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Bester Freund will nicht mehr kiffen

25. Januar 2011 um 18:58 Letzte Antwort: 7. Februar 2011 um 21:52

Hallo Leute,

Folgendes Problem schleicht sich seit mehreren Monaten herum:

Mein bester Freund (21) kifft seit er 16 ist. Anfangs nur alle paar Monate aber seit ca 3,5 Jahren täglich.
Damit hab ich grundsätzlich kein Problem, da ich früher auch täglich grün war. Nach ca 1 Jahr hat sich, dass bei mir gelegt, weil ich bemerkte, dass ich sonst nichts mehr mache.
Bliblablu es war schwer für mich aber mittlerweile greif ich nur noch 1 mal in der Woche oder alle 2 Wochen zu nem joint.

Der besagte Freund versucht seit 2 Jahren seinen Konsum zu reduzieren. Da sein Tag mit nem Joint beginnt und auch so endet. Am Tag kommt er auf ca 4-6 Joints.

Das Problem ist, dass er seinen Konsum nicht reduzieren kann, er hat es zig mal versucht. Aber FAIL
immer wieder FAIL
Er hat auch oft versucht komplett aufzuhören aber: FAIL

Er tut mir leid, weil ich weiß, dass es ihn sehr sehr belastet.
Es läuft meistens so ab, dass er nach 2 oder 3 Tagen sagt, dass er so unzufrieden ist und demotiviert ist und.. alles ist so mies, er sei müde kann aber nicht schlafen, etc.
Dann holt er sich wieder ein paar gramm und FAIL

Wie kann ich ihm dabei helfen den Konsum zu reduzieren bzw wie könnte ich ihn von dem kraut wegbringen?

Er will es ja selbst auch, aber er ist irgendwie zu schwach und undiszipliniert dafür..- hmm

Freu mich auf Antworten

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26. Januar 2011 um 9:52

Entzugserscheinungen
Selbstverständlich geht es einem, wenn man aufhört, nach zwei oder drei Tagen ziemlich beschissen. Das sind ganz normale Entzugserscheinungen, wenn man vorher täglich gekifft hat.

Diese Entzugserscheinungen werden nach ein paar Tagen wieder weniger, vorausgesetzt man nimmt nicht wieder was.
Also entweder muss er sich am Riemen reißen und eine Weile leiden, bis die Entzugserscheinungen weniger werden oder es runterdosieren.

Ganz übel ist es natürlich, den Tag mit einem Joint zu beginnen. Da ist man ständig breit und kriegt auf Dauer nichts mehr auf die Reihe. Außerdem betrügt man sein Belohnungssystem die ganze Zeit... das geht auf Dauer keinesfalls gut.

Was auf jeden Fall helfen kann ist, nur noch am Abend zu kiffen. Er muss sich unbedingt wieder an das Gefühl gewöhnen, mal wieder nüchtern zu sein. Wenn er nur noch am Abend kifft, kann er das auch besser runter schrauben.

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26. Januar 2011 um 16:59
In Antwort auf lean_12240789

Entzugserscheinungen
Selbstverständlich geht es einem, wenn man aufhört, nach zwei oder drei Tagen ziemlich beschissen. Das sind ganz normale Entzugserscheinungen, wenn man vorher täglich gekifft hat.

Diese Entzugserscheinungen werden nach ein paar Tagen wieder weniger, vorausgesetzt man nimmt nicht wieder was.
Also entweder muss er sich am Riemen reißen und eine Weile leiden, bis die Entzugserscheinungen weniger werden oder es runterdosieren.

Ganz übel ist es natürlich, den Tag mit einem Joint zu beginnen. Da ist man ständig breit und kriegt auf Dauer nichts mehr auf die Reihe. Außerdem betrügt man sein Belohnungssystem die ganze Zeit... das geht auf Dauer keinesfalls gut.

Was auf jeden Fall helfen kann ist, nur noch am Abend zu kiffen. Er muss sich unbedingt wieder an das Gefühl gewöhnen, mal wieder nüchtern zu sein. Wenn er nur noch am Abend kifft, kann er das auch besser runter schrauben.

