinen Kontakt mehr durch Mama. Früher gingen wir davon aus, dass Papa an der Trennung zwischen unseren Eltern schuld wäre, da Mama uns immer eingeredet hat, dass er der Böse ist. Jedenfalls bin ich mir heute im Klaren, dass Papa keinerlei Schuld trifft, sondern bin ihm eher dankbar, da er mich stützt. Klar, wir haben nicht die tollste Vater-Tochter-Beziehung, aber ich habe das Gefühl, dass man mit meiner Mutter mittlerweile nicht mehr reden kann. Ich hatte schon seit ich klain auf bin den Wunsch wie meine großen Geschwister auszuziehen. Jetzt sind alle weg nur ich nicht... ich muss schauen, wo und was ich denn studieren kann, um wegzuziehen. Was mich halt stört ist dieses Gefühlschaos. Den einen Tag scheint sie noch nüchtern zu sein (naja... ich weiss aber, dass sie auch auf keinen fall mehr nach den Jahren ohne Alkohol kann) , den anderen Tag ist sie sturzbetrunken, geht sogar ans telefon! Es ist mit einfach nur noch unangenehm... Trotzdem tun wir wenn sie normal ist einen auf Happy familiy und wenn sie betrunken ist, ignoriere ich das ganze oder breche in Tränen aus -kommt ganz auf die Situation drauf an. Was ich mich bis heute Frage ist, wieso sie es immer noch vor mir versteckt und wieso sie nicht einsieht dass ich endlich ausziehen will. Klar wir haben genug platz... ich könnte ne gesamte Etage haben, aber ich will doch auch nur einmal spontan Freunde zu mir einladen können oder ähnliches. An den normalen Tagen hab ich sie sooo lieb, aber dann kommt einfach jedes mal der wendepunkt, wo ich sie so sehr hasse und nie wieder etwas mit ihr zu tun haben will. Wenn meine Schwester (die, die noch Kontakt zu mama hat) uns besucht, hat mama immer den pegel, bei dem sie nüchtern zu sein scheint. Wennn meine schwester wieder weg ist geht sie in den Keller und kommt betrunken wieder. lächerlich, dass sie es versteckt. und das schlimmste ist, dass man deutlich merkt, dass sie "einige" Gehirnzellen verloren hat.

...
Verstehe dich vollkommen es ist wie ein (Alb)Traum manchmal...es passieren so viele schlechte Dinge durch einen menschen der dir alles bedeutet und am anderen tag ist es wieder als wäre nichts. Manchmal will einfach nur das es aufhört...
Habe so oft angedroht zu gehen und den Kontakt vollkommen abzubrechen, aber ich kann es nicht.
Ich kann meine Eltern nicht alleine lassen.
Aber wenn ich daran denke das ich heiraten werde und Kinder kriegen werden in nächster Zeit, dann kann es nicht so bleiben. Da ich meine Mutter an meiner Seite brauche, da ich total an meinen Eltern hänge.
Habe mir vorgenommen das wieder mal zu thematisieren und mir Hilfe zu suchen. Es hat lange gedauert bis ich ehrlich zu mir selbst war und das Thema überhaupt im Internet recherchiert habe. Das ich hier das niederschreibe ist eine riesen Erleichterung, da ich niemals mit jemanden außer meinen Eltern und meinem Bruder darüber geredet habe. War kurz vorm Zusammenbruch, da mein zukünftiger Mann mit uns zusammen lebt und das mitbekommt das etwas nicht stimmt unter der Woche, allein durch das essen...wenn sie in diesem Zustand essen macht...
Weiß nur nicht wie ich anfangen soll, wo ich suchen soll. Ich kann noch nicht aufgeben...

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29. Mai 2015 um 8:27
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