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Ausbleiben der Periode seit über 8 Monaten wegen zu hohem Prolaktinspiegel

5. Januar 2009 um 15:18 Letzte Antwort: 27. Juli 2010 um 9:33

Hallo,

ich bin neu hier und habe diese Anfrage auch schon unter das Thema "Hormone" gestellt, schreibe aber auch gleichzeitig noch hier rein, um mehr Frauen erreichen zu können, die vielleicht ähnliches erlebt haben.
Möchte mein Problem kurz schildern und hoffe, das es Frauen gibt, die mir mit ihren Erfahrungen weiterhelfen können. Ich habe auch schon hier im Forum nachgelesen, aber keinen ähnlichen Fall gefunden.

Ich habe letztes Jahr im April die Pille nach mehrjähriger Einnahme abgesetzt, wollte einfach mal eine Pillenpause machen. Bis heute (also fast 9 Monate später) habe ich allerdings meine Periode nicht wieder bekommen. Da auch schon während der Pilleneinnahme immer wieder Milch aus der Brust tropfte (die Geburt meiner Tochter ist allerdings 10 Jahre her) und dies jetzt nach Absetzen der Pille verstärkt auftrat, ließ ich ein Blutbild machen. Es stellte sich heraus, dass mein Prolaktin-Wert stark erhöht ist und zwar auf 121 (normal ist ein Wert zwischen 4,79 - 23.3). Die Frauenärztin machte daraufhin einen "MCP-Test", um auszuschließen, dass ich ein Prolaktinom, also etwas tumorähnliches in der Hirnanhangdrüse habe, in der das Hormon "Prolaktin" gebildet wird. Das konnte man nach dem Test zum Glück ausschließen. Sie hat mir daraufhin Cabergolin verordnet, ich sollte 2 halbe Tabletten in der Woche nehmen und das 6 Wochen lang und dann erneut in die Praxis kommen und den Prolaktinspiegel messen lassen. Sie sagte auch, dass sie einige Patientinnen hätte, die jahrelang Medikamente gegen einen zu hohen Prolatkinspiegel nehmen müssten.
Das ist jetzt schon wieder 3 Monate her und ich habe die Tabletten nicht genommen. Mir ist fast schlecht geworden, als ich die Packungsbeilage und die beschriebenen Nebenwirkungen gelesen habe. Depressionen, Übelkeit und Halluzinationen sind da noch die harmlosesten Nebenwirkungen.
Ich habe mich sehr viel im Netz über dieses Problem mit dem Prolaktinspiegel informiert und komme zu dem Schluss, dass es bei mir wahrscheinlich durch chronischen Stress ausgelöst wird. Und ich will meinen Körper ganzheitlich heilen und nicht durch eine Chemiekeule. So nehme ich seit ca. 10 Wochen Agnus Castus Tabletten, aber leider bisher ohne Erfolg.
Ich trau mich auch gar nicht, mich noch mal bei meiner Frauenärztin zu melden, weil sie mit Sicherheit kein Verständnis für meine eigenen "Heilmethoden" hat. Ich bin so ratlos und weiß nicht mehr weiter. Ich habe Angst, dass sich durch die Nichteinnahme der von der Ärztin verordneten Prolactinhemmer jetzt doch ein (meist gutartiger) Tumor bilden kann. Außerdem ist es echt lästig, tagsüber ständig Einlagen im BH tragen zu müssen und Nachts das Bettlaken voller Milchtropfen zu haben.
Hat jemand ähnliches erlebt oder einen guten Tipp? Ich wäre auch dafür sehr dankbar.

LG
Annika

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27. Juli 2010 um 9:33

Zu hoher Prolaktinwert
liebe Annika,

endlich finde ich mal jemandem im netz der das gleiche Problem wie ich zu haben scheint. Meinen zu hohen Prolaktionwert ( der lag zwischenzeitlich bei 180) hat man vor über 10 jahren festgestellt. Ich war 18 und hab mich gewundert das auf mal Milch aus meinen Brüsten "lief". Es war zeitweise so schlimm das ich ich mir Stilleinlagen in meine BHs legen musste, keine engen Oberteile mehr anziehen konnte und meine Körpchengröße von C auf E ging.
Dann bin ich zu meiner FÄ gegangen. Man nahm mir Blut ab und verschrieb mir abstillende Medikamente ( ich glaub es war Bromocriptin). Ich muss hinzufügen das ich nicht schwanger war und auch bis heut keine Kinder hab! Tja, die Nebenwirkungen die in der Packungsbeilage geschildert waren, hab ich leider alle gehabt: Müdigkeit, Depressionen, Hautauschlag in Form von Pickeln, Gewichtszunahme, Verstopfung etc. Nachdem ich die Tabletten ca. 1/2 Jahr genommen hatte, nahm man wieder Blut ab. Die Werte waren immer noch zu hoch und das Problem hatte sich nicht gebessert. Man meinte ich sollte doch mal ne andere Pille probieren. Also nahm ich eine andere Pille und nahm weiter das Bromocriptin. Ohne Erfolg. Zeitweise war der Wert wieder höher. Die Geschichte könnte ich ewig lang fortsetzen...
Ach, den FA hab ich nach ner Weile gewechselt, hab auch was das Thema angeht mehrere Griffe ins Klo getan und mein jetziger FA ist auch leicht mit meinem Problem überfordert.. Ich war mehrfach im Kernspin um ein Prolaktinom an der Hirnanhangsdrüse auszuschließen, was die abstillenden Medikamente angeht hab ich soviele ausprobiert das ich sie namentlich nicht mehr aufzählen kann (Dostinex etc.). leider nur ohne jeden Erfolg. Dann hab ich mir überlegt das es vielleicht mit der Pille zu tun hat. Hab mir dann vor ca. 2 1/2 die Spirale legen lassen, auch hier wieder kein Erfolg. Die abstillenden Medikamte nehm ich nun nicht mehr, nach ca. 2 Jahren nach einsetzen der Spirale hab ich mein Normalgewicht wieder (ca. 13 kg. sind runter)! Und meine Periode ist, seit der Spirale, weg! Wäre sicherlich mit klar zu kommen, wenn man nicht schon über 30 ist und seit nunmehr 7 Jahren in einer festen Beziehung lebt und der Kinderwunsch im Raum steht. Leider muss ich aber hinzufügen, das ich aufgrund der ewigen Odyssee keine Lust mehr auf Ausprobieren diverser Medikamente hab. Mein FA meinte nämlich das ich erst den Prolaktinwert senken müsste, dann evtl. eisprungfördernde Mittel zu mir nehmen müsste um dann evtl. irgendwann schwanger zu werden....
Und die Sache mit dem Senken des Prolaktins hat ja über die letzten 10 jahre nix gebracht...
Falls es irgendwo jemanden gibt der nen Tipp hat oder das gleiche Problem, BITTE meldet euch.

LG
Dozy2

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