Informier dich mal
über Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit. Du mußt dich aus diesem Programm komplett raushalten. Wenn er das will, muß er es machen und schaffen und wie der Vorredner sagt, es mal aushalten "nüchtern" zu sein.
Wenn er das selbst nicht schafft, muß er!!!!! sich Hilfe holen.
Schau du mal deinen Part an, was du ihm abnimmst und wo du für ihn sorgst und zwar so, dass es ihm nicht gut tut.

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26. Januar 2011 um 23:48


hi,

denke kann da als medizinstudentin was zu sagen.

also wenn er davon wegkommen will ist das bei thc nicht schwer, also körperlich zumindest. reduzieren ist also schwachsinn. thc macht nicht körperlich abhänig, da es nicht an opioidrezeptoren im gehirn bindet, sondern an endocannabinoid-rezeptoren und diversen andern, die sind nich so "anfällig" für eine körperliche sucht.

er soll auf einmal aufhören, wenn das nicht, und es keinen körperlichen grund gibt...dann ist eine psychische "abhängigkeit", das heist irgednwas daran muss ihm bewusst gefallen...so wie einer der süchtig nach sex ist, es macht weil es ihm halt gefällt....wenn ihr die gründe gefundne habt müsst ihr an deisen ansetzen...also alternativen suchen.

hoffe konnte etwas helfen

grüsse

eszter

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27. Januar 2011 um 19:36
In Antwort auf cedar_12713484


hi,

denke kann da als medizinstudentin was zu sagen.

also wenn er davon wegkommen will ist das bei thc nicht schwer, also körperlich zumindest. reduzieren ist also schwachsinn. thc macht nicht körperlich abhänig, da es nicht an opioidrezeptoren im gehirn bindet, sondern an endocannabinoid-rezeptoren und diversen andern, die sind nich so "anfällig" für eine körperliche sucht.

er soll auf einmal aufhören, wenn das nicht, und es keinen körperlichen grund gibt...dann ist eine psychische "abhängigkeit", das heist irgednwas daran muss ihm bewusst gefallen...so wie einer der süchtig nach sex ist, es macht weil es ihm halt gefällt....wenn ihr die gründe gefundne habt müsst ihr an deisen ansetzen...also alternativen suchen.

hoffe konnte etwas helfen

grüsse

eszter

@ romaniagirl


naja, geholfen hat das nicht wirklich, da von anfang an klar war, dass es eine psychische abhängigkeit ist.
und was ihm am kiffen gefällt ist natürlich der zustand. er hält nüchtern sein nicht aus.
von dem her...

aber danke fürs antworten

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27. Januar 2011 um 19:39
In Antwort auf cedar_12713484


hi,

denke kann da als medizinstudentin was zu sagen.

also wenn er davon wegkommen will ist das bei thc nicht schwer, also körperlich zumindest. reduzieren ist also schwachsinn. thc macht nicht körperlich abhänig, da es nicht an opioidrezeptoren im gehirn bindet, sondern an endocannabinoid-rezeptoren und diversen andern, die sind nich so "anfällig" für eine körperliche sucht.

er soll auf einmal aufhören, wenn das nicht, und es keinen körperlichen grund gibt...dann ist eine psychische "abhängigkeit", das heist irgednwas daran muss ihm bewusst gefallen...so wie einer der süchtig nach sex ist, es macht weil es ihm halt gefällt....wenn ihr die gründe gefundne habt müsst ihr an deisen ansetzen...also alternativen suchen.

hoffe konnte etwas helfen

grüsse

eszter

Abhängigkeit bedeutet zwanghafte Gedanken
Wieso sollte reduzieren Schwachsinn sein, wenn ein Stoff körperlich nicht abhängig macht? Maßvoller Umgang mit Rauschmitteln ist nicht nur dann ratsam, wenn beim zu schnellen Absetzen körperliche Risiken wie beispielsweise Entzugsdelir oder Grand-mal-Anfälle bestehen.

Übrigens ist deine Begründung, wieso THC nicht (so stark) körperlich abhängig macht unvollständig: Nicht nur Opioid-Rezeptoren können für eine körperliche Abhängigkeit verantwortlich sind. So spielen GABA-Rezeptoren beispielsweise für Benzodiazepine oder Alkohol eine wichtige Rolle.

