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Bericht oder Lebenslauf eines heute trockenen Alkoholikers

10. Januar 2010 um 19:27 Letzte Antwort: 29. Mai 2017 um 14:47

Lebenslauf eines heute trockenen Alkoholikers.


Mein Name ist Wolfgang,
heute bin 62 Jahre alt und von Beruf Trödler (An +Verkauf)

Geboren bin ich am 1947 in Karlsruhe.
Mein Vater war Verkaufsfahrer im Getränke -Großhandel.
Mutter war bei der Post im Innendienst angestellt.

Mit 5 Jahren kam ich in die Volksschule die ich bis zum 8 Schuljahr absolvierte
(es gab damals nur 8 Volksschuljahre) und mein Volksschulabschluss machte.

Mit 13 Jahren fing ich auf Wunsch meines Vaters eine Lehre als Maschinenschlosser an.
Ich selbst hätte lieber was anderes gelernt, Autoschlosser zum Beispiel (aber da hat man ja immer schwarze Finger meinte mein Vater!!! Als Maschinenschlosser wohl nicht ?)
Noch lieber wäre ich Technischer Zeichner geworden oder etwas im Büro, wäre schön gewesen. (Antwort vom Vater soweit kommt es noch das sein Sohn immer mit Schlips rumläuft !!! )

Mit 15 Jahren, nach 2 Jahren Lehrzeit, musste ich die Lehre abbrechen da meine Eltern von Karlsruhe nach Hamburg gezogen sind.

In Hamburg habe ich dann bei einer Bank als Bankbote angefangen.
Die Schlosserlehre habe ich aufgegeben, da sie mir keinen Spaß machte und sie für mich auch körperlich zu schwer war.

Mit 17 Jahren fing ich dann bei der Post als Telegramm-Bote an, wollte da unbedingt den Motorrat - Führerschein machen.
Leider klappte dies nicht, nach Untersuchung vom Arzt bei der Post meinte der ich hätte eine Rot-Grün Farbschwäche und könnte daher kein Führerschein machen.

Also machte ich dann mit 18 Jahren meinen Auto-Führerschein, (Privat, außerhalb der Post) und kündigte bei der Post.

Mit 18 Jahren hatte ich dann meine erste Stelle als Berufs-Kraftfahrer auf einem großen 7,5 Tonnen LKW.

Bei der Post habe ich auch meine Frau R..... kennen gelernt.

Mit 19 Jahren wurde ich Vater einer Tochter und Heiratete R..... (mit Zustimmung vom Jugendamt)

Von 18ten bis 23ten Lebensjahr arbeitete ich bei verschiedenen Firmen als Kraftfahrer, machte so viele Überstunden wie es nur geht um mein Traum einer Familie zu verwirklichen. (Vater geht arbeiten, Mutter ist für die Tochter da.) Leider reichte das Geld trotzdem nicht für uns drei und so kam es das ich immer öfter zum Alkohol griff, auch tagsüber, wenn mir die Arbeit zu schwer wurde.
Nach ca. 3 Jahren, ich muss so 22 Jahre alt gewesen sein war es dann soweit. Meine Frau fuhr 2 Tage vor Silvester mal wieder zu ihren Eltern nach Kaltenkirchen. Sie wollte Silvester rechtzeitig zu Hause sein, da wir viele Leute eingeladen hatten. Am Silvesterabend !! kam Sie dann kurz nach Hause, packte ein paar Kleidungsstücke für sich und die Tochter ein. Dann teilte Sie mir mit das Sie nicht mehr nach Hause kommen wird, und fuhr wieder zu ihren Eltern.
Das ganze passierte ohne Vorwarnung, ohne vorherigen Streit, ohne das ich auch nur ein Verdacht gehabt habe das etwas nicht stimmt.
Das Sie sich schon seit einem Jahr, immer mal wieder, mit einem anderen Mann traf, habe ich erst viel später erfahren.
An dieser Enttäuschung und dem platzen meines Traumes einer heilen Familie bin ich damals fast kaputt gegangen.
Von diesem Zeitpunkt an konnte ich das Leben nur noch mit Alkohol ertragen.
Arbeitete nur immer kurze Zeit bei verschiedenen Firmen als LKW-Fahrer, bis es dann irgendwann nicht mehr möglich war zu arbeiten, da ich ständig betrunken war.
Mit 23 Jahren suchte ich dann das erstemal Hilfe weil ich merkte alleine schaffst Du das nicht mehr, ging zu einem Arzt, der mich sofort ins UKE Hamburg einwies wegen Alkoholvergiftung.
Nach ca. 3 Wochen Entgiftung wurde ich Entlassen.
Danach ging es für ein paar Wochen gut, dann aber kamen immer wieder Rückfälle, mal eine Woche betrunken, dann mit Hilfe von Tabletten (Valium, Tranxilium)) mal ein paar Wochen ohne Alkohol.
So ging es immer weiter, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Mit ca. 28 Jahren, inzwischen in Nervenärztlicher Behandlung dann der absolute Zusammenbruch.
Wieder wochenlang Alkohol und dazu Valium vom Nervenarzt. Dann der Zusammenbruch.
die Bilder in meiner Wohnung sprachen mit mir
sah in meiner Wohnung fremde Menschen die mich bedrohten
Aus Angst muss ich wohl auf die Straße gelaufen sein, wo mich dann Leute im Straßengraben ohne Bewusstsein fanden.
Aufgewacht bin ich dann Tage später im UKE-Hamburg.
Behandlung: Wie bei der ersten Entgiftung, hohe Dosen Distraneurin, die dann langsam abgesetzt wurden, aber unter 3x2 und zur Nacht 3 kam ich nicht, wenn es versucht wurde hatte ich panikartige Angstzustände und zitterte am ganzen Körper.
Nach zwei Monaten wurde ich dann auf eigenen Wunsch entlassen.
Die Ärzte verabschiedeten sich mit der Bemerkung,
wenn Sie wieder Alkohol trinken, werden Sie denn nächsten Entzug nicht überleben

Eine Bemerkung die sich in mein Unterbewusstsein eingenistet hat. Und mir in kommenden Jahren immer wieder den Ausstieg vom Alkohol erschwert oder sogar verhindert hat, weil ich immer Angst hatte den Entzug nicht zu überleben.



Von meinem 28-30 Lebensjahr ging es immer auf und ab.

Da ich ja noch nicht frei von Tabletten war ging es nun immer darum
wer verschreibt mir Distaneurin, habe mehrere Ärzte aufgesucht und dadurch immer ein gewisser Vorrat im Hause.
Die Alkoholabstürze wurden jetzt weniger, konnte ja aufhören, nahm dann eben Distraneurin in hohen Dosen 3x4 und zur Nacht 4
Versuchte zwar immer die Dosen zu reduzieren aber unter 3x2 Nacht 3, kam ich einfach nicht.
Gearbeitet habe ich in dieser Zeit, immer unterbrochen von Abstürzen, als freiberuflicher Vertreter für Versicherungen, Staubsauger, ja sogar mal bei einer Heiratsvermittlung.
Frauenbekanntschaften hatte ich immer nur für kurze Zeit.
Krankenversichert war ich diese Zeit überhaupt nicht, also immer Privat-Patient beim Arzt.

1977 inzwischen 30 Jahre alt, habe ich dann meine 2. Frau M...... kennen gelernt, beim Tanzen im Lübschen Baum
Wir gingen von da an öfter mal aus, trafen uns immer heimlich da sie ja noch Verheiratet war und auch 2 Kinder hatte auf die wir Rücksicht nehmen mussten.
Als Sie anfing zu fragen ob wir nicht zusammenziehen, hatte ich Ihr erzählt das ich Alkoholabhängig war und noch Tabletten nehme und nicht garantieren kann das alles gut geht.
Das hinderte Sie aber nicht weiter zu drängeln lass uns zusammen ziehen
Da es mit meinen Finanzen nicht so gut aussah lies Sie sich die Rente ihrer Unfall-Versicherung auszahlen und wir bezogen eine gemeinsame größere Wohnung.
Ein paar Monate ging mit Hilfe von Tabletten alles gut, dann mein letzter aber heftiger Rückfall in Alkohol und Tabletten. Alkohol trank ich ca. 14 Tage von morgens bis in die Nacht. Dann schickte ich Sie zum Arzt, sie sollte mir Distraneurin besorgen, was Sie auch tat. Nun ging es mit sehr hohen Dosen Distraneurin ein paar Wochen weiter 4 bis 5 mal 4 Distaneurin bis zuletzt 30 oder noch mehr pro Tag.
Als Sie dann mal ein Tag weg war und ich keine Distraneurin mehr hatte, holte ich mir aus der Apotheke eine Packung Dolestan-Schlaftabletten ging nach Hause und nahm eine Menge davon, wie viel es waren weis ich heute nicht mehr, dazu eine ordentliche Menge Schnaps.
Ich wusste es kann so nicht weitergehen, ich wollte auch nicht alles kaputt machen, also rief ich in meiner Not den Unfallwagen und landete wieder im UKE . Da sie kein Platz in normaler offener Station hatten, landete ich in der geschlossenen Unruheabteilung, war mir im Grunde auch egal.
Der Aufnahme-Arzt wollte mich erst nicht aufnehmen. Er glaubte mir die Einnahme der Schlaftabletten nicht ( wunderte sich wohl das ich immer noch bei Bewusstsein war) und die Menge der Distraneurin Tabletten schon gar nicht, das ist unmöglich seine Worte Nach langem hin und her, sagte er dann, wir behalten sie für 3 Tage zur Beobachtung hier, sie bekommen aber keine Tabletten, also harter Entzug. Als ich im sagte das dass für mich sehr gefährlich ist und ich auf gar keinen Fall in ein Delirium fallen darf, meinte er nur, sie sind hier im Krankenhaus und ich weis was ich verantworten kann.
Den Aufnahmetag und die Nacht musste ich mit Panik, Angst, am ganzen Körper zittern überstehen, das betteln beim Pfleger nach einer Beruhigungstablette wurde abgelehnt.
Am Morgen dann auf dem Weg zum Arztzimmer breche ich zusammen, habe Epileptische Anfälle, als ich wieder zu mir komme bekomme ich 6 Distaneurin auf einmal und werde etwas ruhiger.
Der Arzt meinte nun Herr K----- sie können hier bleiben aber nur wenn sie nach der Entgiftung eine Entziehungskur machen
Jetzt begann die Entgiftung (eine Hölle auf Erden)
1. Tag morgens 3 Distraneurin Mittags 3 Distraneurin Abends 3 Distraneurin
2. Tag morgens 0 Distraneurin Mittags 3 Distraneurin Abends 3 Distraneurin
3. Tag morgens 0 Distraneurin Mittags 2 Distraneurin Abends 2 Distraneurin
4. Tag morgens 0 Distaneurin Mittags 0 -- wieder Epileptische Anfälle
das Spiel geht von vorne los, nach dem Anfall 6 Distraneurin, danach wieder schnelle Reduzierung des Distraneurin.
Nach zwei Wochen Angst, Panik, und Zittern am ganzen Körper endlich eine Besserung.
Die Besserung trat in einer Nacht ein wo ich mich fragte, willst Du weiter so Leben wie bisher, Betrunken, immer wieder Lügen damit Du die Tabletten bekommst. Nichts unternehmen können, sich immer verstecken damit die Leute nichts merken. Das ist doch kein Leben.
Stehe das hier durch, wenn Du es nicht schaffst zu überleben, hast Du eben Pech gehabt. Vielleicht ist es sogar besser als das Leben das dir sonst blüht.
Ab dieser Nacht, ging es mir von Tag zu Tag etwas besser.
Nach drei Wochen habe ich dann das Krankenhaus auf eigenen Wunsch verlassen.
Der Arzt war sauer weil ich nicht zur Entziehungskur ging, meinte dann sehen wir uns ja in ein paar Wochen wieder
Dieser Meinung war ich allerdings nicht, denn noch mal wollte ich diese Hölle nicht erleben. Sollte ich noch mal Rückfällig werden, werde ich mich nicht noch mal in ein Krankenhaus einweisen lassen.
Das es schwer werden wird war mir klar, ich wusste, nach Auskunft des Arztes, das jede Tablette für mich gefährlich werden kann ob es sich dabei um ein Schmerzmittel oder Beruhigungsmittel handelt, nur Baldrian Tabletten könnte ich pfundweise essen wörtliche Übersetzung des Arztes

Von nun an ging es langsam bergauf, Maren hat auf mich gewartet und möchte auch weiterhin mit mir zusammen sein.
Richtig Arbeiten konnte ich anfangs noch nicht, war einfach noch körperlich zu schwach. Mein Gewicht zu diesem Zeitpunkt gerade mal 49Kg !!
Also ging ich Abends über den Sperrmüll, sammelte brauchbare Sachen und verkaufte sie auf dem Flohmarkt.
Der bescheidene Anfang meiner Selbstständigkeit als Trödler.
Ab diesem Zeitpunkt, nach Entlassung aus dem Krankenhaus, habe ich kein Alkohol mehr getrunken, Tabletten nur Baldrian in hohen Dosen und das über eine längere Zeit.
Baldrian, durfte ich ja nach Auskunft des Krankenhausarztes pfundweise zu mir nehmen. Aber 4x4Stück am Tag reichten mir.
1978 haben wir dann Geheiratet, auch unser gemeinsamer Sohn D..... kam 1978 auf die Welt.
1979 dann Start in die Selbstständigkeit. Kaufte mir einen alten LKW und machte Transporte, Haushaltsauflösungen, Entrümpelungen. 1980 dann mein erster Trödelladen in Hamburg.
1982 dann Umzug mit dem Laden nach HH-Horn.
Es ging bergauf, viel Arbeit, von morgens bis in die Nacht aber es machte Spaß.
Jedes Jahr fuhren wir mit dem Auto in Urlaub nach Spanien, Italien, Dänemark.
Bezogen eine Neubauwohnung in Mümmelmansberg
1988 hat meine Frau ihren eigenen Trödelladen in HH-Wilhelmsburg eröffnet.
Haben also zu dieser Zeit 2 Läden + ein Transportunternehmen, sind beide Privat Krankenversichert.
Mein Hobby ist zu dieser Zeit das Segeln, erst ein Schlauchboot mit Motor, dann eine Jolle, später ein kleines Kajütsegelboot.
Alkohol und Tabletten (auch Baldrian) sind schon lange kein Thema mehr.
1989 dann die Katastrophe, bin dahintergekommen das meine Frau ein Verhältnis mit einem Kunden in ihrem Laden angefangen hat, einem Alkoholiker der noch voll drin war.
Die Versuche die Ehe noch zu retten gingen schief, da sie sich immer wieder heimlich mit im traf.
Als ich merkte dass das nichts mehr werden kann bin ich zu einem Freund gezogen, nur ein paar Kleidungsstücke und mein Segelboot habe ich mitgenommen.
Nach 11 Jahren absoluter Trockenheit meldete sich der Alkohol zurück.
Der Freund zu dem ich gezogen bin hatte auch Alkoholprobleme. So dauerte es nicht lange und ich trank auch wieder Alkohol, mal mehr und mal weniger.
Das Segelboot verkaufte ich, meinen Laden in Horn gab ich auf, hatte für beides keine Lust mehr.
Machte jetzt nur noch Haushaltsauflösungen und Flohmärkte.
Nach drei bis vier Monaten zog ich wieder bei meinem Freund aus.
1990 habe mir in Hamburg Altona einen kleinen Laden mit Wohnung gemietet und versuchte neu zu starten.
Der Laden war nur nachmittags geöffnet, wenn ich wegen Haushaltsauflösungen unterwegs war machte meine Mutter den Laden.
Den Alkohol hatte ich einigermaßen im Griff, Tabletten nur Baldrian, aber alle 3 Monate bin ich für 1 Woche abgestürzt. War irgendwie nicht glücklich trotz etlicher Frauenbekanntschaften.

