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Aufgeregt und nervös

19. Januar 2015 um 18:32 Letzte Antwort: 22. Januar 2015 um 21:15

Hey ihr Lieben!

Ich hoffe, dass es euch soweit gut geht!

Ich gehe demnächst wieder in eine Klinik und morgen habe ich mein Vorgespräch.

Es ist eine Station, die sich auf die Behandlung von Borderline-Patienten spezialisiert hat.

Im Flyer seht, dass es im Falle einer Essstörung auch bei bedarf Essbetreuung und Essgespräch gibt.

Ich bin so nervös. Die letzte Klinik in der ich letzten Sommer war, hatte ich auf Essstörungen spezialisiert. Ich habe Angst, dass man mich dort irgendwie "fallen lässt", dass ich wieder essen MUSS (also die ganze Portion und so weiter).
Ich habe mich hier zu Hause nun so gut arrangiert und das mit dem Essen klappt auch ganz prima. Zwar esse ich nicht alles aber ich esse und es geht mir gut damit!
Also ein riesen Fortschritt.

Und ich habe eben Angst, dass ich NUR in Bezug auf meine Borderlinestörung therapiert werde und dass man die Essstörung ganz außen vor lässt, dabei ist sie ja immer noch total in meinem Kopf, ich meine ich bin mitten drin im Heilungsprozess.

Und dann ist da noch was... es klingt so total dumm, aber irgendwo habe ich Angst davor, dass man mich nicht ernst nimmt, weil man eben nicht sieht, dass ich an Anorexie/Bulimie leide.
Ich habe jetzt zugenommen, bin im unteren Normalgewicht angekommen (durch das Refeeding-Syndrom ja viel zu schnell) und ja ... wisst ihr was ich meine? Ich habe Angst, dass man denkt ich bin vielleicht gar nicht essgestört, ich spiele das nur vor oder sonst was.
Es klingt total absurd und paradox, ich weiß.

Ach, ich weiß auch nicht... .

Hat mir vielleicht jemand einen Rat?

Viele viele liebe Grüße,

Euer mega aufgeregtes Möhrchen

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19. Januar 2015 um 19:49

Daumen gedrückt
Hallo Möhrchen, ich kann dich sooooo gut verstehen! Mir geht es ganz ähnlich, von daher kann ich dir wahrscheinlich keinen besonderen Tipp geben sondern nur sagen, dass ich diese Gedanken absolut nachvollziehen kann . Ich habe im Februar ein Gespräch in einer Klinik die sowohl auf Ptbs als auch auf Essstörungen spezialisiert sind. Meine Essstörung ist Folge der Traumatisierungen die ich erlitten habe, also würde es Sinn machen da auch anzusetzen. In der ambulanten Therapie habe ich mich zumindest soweit stabilisieren können, dass ich im Grunde wieder normal essen kann, aber normal reicht ja nunmal nicht um aus dem UG raus zu kommen. Und es ist halt eine recht instabile Stabilität, d.h. ich bin sehr schnell überfordert und das wirkt sich auf das Essen aus. Ich habe auch große Angst. Angst vor den Mitpatienten, Angst vor den neuen Therapeuten...das man mich nicht ernst nimmt. Mir fällt es so unheimlich schwer zu vertrauen... . Ich habe ähnlich Angst wie du, dass man den Schwerpunkt falsch setzt. Also entweder nur die Traumata angeht, oder nur die Essstörung. Dabei ist beides so eng miteinander verknüpft. Außerdem leide ich ja noch an dissoziativer Identitätsstörung was das ganze auch nicht einfacher macht. Ich versuche meiner amb. Therapeutin zu vertrauen, denn sie hat diese Klinik vorgeschlagen, da sie schon Patienten mit ähnlicher Problematik dort hatte und es ihnen sehr geholfen hat. Es ist sozusagen auch meine letzte Chance für meine ambulante Therapie noch mal Stunden zu bekommen, da meine Stunden bald zu Ende gehen und eigentlich alle Verlängerung ausgeschöpft sind. Ich stecke aber mittendrin und weiß eigentlich nicht wie ich diese 2 Jahre Therapiesperre durchstehen soll. Ich will dich jetzt aber auch nicht mit meinen Problemen vollpacken. Ich bin sehr gespannt was du beim Vollstellungstermin so erfahren wirst. Magst du das hier schreiben? Ich würde mich sehr freuen! Ich drücke dir gaaanz fest die Daumen! LG Amy

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19. Januar 2015 um 21:08

Liebes möhrchen
Ich finde es sehr gut, dass du nochmal in eine Klinik gehst.
Vielleicht ist es wirklich gut, wie amelie schon schrieb, dass die Klinik nicht rein auf Essstörungen spezialisiert ist.
Ich würde an deiner Stelle deine essstörung aufjedenfall ansprechen, vor allem auch das refeeding. Einfach damit die bescheid wissen. Ich denke du schaffst das und vielleicht kannst du dich in der Klinik fallen lassen gerade weil sie nicht auf essstörung spezialisiert ist. Also weil Hauptthema nicht die ES sein wird,
Ich drücke dir alle Daumen dieser Welt, und bin in Gedanken bei dir,

