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Aversion gegen fast alle Lebensmittel?!

3. Mai 2015 um 15:03 Letzte Antwort: 3. Mai 2015 um 19:55

Hallo
Mein Freund hat seit er 6 Jahre alt ist eine Essstörung. Er kann fast nichts mehr essen, ohne würgen oder sich sogar übergeben zu müssen. Essen kann er nur trockene harte Sachen wie trockenes Brötchen, dünne Pommes, Chips und ja eigentlich nur ungesunde Sachen...an guten Tagen geht auch mal eine knackige Paprika. Sobald die Konsistenz zu weich wird muss er sobald das Essen im Mund ist würgen, auch wenn er den Geschmack und den Geruch mag. Wenn er sich dazu zwingt trotzdem weiter zu essen muss er sich meistens übergeben. Langsam mache ich mir Sorgen um seine Gesundheit! Gibt es hier Leute die was ähnliches haben? Habe schon oft gelesen das es Leute gibt die nur kein Obst und Gemüse aufgrund der Konsistenz essen können, aber so krass wie es bei meinem Freund ist habe ich es noch nie von jemandem gehört. Zusammen kochen oder Essen gehen ist so natürlich auch unmöglich Er wäre auch bereit eine Therapie zu machen nur frage ich mich ob das von der Krankenkasse übernommen wird und wo es sowas überhaupt gibt. Im Internet habe ich leider nichts vergleichbares gefunden...Vielleicht weiß hier jemand mehr!
Ich bin für alle Tipps und Hinweise dankbar!
Dass das so nicht weiter gehen kann weil ihm wichtige Vitamine und eigentlich fast alles fehlt weiß ich selber

Liebe Grüße!

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3. Mai 2015 um 17:00

Hallo linah,
ich weiß nicht genau, nach der Intensität her würde ich Klinik vorschlagen. Anonsten müsst ihr halt ambulant alle Therapeuten anrufen und das Problem beschreiben.

Ich vermute hinter dieser Aversion verdrängt Erlebnisse. Mein Ex-Freund hatte das auch bezüglich Marmelade, Obst und Gemüse das nicht knackig war und bekam auch das würgen und Brechreiz. Es kam von den Erlebnissen im Kindergarten (ehem DDR Erzieherinnen) - es musste immer alles aufgegessen werden... Und dieses "Ich will mein Gemüse nicht essen" zog sich bis in die Adoleszenz. Er konnte es gut abbauen und danach so ziemlich alles essen.
Aber bei deinem Freund ist das ja sehr, sehr heftig. Dran bleiben!

Alles Gute für euch.

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3. Mai 2015 um 18:02
In Antwort auf

Hallo linah,
ich weiß nicht genau, nach der Intensität her würde ich Klinik vorschlagen. Anonsten müsst ihr halt ambulant alle Therapeuten anrufen und das Problem beschreiben.

Ich vermute hinter dieser Aversion verdrängt Erlebnisse. Mein Ex-Freund hatte das auch bezüglich Marmelade, Obst und Gemüse das nicht knackig war und bekam auch das würgen und Brechreiz. Es kam von den Erlebnissen im Kindergarten (ehem DDR Erzieherinnen) - es musste immer alles aufgegessen werden... Und dieses "Ich will mein Gemüse nicht essen" zog sich bis in die Adoleszenz. Er konnte es gut abbauen und danach so ziemlich alles essen.
Aber bei deinem Freund ist das ja sehr, sehr heftig. Dran bleiben!

Alles Gute für euch.

Klinik
Danke schonmal für die Antwort! Ich kenne mich mit sowas leider garnicht aus...wie gehe ich sowas denn an, erstmal zum Hausarzt? Die Frage ist ja auch noch ob die Krankenkasse das übernimmt oder ob man sowas selber kann.

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3. Mai 2015 um 19:55
In Antwort auf

Klinik
Danke schonmal für die Antwort! Ich kenne mich mit sowas leider garnicht aus...wie gehe ich sowas denn an, erstmal zum Hausarzt? Die Frage ist ja auch noch ob die Krankenkasse das übernimmt oder ob man sowas selber kann.

Hallo linah,
in Deutschland übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine ambulante Therapie auf jeden Fall. Um eine klinische Notwendigkeit aufzuzeigen muss man schon weiter ausholen. Da kann z. B. ein schlechtes Blutbild, dass auf lange Zeit nicht verbessert werden kann ein Argument sein, sowie der Leidensdruck. Normalerweise müssen dafür auch Diagnosen gestellt werden... Ist etwas komplizierter.

Zum Hausarzt auf jeden Fall schonmal um die Grunduntersuchungen zu durchlaufen. Der gibt dann auch die Überweisung für die Psychotherapie aus.
Bei der Kassenärztlichen Vereinigung kann man freie Therapieplätze recherchieren. Sehr vollständig war das aber bei meiner Suche nicht - ich hatte gar keinen Platz im Umkreis von 100 km. Ähem. Ansonsten werdet ihr nicht drumrum kommen sämtliche Therpeuten durchzutelefonieren. Manchmal hat der Hausarzt noch Infos über freie Plätze...

Ein weiterer sehr sinnvoller Schritt ist bei der Krankenkasse anzurufen und nachfragen. Also bezüglich der Klinik, oder der ambulanten Therapie... usw.
Wenn kein kassenärztlich zugelassener Therapeut (mehr als 5) Plätze frei hat (oder die Wartezeit länger als 4 Monate beträgt), dann kann man auch nicht zugelassene Therapeuten anfragen und über das Kostenerstattungsverfahren gehen.
(Meine Infos beziehen sich nur auf Deutschland)

Beratungsstellen sind auch immer gute Anlaufpunkte. In Großstädten gibt es häufig ambulante Angebote für Essgestörte, usw.

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