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Atypische Essstörung?

Letzte Nachricht: 15. September 2015 um 19:09
H
hennie_12345388
10.09.15 um 19:54

Hi Mädels,

Ich will es einfach nur mal raus quatschen. Denn mit wem kann man schon darüber reden?

Bei mir ist es so das ich in den letzten Monaten sehr viel Gewicht verloren habe. Wieviel kann ich nicht sagen da ich keine Wage habe. Ich hätte zwar gern eine aber dann würd ich wohl nur drauf stehen...

Es fing an das ich kein Appetit hatte aufgrund psychischem stress. Vorher hab ich schon ... und zu nach großen Mahlzeiten erbrochen aber nicht regelmäßig. In meiner Pupertät hatte ich regelmäßige Ess-Brech phasen, ging aber von selbst wieder.

Derzeit ist beides kompiniert. Also ganzen Tag nichts essen und abends 3 scheiben Weißbrot und diese dann erbrechen.

Ich glaub aber ich mache das mehr aus Kontrolle als wegen Gewicht (wobei der Gewichtsverlust ein schöner Nebeneffekt ist)
Es ist nämlich so das ich ein Mensch bin der nicht zu sich stehen kann also sprich aus wahrscheinlich verlustängsten herraus versucht das zutun was ich denke dem anderen gefallen würde.
Und das Essen, der Gewichtsverlust und das Erbrechen kann ich selbst bestimmen. Wisst ihr das kann mir keiner Vorschreiben. Ich entscheide wann und wieviel ich esse und ob ich es drinnen behalte oder nicht.

Klingt völlig abstrus aber ich glaub so ist es wohl...

Würde mich freuen wenn ihr mädels mit mir quatscht...

Lg

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D
dolly_12688854
13.09.15 um 18:38

Hallo katl,
ja, das klingt schon nach ner Magersucht die sich aus ner früheren Bulimie entwickelt hat. Und irgendwie klingts ja nicht so, als hättest du alles unter Kontrolle, sonst wärst du ja nicht essgestört - vor allem nicht schon so lange.

Nun, dann quatsch mal los. Richtig ehrlich bist du ja auch nicht zu dir.

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H
hennie_12345388
14.09.15 um 21:24
In Antwort auf dolly_12688854

Hallo katl,
ja, das klingt schon nach ner Magersucht die sich aus ner früheren Bulimie entwickelt hat. Und irgendwie klingts ja nicht so, als hättest du alles unter Kontrolle, sonst wärst du ja nicht essgestört - vor allem nicht schon so lange.

Nun, dann quatsch mal los. Richtig ehrlich bist du ja auch nicht zu dir.

Hallo und danke
Vielen Dank für deine Antwort.

Ja was gibt es zu sagen. Das das nicht sonderlich gesund ist und einen Krankheitswert besitzt weis ich schon egal woher es rührt.
Wobei ich manchmal daran zweifel. Klingt sonderbar aber ich zweifel ernsthaft an der "echtheit" meiner evtl. "Essstörung"

Ich bin 29 und da entwickelt sich doch sowas nicht einfach mal und ich bin ja nicht total verrückt oder so. Ich muss halt einfach gestehen das das erbrechen mir danach ein gutes Gefühl gibt zum einen und naja wie gesagt die Figur ist auch nicht ganz hinten an zu stellen.

Klingt blöd aber erbreche ich nicht und würde alles in mich rein futtern ist das wie so ein druck als wäre man voll mit unnötigen balast. Also der drank nach dem essen zur toilette zu gehen ist schon da.

Ich muss das irgendwann in dem griff bekommen das weis ich und ich denke wenn es psychisch wieder besser geht wird das auch..

Liebe grüße

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D
dolly_12688854
14.09.15 um 23:08
In Antwort auf hennie_12345388

Hallo und danke
Vielen Dank für deine Antwort.

Ja was gibt es zu sagen. Das das nicht sonderlich gesund ist und einen Krankheitswert besitzt weis ich schon egal woher es rührt.
Wobei ich manchmal daran zweifel. Klingt sonderbar aber ich zweifel ernsthaft an der "echtheit" meiner evtl. "Essstörung"

Ich bin 29 und da entwickelt sich doch sowas nicht einfach mal und ich bin ja nicht total verrückt oder so. Ich muss halt einfach gestehen das das erbrechen mir danach ein gutes Gefühl gibt zum einen und naja wie gesagt die Figur ist auch nicht ganz hinten an zu stellen.

Klingt blöd aber erbreche ich nicht und würde alles in mich rein futtern ist das wie so ein druck als wäre man voll mit unnötigen balast. Also der drank nach dem essen zur toilette zu gehen ist schon da.

Ich muss das irgendwann in dem griff bekommen das weis ich und ich denke wenn es psychisch wieder besser geht wird das auch..

Liebe grüße

Hallo katl,
nun ja, du bist bereits in deiner Jugend bulimisch geworden. In den 10 oder mehr Jahren dazwischen bist du halt entweder so ganz gut klar gekommen und die Dinge, die dir zu schaffen gemacht haben, haben sich aufgelöst, oder du hast deine Symptomatik eben anderweitig verschoben. Jetzt mit 29 kommt die Bulimie zurück. Da sieht man mal, wie unsicher das Fundament ist auf dem man beginnt sein Leben zu bauen, wenn man so ne unbehandelte "Jugendphase" hatte.