Fühl dich ganz fest gedrückt

Deine Bergsteigerin

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19. Januar 2015 um 21:09
In Antwort auf niels_12854110

Daumen gedrückt
Hallo Möhrchen, ich kann dich sooooo gut verstehen! Mir geht es ganz ähnlich, von daher kann ich dir wahrscheinlich keinen besonderen Tipp geben sondern nur sagen, dass ich diese Gedanken absolut nachvollziehen kann . Ich habe im Februar ein Gespräch in einer Klinik die sowohl auf Ptbs als auch auf Essstörungen spezialisiert sind. Meine Essstörung ist Folge der Traumatisierungen die ich erlitten habe, also würde es Sinn machen da auch anzusetzen. In der ambulanten Therapie habe ich mich zumindest soweit stabilisieren können, dass ich im Grunde wieder normal essen kann, aber normal reicht ja nunmal nicht um aus dem UG raus zu kommen. Und es ist halt eine recht instabile Stabilität, d.h. ich bin sehr schnell überfordert und das wirkt sich auf das Essen aus. Ich habe auch große Angst. Angst vor den Mitpatienten, Angst vor den neuen Therapeuten...das man mich nicht ernst nimmt. Mir fällt es so unheimlich schwer zu vertrauen... . Ich habe ähnlich Angst wie du, dass man den Schwerpunkt falsch setzt. Also entweder nur die Traumata angeht, oder nur die Essstörung. Dabei ist beides so eng miteinander verknüpft. Außerdem leide ich ja noch an dissoziativer Identitätsstörung was das ganze auch nicht einfacher macht. Ich versuche meiner amb. Therapeutin zu vertrauen, denn sie hat diese Klinik vorgeschlagen, da sie schon Patienten mit ähnlicher Problematik dort hatte und es ihnen sehr geholfen hat. Es ist sozusagen auch meine letzte Chance für meine ambulante Therapie noch mal Stunden zu bekommen, da meine Stunden bald zu Ende gehen und eigentlich alle Verlängerung ausgeschöpft sind. Ich stecke aber mittendrin und weiß eigentlich nicht wie ich diese 2 Jahre Therapiesperre durchstehen soll. Ich will dich jetzt aber auch nicht mit meinen Problemen vollpacken. Ich bin sehr gespannt was du beim Vollstellungstermin so erfahren wirst. Magst du das hier schreiben? Ich würde mich sehr freuen! Ich drücke dir gaaanz fest die Daumen! LG Amy

Hallo liebe Amy
Erst einmal vielen lieben Dank für deine aufbauenden Worte!
Du packst mich überhaupt nicht mit deinen Probleme voll, mach dir darüber mal keine Gedanken

Ich wurde auch jahrelang nur "symptomatisch", also immer nur auf die Essstörung behandelt, habe mich immer wieder selbst aufgerappelt und dann war es wieder besser, dann kam wieder ein Rückfall und so ging es die letzten 11 Jahre. Zum Schluss waren die letzten beiden Jahre die Hölle.

Auch die Klinik, die eben auf Essstörungen spezialisiert war, behandelte mich rein symptomatisch und es gab eigentlich nie tiefgründige Gespräche, es wurde eigentlich lediglich die Oberfläche angekratzt.

Es ist eigentlich so paradox. Wenn ich ein Mädchen sehe das noch sehr dünn ist, dann macht mich das teilweise richtig fertig, auf der anderen Seite denke ich "wow, schau mal was DU alles geschafft hast, sei stolz auf dich, du bist doch auf dem richtigen Weg und das arme Mädchen hat alles noch vor sich"... .
Es ist ein ewiges Konkurrenzdenken, auch wenn man in der Heilungsphase ist... .

In der Klinik in die ich jetzt komme gibt es 2/3-Bett-Zimmer. Auf der einen Seite sicherlich gut, auf der anderen Seite weiß ich nicht so recht was ich davon halten soll.

Mit anderen Menschen habe ich eigentlich überhaupt kein Problem (ich arbeite auch im Gesundheitswesen und habe IMMER mit Menschen zu tun), ganz im Gegenteil, es fällt mir leicht auf Andere zu zu gehen, fast zu leicht manchmal.
Aber auch das ist eben Teil der Störung.

Wegen der Therapiesperre ... bei mir in der Stadt, und ich denke, dass es das bestimmt auch bei dir gibt, gibt's ja verschiedene Beratungsstellen. Und unter Anderem bietet eine der vielen Beratungsstellen bei mir auch Therapiegespräche an. Es ist kostenlos, bzw. du kannst das geben was du möchtest, und hast dann einen Bezugstherapeuten.
Das ist wirklich eine prima Sache für die, bei denen eben z.B. alle Verlängerungen ausgeschöpft sind oder auch für diejenigen die auf einen Therapieplatz warten.
Vielleicht gibt es sowas bei dir ja auch? Das wäre doch dann eine gute Idee, oder?