Am 15.Mai 1992 lernte ich dann meine jetzige Lebenspartnerin Rita kennen, wieder im Lübschen Baum beim Tanzen.
Der Anfang war nicht leicht, ich wollte mich eigentlich nicht mehr verlieben, schon gar nicht mit jemand fest verbunden sein,
wird man doch nur enttäuscht, so kam es das ich zu einigen Treffen nicht gegangen bin. Rita aber lies sich nicht abweisen, besuchte mich sogar auf dem Flohmarkt in Lübeck wo ich angeblich sehr abweisend gewesen sein soll.
Tage später, ich war schon wieder eine Woche unter Alkohol, stand Sie auf einmal vor der Tür und wollte mich besuchen. Mutter sagte ihr ich sei krank, Sie bestand jedoch darauf mich zu sehen.
Der Anblick den Sie zu sehen bekam, überall Bierdosen, ich ungewaschen im Bett, hätte Sie eigentlich schockieren müssen.
Aber nein, Sie blieb bei mir, ich trank noch 1 oder 2 Bier und hörte dann aber noch in der selben Nacht auf Alkohol zu trinken.
Die nächsten Tage waren nicht leicht aber mit ein paar Baldrian-Tabletten habe ich sie überstanden.
Es ging wieder aufwärts, Sie zog zu mir in die Wohnung, machte nachmittags den Laden und am Wochenende gingen wir auf den Flohmarkt Sachen verkaufen.
Der Alkohol war wieder weg, ich brauchte in nicht mehr, war wieder glücklich eine liebe Lebenspartnerin gefunden zu haben.
Wir machten schönen Urlaub in Österreich, Italien, an der Ostsee, gingen öfters Tanzen, manchmal sogar auf der Rückfahrt vom Flohmarkt.
Die Geschäfte liefen gut, so das wir 1999 noch ein Trödel-Lager in Bad Bevensen eröffneten, in dem wir nur Freitags und Sonnabends verkauften.
Auch eine 2. Wohnung in Bad Bevensen haben wir uns angeschafft.
Mutter hat in dieser Zeit den Verkauf in unserem Laden in HH-Altona übernommen, wenn wir nicht in Hamburg waren.
2000 dann die ersten finanziellen Schwierigkeiten. Mutter ist an Brustkrebs erkrankt, wird operiert. Wir haben dann für Sie ein Zimmer in einem Altenwohnheim in Bad Bevensen gefunden und Sie zog dahin. 2002 wurden dann Metastasen in der Bauchspeicheldrüse gefunden, an denen Sie dann auch 2002 gestorben ist.
Der Tot meiner Mutter hat mich doch sehr getroffen. Habe bis heute ein schlechtes Gewissen. Der Grund: ich bin nicht bis zu Ihrem Ende an Ihrem Bett geblieben, habe Sie also im Stich gelassen.
Ich konnte aber den Anblick wie Sie so in ihrem Bett lag, nur noch röchelte ohne Bewusstsein, nicht länger ertragen.
Wir sind dann nach Hause gefahren, Std. später rief dann die Schwester vom Altenwohnheim an um uns mitzuteilen das Mutter verstorben ist.
Auf Ihrer Beerdigung habe ich sehr geweint und mich gleichzeitig geschämt.
Durch mein schlechtes Gewissen, traue mich bis heute nicht an Ihr Grab, noch nicht mal in die Nähe von Bad Bevensen.
Da nun schon seit längerer Zeit die Hilfe von Mutter im Geschäft weggefallen ist und wir alleine nicht gleichzeitig in Hamburg und Bad Bevensen sein konnten, gaben wir alles in Bad Bevensen auf. (mein schlechtes Gewissen hat diesen Entschluss natürlich unterstützt )
Ab 2002 ging es dann nach Einführung des Euros mit dem Geschäft immer mehr bergab.
Inzwischen 55 Jahre alt, wurden mir Entrümpelungen, Räumungen, Haushaltsauflösungen körperlich zu schwer und ich bin auf Ankauf umgestiegen. Habe Ankauf - Anzeigen in Zeitungen geschaltet, auf Versteigerungen eingekauft.
Alles nutzte nichts, es ging immer weiter finanziell bergab, Räumungen die ordentlich Geld gebracht hätten, konnte ich wegen körperlichen Beschwerden nicht mehr machen.
Als dann durch Mietrückstände 2005 die Räumungsklage kam, war ich am Ende.
Musste, was ich mein ganzes Leben versucht habe zu vermeiden auf Hilfe von anderen hoffen.
Wieder ging ein Traum zu Ende.
Ende 2005 bin ich dann zum Sozialamt gegangen und habe ihnen von meinen Schwierigkeiten erzählt.
Die Antwort wörtlich: wir helfen ihnen nur wenn Sie ihre Selbstständigkeit ganz aufgeben ! also Harz4 Empfänger werden.
Als ich dies hörte hatte ich Mühe nicht in Tränen auszubrechen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich wollte doch nur Hilfe die Räumungsklage abzuwenden. Ich wollte doch weiter für meinen Lebensunterhalt sorgen und kein Harz4 Empfänger sein.
Da mir nichts anderes übrig blieb, meldete ich mein Gewerbe notgedrungen ab und das Amt übernahm die Mietrückstände, die laufende Miete und wir bekommen seitdem monatlich Hilfe zum Lebensunterhalt.
Genau das was ich nie wollte ist eingetroffen, bin ab jetzt auf das wohlwollen des Amtes (anderer Menschen) angewiesen.
Nach langem hin und her hat mir das Amt dann erlaubt wieder selbstständig zu arbeiten. Da ich aber kein Startkapital habe dauert es unendlich lange wieder von Harz4 ganz wegzukommen.
Unseren Lebensunterhalt verdienen wir heute zum großen Teil wieder selbst aber für die Miete oder um ein ordentliches Auto zu kaufen reicht es leider immer noch nicht.
An Positives kann ich abschließend nur sagen,
seit 18 Jahren kein Tropfen Alkohol und keine Tabletten, trotz der finanziellen Schwierigkeiten und meine Partnerin hält weiter zu mir.
Wie es sonst weiter gehen soll weis ich leider noch nicht.
Heute leide ich unter den verschiedensten gesundheitlichen Beschwerden.
Nach Arztauskunft wohl alles Psychisch bedingt (Schwindel, Angstgefühle, Übelkeit, Blutdruckschwankungen, Sehstörungen usw.)
Das gemeine ist, wie ich die Sucht in den Griff bekomme habe ich gelernt, wie ich diese Psychischen Störungen in den Griff bekomme leider noch nicht.
Würde mich freuen wenn mein Beitrag in irgend einer Weise hilfreich war.

Ps. Entschuldigt evtl. Rechtschreibfehler, bin Trödler, kein Schriftsteller.

Hallo liebe Leser.
Fragen habe ich zu meinem Bericht, Lebenslauf, nicht unbedingt gestellt.
Der Gedanke meinen Bericht in dieses Forum zu stellen war, vieleicht hat ja ein Leser ähnliches in jüngeren Jahren durchgemacht. Im späteren Leben dann ähnliche gesundheitliche Probleme, wie ich heute.
Super wäre dann natürlich wenn er mir mitteilen würde, wie er sie in den Griff bekommen hat.
Ist natürlich ein Wunschdenken, weis ich selbst, aber ein Versuch ist es alle mal Wert.
Vielleicht ist ja unter den Lesern auch jemand der sich in Psychologie gut auskennt und nach lesen meines Berichtes mir sagen kann was ich unternehmen könnte, um meine heutigen gesundheitlichen Probleme zu lösen.
Liebe Grüße, Wolfgang

































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11. Januar 2010 um 17:35

Hallo Mooni
Hallo Mooni,
möchte mich für deine Antwort bedanken
und auf deine Fragen antworten.

An Selbsthilfegruppen habe ich damals (70er Jahre) im Krankenhaus nur die
AA-(anonyme Alkoholiker) kennen gelernt .
Bin da auch ein paar mal hingegangen.
Aber außer, das sie mir da bestätigten das ich Alkohol +Tablettenabhängig bin
und dies eine Krankheit ist!!! die ein Leben lang bestehen bleibt!!!! haben mir diese Treffen nichts gebracht.
Im Gegenteil, bin jedes Mal beunruhigter aus den Treffen gegangen als ich vorher war. Thema jedes Mal nur Alkohol oh wie gefährlich ist der für uns
bin schon 10 Jahre Trocken, habe aber immer noch Angst rückfällig zu
werden wenn man was sagen will, immer wieder erst der Spruch mein Name ist Wolfgang, ich bin Alkoholiker möchte man sich mal Privat mit jemandem
Treffen wird das auch nicht gerne gesehen, damals jedenfalls (soll ja alles anonym bleiben)
Nein für mich war das nichts.
Mag sein das sich bei den heutigen Treffen schon viel geändert hat aber für
Mich persönlich ist das nichts.
Ich wollte Licht am Ende des Tunnels sehen, nach so einem Treffen war
das Licht immer wieder weiter weg und ich konnte von vorne anfangen.
Möchte diese Einrichtungen aber auch nicht schlecht reden für andere
Betroffene kann es evtl. die Rettung sein.

Nach dem letzten Krankenhausaufenthalt in den 70er Jahren, habe ich
die Rückfälle und den anschließenden Entzug immer ohne Ärztliche
oder psychologische Hilfe geschafft und bin seit 18 Jahren trocken.
Arzt und Hilfe????
Muss nur an die Bemerkung des Krankenhaus-Arztes denken.
wenn Sie wieder Alkohol trinken, werden Sie denn nächsten Entzug nicht überleben
Das sagt ein Facharzt für Psychiatrie zu einem Süchtigen,
wo doch hier der Rückfall nahe liegt.
Eine Bemerkung die sich in mein Unterbewusstsein eingenistet hatte . Und mir
für lange Zeit den Ausstieg vom Alkohol erschwert oder sogar verhindert hat, weil ich immer Angst hatte den Entzug nicht zu überleben.

Nein, ich bin auch heute nicht in psychologischer oder Fachärztlicher Behandlung, versuche mit Bücher, Internet, Foren usw. den Grund
meiner heutigen gesundheitlichen Problemen auf die Spur zu kommen.
Wenn ich dann mal Fragen habe, unterhalte ich mich mit meiner
Hausärztin darüber und frage Sie, ob dies oder das, richtig oder falsch ist.
Zum Glück nimmt Sie sich für mich die Zeit, auch wenn das Gespräch mal
30-60 Minuten dauert.
So Mooni, für heute muss das reichen, muss noch was erledigen.
Wünsche Dir das Du die Krise in der Du gerade steckst heil und gesund überstehst, es geht irgendwann immer wieder bergauf.
Wenn Du weitere Fragen hast? schreibe sie mir.
Liebe Grüße, Wolfgang



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12. Januar 2010 um 18:13

Hi
Erstmal ein sehr langer, aber Interessanter Beitrag von dir

ich bin auch erst 19 und glaube dir leider nich bei deinen gesundheitlichen problemen helfen zu können.

ich finde es nur schade, dass hier so wenig geantwortet wird und möchte dir hiermit meinen respekt für diese lange "trockene" zeigen.
ich selber höre grade nach 6 jahren auf zu rauchen und weiß zumindest in bisschen wie sich so eine sucht anfühlt.
lg und ich hoffe du findest bald heilung

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15. Januar 2010 um 16:42

Hallo Jodora,
Danke für deine PN, über mein schlechtes Gewissen!! (habe meine Mutter in ihrer letzten Stunde in stich gelassen)
die Texte waren tatsächlich hilfreich.
Danke Dir dafür,
Liebe Grüße, Wolfgang

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15. Januar 2010 um 16:54

Lieber Wofgang!
Ich habe deinen Beitrag mit sehr großen Interesse gelesen und immer wieder gehofft das ganze ein gutes Ende nimmt.

Ich möchte dir meine größte Hochachtung aussprechen das du schon so lange trocken bist und nicht mehr Rückfällig geworden bist, als du so große Geldprobleme hattest.

Ich kann dir Gesundheitlich leider nicht helfen aber ich wünsche dir dennoch sehr viel Glück auf deinen weiteren Lebensweg.

Liebe Grüße aus Österreich

Alexa

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18. Januar 2010 um 18:43

An alle Leser meines Berichtes,hier meine heutigen Probleme.


An alle Leser meines Berichtes,
mit Alkohol oder Tabletten habe ich schon lange Jahre keine Probleme mehr.
Kann auf Feiern gehen wo viel Alkohol getrunken wird ohne was zu vermissen. Sollte jemand fragen warum ich keinen Alkohol trinke,
antworte ich kurz ich vertrage keinen Alkohol und das Thema ist für mich vorbei, lasse mich auf keine weiteren Erklärungen ein.

Leider habe ich aber heute mit diversen anderen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen und versuche diese auch alleine in den Griff zu bekommen. Was aber nicht so einfach ist.
Möchte euch diese mal beschreiben.

Morgens beim Aufwachen gehen meine Beschwerden schon los,
nach dem Aufstehen dann:
Übelkeit, Schwäche, Schwindel, Zittern, allgemeines Unwohlsein, manchmal Sehschwäche.

Möchte dieses mal näher beschreiben.
Gleich nach dem Aufwachen habe ich ein Gefühl, oder eine Angst, die ich sonst nur von der Höhenangst kenne.
Flaues Gefühl in den Muskeln, leichte Übelkeit, Angst zu fallen (liege doch noch im Bett !!) Unruhe, Schwindelgefühle, schreckhaft, lärmempfindlich, traue mich dann eine ganze Zeit nicht die Augen zu öffnen. Stehe ich dann endlich auf, (dauert manchmal 1-2 Std.) ist mein Puls auf 90 bis 100 Schläge die Minute und ich schnappe nach Luft wie nach einem 100m Lauf. Vermeide dann jede schnelle Bewegung und schnelle Drehung aus Angst es könnte mir noch schwindeliger werden.
Es dauert dann wenigstens 30 Minuten bis ich etwas ruhiger werde.

Nach dem Frühstück (meist 1 Becher Kaffee mit 4 Löffel Zucker, 1 Ei + 1 Toast mit Butter und Marmelade) geht es mir etwas besser.

Übelkeit ist weg, dafür bin ich sehr zitterig, fahrig, unruhig, schwindelig und habe Angst das Haus zu verlassen.
Wenn ich dann 4 Ankauf-Termine oder sonstige Termine außerhalb meiner Wohnung habe, überlege ich verschiebe ich den Termin auf Morgen oder fahre ich in ab !!
Wenn es 4 Termine waren, fahre ich vielleicht 2 davon.

Fahre ich dann endlich zu einem Termin bin ich sehr Unruhig, kommen dann die Sehstörungen (schlechtes Sehen) dazu, habe ich Mühe keine Panik hochkommen zu lassen.

Beim Kunden selbst ist mein Befinden oftmals besser, (nicht immer) sitze ich wieder im Auto, ist es wie auf der Hinfahrt.
Bin dann immer froh wenn ich wieder Zuhause bin, obwohl es mir da ja auch nicht besser geht, aber es sieht niemand und ich kann mich jederzeit hinlegen.

Tagsüber, Zuhause öfter mal schlagartige Übelkeit, Unruhe, leichtes Schwindelgefühl friere dann selbst in gut geheizten Räumen und habe eiskalte Hände. Obwohl ich sonst selbst bei großer Kälte immer warme Hände habe. Nach 20-30 Minuten geht das dann vorbei, Übelkeit ist weg, Hände wieder warm????
So geht das Tag für Tag, mal mehr, mal weniger, aber ohne Beschwerden seit Monaten nicht ein Tag.
Das alles kann doch nicht normal sein.

Auch die Verschiedenheit der messbaren Werte macht mich unruhig und unsicher (doch Organisch?? nicht Seelisch??). Mal ist der Blutdruck zu hoch 153/103, dann wieder nicht 135/82. Dann tagelang schmerzhafter Harndrang, dann wieder alles normal. Der Blutzucker schießt nach dem Essen in die Höhe bis 172, 2 Std.!! später unter den Nüchternwert am Morgen auf 67.