Ach jaaa, ich weiß früher auch noch, wie sehr ich daran gezweifelt hab tatsächlich und wirklich krank zu sein. Bin zwar nur täglich mehrfach auf die Knie, aber man spinnt sich halt immer ne Ausrede zusammen.
Und dennoch bin ich damals - wie du - dann hier angekommen. Eigentlich weißt du ja, dass da was nicht stimmt. Aber gleichzeitig redest du es dir schön. Vielleicht bist du ja hier um dir zu "beweisen", dass du nicht wirklich krank bist, sondern einfach "anders". Nun, ich denke, dass du dich von diesem Gedanken verabschieden musst. Niemand in einem wohlhabenden Land, egal welchen Alters oder Geschlechts, ist sicher davor eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Vor allem eine Bulimie entwickelt sich ganz gerne recht spät. Und es ist ja auch nicht eine Seltenheit, dass man phasenweise bulimisch ist. Viele sind wie du bereits in der Pubertät erkrankt, dann ging es vorbei und später in den 30ern, 40ern, 50ern ging das plötzlich wieder los. Oder manche sind erst in ihren 30ern und 40ern erkrankt.

Du solltest dich und die Essstörung da schon sehr ernst nehmen. Nur weil du 29 bist, bist du nicht weniger krank wie eine Bulimikerin mit 18, 25 oder 45. Eine Essstörung bedarf immer einer therapeutischen Behanldung. Du erlebst ja gerade selbst, dass eine Bulimie unberechenbar kommen und gehen kann und in ihrer Intensität massiv schwankt.
Also wenn du noch was vor hast in deinem Leben außer überm Klo zu hängen, dann nimm die Beine in die Hand und mach los. Am Besten auch direkt mal zum Zahnarzt gehen und dir nen Schock abholen, das hält auch immer für ne Weile vor.

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H
hennie_12345388
15.09.15 um 19:09
In Antwort auf dolly_12688854

Hallo katl,
nun ja, du bist bereits in deiner Jugend bulimisch geworden. In den 10 oder mehr Jahren dazwischen bist du halt entweder so ganz gut klar gekommen und die Dinge, die dir zu schaffen gemacht haben, haben sich aufgelöst, oder du hast deine Symptomatik eben anderweitig verschoben. Jetzt mit 29 kommt die Bulimie zurück. Da sieht man mal, wie unsicher das Fundament ist auf dem man beginnt sein Leben zu bauen, wenn man so ne unbehandelte "Jugendphase" hatte.

Ach jaaa, ich weiß früher auch noch, wie sehr ich daran gezweifelt hab tatsächlich und wirklich krank zu sein. Bin zwar nur täglich mehrfach auf die Knie, aber man spinnt sich halt immer ne Ausrede zusammen.
Und dennoch bin ich damals - wie du - dann hier angekommen. Eigentlich weißt du ja, dass da was nicht stimmt. Aber gleichzeitig redest du es dir schön. Vielleicht bist du ja hier um dir zu "beweisen", dass du nicht wirklich krank bist, sondern einfach "anders". Nun, ich denke, dass du dich von diesem Gedanken verabschieden musst. Niemand in einem wohlhabenden Land, egal welchen Alters oder Geschlechts, ist sicher davor eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Vor allem eine Bulimie entwickelt sich ganz gerne recht spät. Und es ist ja auch nicht eine Seltenheit, dass man phasenweise bulimisch ist. Viele sind wie du bereits in der Pubertät erkrankt, dann ging es vorbei und später in den 30ern, 40ern, 50ern ging das plötzlich wieder los. Oder manche sind erst in ihren 30ern und 40ern erkrankt.

Du solltest dich und die Essstörung da schon sehr ernst nehmen. Nur weil du 29 bist, bist du nicht weniger krank wie eine Bulimikerin mit 18, 25 oder 45. Eine Essstörung bedarf immer einer therapeutischen Behanldung. Du erlebst ja gerade selbst, dass eine Bulimie unberechenbar kommen und gehen kann und in ihrer Intensität massiv schwankt.
Also wenn du noch was vor hast in deinem Leben außer überm Klo zu hängen, dann nimm die Beine in die Hand und mach los. Am Besten auch direkt mal zum Zahnarzt gehen und dir nen Schock abholen, das hält auch immer für ne Weile vor.

Hi
Tut gut es einfach raus zu schreiben.

Du hast schon recht denk ich. Bzw. Bin ich da glaub echt noch ein stück entfernt um zu sagen so ist es und nicht anders. Das geht mir derzeit übrigens oft so.
Es ist schwer zu sagen das es eine krankheit ist denn die Tatsache das manves ja selbst herbei führt macht es irgendwie unglaubwürdig...

Ich bin schon in Therapie aber wegen einem anderem Problem und das Essproblem hab ich nich nicht erwähnt und werd ich vorerst nicht. Ich will nicht mit allem Übertreiben!
Und wer weis wenn das eine besser wird erledigt sich das andere vielleicht auch von selbst.
Ich trau mich da echt nicht da ist auch echt viel zuviel Scham dabei um es jemanden zu erzählen.

Hast du das nei dir im Griff?

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