Ich schicke dir viele liebe Grüße,


Möhrchen

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19. Januar 2015 um 21:23
In Antwort auf tuyet_988758

Liebes möhrchen
Ich finde es sehr gut, dass du nochmal in eine Klinik gehst.
Vielleicht ist es wirklich gut, wie amelie schon schrieb, dass die Klinik nicht rein auf Essstörungen spezialisiert ist.
Ich würde an deiner Stelle deine essstörung aufjedenfall ansprechen, vor allem auch das refeeding. Einfach damit die bescheid wissen. Ich denke du schaffst das und vielleicht kannst du dich in der Klinik fallen lassen gerade weil sie nicht auf essstörung spezialisiert ist. Also weil Hauptthema nicht die ES sein wird,
Ich drücke dir alle Daumen dieser Welt, und bin in Gedanken bei dir,

Fühl dich ganz fest gedrückt

Deine Bergsteigerin

Liebe Bergsteigerin
Danke für deine liebe Antwort!
Ich spreche das auf jeden Fall an. Meine Ärztin hat mir heute auch noch Befunde mitgegeben und auch die Einweisung in die Klinik (muss man zum Vorgespräch schon mitbringen). Und da stehen u.A. auch noch die ES-Diagnosen mit drauf.

Ich habe mir schon eine Liste mit all den Fragen die ich morgen stellen werde, gefertigt damit ich ja nichts vergesse

Die armen Ärzte, ich komme immer mit sooooolchen Listen an, aber hey, man will ja auch wissen was dort so passiert

Viele liebe Grüße, Möhrchen

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19. Januar 2015 um 21:31

Hallo liebe Amelie
Vielen lieben Dank für die Antwort!

Als ich vor noch nicht allzu langer Zeit so arg im Untergewicht war, habe ich mich immer mit anderen verglichen (wer ist dünner etc, du kennst diese Gedanken ja sicherlich).
Nun, im "Normalgewicht" (es fällt mir immer noch irgendwie schwer das zu sagen) ist es so, dass ich mich NOCH mehr mit anderen vergleiche.
Anderseits finde ich es total toll, dass ich wieder weiblicher aussehe, dass ich einfach wieder Präsenz habe und nicht wie der Tod auf zwei beinen aussehe.

Ich meine behaupten zu können, dass die Essstörung nach 11 Jahren einfach so sehr in mir drin ist, mal kann ich nun sogar schon ganz frei essen, mal geht es überhaupt nicht.

Da ich momentan nur X Kalorien esse und die (wie mir heute gesagt wurde) erstmal auch nicht erhöhen soll wegen dem Refeeding, hab eich große Angst davor, dass ich in der Klinik dann eben "große" (also normale) Portionen essen muss und somit natürlich über meine X Kalorien komme, dadurch wieder so rasant zunehme. Mein Gewicht ist jetzt endlich nach 12 Kilo in 3 Wochen zum stehen gekommen und mein Kopf versucht hinterher zu rennen.
Wenn jetzt wieder sowas passiert, wäre das echt fatal.
Ich habe Angst, dass die Panik dann so groß wird, dass ich wieder zurück falle und all der Kampf den ich gekämpft habe, von der kranken Seite kaputt gemacht würde.

Oh mein Gott, ich bin einfach nur aufgeregt. Diese Ungewissheit macht mich krank.

Viele liebe Grüße, Möhrchen

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19. Januar 2015 um 21:43
In Antwort auf moehrchen24

Liebe Bergsteigerin
Danke für deine liebe Antwort!
Ich spreche das auf jeden Fall an. Meine Ärztin hat mir heute auch noch Befunde mitgegeben und auch die Einweisung in die Klinik (muss man zum Vorgespräch schon mitbringen). Und da stehen u.A. auch noch die ES-Diagnosen mit drauf.

Ich habe mir schon eine Liste mit all den Fragen die ich morgen stellen werde, gefertigt damit ich ja nichts vergesse

Die armen Ärzte, ich komme immer mit sooooolchen Listen an, aber hey, man will ja auch wissen was dort so passiert

Viele liebe Grüße, Möhrchen


Es ist richtig , dass du gut vor reitet dort zu. Gespräch hin gehst. Denn ich denke wenn alle Fragen für dich geklärt sind, dann kannst du auch mit einem sichereren gefühl hin gehen.

Du schaffst des ich glaub an dich. Es kann dir nur helfen.

Das du aufgeregt bist. Ist völlig normal.
Du darst dort über alles reden.
Keine wird dich für verrückt halten süße.

Halt die Ohren steif

Liebste Grüße
Bergsteigerin

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19. Januar 2015 um 21:55
In Antwort auf moehrchen24

Hallo liebe Amy
Erst einmal vielen lieben Dank für deine aufbauenden Worte!
Du packst mich überhaupt nicht mit deinen Probleme voll, mach dir darüber mal keine Gedanken

Ich wurde auch jahrelang nur "symptomatisch", also immer nur auf die Essstörung behandelt, habe mich immer wieder selbst aufgerappelt und dann war es wieder besser, dann kam wieder ein Rückfall und so ging es die letzten 11 Jahre. Zum Schluss waren die letzten beiden Jahre die Hölle.

