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Ausdrucksweise

6. März 2013 um 10:56

Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier und hab mich mal ein wenig umgesehen in den verschiedenen Foren nur aus Interesse. Und in diesem hier ist mir aufgefallen, dass ständig Abkürzungen verwendet werden wie MA, FA, ES, die auf Anhieb für eine völlig gesunde Person fast nicht zu verstehen sind... Gleichzeitig sehe ich, dass es hier viele junge Frauen gibt, die versuchen von einer Essstörung loszukommen. Ich finde es erschreckend, dass diese Begriffe so selbstverständlich abgekürzt werden wie das alltägliche "O.K."! Klar ist es vllt. einfach der Einfachheit halber, weil diese Begriffe ja in den Threads viel thematisiert werden aber ich denke für viele Leute hier könnte es schon sinnvoll sein, den Begriffen mal richtige Namen zu geben - denn Fressattacken mit/ohne Erbrechen hinterher sind keinesfalle normal oder gesund und diese dann einfach ganz niedlich FAs zu nennen zeigt, dass man sich keinesfalls dessen mehr bewusst ist, was das eigentlich bedeutet! Ich wollte hiermit niemanden angreifen, aber ich finde man sollte durch die Ausdrucksweise nicht vermitteln, das diese ganzen Süchte und Störungen normal sind. LG

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6. März 2013 um 11:29

Na ja,
aber wie du schon selbst erkannt hast, werden diese Begriffe hauptsächlich der Einfachheit wegen abgekürzt. Ich glaube, dass sich die meisten hier bewusst sind, dass das alles ganz und gar nicht normal ist... sonst wären wir ja nicht hier.

Ich weiß nicht, ob das auch für andere zutrifft, aber es fällt mir einfacher FA zu schreiben anstatt es ganz auszuschreiben... ohne, dass ich dabei irgendwie denke, es wäre normal geschweige denn gut. Es ist einfach... so ein unangenehmes Thema, dass ich mich noch tausendmal schlechter fühle, wenn ich das Wort vor mir sehe. Ich hasse mich ohnehin schon genug, wenn es passiert ist und bin enttäuscht, bereue es, bin verzweifelt...
Ich glaube bzw habe schon oft gemerkt, dass es vielen auch schwer fällt, sich einzugestehen, an Magersucht zu leiden... in dem Sinne hast du vermutlich recht... man will das Wort nicht vor sich sehen, weil man sich nicht eingestehen will, dass man krank ist. Dass es wirklich "so schlimm" ist.

Was mich immer schockiert sind diese Begriffe von wegen "ana" und "mia", a la "ich bin ana/mia" ... Einfach wie man das formuliert, wie man sich damit identifiziert... finde ich seltsam und es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack

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6. März 2013 um 11:56


Ja da stimme ich dir zu und es wirkt für Außenstehende, denen vllt. auch das Hineinversetzen in so eine Menschen schwerfällt, sehr befremdlich!

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6. März 2013 um 12:20
In Antwort auf elimar_11931433


Ja da stimme ich dir zu und es wirkt für Außenstehende, denen vllt. auch das Hineinversetzen in so eine Menschen schwerfällt, sehr befremdlich!

Generell
glaube ich, dass es so gut wie unmöglich ist, sich in jemanden mit einer Essstörung hineinzuversetzen, wenn man selbst nicht betroffen ist. Bei mir war es so, dass eine Freundin schon vor mir krank war, und ich viel mit ihr darüber diskutierte bzw. ihr helfen wollte... damals konnte ich das alles überhaupt nicht verstehen und erst im nachhinein wurde mir klar, dass ich mit meinen "Tipps" damals ziemlich gegen die Wand gefahren bin.

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7. März 2013 um 14:24
In Antwort auf meghan_11903672

Na ja,
aber wie du schon selbst erkannt hast, werden diese Begriffe hauptsächlich der Einfachheit wegen abgekürzt. Ich glaube, dass sich die meisten hier bewusst sind, dass das alles ganz und gar nicht normal ist... sonst wären wir ja nicht hier.

Ich weiß nicht, ob das auch für andere zutrifft, aber es fällt mir einfacher FA zu schreiben anstatt es ganz auszuschreiben... ohne, dass ich dabei irgendwie denke, es wäre normal geschweige denn gut. Es ist einfach... so ein unangenehmes Thema, dass ich mich noch tausendmal schlechter fühle, wenn ich das Wort vor mir sehe. Ich hasse mich ohnehin schon genug, wenn es passiert ist und bin enttäuscht, bereue es, bin verzweifelt...
Ich glaube bzw habe schon oft gemerkt, dass es vielen auch schwer fällt, sich einzugestehen, an Magersucht zu leiden... in dem Sinne hast du vermutlich recht... man will das Wort nicht vor sich sehen, weil man sich nicht eingestehen will, dass man krank ist. Dass es wirklich "so schlimm" ist.

Was mich immer schockiert sind diese Begriffe von wegen "ana" und "mia", a la "ich bin ana/mia" ... Einfach wie man das formuliert, wie man sich damit identifiziert... finde ich seltsam und es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack

Das mit "Ana" und "Mia"
finde ich auch ganz schlimm... Das verharmlost das ganze total.

Wobei ich sagen muss, dass es mir persönlich schon geholfen hat, mal "ungeschönt" (also ohne Abkürzungen) von meinem Übergeben und so zu reden.
Klar, man fühlt sich dann total blöd, aber sollte man das nicht auch irgendwie?
Ich meine: Das, was wir machen, ist ja nicht gerade das Klügste und ich hab dann einfach gemerkt, wie eklig das Übergeben ist und das hat mir dann geholfen, damit aufzuhören.

Aber hier dient es, wie aprikoko schon schrieb, natürlich auch zum Abkürzen

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