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BIN ICH ESSGESTÖRT? Psychiater oder kein Psychiater-das ist hier die Frage!

7. November 2005 um 23:05 Letzte Antwort: 19. November 2006 um 11:32

Hallo!

Ich hoffe, mir kann hier irgendwer helfen

Ich habe das Gefühl, unentwegt und ständig zu futtern. Ich habe zwar noch ein Gefühl für satt oder hungrig, aber ich kann einfach nicht aufhören und esse voll gerne und viel, weil mir langweilig ist, aus Gewohnheit (vor TV oder ähnlichem), aus Appetit, oder weil alles in mir jetzt und sofort nach Schokolade schreit. Ich habe dann so einen richtigen Drang und Zwang und höre erst auf, wenn die Tafel Schoko aufgegessen ist. Manchmal schmeckt es mir noch nicht mal!
An manchen Tagen schaffe ich es, mich gesund zu ernähren, aber sobald ich dann mal ein oder zwei Schokoriegel gegessen habe, denke ich mir: Jetzt ist auch egal!
und esse immer weiter. Ich kann dann nicht mehr aufhören, fast wie eine Sucht! Und dazu kommt noch, dass ich mich danach immer so fett fühle und total depri bin oder mich schlecht fühle, allerdings habe ich kein schlechtes Gewissen. Ich sage mir allerdings dann, weil mir so schlecht ist: Nie wieder essen! oder Nie wieder Süßes! Obwohl mir klar ist, dass das sowieso net klappt.. Manchmal habe ich auch so widersprüchliche Gefühle: Ich MUSS unbedingt was essen, aber gerade dann, wenn ich esse, bin ich schon wieder wütend, sauer, depri und würde am liebsten nichts mehr essen! Manchmal ist mir so schlecht dass ich mir am liebsten den Finger in den Hals stecken würde, damit es aufhört, allerdings werde ich das NIE tun, so vernünftig bin ich dann doch! Habe mich auch mal eine Zeit lang mit Essstörungen generell befasst(Schulreferat und persönliches Interesse), wüsste aber nicht, was mein Problem sein könnte, da ich weder hunger noch kotze und auch net übergewichtig genug für adipositas bin. Ich denke auch nicht die ganze Zeit ans Essen, es wird nur zur Routine und der Zwang ist auch nicht ständig da, meist nur dann, wenn irgendwas Essbares herumliegt! Es kommt allerdings auch mal vor, dass ich dieses Verlangen, dieses "Jucken in den Fingern" einfach so habe, aber da geht meistens dann auch Langeweile voraus. Ich denke, das kann man so ein bisschen mit Nikotinsucht vergleichen, da ich aber nicht rauche, kann ich das auch net so genau sagen!
Achja, nach so einem Fressanfall ist mir manchmal auch dann schlecht, wenn ich gar nicht physisch total voll bin.
Meine Freundin hat das gleiche Problem, deswegen weiß ich nicht, wie normal bzw. unnormal das ist und ob auch andere dieses Problem haben.
Ich habe früher auch mal Kalorien gezählt, aber das ist vorbei.
Zu meinem Gewicht:
Ich weiß, dass ich weder übermäßig dick noch übermäßig dünn bin, aber ich habe seit 2003 ( da fing der Kack an) ca. 7kg zugenommen (zwischendurch immer wieder Gewichtsschwankung zwischen 55kg und 62kg) Momentan wiege ich 62,5kg konstant, fühle mich aber auch absolut unwohl damit, was auch daran liegt, dass dies mein absolutes Höchstgewicht ist.
Ich weiß nicht, wie ich Abnehmen soll, ich habe das Gefühl, es ist fast UNMÖGLICH auf Süßes zu verzichten und so.. Ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll, ich mache schon Sport,...Überlege schon, zum Psychiater zu gehen, das ist doch alles net normal. Aber dann kommt mir das alles wieder so lächerlich vor, als wenn das kein Problem ist, mit dem man zum Psychiater muss, eben lächerlich, weil ich bin ja ncht magersüchtig oder fettsüchtig und das sind die Leute mit den wirklichen Problemen! Aber ich glaube, mir kann keiner mehr helfen Und durch diesen Frust esse ich dann trotzdem immer weiter! Ein Teufelskreis!

Ich hoffe íhr versteht mich und antwortet mir

*lg*
1kiffi

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8. November 2005 um 16:07

Also
ich kenne diese Gefühle auch... Kann dir aber nicht sagen ob sowas jeder mal hat.. Da musst du mal auf weitere Antworten warten, aber ich denke so in einem Gewissen Sinne kennt das jeder, nur jeder geht damit anders um.....oder?