Auch die Klinik, die eben auf Essstörungen spezialisiert war, behandelte mich rein symptomatisch und es gab eigentlich nie tiefgründige Gespräche, es wurde eigentlich lediglich die Oberfläche angekratzt.

Es ist eigentlich so paradox. Wenn ich ein Mädchen sehe das noch sehr dünn ist, dann macht mich das teilweise richtig fertig, auf der anderen Seite denke ich "wow, schau mal was DU alles geschafft hast, sei stolz auf dich, du bist doch auf dem richtigen Weg und das arme Mädchen hat alles noch vor sich"... .
Es ist ein ewiges Konkurrenzdenken, auch wenn man in der Heilungsphase ist... .

In der Klinik in die ich jetzt komme gibt es 2/3-Bett-Zimmer. Auf der einen Seite sicherlich gut, auf der anderen Seite weiß ich nicht so recht was ich davon halten soll.

Mit anderen Menschen habe ich eigentlich überhaupt kein Problem (ich arbeite auch im Gesundheitswesen und habe IMMER mit Menschen zu tun), ganz im Gegenteil, es fällt mir leicht auf Andere zu zu gehen, fast zu leicht manchmal.
Aber auch das ist eben Teil der Störung.

Wegen der Therapiesperre ... bei mir in der Stadt, und ich denke, dass es das bestimmt auch bei dir gibt, gibt's ja verschiedene Beratungsstellen. Und unter Anderem bietet eine der vielen Beratungsstellen bei mir auch Therapiegespräche an. Es ist kostenlos, bzw. du kannst das geben was du möchtest, und hast dann einen Bezugstherapeuten.
Das ist wirklich eine prima Sache für die, bei denen eben z.B. alle Verlängerungen ausgeschöpft sind oder auch für diejenigen die auf einen Therapieplatz warten.
Vielleicht gibt es sowas bei dir ja auch? Das wäre doch dann eine gute Idee, oder?


Ich schicke dir viele liebe Grüße,


Möhrchen

Lieben dank
Liebes Möhrchen, puhhh...du hast ja auch schon einen ziemlichen Weg hinter dir... Bei mir ging es mit der Es vor 15 Jahren los. Ich habe meine Probleme immer auf diese eine Weise gelöst. Es gab eine relativ lange Zeit in der ich in dieser Hinsicht stabil war und dann ging es vor 4 Jahren wieder steil bergab. Zunächst Panikattacken, Depressionen....aber ich wollte immer nur leisten, leisten....bin weiter arbeiten gegangen...hab zwischendurch eine Reha gemacht weil es nicht mehr ging. Danach mich wieder mit Arbeit vollgeschüttet bis vorletztes Jahr der totale Zusammenbruch kam und mit ihm schlich sich die ES wieder in mein Leben. Trotzdem war ich das erste mal bereit mich meiner Vergangenheit zu stellen und bin somit auch das erste Mal in der richtigen Therapie bei einer wundervollen Therapeutin gelandet. Danke für deinen Tipp mit der Beratungsstelle. Ich wohne leider in einem Kaff, aber ich werde mich schlau machen ob es in der nächstgrößeren Stadt ein solches Angebot gibt. Das wäre natürlich eine mögliche Lösung. Meine Therapeutin und ich werden auch falls die letzte Verlängerung abgelehnt wird einen Antrag auf Kostenübernahme beim Fond für Missbrauchsopfer stellen. Nur das kann ziemlich lange dauern. In der Klinik in dich gehen werde gibt es sowohl Mehr- als auch Einzelzimmer. Je wie schwer die Störung ist, kann man auch ein Einzelzimmer bekommen. Das finde ich für mich sehr gut, denn ich kann nicht mit anderen Menschen in einem Zimmer schlafen. Tagsüber wäre das vielleicht noch irgendwie machbar, aber Nachts ein absoluter Albtraum. Ich brauche unheimlich lange um Menschen kennenzulernen und zu vertrauen. Von selbst auf jemanden zugehen ist für mich zumindest bis jetzt undenkbar. Ich hoffe das wird irgendwann auch besser, denn so katapultier ich mich immer weiter in die Einsamkeit. Das Problem ist auch das switchen zwischen zwei weiteren Identitäten. Das wirkt auf andere Menschen einfach unglaublich (abschreckend). Wenn das einer erlebt er davon nichts weiß und sich damit nicht auskennt kommt da sehr schnell an seine Grenzen. Wenn ich solche dünnen und kranken Menschen sehe erschrecke ich mich immer wieder, weil ich mich selbst oder eher meinen Körper nicht so wahrnehme. Also ich weiß, dass ich eine ES habe und weiß, dass ich zu dünn bin aber ich sehe und fühle es nicht. Ich fühle mich normal sowie zu der Zeit als ich noch NG hatte. Das muss sich ziemlich strange anhören, aber ich weiß es nicht besser zu beschreiben. Wie geht es dir den gesundheitlich? Das mit dem Refeeding-Syndrom hat mich ja ganz schön geschockt. Viele liebe Grüße Amy