Am 7.+11.12.09 war ich wegen diesen Beschwerden noch mal bei
Hausärztin Frau Dr.***. (Fachärztin für Allgemeinmedizin + Psychosomatische Grundversorgung)
Nach Untersuchung, Blutbild, längerem Gespräch, eine kurzzeitige Besserung meines Befindens. (Blutbild, Bauchspeicheldrüse alles in Ordnung). Kaum Zuhause angekommen wird mein Befinden wieder schlechter.
Spätestens am nächsten Morgen sind alle Symptome wieder vorhanden.
Meine Hausärztin kann nichts finden was meine Symptome erklären könnte und findet meinen Wunsch mal zu einem Facharzt für Neurologie u. Psychiatrie zu gehen richtig.
Leider Traue ich diesen Fachleuten nicht so richtig.
Aber einen Versuch ist es wert.

Gedanken die ich mir selbst über meine Gesundheitlichen Probleme zur Zeit mache und den Versuch eine Lösung zu finden.
Der Weg und die Zeitliche Abfolge der Symtome.

Schlafen
evtl.
Träumen
1.Aufwachen (noch nicht ganz da, )
Erste Symptome einer Befindlichkeits-Störung
machen sich bemerkbar.
Flaues Gefühl in den Muskeln, Gefühl zu fallen,
evtl. leichte Glieder oder Muskelschmerzen.
leichte Angstgefühle usw.
2.Bin jetzt wach: das Grübeln beginnt.
Warum geht es mir schon wieder so schlecht?
Woher kommt das bloß?
Psychisch oder doch Organisch?
Unruhe und Angstgefühle werden stärker.
Gedanken wie heute habe ich Termine außerhalb der Wohnung
weitere Verstärkung der Angst u. Unruhesymptome.

3.Bin aufgestanden:
Unruhig, leichter Benommenheits-Schwindel, schneller Puls,
Angstgefühle.
4.Nach dem Frühstück,
leichte Besserung der Symptomatik.
5.Außerhalb der Wohnung:
Beim Autofahren, Gedanken hoffentlich kommen heute nicht wieder die Sehstörungen Unruhe und Ängstlichkeit machen sich wieder stärker bemerkbar.

Versuch,
die Gründe für die Symptomatik meiner Beschwerden zu finden!!
Zu Absatz 1:
Wenn Organisch, könnten sein, über Nacht ist der Blutdruck oder der Blutzucker (oder beides) in den Keller gegangen. Daher die sofort vorhandenen Symptome nach dem Aufwachen? Die dann durch das Grübeln verstärkt werden.
Wäre auch eine Erklärung dafür das es mir nach dem Frühstück etwas besser geht. (Kreislauf ist wieder in gang gekommen) (die Zeit des Grübelns ist vorbei)
Wenn Psychisch, müsste ich gleich nach dem Aufwachen (oder vielleicht schon im Schlaf oder Traum ) so viel Angstauslösende Gedanken (vielleicht auch unbewusst) haben, die diese Symptomatik in gang bringt. Die dann durch das bewusste Grübeln noch verstärkt werden.
Zu Absatz 5:
Würde ich sagen ist eindeutig eine Erwartungs-Angst die mich Unruhig und ängstlich werden lässt. Leichte Veränderungen in der Sehschärfe können ja auch von Blutdruckschwankungen kommen die harmlos sind aber ich reagiere wohl sehr empfindlich darauf. Hatte vor ca. 1 Jahr mal unterwegs eine Kreislaufschwäche wo ich das Gefühl hatte auf einmal sehr schlecht zu sehen und sehr große Angst hatte, bin da gleich auf einen Parkplatz gefahren und wollte schon übers Handy einen Notarzt rufen. Aber wie schon oft traute ich mich nicht wie peinlich ist das, wenn der Arzt mit Blaulicht kommt und dir geht es schon wieder besser Verrückt, ich weis aber so bin ich nun mal (bloß keine Schwäche zeigen) Vielleicht ist das der Grund für die Angst vor den Sehstörungen.
Jetzt, nach dreimaligem durchlesen meiner heute geschriebenen Zeilen, ist mir
aufgefallen das die Haupt-Symptomatik meiner Beschwerden, gleich nach dem
Erwachen passiert und die Ausläufer davon sich über den Tag verteilen.
Was kann ich also selbst tun?
Werde mal mein Blutdruck gleich nach dem Erwachen messen.
Sollte der in Ordnung sein wird es schwierig.
Sollten es evtl. unbewusste Angst auslösende Gedanken sein?
Wie soll ich denen auf die Spur kommen, wenn ich nach dem aufwachen an
nichts negatives denke? Die negative Symptomatik aber beginnt.
Versuche gleich nach dem Aufwachen bewusst an schöne Dinge zu denken haben ja bis heute nichts gebracht.
was haltet Ihr von meinem Gedankengang?
Ist er vollkommen falsch? oder bin ich auf dem richtigen Weg.
Ich weis das diese Beschwerden nicht ins Forum Alkohol gehören aber vielleicht kann mir ja doch jemand einen Tipp oder Weg zeigen, wie ich, wenn es den seelische Gründe sein sollten, diese finden kann.
Würde mich über weitere Antworten freuen.
Liebe Grüße, Wolfgang







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18. Januar 2010 um 19:09
In Antwort auf aretha_12056543

Lieber Wofgang!
Ich habe deinen Beitrag mit sehr großen Interesse gelesen und immer wieder gehofft das ganze ein gutes Ende nimmt.

Ich möchte dir meine größte Hochachtung aussprechen das du schon so lange trocken bist und nicht mehr Rückfällig geworden bist, als du so große Geldprobleme hattest.

Ich kann dir Gesundheitlich leider nicht helfen aber ich wünsche dir dennoch sehr viel Glück auf deinen weiteren Lebensweg.

Liebe Grüße aus Österreich

Alexa

Hallo Alexa,
Habe mich sehr über deine Zeilen und Deine PN gefreut.
Wünsche Dir auch alles Gute,
vor allem Gesundheit.
Liebe Grüße,
Wolfgang

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18. Januar 2010 um 19:16
In Antwort auf robert_12517311

Hi
Erstmal ein sehr langer, aber Interessanter Beitrag von dir

ich bin auch erst 19 und glaube dir leider nich bei deinen gesundheitlichen problemen helfen zu können.

ich finde es nur schade, dass hier so wenig geantwortet wird und möchte dir hiermit meinen respekt für diese lange "trockene" zeigen.
ich selber höre grade nach 6 jahren auf zu rauchen und weiß zumindest in bisschen wie sich so eine sucht anfühlt.
lg und ich hoffe du findest bald heilung

Hallo Maxello,
Danke für Deine Zeilen,
wünsche Dir das es Dir gelingt mit dem Rauchen aufzuhören.
Liebe Grüße, Wolfgang

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18. Januar 2010 um 19:23

Hallo Mooni,
werde Dir die nächsten Tage antworten,
habe gerade den neuen Bericht von mir geschrieben.
Nun fehlt mir die Zeit um auf Deine Frage einzugehen.
Hab sie aber nicht vergessen.
Liebe Grüße, Wolfgang

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19. Januar 2010 um 15:40

Hallo Mooni,
dachte auch schon an eine Angst-Panikstörung.
Aber einiges verstehe ich trotzdem nicht.

Es ist bei Dir morgens besonders schlimm weil Du die ganze Nacht geschlafen hast und morgens quasi durch die mangelnde Bewegung einen "Adrenalinstau" hast.

Mit einem erhöhten Adrenalinstau müsste ich doch auch Einschlafschwierigkeiten haben oder liege ich da falsch.
Einschlafen kann ich meistens ganz gut, leider bin ich aber nach 5-6 Std. wieder wach
Dann beginnt die beschriebene Symptomatik
Durch dann entstehende Gedanken + Grübeleien hoffentlich geht es mir heute besser woran liegt es das es mir jeden Morgen so schlecht geht usw. baut sich dann wahrscheinlich das Adrenalin auf und erzeugt weitere Symptome.
Da die Versuche, diese Gedanken durch positive Gedanken zu ersetzen bisher nichts brachten,
müsste ich versuchen diesen Kreislauf erst gar nicht in Gang zu bringen.
Also müsste ich sofort nach dem Aufwachen aufstehen?
Aber nach nur 5 Std. Schlaf ? ob das auf Dauer klappt?

Zum Nachdenken auch ein Satz aus der PM von Alexa.

Ich glaube, das du dir im Unterbewusstsein schon solche Sorgen machst wegen den Symptomen die du beschreibst, das sie auch tatsächlich auftreten. Da kannst du noch so "bewusst" an schöne Sachen denken, es wird nicht funktionieren.

Frage dazu: wie kann ich das Negative aus dem Unterbewusstsein ins Positive wenden?

Ein Auszug von der PN von Jodora

Die sogenannte neurotische Angst: - dazu gehört auch die Panikattacke. Man erlebt dieselben körperlichen und seelischen Symptome wie bei der Realangst aber es gibt dafür keinen sichtbaren bedrohlichen Anlass.
Die wichtigsten Ursachen
1. Starke Unsicherheitsgefühle betroffen sind sehr sensible Menschen. Kindheitstrauma. Ein Verlust in der Kindheit oder ständig wechselnde Bezugspersonen. Dadurch konnte kein Urvertrauen entstehen, kein Gefühl dafür, in dieser Welt wirklich geborgen zu sein.
2. Menschen, die auf Grund ihrer Erziehung gelernt haben sehr gut zu funktionieren, die nur wenig Eigenleben haben.
3. Sekundärer Krankheitsgewinn. Das heißt, ein Mensch sehnt sich unbewusst danach versorgt und behütet zu werden.

Könnte so was auf mich zutreffen ? Ihr habt doch meinen Lebenslauf / Bericht gelesen,
besonders Absatz 1. könnte doch zutreffen.
Bin in meinem Leben sehr oft enttäuscht worden Partnerschaften, Kindheit war auch nicht so toll.
Sollte an und für sich die Nase voll haben von Frauen, Freunden, Fachärzten usw.
aber verrückt wie ich bin,
suche ich immer wieder die Nähe zu Frauen, habe ich die Wahl ? Arzt, Rechtsanwalt, Psychologe usw. würde ich immer zu einer Frau gehen, habe zu Ihnen einfach mehr Vertrauen. Verrückt bei meinem bisher erlebten.
Fordere ich es heraus immer wieder enttäuscht zu werden?
Aber wie werde ich dann diese neurotische Angst wieder los
und warum bekomme ich so was in meinem Alter und nicht viel früher???
Ps. Übrigens mein Blutdruck nach dem Aufwachen im Bett 124/74 Puls 64
Also doch die schwierigere Suche nach den Gründen, leider.

Liebe Mooni ich weis wieder viele Fragen auf einmal
Aber ich habe von Dir und einigen anderen Lesern schon viele Tipps und Anregungen
bekommen die mir sicherlich weiterhelfen werden. Hoffe ich nerv Euch nicht!
Habe den Alkohol besiegt, werde mit den heutigen Problemen auch fertig werden
zur Not gehe ich auch mal zum Psychiater (Psychiaterin natürlich)(hab damit kein Problem)
aber erst mal werde ich es alleine probieren.
Liebe Grüße, Wolfgang


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19. Januar 2010 um 15:59

Hallo Jodora,
Danke für Deinen Beitrag
und natürlich für Deine PN
Besonders der Absatz 1. hat mich nachdenklich gemacht
Habe am Donnerstag ein Termin beim Neurologen
stimmt nicht, natürlich Neurologin.
vieleicht bringt es mir ja was
Habe auch eine Antwort an Mooni geschrieben, wo ich Dich zitiert habe.
Vielleicht hast Du ja weitere Antworten auf meine dort gestellten Fragen.
Nicht böse sein aber ich kann nicht jede Nachricht immer für sich ellenlang beantworten, dazu fehlt mir leider die Zeit.
Obwohl ich dieses gerne machen würde, da Ihr mir wirklich gute Anregungen liefert.
Nächste Nachricht werde ich persönlich beantworten.
Liebe Grüße, Wolfgang

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20. Januar 2010 um 17:28

Hallo Mooni
Hallo Mooni,
verdammt noch mal Du bist echt gut,
meine Hochachtung für Deine Antworten hast Du.
Du bringst mich richtig zum Nachdenken, so soll es ja auch sein.
Aber Ihr glaubt alle, das es sich bei meinen Symptomen um Panikattacken handelt,
das glaube ich aber selbst nicht.
Obwohl ich diese in früheren Jahren (lange nach dem Alkohol) sicherlich 2-3 mal
erlebt habe, nach 2-3 Tagen Erholung von diesem Schreck war aber alles wieder
normal, also keine anhaltenden gesundheitlichen Probleme nach so einer Attacke.
Panikattacken kommen meist aus heiterem Himmel, wie Du auch schreibst, oftmals im
Ruhezustand, bei bestimmten Orten oder Situationen.
Bleiben aber niemals über einen längeren Zeitraum (über 2 Std.) bestehen,
klingen also nach einer absehbaren Zeit von alleine wieder ab.
Was natürlich danach über einen längeren Zeitraum bleibt ist Unsicherheit, Ängstlichkeit,
(was war das? woher kommt das? hoffentlich kommt das nicht wieder!) daraus kann sich
natürlich dann eine Erwartungsangst einstellen, die dann wiederum Panikattacken auslösen
kann. (ein Teufelskreis)
Bei meinen heutigen gesundheitlichen Problemen handelt es sich ja um eine täglich
vorhandene Beeinträchtigung, es gibt ja kein Tag wo ich sagen kann heute ging es mir richtig gut Die Symptome sind zwar lange nicht so heftig wie bei einer akuten Panikattacke,
beeinträchtigen aber doch erheblich die Lebensfreude und natürlich auch das Berufsleben.

Dein Rat die Angst + Panik Symptome die zeitweilig vorhanden sind als solche auch zu
Sehen, mache ich ja schon seit Monaten.
Kommen diese Symptome, rede ich in Gedanken mit mir selbst.
( ist nicht gefährlich Du kippst nicht um Du bist noch nie umgekippt das sind nur Angst-Störungen die gehen gleich wieder vorbei Angst ist ein Gefühl, ein Gefühl ist aber nicht gefährlich usw.)
Durch diese Verhaltensweise ist es mir überhaupt nur möglich, wenigstens ein Teil meiner
Beruflichen Sachen zu machen.
Was mich an dieser ganzen Thematik verunsichert ist, das keine spürbare Verbesserung
der Beschwerden eintritt.
Psyche ist schon was verrücktes, damit lernen umzugehen ist nicht einfach,
Kannst Du dir diese Situation Vorstellen?
Du schaust dir einen Film im Fernsehen an, liegst dabei gemütlich auf dem Sofa.
Da stehen dann Leute auf einem Balkon oder am Rand einer Steilküste!!!
Was passiert ??
Ich bekomme Höhenangst, ein ganz flaues Gefühl in den Beinen!!
Ich denke, jetzt fängst Du aber an zu spinnen, Du liegst auf dem Sofa und stehst nicht
selbst auf dem Balkon oder an der Steilküste. Selbst wenn ich mir das in Gedanken sage
bleibt das Gefühl bestehen bis die Leute aus der gefährlichen Lage sind.
Gedanken oder Vorstellungen können also Körperliche Reaktionen hervorrufen.
Was lerne ich aus diesem Beispiel?
Ich muss die Gedanken oder Vorstellungen finden die bei mir Körperliche Reaktionen
Hervorrufen aber wie findet man die??
Diese Gedanken und Vorstellungen könnten dann auch der Grund für den zu hohen
Adrenalinspiegel sein, der dann wiederum die Symptome verstärkt.
Also mit dem Adrenalin liegst Du wohl schon irgendwie richtig.
Es ist aber meiner Meinung nach nicht der Anfang der Symptomatik sondern der Verstärker.
So, Liebe Mooni
Für heute soll das reichen. Morgen habe ich ja ein Termin bei der Psychiaterin
werde berichten was dabei heraus kam.






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20. Januar 2010 um 18:21

Hallo Jodora
Hallo Jodora,
Danke für Deinen Beitrag, auch Du hast meine Hochachtung.
Trotzdem einige Fragen?
Aus Deiner letzten Antwort:
Das könnte sehr gut sein, dass dir das (Ur)vertrauen fehlt.
Durch Erfahrungen mit den Eltern, aber auch deine Erfahrungen mit Frauen.Bist ja desöfteren betrogen worden.
Das soll wohl vorkommen, dass Menschen immer wieder in die selbe "Falle" tappen, weil sie unbewusst eine Situation gerne bereinigt haben wollen.