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8. November 2005 um 18:54

Hallo 1kiffi,
wenn du dir nicht sicher bist, solltest du vielleicht erst mal mit deinem Hausarzt sprechen. Wenn du meinst es liegt an der Langeweile, dann beschäftige dich. Ein Hobby vielleicht, oder unter Leute gehen.
Du schreibst leider nicht wie alt du bist und wie groß du bist.
Im übrigen mußt du im Fall des Falles nicht zu einem Psychiater sondern zu einem Psychologen gehen.

betty

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8. November 2005 um 21:18
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Hallo 1kiffi,
wenn du dir nicht sicher bist, solltest du vielleicht erst mal mit deinem Hausarzt sprechen. Wenn du meinst es liegt an der Langeweile, dann beschäftige dich. Ein Hobby vielleicht, oder unter Leute gehen.
Du schreibst leider nicht wie alt du bist und wie groß du bist.
Im übrigen mußt du im Fall des Falles nicht zu einem Psychiater sondern zu einem Psychologen gehen.

betty

Ich
bin 16 Jahre alt und 170cm groß. Ich esse ja nicht nur wegen der Langeweile, das größere Problem ist dieser Zwang! Und seit gestern ist das wieder extremer! Und wenns mir schlecht geht, dann esse ich auch öfters bzw. stopfe alles in mich rein...Hab auch schon das ein oder andere hinter mir, zum Beispiel Scheidung meiner Eltern und Probleme mit meinem Dad, etc.
Was ist denn der Unterschied zwischen einem Psychiater und einem Psychologen?

*lg*
1kiffi

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10. November 2005 um 0:43

Ich glaub nicht
daß Du ne Eßstörung hast. Für mich klingt das, als wärst Du eine typische Frustfresserin.
Ich hatte vor meiner Diät dieselben Probleme. Wenn mir was nicht gepasst hat, ich mich geärgert hab, Stress hatte oder sonst was, bin ich erstmal Süßigkeiten kaufen gefahren und hab mich dann vollgestopft, obwohl's mir auch nicht geschmeckt hat (eigentlich steh ich gar nicht so auf Süßigkeiten) und mir nachher immer schlecht war.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du aufschreibst, in welchen Situationen Du diese Gelüste hast... einfach, wie es Dir geht, ob Du grad glücklich oder unglücklich bist oder einfach nur Langeweile hast. Wenn Du weißt, was dahinter steckt, kannst du auch leichter dagegen ankämpfen.

Ich hatte auch fünf Kilo innerhalb recht kurzer Zeit damit zugenommen und war todunglücklich. Mit Beginn meiner Diät (im Mai/Juni) hab ich aber mein ganzes Leben radikal umgeworfen und hab mich einfach daran gemacht, die hinter den Fressanfällen stehenden Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn mir langweilig war oder ich unglücklich war, bin ich zum Sport gegangen (sehr gut wegen den Glückshormonen ), wenn ich mich über irgendwen geärgert hatte, hab ich versucht, das zu klären, wenn ich Streit mit meinem Freund hatte, hab ich mit ihm geredet usw usf. Irgendwann hat es nachgelassen und heute hab ich überhaupt kein Bedürfnis mehr, mich mit Süßigkeiten voll zu stopfen.
Vielleicht ist die Idee mit dem Psychologen gar nicht so schlecht. Der kann Dir auch helfen, die Ursachen zu finden. Wenn Du Probleme mit Deinen Eltern hast, können Deine Fressanfälle gut daher kommen. Dann musst Du diese Probleme aufarbeiten.
Und mach Dir keine Sorgen, daß es lächerlich sein könnte. Wenn es Dir schlecht geht und Du drunter leidest, dann ist es mit Sicherheit nicht lächerlich.

Alles Gute und liebe Grüße,
Ivy

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13. November 2005 um 21:39

Essen "bis der Arzt kommt" = ab zum Arzt
Hallo 1kiffi,
habe deinen Beitrag eher zufällig gelesen, aber
das was du schilderst, kenne ich aus eigener Erfahrung.

Ich hatte auch Probleme mit dem Essen, ähnlich wie du.
Gefuttert (ich hab irgendwann gesagt "gefressen") ohne Ende, wenn ich fröhlich, traurig, müde, wach, egal was war. Vorzugsweise Süßes, Schokolade. Ich konnte nicht aufhören, erst wenn alles leer war oder mir so schlecht, daß ich schlimme Bauchschmerzen hatte und mich richtig Scheiße gefühlt habe. Ich hatte das Gefühl, das Essen bestimmt mich, nicht ich das Essen.