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19. Januar 2015 um 22:09
In Antwort auf niels_12854110

Lieben dank
Liebes Möhrchen, puhhh...du hast ja auch schon einen ziemlichen Weg hinter dir... Bei mir ging es mit der Es vor 15 Jahren los. Ich habe meine Probleme immer auf diese eine Weise gelöst. Es gab eine relativ lange Zeit in der ich in dieser Hinsicht stabil war und dann ging es vor 4 Jahren wieder steil bergab. Zunächst Panikattacken, Depressionen....aber ich wollte immer nur leisten, leisten....bin weiter arbeiten gegangen...hab zwischendurch eine Reha gemacht weil es nicht mehr ging. Danach mich wieder mit Arbeit vollgeschüttet bis vorletztes Jahr der totale Zusammenbruch kam und mit ihm schlich sich die ES wieder in mein Leben. Trotzdem war ich das erste mal bereit mich meiner Vergangenheit zu stellen und bin somit auch das erste Mal in der richtigen Therapie bei einer wundervollen Therapeutin gelandet. Danke für deinen Tipp mit der Beratungsstelle. Ich wohne leider in einem Kaff, aber ich werde mich schlau machen ob es in der nächstgrößeren Stadt ein solches Angebot gibt. Das wäre natürlich eine mögliche Lösung. Meine Therapeutin und ich werden auch falls die letzte Verlängerung abgelehnt wird einen Antrag auf Kostenübernahme beim Fond für Missbrauchsopfer stellen. Nur das kann ziemlich lange dauern. In der Klinik in dich gehen werde gibt es sowohl Mehr- als auch Einzelzimmer. Je wie schwer die Störung ist, kann man auch ein Einzelzimmer bekommen. Das finde ich für mich sehr gut, denn ich kann nicht mit anderen Menschen in einem Zimmer schlafen. Tagsüber wäre das vielleicht noch irgendwie machbar, aber Nachts ein absoluter Albtraum. Ich brauche unheimlich lange um Menschen kennenzulernen und zu vertrauen. Von selbst auf jemanden zugehen ist für mich zumindest bis jetzt undenkbar. Ich hoffe das wird irgendwann auch besser, denn so katapultier ich mich immer weiter in die Einsamkeit. Das Problem ist auch das switchen zwischen zwei weiteren Identitäten. Das wirkt auf andere Menschen einfach unglaublich (abschreckend). Wenn das einer erlebt er davon nichts weiß und sich damit nicht auskennt kommt da sehr schnell an seine Grenzen. Wenn ich solche dünnen und kranken Menschen sehe erschrecke ich mich immer wieder, weil ich mich selbst oder eher meinen Körper nicht so wahrnehme. Also ich weiß, dass ich eine ES habe und weiß, dass ich zu dünn bin aber ich sehe und fühle es nicht. Ich fühle mich normal sowie zu der Zeit als ich noch NG hatte. Das muss sich ziemlich strange anhören, aber ich weiß es nicht besser zu beschreiben. Wie geht es dir den gesundheitlich? Das mit dem Refeeding-Syndrom hat mich ja ganz schön geschockt. Viele liebe Grüße Amy

Liebe Amy
Ich verstehe dich da wirklich gut. Und ja, natürlich wirkt das im ersten Moment abshreckend aber du weißt ja wie das ist ... was man nicht kennt, dem begegnet man immer mit Misstrauen. Und oftmals hat man dann nicht den Mut etwas "Neues kennen zu lernen" und anstelle dass man versucht den Menschen kennen zu lernen, stempelt man ihn lieber gleich ab.
So sind die meisten Menschen leider.

Ich habe beruflich vor einem Jahr ein paar Monate in einer Psychiatrie gearbeitet. Dort war es genau dasselbe. Das was mir wohl immer im Hinterkopf bleiben wird, ist eine Familie, die ihre manisch depressive Tochter nicht mehr besuchen wollte, weil sie ihre Art nicht nachvollziehen konnten.

Ich hoffe ganz ganz arg, dass das mit der Therapie über den Fond klappt. Ich drücke dir Daumen und Zehen dafür

Gesundheitlich geht es mir zur Zeit naja, sagen wir mal so, es ging mir schon viel schlechter.
Durch das Essen bin ich viel leistungsfähiger, ich fühle mich nicht mehr tot sondern ich merke tatsächlich wieder was Gefühle sind. Dazu bessern sich teilweise endlich meine Blutwerte

Aufgrund des Refeeding Syndroms ist mir fast ständig schwindelig, meine Bauchspeicheldrüse nimmt mir das alles ziemlich krumm... ich habe dadurch nen extrem niedrigen Blutzucker und die Insulinproduktion hingegen ist VIEL zu hoch.
Habe sozusagen meinen eigenen Rummel im Kopf und fahre ziemlich häufig am Tag Karussell... .
Und sonst, ja .. die Folgeschäden machen mir eben zu schaffen.
Und wie geht's dir?