Frage: welche Situation könnte das zum Beispiel sein? Hast Du dafür ein Beispiel?
Was ist (Ur) Vertrauen?

Aus Deiner letzten Antwort:
Vielleicht gehst du deshalb lieber zu Frauen (Rechtsanwältin,Neurologin u.s.w.)!? Vielleicht hast du aber noch weniger Vertrauen zu Männern!?

Frage: kann das noch aus der Kindheit kommen?
Habe zu meinem Vater nie eine gute oder Geborgene Beziehung gehabt.
Versprochenes wurde nie gehalten.
Vater war nur für die Bestrafung da.
Auf der anderen Seite meine Mutter drohte immer morgen bringe ich dich ins Heim
Also im Grunde auch kein Grund das ich heute Hilfe eher von Frauen erhoffe.

Aus Deiner letzten Antwort:
Kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass der 2. Absatz auf dich zutrifft, nämlich:
2. Menschen, die auf Grund ihrer Erziehung gelernt haben sehr gut zu funktionieren...

Welche Erziehung denn? Vater war mit Sicherheit kein Vorbild, Mutter hatte zu machen
was der Vater sagt.
Nein, das was ich heute bin habe ich mir selbst erzogen!!!
Also Absatz 2 würde ich verneinen.

Aus Deiner letzten Antwort:
Ich denke, jeder hier im Forum, kann das gut nachvollziehen, dass nicht immer auf einzelne Antworten eingegangen werden kann

Wenn sich jemand die Mühe macht auf meine Berichte zu antworten,
möchte ich auch gerne darauf antworten, leider reicht die Zeit nicht immer.
Freue mich ja auch wenn ich Antworten bekomme.
Möchte allerdings den Lesern auch nicht auf die Nerven gehen ,
in dem ich mich ab und zu immer wiederhole, Symptome, Beschwerden usw.
und dazu immer wieder neue Fragen stelle.
Aber für mich ist das eine Art Psychotherapie die mir auch hilft über mich
Nachzudenken.
Morgen habe ich ja nun einen Termin bei einer Psychiaterin,
bin mal gespannt was da rauskommt, wahrscheinlich nichts,
wird mir sagen Herr W*** sie leiden an einer Angststörung,
ich werde ihnen ein Mittel dagegen verschreiben dann geht das vorbei.
Aber vielleicht werde ich ja auch mal angenehm überrascht.
So, für heute soll das reichen, wenn Ihr wollt werde ich weiter berichten.
Liebe Grüße, Wolfgang


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21. Januar 2010 um 16:56

Hallo Jodora

Hallo Jodora,
heute war ich bei der Fachärztin für Neurologie + Psychiatrie.
Hatte mich darauf gut vorbereitet.
Ihr, in einem 3 Seiten Brief, meine Probleme und Beschwerden beschrieben.
Sie fand das auch gut so.
Nach einem Gespräch von ca. 30 Minuten, meine Sie dann das ich an einer
Mischform von Depression + Angststörung leide.
Sie erklärte das so: Der Anfang war entweder eine Depression, auf die sich die
Angststörung aufgesetzt hat.
Oder umgekehrt der Anfang war eine Angststörung zu der dann die
Depression kam.
Auslöser könnte zum Beispiel gewesen sein,
Die vom Amt erzwungene Aufgabe meiner Selbstständigkeit
vor 5 Jahren und den daraus erfolgten Absturz in die Sozialhilfe.=
= Depression und darauf aufgebaut die Angststörungen.
Weiter evtl. ein seelischer Konflikt, denn Sie natürlich nicht auf die schnelle finden kann.
Panikattacken (auch wenn ich meinte sie 2-3 mal gehabt zu haben) schloss Sie aus.
Weiter machte Sie nach dem Gespräch noch ein EKG + ein EEG
Maß den Blutdruck + Puls. und fragte nach bereits gemachten Untersuchungen.
Erklärend dazu meinte Sie, Sie möchte erst Organische Ursachen ausschließen,
bevor Sie mit der Behandlung beginnt.
Auf die Frage wie denn diese Behandlung aussehen könnte?
Kam genau die Antwort die ich befürchtet habe.
Tabletten gegen die Angst und wenn ich möchte evtl. Psychotherapie.
(hab Ihr vorher im Gespräch schon mitgeteilt das ich mal Alkohol + Tablettenabhängig war)
Darauf meinte Sie, es gibt heute Tabletten die nicht abhängig machen???
Also im großen oder kleinen bin ich nicht viel schlauer geworden.
An Positivem kann ich sagen,
habe bei dieser Ärztin trotz meinem noch vorhandenem Misstrauen ein gutes
Gefühl.
Sie sagte ja auch nicht ich muss diese Tabletten nehmen,
es ist nur ein Weg, es gibt auch noch andere Wege.
Da Sie keine Zeit!! mehr hatte das EEG+EKG auszuwerten, habe ich einen
weiteren Termin in 14 Tagen bekommen, wo Sie dann mit mir zusammen
den weiteren Behandlungsweg besprechen möchte.
Werde auch diesen Termin wahrnehmen, schon aus Neugier was in einem EEG.
so alles zu lesen ist.
Also noch mal zusammengefasst die Ärztin war in Ordnung,
Hilfe ! muss ich sehen was der nächste Termin bringt.
So liebe Jodora, das war mein Bericht von meinem Termin beim Psychiater!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!

Liebe Grüße, Wolfgang



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22. Januar 2010 um 19:24

Hallo Mooni + Jodora
Hallo Monni und Jodora,
ich glaube Ihr wollt mich verkohlen.
Ich und Schriftsteller, habe zwar immer gute Aufsätze geschrieben (sagte zumindest mein Religionslehrer) aber leider war ich eine Niete in Rechtschreibung.
Da ich aber nichts neues über meine gesundheitlichen Probleme zu berichten habe, wollte ich einfach mal eine Geschichte Urlaubsgeschichte erfinden. Es ist mein erster Versuch.

Titel = Tage auf der Insel.
Vorwort zum Verständnis.
Renate und ich haben uns im Sommer ein paar freie Tage gegönnt, sind auf die Insel Poel, bei Wismar, an der Ostsee gefahren und haben uns da eine kleine Ferienwohnung gemietet.
Es ist früh am Morgen, die Sonne ist schon aufgegangen.
Denke es wird ein schöner Sommertag werden, stehe auf
und mache Frühstück. Frühstück ist fertig.
Gehe ins Schlafzimmer.

Geschichte beginnt:
Hallo mein Mäuschen, beuge mich zu Ihr runter und küsse Sie auf die Stirn. Magst Du heute gar nicht aufstehen?
Natürlich stehe ich auf aber warum denn so früh? Schau doch mal aus dem Fenster, das wird heute ein sehr schöner Tag. Da könnten wir doch eine Radtour zum Strand machen. Oh, ja, das
ist eine tolle Idee. Sie steht auf und geht ins Bad.
Jetzt schnell den Tisch fertig decken. Finde auf der Fensterbank
noch einen kleinen Blumentopf mit blühenden Pflanzen und stelle diesen noch in die Mitte des Tisches. Sieht doch ganz toll
aus. Sie kommt aus dem Bad. Sag mal was ist denn mit Dir heute los? Warum? Du gibst Dir doch sonst nicht solche Mühe!
Möchte Dich halt mal verwöhnen. Das kannst Du gerne jeden Tag machen.
Nach dem Frühstück holen wir die Fahrräder aus dem Auto und fahren Richtung Strand.
Es ist noch früh am Vormittag aber schon richtig warm. Wir radeln einen holprigen Feldweg in Richtung Strand, kurz vor dem Strand ein kleines Wäldchen und da ein Schild. FKK-Strand.
Mist, was machen wir jetzt? Haben so was ja noch nie gemacht.
Sehe meine Frau an und habe das Gefühl das sie dieses Schild überhaupt nicht abschreckt, nein, eher das sie es gerne mal ausprobieren möchte. Gedanken gehen mir durch den Kopf,
komisch, sonst tut sie immer so unschuldig und jetzt das. Kenne
sich da jemand mit aus.
Wir gehen also langsam nach links und rechts sehend, den Waldweg in Richtung Strand, mir ist richtig mulmig zumute. Gedanken gehen mir durch den Kopf, werden wohl alles junge Leute sein, mit Modellkörper und gut ausgestattet!! Da wirst Du dich ganz schön blamieren. Mist noch mal, warum bist Du nicht einen anderen Weg zum Strand gefahren.
Schaue verschämt und nervös meine Frau von der Seite an, keine Anzeichen einer Nervosität oder Unsicherheit.
Der Waldweg wird lichter, der Strand ist schon zu sehen. Die Nervosität steigt. Das Ende des Waldweges ist erreicht, schnell noch mal links und rechts schauen, ein Glück, der Strand ist fast leer, nur wenige Leute auch ältere sind dabei.
Nun ist mein vor Minuten verlorenen gegangenes Selbstvertrauen wieder da und ich tue so als ob ich nie was anderes gemacht habe als FKK. Was meinst Du Mäuschen, wollen wir hier bleiben? Ja, wenn wir schon mal hier sind, können wir es ja mal ausprobieren.
Also gut, ich lege unsere Decke besonders Ordentlich, jede Falte mit der Hand ausstreichend auf den Sand, habe noch nie solange gebraucht eine Decke auf den Sand zu legen. Drehe mich um und sehe das meine Frau schon Nackt ist und darauf wartet das ich endlich mit der Decke fertig bin.
Sie legt sich dann auf die Decke und sonnte sich. Da ich jetzt nichts mehr weiter tun kann, ohne irgendwie aufzufallen, zog ich mich auch aus und legte mich schnellstens mit dem Bauch nach unten auf die Decke, geschafft.
Nach einiger Zeit frage ich, Mäuschen wollen wir mal ins Wasser gehen? Oh ja, sie springt auf und will gleich Richtung Wasser laufen. Moment noch, ich muss mir erst noch meine Badehose anziehen. Warum das denn. Na ja man weis ja nie was so alles im Wasser ist. Du spinnst doch, komm endlich. Na gut ich komme. Ist ja auch irgendwie blöd wenn ich am Strand Nackt bin und mir wenn ich ins Wasser gehe eine Badehose anziehe. Also schnell ins Wasser, dort angekommen dann aber doch ein komisches Gefühl so ohne Hose.
Wieder auf der Decke, beginne ich meine näheren Nachbarn zu beobachten. Kuck mal an, dieser Kerl rechts neben uns, ein Riese in Körpergröße und so kläglich ausgestattet. Der Dicke links, hat zwar ein großes Ding aber der Rest!
Und verdammt noch mal, keiner schien sich für uns zu interessieren.
Selbst meine Frau liegt auf dem Bauch und döst vor sich hin, schaut nur mal auf wenn ich Sie auf was aufmerksam mache.
So langsam wird mir langweilig.
Mäuschen wollen wir was Essen gehen? Jetzt schon. Ja, ich hab so langsam Hunger. Na gut, dann lass uns gehen.
Wir packen die Strandsachen wieder aufs Fahrrad und fahren zurück in die Ferienwohnung.
Nach dem Abendessen sitzen wir bis spät in die Nacht auf den Balkon und unterhalten uns über das heute erlebte.
Ende des ersten Kapitels.
Wenn ich weiter schreiben soll wie die Nacht und die nächsten Tage verliefen, müsst Ihr mir das sagen.
Schreibe aber nur wenn ich wirklich Zeit habe.
Schreibe auch mit Absicht nicht über Krankheit oder Probleme.

Habe ich Euch neugierig gemacht?
Liebe Grüße, Wolfgang






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23. Januar 2010 um 20:00

Hallo Jodora + Mooni
Hallo Jodora + Mooni,

da es mit der Schriftstellerei doch noch nicht so weit her ist,
möchte ich Euch einige Tage vom vergangenen Jahr auszugsweise aus
meinem Tagebuch mitteilen.
Daraus ist glaube ich zu erkennen das ich doch mit erheblichen Gesundheitlichen + Privaten Problemen zu kämpfen habe.
Besonders der Dienstag macht mir echte Probleme.

Dienstag 21. Juli 2009
Wetter: sonnig, wenig Wolken um 20
Gewicht: 79,1 kg.
Befinden schon beim Aufwachen im Bett nicht gut.
Unruhe, leichte Angstgefühle, lärmempfindlich, brauche einige Zeit um aufzustehen.
Nach Duschen, Frühstück, keine große Besserung.
Benommenheits-Schwindel, Schwächegefühl,
Als mein Auto nicht anspringt wird mir schlagartig übel.
(Panik, wie soll es jetzt weitergehen)
Nach dem Mittagessen lese ich erst mal Reparatur-Anleitungen im Internet.
Probiere noch mal ob das Auto startet, Glück gehabt, er läuft wieder.
(war wohl nur Feuchtigkeit im Zündsystem)
Lade Flohmarktkartons ins Auto und wieder wird mir übel,
bin zitterig, habe Schwäche + Schwindelgefühle und dadurch auch wieder Angstgefühle. Gehe in die Wohnung und
Messe um 15.40 Uhr meinen Blutdruck 143/83 - Blutzucker 83 ---
Also vom Blutdruck oder Blutzucker können die Beschwerden meiner Meinung nach nicht kommen.
Mache für heute Feierabend, hat kein Sinn mehr, mir geht es einfach nicht gut.
Auch Abends beim Fernsehen immer wieder in Wellen unruhig, ängstlich, habe Mühe nicht in Panik zu geraten. (Auf die Filme kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren)
Gegen 23.00 Uhr nehme ich 3 Baldrian -Tabletten und wir gehen ins Bett.
So, oder ähnlich geht es jeden Tag!!!!
Bleibe jetzt aber mal bei den Dienstagen die mir echte Probleme bereiten.