Ich hab nicht gekotzt, ich habs einmal probiert, es ging nicht, ich fands total eklig, ausserdem hatte ich wirklich Angst davor, irgendwann Bulimie zu haben, wenn ich mal "ausnahmsweise" kotze.

Erst hab ich gar nicht richtig gemerkt, daß etwas nicht stimmt. Ich hab ständig ab- und zugenommen (aber nie soviel, daß jemand Verdacht geschöpft hätte), hab mein Gewicht durch Sport im Zaum gehalten und fand daß mehr oder weniger normal, ging ja irgendwie vielen Freundinnen von mir auch so. Irgendwann merkte ich aber, daß das nicht mehr Rahmen des Erträglichen war, mein normaler Alltag war davon eingeschränkt und daß wollte ich nicht dauerhaft hinnehmen.

Meine Freunde und meine Eltern haben mich zunächst nicht ernst genommen, als ich es ihnen erzählt habe. weil ich nicht "richtig" dick war, auch wenn ich selbst mich fett gefühlt hab. Ich war kein Spargeltarzan, ich war einfach normal +/- ein paar Kilo.

Also, wenn du mich fragst:
nimm das nicht auf die leichte Schulter. Wenn du das Gefühl hats, das du etwas an dieser Situation ändern möchtest:
DANN TU ES.

Scheu dich nicht, mit deinen Eltern oder einer Freundin darüber zu reden und wenn es nur als Übung dient. Sprich mit deinem Hausarzt (ich mußte es mehreren erzählen, bevor es jemand ernst genommen hat) laß dir eine Überweisung zum Psychologen geben. Diese Leute werden doch dafür ausgebildet und bezahlt, daß sie dir helfen, wenn du ein Problem hast.
Selbst wenn sich rausstellt, daß alles ganz harmlos ist, hast du auch nichts verloren, ganz im Gegenteil.

Ich war am Anfang auch skeptisch, ich kann es jedem Menschen nur wärmstens empfehlen: das Gefühl, wenn man merkt, daß das Problem überschaubar und besser wird ist absolut UNBEZAHLBAR. Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht und kann "heute eine Tafel Schokolade wochenlang im Schrank verschimmeln lassen, ohne mit der Wimper zu zucken."

Anders ausgedrückt hat sich mein Eßverhalten normalisiert und Essen hat für mich wieder einen untergeordneten Stellenwert, im Sinne von: essen, um zu leben.

wenn du Fragen hast, frag ruhig, ich kann nur manchmal nicht sofort antworten.

Ich wünsch dir alles Gute

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13. November 2005 um 22:02
In Antwort auf

Ich
bin 16 Jahre alt und 170cm groß. Ich esse ja nicht nur wegen der Langeweile, das größere Problem ist dieser Zwang! Und seit gestern ist das wieder extremer! Und wenns mir schlecht geht, dann esse ich auch öfters bzw. stopfe alles in mich rein...Hab auch schon das ein oder andere hinter mir, zum Beispiel Scheidung meiner Eltern und Probleme mit meinem Dad, etc.
Was ist denn der Unterschied zwischen einem Psychiater und einem Psychologen?

*lg*
1kiffi

Unterschied zwischen einem Psychiater und einem Psychologen?
Der Psychiater hat Medizin studiert und sich anschließend zum Facharzt für Psychiatrie spezialisiert. Der Psychologe ist kein Mediziner und hat Psychologie studiert.

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14. November 2005 um 10:36
In Antwort auf

Also
ich kenne diese Gefühle auch... Kann dir aber nicht sagen ob sowas jeder mal hat.. Da musst du mal auf weitere Antworten warten, aber ich denke so in einem Gewissen Sinne kennt das jeder, nur jeder geht damit anders um.....oder?

O__o!
Hey Kiffi!