Liebe Grüße

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19. Januar 2015 um 22:41
In Antwort auf moehrchen24

Liebe Amy
Ich verstehe dich da wirklich gut. Und ja, natürlich wirkt das im ersten Moment abshreckend aber du weißt ja wie das ist ... was man nicht kennt, dem begegnet man immer mit Misstrauen. Und oftmals hat man dann nicht den Mut etwas "Neues kennen zu lernen" und anstelle dass man versucht den Menschen kennen zu lernen, stempelt man ihn lieber gleich ab.
So sind die meisten Menschen leider.

Ich habe beruflich vor einem Jahr ein paar Monate in einer Psychiatrie gearbeitet. Dort war es genau dasselbe. Das was mir wohl immer im Hinterkopf bleiben wird, ist eine Familie, die ihre manisch depressive Tochter nicht mehr besuchen wollte, weil sie ihre Art nicht nachvollziehen konnten.

Ich hoffe ganz ganz arg, dass das mit der Therapie über den Fond klappt. Ich drücke dir Daumen und Zehen dafür

Gesundheitlich geht es mir zur Zeit naja, sagen wir mal so, es ging mir schon viel schlechter.
Durch das Essen bin ich viel leistungsfähiger, ich fühle mich nicht mehr tot sondern ich merke tatsächlich wieder was Gefühle sind. Dazu bessern sich teilweise endlich meine Blutwerte

Aufgrund des Refeeding Syndroms ist mir fast ständig schwindelig, meine Bauchspeicheldrüse nimmt mir das alles ziemlich krumm... ich habe dadurch nen extrem niedrigen Blutzucker und die Insulinproduktion hingegen ist VIEL zu hoch.
Habe sozusagen meinen eigenen Rummel im Kopf und fahre ziemlich häufig am Tag Karussell... .
Und sonst, ja .. die Folgeschäden machen mir eben zu schaffen.
Und wie geht's dir?

Liebe Grüße

Danke
Liebes Möhrchen, danke für deine lieben Worte! Ich finde es immer unheimlich wertvoll sich mit Menschen auszutauschen die auch ihre " Baustellen" haben. Man merkt, dass man mit seinen Problemen auch wenn sie anders sind, nicht alleine ist. Man trifft auf Menschen die verstehen. Wie oft hört man sonst "reiß dich mal zusammen" , " iss doch einfach", "lach doch mal"... Das mit dem Mädchen finde ich richtig schlimm. Wenn nicht mal die eigenen Eltern verstehen...oder verstehen können. Aber was alles im innerfamilären Bereich abgehen kann...ich habe es ja jahrelang mitgemacht. Den Kontakt habe ich zu allen bis auf meinen Bruder, den ich über alles liebe abgebrochen. Das war ein riesiger Schritt, der unbedingt notwendig, aber alles andere als leicht war. Aber ich bin sehr stolz drauf. Das mit deiner Gesundheit ist echt heftig. Aber es freut mich zu hören, dass deine Blutwerte jetzt besser werden und auch dass es mit dem essen jetzt besser klappt. Was die Klinik angeht, denke ich das die Ärzte sich dort doch sicherlich auch mit dem Refeeding-Syndrom auskennen. Sie werden sicherlich speziell auf deine Bedürfnisse eingehen. Sorry für die vielleicht dumme Frage, aber wie lange kann es dauern bis das wieder weg geht? Körperlich geht es mir ganz gut. Meine Blutwerte werden alle 6 Wochen kontrolliert und sind alle im Normalbereich. Ich habe mittlerweile auch wieder zugenommen und bin Gott sei dank nur noch 3 Kilo vom unteren Normalgewicht entfernt. Das Essen tut mir richtig gut, nur der Hunger lässt zu wünschen übrig. Der ist viel zu wenig und ich muss mich oft zwingen, oder ich vergesse es manchmal auch schlichtweg was aber auch mit den Identitätswechseln zu tun hat. Psychisch...nun ja... ich nenne es instabile Stabilität. Solange nichts triggert geht es und es triggert immer noch vieles. Aber auch da habe ich schon einige Fortschritte gemacht. Ich verspreche mir von der Klinik einfach die Dinge in einem noch geschützteren Rahmen angehen zu können und noch stabiler zu werden. Viele liebe Grüße Amy

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20. Januar 2015 um 13:21

Liebes Möhrchen,
wie wars heute??? hab sooo an dich gedacht! <3

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22. Januar 2015 um 18:10

Guten Abend meine Lieben!
Es tut mir leid, dass ich nicht geschrieben habe und dies erst jetzt tu.
Vielen Dank noch mal für die ganzen lieben Zusprüche von euch, sie haben mich wirklich bestärkt und mir die Aufregung ein wenig genommen.
Ich hatte mein Vorgespräch und danach ging es mir nicht so gut und ich war im Stress und ach, es war einfach alles ein wenig viel.