Dienstag 28. Juli 2009
Heute ist mal wieder Dienstag, diesen Tag mag ich überhaupt nicht.
Warum?
Weil das der Tag ist an dem meine Frau ( Lebenspartnerin) jede Woche zu ihrer Schwester nach G*** (bei Geesthacht) fährt und ich den ganzen Tag , von 7 20 Uhr alleine bin. Warum belastet mich dieser Tag nur so? Da wir sonst täglich 24 Std. zusammen sind, unterbrochen für 1-3Std. wenn ich mal Ankäufe abfahre ist es schon ungewohnt wenn den ganzen Tag niemand da ist. Das kann aber nicht der Grund sein das ich mich dadurch so unwohl fühle. Werde das noch mal genauer beschreiben wenn es mir ein bisschen besser geht, heute ist dies leider nicht der Fall.
Heute Dienstag bin ich um 9 Uhr aufgestanden, meine Frau war schon weg zu ihrer Schwester. Fühle mich richtig schlecht, mir ist Übel und ich bin ganz fahrig und Benommen als wenn ich dem Abend vorher einen über den Durst getrunken hätte. Um 10 Uhr mache ich mir Frühstück (1 Ei. Scheibe Brot + 1 Becher Kaffee) Übelkeit ist jetzt besser aber immer noch sehr unruhig. Traue mich im Moment noch nicht mal zum Zigaretten holen gehen. Von 10.30 bis 12.30 bereite ich weiter unseren Flohmarkt am Wochenende vor. Da ich an und für sich um 11 Uhr einen Ankaufstermin habe, klingelt laufend das Telefon, gehe aber nicht ran weil ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich den Termin mal wieder nicht einhalten kann. Traue mich heute einfach nicht das Haus zu verlassen. Um 13 Uhr mache ich mir was zu essen, 1 Bockwurst mit Kartoffelsalat und ein Schluck kalter Kaffee vom morgen. Muss mich richtig zwingen was zu essen, ist alles wie abgeschnürt. Gehe danach kurz raus zum Zigarettenholen und sage mir dann was solls bleibst du eben heute Zuhause Wollte mir heute eigentlich was gönnen und ein bisschen durch das Einkaufscenter schlendern, evtl. auch was für mich zum Anziehen kaufen, ist ja Sommer-Schluss-Verkauf. Aber so wie ich mich fühle bleibe ich lieber Zuhause. Denke natürlich auch an das Wochenende kommst Du da wieder nicht hoch bist Du mit deinen Finanzen an Ende. Beruhigt auch nicht gerade. Um 13.30 Uhr habe ich das Gefühl das die 3 Baldrian Tabletten die ich genommen habe etwas wirken, habe erst so ein Wärme-Gefühl was mich natürlich gleich wieder ängstlich werden lässt aber dann werde ich doch etwas ruhiger. Überlege was ich denn nun machen könnte und entschied mich dazu die schon über Internet verkauften Artikel versandfertig zu machen. Um 15 Uhr habe ich schon wieder Hunger, mache mir noch mal 1 Bockwurst mit Kartoffelsalat und trinke wieder ein Schluck kalter Kaffee dazu. Gegen 17 Uhr bin ich mit den Internet Sachen fertig und setze mich an den Computer um weiter Themen über Angst und Depressionen zu finden die mir vielleicht weiter helfen könnten. Um 19 Uhr versuche ich einen Bericht über den Dienstag zu schreiben der mir solche Beschwerden bereitet, finde aber den Anfang nicht und höre gegen 19.30 Uhr damit auf. Um 19.30 Uhr esse ich noch mal ?? 1 Bockwurst mit dem Rest Kartoffelsalat und hoffe das meine Frau gleich kommt. Da Sie sonst immer gegen 19.30 Uhr gekommen ist aber bis jetzt noch nicht da ist werde ich zunehmend Unruhiger Ist was passiert? Hat sie ein Unfall kann mich einfach nicht beruhigen und nehme noch 3 Baldrian Tabletten. Endlich um 20.05 Uhr ist Sie da mein Gefühl ist hin und her gerissen zwischen wütend -ärgerlich- Freude (wütend, auf mich selbst? weil ich mir wieder Sorgen um nichts gemacht habe) (ärgerlich, weil Sie nicht angerufen hat um mir zu sagen das Sie sich verspätet!) (Freude, das Sie wieder da ist!) habe für einen kurzen Zeitraum richtige Kreislaufprobleme (Übelkeit Schwindel) geht aber kurze Zeit später weg Der Grund ihrer Verspätung natürlich ganz banal Durch Bauarbeiten im Bahnhof Bergedorf verspätete Fahrzeiten!! Habe ich mir auch gedacht das der Verspätungs-Grund harmlos ist. Aber trotz aller Sachlichen Überlegungen spielte mein Gefühlsleben verrückt.
Dienstag der 11. August 2009
Heute ist mal wieder der besagte Dienstag an dem es mir immer schlecht geht. Habe lange darüber nachgedacht warum mir dieser Tag solche Schwierigkeiten bereitet. Was ist schon dabei wenn meine Frau einmal die Woche zu ihrer Schwester fährt ? und mit ihr Sachen machen kann zu denen ich wahrscheinlich gar keine Lust hätte. Also gönne ich ihr diesen Tag, obwohl ich dabei nicht glücklich bin. Verbieten kann und möchte ich ihr das nicht. Außerdem möchte ich mich auch nicht lächerlich machen. Liebe Schwester ich, kann heute nicht kommen, mein Mann hat Angst alleine zu sein!!!!Aber merkwürdig ist meine Reaktion und mein Befinden an diesen verfluchten Dienstagen schon. Als Sie wegen ihrer Schilddrüse 2 Tage im Krankenhaus war, hatte ich nur die schon fast täglich üblichen körperlichen Beschwerden, war aber lange nicht so unruhig und Fahrig wie eben Dienstags. Also nur vom Alleine sein kann es nicht kommen. Was sagen also meine Gefühle an diesem Tag, sie sind ja wohl jedes Mal in Alarmbereitschaft. Verstehe zum einen nicht, das ihr der Tag bei ihrer Schwester so wichtig ist, das Sie nicht bemerkt wie gefährlich das für unsere Partnerschaft werden kann. Verstehe zwar, das Sie wohl gerne mal was alleine, oder mit ihrer Schwester, unternehmen möchte. Wenn das ab und zu mal wäre, OK, aber mit dieser Regelmäßigkeit ist das schon etwas anderes. Das bedeuten doch das ihr in unserer Partnerschaft etwas fehlt, denn bisher hatten wir alles immer zusammen gemacht.
Was hat mich bisher gestört am Verhalten meiner Partnerin im Bezug auf den Dienstag.
Selbst wenn es mir den Tag vorher gesundheitlich nicht gut ging, fragte Sie nicht einmal soll ich morgen lieber Zuhause bleiben Ich wiederum traue mich nicht zu fragen kannst Du morgen nicht hier bleiben, mir geht es nicht gut Gedanken in mir wenn Du das fragst denkt Sie Du schiebst deine Krankheit als Grund vor um ihr den Dienstag zu vermiesen. Schon an diesem Beispiel kann man erkennen das Änderungen in unserer Beziehung stattfinden die es früher nicht gab. Sicher gibt es noch weitere Verhaltensänderungen die ich im Moment noch nicht beschreiben kann, da sie mir noch nicht so Bewusst geworden sind.
Möchte ich selbst ein Tag ohne meine Partnerin?
Nein, brauche ich bis heute nicht. Was ich unternehmen möchte, kann und möchte ich mit meiner Partnerin zusammen unternehmen. Nein, ich könnte meine Partnerin nicht alleine Zuhause sitzen lassen und möchte das auch nicht. Das heißt aber nicht das ich klammere, wenn ich merke das etwas nicht mehr stimmt, kann ich mich sehr schnell zurückziehen. Bin in meinem Leben zu oft Enttäuscht worden, gehe daher keine großen Kompromisse mehr ein. Wenn ich anfange eigene Wege zu gehen, ist das ein Zeichen das ich nicht mehr Glücklich bin in der Partnerschaft und Wege suche diese zu beenden oder mich zumindest darauf vorbereite sichere dich ab
Wie also soll ich mich weiter Verhalten??
Ihr sagen ich möchte nicht das Du jede Woche zu deiner Schwester fährst ? Welchen Grund soll ich nennen ? Meine Gesundheitlichen Beschwerden vielleicht, die aber sind doch täglich vorhanden. Mein Misstrauen gegenüber der ganzen Welt ? geht auch nicht. Mir meine eigene Welt für diesen Tag aufbauen? (ist doch im Grunde schon eine Trennung im kleinen ich möchte diese eigene Welt ja gar nicht). Alles so weiter laufen lassen wie es ist? Ich weis nicht ob das auf Dauer gut geht. Ich glaube es nicht. Vielleicht sollte ich allgemein alles viel lockerer sehen, Treue, Ehrlichkeit, Zusammenhalt sind wohl alles nur Tugenden aus vergangener Zeit. Heute möchte wohl jeder machen was er will frei wie ein Vogel es reicht ja wenn man sich ab und zu mal in der Wohnung sieht, dann hat man auch viel neues zu berichten. Ein tolles Leben aber leider nicht für mich.
Montag der 17. August 2009 Letzte Woche habe ich viel in dem Buch Ängste verstehen und überwinden von Doris Wolf gelesen. Wie Ängste entstehen habe ich glaube ich verstanden. Das Angst körperliche Symptome hervorrufen kann war mir schon vorher klar (flaues Gefühl in der Magengegend, Herzklopfen usw.)
Gelernt habe ich das bei Angsterkrankungen das Unterbewusstsein eine große Rolle spielt.
ABC der Gefühle nach Doris Wolf
Beispiel: meine Probleme mit dem Dienstag.
A= Ereignis = Dienstag geht meine Frau alleine weg
B= Bewertung = Negativ (werde verlassen)
C= Gefühl = Gefahr absichern aufpassen Angst
Das Unterbewusstsein spielt alles mit diesem Ereignis verlassen werden im Leben einmal erlebte, wie ein Computer ab. Die Vorstellung die dann irgendwann kommt erzeugt die Angst. Die Angst dann die körperlichen Symptome.

Beispiel Nr. 2 Alkohol
Nach jahrzehnter Trockenheit ein evtl. Rückfall sagen wir für 2 Tage
A= Ereignis = Alkohol getrunken
B= Bewertung = Negativ ( jetzt bist Du wieder Alkoholabhängig)
C= Gefühl = Angst Entzugserscheinungen werden kommen.
Das Unterbewusstsein spielt wieder alles in diesem Zusammenhang im Leben einmal erlebte wie ein Computer ab. Die Vorstellung Du hast Alkohol getrunken !! wenn Du das nachläst, kommen Entzugserscheinungen und tatsächlich kommen körperliche Entzugserscheinungen. Obwohl es medizinisch nach so kurzer Zeit (2 Tage) normalerweise nicht möglich ist.
Dienstag 25. August 2009 , wieder der vefluchte Dienstag.Trotz Übelkeit und Schwäche stehe ich um 9.00 Uhr auf, gehe Duschen und Frühstücke wie immer. Nach dem Frühstück setze ich mich an den PC und lese meine bis heute geschriebenen Berichte und berichtige einiges davon. Mache mir Gedanken wie ich meine Gefühle und meine im Unterbewusstsein gespeicherte Daten für verlassen werden von Negativ auf Positiv umstellen könnte, in der Hoffnung dann besser mit dem Dienstag zurecht zu kommen. Leider konnte ich dazu bisher keine Lösung finden. Negativ erlebtes kann man doch nicht einfach auslöschen oder auf einmal positiv sehen. Etwa so: Schön das mich meine erste Frau betrogen und verlassen hat nur so konnte ich meine 2. Frau kennen lernen. Schön das diese mich dann auch betrogen hat So konnte ich ohne schlechtes Gewissen ausziehen um dann später mit meiner jetzige Frau zusammen zu leben. Ist das dann Positiv gedacht !! und daran soll ich dann glauben ?? Gegen 13 Uhr fahre ich dann meine 2 Ankauftermine ab, trotz Unruhe und Ängstlichkeit, denke mir, es ist besser wenn Du draußen irgendwo umkippst als Zuhaue wo niemand ist. Bei ersten Termin (einer jungen Frau) kaufe ich 4 Kartons mit schönem Geschirr, beim zweiten leider nichts, nur Müll. Um 17 Uhr bin ich wieder Zuhause, bin froh das ich es gewagt habe trotz körperlichen Beschwerden loszufahren. Allerdings war heute ab Mittag die Angst nicht so stark, sonst hätte ich es mir wohl doch nicht getraut. Habe ja auch schon Ausreden gesucht um nicht raus zu müssen. So jetzt ist es 18.46 Uhr und ich habe für heute keine Lust mehr weiter zu schreiben. Freue!!!!! Mich schon , das meine Frau bald wieder zu Hause ist. Hoffentlich pünktlich, sonst werde ich mit Sicherheit wieder Nervös und unruhig. Pünktlich war Sie Leider nicht, hat aber angerufen das der Zug Verspätung hat und Sie deshalb etwas später zu Hause ist. Das war endlich mal eine positive Meldung, bin dann auch nicht unruhig oder nervös geworden. Bereitete unser Abendessen vor, damit wir um 20.15 Uhr der Dicke im Fernsehen sehen konnten, was wir beide gerne sehen.
15. September 2009

Heute ist mal wieder Dienstag und wie üblich bin ich an diesem Tag allein zu Haus. Da ich das Gefühl habe das dass schreiben dieser Berichte für mich gut ist, habe ich mich entschlossen diese weiter zu schreiben. Merkwürdiges ist mit mir geschehen seit meinen letzten Bericht vom 28. August.
Am Dienstag den 1. September war die Schwester meiner Frau krank,
so kam es das meine Frau an diesem Dienstag mal zu Hause blieb.
Habe diese Woche dann mal alles geschäftliche auf Null gestellt, nur wenige Ankäufe abgefahren (mit Absicht und bewusst wenige, nur die nötigsten). Habe mir dann vorgenommen Privat etwas mehr zu unternehmen und mich nicht durch Angstzustände ausbremsen zu lassen. Einiges hat geklappt, 2x sind wir durch die Innenstadt und um die Binnenalster gewandert. 2x waren wir zum Verkaufen auf dem Flohmarkt. 1x sind wir mit dem Fahrrad zum Volkspark gefahren um ein kleines Ausdauerprogramm zu testen.
Beim Start war mein Blutdruck 138/102 Puls 90 nach 10 Minuten Radfahren 145/98 Puls 115 dann kleine Pause danach 15 Minuten zügiges Radfahren 131/81 Puls 151 nach 20 Minuten Pause auf einer Bank 135/ 104 Puls 90 ????
Warum geht der Blutdruckwert bei Belastung runter und bei Ruhe wieder in die Höhe ??
Wir wollten eigentlich täglich so ein Ausdauersport von 1 Std. machen aber die nächsten Tage hatten wir irgendwie keine Lust dazu. (leider)
Da müssen wir noch unseren inneren Schweinehund überlisten denn mit Gewalt geht es nach 20 Jahren ohne Sport auch nicht auf einmal.
Durch einige Änderungen in meinem Leben und mit Hilfe des Buches von Doris Wolf ging es mir ein Paar Tage deutlich besser. Habe einiges was meine Seele belastete, durch das schreiben meiner Berichte, meines Lebenslaufs, aufarbeiten können.
Auch mit dem, mich immer noch belastenden Dienstag, kann ich etwas besser umgehen. Toll finde ich in immer noch nicht.
Etwas nachdenkliches zu diesem Dienstag, als meine Frau vor einigen Tagen meine Berichte (bis 28. August) lies, kamen wir über Umwege zu einem Gespräch über den Dienstag.

Die Beschreibung der Unterhaltung.
Beim Frühstück weint meine Frau
Ich warum weinst Du denn, was hast Du ?
Frau über deinen Bericht vom Dienstag,
Ich Du weist doch das mir dieser Tag Probleme bereitet,
Frau was würde sich denn bei Dir ändern wenn ich nicht mehr Dienstags zu meiner Schwester fahre!
Ich ich wäre meine Probleme mit dem Dienstag los und Du wärst unglücklich weil ich dir diesen Tag nicht gönne.
Frau was ist denn so schlimm oder stört dich denn, das ich zu meiner Schwester fahre.
Ich Das Du deine Schwester besuchst stört mich an und für sich nicht. Aber diese Regelmäßigkeit. Außerdem kann ich nicht verstehen, wie man morgens um 7 Uhr losfahren kann um seine Schwester zu besuchen, wo man sonst eher viel später aufsteht.
Frau ich brauche mit der Bahn fast 2 Stunden.
Ich trotzdem
Frau der Tag ist für mich so schön, wir unterhalten uns über alles mögliche, können auch mal zusammen weinen, wenn wir an unsere verstorbene Mutter denken.
Ich wie kann man sich wöchentlich 9 Std. !!!! unterhalten, Telefongespräche in der Woche noch nicht mal mitgerechnet, ohne nicht immer das gleiche zu erzählen. Gibt es so viel neues zu berichten?
Frau wir gehen ja auch viel mit dem Hund raus oder machen was im Garten, die Zeit geht sehr schnell vorbei.
Ich Ist ja alles schön und gut, gönne Dir das auch alles aber wohl fühle Ich mich dabei nicht.
Frau was können wir!! den machen das Du Dienstags klar kommst ?
Ich Ich kann gar nichts machen, da ich Dir ja nicht verbieten kann zu deiner Schwester zu fahren, muss eben Dienstags klarkommen.

Was ich in dieser Unterhaltung vermisste habe !!
Kein Ansatz einer Lösung von Ihrer Seite.
Keinerlei Angst oder Befürchtung das dieser Tag negativ auf unsere Beziehung wirken kann.
Auf das was mich störte, zum Beispiel mein Befinden am Vortag, ist Sie gar nicht eingegangen.
Sie versucht alles zu vermeiden was ihr den Dienstag nehmen könnte.
Der Dienstag mit ihrer Schwester ist ihr so wichtig das Sie selbst wenn Gefahr für unsere Beziehung besteht nicht darauf verzichten will.
Wie ordne ich dieses Verhalten ein.
Sie wird alles versuchen den Dienstag zu erhalten, sollte ich Ihr sagen ich möchte das nicht mehr, wird Sie evtl. darauf verzichten aber unglücklich sein. (Unglücklich weil Sie zu Hause bei mir bleibt !!) Dieses Verhalten bestärkt mein Gefühl das mit unserer Beziehung einiges nicht mehr stimmt.
Warum habe ich schon wieder über den Dienstag geschrieben?
Wollte Ich doch gar nicht. Aber scheinbar ist er für mich doch belastender als
ich es war haben möchte.

