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Beste Freundin verändert sich...

23. Dezember 2011 um 14:51 Letzte Antwort: 1. März 2012 um 3:34

Hallo ihr Lieben!

Ich versuche es kurz zu machen, wird wahrscheinlich nicht klappen:

Vor vier Jahren habe ich meine beste Freundin kennenglernt. Wir waren unzertrennlich, haben angefangen zu rauchen, zu kiffen und zu trinken. Mit den Jahren ist das Kiffen immer mehr geworden, bis wir beide irgendwann jeden Tag mehrere Joints geraucht haben.
Wir haben uns von allen anderen abgewendet und waren wie Komplizen, ein Herz und eine Seele, das perfekte Paar sozusagen.

Letztes Jahr sind wir von der Schule gegangen, sie ist dann im Herbst weggezogen um zu studieren. Nach ein paar Monaten hat sie abgebrochen und sich mit ihren Eltern sehr gestritten, die nicht akzeptieren konnten, dass sie keine Lebenspläne hat.

Dann hat sie ein paar Leute kennengelernt, die sie immer ihre "obdachlosen Freunde" genannt hat. Ich habe die auch kennengelernt, mochte sie auch sehr, nur hat mir von Anfang an die Tatsache Sorgen gemacht, dass die nicht nur kiffen, sondern auch Ecstasy, LSD, Speed und anderes chemisches Zeug nehmen. Mit denen hat sie einige Zeit zusammengewohnt und ihr altes Leben (nichts tun und kiffen) mit denen zusammen weitergeführt.

Sie ist seit einigen Monaten mit einem von denen zusammen, bei dem wohnt sie jetzt, zusammen mit einem anderen Freund. Im September hat sie mir erzählt, dass sie zum ersten Mal Ecstasy genommen hat. Von einer anderen Freundin habe ich erfahren, dass sie das am nächsten Tag direkt nochmal gemacht hat. Ein paar Tage später habe ich ihr gesagt, dass ich mir Sorgen mache und dass ich nicht für meinen Beistand garantieren kann, wenn sie nicht damit aufhört. Sie ist richtig aggressiv geworden, dann war ein paar Wochen funkstille.

Währenddessen habe ich aufgehört zu kiffen (was ich bis heute gut durchhalte). Wir haben dann irgendwann wieder Kontakt aufgenommen. Es ist aber seitdem sehr sporadisch, sie meldet sich eigentlich nur dann wenn sie einen Schlafplatz braucht, manchmal meldet sie sich auch garnicht oder erscheint nicht zu unseren Treffen, ohne abzusagen. Wenn wir uns treffen, verstehen wir uns aber immernoch sehr gut, abgesehen davon, dass sie ziemlich emotionslos wirkt und immer ganz schon fertig aussieht. Ich habe sie auf Drogen etc. aber nicht mehr angesprochen, weil ich keinen Stress wollte und ja tatsächlich nicht für sie verantwortlich bin.

Was meint ihr, soll ich etwas tun? Ihr hinterherlaufen? Ich bin ja nicht auf sie angewiesen, ich frage mich nur einfach was los ist und ob ich mich irgendwie in ihr Leben einmischen sollte... unsere Freundschaft war (und ist eigentlich) immer sehr sehr innig und wir können viel Spaß miteinander haben. Ich weiß, dass sie genauso denkt, nur irgendwas scheint sie zu lähmen.

Möglicherweise nimmt sie inzwischen auch alle möglichen Drogen und hat Angst, dass ich es rausfinde oder verändert sich dadurch charakterlich so sehr? Ich weiß es nicht.

Danke für eure Hilfe, ich weiß echt nicht, ob und wenn ja, was ich tun soll....

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24. Dezember 2011 um 13:20

Du arme
Du tust mir echt leid, da ich deine Situation so ähnlich kenne.
Meiner Erfahrung nach, kann man Menschen nicht davon abhalten Drogen zu nehmen und, wenn man sich versucht einzumischen wenden sie sich ab und lügen. Vielleicht gibt es ja auch Ausnahmen, aber ich hab leider noch keine getroffen...
Wenn du so an der Freundschaft hängst, musst du dir denken "leben und leben lassen". Allerdings ist das sehr schwer sich nicht einzumischen und immer nur das Positive aus so einer Freundschaft zu ziehen. Deshalb solltest du dir genau überlegen, ob du das willst.
Lass dich auf jeden Fall nicht ausnutzen (von wegen bei dir übernachten) und steck nur das in die Freundschaft, worauf du auch Bock hast. Ganz ehrlich: sie macht es bestimmt nicht anders.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Stärke!!

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28. Dezember 2011 um 7:07

Du kannst nichts tun,
behalte selbst für dich die Kraft, die du brauchst zum Durchhalten. Euch hat das Kiffen verbunden und es war natürlich auch eine innige Freundschaft. Du kannst ihr nur dann helfen, wenn sie um Hilfe bittet. Sie müßte mit allem!!!!!!! aufhören und bereit sein für eine Beratung und Therapie.
Nimm das mit, was möglich ist und lass sie in LIebe los, das ist schwer, aber was anderes kann ich dir leider nicht raten.
Gruß Melike

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1. März 2012 um 3:34

...
ich weiß nicht, ob ich deswegen loslassen wollen wuerde.

willst du ihr helfen?
ist sie dir wichtig?
war sie "nur" eine kiff/sauf/rauch/freundin oder mehr als das?

es hoert sich eig nach mehr an.

Versuch, sie nicht zu draengen, sie nicht zu zwingen. wenn du mit ihr reden solltest, versuch, zu verstehen was sie fuehlt und denkt. und versuch, verstaendnisvoll zu handeln. wende dich nicht gegen sie. wenn das alles nicht geht, solltest du sie evtl wirklich besser ziehen lassen.. also wenn du es nicht kannst, weil es dich zu sehr stoert oder es dir das nicht "wert" ist. aber wenn du fuer sie da sein willst, dann tu das wie du es sonst bist: wie eine freundin.

Was machst du, wenn deine freundin total verheult bei dir ankaeme, weil ihr freund schluss gemacht hat? Du weißt, nicht alles was sie in der beziehung gemacht hat, war richtig. Aber wuerdest du dann sagen: "selbst schuld, du hast den ja auch immer angezickt", oder wuerdest du sie in den arm nehmen und sie troesten?

ich glaube, die situation sollte aehnlich sein. Klar, drogen sind wirklich schlimm. ich kann dir nicht sagen, WIE du dich verhalten solltest, weil ich damit keine erfahrung habe. Aber aufgeben wuerde ich sie glaube ich nicht, wenn sie mir wirklich wirklich wichtig ist und ich die kraft haette. klar, ausnutzen lassen solltest du dich wirklich nicht und du bist auch nicht "verantwortlich" fuer sie, aber du sorgst dich, richtig? ... wenn die sorge groß genug ist, kannst du zumindest VERSUCHEN, ihr beizustehen, wenn sie es denn zulaesst. klar kannst du scheitern. aber es ist besser, als es nie versucht zu haben, VORAUSGESETZT (!) du gehst daran nicht kaputt.

geh am besten in dich und denke gut nach, dann wirst du schon eine loesung finden ich wuensche dir nur das beste mit deiner freundin. Freunde sind wirklich etwas wichtige. und so wirklich richtig gute findet man nur wenige im leben. aber diese wenigen sind es wert, um sie zu kaempfen

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