Ja, also das Gespräch lief eigentlich soweit ganz gut, ich habe nun Bescheid bekommen, dass ich auf die Station für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen komme, allerdings muss ich wohl noch einige Wochen warten bis ein Platz frei wird.

Die Therapie dort umfasst Einzelgespräche, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, ... .
Wegen meiner Essstörung werde ich dort regelmäßig gewogen und bekomme auch in diese Richtung Unterstützung, auch wenn der Schwerpunkt nun eben nicht auf der Behandlung der Essstörung liegt sondern auf der BPS-Behandlung.
Sobald ich mit dem Gewicht wieder abrausche, werde ich dann wieder auf die ES-Station verlegt.

Ja, nun heißt es warten. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch so lange dauert und hatte mit einer früheren Aufnahme gerechnet. Aber hey, bei meinem letzten Klinikaufenthalt musste ich Monate lang warten!

Viele liebe Grüße, Euer Möhrchen

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22. Januar 2015 um 18:27
In Antwort auf moehrchen24

Guten Abend meine Lieben!
Es tut mir leid, dass ich nicht geschrieben habe und dies erst jetzt tu.
Vielen Dank noch mal für die ganzen lieben Zusprüche von euch, sie haben mich wirklich bestärkt und mir die Aufregung ein wenig genommen.
Ich hatte mein Vorgespräch und danach ging es mir nicht so gut und ich war im Stress und ach, es war einfach alles ein wenig viel.

Ja, also das Gespräch lief eigentlich soweit ganz gut, ich habe nun Bescheid bekommen, dass ich auf die Station für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen komme, allerdings muss ich wohl noch einige Wochen warten bis ein Platz frei wird.

Die Therapie dort umfasst Einzelgespräche, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, ... .
Wegen meiner Essstörung werde ich dort regelmäßig gewogen und bekomme auch in diese Richtung Unterstützung, auch wenn der Schwerpunkt nun eben nicht auf der Behandlung der Essstörung liegt sondern auf der BPS-Behandlung.
Sobald ich mit dem Gewicht wieder abrausche, werde ich dann wieder auf die ES-Station verlegt.

Ja, nun heißt es warten. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch so lange dauert und hatte mit einer früheren Aufnahme gerechnet. Aber hey, bei meinem letzten Klinikaufenthalt musste ich Monate lang warten!

Viele liebe Grüße, Euer Möhrchen

Hey liebes,
Es freut mich das du den Kampfgeist trotz allem hast.

Du wirst auch die Wartezeit gut überstehen. Ich glaub ganz fest an dich ...
Drück dich
Bergsteigerin

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22. Januar 2015 um 19:21
In Antwort auf moehrchen24

Guten Abend meine Lieben!
Es tut mir leid, dass ich nicht geschrieben habe und dies erst jetzt tu.
Vielen Dank noch mal für die ganzen lieben Zusprüche von euch, sie haben mich wirklich bestärkt und mir die Aufregung ein wenig genommen.
Ich hatte mein Vorgespräch und danach ging es mir nicht so gut und ich war im Stress und ach, es war einfach alles ein wenig viel.

Ja, also das Gespräch lief eigentlich soweit ganz gut, ich habe nun Bescheid bekommen, dass ich auf die Station für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen komme, allerdings muss ich wohl noch einige Wochen warten bis ein Platz frei wird.

Die Therapie dort umfasst Einzelgespräche, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, ... .
Wegen meiner Essstörung werde ich dort regelmäßig gewogen und bekomme auch in diese Richtung Unterstützung, auch wenn der Schwerpunkt nun eben nicht auf der Behandlung der Essstörung liegt sondern auf der BPS-Behandlung.
Sobald ich mit dem Gewicht wieder abrausche, werde ich dann wieder auf die ES-Station verlegt.

Ja, nun heißt es warten. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch so lange dauert und hatte mit einer früheren Aufnahme gerechnet. Aber hey, bei meinem letzten Klinikaufenthalt musste ich Monate lang warten!

Viele liebe Grüße, Euer Möhrchen

Das ist super
Ich finde es toll dass du diesen Schritt wagst!
Es ist echt bewundernswert wie viel Kampfgeist du hast, und das bei all dem das du durchmachen musstest - Essstörung, borderline, Wegweisung syndrom...
Bleib stark und glaub an dich! Die lange Wartezeit ist natürlich schade, aber in der Klinik können sie dir sicher am besten helfen und bis dahin mach einfach weiter so wie jetzt und dann schaffst Du das!
Ein riesen Lob und viele liebe grüße,
Nordwindchen

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22. Januar 2015 um 21:06
In Antwort auf moehrchen24

Guten Abend meine Lieben!
Es tut mir leid, dass ich nicht geschrieben habe und dies erst jetzt tu.
Vielen Dank noch mal für die ganzen lieben Zusprüche von euch, sie haben mich wirklich bestärkt und mir die Aufregung ein wenig genommen.
Ich hatte mein Vorgespräch und danach ging es mir nicht so gut und ich war im Stress und ach, es war einfach alles ein wenig viel.