Ich weiß garnicht recht, wo ich anfangen soll ! Vllt so:
Ich bin selber 16 Jahre,habe alle Krankheiten in Sache Essen hinter mir, und ich weiß, wie scheiße das alles ist!
Ich würde sagen, dass du noch keine typische Essströrrung hast, da es noch kein charakteristisches Bild einer Krankheit gibt!!
Du sagst, du isst, egal wann und immer dann, wenn dir danach ist...das ist eigentlich normal, ABEr, das was mich sehr stuzig macht ist dieses: "wenn ich einmal was gegessen habe, dann kann ich nicht aufhören und es muss weitergehen...!" das ist das, was daran nicht normal ist!
ICh kann dir nur raten wirklich zu einem Arzt zu gehen, aber nur zu einem, dem du wirklich vertraust, denn sonst hat das ganze keinen Sinn...! Das ist "nur" eine Vorsichtsmasnahme..und warum? Ganz einfach, irgendwann kommt der Zeitpunkt wo du sagen wirst: SO..jetzt ist es zuviel und ich muss was tun...du wirst abnehmen und du wirst Spaß daran finden, und es artet aus!
Oder..wenn du irgendwann ebenfalls denkst, shit, so kann es nicht weitergehen, dann wirstu jegliches Essen verweigern, bis du nicht mehr kannst und diese Lust wieder aufkommt und du wirst wirklcih fressen, bis dir so schlecht ist, dass du von alleine aufs Klo rennst, oder dir bewusst den Finger in den Hals steckst, wissend, dass das was du tust falsch ist, du es aber trotzdem machst, weil du denkst: okay, einmal und nie wieder....und das hattest du schonmal und zwar in dem du sagst, okay einmal ein Stück Schokolade, aber hastu das hinter dir, dann immer mehr..verstehst du was ich meine?
ICh will dir hier NICHTS vorwerfen dafür kenne ich dich zu wenig um zu sagen, okay die packt das, oder nicht!

Ich kann nur aus eigenere Erfahrung reden und dir raten frühzeitig etwas gegen Essstörrungen zutun, denn das ist ein verdammter Teufelskreis und ich habe mir schon jetzt so viel versaut, das kann man sich garnicht vorstellen!
Bitte tu was dagene und auch wenn der Arzt sagt, das ist alles normal, du weißt, dass du gesund bist und du weißt an wen du dich im Notfall wenden kannst!!!

GLG und viel Erfolg!

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14. November 2005 um 17:30

Hi 1kiffi - werde nicht mutlos es gibt eine Lösung
Hallo 1kiffi,
als erstes möchte ich Dir sagen, kein schlechtes Gewissen wegen Deinem Essverhalten. Du bedarfst allerdings Hilfe. Denn die Symptome die Du geschildert hast sind eindeutig auf das Fresssuchtsyndrom zurückzuführen, kannst in einem medizinischen Buch nachlesen wenn Du willst. Also beruhige Dich, die Gelüste sind in Deinem Fall normal, obwohl der Normalzustand natürlich was anderes ist. Meine Frau hatte das selbe Problem und weil ich das nicht hatte, habe ich Ihr immer Vorwürfe gemacht, was natürlich nicht half, bis wir auf das SureSlim Progamm kamen. Mit diesem Programm wird nicht nur die Hypophyse stimuliert, sondern auch noch die Bauchspeicheldrüse richtig beeinflußt and dann werden die richtigen Hormone in den richtigen Mengen ausgeschüttet und siehe da: Naschgelüste sind wundersam weg! Hat mich auch kurriert, ich war sprachlos, also lag es doch an den Hormonen und nicht an der Selbstbeherrschung wie ich es dachte, und bin jetzt glücklich mit meiner Frau. Dann purzelten die Kilos nur so, und nun hat sie ihr Normalgewicht schon einige Jahre. Natürlich bedeutete es für sie auch ihre Essgewohnheiten etwas umstellen, aber wenn man den Vorherzustand hasste, dann ist so eine Umstellung gar nicht schwer. Lass mich mal schauen, denen Ihre Webseite habe ich auch irgendwo........ also hier ist sie: www.beautyinsel.net und lass Dich von keinem ins Boxhorn jagen, Du hast eine Essstörung der Abhilfe geleistet werden kann. Kannst mich auch mailen bei weiteren Fragen. Kein Problem. Und nun, viel Erfolg ein Leben lang, vom Umkehrapostel - Slimjim

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19. November 2006 um 11:32

Ich glaub ich hab das auch
Ich hab das auch! Wenn ich mich nicht streng nach irgendwelchen Plänen ernähre passiert es irgendwann, dass ich einfach nur noch fresse und da ich vor ein paar Monaten in Eigenregie meine Bulimie losgeworden bin, hab ich dann zusätzlich noch das Gefühl kotzen zu MÜSSEN. Ich bin 14! Ich haben einen BMI von 19! Ich kann nicht zu meinen Eltern, Ärzten, Freundn gehen und sagen, dass ich esssüchtig bin!!!!
Ich hab heute mit einem "normalen" Frühstück schon 1500 kcal zu mir genommen. Die letzten 4 Tage hatte ich einen strengen Diätplan, der mich unter 1000 am Tag gehalten hat!!!
Ich hasse es so. Ich hab vor 1 Std gefrühstückt (3 Vollkornbrote m. Marmelade, 2 St. Apfelkuchen und 1 Schaale Cornflakes) und könnte schon wieder alles in mich reinstopfen. Ich wäre so glücklich wenn ich alles essen könnte ohne zuzunehmen!!!

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