Heute ist wieder Dienstag, der 22.9. 2009

Mit den Geschäftlichen Problemen bin ich leider noch nicht weiter gekommen, kann mich einfach zu nichts entscheiden. Vielleicht liegt das alles doch mehr an meinen privaten Problemen ?
Wenn ich so darüber nachdenke
Ich glaube inzwischen das unsere privaten Probleme größer sind als
bisher angenommen.
Auslöser war und ist der Dienstag mit dem ich nicht klarkomme, der mir
aber zeigt, das einiges nicht mehr stimmt in unserer Partnerschaft.
Beispiel letzten Dienstag, normaler weise ist meine Frau immer gegen
19.30 Uhr Zuhause gewesen.
Als Sie sich einmal wegen Bauarbeiten am Bahnhof Bergedorf verspätete und ich mir Sorgen machte, habe ich Sie gebeten, bei Verspätung doch bitte anzurufen. Was hat sich seit dem getan.
Um 19.30 Uhr ist Sie seit dem nicht mehr zu Hause,
jetzt ruft Sie um 19.30 Uhr an und sagt ich bin gerade am Bahnhof
Hauptbahnhof bin in ca. 30 Minuten Zuhause.
Das zeigt, das Sie um jede Minute dankbar ist, die Sie länger bei
Ihrer Schwester bleiben kann.
Was wiederum bedeutet das Sie sich zu Hause wohl nur noch
Langweilt, es also bei ihrer Schwester schöner ist als bei mir.
Schön wäre gewesen, wenn Sie mal überraschend 1 Std. früher
zu Hause gewesen wäre.
Ich weis zur Zeit noch nicht wie ich mit ihrem Verhalten umgehen soll,
merke aber das ich anfange, mich in mich, zurück zu ziehen.

Was ich an Veränderungen an mir bemerke.

Mir fällt es immer schwerer, am Dienstag wenn Sie wieder zu Hause
ist, ein Gespräch mit ihr zu beginnen.
Vermeide es inzwischen so gut es geht über meine gesundheitlichen
Probleme mit ihr zu reden.
(Möchte nicht das Sie dadurch in ihrem Handeln beeinflusst wird.)
Merke wie ich mich immer mehr in mich zurück ziehe, irgendwann
komme ich dann nicht mehr aus mir heraus, dann wird das
Zusammenleben eine Qual und das Ende unserer Beziehung ist
bald erreicht.
Es fällt mir die letzte Zeit immer schwerer auf Zärtlichkeiten einzugehen.
Schon das Winken wenn ich zum Ankauf fahre kostet Überwindung.
Auf Sex habe ich zur Zeit gar keine Lust mehr.
Dienstags bin ich froh, wenn Sie endlich weg ist, gleichzeitig
bin ich sehr traurig.
Glücklich bin ich in dieser Beziehung zur Zeit nicht mehr.


Meine Laune geht schon Montag Abend in den Keller. Den Dienstag
Versuche ich dann mit irgendwelcher, manchmal überflüssiger,
Beschäftigung zu überstehen. Dienstag Abend, wenn Sie wieder da ist,
habe ich Mühe freundlich zu sein, am liebsten würde ich kein Wort reden.
Mittwoch habe ich noch immer meine Probleme, weiche Zärtlichkeiten
aus und es fällt mir immer noch schwer zu reden.
Erst Donnerstag komme ich so langsam wieder aus dem seelischem Tief
heraus. Das wiederholt sich dann Woche für Woche.
Wie lange das noch gut geht weis ich auch nicht.
Wenn mich vor ein paar Monaten jemand gefragt hatte ob ich mit
meiner Partnerin bis ans Ende unseres Lebens zusammenbleibe,
hätte ich ohne Zögern, mit ja, geantwortet. Heute bin ich mir dabei
nicht mehr so sicher.
Wenn Sie sich weiter keine Gedanken
macht, wie es um unsere Beziehung steht, glaube ich nicht das
dies auf Dauer gut geht.

Was mir beim mehrfachen durchlesen meiner Berichte weiter aufgefallen
ist. Ich vermeide das Wort Liebe
Heute ist Samstag der 26. September 2009

Mein gesundheitliches Befinden ist wieder wie am Anfang.
Alles wieder da, Angst raus zu gehen, Übelkeit, Benommenheit,
Sehstörungen usw.
Das einzige was mir inzwischen bewusst ist, diese ganzen Störungen
kommen mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich von meinen Privaten
und Geschäftlichen Problemen.
Auffallend die Besserung meines gesundheitlichen Befindens und
der positive Tatendrang wieder Privat was zu unternehmen, als durch
Zufall (Krankheit der Schwester) meine Frau mal Dienstags zu Hause war.

Was ist also das besondere (belastende) an einem Diestag.
Die Regelmäßigkeit (jede Woche, einmal hier, einmal da)
Für Sie ein muss (bin ich denn so langweilig geworden?)
Die Zeit 7-20 Uhr !! ( finde ich völlig überzogen) ist nur zu erklären das es ihr zu Hause zu langweilig geworden ist.
Keinerlei Reaktion von Ihrer Seite, das mir die Tage Probleme bereiten.
Das Sie, selbst wenn wir den Laden wieder öffnen, den Dienstag für sich haben möchte?
Das Ihr im Grunde völlig egal ist wie ich mich Dienstags fühle,
sonst würde Sie sich anders verhalten.
Das Sie zur Zeit mehr mit ihrer Schwester unternimmt als mit mir.
Einmal wöchentlicher über den ganzen Tag Besuch, tägliche Telefongespräche, wenn es nicht ihre Schwester wäre, würde ich sagen das Sie ein Verhältnis hat.
Also, alles zusammen gesehen, der Dienstag ist für Sie nicht nur ein Besuch der Schwester, er zeigt vielmehr eine Unzufriedenheit mit der jetzigen Lebens-Situation.

Normaler Weise müsste ich reagieren und sagen ich möchte nicht das Du jede Woche mit deiner Schwester zusammen bist
Ihr könnt euch gerne mal treffen aber nicht mit dieser Regelmäßigkeit.
Ich möchte mit Dir meine, vielleicht ab und zu langweilige Zeit, verleben und habe keine Lust diese Zeit mit jemandem zu teilen.

Was kann passieren? Sie wird es nicht verstehen. Dann kommt der Satz
was ist den so schlimm daran, wenn ich einmal die Woche mit meiner Schwester zusammen bin

Sie wird die Zusammenhänge der Probleme die dieser an und für sich harmlose Besuch der Schwester bereitet nicht verstehen.

Ich aber bin überzeugt das dieser, in ihren Augen harmlose, Dienstag
mit den daraus entstehenden weiteren Problemen und Missverständigungen
früher oder später zu einer ernsten Gefahr für unser weiteres Zusammenleben wird. Negative Veränderungen sind ja auf meiner Seite schon eingetreten.
Unsere Zukunft und unser weiteres Zusammenleben wird, das glaube ich heute, nicht einfacher werden.
Hoffe immer noch das alles gut geht.

Aber Hallo ist doch wieder sehr lang geworden,
aber es ist nur ein kleiner Auszug
aus meinem Tagebuch.
Liebe Grüße, Wolfgang








































Hallo Jodora + Mooni,

da es mit der Schriftstellerei doch noch nicht so weit her ist,
möchte ich Euch einige Tage vom vergangenen Jahr auszugsweise aus
meinem Tagebuch mitteilen.
Daraus ist glaube ich zu erkennen das ich doch mit erheblichen Gesundheitlichen + Privaten Problemen zu kämpfen habe.
Besonders der Dienstag macht mir echte Probleme.

Dienstag 21. Juli 2009
Wetter: sonnig, wenig Wolken um 20
Gewicht: 79,1 kg.
Befinden schon beim Aufwachen im Bett nicht gut.
Unruhe, leichte Angstgefühle, lärmempfindlich, brauche einige Zeit um aufzustehen.
Nach Duschen, Frühstück, keine große Besserung.
Benommenheits-Schwindel, Schwächegefühl,
Als mein Auto nicht anspringt wird mir schlagartig übel.
(Panik, wie soll es jetzt weitergehen)
Nach dem Mittagessen lese ich erst mal Reparatur-Anleitungen im Internet.
Probiere noch mal ob das Auto startet, Glück gehabt, er läuft wieder.
(war wohl nur Feuchtigkeit im Zündsystem)
Lade Flohmarktkartons ins Auto und wieder wird mir übel,
bin zitterig, habe Schwäche + Schwindelgefühle und dadurch auch wieder Angstgefühle. Gehe in die Wohnung und
Messe um 15.40 Uhr meinen Blutdruck 143/83 - Blutzucker 83 ---
Also vom Blutdruck oder Blutzucker können die Beschwerden meiner Meinung nach nicht kommen.
Mache für heute Feierabend, hat kein Sinn mehr, mir geht es einfach nicht gut.
Auch Abends beim Fernsehen immer wieder in Wellen unruhig, ängstlich, habe Mühe nicht in Panik zu geraten. (Auf die Filme kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren)
Gegen 23.00 Uhr nehme ich 3 Baldrian -Tabletten und wir gehen ins Bett.
So, oder ähnlich geht es jeden Tag!!!!
Bleibe jetzt aber mal bei den Dienstagen die mir echte Probleme bereiten.

Dienstag 28. Juli 2009
Heute ist mal wieder Dienstag, diesen Tag mag ich überhaupt nicht.
Warum?
Weil das der Tag ist an dem meine Frau ( Lebenspartnerin) jede Woche zu ihrer Schwester nach G*** (bei Geesthacht) fährt und ich den ganzen Tag , von 7 20 Uhr alleine bin. Warum belastet mich dieser Tag nur so? Da wir sonst täglich 24 Std. zusammen sind, unterbrochen für 1-3Std. wenn ich mal Ankäufe abfahre ist es schon ungewohnt wenn den ganzen Tag niemand da ist. Das kann aber nicht der Grund sein das ich mich dadurch so unwohl fühle. Werde das noch mal genauer beschreiben wenn es mir ein bisschen besser geht, heute ist dies leider nicht der Fall.
Heute Dienstag bin ich um 9 Uhr aufgestanden, meine Frau war schon weg zu ihrer Schwester. Fühle mich richtig schlecht, mir ist Übel und ich bin ganz fahrig und Benommen als wenn ich dem Abend vorher einen über den Durst getrunken hätte. Um 10 Uhr mache ich mir Frühstück (1 Ei. Scheibe Brot + 1 Becher Kaffee) Übelkeit ist jetzt besser aber immer noch sehr unruhig. Traue mich im Moment noch nicht mal zum Zigaretten holen gehen. Von 10.30 bis 12.30 bereite ich weiter unseren Flohmarkt am Wochenende vor. Da ich an und für sich um 11 Uhr einen Ankaufstermin habe, klingelt laufend das Telefon, gehe aber nicht ran weil ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich den Termin mal wieder nicht einhalten kann. Traue mich heute einfach nicht das Haus zu verlassen. Um 13 Uhr mache ich mir was zu essen, 1 Bockwurst mit Kartoffelsalat und ein Schluck kalter Kaffee vom morgen. Muss mich richtig zwingen was zu essen, ist alles wie abgeschnürt. Gehe danach kurz raus zum Zigarettenholen und sage mir dann was solls bleibst du eben heute Zuhause Wollte mir heute eigentlich was gönnen und ein bisschen durch das Einkaufscenter schlendern, evtl. auch was für mich zum Anziehen kaufen, ist ja Sommer-Schluss-Verkauf. Aber so wie ich mich fühle bleibe ich lieber Zuhause. Denke natürlich auch an das Wochenende kommst Du da wieder nicht hoch bist Du mit deinen Finanzen an Ende. Beruhigt auch nicht gerade. Um 13.30 Uhr habe ich das Gefühl das die 3 Baldrian Tabletten die ich genommen habe etwas wirken, habe erst so ein Wärme-Gefühl was mich natürlich gleich wieder ängstlich werden lässt aber dann werde ich doch etwas ruhiger. Überlege was ich denn nun machen könnte und entschied mich dazu die schon über Internet verkauften Artikel versandfertig zu machen. Um 15 Uhr habe ich schon wieder Hunger, mache mir noch mal 1 Bockwurst mit Kartoffelsalat und trinke wieder ein Schluck kalter Kaffee dazu. Gegen 17 Uhr bin ich mit den Internet Sachen fertig und setze mich an den Computer um weiter Themen über Angst und Depressionen zu finden die mir vielleicht weiter helfen könnten. Um 19 Uhr versuche ich einen Bericht über den Dienstag zu schreiben der mir solche Beschwerden bereitet, finde aber den Anfang nicht und höre gegen 19.30 Uhr damit auf. Um 19.30 Uhr esse ich noch mal ?? 1 Bockwurst mit dem Rest Kartoffelsalat und hoffe das meine Frau gleich kommt. Da Sie sonst immer gegen 19.30 Uhr gekommen ist aber bis jetzt noch nicht da ist werde ich zunehmend Unruhiger Ist was passiert? Hat sie ein Unfall kann mich einfach nicht beruhigen und nehme noch 3 Baldrian Tabletten. Endlich um 20.05 Uhr ist Sie da mein Gefühl ist hin und her gerissen zwischen wütend -ärgerlich- Freude (wütend, auf mich selbst? weil ich mir wieder Sorgen um nichts gemacht habe) (ärgerlich, weil Sie nicht angerufen hat um mir zu sagen das Sie sich verspätet!) (Freude, das Sie wieder da ist!) habe für einen kurzen Zeitraum richtige Kreislaufprobleme (Übelkeit Schwindel) geht aber kurze Zeit später weg Der Grund ihrer Verspätung natürlich ganz banal Durch Bauarbeiten im Bahnhof Bergedorf verspätete Fahrzeiten!! Habe ich mir auch gedacht das der Verspätungs-Grund harmlos ist. Aber trotz aller Sachlichen Überlegungen spielte mein Gefühlsleben verrückt.
Dienstag der 11. August 2009
Heute ist mal wieder der besagte Dienstag an dem es mir immer schlecht geht. Habe lange darüber nachgedacht warum mir dieser Tag solche Schwierigkeiten bereitet. Was ist schon dabei wenn meine Frau einmal die Woche zu ihrer Schwester fährt ? und mit ihr Sachen machen kann zu denen ich wahrscheinlich gar keine Lust hätte. Also gönne ich ihr diesen Tag, obwohl ich dabei nicht glücklich bin. Verbieten kann und möchte ich ihr das nicht. Außerdem möchte ich mich auch nicht lächerlich machen. Liebe Schwester ich, kann heute nicht kommen, mein Mann hat Angst alleine zu sein!!!!Aber merkwürdig ist meine Reaktion und mein Befinden an diesen verfluchten Dienstagen schon. Als Sie wegen ihrer Schilddrüse 2 Tage im Krankenhaus war, hatte ich nur die schon fast täglich üblichen körperlichen Beschwerden, war aber lange nicht so unruhig und Fahrig wie eben Dienstags. Also nur vom Alleine sein kann es nicht kommen. Was sagen also meine Gefühle an diesem Tag, sie sind ja wohl jedes Mal in Alarmbereitschaft. Verstehe zum einen nicht, das ihr der Tag bei ihrer Schwester so wichtig ist, das Sie nicht bemerkt wie gefährlich das für unsere Partnerschaft werden kann. Verstehe zwar, das Sie wohl gerne mal was alleine, oder mit ihrer Schwester, unternehmen möchte. Wenn das ab und zu mal wäre, OK, aber mit dieser Regelmäßigkeit ist das schon etwas anderes. Das bedeuten doch das ihr in unserer Partnerschaft etwas fehlt, denn bisher hatten wir alles immer zusammen gemacht.
Was hat mich bisher gestört am Verhalten meiner Partnerin im Bezug auf den Dienstag.
Selbst wenn es mir den Tag vorher gesundheitlich nicht gut ging, fragte Sie nicht einmal soll ich morgen lieber Zuhause bleiben Ich wiederum traue mich nicht zu fragen kannst Du morgen nicht hier bleiben, mir geht es nicht gut Gedanken in mir wenn Du das fragst denkt Sie Du schiebst deine Krankheit als Grund vor um ihr den Dienstag zu vermiesen. Schon an diesem Beispiel kann man erkennen das Änderungen in unserer Beziehung stattfinden die es früher nicht gab. Sicher gibt es noch weitere Verhaltensänderungen die ich im Moment noch nicht beschreiben kann, da sie mir noch nicht so Bewusst geworden sind.
Möchte ich selbst ein Tag ohne meine Partnerin?
Nein, brauche ich bis heute nicht. Was ich unternehmen möchte, kann und möchte ich mit meiner Partnerin zusammen unternehmen. Nein, ich könnte meine Partnerin nicht alleine Zuhause sitzen lassen und möchte das auch nicht. Das heißt aber nicht das ich klammere, wenn ich merke das etwas nicht mehr stimmt, kann ich mich sehr schnell zurückziehen. Bin in meinem Leben zu oft Enttäuscht worden, gehe daher keine großen Kompromisse mehr ein. Wenn ich anfange eigene Wege zu gehen, ist das ein Zeichen das ich nicht mehr Glücklich bin in der Partnerschaft und Wege suche diese zu beenden oder mich zumindest darauf vorbereite sichere dich ab
Wie also soll ich mich weiter Verhalten??
Ihr sagen ich möchte nicht das Du jede Woche zu deiner Schwester fährst ? Welchen Grund soll ich nennen ? Meine Gesundheitlichen Beschwerden vielleicht, die aber sind doch täglich vorhanden. Mein Misstrauen gegenüber der ganzen Welt ? geht auch nicht. Mir meine eigene Welt für diesen Tag aufbauen? (ist doch im Grunde schon eine Trennung im kleinen ich möchte diese eigene Welt ja gar nicht). Alles so weiter laufen lassen wie es ist? Ich weis nicht ob das auf Dauer gut geht. Ich glaube es nicht. Vielleicht sollte ich allgemein alles viel lockerer sehen, Treue, Ehrlichkeit, Zusammenhalt sind wohl alles nur Tugenden aus vergangener Zeit. Heute möchte wohl jeder machen was er will frei wie ein Vogel es reicht ja wenn man sich ab und zu mal in der Wohnung sieht, dann hat man auch viel neues zu berichten. Ein tolles Leben aber leider nicht für mich.
Montag der 17. August 2009 Letzte Woche habe ich viel in dem Buch Ängste verstehen und überwinden von Doris Wolf gelesen. Wie Ängste entstehen habe ich glaube ich verstanden. Das Angst körperliche Symptome hervorrufen kann war mir schon vorher klar (flaues Gefühl in der Magengegend, Herzklopfen usw.)
Gelernt habe ich das bei Angsterkrankungen das Unterbewusstsein eine große Rolle spielt.
ABC der Gefühle nach Doris Wolf
Beispiel: meine Probleme mit dem Dienstag.
A= Ereignis = Dienstag geht meine Frau alleine weg
B= Bewertung = Negativ (werde verlassen)
C= Gefühl = Gefahr absichern aufpassen Angst
Das Unterbewusstsein spielt alles mit diesem Ereignis verlassen werden im Leben einmal erlebte, wie ein Computer ab. Die Vorstellung die dann irgendwann kommt erzeugt die Angst. Die Angst dann die körperlichen Symptome.