Ja, also das Gespräch lief eigentlich soweit ganz gut, ich habe nun Bescheid bekommen, dass ich auf die Station für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen komme, allerdings muss ich wohl noch einige Wochen warten bis ein Platz frei wird.

Die Therapie dort umfasst Einzelgespräche, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, ... .
Wegen meiner Essstörung werde ich dort regelmäßig gewogen und bekomme auch in diese Richtung Unterstützung, auch wenn der Schwerpunkt nun eben nicht auf der Behandlung der Essstörung liegt sondern auf der BPS-Behandlung.
Sobald ich mit dem Gewicht wieder abrausche, werde ich dann wieder auf die ES-Station verlegt.

Ja, nun heißt es warten. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch so lange dauert und hatte mit einer früheren Aufnahme gerechnet. Aber hey, bei meinem letzten Klinikaufenthalt musste ich Monate lang warten!

Viele liebe Grüße, Euer Möhrchen

Daumen gedrückt
Hey Möhrchen, musste die letzten 2 Tage oft an dich denken! Klar ist es stressig. Das Gespräch...die ganzen Eindrücke...das muss ja erst mal sacken und verarbeitet werden. Wie geht es dir denn jetzt so danach? Klar, dass du jetzt schnell loslegen möchtest, aber die paar Wochen wirst du sicher auch überstehen. Vielleicht ergibt sich ja eher was, wer weiß? Das dein Gewicht kontrolliert wird ist doch ganz gut. Bei mir ist es z.B. so dass sich ja mein psychischer Zustand sehr schnell auf das Essen niederschlägt und so ein Klinikaufenthalt ist ja auch sehr anstrengend. Da kommt vielleicht vieles in Gang. Wenn du mehr Unterstützung brauchen solltest, hör auf dich und sag es da auch! Viele liebe Grüße Amy

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22. Januar 2015 um 21:15
In Antwort auf moehrchen24

Guten Abend meine Lieben!
Es tut mir leid, dass ich nicht geschrieben habe und dies erst jetzt tu.
Vielen Dank noch mal für die ganzen lieben Zusprüche von euch, sie haben mich wirklich bestärkt und mir die Aufregung ein wenig genommen.
Ich hatte mein Vorgespräch und danach ging es mir nicht so gut und ich war im Stress und ach, es war einfach alles ein wenig viel.

Ja, also das Gespräch lief eigentlich soweit ganz gut, ich habe nun Bescheid bekommen, dass ich auf die Station für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen komme, allerdings muss ich wohl noch einige Wochen warten bis ein Platz frei wird.

Die Therapie dort umfasst Einzelgespräche, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, ... .
Wegen meiner Essstörung werde ich dort regelmäßig gewogen und bekomme auch in diese Richtung Unterstützung, auch wenn der Schwerpunkt nun eben nicht auf der Behandlung der Essstörung liegt sondern auf der BPS-Behandlung.
Sobald ich mit dem Gewicht wieder abrausche, werde ich dann wieder auf die ES-Station verlegt.

Ja, nun heißt es warten. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch so lange dauert und hatte mit einer früheren Aufnahme gerechnet. Aber hey, bei meinem letzten Klinikaufenthalt musste ich Monate lang warten!

Viele liebe Grüße, Euer Möhrchen

Ooooh
Vielen liebe Dank an euch alle, ihr seid so süß

Ich werde die Wochen mit meiner Therapeutin noch viel am Essverhalten arbeiten, sodass ich mich dann in der Klinik auf den anderen Schwerpunkt konzentrieren kann.

Momentan geht es mir ganz gut, aber trotzdem ist es komisch nun wieder in eine Klinik zu gehen. Ich komme hier zu Hause manchmal klar, manchmal aber auch gar nicht, dann bricht wieder alles über mir zusammen und kleinste Kleinigkeiten werfen mich komplett aus der Bahn. Es ist einfach schwer momentan. Aber das war's für mich ja schon als Kind, da war es schon genau so wie es heute auch ist.

@ Lenchen: Ich war letzten Sommer in einer Fachklinik für Essstörungen und nun gehe ich in eine Klinik in der Persönlichkeitsstörungen/Zwänge/Ängste behandelt werden.

Danke, ihr seid einfach wunderbar, jeder auf seine Art und Weise

Viele Grüße, Möhrchen

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22. Januar 2015 um 21:15

Ich weiß genau, was du meinst!
Ich habe morgen früh einen Arzttermin und da werde ich zum ersten Mal hoffentlich offen über mein abnormales Essverhalten reden.
Ich bin auch nervös und frage mich ständig, ob es denn nicht lächerlich ist, dass ich morgen dahin gehe, da ich ja wirklich NG habe.

Ich wünsche dir, dass alles sich bessert für dich und du dich ernstgenommen fühlen wirst
Viel Glück und Erfolg!

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