Dass der Kerl psychisch abhängig ist steht ja wohl außer Frage.
Zwischen "gefallen" und "abhängig sein" besteht ein sehr großer Unterschied! Abhängigkeit hat etwas mit zwanghaften Gedanken zu tun und nur weil einem etwas gefällt, ist man noch lange nicht abhängig.
Die Gründe für psychische Abhängigkeit von Rauschmitteln braucht man nicht suchen, die sind doch klar: Der Rausch! Wieso sollte man nüchtern sein, wenn man auch berauscht sein könnte?

Der Auslöser für unverantwortlichen Umgang mit Rauschmitteln, den kann man suchen... oft sind das irgendwelche persönlichen Probleme. Aber selbst wenn die Probleme behoben werden, ist die Abhängigkeit nicht einfach verschwunden.

Wenn man von einem Stoff psychisch Abhängig ist, fühlt man sich nicht gut, wenn man "auf dem Trockenen" sitzt. Es fehlt einem einfach etwas. Auch mit Cannabis trickst man das Belohnugsystem im Gehirn aus... man führt dem Körper Neurotransmitter von außen zu, die eigentlich als Belohnung für ein positives Erlebnis vorgesehen sind.

Von 100 auf null ist möglicherweise ratsam, viele Menschen können so am besten aufhören. Außerdem befeuert man die Abhängigkeit so nicht ständig von neuem, indem man sie wieder etwas auffrischt. Dabei leidet man am Anfang zwar mehr, dafür aber nicht so lange.

Wenn jemand überhaupt nicht darauf klar kommt, spontan ganz aufzuhören, ist herunterdosieren meiner Meinung nach aber ein guter Weg. Wenn der Kerl sich seit Monaten oder Jahren jeden Morgen einen Joint anzündet, hat er keinen Schimmer mehr davon, wie es sich anfühlt, nüchtern zu sein.
In dem Fall kann es ein Weg sein, den Konsum vorerst auf den Abend zu verlagern und den Tag über nüchtern sein (aber nicht alles nachholen). Dann hat der Körper zumindest noch ein wenig Suchtstoff-Zufuhr und der Kerl wird nicht sofort depressiv.
Wenn dieser Zustand stabil ist, so dass er sich daran gewöhnt hat, am Tag nüchtern zu sein, kann man's irgendwann ganz lassen.


Was auch noch so ein Punkt ist: Man sollte sich ablenken. Wenn man pausenlos seine Gedanken daran verschwendet, nicht zum Suchtstoff zu greifen, ist das auf Dauer sehr anstrengend. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass man den Stoff streng rationiert, vielleicht sogar durch jemand anderen.

Was macht der Freund eigentlich den Tag über?

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27. Januar 2011 um 22:12
In Antwort auf lean_12240789

Abhängigkeit bedeutet zwanghafte Gedanken
Wieso sollte reduzieren Schwachsinn sein, wenn ein Stoff körperlich nicht abhängig macht? Maßvoller Umgang mit Rauschmitteln ist nicht nur dann ratsam, wenn beim zu schnellen Absetzen körperliche Risiken wie beispielsweise Entzugsdelir oder Grand-mal-Anfälle bestehen.

Übrigens ist deine Begründung, wieso THC nicht (so stark) körperlich abhängig macht unvollständig: Nicht nur Opioid-Rezeptoren können für eine körperliche Abhängigkeit verantwortlich sind. So spielen GABA-Rezeptoren beispielsweise für Benzodiazepine oder Alkohol eine wichtige Rolle.

Dass der Kerl psychisch abhängig ist steht ja wohl außer Frage.
Zwischen "gefallen" und "abhängig sein" besteht ein sehr großer Unterschied! Abhängigkeit hat etwas mit zwanghaften Gedanken zu tun und nur weil einem etwas gefällt, ist man noch lange nicht abhängig.
Die Gründe für psychische Abhängigkeit von Rauschmitteln braucht man nicht suchen, die sind doch klar: Der Rausch! Wieso sollte man nüchtern sein, wenn man auch berauscht sein könnte?

Der Auslöser für unverantwortlichen Umgang mit Rauschmitteln, den kann man suchen... oft sind das irgendwelche persönlichen Probleme. Aber selbst wenn die Probleme behoben werden, ist die Abhängigkeit nicht einfach verschwunden.