Beispiel Nr. 2 Alkohol
Nach jahrzehnter Trockenheit ein evtl. Rückfall sagen wir für 2 Tage
A= Ereignis = Alkohol getrunken
B= Bewertung = Negativ ( jetzt bist Du wieder Alkoholabhängig)
C= Gefühl = Angst Entzugserscheinungen werden kommen.
Das Unterbewusstsein spielt wieder alles in diesem Zusammenhang im Leben einmal erlebte wie ein Computer ab. Die Vorstellung Du hast Alkohol getrunken !! wenn Du das nachläst, kommen Entzugserscheinungen und tatsächlich kommen körperliche Entzugserscheinungen. Obwohl es medizinisch nach so kurzer Zeit (2 Tage) normalerweise nicht möglich ist.
Dienstag 25. August 2009 , wieder der vefluchte Dienstag.Trotz Übelkeit und Schwäche stehe ich um 9.00 Uhr auf, gehe Duschen und Frühstücke wie immer. Nach dem Frühstück setze ich mich an den PC und lese meine bis heute geschriebenen Berichte und berichtige einiges davon. Mache mir Gedanken wie ich meine Gefühle und meine im Unterbewusstsein gespeicherte Daten für verlassen werden von Negativ auf Positiv umstellen könnte, in der Hoffnung dann besser mit dem Dienstag zurecht zu kommen. Leider konnte ich dazu bisher keine Lösung finden. Negativ erlebtes kann man doch nicht einfach auslöschen oder auf einmal positiv sehen. Etwa so: Schön das mich meine erste Frau betrogen und verlassen hat nur so konnte ich meine 2. Frau kennen lernen. Schön das diese mich dann auch betrogen hat So konnte ich ohne schlechtes Gewissen ausziehen um dann später mit meiner jetzige Frau zusammen zu leben. Ist das dann Positiv gedacht !! und daran soll ich dann glauben ?? Gegen 13 Uhr fahre ich dann meine 2 Ankauftermine ab, trotz Unruhe und Ängstlichkeit, denke mir, es ist besser wenn Du draußen irgendwo umkippst als Zuhaue wo niemand ist. Bei ersten Termin (einer jungen Frau) kaufe ich 4 Kartons mit schönem Geschirr, beim zweiten leider nichts, nur Müll. Um 17 Uhr bin ich wieder Zuhause, bin froh das ich es gewagt habe trotz körperlichen Beschwerden loszufahren. Allerdings war heute ab Mittag die Angst nicht so stark, sonst hätte ich es mir wohl doch nicht getraut. Habe ja auch schon Ausreden gesucht um nicht raus zu müssen. So jetzt ist es 18.46 Uhr und ich habe für heute keine Lust mehr weiter zu schreiben. Freue!!!!! Mich schon , das meine Frau bald wieder zu Hause ist. Hoffentlich pünktlich, sonst werde ich mit Sicherheit wieder Nervös und unruhig. Pünktlich war Sie Leider nicht, hat aber angerufen das der Zug Verspätung hat und Sie deshalb etwas später zu Hause ist. Das war endlich mal eine positive Meldung, bin dann auch nicht unruhig oder nervös geworden. Bereitete unser Abendessen vor, damit wir um 20.15 Uhr der Dicke im Fernsehen sehen konnten, was wir beide gerne sehen.
15. September 2009

Heute ist mal wieder Dienstag und wie üblich bin ich an diesem Tag allein zu Haus. Da ich das Gefühl habe das dass schreiben dieser Berichte für mich gut ist, habe ich mich entschlossen diese weiter zu schreiben. Merkwürdiges ist mit mir geschehen seit meinen letzten Bericht vom 28. August.
Am Dienstag den 1. September war die Schwester meiner Frau krank,
so kam es das meine Frau an diesem Dienstag mal zu Hause blieb.
Habe diese Woche dann mal alles geschäftliche auf Null gestellt, nur wenige Ankäufe abgefahren (mit Absicht und bewusst wenige, nur die nötigsten). Habe mir dann vorgenommen Privat etwas mehr zu unternehmen und mich nicht durch Angstzustände ausbremsen zu lassen. Einiges hat geklappt, 2x sind wir durch die Innenstadt und um die Binnenalster gewandert. 2x waren wir zum Verkaufen auf dem Flohmarkt. 1x sind wir mit dem Fahrrad zum Volkspark gefahren um ein kleines Ausdauerprogramm zu testen.
Beim Start war mein Blutdruck 138/102 Puls 90 nach 10 Minuten Radfahren 145/98 Puls 115 dann kleine Pause danach 15 Minuten zügiges Radfahren 131/81 Puls 151 nach 20 Minuten Pause auf einer Bank 135/ 104 Puls 90 ????
Warum geht der Blutdruckwert bei Belastung runter und bei Ruhe wieder in die Höhe ??
Wir wollten eigentlich täglich so ein Ausdauersport von 1 Std. machen aber die nächsten Tage hatten wir irgendwie keine Lust dazu. (leider)
Da müssen wir noch unseren inneren Schweinehund überlisten denn mit Gewalt geht es nach 20 Jahren ohne Sport auch nicht auf einmal.
Durch einige Änderungen in meinem Leben und mit Hilfe des Buches von Doris Wolf ging es mir ein Paar Tage deutlich besser. Habe einiges was meine Seele belastete, durch das schreiben meiner Berichte, meines Lebenslaufs, aufarbeiten können.
Auch mit dem, mich immer noch belastenden Dienstag, kann ich etwas besser umgehen. Toll finde ich in immer noch nicht.
Etwas nachdenkliches zu diesem Dienstag, als meine Frau vor einigen Tagen meine Berichte (bis 28. August) lies, kamen wir über Umwege zu einem Gespräch über den Dienstag.

Die Beschreibung der Unterhaltung.
Beim Frühstück weint meine Frau
Ich warum weinst Du denn, was hast Du ?
Frau über deinen Bericht vom Dienstag,
Ich Du weist doch das mir dieser Tag Probleme bereitet,
Frau was würde sich denn bei Dir ändern wenn ich nicht mehr Dienstags zu meiner Schwester fahre!
Ich ich wäre meine Probleme mit dem Dienstag los und Du wärst unglücklich weil ich dir diesen Tag nicht gönne.
Frau was ist denn so schlimm oder stört dich denn, das ich zu meiner Schwester fahre.
Ich Das Du deine Schwester besuchst stört mich an und für sich nicht. Aber diese Regelmäßigkeit. Außerdem kann ich nicht verstehen, wie man morgens um 7 Uhr losfahren kann um seine Schwester zu besuchen, wo man sonst eher viel später aufsteht.
Frau ich brauche mit der Bahn fast 2 Stunden.
Ich trotzdem
Frau der Tag ist für mich so schön, wir unterhalten uns über alles mögliche, können auch mal zusammen weinen, wenn wir an unsere verstorbene Mutter denken.
Ich wie kann man sich wöchentlich 9 Std. !!!! unterhalten, Telefongespräche in der Woche noch nicht mal mitgerechnet, ohne nicht immer das gleiche zu erzählen. Gibt es so viel neues zu berichten?
Frau wir gehen ja auch viel mit dem Hund raus oder machen was im Garten, die Zeit geht sehr schnell vorbei.
Ich Ist ja alles schön und gut, gönne Dir das auch alles aber wohl fühle Ich mich dabei nicht.
Frau was können wir!! den machen das Du Dienstags klar kommst ?
Ich Ich kann gar nichts machen, da ich Dir ja nicht verbieten kann zu deiner Schwester zu fahren, muss eben Dienstags klarkommen.

Was ich in dieser Unterhaltung vermisste habe !!
Kein Ansatz einer Lösung von Ihrer Seite.
Keinerlei Angst oder Befürchtung das dieser Tag negativ auf unsere Beziehung wirken kann.
Auf das was mich störte, zum Beispiel mein Befinden am Vortag, ist Sie gar nicht eingegangen.
Sie versucht alles zu vermeiden was ihr den Dienstag nehmen könnte.
Der Dienstag mit ihrer Schwester ist ihr so wichtig das Sie selbst wenn Gefahr für unsere Beziehung besteht nicht darauf verzichten will.
Wie ordne ich dieses Verhalten ein.
Sie wird alles versuchen den Dienstag zu erhalten, sollte ich Ihr sagen ich möchte das nicht mehr, wird Sie evtl. darauf verzichten aber unglücklich sein. (Unglücklich weil Sie zu Hause bei mir bleibt !!) Dieses Verhalten bestärkt mein Gefühl das mit unserer Beziehung einiges nicht mehr stimmt.
Warum habe ich schon wieder über den Dienstag geschrieben?
Wollte Ich doch gar nicht. Aber scheinbar ist er für mich doch belastender als
ich es war haben möchte.

Heute ist wieder Dienstag, der 22.9. 2009

Mit den Geschäftlichen Problemen bin ich leider noch nicht weiter gekommen, kann mich einfach zu nichts entscheiden. Vielleicht liegt das alles doch mehr an meinen privaten Problemen ?
Wenn ich so darüber nachdenke
Ich glaube inzwischen das unsere privaten Probleme größer sind als
bisher angenommen.
Auslöser war und ist der Dienstag mit dem ich nicht klarkomme, der mir
aber zeigt, das einiges nicht mehr stimmt in unserer Partnerschaft.
Beispiel letzten Dienstag, normaler weise ist meine Frau immer gegen
19.30 Uhr Zuhause gewesen.
Als Sie sich einmal wegen Bauarbeiten am Bahnhof Bergedorf verspätete und ich mir Sorgen machte, habe ich Sie gebeten, bei Verspätung doch bitte anzurufen. Was hat sich seit dem getan.
Um 19.30 Uhr ist Sie seit dem nicht mehr zu Hause,
jetzt ruft Sie um 19.30 Uhr an und sagt ich bin gerade am Bahnhof
Hauptbahnhof bin in ca. 30 Minuten Zuhause.
Das zeigt, das Sie um jede Minute dankbar ist, die Sie länger bei
Ihrer Schwester bleiben kann.
Was wiederum bedeutet das Sie sich zu Hause wohl nur noch
Langweilt, es also bei ihrer Schwester schöner ist als bei mir.
Schön wäre gewesen, wenn Sie mal überraschend 1 Std. früher
zu Hause gewesen wäre.
Ich weis zur Zeit noch nicht wie ich mit ihrem Verhalten umgehen soll,
merke aber das ich anfange, mich in mich, zurück zu ziehen.

Was ich an Veränderungen an mir bemerke.

Mir fällt es immer schwerer, am Dienstag wenn Sie wieder zu Hause
ist, ein Gespräch mit ihr zu beginnen.
Vermeide es inzwischen so gut es geht über meine gesundheitlichen
Probleme mit ihr zu reden.
(Möchte nicht das Sie dadurch in ihrem Handeln beeinflusst wird.)
Merke wie ich mich immer mehr in mich zurück ziehe, irgendwann
komme ich dann nicht mehr aus mir heraus, dann wird das
Zusammenleben eine Qual und das Ende unserer Beziehung ist
bald erreicht.
Es fällt mir die letzte Zeit immer schwerer auf Zärtlichkeiten einzugehen.
Schon das Winken wenn ich zum Ankauf fahre kostet Überwindung.
Auf Sex habe ich zur Zeit gar keine Lust mehr.
Dienstags bin ich froh, wenn Sie endlich weg ist, gleichzeitig
bin ich sehr traurig.
Glücklich bin ich in dieser Beziehung zur Zeit nicht mehr.


Meine Laune geht schon Montag Abend in den Keller. Den Dienstag
Versuche ich dann mit irgendwelcher, manchmal überflüssiger,
Beschäftigung zu überstehen. Dienstag Abend, wenn Sie wieder da ist,
habe ich Mühe freundlich zu sein, am liebsten würde ich kein Wort reden.
Mittwoch habe ich noch immer meine Probleme, weiche Zärtlichkeiten
aus und es fällt mir immer noch schwer zu reden.
Erst Donnerstag komme ich so langsam wieder aus dem seelischem Tief
heraus. Das wiederholt sich dann Woche für Woche.
Wie lange das noch gut geht weis ich auch nicht.
Wenn mich vor ein paar Monaten jemand gefragt hatte ob ich mit
meiner Partnerin bis ans Ende unseres Lebens zusammenbleibe,
hätte ich ohne Zögern, mit ja, geantwortet. Heute bin ich mir dabei
nicht mehr so sicher.
Wenn Sie sich weiter keine Gedanken
macht, wie es um unsere Beziehung steht, glaube ich nicht das
dies auf Dauer gut geht.

