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Bin ich so oberflächlich?

16. Mai 2012 um 15:07 Letzte Antwort: 18. Mai 2012 um 10:29

Hallo,
ich melde mich auch wiederr, einige werden mich garnicht, andere evtl. nicht mehr kennen, trotzdem hoffe ich, hier im forum noch willkommen zu sein!

In letzter Zeit beschäftigt mich ein Thema besonders, nämlich das, wie man zu der Essstörung kommt.
ich habe hier schon soo oft gelesen, dass dies ein weg war, große probleme zu lösen, ein unterschwelliger hilferuf oder etwas in dieser art. meist ging es dabei aber nicht darum eine schlanke firgur zu haben und genau da wirft sich meine frage auf.
ich hab so wenn ich überlege keine schlimmen dinge zu verarbeiten gehabt und weiß folglich auch nicht woher die es kommt und ich frag mich, ob ich wirklich so oberflächlich bin, dass ich hunger und erbreche um schön zu sein.
ich möchte nicht, dass ihr jetzt denke, ich wäre eins der mädchen, die sich nichts mehr wünschen als magersüchtig zu werden, denn so bin ich eig. garnicht!
Ich hatte eine diät gestartet vor ca. 3 jahren und inerhalb eines jahres gesund und erfolgreich 15 kg abgenommen und dann, als ich wieder mit dem normalen essen beginnen wollte, war das nicht mehr möglich und aus der diät wurde ein unkontrollierbares essverhalten, das nur schon 1 1/2 jahre andauert.

Zur zeit weiß nur der wichtigste mensch in meinem leben von der es, nicht so meine eltern, aber ich schäme mich einfach so schrecklich für alles und ich habe eben angst, dass, wenn ich es eines tages erzähle, die frage kommt, wieso ich soetwas bekam...
und ich dann sagen muss, weil ich schlank sein wollte...
das klingt für mich so schlimm, so schrecklich unmenschlich und überhaupt nicht nach mir!

ich weiß garnicht genau was ich mir als antwort wünsche, aber es wäre nett, wenn jemand verständnis für meine situation aufweisen könnte und mich nicht direkt verurteilt!

Lg Queen

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16. Mai 2012 um 15:36

Schieb diese Gedanken weg...
liebe TQ

nein, Du bist nicht oberflächlich, bestimmt nicht. Sei froh dass Du nicht so krasse Geschichten auf Lager hast wie andere hier im Forum.

Schlussendlich wollten wir alle auch nur mal schlank sein im Leben, äusserlich perfekt. Sonst fänden wir einen anderen Weg, um auf uns aufmerksam zu machen. Das kann man nämlich auch auf gesunde Art und Weise - mit Talent, Esprit und Liebe. Aber wir alle haben diese Gewichtsphobie und scheuen uns vor den Gedanken der ANderen. Daher bist Du sicher nicht alleine. Und wenn Du lange genug suchst, findest sicher auch Du eines Tages einen "Grund" den du anführen könntest.
Aber lass das und konzentriere Dich auf Deine Genesung - Du wirst, wenn Du wieder gesund bist, noch viel Zeit haben um Ursachenforschung zu betreiben...

Alles Gute!

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18. Mai 2012 um 1:08

Hm...
Ich könnte Dir nur von meiner Situation berichten, ob Dir das was bringt, weiß ich allerdings nicht.
Ich war als Kind immer eine gute Esserin.War viel bei meinem Opa, der mich mit Nutellabroten, Cola, Schokolade und ähnlichem versorgte. Schnell wurde aus mir ein Moppelchen. Die erste Clique in die ich hineingeriert ernannte mich zum Mobbingopfer. Ich wurde dauernd beschimpft, erniedrigt..etc.. Damals wünschte ich mir schon, Anerkennung,tolle Klamotten tragen zu können, beliebt sein. Dann bekam ich einen Wachstumsschub und ich war 'Normalgewichtig'...Da sich mein Essverhalten aber nicht geändert hatte wurde ich schnell wieder dick und die Leute sprechen mich entsetzt darauf an. Als ich in der 9.Klasse Hosen für meine Praktikumsstelle brauchte, war ich total geschockt. Größe 44! Das erste Mal wurde mir bewusst wie aufgequollen ich war. Daraufhin hungerte ich. 1 Scheibe Brot pro Tag. Nahm rasant ab - und plötzlich war ich attraktiv!'..Ich hatte Verehrer,Aufmerksamkeit.. jedoch konnte ich mein Essverhalten nicht regulieren... nicht wieder 'normal' essen. Bei einer Größe von 1,79 hatte ich dann teilweise Kleidergröße 34..Die Haare fielen mir aus, die Knochen ragten hervor - hinter meinem Rücken sagte man 'die Magersüchtige'
Nach meinem Abitur nahm ich wieder zu, da mein Nebenjob sehr zum Essen verleitete...Zu viel.. Ich wog 72 Kilo...Aufgequollen,fühlte mich unwohl.
Mittlerweile bin ich ausgezogen und wohne in einer Wg. Mein Essverhalten tendiert wieder stark zur Magersucht. 1 Scheibe Brot pro Tag. Momentan wiege ich 61 Kilo...Ich kaschiere meine ES sehr gut. Habe Verehrer, niemand ahnt etwas. bin beliebt, begehrt.
Mein Ziel sind 58 Kilo...
Mein Umfeld muss auch nicht wissen: 'Das ist die kranke'..Wenn mir Freunde sagen: Du bist ja so schlank, dann sage ich nicht: Ja ich hungere auch den ganzen Tag um jetzt an 3 Chips herumzuknabbern.
Also...

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18. Mai 2012 um 10:29

Oberflächlichkeit
zeichnet sich meines Erachtens anders aus. Für mich heißt das, dass man andere Leute ausschließlich nach ihrer Optik beurteilt bzw. wertschätzt. Der eigene Körper ist ja wieder etwas anderes.

Mir gehts irgendwie genauso. Bei mir ist es sogar so, dass ich mein Gewicht aufgrund der Klamotten unten halten möchte. Ich trage gerne schlichte Sachen, zb. ne einfache helle Jeans und ein weißes Tanktop (mir ist übrigens aufgefallen dass ich so auch am besten bei den Männern ankomme - schlicht und nicht in tausend Rüschen und Pailetten eingehüllt). Ein schlichtes Outfit sieht aber irgendwie auch nur gut aus, wenn man wirklich schlank ist. Wenn da ne dicke Speckrolle über den Jeansbund hängt, sieht das ziemlich besch.... aus. Nachdem ich innerhalb weniger Monate 11kg zugenommen hatte, habe ich nur noch weite Kleider getragen. Aber ich hab mich dann immer gefühlt wie verkleidet. Das war nicht ICH.
Von den 11kg sind nun 4 wieder runter. Langsam "passen" mir meine alten Sachen wieder, bzw. ich kriege sie wenigstens zu. Und siehe da - auf einmal fühle ich mich wieder wohl, weil ich einfach meine Sachen tragen kann.

Auch gefällt mir meine Oberweite besser, wenn ich schlank bin. Alles, was mehr als 75B ist, finde ich nicht schön.

Dass ich allerdings dürre Arme und rausstechende Schlüsselbeine schön finde, ist wohl ein ewig währendes Überbleibsel meiner Krankheit. Je knochiger meine Schultern sind, desto mehr trage ich Spaghettiträgertops oder komplett schulterfrei.

Also tröste dich - du bist nicht allein mit deinen Ansichten

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