Wenn man von einem Stoff psychisch Abhängig ist, fühlt man sich nicht gut, wenn man "auf dem Trockenen" sitzt. Es fehlt einem einfach etwas. Auch mit Cannabis trickst man das Belohnugsystem im Gehirn aus... man führt dem Körper Neurotransmitter von außen zu, die eigentlich als Belohnung für ein positives Erlebnis vorgesehen sind.

Von 100 auf null ist möglicherweise ratsam, viele Menschen können so am besten aufhören. Außerdem befeuert man die Abhängigkeit so nicht ständig von neuem, indem man sie wieder etwas auffrischt. Dabei leidet man am Anfang zwar mehr, dafür aber nicht so lange.

Wenn jemand überhaupt nicht darauf klar kommt, spontan ganz aufzuhören, ist herunterdosieren meiner Meinung nach aber ein guter Weg. Wenn der Kerl sich seit Monaten oder Jahren jeden Morgen einen Joint anzündet, hat er keinen Schimmer mehr davon, wie es sich anfühlt, nüchtern zu sein.
In dem Fall kann es ein Weg sein, den Konsum vorerst auf den Abend zu verlagern und den Tag über nüchtern sein (aber nicht alles nachholen). Dann hat der Körper zumindest noch ein wenig Suchtstoff-Zufuhr und der Kerl wird nicht sofort depressiv.
Wenn dieser Zustand stabil ist, so dass er sich daran gewöhnt hat, am Tag nüchtern zu sein, kann man's irgendwann ganz lassen.


Was auch noch so ein Punkt ist: Man sollte sich ablenken. Wenn man pausenlos seine Gedanken daran verschwendet, nicht zum Suchtstoff zu greifen, ist das auf Dauer sehr anstrengend. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass man den Stoff streng rationiert, vielleicht sogar durch jemand anderen.

Was macht der Freund eigentlich den Tag über?

Gute frage
er hat sich in den letzten jahren auch sehr zurückgezogen und deshalb viele freunde/bekannte verloren.
er arbeitet meistens bis 18 uhr. ab und an macht er mal sport aber naja nicht oft eben. sonst sitzt er bei sich und schaut fern und zieht nebenbei einen. abends fortgehen ist gar nicht mehr der fall. ein paar kumpel kommen hier und da mal zu ihm und hauen sich mit ihm auf die couch. das wärs dann.


was vorschläge angeht lehnt er vieles ab.
ein paar leute wollen ihn zum ausgehen animieren...ne kein bock
kino? ne kein bock, kann daheim auch fernsehen
trainieren? öhm, hab keine motivation für
etc etc etc

klar, daheim breit sitzen reicht doch... hach

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1. Februar 2011 um 17:25


hi,

denke kann da als medizinstudent was zu sagen.
.....
bring ihn auf nen anderen stoff dann kanner sich das zeug nich mehr leisten un hört auf damit.

und wenns nachlässt einfach noch ne line ziehen...

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3. Februar 2011 um 11:36

Hop oder Top...
Entweder WILL dein Freund aufhören, oder er WILL es nicht.

Vermutlich verwechselt er das Wort: Wollen, mit mit dem Wort :Möchten.

Wenn man etwas will, dann macht man es auch, wenn man etwas möchte, dann ist es mehr oder weniger egal ob man es macht oder nicht.

Vieleicht sollte sich dein Freund erstmal überlegen, was er wirklich will!!

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3. Februar 2011 um 16:24

Hat sich eigentlich
mal jemand die überschrift genau durchgelesen?
ich glaube nicht
"Bester Freund will nicht mehr kiffen" na dann is doch alles gut
wenn er nicht mehr kiffen will...
wo is das problem??

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7. Februar 2011 um 21:52
In Antwort auf elmo_12175023

Hat sich eigentlich
mal jemand die überschrift genau durchgelesen?
ich glaube nicht
"Bester Freund will nicht mehr kiffen" na dann is doch alles gut
wenn er nicht mehr kiffen will...
wo is das problem??

..,-
Dein Freund braucht eine Hobby, eine Beschäftigung, die ihm Spaß bringt. Er braucht irgendetwas, was ihm mehr Spaß macht, als breit auf der Couch zu sitzen und sich berieseln zu lassen. Dein Freund soll sich mal Gedanken womit er sich nach der Arbeit beschäftigen kann und zwar im nüchternen Zustand.

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