Was mir beim mehrfachen durchlesen meiner Berichte weiter aufgefallen
ist. Ich vermeide das Wort Liebe
Heute ist Samstag der 26. September 2009

Mein gesundheitliches Befinden ist wieder wie am Anfang.
Alles wieder da, Angst raus zu gehen, Übelkeit, Benommenheit,
Sehstörungen usw.
Das einzige was mir inzwischen bewusst ist, diese ganzen Störungen
kommen mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich von meinen Privaten
und Geschäftlichen Problemen.
Auffallend die Besserung meines gesundheitlichen Befindens und
der positive Tatendrang wieder Privat was zu unternehmen, als durch
Zufall (Krankheit der Schwester) meine Frau mal Dienstags zu Hause war.

Was ist also das besondere (belastende) an einem Diestag.
Die Regelmäßigkeit (jede Woche, einmal hier, einmal da)
Für Sie ein muss (bin ich denn so langweilig geworden?)
Die Zeit 7-20 Uhr !! ( finde ich völlig überzogen) ist nur zu erklären das es ihr zu Hause zu langweilig geworden ist.
Keinerlei Reaktion von Ihrer Seite, das mir die Tage Probleme bereiten.
Das Sie, selbst wenn wir den Laden wieder öffnen, den Dienstag für sich haben möchte?
Das Ihr im Grunde völlig egal ist wie ich mich Dienstags fühle,
sonst würde Sie sich anders verhalten.
Das Sie zur Zeit mehr mit ihrer Schwester unternimmt als mit mir.
Einmal wöchentlicher über den ganzen Tag Besuch, tägliche Telefongespräche, wenn es nicht ihre Schwester wäre, würde ich sagen das Sie ein Verhältnis hat.
Also, alles zusammen gesehen, der Dienstag ist für Sie nicht nur ein Besuch der Schwester, er zeigt vielmehr eine Unzufriedenheit mit der jetzigen Lebens-Situation.

Normaler Weise müsste ich reagieren und sagen ich möchte nicht das Du jede Woche mit deiner Schwester zusammen bist
Ihr könnt euch gerne mal treffen aber nicht mit dieser Regelmäßigkeit.
Ich möchte mit Dir meine, vielleicht ab und zu langweilige Zeit, verleben und habe keine Lust diese Zeit mit jemandem zu teilen.

Was kann passieren? Sie wird es nicht verstehen. Dann kommt der Satz
was ist den so schlimm daran, wenn ich einmal die Woche mit meiner Schwester zusammen bin

Sie wird die Zusammenhänge der Probleme die dieser an und für sich harmlose Besuch der Schwester bereitet nicht verstehen.

Ich aber bin überzeugt das dieser, in ihren Augen harmlose, Dienstag
mit den daraus entstehenden weiteren Problemen und Missverständigungen
früher oder später zu einer ernsten Gefahr für unser weiteres Zusammenleben wird. Negative Veränderungen sind ja auf meiner Seite schon eingetreten.
Unsere Zukunft und unser weiteres Zusammenleben wird, das glaube ich heute, nicht einfacher werden.
Hoffe immer noch das alles gut geht.

Aber Hallo ist doch wieder sehr lang geworden,
aber es ist nur ein kleiner Auszug
aus meinem Tagebuch.
Liebe Grüße, Wolfgang
























































































Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
24. Januar 2010 um 13:47

Hallo Jodora, ich bin es schon wieder

Hallo Jodora,
erst mal Danke, das Du meinen langen Beitrag gelesen hast.
Das mit Blutdruck + Zucker messen habe ich nur auf Anraten meiner Hausärztin eine Zeit lang gemacht. Sie sagte mir damals ich soll mal alles aufschreiben was ich so an mir beobachte und wenn es mir schlecht geht auch den Blutdruck und den Zucker messen.
Das habe ich dann wohl etwas übertrieben, wenn ich das Gerät gehabt hätte, hätte ich wohl auch täglich ein EKG gemacht. Immer in der Hoffnung endlich den Grund meiner Beschwerden zu finden.
Diese übertriebene Selbstbeobachtung habe ich aber aufgegeben weil ich merkte das ich mir damit noch mehr Probleme und Ängste bereite als schon vorhanden sind.
Was ist in den letzten 6 Wochen alles anders geworden.
Fange ich am besten mit den Privaten Problemen an. Habe mich mit meiner Frau ausgesprochen.
Sie fährt nun nur noch alle 3 Wochen zu ihrer Schwester.
Sie wollte erst gar nicht mehr zu ihrer Schwester fahren, war aber bei dieser Aussage sichtlich unglücklich.
Also sagte ich zu Ihr, mir würde es ja schon helfen wenn wir uns darauf einigen könnten, das Sie nur noch alle drei Wochen fahren würde und 1 oder 2 mal kommt ihre Schwester zu uns und sie können hier in Hamburg was unternehmen.
So muss Sie nicht ganz auf ihre Besuche und Freiheiten verzichten und mir ist auch ein wenig geholfen.
Wenn es mir gesundheitlich nicht so schlecht gehen würde, könnte ich den Dienstag alle drei Wochen auch mal positiv sehen. Vielleicht mal was ganz persönliches für mich unternehmen.
Aber es ist in Ordnung, Sie ist mir entgegengekommen und ich muss damit zurecht kommen. Möchte Ihr ja nicht alles wegnehmen.

So nun zum Geschäftlichen.
Flohmarkt war im September der letzte.
Da es uns für Flohmärkte im freien zu kalt wurde und Hallenmärkte (Antikmärkte) doch recht teuer sind, haben wir im Oktober unseren kleinen Trödelladen wieder geöffnet. Er ist auch ganz gut angelaufen, mit den Umsätzen + dem Verkauf übers Internet, kommen wir jetzt einigermaßen über die Runden.
So weit ganz gut.
Mein gesundheitliches Befinden dagegen wird von Tag zu Tag wieder schlechter. Nach der Aussprache mit meiner Frau ging es 2-3 Wochen richtig bergauf, keine Angstzustände, keine Angst rauszugehen, nur leichte Befindlichkeitsstörungen.
Seit 14 Tagen geht es wieder richtig bergab.
Angefangen hat es an einem Samstagmorgen. Nach dem Aufstehen konnte ich auf einmal nicht mehr richtig hören und eine Gesichtshälfte war Taub. Dachte erst das dies von meiner verstopften Nase kommt, als aber auch Nasenspray keine Besserung brachte obwohl meine Nase einigermaßen auf war, bekam ich es doch so langsam mit der Angst zu tun.
Versuchte mit Nasenspülung (Salzwasser) und Nasenspray etwas zu erreichen aber nichts half.
Als ich dann nachmittags auf dem zweiten Ohr auch, fast, nichts mehr hörte bekam ich Panik und wir fuhren in die Notfallpraxis.
Der Arzt dort meinte das meine Ohren voll Ohrenschmalz sind, die Schwester spülte meine Ohren, und nach längerem Spülen ging endlich das eine Ohr auf und komischer weise auch meine Nase.
Das zweite Ohr ging nicht so gut, teilweise eine Verbesserung, sollte damit am nächsten Tag zum HNO-Arzt gehen.
Das habe ich aber bis heute noch nicht gemacht, weil auf einen Schlag die Angst u. Panikzustände wieder da waren, traue mich mal wieder nicht das Haus zu verlassen.
Paar Tage später bin ich schon beim Aufwachen in Panik, habe so ein komischen Geschmack im Mund (wie Pfeffer??)
Gegen 10 Uhr stehe ich endlich auf. Bin unruhig, ängstlich, zittere am ganzen Körper, fühle mich schwach und sehe sehr schlecht.
Nach dem Frühstück, geht es mir etwas besser, bin aber noch immer zittrig und ängstlich, raus traue ich mich heute auch nicht.

Seit ca. 6-8 Wochen habe ich auch Probleme mit der Blase, muss laufend Wasser lassen, habe schmerzhaften Harndrang der mal mehr mal weniger da ist, aber auch mal ein paar Stunden ganz weg ist.
Das Wasserlassen selbst tut nicht weh.

Was habe ich die letzten Tage, Wochen, unternommen um eine gesundheitliche Verbesserung zu erreichen.
War wegen der Blasenprobleme beim Urologen.
Ergebnis, ich habe einen Blasenstein, der aber evtl. noch von alleine abgehen kann.
War beim Psychiater, Ergebnis: Depression + Angststörung
(Bericht darüber habe ich ja schon geschrieben.)
Was mir selbst schon aufgefallen ist!
Ich gerate bei jeder Kleinigkeit erst mal in Panik.
Beispiel oben schon genannt:
Komischer Geruch! sofort Panik + Angst die erst nachlässt wenn ich den Grund dieses Geruches finde.
Auto springt nicht an Panik +Angst wie soll es jetzt weitergehen!
Höre fast nichts mehr, Taubheit auf einer Gesichtsseite Panik +Angst Schlaganfall?
Frau kommt zu spät Panik + Angst Unfall ! Verbrechen ! usw.
Also selbst bei täglich im Leben vorkommende Ereignissen oder neue noch nicht bekannte körperlichen Symptomen, erst mal Panik + Angst.

Doris Wolf die Psychotherapeutin würde wohl nach ihrem ABC der
Gefühle sagen, das ich alles erst mal als Gefahr sehe.
A= Ereignis= Höre fast nichts mehr.
B= Bewertung= Positiv Negativ Neutral
Ich bewerte automatisch erst mal Negativ
C= Gefühle dann = Panik, Angst, Unsicherheit

Aber wie kann ich diesen Automatismus der Negativen Bewertung unterbrechen?
Hast Du darauf eine Antwort?
Kannst Du mir das an einem Beispiel erklären?
Würde mich darüber freuen.
Liebe Grüße, Wolfgang





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24. Januar 2010 um 18:34

Hallo Jodora + Mooni, bitte lesen
Hallo ihr Beiden,
Meine Frau hat jetzt ihren eigenen Beitrag im Forum
Psychologie-Verhalten - Titel= Suche Rat in verschiedenen Lebenslagen.
Vielleicht möchtet Ihr diesen Beitrag auch verfolgen.
Liebe Grüße, Wolfgang

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24. Januar 2010 um 19:25

Hallo Mooni, wenn es mal so einfach wäre
Hallo Mooni,
mit Bungee springen oder ähnliches hätte ich kein Problem. Da kann ich mich darauf vorbereiten oder reagieren.
Und an Mut fehlt es mir Sicherheit auch nicht.
Angst vor was, das ich fassen kann, was da ist, was evtl. auch gefährlich ist, habe ich nicht, damit kann ich umgehen.
Klettere die steilsten Hänge oder Bäume hoch, trotz Höhenangst und flauem Gefühl..
Gelassener werden OK - es ist aber fasst unmöglich Gelassen zu bleiben, wenn dir durch irgend welche Gedanken oder Vorstellungen die du selbst nicht beeinflussen kannst, weil sie wohl aus dem Unterbewusstsein kommen (die einfach auf einmal da sind) dich so langsam in Angst und Panik versetzen.. Das ungreifbare, das nicht beeinflussbare, das macht mir Angst.
Da kannst du dann auch laufend zu dir selbst sagen (das ist nur ein Angstgefühl, ein Gefühl ist nicht gefährlich und geht vorbei)
viel helfen tut mir das dann nicht , obwohl mir im Kopf schon klar ist das keine akute Gefahr besteht.
Ich versuche ja schon eine gewisse Zeit durch positive Einstellungen und eben mehr Gelassenheit es erst gar nicht zu einer Angststörung kommen zu lassen.
Leider klappt das zur Zeit noch nicht.
Darum war ja auch eine Frage, wie man negatives im Unterbewusstsein auf positiv wenden
oder evtl. löschen kann?
Wenn ich das durch Bungee Springen erreichen kann,
dann siehst Du mich nur noch bei Bungee Veranstaltungen.
Liebe Grüße, Wolfgang

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29. Mai 2017 um 13:46
In Antwort auf wolfgang1947

Hallo Mooni, wenn es mal so einfach wäre
Hallo Mooni,
mit Bungee springen oder ähnliches hätte ich kein Problem. Da kann ich mich darauf vorbereiten oder reagieren.
Und an Mut fehlt es mir Sicherheit auch nicht.
Angst vor was, das ich fassen kann, was da ist, was evtl. auch gefährlich ist, habe ich nicht, damit kann ich umgehen.
Klettere die steilsten Hänge oder Bäume hoch, trotz Höhenangst und flauem Gefühl..
Gelassener werden OK - es ist aber fasst unmöglich Gelassen zu bleiben, wenn dir durch irgend welche Gedanken oder Vorstellungen die du selbst nicht beeinflussen kannst, weil sie wohl aus dem Unterbewusstsein kommen (die einfach auf einmal da sind) dich so langsam in Angst und Panik versetzen.. Das ungreifbare, das nicht beeinflussbare, das macht mir Angst.
Da kannst du dann auch laufend zu dir selbst sagen (das ist nur ein Angstgefühl, ein Gefühl ist nicht gefährlich und geht vorbei)
viel helfen tut mir das dann nicht , obwohl mir im Kopf schon klar ist das keine akute Gefahr besteht.
Ich versuche ja schon eine gewisse Zeit durch positive Einstellungen und eben mehr Gelassenheit es erst gar nicht zu einer Angststörung kommen zu lassen.
Leider klappt das zur Zeit noch nicht.
Darum war ja auch eine Frage, wie man negatives im Unterbewusstsein auf positiv wenden
oder evtl. löschen kann?
Wenn ich das durch Bungee Springen erreichen kann,
dann siehst Du mich nur noch bei Bungee Veranstaltungen.
Liebe Grüße, Wolfgang

Wolfgang1947

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29. Mai 2017 um 14:47

Hallo Wolfgang,
ich habe von Dir hier alles gelesen und vieles ähnelt meinem eigenen Leiden. Alkohol trinke ich seit 11 Jahren  nicht mehr.
Ich bin 58 Jahre und depressiv krank - (Angst u. Panikattacken mit Depressionsschüben) Mein Nervenarzt verschreibt mir Antidepressiva und Baldriantabletten. Hilft mir leider nicht wirklich, da ich mit den Nebenwirkungen nicht klar komme.

Kurz; Ich habe mir also vor 2 Jahren einen Garten zugelegt und momentan eine Ausbildung zum Kräuterführer angefangen. Der Aufenthalt in der Natur beruhigt meine Nerven ungemein, vorallen beim Waldspaziergang....
Ich habe ganz langsam meine Ernährung umgestellt (Zucker, tierisches Eiweiß und tierisches Fett weitgehends reduziert - auch Backwaren) Schweinefleisch esse ich nur ganz ganz selten und wenn doch, dann nur Filet. Ansonsten 1x die Woche Geflügel-, Rindfleisch oder Fisch.
Meine Körperlichen Schmerzen konnte ich mit dieser "Weglass-Maßnahme" deutlich reduzieren. Ich habe für vieles Ersatz gefunden, um nicht in ein Nährstoff-Defizit zu geraten.
Ich nenne hier nur wenige Beispiele: Ich esse viel Bohnen u. Linsen(Eiweißträger,Hormone), selbst angebautes Obst und Gemüse - aber nur gegart.
Mein Frühstück beginnt mit einem selbst zusammengestellten Brei oder Smoothie aus
Bananen, Haferflocken, Hirse, Datteln und Chiasamen mit Soja- oder Mandelmilch...

In dieser Kräuter Ausbildung lerne ich viel über die sehr hilfreiche und anwendbare Hildegard Medizin und Kneipp Therapien (mit psychologischen Hintergrund).
Es geht mir darum mich mit heilsamen Themen und Dingen zu beschäftigen, um ein wenig zu verstehen, warum es mir so schlecht geht. Außerdem möchte ich die wertvolle (Lebens-) Zeit nicht soviel mit Grübeleien ausfüllen, was ja ebenfalls negativ für die Psyche sein soll. Ich schleppe viele Kindheitstraumata(Kindheitsmißhandlung) mit mir herum und lenke mich davon ab, so gut es geht.
Natürlich ist das nicht einfach, aber ich versuche das Beste aus allen zu machen, so gut ich es kann...
Ganz ohne Tabletten komme ich noch nicht klar, aber konnte schon einiges reduzieren.
Liebe Grüße

 

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Übelkeit brechen
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29. Mai 2017 um 2:00
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